#41

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.11.2012 10:51
von Fritze (gelöscht)
avatar

Vorsorgen ist besser als Nachsehen ! Klingt komisch , is aber so !


zuletzt bearbeitet 12.11.2012 10:52 | nach oben springen

#42

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.11.2012 19:09
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von 86II im Beitrag #25

natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.
Hallo 86II
Diese ganze Prozedur nach einer gescheiterten Fahnenflucht kenne ich auch,es war einfach lächerlich.
Darüber berichtete ich schon vor geraumer Zeit,hier nachzulesen. Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

Gruß ek40


nach oben springen

#43

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.11.2012 19:51
von Rostocker | 7.720 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #42
[quote=86II|p216287]
natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.
Hallo 86II
Diese ganze Prozedur nach einer gescheiterten Fahnenflucht kenne ich auch,es war einfach lächerlich.
Darüber berichtete ich schon vor geraumer Zeit,hier nachzulesen. Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

Gruß ek40 [/

Ich glaube Fahnenflucht wird in jeder Armee hart bestraft.Der jüngste Schwager hatte keinen Bock mehr auf Bundeswehr das war so ende der 90er.Da waren die Feldjäger hinter ihm her.Kann man nun auch sagen,das war einfach lächerlich--nur weil der Bengel keine lust mehr hatte und ihm das zu blöd vorkam in den Verein.


nach oben springen

#44

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.11.2012 20:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Rostocker im Beitrag #43
Zitat von ek40 im Beitrag #42
[quote=86II|p216287]
natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.
Hallo 86II
Diese ganze Prozedur nach einer gescheiterten Fahnenflucht kenne ich auch,es war einfach lächerlich.
Darüber berichtete ich schon vor geraumer Zeit,hier nachzulesen. Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

Gruß ek40 [/

Ich glaube Fahnenflucht wird in jeder Armee hart bestraft.Der jüngste Schwager hatte keinen Bock mehr auf Bundeswehr das war so ende der 90er.Da waren die Feldjäger hinter ihm her.Kann man nun auch sagen,das war einfach lächerlich--nur weil der Bengel keine lust mehr hatte und ihm das zu blöd vorkam in den Verein.

Es ging mir jetzt in erster Linie nicht um die Fahnenflucht ansich,nee Rostocker,der Bundeswehrsoldat wurde nicht aus der FDJ ausgeschlossen.......siehe rotmark,das war mit makaber und fremdschämen von 86II gemeint,bzw.ich beschrieb diesen Vorgang als lächerlich.
Und jetzt muss mir noch jemand erzählen,dass es in der Bundesrepublik keine FDJ gab.....lol,grins,lach,

ek40


nach oben springen

#45

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 17:00
von NaUffzHirschberg | 4 Beiträge

Hallo, ich war von 1985-1988 in besagter Grenzkompanie als Na-Uffz tätig und erlebte das Drumherum der Flucht des Postenpaares fast "life" mit. Es ist nun schon 26 Jahre her, aber ich versuche mich zu erinnern.

Das Postenpaar setzte sich nach der letzten Meldung vor der Wachablösung über den Mauerturm (Mauer ca. 2,5m hoch) über ein Wehr der Saale ohne Funkgerät (glaube R126) und Waffe ab. Von einem nachgezogenen Meldekabel ist mir nichts bekannt, zumal die Mitnahme (des d.z.F. selbst gebastelten Kabels) auffällig und die Verlegung dessen schwierig geworden wäre. Man kam nur mit Mühe über das nasse klitschige (Moos bewachsene) breite Wehr zu dieser Jahreszeit rüber. Außerdem hatten die beiden auf dem BT wie gesagt ein Funkgerät zurück gelassen.

Die nachstehende Untersuchung sämtlicher Institutionen einschließlich der "Firma 2000" war wohl eine logische Schlussfolgerung und verlief durchaus nicht so chaotisch wie im Thread beschrieben. Ich selbst hörte Stabsgespräche etc. über die Telefonanlage mit (nein, ich war nicht bei der Stasi, es war einfach nur Neugierde), da ich als Na-Uffz Möglichkeiten dazu hatte. An Einzelheiten der Gespräche kann ich mich nicht mehr erinnern, aber sie verliefen dem Anschein nach eher koordiniert. Die Befragung von Kompanieangehörigen verlief dezent und vorsichtig, schließlich konnte man sich keinen erneuten Fluchtversuch aus Gründen des Verdrusses mehr leisten. Die darauf folgende Zeit bis zu meiner Entlassung gestaltete sich sehr ruhig und recht zuvorkommend gegenüber den Grenzern.
Nur am Rande: Ich wurde sogar regelrecht gebettelt, meine Waffe wieder nach einer Waffenverweigerung (das ist ein anderes Thema) in die Hand zu nehmen. Ich bekam sogar die Waffenkammerzutrittsberechtigung wieder.

Die beschriebene Zukommandierung von paar UaZ´s, Fähnrichen und Offz fand statt, wobei kaum ausgewechselt wurde.

Eine (spektakulären) Verhaftung von 2 Grenzern mit Handschellen und den Abtransport der Spinde ist mir nicht bekannt, das wäre mir sicher auch zu Ohren gekommen.
Meinen Erinnerungen nach sind diese wohl, entweder ins Battailon oder ins Regiment versetzt worden. Was dann da geschah, kann ich nicht sagen.

Weiterhin wird im Thread in dem Zusammenhang ein Suizid (auf der Toilette) eines Soldaten genannt. Dies ist ein gravierendes Ereignis welches sich auf jeden Fall im Gedächtnis festsetzt. Ich kann mich beim besten Willen an ein solches nicht erinnern, sollte dies in der GK Hirschberg geschehen sein.

Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Ich hörte seit der Wende schon viele Geschichten von schießwütigen brutalen Grenzern und jedesmal ärger ich mich über die Tatsache, dass die damalige Grenze vor allem vom Mainstream nur auf die Erschießung von Menschen herunter gerechnet wird.
Es ist historisch bewiesen, dass für die Teilung Deutschland vor allem der Westen die Triebkraft war. Zuerst kam die wirtschaftliche (eigene Währung DM) und dann die politische (Bildung BRD) Abspaltung. Noch Ende der 50iger Jahren strebten ostdeutsche Politiker eine Einigung an. Das ist ein Fakt! Leider vergessen das immer mehr Menschen.
Was danach mit Deutschland insgesamt geschah ist nicht rühmlich, aber im Zusammenhang wahrheitlich erkennbar.

Euer Mario!


lutz1961 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 17:57
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#47

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 18:44
von NaUffzHirschberg | 4 Beiträge

Möglich, dass Hirschberg die 5. GK war, ist schon lange her.
Ebenfalls möglich, dass die "Erstbefragung" über mehrere Tage dauerte.
Fakt ist, er wurde mehrmals am Grenzabschnitt gesichtet, mit welchen Herren auch immer.


nach oben springen

#48

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:00
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#49

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:23
von NaUffzHirschberg | 4 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.


nach oben springen

#50

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:35
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #49



Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.

Hallo Mario
Ich bin 1967 als Grenzer in den Westen geflohen ich spreche aus eigener Erfahrung .
Gruß linamax


nach oben springen

#51

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:48
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #50
Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #49



Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.

Hallo Mario
Ich bin 1967 als Grenzer in den Westen geflohen ich spreche aus eigener Erfahrung .
Gruß linamax

wie ist deine Fahnenflucht abgelaufen?oder hattest du schon darüber berichtet?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#52

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:50
von damals wars | 12.161 Beiträge

Nach 20 Jahren ändert sich sogar im Westen mal was.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#53

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:53
von NaUffzHirschberg | 4 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #50
Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #49



Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.

Hallo Mario
Ich bin 1967 als Grenzer in den Westen geflohen ich spreche aus eigener Erfahrung .
Gruß linamax


linamax, ich möchte deine Erfahrungen keineswegs in Frage stellen. Aber wie es eben bemerkt wurde, die besagte FF geschah fast 20 Jahre später. Änderungen in der Vorgehensweise sind vorbehalten. An anderer Stelle dieses Threads wurden gleiche Beobachtungen erwähnt.
Gruß Mario.


nach oben springen

#54

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.05.2013 19:58
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #53
Zitat von linamax im Beitrag #50
Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #49



Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.

Hallo Mario
Ich bin 1967 als Grenzer in den Westen geflohen ich spreche aus eigener Erfahrung .
Gruß linamax


linamax, ich möchte deine Erfahrungen keineswegs in Frage stellen. Aber wie es eben bemerkt wurde, die besagte FF geschah fast 20 Jahre später. Änderungen in der Vorgehensweise sind vorbehalten. An anderer Stelle dieses Threads wurden gleiche Beobachtungen erwähnt.
Gruß Mario.

Alles klar wenn du meinst dann ist es halt so .
Gruß linamax


nach oben springen

#55

Bullshit-Bingo (RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen)

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 00:12
von ek53 | 54 Beiträge

Zitat von Feind im Beitrag #1

Kleiner Kommentar: ... es war keine FDJ Versammlung sondern eine ausordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Angehörigen der GK Hirschberg, die mit Protokoll geführt wurden.Schreiber war der spätere SED Sekretär Fähnrich Schra... Der Spieß war der jenige der die leitende Funktion inne hatte und ordentlich auf dem Putz gehauen hat in dieser Veranstaltung. Der KC der Hauptmann Künz... saß wie ein Blöbs da vorne und war kreidebleich. verschiedene Leute haben sich da zu Wort gemeldet um Ihren Sempf ab zu geben. Anwesend waren der Millitärstaatsanwalt, der Regimentskommandeuer und eben auch der Hauptmann der V2000. Unmittelbar nach der makaberen Veranstaltung in Abwesentheit - Ausschlussverfahren aus allen Organisationen - begannen die Spindkontrollen und jeder wurde eingehend von Vorgesetzten befragt. Tagelang hockte der Hauptmann der V2000 in der GK und unterhielt sich mit allen. Es gehörte zum Ritual der GK das man ein Gespräch mit diesem Hauptmann nach seiner Grenzschicht hatte.
Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.


Is' schon doof, wenn man die Begriffe nicht richtig kennt. "Sitzung der SED Gruppe" habe ich nie jemanden sagen hören. Es gab Parteiversammlungen. Auch "SED Sekretär" halte ich eher für ein Begriff aus Listen von Höhren-Sagern. Ich kenne zwar den FDJ-Sekretär, aber der andere hieß "Parteisekretär"

Wenn jetzt noch "Schiess Befehl", "Todes Streifen", "Regime", "Diktatur" auftauchen, ist es Zeit für den Ruf "BINGO"

ek53


Kann 86II schon verstehen, daß er die Texte von "Feind" nicht weiter kommentieren mag.



nach oben springen

#56

RE: Bullshit-Bingo (Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen)

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 00:37
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

@Feind ist nicht mehr im Forum .Also Kommentare überflüssig.

Zum Thema allerdings nicht


nach oben springen

#57

RE: Bullshit-Bingo (Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen)

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.07.2013 09:30
von Otto | 14 Beiträge

Ich kann mich an einen Zwischenfall im Herbst 86 erinnern. Unser Abschnitt 4.Kompanie Blankenstein endete im "Teufelstal", dort begann die 5. Kompanie Hirschberg. Wir hatten oberhalb der Saale am PP84 einen wundervollen Rundblick bis zum Brückenrasthaus Frankenwald , außerdem konnte man dort ungestört ruhen, wenn einen die FÜST in Ruhe lies. In dieser Nacht war unser Uffz. V...... auf der FÜST. Er musste meist Nachts auf die FÜST, dann konnten die Offiz. ihre Nachtruhe halten. Bei ihm hatten wir unsere Ruhe. Wir hängten uns ans GMN und richteten uns für die gesamte Nachschicht gemütlich ein.
Nach einer Weile bemerkten wir auf Hirschberger Seite regen Autoverkehr. Wenn außer LO, Trabi und P3 noch Uaz auftaucht war meist was faul.
Mein Postenführer fragte auf der FÜST nach was da los ist und nach einem Telefonat mit der FÜST Hirschberg meldete sich unser Uffz V......
mit seinem typischen Humor: "Legt euch wieder hin, es ist nichts passiert, außer euer Nachbarposten ist abgehauen". Wir grübelten noch die ganze Nacht ob er uns nur verarscht, wurden aber nach der Schicht eines besseren belehrt.
Bei einer kurzen Runde nach der Schicht, ich glaube es hieß API, berichtete unser Diensthabender von der Fahnenflucht in Hirschberg, dann war das glaube ich für uns erledigt.
Von der Zeit her passt es zu den meisten Schilderungen, es müsste Sep/ Okt gewesen sein.


nach oben springen

#58

RE: Bullshit-Bingo (Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen)

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.02.2014 21:56
von 86II | 7 Beiträge

"Kann 86II schon verstehen, daß er die Texte von "Feind" nicht weiter kommentieren mag."

ich war aus persönlichen und zeitlichen Gründen jetzt über ein jahr hier nicht mehr online. mit unserem nachrichtenuffz, ( hi mario, habe noch ein bildlichen eindruck von dir vor den augen, du warst ein mehr ruhiger kamerad. wenn ich mich recht erinnere hatten wir nachts mal einen postentreff in dem warmen pförtnerhäuschen der kläranlage ... ) hat sich ja noch ein weiterer zeitzeuge von damals gemeldet und unsere erinnerungen haben sich ja soweit gedeckt.
so dann werde mich mal noch ein wenig einlesen.


nach oben springen

#59

RE: Bullshit-Bingo (Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen)

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.06.2014 21:55
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo,
es war doch offizielle Lesart,dass zwei Soldaten ein Postenpaar sind und einer allein ein potentieller Grenzverletzer. Wenn auch bei der Disziplin in der Einheit vieles zugelassen wurde war doch eines klar: Ein illegaler Ausgang über den Objektzaun war unmöglich. Das ging nur bei den Landstreitkräften aber nicht am Gartenzaun.
Merlini


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#60

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.06.2014 19:18
von Lassiter | 102 Beiträge

hallo linamax
ich war von 1961 bis 63 an der grenze bei hessen,da war von einen grenzzaun noch nichts zu sehen.uns trennte lediglich ein 5m breiter erdstreifen,aber auf die idee abzhauen ist bei uns keiner gekommen

Zitat von linamax im Beitrag #50
Zitat von NaUffzHirschberg im Beitrag #49



Zitat von linamax im Beitrag #48
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #46
Flucht war am 22.September 1986, gegen 23.00 Uhr.
1 Gefr. und 1 Soldat.
Bei dem ominösen Kabel handelte es sich um das durchgetrennte Stromkabel eines Scheinwerfers an der B-Stelle in der Betonsperrmauer.


Einer der beiden geflüchteten Posten hatte im Westen Verwandte und wurde von diesen unmittelbar danach in ihrer Firma eingestellt. Der andere Posten wurde ausgeschlachtet und noch oft als Informant zusammen mit dem BGS am Grenzverlauf bei der Einweisung und Benennung von Gegebenheiten, Personen und Strukturierung gesichtet.

Eher unwahrscheinlich. nach der Erstbefragung hatten BGP, BGS und Zoll i.d.R. keinen Kontakt mehr zu den Personen.

War Hirschberg zu jener Zeit nicht schon die 5. GK im II. GB Göttengrün im GR10 Plauen?

Hallo Thunderhorse
Da hast du recht . Nach der Befragung hatte man keinen Kontakt mehr zu diesen Organen da man ins Zivilleben entlassen wurde .
Gruß linamax


Hallo linamax, in der Regel wurde es sicher auch so gehandhabt. Aber bei der Flucht handelte es sich um Angehörige der GT die viel Wissen über Grenzanlagen, Personal, Organisation und Ausrüstung besaßen.
Du willst doch nicht etwa den zuständigen und eigentlich sehr interessierten "Organen" Dummheit andichten. Deine Information betreffs Befragungsroutine klammert die Tatsache also nicht aus, dass er mehrere Tage in Begleitung gesichtet wurde.

Gruß Mario.

Hallo Mario
Ich bin 1967 als Grenzer in den Westen geflohen ich spreche aus eigener Erfahrung .
Gruß linamax


nach oben springen



Besucher
24 Mitglieder und 66 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 1235 Gäste und 113 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14369 Themen und 557973 Beiträge.

Heute waren 113 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen