#61

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 07:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #56
Meiner Meinung nach, war die DDR nur ein geduldetes Langzeitexperiment der Siegerstaaten des WK2. Wir waren da alle nur Statisten mit unterschiedlicher Rollenverteilung. Das Experiment wurde dann 1989, als gescheitert, von "Oben" beendet.
Die Aufteilung des Europas war schon lange vor Ende des WK2 beschlossen. Die DDR war niemals ein souveräner Staat und war in politischen und ökonomischen Entscheidungen im Wesentlichen vom Wohlwollen Moskaus abhängig. Im sogenannten RGW wurden die Weichen gestellt , welche Industrien angesiedelt und welche Produkte im jeweiligen Mitgliedsland hergestellt werden durften. Planwirtschaft kann zwar in der Schwerindustrie und bei Infrastrukturunternehmen funktionieren, aber eben nicht im Handel, in der Konsumgüterproduktion usw. Selbst Gaststätten, Friseure, Handwerker, Kleinunternehmen mit mehr als 5Beschäftigten wurden verstaatlicht. Das was übrigblieb, wurde mit bis zu 90% progressiven Steuern eleminiert. Kompetente Entscheidungsträger wurden aus Ideologiegründen durch stramme Parteigenossen ersetzt, die außer hohlen Phrasen nichts auf dem Kasten hatten. Es wurden künstlich und gezielt wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen den "Bruderstaaten" geschaffen, um auf Dauer, jeden Versuch wirtschaftlicher Separation zu erschweren. Deswegen glaube ich kaum , das es jemals die reelle Chance gab, aus der DDR eine glückliche Arbeiter-und Bauern-Republik zu machen.


All diese Fakten waren damals wohl bei weitem nicht so bekannt wie sie es heute sind, da auch die Medien und Bildungseinrichtungen ein Kartell der SED waren.
Leider hatten auch die Urdemonstranten, die sich eher aus Kirchenleuten, Künstlern und Berufsrevoluzzern rekrutierten nicht diese wirtschaftliche Kompetenz, um in der Phase der Neuformierung die neuen Chancen auch im Sinne der Mehrzahl unserer bis dahin noch überwiegend berufstätigen Bevölkerungsteile zu erkennen und umzusetzen.
Und deshalb haben am Ende wieder mal die Schnellsten die Langsamen besiegt, da die neuen Eroberer einen großen Vorsprung bezüglich der Analyse der inneren Kräfte unseres bis dahin strangulierten sozialistischen Wirtschaftssystems hatten.
Leute aus der zweiten Reihe wie z.B. E. Most, die erst als alle Messen gesungen waren mit ihren Publikationen und Vorschlägen an die Öffentlichkeit traten, waren in der Phase der Montagsdemonstrationen noch nicht präsent aus welchen Gründen auch immer.
Möglicherweise wollte von denen auch keiner der Widerständler mehr etwas hören, egal ob es nun die zitierten strammen Parteigenossen, die nichts auf dem Kasten hatten waren oder eben kompetente Kritiker des eigenen Systems und Basiseliten für die das Parteiabzeichen nur ein Furunkel war mit dem man sich zu arrangieren hatte.
Einmal mehr können wir nur noch konstatieren, daß man mit dem Wissen von heute viel mehr erreicht hätte, z.B. eine Einheit auf Augenhöhe.



nach oben springen

#62

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 07:56
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Warum so erstaunt, daß sich die DDR 40 Jahre gehalten hat, obwohl fast alle dagegen waren? Hatte es vor geraumer Zeit in einem anderen Threat schon mal geschrieben. Mal das Buch "Die rätselhafte Stabilität der DDR" eines amerikanischen Historikers (Name fällt mir im Augenblick nicht ein) lesen! Trifft recht realistisch den Kern, auch wenn es sich vorrangig um die Zeit bis in die 70er handelt. Auch eine ganze Portion Bequemlichkeit der satten und sozial abgesicherten DDR-Bürger hat dazu beigetragen. Wenn die Opposition so groß gewesen wäre, wer hätte denn dann die Bürger daran gehindert, bei Wahlen ihr Kreuzchen bei den Blockparteien zu machen ? So viel das Wahlergebnis manipulieren, daß 98% für die SED rausgekommen wären wäre wohl schlecht möglich gewesen, zumal bei der Auszählung der Stimmen auch Vertreter dieser Parteien anwesend waren. Nun soll bloß niemand behaupten, es hätte sich niemand hinter die Wahlkabinen getraut. Das wäre absoluter Schwachsinn, sowas zu behaupten.


Wen bitte haben diese Wahlen interessiert? Die Blockparteien waren doch nicht besser, als die SED und für einige nur der letzte Weg, einen Pflichtbeitritt in die SED abzuwehren, damit die Karriere weitergehen konnte. Wenn man sich an die "Grußadressen" der LDPD, der Bauernpartei, der NDPD, eben dieser Blockparteien erinnert, es war strenggenommen doch alles der gleiche Quark. Also ging man doch da hin, faltete den Zettel und hat seine Wahl erledigt. Zettel falten.
Hat Krenz nun damals Wahlergebnisse fälschen lassen, oder hat er nicht?
@Hackel 39, nach dem Zug mit den Ausreisewilligen hat es kein Halten mehr gegeben. Ab da hätte es auch keine Vereinigung auf Augenhöhe mehr gegeben, denn die Bevölkerung der DDR hatte gesehen, wie man raus kommt, dahin wo die DM ist. Die Rufe, kommt die DM nicht zu uns, gehn wir zu Ihr - wo soll da noch eine Vereinigung auf Augenhöhe möglich sein? Dazu hätte die Altherrenriege sehr frühzeitig erkennen müssen, dass sie vor dem Aus steht und wohin die Reise nun gehen wird, dann hätten sie noch etwas aushandeln können, aber wer wusste schon, wie die Entwicklung verlaufen wird?
Sicher waren Hunderttausende auf den Straßen und Millionen auf dem Sofa, wer hat schon an die Chance einer solchen Entwicklung geglaubt und daran, dass es ohne Blut abgeht? Vielleicht hat man da aber auch schon an der Zukunft gefeilt, wenn man es nicht selbst in die Hand nimmt, wer dann? Kannte man doch aus dem täglichen Leben der DDR, wenn du selbst was machst, wird es wenigstens was.
Man könnte fast annehmen, du machst den Schnellsten noch einen Vorwurf... das sie wieder einmal so schnell reagiert haben und nicht auf die Langsamen warteten. So ist aber das Leben, den Letzten beißen die Hunde...


nach oben springen

#63

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 08:13
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #62
Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Warum so erstaunt, daß sich die DDR 40 Jahre gehalten hat, obwohl fast alle dagegen waren? Hatte es vor geraumer Zeit in einem anderen Threat schon mal geschrieben. Mal das Buch "Die rätselhafte Stabilität der DDR" eines amerikanischen Historikers (Name fällt mir im Augenblick nicht ein) lesen! Trifft recht realistisch den Kern, auch wenn es sich vorrangig um die Zeit bis in die 70er handelt. Auch eine ganze Portion Bequemlichkeit der satten und sozial abgesicherten DDR-Bürger hat dazu beigetragen. Wenn die Opposition so groß gewesen wäre, wer hätte denn dann die Bürger daran gehindert, bei Wahlen ihr Kreuzchen bei den Blockparteien zu machen ? So viel das Wahlergebnis manipulieren, daß 98% für die SED rausgekommen wären wäre wohl schlecht möglich gewesen, zumal bei der Auszählung der Stimmen auch Vertreter dieser Parteien anwesend waren. Nun soll bloß niemand behaupten, es hätte sich niemand hinter die Wahlkabinen getraut. Das wäre absoluter Schwachsinn, sowas zu behaupten.


Wen bitte haben diese Wahlen interessiert? Die Blockparteien waren doch nicht besser, als die SED und für einige nur der letzte Weg, einen Pflichtbeitritt in die SED abzuwehren, damit die Karriere weitergehen konnte. Wenn man sich an die "Grußadressen" der LDPD, der Bauernpartei, der NDPD, eben dieser Blockparteien erinnert, es war strenggenommen doch alles der gleiche Quark. Also ging man doch da hin, faltete den Zettel und hat seine Wahl erledigt. Zettel falten.
Hat Krenz nun damals Wahlergebnisse fälschen lassen, oder hat er nicht?
@Hackel 39, nach dem Zug mit den Ausreisewilligen hat es kein Halten mehr gegeben. Ab da hätte es auch keine Vereinigung auf Augenhöhe mehr gegeben, denn die Bevölkerung der DDR hatte gesehen, wie man raus kommt, dahin wo die DM ist. Die Rufe, kommt die DM nicht zu uns, gehn wir zu Ihr - wo soll da noch eine Vereinigung auf Augenhöhe möglich sein? Dazu hätte die Altherrenriege sehr frühzeitig erkennen müssen, dass sie vor dem Aus steht und wohin die Reise nun gehen wird, dann hätten sie noch etwas aushandeln können, aber wer wusste schon, wie die Entwicklung verlaufen wird?
Sicher waren Hunderttausende auf den Straßen und Millionen auf dem Sofa, wer hat schon an die Chance einer solchen Entwicklung geglaubt und daran, dass es ohne Blut abgeht? Vielleicht hat man da aber auch schon an der Zukunft gefeilt, wenn man es nicht selbst in die Hand nimmt, wer dann? Kannte man doch aus dem täglichen Leben der DDR, wenn du selbst was machst, wird es wenigstens was.
Man könnte fast annehmen, du machst den Schnellsten noch einen Vorwurf... das sie wieder einmal so schnell reagiert haben und nicht auf die Langsamen warteten. So ist aber das Leben, den Letzten beißen die Hunde...




Darum erwähnte ich ja auch ausdrücklich "mit dem Wissen von heute".
Im Übrigen sind Langsame eher auch Besonnene, die nichts überstürzen, aktuell kaufen ja auch die Schnellsten vollkommen hysterisch ungesehene Schrottimmobilien, um sich vor dem Euroverfall zu retten, das ist das Gleiche in grün.
Hätte man den Ossis vor ihren hystrischen Wahlverhalten im März 1990 erst mal die Immobilie West ansehen lassen, so hätte man auch mehr Zeit für Analysen gehabt, anstatt im Deutschen Osten einen Agrarstaat zu installieren in dem nur sieben der 500 größten deutschen Firmen angesiedelt sind.
So gesehen werden die Letzten wohl eher nicht von den Hunden sondern bald von den Wölfen gebissen.



nach oben springen

#64

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 09:16
von Rüganer (gelöscht)
avatar

[/quote]
Darum erwähnte ich ja auch ausdrücklich "mit dem Wissen von heute".
Im Übrigen sind Langsame eher auch Besonnene, die nichts überstürzen, aktuell kaufen ja auch die Schnellsten vollkommen hysterisch ungesehene Schrottimmobilien, um sich vor dem Euroverfall zu retten, das ist das Gleiche in grün.
Hätte man den Ossis vor ihren hystrischen Wahlverhalten im März 1990 erst mal die Immobilie West ansehen lassen, so hätte man auch mehr Zeit für Analysen gehabt, anstatt im Deutschen Osten einen Agrarstaat zu installieren in dem nur sieben der 500 größten deutschen Firmen angesiedelt sind.
So gesehen werden die Letzten wohl eher nicht von den Hunden sondern bald von den Wölfen gebissen.
[/quote]

Hackel39,

man hat sie doch ansehen lassen. Vom 09.November des Vorjahres an.... meinetwegen hätte dies auch schon viel früher für alle erfolgen können, aber da waren ja Partei und ZK und Warschauer Pakt dagegen.
Nur man hatte Ihnen das Erkennen, das eigenständige Denken in den langen Jahren der Gängelei, der Bevormundung, der "Führung durch die Partei der Arbeiter und Bauern" aberzogen, und da die neuen Erkenntnisse des Ansehens der Immobilie West nicht im "ND", nicht in der "Jungen Welt", der "Armeerundschau" oder der "Tribüne" standen, mussten plötzlich die Menschen für sich selbst entscheiden und einige waren damit in diesen aufregenden Zeiten wohl ein klein wenig überfordert. Sie ließen sich blenden, von einer bunten Welt, die durch das Begrüßungsgeld auch noch leicht zugänglich war.
Wenn Du Dich hier über die Errichtung eines Agrarstaates mokierst, dann musst Du dich fragen lassen, was Du denn dafür getan hast, dass hier ein anderer Stat entsteht? Sag jetzt nicht, Du fährst eine Lok. Dann muss ich Dir antworten, von anderen, die das Kapital haben, etwas einzufordern, ist immer leicht, wenn man selbst nichts riskieren muss oder will oder kann. Und dass der Staat keine Firmen errichtet oder zwingen kann, sich im Gebiet der ehemaligen DDR anzusiedeln, sollte Dir auch schon klar sein. Wenn Du aber dein letztes Erspartes nutzen wirst und damit eine eigene Firma gründest und Dich mit der durchbeißt und sie erfolgreich 21 Jahre am Markt hältst, dann hast du nicht nur Dein Erspartes mehrfach zurückbekommen, sondern auch meine Hochachtung und verstehst sicher auch, warum es manchmal alles ganz einfach ist, aus einer sicheren Position zu fordern und zu diskutieren, jedoch aus deren Sicht, die da Risiko tragen, deren Haus und Hof mit der Firma verbandelt sind, das da nur ein müdes Lächeln für solche Argumente vorhanden ist.


nach oben springen

#65

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 09:23
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #48
Zitat von maxel22 im Beitrag #47
Zitat von Feliks D. im Beitrag #46
Zitat von maxel22 im Beitrag #45
Ich habe jemanden erlebt der 89 aus der Stasihaft rausgekommen ist, nach vielen Jahren. Der war fertig mit der Welt und dann schwerbehindert.


Passt hier nicht rein, aber Jahre in Stasihaft da wäre der ja schon ein Unikum. Du kannst das ja gerne in einem passenden Thread mal zum Thema machen.

Ansonsten danke für die Wünsche, es war tatsächlich ein angenehmer und geselliger Nachmittag.


Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!

Grüße




Ist auch wieder so ein toller Beitrag -

Zitat
Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!
und ? Wir haben ja in den Posts der letzten Tage gelernt das jeder Knast = Stasihaft war. Also was soll's? Somit ist jeder Inhaftierter mit einem Wiederstandskämpfer gegen das DDR Unrecht gleich zu setzen.
Ist doch ne simple Rechnung.

Mike59



Mike du hast auch schon klügere Beiträge geschrieben. Der hier gehört jedenfalls nicht zu dieser Kategorie. Sieht fast nach Anbiederung an eine bestimmte Gruppe Forumsmitglieder aus. So etwas hast du doch gar nicht nötig.
Wünsche eine schaffensreiche Woche Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#66

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 09:31
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #65
Zitat von Mike59 im Beitrag #48
Zitat von maxel22 im Beitrag #47
Zitat von Feliks D. im Beitrag #46
Zitat von maxel22 im Beitrag #45
Ich habe jemanden erlebt der 89 aus der Stasihaft rausgekommen ist, nach vielen Jahren. Der war fertig mit der Welt und dann schwerbehindert.


Passt hier nicht rein, aber Jahre in Stasihaft da wäre der ja schon ein Unikum. Du kannst das ja gerne in einem passenden Thread mal zum Thema machen.

Ansonsten danke für die Wünsche, es war tatsächlich ein angenehmer und geselliger Nachmittag.


Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!

Grüße




Ist auch wieder so ein toller Beitrag -

Zitat
Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!
und ? Wir haben ja in den Posts der letzten Tage gelernt das jeder Knast = Stasihaft war. Also was soll's? Somit ist jeder Inhaftierter mit einem Wiederstandskämpfer gegen das DDR Unrecht gleich zu setzen.
Ist doch ne simple Rechnung.

Mike59


Mike du hast auch schon klügere Beiträge geschrieben. Der hier gehört jedenfalls nicht zu dieser Kategorie. Sieht fast nach Anbiederung an eine bestimmte Gruppe Forumsmitglieder aus. So etwas hast du doch gar nicht nötig.
Wünsche eine schaffensreiche Woche Gruß Gert




Echt? Danke für die Blumen. War aber nur eine Zusammenfassung der Beiträge einer

Zitat
bestimmte(n) Gruppe Forumsmitglieder


Wenn das jetzt nicht so dolle daher kommt lag es eventuell daran. Ich gehe dann mal daran die illegale Migration abzuwehren - dir eine ruhige Woche.

Mike59


nach oben springen

#67

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 09:39
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #65
Zitat von Mike59 im Beitrag #48
Zitat von maxel22 im Beitrag #47
Zitat von Feliks D. im Beitrag #46
Zitat von maxel22 im Beitrag #45
Ich habe jemanden erlebt der 89 aus der Stasihaft rausgekommen ist, nach vielen Jahren. Der war fertig mit der Welt und dann schwerbehindert.


Passt hier nicht rein, aber Jahre in Stasihaft da wäre der ja schon ein Unikum. Du kannst das ja gerne in einem passenden Thread mal zum Thema machen.

Ansonsten danke für die Wünsche, es war tatsächlich ein angenehmer und geselliger Nachmittag.


Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!

Grüße




Ist auch wieder so ein toller Beitrag -

Zitat
Es stimmt es passt nicht rein, aber ich wollte damit die Angst der Menschen ausdrücken!
und ? Wir haben ja in den Posts der letzten Tage gelernt das jeder Knast = Stasihaft war. Also was soll's? Somit ist jeder Inhaftierter mit einem Wiederstandskämpfer gegen das DDR Unrecht gleich zu setzen.
Ist doch ne simple Rechnung.

Mike59


Mike du hast auch schon klügere Beiträge geschrieben. Der hier gehört jedenfalls nicht zu dieser Kategorie. Sieht fast nach Anbiederung an eine bestimmte Gruppe Forumsmitglieder aus. So etwas hast du doch gar nicht nötig.
Wünsche eine schaffensreiche Woche Gruß Gert



Na Gert,das ist mal wieder nicht in Deinen Sinne,was.Hoffentlich bekommt er nun kein Forumverfahren am Hals.


nach oben springen

#68

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 09:55
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #64



Darum erwähnte ich ja auch ausdrücklich "mit dem Wissen von heute".
Im Übrigen sind Langsame eher auch Besonnene, die nichts überstürzen, aktuell kaufen ja auch die Schnellsten vollkommen hysterisch ungesehene Schrottimmobilien, um sich vor dem Euroverfall zu retten, das ist das Gleiche in grün.
Hätte man den Ossis vor ihren hystrischen Wahlverhalten im März 1990 erst mal die Immobilie West ansehen lassen, so hätte man auch mehr Zeit für Analysen gehabt, anstatt im Deutschen Osten einen Agrarstaat zu installieren in dem nur sieben der 500 größten deutschen Firmen angesiedelt sind.
So gesehen werden die Letzten wohl eher nicht von den Hunden sondern bald von den Wölfen gebissen.
[/quote]

Hackel39,

man hat sie doch ansehen lassen. Vom 09.November des Vorjahres an.... meinetwegen hätte dies auch schon viel früher für alle erfolgen können, aber da waren ja Partei und ZK und Warschauer Pakt dagegen.
Nur man hatte Ihnen das Erkennen, das eigenständige Denken in den langen Jahren der Gängelei, der Bevormundung, der "Führung durch die Partei der Arbeiter und Bauern" aberzogen, und da die neuen Erkenntnisse des Ansehens der Immobilie West nicht im "ND", nicht in der "Jungen Welt", der "Armeerundschau" oder der "Tribüne" standen, mussten plötzlich die Menschen für sich selbst entscheiden und einige waren damit in diesen aufregenden Zeiten wohl ein klein wenig überfordert. Sie ließen sich blenden, von einer bunten Welt, die durch das Begrüßungsgeld auch noch leicht zugänglich war.
Wenn Du Dich hier über die Errichtung eines Agrarstaates mokierst, dann musst Du dich fragen lassen, was Du denn dafür getan hast, dass hier ein anderer Stat entsteht? Sag jetzt nicht, Du fährst eine Lok. Dann muss ich Dir antworten, von anderen, die das Kapital haben, etwas einzufordern, ist immer leicht, wenn man selbst nichts riskieren muss oder will oder kann. Und dass der Staat keine Firmen errichtet oder zwingen kann, sich im Gebiet der ehemaligen DDR anzusiedeln, sollte Dir auch schon klar sein. Wenn Du aber dein letztes Erspartes nutzen wirst und damit eine eigene Firma gründest und Dich mit der durchbeißt und sie erfolgreich 21 Jahre am Markt hältst, dann hast du nicht nur Dein Erspartes mehrfach zurückbekommen, sondern auch meine Hochachtung und verstehst sicher auch, warum es manchmal alles ganz einfach ist, aus einer sicheren Position zu fordern und zu diskutieren, jedoch aus deren Sicht, die da Risiko tragen, deren Haus und Hof mit der Firma verbandelt sind, das da nur ein müdes Lächeln für solche Argumente vorhanden ist. [/quote]

Ich hatte schon angedeutet, daß ich von Anfang an eigentlich auch aktiver Unternehmer bin auf dem Sektor Vermietungen, da ich im Moment in Halle 12 Wohnungen vermiete, die ich nach und nach und in immer dichteren Takten erworben habe und somit im Prinzip seit 2005 in finanzieller Freiheit lebe.
Auf der Lok bin ich immer noch, weil es mein Traumberuf war, ist und bleibt.
Diesen Immobilienbesitz habe ich ehrlich erarbeitet, ich habe konsumseitig keine großen Ansprüche und Prestigedenken ist mir völlig fremd und ansonsten war ich beim Erwerb der Objekte sehr sorgfältig vorgegangen, habe eine fast lückenlose Vermietungshistorie, eine gute Hausverwaltung und weitgehend ehrliche Mieter.
Ich betreibe eine kleine Fotovoltaikanlage und habe eine Schiffsbeteiligung, die wiederum nur als Fondslösung zu haben war und das ist der Punkt.

Warum es also im Osten nicht vorwärts geht.
Nach 30 Jahren Lokfahrdienst und enormen Erfahrungen inzwischen auch in kaufmännischen Angelegenheiten des Eisenbahnbetriebes trat ich an, um einen eigenen Lokpool zu erwerben, um Maschinen in Preiskategorien ab 1,5 Mio zu vermarkten und hier werden dem kleinen Ossi Hackel ohne geerbte Millionen und ohne heißen Draht zum Bankdirektor oder CDU- Bundestagsabgeordneten seine Grenzen gezeigt.
Der Tipp meiner Berater, es doch mit dem Paribus- Lokpool (einer Beteiligungsgesellschaft) zu versuchen schlug ich in den Wind, weil da die selbe Bruchlandung herausgekommen wäre wie im späteren Verlauf der Schiffsbeteiligung.
Man erhält dort nur einseitige Informationen, die Initiatoren behalten 20-30 % der Anlagesumme als sog. Vertriebskosten ein und was auf das Thema bezogen das Schlimmste ist- die Steuern auf diese Geschäftstätigkeit gehen nach Westdeutschland, für alle Ewigkeit.
Und auch bei der zuletzt erworbenen Immobilie gab es ein ekelhaftes Gezerre sowohl beim Kauf selbst als auch bei der Finanzierung, so daß ich schon mehrmals an die Aufgabe dieser Investition dachte, zum einen war da ein Makler der einen halben Jahreslohn für 5 Besichtigungstermine verlangte, zum anderen eine Bank, die mir 2 statt 10 % Jahrestilgung aufzwingen wollte, statt dessen sollte es noch ein Bausparvertrag sein, der 1, 5 % Zinsen brachte während die Bank über 4 % Zinsen wollte (warum soll ich nicht mit dem Bausparanlagekapital besser schneller tilgen ???)
All das sind auch die Gründe, warum auch die örtlichen Handwerksbetriebe die sich 21 Jahre am Markt gehalten haben, wie Du so schön schreibst, auch nach diesen 21 Jahren noch um die schwarze Null kämpfen, für die ist das Alltag, was ich eben beschrieben habe.
Die kriegen nirgendwo Geld her, wenn sie expandieren wollen, der Reichtum in diesem Land ist abschließend an die Kartelle verteilt.
Es gibt keine Durchlaßfähigkeit mehr von unten nach oben, die Lösungen habe ich in zahlreichen Vorbeiträgen genannt und allein die Linke wäre, bezogen auf den Osten, als einzige kompetent genug, diesen Weg frei zu machen.



zuletzt bearbeitet 08.10.2012 12:31 | nach oben springen

#69

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 11:49
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #60
Zitat von Eisenacher im Beitrag #56
Meiner Meinung nach, war die DDR nur ein geduldetes Langzeitexperiment der Siegerstaaten des WK2. Wir waren da alle nur Statisten mit unterschiedlicher Rollenverteilung. Das Experiment wurde dann 1989, als gescheitert, von "Oben" beendet.
Die Aufteilung des Europas war schon lange vor Ende des WK2 beschlossen. Die DDR war niemals ein souveräner Staat und war in politischen und ökonomischen Entscheidungen im Wesentlichen vom Wohlwollen Moskaus abhängig. Im sogenannten RGW wurden die Weichen gestellt , welche Industrien angesiedelt und welche Produkte im jeweiligen Mitgliedsland hergestellt werden durften. Planwirtschaft kann zwar in der Schwerindustrie und bei Infrastrukturunternehmen funktionieren, aber eben nicht im Handel, in der Konsumgüterproduktion usw. Selbst Gaststätten, Friseure, Handwerker, Kleinunternehmen mit mehr als 5Beschäftigten wurden verstaatlicht. Das was übrigblieb, wurde mit bis zu 90% progressiven Steuern eleminiert. Kompetente Entscheidungsträger wurden aus Ideologiegründen durch stramme Parteigenossen ersetzt, die außer hohlen Phrasen nichts auf dem Kasten hatten. Es wurden künstlich und gezielt wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen den "Bruderstaaten" geschaffen, um auf Dauer, jeden Versuch wirtschaftlicher Separation zu erschweren. Deswegen glaube ich kaum , das es jemals die reelle Chance gab, aus der DDR eine glückliche Arbeiter-und Bauern-Republik zu machen.


Wie ich schon mehrfach hier gesagt habe. NICHT AUF DEUTSCHEM MIST GEWACHSEN! Das gilt fuer beide Teilstaaten.


Ganz stimmt das nicht.Das ist schon auf deutschen Mist gewachsen.Die Suppe die wir uns in 12 Jahren eingebrockt haben durften wir dann 40 Jahre auslöffeln.Wenn auch noch ein paar andere beim kochen des Gebräus dabei waren.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 08.10.2012 11:53 | nach oben springen

#70

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 16:04
von KARNAK | 1.696 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #42
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #40
Zitat von elster427 im Beitrag #29
so nun sind es schon 89 % die schon immer dagegen waren ! wie konnte die ddr nur 40 jahre werden ??


... gestuetzt und am Leben gehalten von sowjetischen Soldaten und Panzern.



Oh, von mir auch .... an der Seite von vielen anderen die in der DDR eine Heimat hatten ... bin ich stolz drauf. Nochmals, prost Heimat.

Eine Heimat in dieser DDR,daß hatte ich auch,an der Seite von Genossen für die ich mich heute noch nicht schäme,die ehrlichen Herzens für eine bessere Welt gearbeitet und auch gekämpft haben.Die dazu beigetragen haben,daß ich und viele Andere eine glückliche und unbeschwerte Kindheit und Jugend verbringen konnten.
Aber DARUM und um DIE geht es hier nun mal nicht.Es geht um eine kritische und AUCH faire Geschichtsaufarbeitung.Es geht um die Dinge,die nicht in Ordnung waren.Es geht um die Frage warum in diesem Land tausende und aber tausende offensichtlich nicht zufrieden und einverstanden mit dem Bedingungen waren.Das können ja nun nicht alles unzufriedene Nörgler gewesen sein.Und es geht besonders um die Frage,wie wir mit der Kritik und den Kritikern umgegangen sind.
Das Positive was in den Jahrzehnten erreicht wurde,daß kann man durchaus erwähnen und das ist auch durchaus erwähnenswert.Aber jeder weiß ja nun schon von seiner Mutter wie das mit dem Eigenlob ist.
Deswegen sage ich Dir und auch Denen die für Deinen Beitrag Beifall klatschen,Populismus ist mit Sicherheit nicht das geeignete Mittel um diese Thematik aufzuarbeiten und bei den ANDEREN vieleicht irgendwann mal ;zumindest ein gewisses; Verstehen zu ereichen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 08.10.2012 16:07 | nach oben springen

#71

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 16:21
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #70
Zitat von Uleu im Beitrag #42
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #40
Zitat von elster427 im Beitrag #29
so nun sind es schon 89 % die schon immer dagegen waren ! wie konnte die ddr nur 40 jahre werden ??


... gestuetzt und am Leben gehalten von sowjetischen Soldaten und Panzern.



Oh, von mir auch .... an der Seite von vielen anderen die in der DDR eine Heimat hatten ... bin ich stolz drauf. Nochmals, prost Heimat.

Eine Heimat in dieser DDR,daß hatte ich auch,an der Seite von Genossen für die ich mich heute noch nicht schäme,die ehrliche Herzens für eine bessere Welt gearbeitet und auch gekämpft haben.Die dazu beigetragen haben,daß ich und viele Andere eine glückliche und unbeschwerte Kindheit und Jugend verbringen konnten.
Aber DARUM und um DIE geht es hier nun mal nicht.Es geht um eine kritische und AUCH faire Geschichtsaufarbeitung.Es geht um die Dinge,die nicht in Ordnung waren.Es geht um die Frage warum in diesem Land tausende und aber tausende offensichtlich nicht zufrieden und einverstanden mit dem Bedingungen waren.Das können ja nun nicht alles unzufriedene Nörgler gewesen sein.Und es geht besonders um die Frage,wie wir mit der Kritik und den Kritikern umgegangen sind.
Das Positive was in den Jahrzehnten erreicht wurde,daß kann man durchaus erwähnen und das ist auch durchaus erwähnenswert.Aber jeder weiß ja nun schon von seiner Mutter wie das mit dem Eigenlob ist.
Deswegen sage ich Dir und auch Denen die für Deinen Beitrag Beifall klatschen,Populismus ist mit Sicherheit nicht das geeignete Mittel um diese Thematik aufzuarbeiten und bei den Anderen vieleicht irgendwann mal zumindest ein gewisses Verstehen zu ereichen.



Karnak

die Frage, warum in diesem Land, DDR; tausende und aber tausende offensichtlich nicht zufrieden waren, warum sie nicht mit den Bedingungen einverstanden gewesen sind, warum sie keine unzufriedenen Nörgler waren sondern sicher auch anfangs durchaus bereit waren, aktiv mitzuarbeiten, ja sogar voller Elan anfingen und dann irgendwann zur schweigenden Masse wurden, die sich nicht mehr an diesen Jubelorgien beteiligten, die ihren eigenen Kram machten und es wohl als gegeben ansahen, dass sie erst als Rentner eine Chance bekommen würden, etwas anders zu sehen, diese Frage zu beantworten, hieße den Untergang der DDR und des Sozialismus in einem Post zu erklären.
Nur, dass es so gewesen ist, und dass es berechtigt so gewesen ist, alleine dies anzuerkennen, bedeutet schon einmal einen Ansatz zu einer f a i r e n Geschichtsaufarbeitung. Und dass Du dies als ex Mitarbeiter der staatlichen Organe so schreibst, bedeutet nur, dass Du dich da ganz bestimmt einbringen willst und nicht nach irgendwelchen Erklärungen, dass doch alles so super war suchst. Dies erkenn ich Dir hoch an.
Populismus ist sicher nicht das Mittel, weder für die eine Seite, noch für die andere und man muss schon den Willen haben, auch mal einzugestehen, dass zwar alles nach damaligen Recht und Gesetz ok war, aber dass es trotzdem Scheibenhonig gewesen ist, was da passierte.
Gerade dies betrifft die Frage, wie Ihr mit Kritik und Kritikern umgegangen seid, ihr, das staatliche Organ. Und wenn man dies diskutieren kann, ohne den Schaum vor dem Maul zu haben und ohne solch lapidare Ergüsse, wie in einem anderen Fred, die da lauten: Träum weiter -, ohne Argumente aus dem Parteilehrjahr und ohne Verweise auf die BRD und die heutigen Zustände, dann würde man diese Fragen in diesem Forum auch beantworten können. Selbst wenn manche Antworten einigen sehr weh tun und Ihnen die Ideale versauen, aber es wären wenigstens ehrliche Antworten.


nach oben springen

#72

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 17:24
von Uleu | 528 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #70
Zitat von Uleu im Beitrag #42
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #40
Zitat von elster427 im Beitrag #29
so nun sind es schon 89 % die schon immer dagegen waren ! wie konnte die ddr nur 40 jahre werden ??


... gestuetzt und am Leben gehalten von sowjetischen Soldaten und Panzern.



Oh, von mir auch .... an der Seite von vielen anderen die in der DDR eine Heimat hatten ... bin ich stolz drauf. Nochmals, prost Heimat.

Eine Heimat in dieser DDR,daß hatte ich auch,an der Seite von Genossen für die ich mich heute noch nicht schäme,die ehrlichen Herzens für eine bessere Welt gearbeitet und auch gekämpft haben.Die dazu beigetragen haben,daß ich und viele Andere eine glückliche und unbeschwerte Kindheit und Jugend verbringen konnten.
Aber DARUM und um DIE geht es hier nun mal nicht.Es geht um eine kritische und AUCH faire Geschichtsaufarbeitung.Es geht um die Dinge,die nicht in Ordnung waren.Es geht um die Frage warum in diesem Land tausende und aber tausende offensichtlich nicht zufrieden und einverstanden mit dem Bedingungen waren.Das können ja nun nicht alles unzufriedene Nörgler gewesen sein.Und es geht besonders um die Frage,wie wir mit der Kritik und den Kritikern umgegangen sind.
Das Positive was in den Jahrzehnten erreicht wurde,daß kann man durchaus erwähnen und das ist auch durchaus erwähnenswert.Aber jeder weiß ja nun schon von seiner Mutter wie das mit dem Eigenlob ist.
Deswegen sage ich Dir und auch Denen die für Deinen Beitrag Beifall klatschen,Populismus ist mit Sicherheit nicht das geeignete Mittel um diese Thematik aufzuarbeiten und bei den ANDEREN vieleicht irgendwann mal ;zumindest ein gewisses; Verstehen zu ereichen.


In diesem Thread geht es um den Jahrestag der DDR, und nur darum. Und das ist imho der geeignete Tag sich bewusst zu werden was meine / unsere Heimat war und / oder ist. Und auch ein Glas Nordhäuser darauf zu trinken. Seine Geschichte kann man nicht verändern, auch wenn einige hier im Forum gar nicht so schnell vergessen können wie sie wollen was sie einmal waren. Und wenn du meinst wer mit Stolz an seine Heimat denke sei populistisch, dann haben wir ein grundlegend verschiedenes Verständnis von diesem Wort. Meine Heimat ist die DDR, nicht Honecker, ich war Soldat, zu meinem Eid stehe ich auch heute, und ich sehe auch heute nichts Falsches in meiner Tätigkeit.

Du stellst doch die richtigen Fragen. Diskutiere ich auch gerne mit. Aber erstens wird imho ein ständiges Gebet von Mea culpa nicht die von dir gewünschte kritische und faire Atmosphäre zur Geschichtsaufarbeitung schaffen. Das kann man nur auf Augenhöhe. Und zweitens ist der 07. Oktober der falsche Tag, weil der gehört in memoriam nun mal den DDR Bürgern, und dieser Thread ist dito der falsche Platz dafür.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#73

RE: 07. Oktober 2012 - Zum Gedenken

in Leben in der DDR 08.10.2012 18:08
von Rüganer (gelöscht)
avatar

In diesem Thread geht es um den Jahrestag der DDR, und nur darum. Und das ist imho der geeignete Tag sich bewusst zu werden was meine / unsere Heimat war und / oder ist. Und auch ein Glas Nordhäuser darauf zu trinken. Seine Geschichte kann man nicht verändern, auch wenn einige hier im Forum gar nicht so schnell vergessen können wie sie wollen was sie einmal waren. Und wenn du meinst wer mit Stolz an seine Heimat denke sei populistisch, dann haben wir ein grundlegend verschiedenes Verständnis von diesem Wort. Meine Heimat ist die DDR, nicht Honecker, ich war Soldat, zu meinem Eid stehe ich auch heute, und ich sehe auch heute nichts Falsches in meiner Tätigkeit.

Du stellst doch die richtigen Fragen. Diskutiere ich auch gerne mit. Aber erstens wird imho ein ständiges Gebet von Mea culpa nicht die von dir gewünschte kritische und faire Atmosphäre zur Geschichtsaufarbeitung schaffen. Das kann man nur auf Augenhöhe. Und zweitens ist der 07. Oktober der falsche Tag, weil der gehört in memoriam nun mal den DDR Bürgern, und dieser Thread ist dito der falsche Platz dafür.
[/quote]


Uleu,

wer verlangt denn von dir, Mea culpa zu murmeln? Ist Karnak zu klein, um mit dir auf Augenhöhe zu sein, oder wer sollte auf wessen Augenhöhe kommen?
Wer mit Stolz an seine Heimat denkt.... Für mich ist Rügen meine Heimat, in der DDR habe ich gelebt, ich bin Deutscher von der Nationalität her, ich würde es akzeptieren, wenn du schreibst, dass die DDR deine p o l i t i s c h e Heimat war, ansonsten müsstest du ja jetzt schreiben, dass du heimatlos geworden bist, vor rund 21 Jahren.
Es geht Karnak um die Klärung der Frage, warum da tausende und abertausende nicht zufrieden waren und wie man mit Kritikern und Kritik in der DDR umgegangen ist. Dies kann man auch in diesem fred diskutieren und die Diskutanten werden auch schon auf gleicher Augenhöhe sein, vorausgesetzt, du verlangst nicht, dass es alle Soldaten waren, die noch heute zu ihrem Eid stehen. Dann wirst du wohl nur einige, aber nicht die Masse der User hier auf Augenhöhe finden.
Und in memoriam - ich war mal DDR - Bürger und wie viele hänge ich der Zeit damals nicht nach, aber ich erinnere mich gerne daran, dass auch ich unzufrieden war und nur noch für mich und meine Nische etwas gemacht habe. Und darüber diskutiere ich auch gerne sachlich und emotionslos mit dir, ohne dass du Mea culpa rufen musst. Und wenn Karnak mitmacht, dann sind wir schon mal 3


nach oben springen



Besucher
1 Mitglied und 31 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 322 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558539 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen