#1

Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.11.2012 13:02
von Fritze (gelöscht)
avatar

liebe Forumsgemeinde nach einer Freiwilligenanfrage möchte ich euch mit einer kleinen Geschichte vom Kanten erfreuen.

Der Waffenkeim
Uffz. Edgar lag auf dem Bett und fingerte am Einstellknopf des Radios.Sein Lieblingstitel von den Stones lag in den letzten Takten ,und die wollte er noch ohne Schnarren voll genießen.Draußen auf dem Gang waren Stiefeltritte zu hören.Nach einem kurzen zaghaftem Klopfen steckte der GuvD den Kopf durch die Türöffnung und sagte eindringlich:"Edgar komm runter und mach die Kiste auf,die sind schon nervig ! "
Mit Kiste war die Waffenkammer gemeint und mit " die ",zwei Posten ,welche Hinterlandsicherung hatten.Edgar richtete sich auf und murrte : "Geh schon runter und sag den Zwei ,sie sollen die Füsse stillhalten ! Er suchte nach seinen Schlappen und fuhr den Gefreiten an : " Haste nich gehört ? "Während er die eine Etage runnte schlurfte,dachte er : Verdammt noch 187 Tage ! Das war schon das vierte Mal ,welches er diese Nacht aus dem Bett geholt wurde.Vor der "Kiste empfingen ihe zwei grinsende Gestalten mit dreckigen Stiefeln.Eine meinte : "Ganz schön gelb,wa Eddy ?"
" Sind Eure Spritzen sauber ? " fuhr er die zwei an ." Na klar ,hast ja lange genug gebraucht ,um aus der Poofe zu kommen ! "entgegnete der Längere der zwei .Edgar nahm ihnen die leicht eingeölten Kaschies und die DFs ab und gab ihnen ihre Waffenkarten,schüttelte den Kopf und hörte nur noch das sich schnell entfernende Stiefeltrappeln.Edgar schlurrfte zur Wachbutze und sah auf die Uhr . 04.21 zeigten rote Zahlen auf dem Wecker des UvD.Der GuvD rührte in seiner Teetasse und ein Soldat sass in der Ecke und brabbelte etwas im Halbschlaf.Edgar überlegte,sollte er kurz in die Küche aus der schon gedämpftes Klappern zu hören war ?Er entschied sich aber wieder fürs Bett ,hastete soweit es mit den Schlappen ging ,die eine Treppe hoch und schlurrfte den Gang zu seinem Zimmer.Wieder auf dem Bett ,sinierte er ,"ist noch ne Weile hin ,aber bald ist Schluss ! "Bloss ,daß immer noch so viel an ihm hängen blieb? Warum hatten auch nicht alle Uffze ,die UvD hatten ,die Berechtigung zum Öffnen der Waffenkammer ? " Na wenigstens brauchte er sich in der Sicherstellungskompanie, nicht mit Signalgeräten und mssenhaft verschossenen Handleuchtzeichen herumzuärgern.Sein Zimmerkumpel von der U-Schule ,welcher einige Kompanien weiter rechts ,in einer Grenzkompanie ,Dienst tat ,hatte ihm bei der letzten Heimfahrt,sein Leid geklagt.Er dachte an den bevorstehenden VKU .Aber so richtig freuen konnte er sich nicht.Wusste er doch ,daß die dralle Blondine,welche er auf der Geburtstagsfeier seines Bruders im seinem letztem EU ,kennengelernt hatte,verheiratet war .Ihr Mann war auf Montage gewesen und sie hatte sich von einer Kollegin überreden lassen,auf die Feier von Marko zu gehen.Marko war Edgars älterer Bruder,der als Brigadier im Halbleiterwerk tätig war.Er hatte etliche Frauen aus seiner Brigade zu seiner Fete eingeladen.Ihm entgingen auch nicht die Blicke,welche sein Bruder Edgar ,der strammen Blondine schenkte.Mit den Augen signalisierte er nur _"Ran an die Buletten ! "
Die folgenden 9 Tage waren für Edgar das Paradies.Die Nadja war aber auch Weibsbild ,wie aus dem Bilderbuch .Zwischen Bett und Sekt verflog sein Urlaub.Und er hatte sich um nichts gekümmert ,was eigentlich auf den Nägeln brannte.So die Sache mit dem Kraftverkehr und dem Job als LKW-Fahrer,wo sein Kumpel Jonny ihm den Tipp gegeben hatte.Da käme er wenigstens raus und brauchte nicht in der kleinen Schlosserwerkstatt seines Vaters an verdreckten Maschinen zu fummeln.
Tja und dann der Abschied auf dem Bahnsteig der Bezirksstadt.Die Nadja sagte ihm klar auf den Kopf,daß es zwar schön war,aber daß sie ihren Mann nicht verlassen werde und es wäre besser ,wenn sie sich nicht mehr sehen würden.
Edgar griff unter sein Kopfkissen und hielt einen Packen Briefe in der Hand. In den letzten 4 Wochen, hatte er ein gutes Dutzend Briefe geschrieben,aber nicht einen abgeschickt,weil er sich nicht traute.Das Bündel wanderte ins Wertfach seines Spindes und er legte sich wieder auf das Bett.Bloss gut ,daß sein Zimmergenosse (dieser Sprutz)noch gut 4 Wochen auf Kommandierung war.So hatte er wenigstens seine Ruhe vor den ewigen Fragen dieses Gurkenhaies.Er nannte ihn so ,weil er aus der Lausitz kam.Er schulte auf den Wecker und dachte bis 07.30 Uhr sind noch 1.30h Zeit. Vorher wollte er auf keinen Fall zum Frühstück gehen.Er zog sich die Decke über den Kopf und dämmerte 20 min dahin ,als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und Uffz Glasmann ,der UvD war ,ihm die Decke hochriss ." Los Eddy runter ,da is ne Lage in 2 Kompanien ! Paar Gakls und Leute vom Stab holen gleich ihre Waffen.Der Staber ist auch unterwegs."
So schnell es ging sprang er aus dem Bett mitsamt dem Schlafanzug in die FDU und die Stiefel . Käppi in die Hand und hinter den UvD die Treppe runter.Auf dem Flur stand schon der Hauptfeld und drängelte: " Schnell die Waffenkammer auf ! " Edgar dachte bloss :" Immer sinnig ! Noch ist keiner von den Sackies zu sehen ! "Er löste die Petschaft aus der Knetmasse und öffnete die"Kiste ",klappte das Brett runter und machte das Licht an.Vom Flu hörte man das Gewimmer des Spiess:" Zwei Kübel und ein LO raus ! ".....

Fortsetzung folgt bei Bedarf.Fritze


GZB1, EK87II, PF75, 94, Damals87, utkieker, simsonS51, moreau, schrotti80, praeceptor507, Harsberg, Adam und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#2

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.11.2012 13:45
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Klasse, wieder ein Kandidat für den Zirkel schreibender Grenzer.

Weiter so Fritze!


nach oben springen

#3

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 08:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Mach, ich will weiterlesen


nach oben springen

#4

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 09:27
von exgakl | 7.223 Beiträge

ich melde Bedarf an!!!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#5

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 14:10
von Fritze (gelöscht)
avatar

Montag allein im Büro ( Chef ist diese Woche in Urlaub)

Fortsezung
....Edgar nahm vielfüssiges Getrappel war ,und richtig standen schon 3 Gakls vor der Kiste.Drängelten herum: " Los Eddy her mit unseren Spritzen!" "Macht mal halblang mit eurer Hektik ! Wasn eigentlich los ?"maulte Edgar. "Das erzähln wir dir ,wenn wir wiederkommen. "ließ FW Granuleit vernehmen,und weg waren sie .Vor dem Fenster krachte jemand einen Gang in nen Stoffhund. " Oje ,das gibt Arbeit für die Werkstatt ".dachte Edgar.Da stand auch schon Hauptmann Pfeil vor Klappe :" Nur die Makarow, Edgar ! " Nahm sich kurz die Mütze ab und fuhr über sein Stoppelhaar.Dann war er auch weg.Der Nächste war der Stabschef selbst ,der in Begleitung von zwei ihm nicht bekannten Hauptmännern war .
" Das ist ja n ganz grosser Bahnhof ! " dachte Edgar.Und er wurde mal wieder nicht eingeweiht. Aber dafür musste er sich auch nicht mit den Gegebenheiten Draussen abgeben ." Alles Gute ist doch nie beisammen.Der Spiess stützte sich auf die Luke und bemerkte: "Das werden wohl alle gewesen sein.Glaube kannst wieder zumachen ! " Der Stabsoberfänrich war mit einem Mal ganz umgänglich,keine Spur von der Hektik,welche er noch vor 15 min an den Tag gelegt hatte.Er drehte sich um und sagte über die Schulter :" Komm Edgar,ich geb n stefen Kaffee aus ! " Edgar hantierte mit dem Schlüsselbund und trabte hinter dem Spiess in Richtung Küche. " Zwei Starke,aber bitte schön heiss ! " rief der Spiess durch die Luke.Im Kleinen Uffz.Speisesaal derBUs schob er eigenhändig einen Stuhl in Edgars Richtung." Da pflanz dich ! " Edgar fummelte am Kragen seiner FDU:" Hoffentlich ist mein Schlafanzug nicht zu sehen und bloss gut ,daß ich gestern abend,ne neue Kragenbinde eingeknöpft habe ".dachte Edgar noch ,als schon der Kochgehilfe mit Kännchen und Tassen erschien.Als sie ihren Kaffee umgerührt hatten und das Schlürfen einsetzte ,dachte Eddy :" Obacht der Spiess will doch was ! "Aber momentan starrte der STOF gedankenverloren aus dem Fenster.Als sie ihren Schwarzen ausgetrunken hatten,erhob sich Eddy und bemerkte : "So muss mich noch frischmachen ! " Er war schon an der Tür da sagte der Spiess. " Müssen noch etwas besprechen,komm mal nach 11.00Uhr in mein Dienstzimmer,wenn Luft ist.Natürlich nur wenn die Lage nicht dicker wird ! " Edgar nickte und und schloss die Tür hinter sich.Er überlegte kurz und ging dann die eine Treppe zum Ausgang.Er blinzelte in die Sonne und streckte sich,daß die Knochen knackten.Aus der Richtung ,aus der vielstimmiges Hundegebell erscholl ,kam mit einem süffisanten Grinsen der Chef der Hundemeute.Der Stabsfeldwebel welcher mit Edgar nach Hause gehen würde ,klimperte mit dem Schlüsselbund .Eddy meinte den "Elfer" rauszuhören." Na Eddy,schon wach ? "lästerte der StFW. Edgar entgegnete nichts sondern winkte nur ab.Er hielt die Tür auf und sprang nach dem StFW die Treppe hoch.Auf seinem Zimmer schappte er sich Wasch zeug und Handtuch und ging Richtung Waschraum.Dort war eifriges Gewusel .Drei Soldaten der Hundeversorgung spritzen sich gegenseitig mit Wasser an und ein Sprutz hielt sich an nem Schrubber fest." Pass auf ,daß der Stiel nicht in Flammen aufgeht,du heisses Gerät ! " pflaumte Edgar den Soldaten an.Die Anderen unterbrachen ihre Spritzerei und ein grosser Kerl ,mit breiten Schultern ,wie ein Gewichtheber,welcher nach Eddy in den Waschraum kam,bemerkte : "So schlecht drauf Eddy ? " Es ist Montag morgen und ich hab wirklich nicht viel geschlafen,diese Nacht ." :entgegnete Edgar leicht gereizt. " Na wird schon noch ,die Woche is jung "bemerkte Gefr.Wohlgemuth,der seinen hageren Oberkörper wusch.Der Breite ,welcher den ZT 303 der Sicherstellungskompanie fuhr ,im Zivilberuf war ebenfalls Treckerkutscher,schubste den jugen Gen. mit dem Schrubber leicht an und seifte sich das Gesicht ein." Wasn Los Eddy ? Lage in Fünf und Sechs ? " " Weiss genau soviel wie Ihr ." murrte Edgar zurück.Achso dachte er ,Rasur wär auch dran.Als er den Waschraum verliess,warf er noch hin : " Pünktlich 07.45 an der Kiste,wer heute rausfährt ! " Dann stiefelte er zurück zu senem Zimmer .Nachdem er leicht klar Schiff gemacht hatte, ging er runter ,um erstmal ordentlich zu Frühstücken.Der UAZ - Tisch war noch leer und er dachte ,kann ja doch noch n schöner Tag werden.Allerdings bereitete ihm der Spiesstermin doch ein wenig Kopfzerbrechen. "Was will der bloss ?Wenn Der denkt ich kohle auf ,ist Der schief gewickelt." Das Brot war heute ausnehmend gut und so gönnte er sich ganz gegen seine Gewohnheiten , drei Scheiben . "Eigentlich bin ich ja heut früh dran"dachte er und liess sich an der Luke noch einen Bohnenkaffe bringen." Schreiben sie es bei mir an ! "sagte er zu der Küchenfrau.Die mochte den sommersprossigen Waffenuffz und meinte :"Wie immer Edgar." Am Tisch zurück wurde er von einem Uffz im 2.Diensthalbjahr gefragt ob er sich zu ihm setzen dürfe." Wenn du die Tischplatte nicht ansengst ! "entgegnete Edgar." Warum biste vorhin nicht im Waschraum gewesen ? Da hättste mir den Bart absengen können und ich hätte mich nicht mit dieser miesen Klinge geschnitten ! " feixte Edgar.
Er wusste warum sein Gegenüber die Unterlippe vorschob,aber ihm war es vor zwei Jahren nicht anders ergangen.Die Glatten haben nun mal den Schmutz und den Spott.Der Nachrichtenuffz war ja ganz o.k.und so liess Edgar versöhnliche Töne anklingen." Du bist doch auch am kommenden WE im VKU ,hast Du schon das Taxi bestellt ? " " Na klar is gebongt.Mit uns sind noch zwei Gefreite.Da können wir uns den Preis durch vier teilen." warf der Nachrichtenuffz hin. " Hast ja doch schon ne Menge gelernt ." bemerkte Edgar zufrieden.Vom Eingang her rief jemand fragend seinen Namen.Gut ,daß er mit dem Frühstück fertig war.Etliche Soldaten standen schon vor der Kiste. " Oh die Herren sind ja überpünktlich ."lästerte Edgar." Ja ja ",maulte ein Gefreiter " mit uns können se es ja machen.Wir müssen erst nach Sieben ,weil Rechts die Lage ist ! Das wird heut n langer Tag." " Warum solls euch besser gehen als anderen " dachte Edgar .Nachdem er die Meute verarztet hatte ,nahm er sich n Besen und fegte vorsichtig n bisschen in seiner Kiste.Hier durfte kein Glatter rumsauen,vlt. noch was umschmeissen." Was wiil nur der Hauptfeld ? " liess es ihn nicht in Ruhe.Am liebsten würde er schon jetzt in die Spiessbude gehen.Da wäre der Tag vlt.versaut,aber er wüsste wenigstens woran er ist.
" Was stellen wir nun mit dem Vormittag an ? "fragte sich Edgar.Der erscheinende HundeStFW Zirn enthob ihn seiner Verlegenheit:" Geh mal zum Spiess rein ,ich hol Kaffee ! " Mann Donnerlittchen ,noch nicht 09.00Uhr und schon das dritte Kännchen steht auf der Tagesordnung." Er zog sich auf den wenigen Schritten ,die FDU -Jacke glatt und klopfte kurz beim Spiess.Der sass mit losem Schlips am Schreibtisch und liess ein joviales " Rein " erklingen.Gleich nach ihm kam schon der Zirn mit dem Tablett und dem Kaffee." Also wenn der Zirn mit dabei ist,kanns nicht so schlimm werden."dachte Edgar.Der putschte doch rum ,wie ein Gefreiter übelster Sorte.Da ging es bestimmt nicht um aufkohlen.
Der Spiess bot Zigaretten an und kam langsam zur Sache." Edgar wir wollen noch zu Euch Dreien weitere vier Unteroffiziere die Berechtigung für die Waffenkammer geben.Was sagtst Du zu Diesen ?" dabei schob er ihm eine Liste hin." Sollte ich auf meine alten Tage so abstauben? "fuhr es Eddy durch den Kopf.Nachdem sie sich geeinigt hatten,bemerkte der Spiess : " Da können die Pfeifen ja heut Nachmittag antraben zur Einweisung ! "
Edgar konnte sein Glück kaum fassen und sein Kreislauf drohte ,ob dieser Nachricht und dem Kaffee gleich Kobolz zu schlagen.Der Zirn grinste und paffte dicke Wolken in das Dienstzimmer.Dabei dachte er an das bevorstehende Anschneiden.Nur noch 37 Tage.Eigentlich war ihm als Zehnender Jahr und Tag diese Denkweise fremdgewesen ,aber jetzt wo er mit der Entlassung dran war ,machte es ihm Spass .
Nachdem Edgar sich aus dem Dienstzimmer des Hauptfelds verkrümelt hatte,beschloss er beim Zaunuffz ,welcher auch dieses Halbjahr entlassen wird vorbeizuschauen.Zum Pennen käme er angesichts der konsumierte Kaffee sowieso nicht."Hoffentlich kommen die alle erst nach dem Mittag wieder rein ! ",dachte er noch bevor er die Stube von seinem Gänger betrat.Der sass zusammen mit seinem Zimmergenossen,dem GMN Uffz am Tisch und spielte mit seinem Bandmass." Moin Eddy " scholl es ihm entgegen ,und der GMN Uffz :" So hoher Besuch ,zu Wochenbeginn ?" Da erklang ein dreimaliges kurzes Hupen.Edgar beklagte sich: " Keine 5 MInuten hat man Ruhe." Er spurtete in das Erdgschoss,wo so langsam wieder alle eintrudelten,die in aller Frühe wegen der Lage raus waren.Als wieder Ruhe eingekehrt war griff er sich den Zirn. " Jetzt mal los ! Weswegen der ganze Aufriss ? Lass mich mal nicht dumm sterben ! " Der feixte nur : " Da war jede Menge Wild aufm K 6 zwischen Fünf und Sechs und zwei Glatte haben Gespenster gesehen und Alarm ausgelöst. Weisst doch diese Schisser ! " Er drehte sich weg ,ließ Einen Fahren und verschwand Richtung Hundeanlage.Edgar zupfte sich am Ohrläppchen und dachte . " So ein Aufriss wegen dieser Glatten ! " Wenigstens hatte dieser Vormittag etwas erfreuliches für ihn gebracht.Er würde mal in die Nachrichtenbutze einkehren.Vlt. würde er seinen Bruder am Telefon ,in dessen Betrieb erreichen......

FF.


simsonS51, praeceptor507 und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#6

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 14:18
von Fritze (gelöscht)
avatar

Hier soll mal keine grosse Diskussion über das Böse dieser Grenze entfacht werden,sondern der mitunter stinklangweilige Alltag eines Waffenuffz.in einer Kompanie zur Sicherstellung des Grenzdienstes. Und nehmt mir nich alles auf die Goldwaage !!! Ich war kein Waffenuffz. und Langeweile hatte ich auch kaum. Euer Fritze

Ps.Im kommenden VKU muss Edgar ....naja .....


GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#7

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 16:26
von utkieker | 2.913 Beiträge

Hallo Fritze,

hab mich schon eingelesen, weiter so! In Abwesenheit unseres Waffen- Uffz. hatte ich die "Kiste" unter meinen Fittichen. Nachteil: Hatte häufig UvD- Dienst. Die Vorteile möchte ich erst einmal aussen vor lassen.
Obwohl ich mich mit dem Waffen- Uffz. gut verstand, war er doch ein Phlegmatiker wie er im Buche steht.

Gruß Hartmut!
P. S.: Warte schon auf Fortsetzung!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
nach oben springen

#8

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.11.2012 20:11
von PF75 | 3.291 Beiträge

Endlich mal wieder lesenswerte beiträge und nicht immer nur das gegenseitige anmachem.

lasse mich von der(n) fortsetzung(en) überraschen.


nach oben springen

#9

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 13.11.2012 12:32
von schulzi | 1.756 Beiträge

ich finde die erzählung interesant und bin gespannt wie es weiter geht. den unser waffen-ufz und sein stelli taten mir ein bischen leid nicht nur die waffenausgabe und annahme vor und nach den grenzdienst das zwischendurch und den grenzdienst selber den sie zu bewältigen hatten war alle achtung.


nach oben springen

#10

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 13.11.2012 14:56
von Fritze (gelöscht)
avatar

Ein Duft von gekochtem Fleisch zog durch den unteren Flur,da dachte Edgar ," Hab mich vorhin doch nicht verhört als ,ich beim Frühstück was von Eintopf gehört habe ." Er hatte Eintopf erst hier am Kanten schätzen gelernt .Zu Hause seine Mutter ,welche als Kinderkrankenschwester selten zum Kochen kam,hatte wenn es ihre Zeit zuließ ,meist Griessbrei ,Milchreiss und Pudding auf den Tisch gestellt.Und sein Vater war oft an den WE mit den Söhnen in die Klubgaststätte gegangen.Dort hatten sie meist Schnitzel , Goulasch oder Sülze mit Bratkartoffeln gegessen.
Nein doch,die Eintöpfe hier waren echt gut .Ihn störte es auch nicht ,wenn es zwei Mal die Woche Löffelkost gab.Nach dem Fisch am Sa. und dem Rinderbraten am So. genau das Richtige.Und er konnte sich erlauben reinzuhauen.Nix setzte an .Bei seinen 1,83m hatte er nicht mal 75 kg.Nur an den Schultern wünschte er sich n bisschen mehr.Sollte er doch mal wieder den Kraftraum im Keller besuchen ?
Aber erstmal zur Nachrichtenbutze.Dort war nur der Nachrichtengefreite .An seinen Namen konnte sich kaum einer erinnern ,weil er für alle nur der "Buffer "war.Diesen Spitznamen hatten ihn seine ewigen Dienste eingebracht."Willste telefonieren Eddy ?Sieht schlecht aus ,besser heut abend nach 17.00Uhr.Die machen noch n bisschen Sackstand wegen der Lage.Aber n Kaffe können wa trinken ! " "Nee ,lass man ,schon genug Lorke heut gehabt". " Da probier ich heut abend noch mal ! Bist Du dann hier ? " Ick bin immer hier ." entgegnete der der Berliner mit einem Stöhnen.Edgar überlegte kurz ,ob er noch was brauchte,für die nachmittägliche Einweisung.Aber es viel ihm nichts ein .Er stiess den Gefreiten an :"Und wat machen die Weiber ?" " Hör bloss uff ,war schon 9 Wochen nich zu Haus und hier kannste doch vergessen !" Er machte eine obszöne Handbewegung und bot Edgar ne Kippe an.Der fingerte sich ne alte Juwel aus der Schachtel und gab dem Gefreiten Feuer. " Heimikippen wa ? Hmm . " brummte der Gefreite. " Du bist doch auch am Freitag in Urlaub ne ? " Wird auch Zeit,krieg schon n Sammenkoller ! " grinste der Buffer." Na und bei Dir ? Haste wat festet zu Haus ? " Nee "maulte Edgar :" Letzten Urlaub hatte ich ne Zaubermaus ,aber die ist eigentlich schon vergeben ". " Jaa ," sagte der Buffer langgezogen ."Wie mit Toiletten ,entweder besetzt,oder beschissen ! " Edgar drückte seine Kippe aus und erhob sich . " Mal n bisschen spannen gehen ."Edgar verliess die Butze und steuerte das Wachlokal an .Dem fragend blickenden UvD sagte er :" Bin draussen in der Werkstatt und aufm Hof." Schon stand er im Freien und blinzelte ins helle Sonnenlicht." Das ist ja ein Frühlingstag nach Maß ,"dachte er und lief die drei Dutzend Schritte über den Hof.Vor der Werkstatt war ein UAZ aufgebockt,der übel aussah. " Mann ,wer hat denn die Gurke so zerbeult ? " fragte er den langen Schlosser. " Das ist doch letzte Woche passiert, als der Staber auf Jagd war.Die haben aufm Acker son Brunnenring im Dunklen nicht gesehen." "Wer ist gefahren ?" wollte Edgar wissen." Das gibt doch Schienenbeine für Den ! " Ach was , "winkte der dazu kommende OFW ab." Dat Basteln wir wieder hin und du weisst doch,Staber seine Jagd ist heilig ." Der KFZ Meister war nicht mal sauer über die zusätzliche Arbeit.Die Vorbereitung auf die neue Nutzungsperiode war letzte Woche fliessend über Bühne gegangen und er war auch nicht der Typ,der schlechte Laune verbreitete.
Edgar lag auf seinem Bett und liess den Tag nochmal Revue passieren.Er war günstig abgelaufen ,wenn man es so bezeichnen darf.Nach der Einweisung der Uffze in das Gebaren der Waffenausgabe und der Schliess -und Sicherungszeremoniale hatte er ein längeres Telefongespräch mit seinem Bruder wegen des bevorstehenden VKU s geführt.Dieser hatte ihm in Sachen Nadja Mut gemacht.Deren Mann hatte seine Verpflichtung an der Trasse verlängert.Daraufhin hatte die Nadja sich bei einer Kollegin ausgeheult,in deren Verlauf sie auch bedauerte ihm eine Abfuhr verpasst zu haben.Edgar spürte ein leichtes Kribbeln unter der Haut und dachte . "Mal sehen welche Überraschung sein Bruder noch Parat hatte. Na wenigstens konnte er heute in Ruhe durchschlafen.Die Kiste hatte er übergeben und der eine UvD Dienst in dieser Woche war doch n Klacks für ihn alten Hasen."Ob er mal in den Fernsehraum gehen sollte ? " Der war natürlich total verqualmt .Ein Uffz stand auf und fragte :" Haste Lust auf Skat Eddy ? MIt wem denn ? Mit dem Glasmann ,der hat doch ab 17.00 frei." Edgar dachte kurz nach und sagte . O.k. geh schon mal ,hol nur was und komm dann auf eure Bude ! "
Am nächsten Morgen klatschte Edgar sich kaltes Wasser ins Gesicht und betrachtete sein Spiegelbild.Ein Leichtes Zerren hinter seiner Stirn würde wohl noch etwas andauern.Beim gestrigen Skat hatte der Glasmann mehrere Schraubgläser aus seinem Spind geholt,welche alle Früchte mit Weinbrandverschnitt übergossen waren.Das Zeug hatte verdammt lecker geschmeckt und so hatte er dem reichlich zugesprochen.Nur gut ,daß von seinem nächtlichen Kotzen niemand etwas mitbekommen hatte.Sonst wäre noch sein Urlaub in Gefahr geratem.Er schwappte sich noch mehrere Hände kaltes Nass in Gesicht und kämmte sich das nasse Haar.
Freitagmorgen sassen die vier Urlauber pünktlich um 5 min vor Sechs im Taxi und liessen sich zum Bhf der Bezirksstadt kutschieren.Das Wetter sah super aus und auch die Vorhersage liess hoffen.Also Heimiewetter !
Auf dem Bahnsteig Richtung Berlin sah man schon etliche AGT ,welche in den Urlaub wollten.Einige drängelten sich vor dem Kiosk und deckten sich mit Bier ein.Edgar schüttelte sich.Das die nicht bis zu Hause warten konnten.Er dachte dabei an einen Vorfall aus dem letzten Jahr .Da hatte er auch einen Uffz. aus einer GK auf dem Bahnsteig getroffen,welcher in seine Richtung fuhr . Dieser hatte sich schon morgens mehrere Flaschen Bier in den Hals geschüttet. Als sie dann in Berlin auf ihren Anschlusszug warteten,kam die Kommandantenstreife und kontrollierte ihre Urlaubsscheine und die WDA.Selbiger Uffz glänzte nicht nur durch die Bierfahne ,sondern auch durch eine befleckte Ausgehuniform und schmutzige Schuhe.Folgerichtig durfte er auch den zackigen Hauptmann und seine zwei Gefreiten ,welche sich neben dem Offizier,wie Riesenkleiderschränke ausnahmen ,begleiten.
Am drauffolgenden Montagabend hatte er den Uffz im Zug wiedergetroffen.Dieser berichtete ihm dann ,wie es ihm ergangen war.Zuerst zum Kupfergraben und in die Ausnüchterungszelle ,Dort schmoren bis zum nächsten Tag,dann Sachen in Ordnung bringen ,Einschliesslich Hosen bügeln und Schuhe putzen .Und zu guter Letzt noch Haare schneiden.Das hatten Die wohl von nem Heckenschneider erledigen lassen.Ebenso ein Eintrag auf dem Urlaubsschein,welchen er in seiner Grenzkompanie noch zu erklären hatte.
Dies Beispiel hatte auf Edgar einen sehr starken Eindruck gemacht.So wollte er sich nich seinen Urlaub vermiesen lassen und er hatte auch eindringlich erklärt ,wenn jemand mit ihm in den Urlaubfährt ,dann ohne Stress.
" Na da ist ja unser Friedenswächter .Uniform schon aus ? So begrüsste ihn sein Bruder ,der von der Arbeit im Halbleiterwerk kam." Mach nich son Alarm und setz dich zu uns ,Muttern hat Kuchen gebacken ! entgegnete Edgar ,der schon seit ner guten Stunde mit seiner Mutter am Küchentisch saß. Sie hatte sich extra das Wochenende frei genommen,weil wichtige famlieäre Dinge zur Sprache kommen sollten.Nun wollte man noch auf Vatern warten,der schon aufm Heimweg von einer Schulung der Handwerkskammer war.Edgars Bruder Marko grinste und machte mit der Zunge eine obszöne Geste,als seine Mutter sich umdrehte um den Kaffee aufzugießen." Wat biste so aufgekratzt ? fragte Edgar seinen Bruder.Ihm war nich so nach feiern ,nachdem er durch Mutters Mund von Vaters Plänen erfahren hatte.Das Dachgeschoss sollte ausbebaut werden und zum Meisterlehrgang wollte Vater ihn anmelden.Edgar fand ,daß er dafür noch zu jung war.Was war denn geschehen ? Verkürzte Lehre,dann U-Schule Perleberg,dann die Kompanie.Das bisschen Leben im Urlaub .Er wollte mal bisschen mehr Spass haben.Er war schliesslich erst 21.Da hatte sich sein Vater die Hörner abgestossen,wenn man seinen Ausführungen auf Familienfeiern Glauben schenken durfte.Draussen war der röhrende Auspuff von Vaters 353er Wartburg zu hören." Ist der immer noch nicht geschweißt ? " wollte Edgar von seiner Mutter wissen." I wo ,du weisst doch,der Schuster zieht sein eigen Schuh nicht an ."liess seine Mutter verlauten." Aber sag nix ,du weisst doch wie Vater schnell gekränkt ist ! " Der hätte auch dienen müssen,dachten Edgar und sein Bruder gleichzeitg.....


GZB1, praeceptor507, pferdsdorfer und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.11.2012 17:39 | nach oben springen

#11

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 13.11.2012 15:31
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Schön @Fritze, das dein Chef Urlaub hat.


nach oben springen

#12

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 14.11.2012 08:16
von Fritze (gelöscht)
avatar

Bin heute echt aus m Bett gepurzelt.Normaleweise komm ich vor 6.30 nicht raus .Komischerweise war ich heut 4.00 pudelwach.Meine Frau fragte mit leichtem Unterton ,ob mich mein schlechtes Gewissen nicht schlafen läßt.

Fortsetzung
An seinen altem Schreibtisch in der Dachkammer hatte Edgar sich schon als Schulbub verkrümelt,wenn unten "dicke Luft"war.Beim Kaffee war natürlich alles zu Sprache gekommen.Aber er hatte sich diesmal nicht aus der Reserve locken lassen und hatte dem Vater nur gesagt,daß er sich alles in Ruhe überlegen müsste und eine Entscheidung zur Meisterschule und den Verbleib im elterlichen Haus ,würde er erst nach seiner Entlassung treffen.
Nun bereitete er sich schon mal auf die abendliche Party vor.Sein Bruder hatte alles eingefädelt.Nur war noch nicht klar ,ob die Nadja auf die Feier kommen würde.Aber laut einer Kollegin sah es ganz gut aus.
Edgar öffnet seinen Kleiderschrank und nahm die neue Popelinehose vom Kleiderbügel ,die er sich letzten Urlaub gekauft hatte.Normal stand er ja nur auf Jeans,aber zur Zeit war wohl etwas anders Mode.Er wollte ja einen modischen Eindruck machen und nicht als altbacken gelten.Er hörte Getrappel auf der Stiege.Nach der Schnelligkeit konnte es nur sein Bruder sein ,der ihn abholen wollte. Er stiess die Tür auf ,"Na schon fertig "wollte Marko wissen ? " "Müssen wir denn schon los ? Ist doch noch nicht mal 19.00 Uhr. Fangen eure Partys immer so zeitig an ? "Edgar unterdrückte seine Nervosität. "Wer zuerst kommt,mahlt zuerst ! " grinste Marko.
Als sie dann im Trabbi saßen und gen Partyort fuhren ,spürte Edgar ein leichtes Kribbeln unter der Stirn .Sein Bruder schien etwas zu ahnen ,denn er stiess ihm mit dem Ellenbogen leicht in die Seite und bemerkte :" Die Vorfreude ist doch immer die Schönste !" " Hoffentlich kommt sie auch !" knurrte Edgar." Wird schon werden ,mein Bester !"machte Marko ihm Mut. Sie stellten den Trabbi vor einem sechsstöckigen Haus ab und gingen um den Spielplatz des Hauses herum zu einem Flachbau hinter Büschen.Jugendclub stand in grossen Rot-Goldenen Lettern über der Eingangstür.Diese wurde von einer jungen Frau mit flammendrotem Haar aufgehalten,welche rief,:"Da seid ihr ja endlich ! Die Musik läuft schon , " " Eile mit Weile" antworteten die Brüder gleichzeitg und schauten sich lachend an.Dies war immer der Leitspruch ihres Vaters ,wenn ihn jemand zur Eile antreiben wollte.
Edgar staunte beim Betreten .Eine Discokugel drehte sich an der Decke und schon mehrere junge Frauen drehte ihre Runden zu "Tell me for Postmann".Nach der Begrüssung gingen die Brüder erstmal an die Theke ,hinter der eine Dunkelhaarige Brillenträgerin fragte:" Was darfs sein ?" Warum so förmlich " entgegnete Edgar ,der seine Banknachberin aus der Schule wiedererkannt hatte." Mensch " rief sie aus ," Guckt mal Mädels ,der Edgar is n richtiger Mann geworden." Die Musik war leiser geworden und mittlerweile hatte sich einer ganze Traube an der Theke eingefunden. Nach etlichen Cola-Wodka herrschte ein ausgelassen Stimmung und eine kleine Brünette zog Edgar auf die Tanzfläche.Er wusste nicht wie ihm geschah,liess es aber gewähren.Sie säuselte ihm ins Ohr :" Die Nadja kommt gleich. " Er sah sie erstaunt an und drehte eine schnelle Runde mit Ihr. Danach an der Bar grinste sein Bruder." Du bist ja n richtiger Schwerenöter ! " Ach hör auf ! " entgegnete Edgar und führte sein Glas zum Mund.Mitten in der Bewegung stoppte er.Da stand "Sie" in der Tür. Er stellte sein Glas ab und ging ihr langsam entgegen .Sie bot ihm verschämt die Hand und er errötete.Sein Herz raste .Keiner der Beiden wusste oder konnte etwas sagen.Die Rothaarige half ihnen aus der Klemme und brachte zwei Gläser mit "Grüner Wiese ".Da nicht ,daß euch der Hals eintrocknet ! ".........


praeceptor507 und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#13

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 19:39
von Fritze (gelöscht)
avatar

Wie ich an den fehlenden Reaktionen bemerke ,ist der letze Teil der Erlebnisse des Waffenuffz nicht auf Begeistrung gestossen .


nach oben springen

#14

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 19:46
von PF75 | 3.291 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #13
Wie ich an den fehlenden Reaktionen bemerke ,ist der letze Teil der Erlebnisse des Waffenuffz nicht auf Begeistrung gestossen .


das siehst du vollkommen verkehrt,die sind alle noch so ergriffen das sie das schreiben vergessen haben.

ich warte aber schon auf eine Fortsetzung,alleine schon wegen der amourösen Abenteuer.


nach oben springen

#15

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 23:28
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Nur weiter so.Es wird immer Spannender


nach oben springen

#16

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 23:29
von exgakl | 7.223 Beiträge

@Fritze ich warte auf die Fortsetzung.....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#17

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 12:47
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Na @Fritze, lass mal lesen was du noch so auf Tasche hast.

Bin schon gespannt.


zuletzt bearbeitet 17.11.2012 12:54 | nach oben springen

#18

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 23:33
von Fritze (gelöscht)
avatar

So hier die Fortsetzung für alle Nachtschwärmer und jung gebliebenen Grenzer ! Speziell Hartmut und Rainer

Die Rothaarige musste noch zweimal auf die grüne Wiese hinweisen,aber Edgar und Nadja waren in einer ganz anderen Welt.Schließlich nahmen sie die ihnen angebotenen Gläser und nippten erst ein Mal.Edgar verspürte ein heisses Kribbeln unter den Haaren und sein Magen machte Purzelbäume.Er dachte ,so ist das wohl,wenns Einen erwischt hat.
Als die Musik wieder laut wurde, nahmen sie plötzlich wahr,daß die Anderen wieder tanzten. Nur Edgars Bruder stand an der Theke und grinste wie ein
orientalischer Teppichverkäufer, der alle Ladenhüter auf einmal losgeworden war.
Sie tanzten alle Runden und gegen 23.00 nahmen sie ihre Jacken und verliessen ,ohne sich zur Verabschieden die Partygesellschaft :.In Edgars Dachstube wurden sie erst aus ihren Träumen gerissen." Das ist also dein altes Kinderzimmer `?" fragte Nadja . "Ja" gab Edgar leise zurück.Nadja war ja das erste Mal in seinem privatem Bereich.Im letztem Urlaub waren sie ja immer in der Wohnung von Nadja gewesen.
Edgar wachte durch ein leises Kratzen an der Zimmertür auf.Das war bestimmt Schnurri .Wenn er sich nicht rühren würde ,verschwindet sie wieder nach unten.Die Hauskatze bekam immer mit ,wenn er in seinem Zimmer war.Aber Edgar hatte keine Lust ihr Fell zu kraulen ,zu mal ja jemand wichtigeres im Bett neben ihm lag . Nadja Locken kitzelten an seiner unbehaarten Brust und aus ihrem Mund drang ein leises Pusten,daß ihm wie die schönste Musik der Welt vorkam.Er streichelte ihre Schulter und küsste ihre Stirn.Das Kribbeln im Bauch war noch da.Sie hatten sich die ganze Nacht geliebt ,bis sie vor Erschöpfung eingeschlafen waren. Edgar bewegte seinen linkem Arm und warf unbeabsichtigter Weise eine Tablettenpackung vom Nachttisch.Er hob sie auf und las halblaut " Ovisistol " .Da war ein verstohlenes Prusten zu vernehmen." Morgen mein Lieber ,führst du Selbstgespräche ?" " Nein", sagte Edgar : " Hab nur laut gedacht . " Sie gaben sich ein Küsschen und Nadja sagte : Gut ,daß du gestern nicht geraucht hast ! "" Dies ist auch eine Sache,welche ich an meinem Mann hasse ! " Für dich würde ich es glatt aufgeben , "entgegnete Edgar.Er seufzte, " Ich werd mal runtergehen und die Lage spannen," sagte er zu ihr, "man hört ja nichts,vlt. haben wir das Glück und meine Eltern sind schon im Garten. Da brauchen wir nicht durch die Küche Spiessrutenlaufen." Nadja gluckste: " Ach ,ist mir doch egal ! Mein Ruf ist bestimmt eh zerstört."
Sie gingen Arm in Arm in Richtung Bushaltestelle,von wo sie zu seinem Bruder fahren wollten.Er hatte ihnen fürs Wochenende seinen Trabbi angeboten.
Damit wollten sie zu einer kleinen Pension an der Talsperre fahren,wohin Edgar und Marko sich immer hin verkrümelt hatten ,wenn die Eltern zu viele Fragen stellten. Bei der Pensionchefin hatten die zwei Jungs immer einen guten Eindruck hinterlassen ,so daß sie auch unangemeldet immer ein Zimmer bekamen.Die Fahrt dorthin, wollten sie noch mit dem Besuch eines kleinen Parks unterbrechen . Nadja wollte ihm etwas zeigen.Bestimmt ein romantischer Ort ,dachte Edgar. " Wann tust du eigentlich deine Zeit bei der Armee beenden ? " wollte Nadja wissen. "Ende Oktober ,noch 181 Tage " ,warf Edgar wie in Trance hin.Er dachte son Mist ,jetzt bekommst du auf deine letzten Tage noch das Drücken.Aber für so ein Mädchen würde er alles in Kauf nehmen.
Die Frau Mehring hatte erfreut die Pensionstür geöffnet und ein erstauntes "Edgar ,das ist aber lieb,daß du mal wieder vorbei schaust." Er wusste,daß sie keine grossen Fragen stellen würde.Bei dem Blumenstrauss ,welchen sie bei einer kleinen Landgärtnerei erstanden hatten,rief sie aus : "Tulpen ,meine Lieblingsblumen,Edgar ,daß du das behalten hast." Edgar wusste doch ,daß in dem sandigen Vorgarten der Pension, die Blumenzwiebeln meist von den Wühlmäusen gefressen wurden.
Nach einem verspäteten Frühstück bezogen die Zwei das schönste Zimmer mit Blick auf den Stausee." Hier lässt sichs aushalten " sagte Nadja und drehte sich zu Edgar um .Sie küssten und umarmten sich .
"Wie wärs mit einem kleinem Spaziergang ? "meinte Nadja. "Vielleicht ist ja der Bootsverleih schon offen,von dem du mir erzählt hast."
Dann drehten sie mit dem Paddelboot eine Runde .Er ruderte und sie prüfte mit der Hand die Temperatur des Wassers.Beide warfen sich zärtliche Blicke zu.Als sie vorhin die Pension verliessen , hatte Frau Mehring ihnen nachgewunken. " Ich mach euch Badewasser zu Abend " .
Die Sonne hatte noch nicht die Kraft wie im Mai ,aber ihre Strahlen wärmten doch schon so ,daß Edgar beim Rudern warm wurde.
Am anderen Ende des Sees gab es eine ruhige Bucht und so sassen sie in einer windgeschützten Ecke und küssten und umarmten sich." Zurück rudere ich aber , " liess Nadja vernehmen." Alles was du willst " strahlte Edgar .
Am Montagmorgen auf der Rückfahrt lehnte sich Nadja an Edgar ,der starr geradeaus blickte.Son Mist dachte er ,heut abend isses schon wieder zu Ende und bis zum nächstem Urlaub sinds 6 Wochen.Er hasste Abschiede und wenn sie auch nicht für immer waren.
Nun lag er mit den Armen auf der Klappe an der " Kiste"und hing seinen Gedanken nach."Na Edgar war wohl n schöner VKU ? Du guckst so verträumt ."
damit stiess der Zirn ihn an .Edgar nickte nur ." Du bist doch nicht etwa verknallt ! " Wieder nur ein Nicken." Na dann komm,gib mal meine Waffe raus ! Bin heute selbst mit raus und will mal sehen ob alle Hunde die Futterumstellung vertragen."Damit klatschte er seine WK auf die Klappe.Edgar gab ihm die Waffe und wartete auf die Nächsten.Drei Soldaten und zwei Uffze der Hundestaffel rannten die Treppe runter und kamen gestikuliernd und schwatzend and die Kiste ." Hallo Edgar ,willste nich mit raus ?" Nee lass mal ! Bin nicht scharf auf der Ladefläche durchgeschüttelt zu werden."
"Haste auch schon von den Fahrkünsten , des schönsten Gefreiten des Regiments gehört ? " Der so gelobte Gefreite grinste und steckte mit einer fließenden Bewegung beide Magazine in die Tasche.Nicht umsonst hatte er den kuriosesten Spitzname der Kompanie.
Nach dem kleinen Revierreinigen seiner Kiste ,schlenderte Edgar zur Wachbutze und sah auf die Mitteilung vom Diensthabenden,welche kund gab ,wann noch jemand raus ging ,und somit seine Waffe brauchte.Nachdem er sich vergewissert hatte ,daß er noch ca 2h Ruhe hatte ,wollte er noch mal in den Speiseraum.Vlt.würde ja noch ein Starker helfen,daß er richtig wach würde." Schlaucht ja doch so ein Liebesurlaub." dachte er .
"Edgar ,denkst du an den Termin heute um 11.00 ? "war die Stimme des Spiess zu vernehmen." Ja klar ,Gen .Stabsoberfähnrich "gab er zurück.Wieder mal war eine Lieferung neuer Leuchtmittel und Munition fällig.Er fragte den Soldaten am Schreibtisch: " Wer isn mein Guvdi heute abend? " Gefreiter Billerbek" ,sagte der Soldat ohne Aufzusehen. "Und wer ist DH im Batallion ?" Na der "Henker"grinste der Soldatund fügte noch hinzu: "Viel Spass heute abend ! " Edgar stöhnte leise und ging endlich in die Küche.Im Speiseraum der Uffze sassen zwei Unterfeldwebel und grüssten "Moin Edgar !"Moin "entgegnete er leise . " Nanu ,so lustlos ? "fragte der Eine . " Naja,vlt. isses Tagedrücken"gab Edgar zurück. Dann führte er die Tasse zu Mund und sah gedankenverloren aus dem Fenster . "Gibste uns gleich unsere Spritzen! " war einer der Gakls zu hören. " Seid doch gar nicht angemeldet, " gab Edgar zurück." Is ja auch ausser der Reihe .Hat der Henker noch nicht angerufen ? " Weiss noch von nix ." murmelte Edgar.Da kam auch schon der UvD und sagte: " Anruf vom Batallion,"er sah erstaunt auf die zwei UFW."Weisste schon Edgar ? " "Jetzt schon !" Er erhob sich und stellte seine Tasse und das Kännchen an die Luke zur Küche.Drehte sich kurz um und winkte mit dem Waffenkammerschlüssel.
Gegen 1630 zog Edgar sich die Uniform glatt ,setzte sich das Käppi auf und schaute in den Spiegel ,ob er stramm genug für den bevorstehenden UvD -Dienst wäre.Er schloss einen Spind und das Fenster und ging mit einem komischen Gefühl aus dem Zimmer..........


praeceptor507 und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.11.2012 23:35 | nach oben springen

#19

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 23:41
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Weiter so


nach oben springen

#20

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 18.11.2012 16:43
von PF75 | 3.291 Beiträge

gut wie immer,warte auf die fortsetzung


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Betrifft Waffenkeim
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Zaunkönig
1 28.12.2013 11:32goto
von silberfuchs60 • Zugriffe: 333
Waffenkeim II
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Ecki
19 09.11.2014 09:44goto
von damals wars • Zugriffe: 1208

Besucher
16 Mitglieder und 55 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 1653 Gäste und 121 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14354 Themen und 556984 Beiträge.

Heute waren 121 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen