#141

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:12
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #139
Zitat von stefanDD im Beitrag #137
Ich staune ja, dass dieses (wenn auch für die meisten DDR-Bürger unerreichbare) "Tor zum Westen" offenbar nicht geschlossen werden konnte, auch wenn regelmäßig ein paar Leute "verloren" gingen. Gab es denn (von Staats-/IF-Seite) keine Alternative zum Stop in Gander bzw. zum Aussteigenlassen-Müssen der Passagiere?

würde mich auch interessieren,aber wie furry schreibt, waren auch Passagiere aus dem
kapitalistischen Ausland mit an Bord,die hätten ja mitbekommen wenn jemand beim stiften
behindert wird,Fotoapparat hatte wohl jeder mit dabei,da wären bestimmt paar Bilder in
falsche Hände geraten,und wenn es Aufpasser gab (weis ich leider nicht)denen die Filme
aushändigen hätte bestimmt keiner gemacht
Lutze


Gander war nur ein technischer Stop. Das bedeutete "Tanken". Und da musste/dufte man nicht aussteigen, wenn es keine technischen Probleme gab. Eine "gewaltlose" Flucht war also nicht möglich.
http://www.mdr.de/damals/artikel87850.html
http://www.gerdspriess.de/Interflug%20Ga...reckennetz.html
Theo


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#142

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Naja, die Alternative zum Aussteigen ist die Betankung eines Flugzeuges während Passagiere an Bord sind. Nur oft gestatten die Flughafenbetreiber diese Möglichkeit nur in Verbindung mit dem Einsatz der Feuerwehr, wofür sie dann aber auch deutlich höhere Gebühren aufrufen. Immerhin ist ja so eine Meute Paxe auf Transit auch 'etwas' Umsatz fürs Duty-Free-Geschäft, der ja dann entgeht. Nun werden's bei den Interflüglern vielleicht festgestellt haben, da ist ja nunemal garnix zu holen und dann könne'se auch sitzenbleiben?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#143

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:23
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #141
Zitat von Lutze im Beitrag #139
Zitat von stefanDD im Beitrag #137
Ich staune ja, dass dieses (wenn auch für die meisten DDR-Bürger unerreichbare) "Tor zum Westen" offenbar nicht geschlossen werden konnte, auch wenn regelmäßig ein paar Leute "verloren" gingen. Gab es denn (von Staats-/IF-Seite) keine Alternative zum Stop in Gander bzw. zum Aussteigenlassen-Müssen der Passagiere?

würde mich auch interessieren,aber wie furry schreibt, waren auch Passagiere aus dem
kapitalistischen Ausland mit an Bord,die hätten ja mitbekommen wenn jemand beim stiften
behindert wird,Fotoapparat hatte wohl jeder mit dabei,da wären bestimmt paar Bilder in
falsche Hände geraten,und wenn es Aufpasser gab (weis ich leider nicht)denen die Filme
aushändigen hätte bestimmt keiner gemacht
Lutze


Gander war nur ein technischer Stop. Das bedeutete "Tanken". Und da musste/dufte man nicht aussteigen, wenn es keine technischen Probleme gab. Eine "gewaltlose" Flucht war also nicht möglich.
http://www.mdr.de/damals/artikel87850.html
http://www.gerdspriess.de/Interflug%20Ga...reckennetz.html
Theo


soweit ich weiß wollten die DDR-Behörden daß auch so mit dem Sitzenbleiben in der Maschine während des Betankens in Gander durchsetzten.
Die Kanadier hätten das aber aus Sicherheitsgründen abgelehnt und künftig mit Landeverbot gedroht.
Von da an konnte die Auswanderung (wenn auch auf niedrigsten Niveau weitergehen.Bis zur Anschaffung der Westflieger.)
Übrigens mit der von mir angesprochenen Neuanschaffung von Airbusfliegern, ist nach der "Wende" die Bundesregierung durch die Gegend gerflogen.


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#144

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:25
von Gelöschtes Mitglied
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Als wir nach Toronto Canada flogen,es ging ab Berlin via Frankfurt a.M.,mussten wir die Maschine in Frankfurt verlassen.
Das erging uns auch so auf den Kanaren usw.
Wenn eine Maschine bei einem Zwischenstop betankt wurde,mussten die Passagier die Maschine verlassen.
Ich denke mal,dass Sicherheitsregeln so etwas international ? verlangen?
Vielleicht wurde es damals anders gehandelt?
Oder konnte jede Airline in Bezug zum Tanken, handeln wie sie wollte?

Gruß ek40


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#145

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #141
Zitat von Lutze im Beitrag #139
Zitat von stefanDD im Beitrag #137
Ich staune ja, dass dieses (wenn auch für die meisten DDR-Bürger unerreichbare) "Tor zum Westen" offenbar nicht geschlossen werden konnte, auch wenn regelmäßig ein paar Leute "verloren" gingen. Gab es denn (von Staats-/IF-Seite) keine Alternative zum Stop in Gander bzw. zum Aussteigenlassen-Müssen der Passagiere?

würde mich auch interessieren,aber wie furry schreibt, waren auch Passagiere aus dem
kapitalistischen Ausland mit an Bord,die hätten ja mitbekommen wenn jemand beim stiften
behindert wird,Fotoapparat hatte wohl jeder mit dabei,da wären bestimmt paar Bilder in
falsche Hände geraten,und wenn es Aufpasser gab (weis ich leider nicht)denen die Filme
aushändigen hätte bestimmt keiner gemacht
Lutze


Gander war nur ein technischer Stop. Das bedeutete "Tanken". Und da musste/dufte man nicht aussteigen, wenn es keine technischen Probleme gab. Eine "gewaltlose" Flucht war also nicht möglich.
http://www.mdr.de/damals/artikel87850.html
http://www.gerdspriess.de/Interflug%20Ga...reckennetz.html
Theo


Ich weiß nicht wie es bei Furry war, aber wir sind in Gander noch in den Transitbereich geordert worden. Nun gut mit den paar Valuten konnte man wahrlich keine großen Sprünge machen, auch angesichts der Preise.

Die Flugroute nach Maputo ist mir auch noch so in Erinnerung.

Vierkrug

PS: Kleiner Hinweis, falls mal mit der Royal Brunei geflogen wird - es git keine alkoholischen Getränke an Bord !!! Da war der Zwischestop in Dubai auch diesbezügliche Nachschubquelle !!!


zuletzt bearbeitet 13.02.2013 11:31 | nach oben springen

#146

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:30
von Gelöschtes Mitglied
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Ahja,der #142 vom 94ziger beantwortet meine Frage(n),Danke.


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#147

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:43
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #143
Bis zur Anschaffung der Westflieger[/u].)
Übrigens mit der von mir angesprochenen Neuanschaffung von Airbusfliegern, ist nach der "Wende" die Bundesregierung durch die Gegend gerflogen.

Warum hatten die Flugzeuge aus sozialistischer Produktion nicht ähnliche Reichweiten wie die westlichen? Jeder Start, jede Landung kostet ja Devisen..
Theo


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#148

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:49
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #125
Hallo Herr Schnatterinchen,

So ein Ding hier?
http://www.jugendopposition.de/index.php?id=3312 <---------- laut dieser Seite: (...)
darf in vielen Fällen die Stadt nicht verlassen und nicht ins Ausland reisen.(...)

Was musste man denn tun um an dieses Pässchen zukommen? Ich war ja nun schon sehr frech aber der wurde mir nicht *angeboten*!



ja liebe Grenzverletzerin so einer war das.
Die Beschaffung war ganz einfach. Mit ehemaligen Zonis in Prag getroffen und in dessen Auto von einer tschechischen Polizeikontrolle erwischen
lassen.
Das war damals so ein stationärer Kontrollpunkt mit nem Turm mit Glaskasten an der Straße wie auf dem Flughafen,nur nicht so hoch.
Zwei Westberliner und ein Zoni im Auto Richtung bayerische Grenze.Das konnte nicht gut gehen. Da standen wir dann zwei geschlagene Stunden. Meinen PA konnten die gleich zuordnen aber den von WBerlin hatten die vorher noch nicht gesehen.
Nach der Episode waren bei mir die Sympatiewerte für unser tschechisches Brudervolk auf einen neuen Tiefpunkt gelangt.
Ich mag heute noch keine Skodas.
Naja und nach 4 Wochen kam dann so eine dreckige Postkarte von der VP mit der Aufforderung zur Klärung eines Sachverhaltes dort zu erscheinen.
Die wollten mir einen Fluchtversuch anhängen.Zur Prophylaxe bekam ich dann gleich den PM12 verabreicht.
Das war der "Ritterschlag" für alle Blueser ,Punks , Hippies, Assis usw. wenn auch mit allerlei Nachteilen verbunden.


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2013 12:40 | nach oben springen

#149

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:52
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #141
Zitat von Lutze im Beitrag #139
Zitat von stefanDD im Beitrag #137
Ich staune ja, dass dieses (wenn auch für die meisten DDR-Bürger unerreichbare) "Tor zum Westen" offenbar nicht geschlossen werden konnte, auch wenn regelmäßig ein paar Leute "verloren" gingen. Gab es denn (von Staats-/IF-Seite) keine Alternative zum Stop in Gander bzw. zum Aussteigenlassen-Müssen der Passagiere?

würde mich auch interessieren,aber wie furry schreibt, waren auch Passagiere aus dem
kapitalistischen Ausland mit an Bord,die hätten ja mitbekommen wenn jemand beim stiften
behindert wird,Fotoapparat hatte wohl jeder mit dabei,da wären bestimmt paar Bilder in
falsche Hände geraten,und wenn es Aufpasser gab (weis ich leider nicht)denen die Filme
aushändigen hätte bestimmt keiner gemacht
Lutze


Gander war nur ein technischer Stop. Das bedeutete "Tanken". Und da musste/dufte man nicht aussteigen, wenn es keine technischen Probleme gab. Eine "gewaltlose" Flucht war also nicht möglich.
http://www.mdr.de/damals/artikel87850.html
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Theo

hatte mich schon immer gewundert,warum die Interflug die Airbusse angeschafft hat,
5000 $ für jeden Flüchtling an Kanada zahlen macht sinn


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#150

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:53
von furry | 3.573 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #145
Ich weiß nicht wie es bei Furry war, aber wir sind in Gander noch in den Transitbereich geordert worden. Nun gut mit den paar Valuten konnte man wahrlich keine großen Sprünge machen, auch angesichts der Preise.



In Karatchi war es genau so. Wir mussten den Flieger verlassen und durften für ca. 1 Stunde Transitbereich nebst benachbarten Einwanderungsbüro besichtigen. Auf der Rücktour beim zweiten Tankstopp in Taschkent wurde auch ausgestiegen. Hier kam man aber nicht in den Transitbereich.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#151

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 11:54
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #147
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #143
Bis zur Anschaffung der Westflieger[/u].)
Übrigens mit der von mir angesprochenen Neuanschaffung von Airbusfliegern, ist nach der "Wende" die Bundesregierung durch die Gegend gerflogen.

Warum hatten die Flugzeuge aus sozialistischer Produktion nicht ähnliche Reichweiten wie die westlichen? Jeder Start, jede Landung kostet ja Devisen..
Theo


Interessante Frage, denn die IL 62 hatte immerhin eine Flugreichweite von ca. 10.000 km bei einer Reisegeschwingigkeit von 860 km/h.
Ich denke mal, dass der Treibstoffverbrauch bei der Konzipierung dieser Flugzeuge (auch TU 154) nicht ein vordergründiges Kriterium bildete. In der DDR ja, denn sie mußte sowjetisches Erdöl zu Weltmarktpreisen beziehen.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 13.02.2013 11:56 | nach oben springen

#152

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.02.2013 20:21
von passport | 2.631 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #136
Flucht über Gander.
Auch wieder so ein Jugendtraum von mir.
Ich hatte einen Kumpel den seine halbe Verwandschaft hat in Kanada gelebt.Die sind in den 50ern abgehauen und haben sich dort ein Apfelplantagenimperium aufgebaut.
Der hat mir die Fotoalben von denen gezeigt, da bin ich abgeschnallt was die dort auf die Beine gestellt haben.
Mit Jugendtourist gab es ja Reisen nach Kuba. Habe dann versucht mich ehrenamtlich bei Jugendtourist zu engagieren aber habe schnell gemerkt wie der Wind in dem Verein weht.
Die sind dort alle der Gruppenchefin in der A...llerwertesten gestiegen um viiiiiiiiieleicht mal ne Reise nach Fantasialand machen zu können.
Ne Freundin war mal auf Kuba via Gander. Die hatte aber zu der Zeit schon ein süsses Töchterchen zu Hause.
Da waren dann nach dem Auftanken auch ein paar Sitze frei.
Ich habe gehört,daß nur auf dem Hinnflug aufgetankt werden mußte , wegen Jetstream oder so.
Da hätten sich die, die vor ihrer Umsiedlung erst einen schönen Karibikurlaub machen wollten aber echt angesch....miert.

Dann hat doch die Zone 88 oder 89 tatsächlich einen oder zwei Airbusse gekauft und promp gleich auf dieser Strecke eingesetzt.
Die konnten nämlich nonstop ohne Staatsbürgerverluste zu Fiedel fliegen.


Kaltwetter oder Warmwetterzone ?


passport


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#153

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.02.2013 02:21
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #140
Wird auch heute bei Langstreckenflügen noch so gehandhabt - u.a. bei Flügen nach Quito/Ecuador Zwischenlandung seitens der Air France/KLM auf Bonaire oder nach Borneo macht die Royal Brunei ihre Stop´s in Dubai (ein fantastischer Flughafen).


Es kommt wohl immer auf die Flughafenbetreiber an. Wenn ich nach Costa Rica fliege macht Condor immer eine Zwischenlandung in der Domrep, mal muss man beim tanken in den Transitbereich, mal bleiben alle drin, ein System habe ich da noch nicht erkannt.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#154

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.02.2013 15:39
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #136
Flucht über Gander.
Auch wieder so ein Jugendtraum von mir.
Ich hatte einen Kumpel den seine halbe Verwandschaft hat in Kanada gelebt.Die sind in den 50ern abgehauen und haben sich dort ein Apfelplantagenimperium aufgebaut.
Der hat mir die Fotoalben von denen gezeigt, da bin ich abgeschnallt was die dort auf die Beine gestellt haben.
Mit Jugendtourist gab es ja Reisen nach Kuba. Habe dann versucht mich ehrenamtlich bei Jugendtourist zu engagieren aber habe schnell gemerkt wie der Wind in dem Verein weht.
Die sind dort alle der Gruppenchefin in der A...llerwertesten gestiegen um viiiiiiiiieleicht mal ne Reise nach Fantasialand machen zu können.
Ne Freundin war mal auf Kuba via Gander. Die hatte aber zu der Zeit schon ein süsses Töchterchen zu Hause.
Da waren dann nach dem Auftanken auch ein paar Sitze frei.
Ich habe gehört,daß nur auf dem Hinnflug aufgetankt werden mußte , wegen Jetstream oder so.
Da hätten sich die, die vor ihrer Umsiedlung erst einen schönen Karibikurlaub machen wollten aber echt angesch....miert.

Dann hat doch die Zone 88 oder 89 tatsächlich einen oder zwei Airbusse gekauft und promp gleich auf dieser Strecke eingesetzt.
Die konnten nämlich nonstop ohne Staatsbürgerverluste zu Fiedel fliegen.


Es gab drei Interflug-A310. Diese wurden deutlich unter Wert (für eine DM?) von der Treuhand an die Bundeswehr verscherbelt.



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#155

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.02.2013 16:19
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Meiner Meinung nach stand der Aufwand, in keiner Relation zum Nutzen. Einen Grenzer der fest zur R-Flucht entschlossen war, konnte niemand aufhalten und einen ins NSW-Reisenden auch nicht. Da wurde schon eine optimale Vorauswahl getroffen und wegen der paar Leute, die dann doch stiften gegangen sind, so einen Aufwand zu betreiben .....?? Die absolute Sicherheit gab und gibt es nicht. In keiner Branche.


zuletzt bearbeitet 14.02.2013 16:20 | nach oben springen

#156

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.02.2013 21:49
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Es gab drei Interflug-A310. Diese wurden deutlich unter Wert (für eine DM?) von der Treuhand an die Bundeswehr verscherbelt.



Das stimmt nicht. Die DDR hatte die auf Kredit bei Airbus beschafft, mit westdeutschen Bundesbürgschaften. Franz-Josef Strauß und so. Die CFM-Triebwerke waren auch noch mal separat geleast. Die Wartung bestimmter verplombter Teile (Cockpit-Computer z.B) durfte auch nur Lufthansa Technik in Hamburg machen, weil die Technologie auf der westlichen COCOM-Embargoliste stand und nicht so einfach in den Osten exportiert werden durfte.

Als die DDR pleite war, fielen die Flugzeuge an den Bund, der sie ja schließlich bezahlt hatte. Da wurde nichts verkauft. Der Bund hat sich später von Lufthansa noch weitere gebrauchte A310 gekauft. Merkel nutzt noch heute einen der alten Interflug-Busse, lieber als die extra neu umgebauten Airbus A340-300.

Die Interflug-Version hatte erstmals Zusatztanks, um es nonstop nach Kuba und dann auch Singapur zu schaffen. Damit hat ausgerechnet der Westen einen heimlichen DDR-Fluchtweg auf der Kuba-Route verbaut (Gander).
http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel86282.html


zuletzt bearbeitet 14.02.2013 21:58 | nach oben springen

#157

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.02.2013 21:53
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Das mit den Azoren-Fliegern wäre ein eigenes Thema wert...

Was war denn nun der beste Fluchtweg mit dem Wissen von heute?

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#158

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.02.2013 04:12
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #157
Das mit den Azoren-Fliegern wäre ein eigenes Thema wert...

Was war denn nun der beste Fluchtweg mit dem Wissen von heute?

Ari


Ich hatte mir damals als ich nun in Westberlin angekommen bin so meine Gedanken dazu gemacht. Ich hatte ja auch einige Freunde in der DDR mit denen ich weiter Kontakt pflegte und von denen der eine oder andere mit Fluchtgedanken spielte. Von den Aussichtsplattformen sahen die Grenzanlagen recht einfach aus, meist eine Mauer, danach ein Zaun und dann wieder eine Mauer. Mit Hilfe vom Westen sicherlich eine durchaus erfolgversprechende Sache. Eventuell 2km weiter von der geplanten Fluchtstelle etwas Silvesterfeuerwerk ueber die Mauer werfen damit die Grenzer etwas abgelenkt werden, dann per Walky Talky ein ''Los'' und eine Leiter vom Westen ueber die Mauer geworfen. Vom Osten eine Leiter mit Schwung ueber die Mauer geworfen, dann ueber eine angestellte Leiter ueber die Mauer und mit der anderen Leiter ueber den Zaun. Ich denke unter 1 Minute machbar.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#159

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.02.2013 07:29
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #156

Zitat
Es gab drei Interflug-A310. Diese wurden deutlich unter Wert (für eine DM?) von der Treuhand an die Bundeswehr verscherbelt.


Das stimmt nicht. Die DDR hatte die auf Kredit bei Airbus beschafft, mit westdeutschen Bundesbürgschaften. Franz-Josef Strauß und so. Die CFM-Triebwerke waren auch noch mal separat geleast. Die Wartung bestimmter verplombter Teile (Cockpit-Computer z.B) durfte auch nur Lufthansa Technik in Hamburg machen, weil die Technologie auf der westlichen COCOM-Embargoliste stand und nicht so einfach in den Osten exportiert werden durfte.

Als die DDR pleite war, fielen die Flugzeuge an den Bund, der sie ja schließlich bezahlt hatte. Da wurde nichts verkauft. Der Bund hat sich später von Lufthansa noch weitere gebrauchte A310 gekauft. Merkel nutzt noch heute einen der alten Interflug-Busse, lieber als die extra neu umgebauten Airbus A340-300.

Die Interflug-Version hatte erstmals Zusatztanks, um es nonstop nach Kuba und dann auch Singapur zu schaffen. Damit hat ausgerechnet der Westen einen heimlichen DDR-Fluchtweg auf der Kuba-Route verbaut (Gander).
http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel86282.html



Also, ich kenne zum ersten keine Fluggesellschaft, die Flugzeuge noch bar bezahlt.
Und mit den Extratanks hat man einen Fluchtweg nur Sekundär verbaut. Das ging knallhart um Zeit und Geld. Letzteres in doppelten Sinne: Pro abegehauenen Fluggast in Gander waren 5000 € Strafe in Kanada zu zahlen. Die Extratanks waren nicht Versionsabhängig, sondern in allen A310 optional.


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#160

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.02.2013 07:48
von GeMi | 556 Beiträge

Guten Morgen,
ein ganz großes Problem war der Weg zur Grenze. Ich bin regelmäßig auf der Fahrt von Halle/Saale in Richtung Wernigerode kontrolliert worden. Die TraPo ist ab Aschersleben durch den Zug gegangen und hat mich langhaariges Subjekt mit Kutte und Römern oft aus dem Halbschlaf gerissen. Ich war wie immer ohne Rucksack, Leiter oder Steigeisen unterwegs und musste jede Menge Fragen beantworten. Auf dem Bild im Perso war ich fast nicht zu erkennen - also äußerst verdächtig.
Einmal hat man mich für 2 Stunden in Wernigerode einkassiert, weil ich nicht die Tel.nummer und die Anschrift des Tennisplatzes wusste. In meiner ersten Band nach dem Studium hatten wir ein Transportproblem und da bin ich halt mit der Bahn zur Mugge gefahren. Man hatte mir nur gesagt - 18.00 Uhr auf dem Tennisplatz ist eine Hochzeit.
Aus heutiger Sicht wundert es mich noch, wie man diese Ohnmacht vor den Behörden so ruhig weggesteckt hat. Da muss ein gestandener, ehemaliger Grenzer vor einem Spund von Trapo aufstehen und sich tief im Hinterland rechtfertigen, daß er mit der Bahn in Richtung Westen fährt.
Ein grandioses Beispiel von Dienstdurchführung war diese kleine Schaffnerin im Überlandbus Richtung Thale. Die hat im Bus ein eisenhartes Regime geführt und keiner wagte es, zu widersprechen, denn jeder wollte Freitagabend nur noch nach hause (zur Freundin).


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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