#41

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 10:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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Stimmt micht @damals wars Die Tannennadeln wurden für das Bad vor der Bescherung gebraucht - in badusan mit Fichtennadelduft http://wirtschaftsgeschichte-eberswalde....e-fabrik-finow/

LG von der Moskwitschka


damals wars und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 11:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #32
Hab heute wieder meinen Weihnachtsbaum geholt....

Diesmal nicht aus dem NP (Nationalpark)


Diesmal vom ehem. K 6 bei Sorge (Wiethfeld)

Und ihr?

josy95


hier in Düsseldorf gibst leider keinen K6 , Thomas


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Mahatma Gandhi
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#43

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 11:05
von Gelöschtes Mitglied
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Mein Pflanzstreifen ist der K2 am Gartenzaun, aber ohne Signalanlagen.

Der Hesselfuchs


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#44

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 11:06
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Reinhardinho im Beitrag #34
So sah er doch wirklich nicht aus:





Wenn Ihr wüsstet, wie lange ich gegoogled habe, um dieses Prachtstück zu finden.


Der sieht ja aus, wie bei dem einst von Frank Schöbel besungenen.

Zu DDR-Zeiten habe ich den Weihnachtsbaum, meist eine Kiefer, aus dem Tagebauvorfeld des Tagebau Spreetal geholt. Zweimal ist dabei der Wolga im Schlamm steckengeblieben und mußte mit der Raupe wieder auf die Plattenpiste gezogen werden. Das waren teure Weihnachtsbäume, denn der Obolus war nicht nur eine Flasche Lunikoff für den Raupenfahrer.

Heute reicht mir meine große Weihnachtspyramide, denn ein Weihnachtbaum im Wintergarten, wäre ein willkommener Spielplatz für meine Katzen.

Vierkrug


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#45

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 15:06
von Gelöschtes Mitglied
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Heute ist der 17.12. und er, der Baum, steht ja noch vor einem großen Auftritt, dennoch möchte ich hier bereits auf seine Verwertung hinweisen.

Für Elefanten in Zoos/Tierparks eine Delikatesse, auf die sie sich schon das ganze Jahr über freuen. Da kann man nur noch sagen: "Oh, Tannebaum, wie lecker sind deine Blätter...!"


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#46

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2014 17:24
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und mir fällt zum Tannenbaum eine kleine Geschichte ein. So begann mein Hobby.

50 PFENNIG oder eine ½ MARK?

In den sechziger Jahren gab es in der Umgebung von Meißen, meiner Heimatstadt im Sachsenland, in den ersten Dezemberwochen schon genügend Schnee um den Schlitten vom Dachboden zu holen. Die Vorweihnachtszeit in Sachsen ist auch heute noch eine besondere Zeit im Jahr. Wer im Dezember Sachsen besucht, kann förmlich an jedem Ort Weihnachten einatmen. Überall wird gebacken und es riecht nach gebrannten Mandeln und Zimt. Nach alter Tradition wurde natürlich auch in meinem Elternhaus der weltberühmte Christstollen noch selbst gebacken. Jede Hausfrau hatte da ihr spezielles Rezept, welches nicht selten schon über Generationen vererbt wurde. Die Zutaten wie Rosinen oder auch Mandeln hatte meine Mutter immer gut verwahrt und verteidigte alles wenn es sein musste auch mit dem Kochlöffel. Es war nicht einfach die Zutaten zusammenzutragen, denn nicht immer gab es alles in ausreichenden Mengen in der ehemaligen DDR zu kaufen. Der Christbaum kam damals nicht vom Händler sondern wurde im Walde selbst „geschlagen“.

Zwei Tage vor Heilig Abend nahm mein Vater Axt und Säge und ich den Schlitten, dann ging es in den nahe gelegenen verschneiten Wald um das passende Bäumchen zu suchen, welches unsere heimische Wohnstube meist bis Mitte Januar schmückte. Die Forstarbeiter kannten meinen Vater und uns wurde eine Stelle gezeigt an der wir ein Bäumchen selbst aussuchen konnten. Abseits des Weges lag der Schnee sehr hoch und man kam beim Laufen schnell ins Schwitzen. Die Bäume waren meist so dick verschneit, dass man erst den Schnee abschütteln musste um zu sehen, ob dieser Baum etwas zum Christbaum taugt. Schon nach kurzer Zeit sahen wir beide wie lebendige Schneemänner aus. In der Nähe einer Lichtung fanden wir endlich den passenden Baum und ich befreite den Stamm vom Schnee damit mein Vater die Säge ansetzen konnte. Und wie ich da bis zu den Ellenbogen in der weißen Pracht eingegraben war und der Schnee beim Wühlen nur so um mich rum flog, kam auch ein alter Wollhandschuh mit ans Tageslicht. Ich hielt inne und betrachtete kurz diesen schon stark verwitterten Wollfetzen, der noch vier Finger hatte, allerdings mit kleinen Löchern. Nun, als Handschuh war dieses Stück nicht mehr zu gebrauchen und der dazu passende zweite Handschuh blieb verschollen. Weit warf ich den Wollfetzen fort und dabei konnte ich genau sehen wie sich etwas Kleines aus dem Handschuh löste. Was war das? Gleich wollte ich in die Richtung laufen in die ich den alten Handschuh geworfen hatte, doch mein Vater hatte den Baum schon abgesägt und schleifte ihn durch den Schnee zurück zu den Forstleuten. Ich musste Axt und Säge hinterhertragen ohne genauer zu wissen was da aus dem Handschuh herausgeflogen war.

Die Forstleute hatten inzwischen ein kleines Feuer zum Wärmen entfacht. Der ausgesuchte Baum wurde mit einer Latte vermessen und mein Vater bezahlte. Dann machte die Zigarettenschachtel meines Vaters die Runde und ein Forstmann holte aus der Holzbude eine Flasche Schnaps, welche ebenfalls die Runde machte. Hier wurde ich als kleiner Knabe also nicht gebraucht und konnte mich davonschleichen. Die Abenddämmerung legte sich schon über die Wipfel der hohen Tannen und ich suchte nach dem alten Handschuh. Die Schleifspuren die unser Christbaum im Schnee hinterlassen hatte brachten mich ziemlich schnell ans Ziel. Dort war der Baumstumpf mit den frischen Sägespänen, hier hatte ich im Schnee gegraben und überall waren unsere Fußstapfen zu sehen. Ich blickte mich um und entdeckte unweit einen dunklen Fleck im Schnee. Schnell hob ich den Handschuh, oder das was von ihm übrig war auf und untersuchte ihn gründlich, doch nichts war mehr darin versteckt. Etwas ist aber beim Wegwerfen herausgeflogen, ich hatte es ganz deutlich gesehen. Wieder suchten meine Augen den Schnee ab und halt, dort lag etwas Glänzendes. Es schien Geld zu sein, schnell hob ich die beiden Münzen auf und vergrub sie in meinen Taschen, denn ich musste zurück zu meinem Vater.



Fotoquelle: Privatarchiv

Es hatte mich aber keiner vermisst und ich hörte schon von weitem wie sich die Männer unterhielten und stellte mich wieder dazu. „Na dann los“, sagte mein Vater und mit dem Christbaum auf dem Schlitten und den beiden Münzen ging es wieder zurück. Es war schon lange dunkel als wir Zuhause ankamen. Ich verzog mich rasch auf mein Zimmer um meinen „Schatz“ zu betrachten. Auf dem einem Stück konnte ich 50 PFENNIG und auf dem anderem ½ MARK lesen, auf der anderen Seite war ein Wappen mit Adler und Krone zu sehen. Mit der Brille meiner Mutter, welche ich als Lupe missbrauchte konnte ich noch auf beiden Stücken den Buchstaben „E“ erkennen und die Jahreszahlen 1877 und 1909. Ich habe die beiden Stücke natürlich mit meinem kindlichen Verstand wie man heute sagen würde, „unsachgemäß“ mit Wasser, Bürste und Spülmittel gereinigt. Sie wurden aber damals für mich sauber und glänzten stumpf, ich war zufrieden. Die beiden unterschiedlichen Wertangaben auf den beiden Münzen verblüfften mich allerdings noch einige Jahre und ich stellte mir oft die Frage. „Was ist nun mehr Wert, 50 PFENNIG oder eine ½ MARK?“ Später erfuhr ich mehr über diese beiden Stücke aus der Kaiserzeit und entschlüsselte auch den geheimnisvollen Buchstaben „E“ auf den Münzen als Prägestätte Dresden bzw. Muldenhütten. Noch heute gehören diese beiden Stücke zu meiner Sammlung, denn damit hat alles angefangen und wenn ich auf einem Spaziergang einen alten Handschuh finde, wird dieser immer noch genau untersucht. Die Münzen der Kaiserzeit sind allerdings nicht mein Sammelgebiet geworden, heute sammle ich vorwiegend Varianten und Fehlprägungen des Euros und habe als ehemaliger DDR-Bürger nun schon mit drei verschiedenen Währungen meine Einkäufe bezahlt. Diese beiden Stücke sind mir ans Herz gewachsen auch wenn so mancher Sammlerkollege, wenn er diese Stücke in meiner Sammlung entdeckt mit der Stirn runzelt und knurrt: „Also, die Dinger kannst du aber wegwerfen die sehen ja furchtbar aus!“ Ich nehme diese beiden „Dinger“ gern in die Hand und kehre in Gedanken in meine Kindheit zurück. Ich sehe mich noch einmal mit meinem Vater, den frisch geschlagenen Christbaum und den Schlitten durch den Wald im tiefen Schnee stapfen und in den Taschen trage ich meinen gefundenen Schatz freudig nach Hause.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


EK 70, josy95 und katerjohn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2014 15:54
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #42
Zitat von josy95 im Beitrag #32
Hab heute wieder meinen Weihnachtsbaum geholt....

Diesmal nicht aus dem NP (Nationalpark)


Diesmal vom ehem. K 6 bei Sorge (Wiethfeld)

Und ihr?

josy95


hier in Düsseldorf gibst leider keinen K6 , Thomas


@Gert , früher funktionierte das noch, das man mit der Post oder der Bahn (s.g. Expressgut) Weihnachtsbäume verschicken konnte. Hat mein Papa für gute Bekannte und Verwandte viel gemacht.Weiß gar nicht, ob die Post solche Sendungen überhaupt noch annimmt...?

Ich hätte Dir doch auch glatt einen geschickt!

Übrings, ist das wenigstens schon dei 2. nachwachsende Generation vom ehem. K 6. Wenn man sieht, wie die Natur, der Wald sich in nunmehr 25 Jahren dies einst kahle Areal zurückerobert hat...., dann merkt man auch wieder, wie die Zeit vergangen ist....

Die erste Generation nach Abriß der Grenzanlagen, die meißten Bäumchen haben sich selbst ausgesamt, hat mitlerweile schon stattliche Höhen von 10 bis 15 Metern erreicht, Stammdurchmesser auch so um die 10 cm...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 18.12.2014 15:55 | nach oben springen

#48

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2014 16:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Josy,
Eines hast Du aber gaaaanz Schamhaft vergessen zu erwähnen.
Nämlich :
Die Standorte von wirklich guten Weihnachtsbäumen gehören zur Streckenkunde. ( Zitat von RHS Kuhmetz , damals mein Meister usw.)

Oder sollte sich das wirklich so geändert haben?
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#49

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2014 17:50
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #48
Hi, Josy,
Eines hast Du aber gaaaanz Schamhaft vergessen zu erwähnen.
Nämlich :
Die Standorte von wirklich guten Weihnachtsbäumen gehören zur Streckenkunde. ( Zitat von RHS Kuhmetz , damals mein Meister usw.)

Oder sollte sich das wirklich so geändert haben?
73 , Hans




@Hans , es hat sich geändert, in der Tat!

Du findest wirklich kaum noch gut gewachsene Bäume. Umgangssprachlich nur Krücken. Meisst doppelt gewachsen oder regelrecht in die Höhe geschossen. Dazu fahren wir doch keine Güterzüge mehr. Und mit einem Personenzug anhalten - nee, danke! Das haben wir auch zu Reichsbahzeiten nicht gemacht, es sei denn, der Zug war leer und alle einschl. Zugführer brauchten einen Baum.

Ich stelle die nächste Zeit mal einen neuen Beitrag in dem von mir eröffneten Thread "Eisenbahngeschichten aus dem Harz" ein, der zu diesem weihnachtlichen Thema passt. Bin nur noch nicht ganz fertig mit vorbereitendem verfassen.

Schaut einfach mal rein!

VG josy95

sorry, dieser Schreibfehlerdeibel...


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.12.2014 18:48 | nach oben springen


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