#101

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.12.2012 20:25
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von StabPL im Beitrag #95
Würdet Ihr die heutige Wurst auch auf euer Postenbrot legen?
StabPL



Wenn das Brot auch von heute ist - Ja !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#102

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.12.2012 20:30
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von StabPL im Beitrag #95
Würdet Ihr die heutige Wurst auch auf euer Postenbrot legen?
StabPL


So ein Quatsch - sorry !
Man (alle) wußte damals nicht wie alt die Wurst war und man weiß es heute nicht !?
Geschmeckt hat sie.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#103

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 23.12.2012 10:53
von StabPL | 456 Beiträge

Wenn ich heute einige der eingeschweißten Wurst aufmache und daran rieche,
würde ich sie lieber wieder weglegen. Wo dran es liegt, dass sie oft so merkwürdig riecht und vor allem,
es ist bei den unterschiedlichen Wurstsorten fast der gleiche Geruch!

StabPL



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#104

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 24.12.2012 13:02
von StabPL | 456 Beiträge

Ich wünsche allen ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest!
StabPl



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#105

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 24.12.2012 13:11
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von StabPL im Beitrag #103
Wenn ich heute einige der eingeschweißten Wurst aufmache und daran rieche,
würde ich sie lieber wieder weglegen. Wo dran es liegt, dass sie oft so merkwürdig riecht und vor allem,
es ist bei den unterschiedlichen Wurstsorten fast der gleiche Geruch!

StabPL


Der eingeschweißte Kram ist voll von Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern, angeblich nicht schädlich, aber Appetit kommt da keiner recht auf.


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#106

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 27.12.2012 10:18
von StabPL | 456 Beiträge

Und eine Wurst riecht, wie die andere...
StabPL



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#107

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 28.12.2012 02:06
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von StabPL im Beitrag #106
Und eine Wurst riecht, wie die andere...
StabPL

1965-66 gab es bei uns Wurst aus den Umland,wie man heute sagen würde.
Die Qualität war 1A.Das gab es damals nirgends in der DDR,außer zur Leipziger Messe..
Das Angebot war"überreichlich".In meinem" Wochenendurlauben" nahm ich immer
Wurst und Butter mit nach Hause,sonst wäre es den Schweinen in den Ort in den Trog geworfen wurden,
oder wäre auf eine andere Art entsorgt geworden.
Auch die anderen"Genossen"nahmen es mit nach Hause,ob Offizier oder Soldat.
Wenn heute mancher"ALL EXLUSIV" Urlauber sehen würde, was es damals bei uns gab,würde er erblassen.
Es gab natürlich keinen Kaviar oder Austern.
Wenn irgend ein Reh oder eine Wildsau in der Minensperre sein Ende fand,gab es einige Zeit später einen Braten davon.
Wenn wir abends oder nachts vom Dienst kamen,war vom Fourier oder von den Küchenfrauen,ein"Kaltes Büffet angerichtet.
Obst,Wurst,Spreewaldgurken,eingelegtes Gemüse,etc.

Gruß
amigaguru


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#108

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 28.12.2012 03:47
von schulzi | 1.759 Beiträge

kan man nur sagen wow aber das waren die 50-bis mitte 60 er jahre als es noch die kleinen grenzeinheiten gab.dazu muss ich immer sagen das das verhältniss der bürger an der grünen grenze zu den grenzer herzlicher war als an der grenze zu westberlin.


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#109

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 28.12.2012 10:05
von StabPL | 456 Beiträge

Was um aller Welt macht man um 03:47 am Computer?
Du bist bestimmt von der nachtschicht aus dem Grenzdienst zurückgekommen.
StabPL



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#110

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 28.12.2012 14:31
von schulzi | 1.759 Beiträge

nee um diese zeit waren wir früher froh wen der uvd anrief das die ablösung rollte.da ich nicht schlafen konnte (sehr früh aufsteher) schaute ich mich im computer und im forum um


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#111

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 30.12.2012 08:53
von küche69 | 428 Beiträge

Dazu habe ich genügend geschrieben, habe sogar versucht, ganze Speissepläne aus der Erinnerung aufzuführen.

Nur soviel noch, dass Essen war nicht schlecht, der Verpflegungssatz der Grenzer war hoch und es wurde aus den vorhandenen Lebensmitteln ect, versucht ein abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zu bringen. Und das es nicht so "wie bei Muttern" jedem schmeckte ist ja wohl auch allen klar.

Aber bei uns in der 6. GK Morsleben (siehe Dackellenker), gab es kaum Beschwerden, vielleicht Montags (Eintopftag) oder Komplecktetage, waren auch nicht der Renner.

Aber wir in der Küche haben unser Bestes gegeben!

Auf diesem Weg wünsche ich allen Mitgliedern des Forums und deren Familien einen guten Start ins Jahr 2013!

Grüsse von Küche69

________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#112

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 30.12.2012 10:49
von schulzi | 1.759 Beiträge

es hat keiner behauptet das sich das küchenpersonal keine mühe gab es wurde meines erachten nur festgestellt je kleiner die einheit desto besser und schmackhafter war das essen.


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 01.01.2013 19:49
von microtech379 | 11 Beiträge

Vielleicht auch noch einige Impressionen von mir: Zur Erinnerung, ich war Fahrmaat auf einem Schiff der 4. GSA in Warnemünde:

Das Essen war im wesentlichen gut, der Verpflegungssatz nochmals höher als an Land. Unser Smutje war gelernter Metzger, kochen hat er an Bord gelernt. Wir hatten aber einen Sperrgasten an Bord, der hatte in einem kleinen Restaurant gelernt, konnte Super kochen und es war immer die beste Stimmung an Bord, wenn der Koch im Urlaub war und der Sperrgast durch den Kommandanten während der Zeit in die Kombüse abkommandiert wurde. Aber auch zu Ostern, Weihnachten usw. War der Sperrgast oft in der Kombüse tätig.

Auf See (normal war in etwa folgender Törn: zwei Wochen Hafen / eine Woche GD) gab es noch eine vierte Mahlzeit: der Mittelwächter, d.h. 23.30 Uhr für die aufziehende Seewache und dann 0.00 Uhr für die gerade abgelöste Wache. Da gab es immer was Leckeres, am liebsten hatten wir Nudeln mit Tomatensoße oder Karlsbader Schnitte.

Den Speisenplan hat der Koch erstellt, dem 1. WO vorab vorgelegt und dann dem Kommandanten zur Genehmigung und Unterschrift offeriert.

Ich kann mich an eine Kuriosität erinnern, als es längere Zeit je Woche vier Mahlzeiten mit Kaninchenfleisch gab; wo die Hasen herkamen ... Wer weiß.

Dann gab es in der Abteilung zwei des Schiffes noch eine Kantine! Das war eine von den Grenzschiffen nicht genutzte Last des Minensuch- und Räumschiffes, wo im E-Fall Minenbewaffnungsteile gelagert worden wären. Hier gab es Cola, Kaffee, Zigaretten, Schokolade usw.

Interessant war, das es ab 1986 auch Transitware gab, also Mocca-Fix für ca. 4,25 Mark, Schachtel Club für 1,-- Mark, Schachtel Cabinet für 0,80 Mark. Ihr könnt es Euch denken, das mit den Nichtrauchern immer ein lebhaftes Geschachere stattfand.

Oh ja, auch ich habe während meiner Dienstzeit 8 kg zugenommen ...

Musste dann an der Seefahrtschule in Warnemünde / Wustrow ganz schön abtrainieren.



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#114

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 02:34
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von microtech379 im Beitrag #113
Vielleicht auch noch einige Impressionen von mir: Zur Erinnerung, ich war Fahrmaat auf einem Schiff der 4. GSA in Warnemünde:

Das Essen war im wesentlichen gut, der Verpflegungssatz nochmals höher als an Land. Unser Smutje war gelernter Metzger, kochen hat er an Bord gelernt. Wir hatten aber einen Sperrgasten an Bord, der hatte in einem kleinen Restaurant gelernt, konnte Super kochen und es war immer die beste Stimmung an Bord, wenn der Koch im Urlaub war und der Sperrgast durch den Kommandanten während der Zeit in die Kombüse abkommandiert wurde. Aber auch zu Ostern, Weihnachten usw. War der Sperrgast oft in der Kombüse tätig.

Auf See (normal war in etwa folgender Törn: zwei Wochen Hafen / eine Woche GD) gab es noch eine vierte Mahlzeit: der Mittelwächter, d.h. 23.30 Uhr für die aufziehende Seewache und dann 0.00 Uhr für die gerade abgelöste Wache. Da gab es immer was Leckeres, am liebsten hatten wir Nudeln mit Tomatensoße oder Karlsbader Schnitte.

Den Speisenplan hat der Koch erstellt, dem 1. WO vorab vorgelegt und dann dem Kommandanten zur Genehmigung und Unterschrift offeriert.

Ich kann mich an eine Kuriosität erinnern, als es längere Zeit je Woche vier Mahlzeiten mit Kaninchenfleisch gab; wo die Hasen herkamen ... Wer weiß.

Dann gab es in der Abteilung zwei des Schiffes noch eine Kantine! Das war eine von den Grenzschiffen nicht genutzte Last des Minensuch- und Räumschiffes, wo im E-Fall Minenbewaffnungsteile gelagert worden wären. Hier gab es Cola, Kaffee, Zigaretten, Schokolade usw.

Interessant war, das es ab 1986 auch Transitware gab, also Mocca-Fix für ca. 4,25 Mark, Schachtel Club für 1,-- Mark, Schachtel Cabinet für 0,80 Mark. Ihr könnt es Euch denken, das mit den Nichtrauchern immer ein lebhaftes Geschachere stattfand.

Oh ja, auch ich habe während meiner Dienstzeit 8 kg zugenommen ...

Musste dann an der Seefahrtschule in Warnemünde / Wustrow ganz schön abtrainieren.



siehe rotmarkiertes,sicher? Oft wurde in den Küchen Nutriafleisch angeboten,aber als Hase für die Massen verkauft,gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#115

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 07:07
von microtech379 | 11 Beiträge

So weit ich es beurteilen kann, war es tatsächlich Kaninchen-/Hasenfleisch, die Form der Schlegel bzw. der typische Geschmack waren jeweils für sich betrachtet eindeutig.

Nutria hatte ich mal in den 70ern bei einer Tante serviert bekommen - das Herkunftstier teilte sie uns erst nach dem "Genuss" mit: Ich darf ehrlich sagen, dass es mir, auch ohne an die Beutelratte zu denken, NICHT geschmeckt hatte



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#116

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 07:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von microtech379 im Beitrag #115
So weit ich es beurteilen kann, war es tatsächlich Kaninchen-/Hasenfleisch, die Form der Schlegel bzw. der typische Geschmack waren jeweils für sich betrachtet eindeutig.

Nutria hatte ich mal in den 70ern bei einer Tante serviert bekommen - das Herkunftstier teilte sie uns erst nach dem "Genuss" mit: Ich darf ehrlich sagen, dass es mir, auch ohne an die Beutelratte zu denken, NICHT geschmeckt hatte


Ist ein Nutria nicht eine Bisamratte?
In der DDR gab es ja etliche Züchter die neben dieser "Spezialität" auch den Biber im Programm hatten.
Gibt es wohl heute nicht mehr so, oder?


zuletzt bearbeitet 02.01.2013 07:15 | nach oben springen

#117

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 07:57
von microtech379 | 11 Beiträge

Wiki sagt: Biberratte, ok

Stammt aus Südamerika, wurde aber auch in Europa eingebürgert

Die Tiere werden als Pelzlieferant gezüchtet, das Fleisch ist sozusagen ein willkommener Nebeneffekt

Trotzdem ziehe ich ein saftiges Rib-Eye-Steak vor (zumindestes in der jetzigen Zeit)

Ich denke auch, dass die Züchtungserfolge der Nutrias damals nicht ausreichten, um über Wochen in de Gemeinschaftsverpflegung verzehrt zu werden



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#118

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 08:06
von student | 89 Beiträge

Eine nicht ganz legale Art der Verpflegung waren die Minenschweine und -rehe, die es ab der Einführung der 501 reichlich gab. In der 66er vergammelten sie ja nur. Viech geborgen, ab zum Feldscher, der hat die Beschau gemacht und dann wurde das Tier zer- und verteilt. Schön war auch die Sicherung der Grenzfischerei, der Fischer meinte jedesmal "Nehmt mir bloß was ab, die setzen mir das Soll hoch..." Da gab es dann reichlich Aal und Hechtkoteletts. MfG


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#119

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 02.01.2013 08:32
von microtech379 | 11 Beiträge

Bei uns gab es mal was anderes: Auslaufen in den GD war i.d.R. Immer am Donnerstag, gegen 18.00 Uhr

Einmal, Frühjahr oder Sommer, haben wir uns aus bestimmten Gründen dann auf der Ostsee treiben lassen (Kühlungsborn war querab)

Dann stand die Freiwache mit ihren Angelruten draußen, und plötzlich, nach einigen Anfangserfolgen, kam das Signal: wir sind genau über einem Dorschschwarm: Alles raus auf das Oberdeck, was nicht unbedingt GS besetzen muss und Angel bemannen

Es ist jetzt kein Anglerlatein: Wir haben in ca. 30 min bestimmt 60 große Dorsche gefangen, die dann zunächst im Schlauchboot des DSK verstaut wurden, dann aber gleich durch unseren Smutje und Sperrgasten filetiert wurden und dann ab in die Kühlung (teilweise tiefgekühlt)

Den Abfall dann in den Bach geschmissen - ein Festschmaus für die Möwen

Der Besatzung haben die Filets später in mehreren Mahlzeiten vorzüglich gemundet

GS = Gefechtsstation
DSK = Durchsuchungskommando



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#120

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 17.01.2013 19:34
von StabPL | 456 Beiträge

Wer ist denn durch die gute Verpflegung mit mehr Kilo nach
Hause gegangen, als er gekommen war?
StabPL



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