#61

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 20:28
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Wanderer, im Gegenteil. Durch die Geheimdienstinformationen wurde die jeweilige Gegenseite berechenbarer und Kurzschlussreaktionen oder Auslöser eines großen militärischen Konfliktes aus einer vermeintlichen Überlegenheit vermieden.
Was das sog."Insiderwissen" betrifft, halte ich es etwas blauäugig, die Gefahren nicht wahrgenommen zu haben, in der damals nicht nur Europa schwebte und wer sich dafür interessierte, wußte oder ahnte zumindest mehr, als in der Zeitung stand.



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#62

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 20:34
von WernerHolt (gelöscht)
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@ eisenacher

fangen wir mit der schonkost an. schon mal von canopy wing gehört? hier ein paar infos vom ehemaligen chef der hva mw.......


Zitat
Quelle: Markus Wolf: Spionnagechef im geheimen Krieg. München 1997.

[ebenda: S. 411]

Welche Ergebnisse es zeitigen konnte, wenn man das Geld sprechen ließ, demonstrierte uns ein türkischer Mittelsmann. Hussein Yildrim arbeitete als Kfz-Mechaniker am US-Militärstützpunkt in West-Berlin und belieferte uns mehr als sechs Jahre lang mit hochkarätigen Informationen, die er dem Unteroffizier James Hall - Deckname Blitz - abkaufte, der in der elektronischen Spionage der National Security Agency tätig war. Neben Informationen erfuhren wir durch Yildrim auch

die wahre Bedeutung des Kürzels NSA: Laut den Mitarbeitern der Agentur hieß das no such agency, weil die Geheimhaltung um diesen Dienst so abstruse Blüten trieb, daß jedermann im US-Nachrichtengewerbe angehalten war, die Existenz der NSA zu leugnen.
Zu den wichtigsten Unterlagen, die Hall alias »Blitz« uns lieferte, gehörte das, was er uns über Amerikas »großes Ohr« zur Kenntnis brachte, den riesigen, weltumspannenden Komplex von Abhöranlagen, zu dem die Anlage auf dem Teufelsberg im Grunewald und Horchposten unweit der Grenze zwischen BRD und DDR gehörten und dem kein Räuspern entging, das in den Äther drang. Dreizehnhundert hochspezialisierte Techniker fingen allein in Berlin Radio- und Telefonbotschaften ab, analysierten und klassifizierten sie und leiteten die Informationen weiter, die sie aus ihnen herausfilterten. Früher hatten wir uns aus unterschiedlichen Quellen umständlich ein Mosaik an Informationen zusammensetzen müssen. So hatten wir herausbekommen, daß vom Teufelsberg aus unsere Telefonleitungen und Radiosendungen abgehört wurden, und wir hatten - leider zu spät - in Erfahrung gebracht, daß es den Technikern gelungen war, die Codes zu knacken, mit denen die täglichen innen- und außenpolitischen Lageberichte chiffriert waren, die das Zentralkomitee erhielt. Günter Mittag, der Wirtschaftsminister, präsentierte auf diesem Weg den Amerikanern jeden Tag das neueste Bulletin unserer wirtschaftlichen Situation, ohne es zu ahnen. Später erfuhr ich, daß die bundesdeutschen Dienste immer wieder vergebens versucht haben, diese Informationen von den Amerikanern zu erhalten, und daß die Amerikaner nicht damit herausrückten, weil sie klug genug waren zu argwöhnen, daß mein Dienst dies sehr bald in Erfahrung bringen würde.
Seit es »Blitz« gab, mußten wir uns nicht mehr abmühen; geheime und geheimste Informationen flossen unaufhaltsam. Beide, Hall und sein Mittelsmann, waren alles andere als billig, aber die Informationen waren es wert. Umfang und Inhalt der

Dokumente überforderten unsere Auswerter bald, und deshalb schlug ich vor, daß wir sie an den KGB weitergaben, da sie vor allem von strategischer Bedeutung waren. Bevor wir das taten, ließen wir sie vom Leiter der Funkaufklärung und -abwehr (HA III) im MfS beurteilen. Er äußerte sich sehr begeistert und eröffnete uns, daß laut diesen Unterlagen das elektronische Kampfführungssystem der USA und ihrer Nato-Partner - ELOKA - diesen exakte Kenntnisse über die entscheidenden Kommandozentralen der Staaten des Warschauer Pakts und über sämtliche Truppenbewegungen des Ostblocks von der DDR bis weit in die Sowjetunion hinein ermöglichte.
»Blitz« verschaffte uns auch einen Bericht mit der Bezeichnung Canopy Wing, der auflistete, welche elektronischen Mittel vorgesehen waren, um im Ernstfall die Kommandozentralen der UdSSR und der Warschauer-Pakt-Staaten auszuschalten. Dieser Plan führte detailliert aus, wie die Hochfrequenzsender des sowjetischen Oberkommandos, über die die Befehle an die Streitkräfte geleitet wurden, unbrauchbar gemacht werden konnten. Eine andere Lieferung unseres Informanten umfaßte dreizehn Dokumente, Direktiven und Arbeitsdokumente der NSA und des Intelligence and Security Command (INSCOM), deren Inhalt die Pläne der USA auf dem Gebiet der Funkaufklärung bis ins nächste Jahrzehnt detailliert auflistete.
Auch nach der Versetzung Halls in die Zentrale der NSA in den Vereinigten Staaten riß der Kontakt nicht ab. Er besorgte uns weiterhin so brisantes Material, daß wir ihm rieten, etwas zu bremsen, damit er sich nicht verdächtig machte. Seine allzugroße Geschäftstüchtigkeit wurde ihm zum Verhängnis. Offenbar versuchte er, mit dem KGB in Verbindung zu treten, um eine lukrative Zweitverwertung seines Wissens zu tätigen, indem er es zusätzlich an die Sowjetunion verkaufte. Das ließ ihn ins Blickfeld des FBI geraten, und von da an waren seine Tage gezählt. Im Dezember 1988 wurde er zusammen mit Yildrim bei einem Rendezvous mit einem FBI-Agenten, der sich als KGB-

Agent ausgab, verhaftet. Die amerikanische Abwehr schätzte, daß die Unterlagen, die er uns beschafft hatte, meinem Dienst dazu verholfen hatten, die elektronische Überwachung Osteuropas durch die Amerikaner für mindestens sechs Jahre hinfällig zu machen. Hall wurde zu vierzig Jahren Gefängnis verurteilt.




aus : http://www.nva-forum.de/nva-board/index....&showtopic=4302

muss man halt angemeldet sein , aber wer sucht ,der findet auch


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#63

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 20:37
von KID | 234 Beiträge

Das ist wieder Dorfrummel hier....

Eins moechte ich aber sagen: Ich kann mich wenigstens in diesem Forum verteidigen. Wenn ich aber schamlos und feige von ............... in einem anderen Forum angegriffen werden, wo mir die Beteiligung untersagt wurde, darf ich mich nicht verteidigen. Im 'Forum Deutsche Einheit' ("Will jemand noch kuscheln...????), werde ich auch heute beleidigt, und zwar von gerade denjenigen, die dieses Forum zu zerruetten versuchten. Man mag verschiedener Meinung sein, doch ein gewisses Niveau ist fuer eine sachliche Auseinandersetzung notwendig.

Und da ich in jenem Kuschel-Forum nichts sagen kann/darf, sage ich es hier: Mein liebes 'Donnerpferdchen':ich darf kein Geld mit der Veroeffentlichung dieses Buches verdienen. Und, viel wichtiger, wenn es um Rache ging (wie Du in deiner unaufhoerlichen Arroganz meinst), gaebe es schon ein Paar Leute weniger auf der Erde. Es geht nicht um Rache. Es geht um das Recht, MEINE Geschichte zu erzaehlen. Mehr nicht. Over and Out, mein Suesser.

Jens

Mann oh mann...


Jens


SCORN und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#64

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 20:38
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #61
Wanderer, im Gegenteil. Durch die Geheimdienstinformationen wurde die jeweilige Gegenseite berechenbarer und Kurzschlussreaktionen oder Auslöser eines großen militärischen Konfliktes aus einer vermeintlichen Überlegenheit vermieden.
Naja, nur wer 'spielt' in diesem Geschäft schon offen und ehrlich, mal ehrlich? Ist jetzt zwar bissel oT, aber da möchte ich mal den Flug KAL902 und desen 'Nachfolger' fünf Jahre später erwähnen. Aber nicht, dass der Wandersmann, nachdem er mit seinem Kanidaturvorschlag sogar Humor zeigte, wieder in die wildesten Verschwörungstheorien abgleitet ...

Achso @KID, gekonnt ignorieren, die Reichweite der anderen platten Form ist marginal.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


KID, SCORN und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2012 20:40 | nach oben springen

#65

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 20:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #59
Zitat von Larissa im Beitrag #56


@wandererzwischen2welten. Das ist langsam haarstraeubend was Du alles von Dir gibst. Du solltest Dich zur Verfuegung stellen. Frage mich als was.


Vielleicht als Spitzenkandidat fuer die zukuenftige Libertaere Partei Deutschlands?



Ich hatte mehr an das grosse gelbe Chicken von McDonalds gedacht, das vorm Laden hin- und her huepft......ist auch gelb! Nichts fuer Ungut mein lieber Wanderer, aber manchmal stimmen Deine Aussagen mit Deiner Flagge ueberhaupt nicht ueberein, da komme sogar ich ins Stolpern.


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#66

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:01
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #63
Mein liebes 'Donnerpferdchen'...



Zitat
Over and Out, mein Suesser.






"donnerfperdchen" also auch....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#67

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:01
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #65
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #59
Zitat von Larissa im Beitrag #56


@wandererzwischen2welten. Das ist langsam haarstraeubend was Du alles von Dir gibst. Du solltest Dich zur Verfuegung stellen. Frage mich als was.


Vielleicht als Spitzenkandidat fuer die zukuenftige Libertaere Partei Deutschlands?



Ich hatte mehr an das grosse gelbe Chicken von McDonalds gedacht, das vorm Laden hin- und her huepft......ist auch gelb! Nichts fuer Ungut mein lieber Wanderer, aber manchmal stimmen Deine Aussagen mit Deiner Flagge ueberhaupt nicht ueberein, da komme sogar ich ins Stolpern.



Die Flagge im Avatar zeige ich nur aus historischen Gruenden. Hat mit meiner politischen Einstellung nicht das Geringste zu tun. Bin weder fuer den Sozialismus, noch fuer McDoof und sein gelbes Chicken. Aber um zum Thema zurueckzukommen. Eine meiner politischen Forderungen waere eine Generalamnesty fuer alle DDR Taeter. Man sollte die Aufarbeitung der DDR Geschichte endlich nur noch den Historikern ueberlassen und die Juristen da herausziehen. Diejenigen die damals im Namen dieses Staates Unrecht begangen haben muessen das mit ihrem eigenen Gewissen und Gott ausmachen. Einmal muss Schluss sein mit der ewigen Schuldzuweisung.


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#68

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:08
von Kimble | 397 Beiträge

Ich denke Larissa, du bist schlau aber ich denke in diesem Fall liegst du falsch.
Selbst hier im Forum, wo alle Seiten vertreten sind, will euch ehemalige Spione/ Kundschafter keiner "in die Tonne treten".
Damit ist eher gemeint, daß dieses System an welches ihr geglaubt habt, und wofür ihr den Ar.... hingehalten habt,
auf lange Zeit als nicht erstrebenswert erwiesen hat.

Wenn jemand nicht gerade Fan von euch ist, so müßt ihr das auch erdulden.
Vorausgesetzt es wird dabei nicht unanständig natürlich.
Freut euch doch, daß wir in einer Zeit leben, wo man seine Meinung auch sagen darf.

Ich muss da auch vorsichtig Aufklärungsbedarf anmelden.

Außer der Kubakriese, die ich freilich nur vom Hörensagen kenne, fällt mir nicht viel dazu ein.
Ok, der ein oder ander Fehlalarm noch weil ein Frühwarnsystem etwas falsch gesehen hat noch.

Und dann noch die falschen Befehle die in den Funkverkehr der Ost- Luftstreitkräfte eingespeist werden sollten.

Gibt es da etwa noch mehr in dieser Größenordnung ? Klär uns auf !
Die Frage stelle ich aus reinem Interesse an dem Thema. Mich interessieren halt so Sachen wie Funkaufklärung und so.
Und zwar mehr so von der technischen Seite. Andere interessiert möglicherweise, wie sich jemand in so einer Situation fühlt.

Ich hoffe da immer noch auf ein Gesamtwerk von KID. Ich denke es lohnt sich denn er war schon etwas ganz besonderes.

So groß können die Schweinereien nach so langer Zeit auch nicht mehr von Bedeutung sein,
als daß sich heute noch jemand däfür ernsthaft in die Hose macht.
Wenn KID wegen diesem komischen US- Gesetz damit kein Geld verdienen darf, so finde ich das auch nicht schön.
Aber das sollte doch legal zu umgehen sein. So wie ich es verstanden habe, geht es KID doch nicht um die Kohle.

Also los KID, ich jedenfalls warte immer noch ungeduldig auf dein Gesamtwerk.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 05.11.2012 21:15 | nach oben springen

#69

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:11
von Gelöschtes Mitglied
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zuletzt bearbeitet 06.11.2012 00:54 | nach oben springen

#70

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:18
von KID | 234 Beiträge

Das Buch wird noch erscheinen. Ich habe 25 Jahre darauf warten muessen. Geduld ist immer noch angebracht. Alle, die ueber Kickstarter oder andere Wege Geld bereitstellten, werden noch mit den ersten Kopien beliefert. Eine Liste aller 'Spender' haben wir sorgfaeltig aufbewahrt.

PS. @GilbertWolzow.... Donnern is eh besser als schaukeln, auch wenns um Pferdchen geht. Oda meinste etwa nischt?

Jens


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#71

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:30
von WernerHolt (gelöscht)
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*räusper*

na ich mag auch lieber donnern als schauckeln .....................


aber noch was für @kimble



Zitat
Lebensaufgabe: Sicherung des Friedens



Meine Entscheidung für die Tätigkeit als Offizier des Ministeriums für Staatssicherheit war maßgeblich bestimmt von der Grundhaltung in meiner Familie: „Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg“.

Nach mehreren Stationen seit 1957 in der Spionageabwehr und Aufklärung war ich ab 1974 mit analytischen Aufgaben über die Funktionen der imperialistischen Geheimdienste, insbesondere der Geheimdienste der USA, betraut.

Die Besonderheiten der Arbeit auf diesem Gebiet brachten es mit sich, daß ich wesentlich direkter als andere Analytiker in die Führung einer Quelle in den amerikanischen Geheimdiensten einbezogen war.

Diese Quelle, zuletzt bei der Hauptverwaltung A (HVA) unter dem Decknamen PAUL registriert, war ein anerkannter Spezialist der Fernmelde-/elektronischen Spionage und der Elektronischen Kriegführung der USA-Geheimdienste. Nachrichten-dienstliche Operationen dieser Art hatten auf beiden Seiten bereits Tradition - es sei nur an die Operation ULTRA der britischen und amerikanischen Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg zur Dechiffrierung des Funkverkehrs der deutschen Wehrmacht erinnert, die wesentliche Grundlagen für die militärischen Erfolge der westlichen Alliierten schuf.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bedeutung der Elektronischen Kriegführung (in der Bundeswehr unter dem Begriff ELOKA = Elektronische Kampfführung bekannt) ständig weiter an. Das entsprach der z. T. sprunghaften Entwicklung der technischen Möglichkeiten für die Peilung, Erfassung, Auswertung sowie Analyse der dabei anfallenden Daten. Parallel dazu wuchsen die Schwierigkeiten eines effektiven Umgangs mit dem Informationsaufkommen in völlig neuen Größenordnungen.

Die ELOKA wurde zunehmend zu einem bestimmenden Faktor der modernen Kriegführung. Der Bereich der Fernmelde-/elektronischen Aufklärung gewann damit bei allen Aufklärungseinheiten der Teilstreitkräfte der westlichen und östlichen Militärbündnisse und bei ihren Nachrichtendiensten zunehmend an Bedeutung und wurde entsprechend forciert.

In Westberlin ragten als eine ständige Mahnung der westlichen Präsenz und Aktivitäten die an riesige Golfbälle erinnernden Türme der Anlagen auf dem Teufelsberg im Grunewald in den Himmel Von den Hochhäusern der Leipziger Straße in Ostberlin aus konnte man diese Anlagen sehen. Aber wir brauchten nicht zur Leipziger Straße zu fahren - wir konnten an unserem Schreibtisch Dokumente über die Funktion, Arbeitsweise, Arbeitsergebnisse, bis hin zu den mittelfristigen Modernisierungsmaßnahmen bis in die neunziger Jahre für diese Anlage - genannt Field Station Berlin - studieren. Das verdankten wir unserer Quelle PAUL.

Die Field Station Berlin auf dem Teufelsberg in Westberlin gehörte zu den bedeutendsten Stationen der Fernmelde-/elektronischen Spionage der USA-Geheimdienste in Europa.

Diese Funktion wurde begünstigt durch die geographische Lage des 115 Meter hohen Trümmerberges im Grunewald und durch das physikalische Umfeld mit nach Aussagen der Experten besonders günstigen Ausbreitungsbedingungen für elektromagnetische Wellen.

Im Zusammenwirken mit einer Anlage der amerikanischen Luftwaffe in Berlin-Marienfelde waren damit die USA-Geheimdienste in der Lage, von Westberlin aus Erfassungen von elektronischen Abstrahlungen z. B. von Waffen und Waffenleitsystemen, von Funkverkehren unterschiedlicher Reichweite bis in Tiefen von 300 Kilometern in die osteuropäischen Staaten vorzunehmen.

Außerdem wurden von diesen Objekten aus spezielle Funk-Fernverbindungen (die Fachleute nennen sie Troposcatter-Verbindungen = Funkverkehre unter Nutzung der stratosphärischen Streustrahlungen), mit deren Hilfe z. B. die Kommunikation mit dem Hauptquartier des Warschauer Vertrages und dem Generalstab der sowjetischen Streitkräfte aufrechterhalten wurde, sowie die sowjetischen Satellitenfunkverbindungen erfaßt und ausgewertet.

1986 hatte Gorbatschow schon seine Politik des „neuen Denkens“ öffentlich verkündet, die Vision einer menschlichen Gesellschaft ohne Atomwaffen bis zur Jahrtausendwende in die Diskussion gebracht, das Aufbrechen der erstarrten Blockkonfrontation eingeleitet. Vertreter von SPD und SED begannen ihre Diskussionen über den „Streit der Ideologien“ und über die Möglichkeiten, daß der Imperialismus friedensfähig sein könnte. Die Aufklärung der DDR hatte mit authentischen Dokumenten aus der NATO dazu beigetragen, Hardliner in der sowjetischen Partei- und Militärführung (und wohl auch in der DDR) zu überzeugen, daß kein unmittelbarer Angriff von der NATO zu befürchten sei. Damit war eine Änderung der Militärdoktrin des Warschauer Vertrages eingeleitet, die 1987 erfolgte.

In diesem Zeitraum, als die Friedenssehnsucht der Menschen wieder greifbare Perspektiven erhielt, setzte die Regierung der USA Anfang 1986 eine Arbeitsgruppe ein mit dem zentralen Auftrag, eine Untersuchung vorzulegen, die den Kernwaffenkrieg für die westliche Seite wieder führbar und gewinnbar machen sollte. Es wurden rund 40 der qualifiziertesten Analytiker und Praktiker der amerikanischen Geheimdienste und des Pentagon zusammengezogen, und ihnen wurde die Aufgabe gestellt, alle Möglichkeiten der modernen elektronischen Kampfführung zu prüfen, um einen erfolgreichen atomaren Enthauptungsschlag gegen die Führungszentren der UdSSR und des Warschauer Vertrages zu gewährleisten.

Unsere Quelle PAUL gehörte zu diesem Kreis der Auserwählten. Er schaffte es auch, uns eine Kopie des Arbeitsdokumentes zu übergeben. Als dann nach wochenlanger Abwesenheit von PAUL das Dokument mit der amerikanischen Deckbezeichnung CANOPY WING auf unserem Tisch lag, rieselte uns ein kalter Schauer über den Rücken. Nicht nur deshalb, weil wir noch nie ein Dokument der USA-Geheimdienste mit so vielen Geheimhaltungsvermerken und Schutzwörtern (die den Zugang zu diesem Material nur einem auserwählten Kreis von Berechtigten gestatteten), mit der höchsten geheimdienstlichen Sicherheitseinstufung innerhalb der Intelligence Community der USA, in der Hand hatten. Vor allem hatten wir ein kompaktes Material der aktiven Kriegsvorbereitung, der Vorbereitung einer Aggression gegen den Warschauer Vertrag vor uns liegen. Und das in diesem historischen Kontext! Hier ging es nicht mehr um eine Verteidigungsplanung. Die Aufgabe war von den Vereinigten Stabschefs der USA klar gestellt: Zur Vorbereitung eines Angriffs durch die NATO mußten die Führungszentren des Gegners aufgeklärt, durch elektronische Maßnahmen arbeitsunfähig oder durch selektiven Waffeneinsatz zerstört sein. Der atomare Gegenschlag der sowjetischen Seite sollte damit verhindert, ein Kernwaffenkrieg wieder führbar und gewinnbar gemacht werden.

Später wurde mir durch Studien und den Briefwechsel mit Rainer Rupp während seiner Haft in Saarbrücken bekannt, daß die USA bereits 1983 begonnen hatten, innerhalb der NATO-Gremien ihr neues, offensives Konzept der „chirurgisch sauberen Enthauptungsschläge“ vorzustellen, die Arbeitsgruppe CANOPY WING sollte offensichtlich schon eine modernisierte Version auf der Grundlage neuester technischer und technologischer Einsatzmöglichkeiten erstellen.

Es lohnt sich auch heute noch, einen Blick in die Grundaussagen dieses Dokumentes zu werfen: CANOPY WING bilanzierte die bisherigen Möglichkeiten der Elektronischen Kampfführung und die technischen und softwareseitigen Anforderungen an weitere Entwicklungen zur Vorbereitung bzw. Unterstützung eines nuklearen Erstschlages / Enthauptungsschlages gegen den Generalstab der UdSSR sowie gegen das Oberkommando des Warschauer Vertrages. Die Grundaufgabe war, die Fähigkeiten des Warschauer Vertrages zur Abwehr eines Schlages und zur Auslösung eines atomaren Gegenschlages entscheidend zu lähmen. Dazu wurden als Aufgaben u. a. gestellt:

- Identifizierung der Führungsstellen und der Ausweichführungsbunker für den Spannungsfall;

- Aufklärung von Standorten, Strukturen, Personal, technischen Ausrüstungen mit exakten Parametern und Zielkoordinaten;

- Möglichkeiten der Störung des normalen Betriebes, u. a. durch Kurzschlüsse mit Hilfe von mikroskopischen Kohlenstofflasern (heute wissen wir: Eine Version dieses Waffensystems wurde während der Kosovo-Aggression der NATO zur Ausschaltung der Stromversorgung Jugoslawiens eingesetzt) oder durch Einsatz von chemischen Kampfstoffen;

- Blockierung der Arbeit der Führungsstellen durch elektronische Ausschaltung der Führungssysteme unmittelbar vor dem Schlag, damit keine Gegenreaktionen möglich sind;

- Anforderungen an den Einsatz verschiedener Waffensysteme zur schlagartigen Zerstörung von Führungsstellen u. a. Einrichtungen (einschließlich punktgenauer Zielsucheinrichtungen für Waffensysteme, die gegen „gehärtete“ Bunkersysteme einsetzbar sind);

- Möglichkeiten der Täuschung/Fälschung (u. a. unter Nutzung der schon längere Zeit erprobten Fähigkeiten, mit Hilfe der Computersimulation ein zeitechtes Einschalten in Befehlsübermittlungen z. B. im Funkverkehr Flugzeug - Bodenstation oder Leitstelle - Atom-U-Boot zu erreichen).



Die Arbeitsgruppe veranschlagte für all diese Projekte einen Finanzbedarf von 14,5 Milliarden Dollar an Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten sowie den Einsatz von rund 1.570 Personen.



Selbstverständlich ging dieses Dokument von Berlin auf direktem Wege nach Moskau, denn nur die dortigen Experten konnten beurteilen, wie realistisch die Planungen der anderen Seite waren und wie wirksam die Schutz- und Gegenmaßnahmen ausgestaltet werden konnten.

Jetzt steht die NATO in Kürze an den Westgrenzen einer zerfallenen Sowjetunion. 1999 wurde es möglich, daß die NATO im Schlepptau der USA eine Aggression gegen einen souveränen Staat in Europa durchführte - und nur wenige Stimmen sich gegen diese Kriegsverbrechen erhoben.

Trotzdem bewegt mich immer noch Genugtuung, daß ein relativ kleiner Apparat mit begrenzten materiellen und personellen Ressourcen (die Hauptverwaltung A der DDR) der Weltmacht USA eines ihrer größten Geheimnisse der zweiten Hälfte der achtziger Jahre entreißen konnte. Hier wurde Wirklichkeit, was viele DDR-Bürger in ihrer täglichen Arbeit ernstnahmen: „Mein Arbeitsplatz - mein Kampfplatz für den Frieden“.

Leider wurden die Hauptakteure, unsere Quelle PAUL und sein türkischer Mittelsmann, durch Verrat eines DDR-Bürgers 1988 enttarnt und verbüßen seitdem extrem lange Haftstrafen, wohl bis an ihr Lebensende, in den USA, ohne Chance auf eine Begnadigung. „Uncle Sam“ rächt sich gnadenlos, wenn man seine Kreise stört.

Anmerkung:

Eine Kopie dieses Dokumentes wurde bei der Auflösung der HVA archiviert!




quelle : http://www.spurensicherung.org/texte/Band3/eichner.htm


zuletzt bearbeitet 05.11.2012 21:32 | nach oben springen

#72

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:35
von KID | 234 Beiträge

Ach, ich kann kein Bild hie einstellen.... Mann....


zuletzt bearbeitet 05.11.2012 21:35 | nach oben springen

#73

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:40
von KID | 234 Beiträge

Ich kann kein Dateien anhaengen....


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#74

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:46
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #66
Zitat von KID im Beitrag #63
Mein liebes 'Donnerpferdchen'...



Zitat
Over and Out, mein Suesser.





"donnerfperdchen" also auch....



oooch nööö


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#75

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 21:51
von WernerHolt (gelöscht)
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da @ jens ein kleines software problem hat , bat er mich das einzustellen .........


Zitat
Das ist der Grund, warum ich -auch nicht heute!- alles erzaehlen kann. Diese Zeilen wurden im Sommer 2012 zensiert.

Angefügte Bilder:
Scan0338 (800x582).jpg

seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#76

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 22:00
von WernerHolt (gelöscht)
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kleine anmerkung von mir :


bei dieser zensur ,dürfen wir ja nicht mal "zwischen den zeilen lesen" ...... grausig . was doch fakt ist , solche menschen wie jens oder auch james h , oder auch unsere widerspenstige engländerin dürfen doch garnicht alles erzählen. dazu sage ich immer : "big brother is watching you" . es könnten viele ,von diesen "großen brüdern " ihr gesicht verlieren ...............viele leute meinen ,man kann oder hat nix zu sagen , das gegenteil ist der fall........soviel zum thema freiheit und zensur


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#77

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 22:41
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #55
Zitat von turtle im Beitrag #48
Ich bin aber immer noch davon überzeugt das Spione oder wie im DDR Jargon Kundschafter wichtig waren um das Gleichgewicht der Kräfte mit zu halten. Manche Fehleinschätzung wurde durch sie revidiert,so das uns einiges erspart blieb.




Ich weiss turtle,es ist Deine ehrliche Meinung.
Warum hast Du diesen Satz in einem anderen Forum unterschlagen?

seaman




quote=seaman|p215485]
Zitat von turtle im Beitrag #48
Ich bin aber immer noch davon überzeugt das Spione oder wie im DDR Jargon Kundschafter wichtig waren um das Gleichgewicht der Kräfte mit zu halten. Manche Fehleinschätzung wurde durch sie revidiert,so das uns einiges erspart blieb.




Ich weiss turtle,es ist Deine ehrliche Meinung.
Warum hast Du diesen Satz in einem anderen Forum unterschlagen?

seaman
[/quote]
!

Aber auch im gemeinten anderem Forum habe ich es so geschrieben,muss man sich immer wiederholen?
Ein Beitrag von mir von da.

.Auszug,

Nennen wir sie Kundschafter oder Spion. Nein neu ist das nicht bereits in der Bibel 4 Mose 13 werden sie erwähnt. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sende Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Kindern Israel geben will. Spione haben und hatten immer eine gewisse Faszination, von Abenteuer, Mut und Heldenmut .Zumindest die James Bond und sonstigen Spionagethriller und Bücher wollen das vermitteln. Gibt es nun plötzlich die Guten und Schlechten? Die für die Kommunisten die schlechten ,und die Anderen die Guten? Spione wie wird man überhaupt einer? Aus Abhängigkeit ,aus Edelmut seinem Vaterland zu dienen? Für viel Geld ? Oder Abenteuerlust? So einfach ist das glaube ich nicht zu erklären. Zu leben mit der Gefahr entdeckt zu werden, sich im klaren zu sein andere Menschen etwas vor zu machen und zu täuschen um sie dann zu verraten. Immer Angst sich in einer unkontrollierbaren Situation zu verraten. Mit Verrat rückt man schnell in ein negatives Licht. Spionage ist auch nicht gleich Spionage. Militärspionage, Industriespionage ? oder die den politischen Gegner ausspionieren. Im Prinzip verraten tun sie alle .aber gesehen wird das nicht von allen so. Für die Einen leisten sie einen großen Beitrag für das Vaterland und für die Anderen sind sie eben nur Verräter. Mir fällt da noch das Sprichwort ein „ Der Feind liebt den Verrat, aber nicht den Verräter.“ Für mich persönlich haben Spione durch ihre Weitergabe von Informationen manches schlimmeres auf der Welt verhindert. Manche Fehleinschätzung konnte korrigiert werden. Hätte damals Stalin auf Sorge gehört, hätte das eventuell viele Leben gerettet. Fuchs, Rupp, etc. haben mit dazu beigetragen das Gleichgewicht der damaligen Militärblöcke zu erhalten. Verrat hin oder her unter dem Strich zählt für mich das ich seit 66 Jahre in Frieden leben kann. Daran haben eben auch die Kundschafter oder Spione ihren Anteil. Wer verurteilt was in der Bibel steht „Und der Herr sprach : sende Männer aus ,dass sie das Land Kanaan auskundschaften. Für mich ist allerdings Industriespionage sehr verwerflich. Ich finde dass nach der Wende Recht nicht gleich Recht war. Die aus dem Westen waren die Guten Spione und die aus dem Osten die Bösen. War das wirklich so?? Was ist mit den Israelis und Eichmann ? Aber ja das waren die Guten. Ist mir alles zu einfach es so zu sehen. Ich sehe auch das viele Spione und Kundschafter ihre Tätigkeit mit dem Leben bezahlen mussten. Pech hatten auch die aus dem Osten. Nach der Wende verraten, und zum Austauschen gab es auch nichts mehr, da es ihr Land nicht mehr gab. Ich sehe keinen Unterschied bei Spionen egal für wem sie spionieren. Es gibt nicht die Guten und die Schlechten. Es gibt nur Spione. Warum nun jemand diesen Job machte mag verschieden gewesen sein, aber mit Sicherheit waren da Überzeugte dabei ihrem Land zu dienen.
Und wie schon geschrieben sie gab es praktisch schon immer

Nun Seaman wie Du siehst habe ich auch da meine Meinung vertreten.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2012 22:43 | nach oben springen

#78

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 22:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #77
Zitat von seaman im Beitrag #55
Zitat von turtle im Beitrag #48
Ich bin aber immer noch davon überzeugt das Spione oder wie im DDR Jargon Kundschafter wichtig waren um das Gleichgewicht der Kräfte mit zu halten. Manche Fehleinschätzung wurde durch sie revidiert,so das uns einiges erspart blieb.




Ich weiss turtle,es ist Deine ehrliche Meinung.
Warum hast Du diesen Satz in einem anderen Forum unterschlagen?

seaman




quote=seaman|p215485]
Zitat von turtle im Beitrag #48
Ich bin aber immer noch davon überzeugt das Spione oder wie im DDR Jargon Kundschafter wichtig waren um das Gleichgewicht der Kräfte mit zu halten. Manche Fehleinschätzung wurde durch sie revidiert,so das uns einiges erspart blieb.




Ich weiss turtle,es ist Deine ehrliche Meinung.
Warum hast Du diesen Satz in einem anderen Forum unterschlagen?

seaman


!

Aber auch im gemeinten anderem Forum habe ich es so geschrieben,muss man sich immer wiederholen?
Ein Beitrag von mir von da.

.Auszug,

Nennen wir sie Kundschafter oder Spion. Nein neu ist das nicht bereits in der Bibel 4 Mose 13 werden sie erwähnt. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sende Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Kindern Israel geben will. Spione haben und hatten immer eine gewisse Faszination, von Abenteuer, Mut und Heldenmut .Zumindest die James Bond und sonstigen Spionagethriller und Bücher wollen das vermitteln. Gibt es nun plötzlich die Guten und Schlechten? Die für die Kommunisten die schlechten ,und die Anderen die Guten? Spione wie wird man überhaupt einer? Aus Abhängigkeit ,aus Edelmut seinem Vaterland zu dienen? Für viel Geld ? Oder Abenteuerlust? So einfach ist das glaube ich nicht zu erklären. Zu leben mit der Gefahr entdeckt zu werden, sich im klaren zu sein andere Menschen etwas vor zu machen und zu täuschen um sie dann zu verraten. Immer Angst sich in einer unkontrollierbaren Situation zu verraten. Mit Verrat rückt man schnell in ein negatives Licht. Spionage ist auch nicht gleich Spionage. Militärspionage, Industriespionage ? oder die den politischen Gegner ausspionieren. Im Prinzip verraten tun sie alle .aber gesehen wird das nicht von allen so. Für die Einen leisten sie einen großen Beitrag für das Vaterland und für die Anderen sind sie eben nur Verräter. Mir fällt da noch das Sprichwort ein „ Der Feind liebt den Verrat, aber nicht den Verräter.“ Für mich persönlich haben Spione durch ihre Weitergabe von Informationen manches schlimmeres auf der Welt verhindert. Manche Fehleinschätzung konnte korrigiert werden. Hätte damals Stalin auf Sorge gehört, hätte das eventuell viele Leben gerettet. Fuchs, Rupp, etc. haben mit dazu beigetragen das Gleichgewicht der damaligen Militärblöcke zu erhalten. Verrat hin oder her unter dem Strich zählt für mich das ich seit 66 Jahre in Frieden leben kann. Daran haben eben auch die Kundschafter oder Spione ihren Anteil. Wer verurteilt was in der Bibel steht „Und der Herr sprach : sende Männer aus ,dass sie das Land Kanaan auskundschaften. Für mich ist allerdings Industriespionage sehr verwerflich. Ich finde dass nach der Wende Recht nicht gleich Recht war. Die aus dem Westen waren die Guten Spione und die aus dem Osten die Bösen. War das wirklich so?? Was ist mit den Israelis und Eichmann ? Aber ja das waren die Guten. Ist mir alles zu einfach es so zu sehen. Ich sehe auch das viele Spione und Kundschafter ihre Tätigkeit mit dem Leben bezahlen mussten. Pech hatten auch die aus dem Osten. Nach der Wende verraten, und zum Austauschen gab es auch nichts mehr, da es ihr Land nicht mehr gab. Ich sehe keinen Unterschied bei Spionen egal für wem sie spionieren. Es gibt nicht die Guten und die Schlechten. Es gibt nur Spione. Warum nun jemand diesen Job machte mag verschieden gewesen sein, aber mit Sicherheit waren da Überzeugte dabei ihrem Land zu dienen.
Und wie schon geschrieben sie gab es praktisch schon immer

Nun Seaman wie Du siehst habe ich auch da meine Meinung vertreten.

[/quote]

Danke Turtle mein Freund, das verstehen doch diese sog. Demokraten nicht was Ueberzeugung bedeuten, wir reden. ich bin hier weg.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2012 22:58 | nach oben springen

#79

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 05.11.2012 23:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von WernerHolt im Beitrag #76
kleine anmerkung von mir :


bei dieser zensur ,dürfen wir ja nicht mal "zwischen den zeilen lesen" ...... grausig . was doch fakt ist , solche menschen wie jens oder auch james h , oder auch unsere widerspenstige engländerin dürfen doch garnicht alles erzählen. dazu sage ich immer : "big brother is watching you" . es könnten viele ,von diesen "großen brüdern " ihr gesicht verlieren ...............viele leute meinen ,man kann oder hat nix zu sagen , das gegenteil ist der fall........soviel zum thema freiheit und zensur



das kapieren doch unsere Gegner nicht, die wollen uns nur VORFUEHREN.............................. Tschuess sweetheart


nach oben springen

#80

RE: Auf den Spuren von KID / Jens Karney

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 06.11.2012 00:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Kimble Da Du mich hier im KID Thema ansprichst, hier meine Antwort:
Denke nicht nur, dass ich schlau bin, ich habe es schriftlich. Das haelt mich nicht davon ab, hier zu sein. (das ist britischer Humor, den ich brauche um das hier auszuhalten) So, keiner will uns in die Tonne treten? dann lese doch bitte, was nicht erst seit gestern und heute hier abgeht. Und ich liege nie falsch, das merke Dir, ich suche immer die richtige Stelle aus, war schon frueher so.

Na, an welches System habe ich denn geglaubt? Ich glaube heute noch an das System der starken Hand, schaue doch mal Dich um in der Welt, wie gut es den Menschen so geht im kapitalistischen Dilemma, und danken Gott tue ich, sogar als Atheistin, dass es die ehemalige Sowjetunion in Form von der Russischen Foerderation gibt. Vielleicht von Eurer guten Seite mal ein wenig Einsicht!
Eure Scheiss Regierung, diese Merkelova, nachdem alles verkohlt war in dieser Republik, hatte es doch in der Hand etwas 'Besseres' zu machen, indem sie beide deutsche Staaten zusammenfuegten und nicht den einen erwuergten. Die Chance des Jahrhunderts wurde vertan!
Wir koennen einiges nehmen und einiges geduldig ertragen, langsam aber, bin ich fast so weit, das ich mir das hier nicht mehr antun muss. Ihr muesst nicht mit uns Agenten vorlieb nehmen, aber wir waren dabei im grossen Schlamassel Kalter Krieg; und das muss ich hier nochmal bemerken: Es sind bereits einige Zeitzeugen, nicht nur der Geheimdienste, hier derart angemacht wurden, dass sie sich zurueckgezogen haben. Den Schaden habt Ihr!
Dein Aufklaerungsbedarf wird tausendfach in Deutschland, nicht nur von der linken Seite, sondern durch von Geschichtsforschern und Wissenschaftlern geschriebene Buecher gesaettigt werden koennen. Leihbuechereien sind voll davon.
Deine Aufforderung: klaert uns auf! Wer ist uns? Ist dass die Welt der Arroganz und derer, die Geheimdienste allgemein fuer unnoetig halten? Klaer mich doch mal auf!
Ich werde hier nicht respektiert, das habe ich heute Abend wieder erlebt und, bis ich respektiert werde. und zwar, wie ich in England und in den USA und in Russland respektiert werde, geht hier nichts mehr nach diesem Bericht. Freut Euch! Alles andere was ich schreiben wollte, ist somit vom Tisch.
Erzaehlen koennte ich einiges, von unterirdischen Bunkern, von Q Bombern, ausfuehrlich unten.......das sind Tatsachen. Heute noch befinden sich missiles in diesen Bunkern auf Russland gerichtet IN DEUTSCHLAND, in mittlerweile vereinigter deutscher Erde! Und eine weitere solche Stationierung in Polen waere doch ebenfalls sehr vorteilhaft, aber nicht fuer Deutschland und die uebrigen Anrainerstaaten! Ich koennte erzaehlen vom Knacken gewisser Nato Codes in...............
Die einzigen, die sich in die Hose machen,wie Du andeutest, dass seid Ihr, sonst finden wir alle noch den Weg zum Klo, so senil sind wir nicht, im Gegenteil, wir sind hellwach, wie eh und je!
Ob Du das schoen findest oder nicht, dass KID kein Geld verdienen darf mit seinem Wissen, es ist leider so.
Das sollte doch legal zu umgehen sein?????????? Ach wie schoen, auch die 'Guten' berufen sich auf die Illegalitaet. Fuer KID gibt es grosse Barrieren und er muss vorsichtig sein, aber, er wird sein Buch herausbringen, hoffentlich bald. Donnerpferd? das ist ja widerlich!
Unter uns beiden gesagt, ich habe auch nach sechsmonatiger interrogation nichts preisgegeben, weder von meinen Kameraden, noch von anderen gewissen Dingen, auch nicht im Buch, das deswegen angeprangert wurde, dass ich nicht mehr 'auspackte'. Unwissende Arschloecher sind das, die so reden. Da meinst Du, ich werde mein Wissen wie Perlen unter die Saeue werfen, unter Leute, die hier staendig ueber mich herfallen, nur weil ich dem roten Fluegel angehoere.

Ich habe es satt. Warum, beantworte mir die Frage, warum kann ich mich mit meinen groessten politischen Gegnern, den US Amerikanern ueber alle diese Dinge vernuenftig unterhalten, wo man interessiert ist und mich nicht angreift als ehemalige sowjetische Geheimdienstlerin, mir nicht sagt, dass ich falsch liege, sondern auch die eigenen Unzulaenglichkeiten zugibt, schon lange! Ist es weil deutsche Mentalitaet ueberheblich, obstrus, unfair, intolerant und konstant streitsuechtig ist? Seit 23 Jahren versucht eine Regierung die Menschen dieses angeblich vereinigten Landes einer Gehirnwaesche zu unterziehen, und sie merken es nicht, wie 1933.

Ich habe jedenfalls genug davon und ich ziehe mich hier ganz zurueck.

Ein wenig kann ich den angeblich so unwissenden vor die Fuesse werfen, dass sie nicht wieder auf die Kuba Krise (!) ausweichen muessen.

[/quote]
aus 'Die Englische Dewushka' ......nach aussen hin sollte man annehmen, die Schutzmacht waere vorhanden. Die USA ging stets den eigenen Weg. Es gab mehr Interesse fuer deutsches Bier und Bratwuerste als fuer BRD oder DDR. Man lebte mit ihnen und sie waren fester Bestandteil im Westen des geteilten deutschen Staates, mehr nicht. Im Grunde war es aehnllich wie in der DDR mit den Sowjets, die war auch nicht ueberall gerne gesehen waren, die dennoch versuchten, mit der Ideologie eine warme Decke auszubreiten, im Gegensatz zur amerikanischen Ignoranz und Arroganz, vor allem gegenueber den deutschen Behoerden und der deutschen Regierung.
recherchiert """""Militaerisch wurde der Standort und die Flaeche der BRD von den USA genutzt, um sich auf allen Ebenen das Geschaeft nicht entgehen zu lassen. Auf westlicher Seite gab es unzaehlige Sonderwaffenlager. Auf den Fliegerhorsten wurden QRA-"N"-Bereiche eingerichtet, was Quick Action Alert 'Nuclear' bedeutete, in denen betankte und mit Atomwaffen versehene Jagdbomber konstant in Bereitschaft standen, die in weniger als fuenfzehn Minuten starten konnten. Die meisten Menschen in der Bundesrepubik ahnen bis heute nichts davon, was fuer ein Arsenal an Waffen unter ihrem Arsch vorhanden war und zum Teil noch vorhanden ist bis zum heutigen Tage, was ein jaehes Ende nicht nur fuer alle Lebenwesen in Norddeutschland haette bedeuten koennen. Betonwuesten und US-Einheiten mit eigenem US Wachpersonal standen den Sowjets gegenueber. Bis 1990 sollte das Pershing System noch stationiert bleiben. Nicht nur in Erwaegung gezogen, sondern bereits als unausweichliche Tatsache feststehend, war die absolute Vernichtung, nicht nur des gesamten norddeutschen Flachlandes, inklusive Holland und Belgien.
Der Warschauer Pakt war nicht an einem Angriff interessiert, wie im Westen stets proklamiert wurde, darueber waren sich selbst die Amerikaner einig beim Saebelrasseln auf beiden Seiten des Atlantiks. """"""""""""""""
copyright Marleen Powell

[/quote]

ca. 160-170 Military Bases hat die USA noch auf der Welt, es geht heute wie damals um den 'Standort' und um die Moeglichkeit, 'schnell zu handeln' sagt der Verteidigungsminister... Ob dabei ueberall Wohnviertel gestoert werden, Kinder im Kindergarten Angst haben vor den tieffliegenden Jets haben, wie in Japan, das interessiert nicht die Bohne. Da nuetzen auch keine Demos der Anwohner mehr, es wird ohne Ruecksicht auf Verluste weiter ausgebaut.
Um das Ganze abzuschliessen, es sind etliche US Geheimdienstler kuerzlich im Kaukasus festgenommen und des Landes verwiesen worden. Irgendwas darueber gelesen? of course not! Selbstverstaendlich nicht. Das sind doch die 'Guten'.
Ich wuensche Euch alles erdenkliche Gute. прощание, farewell


zuletzt bearbeitet 06.11.2012 01:29 | nach oben springen


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