#1

Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.09.2012 17:10
von Anastasia (gelöscht)
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Guten Tag,

da ihr euch ja auskennt und sicherlich einiges an Wissen bzgl. verwendbarer Fachliteratur habt, wollte ich mal fragen, ob das MfS-Handbuch "Anatomie der Staatssicherheit - Geschichte, Struktur und Methoden" empfehlenswert ist.

Danke.

VG


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#2

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.09.2012 17:15
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Die einen hier finden es vermutlich gut, die andern wohl eher schlecht. Ich würde es mal lesen, hier:
http://d-nb.info/1018516603/34
Theo


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#3

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.09.2012 17:16
von Anastasia (gelöscht)
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Vielen Dank, Theo!


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#4

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.09.2012 17:25
von passport | 2.627 Beiträge

Hallo Anastasia,

von mir folgende Buchempfehlung :

"Fragen an das MfS. Auskünfte über eine Behörde"

Standardwerk "Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS"


Dort geben Insider des MfS Auskunft.

http://www.mfs-insider.de/

Unter dieser Webadresse kannst Du noch mehr Informationen abrufen

passport


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#5

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.09.2012 17:34
von Anastasia (gelöscht)
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Hallo passport,

ja, das hört sich sehr gut an, da ich dann auch eher die Informationen des Fachkreises bevorzuge.
Die Internetseite kenne ich - stimmt, da hätte ich auch mal schauen können


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#6

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 15:57
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Gab es beim MfS eine grundständige Offiziersausbildung (wie bei der NVA), wo Offiziersschüler ohne vorherigen Grundwehrdienst eingestellt wurden? Oder mußte man beim MfS generell erst 3 Jahre "Felix" abreißen, bevor man eine Ausbildung für höhere Verwendungen machte?
Wenn es eine direkte Offiziersausbildung gab, wenn ja welche Dienstzweige (z.B. Truppenoffiziere "Felix", Personenschutz o.ä.)?



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#7

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 19:12
von andy | 1.198 Beiträge

Eine Offiziersschule wie bei den Streitkräften der DDR gab es so nicht. Es gab in den letzten Jahren vor der Wende die Möglichkeit, nach einem Praktikum in der jeweilig deligerenden Diensteinheit direkt an die Juristische Hochschule zu gehen, drei Jahre zu studieren und dann als Diplom-Jurist mit dem Dienstgrad Leutnant zur deligierenden DE zurückzukehren.
Eine andere Möglichkeit bestand darin, den Mitarbeiter-Kandidaten zu einem zivilen Studium zu schicken (Auftragsstudent z.B. Kriminalistik) und nach dem Diplom wurde der Absolvent dann übernommen. Oder man stiess auf einen Studenten, der sich für die operative Arbeit eignet, aber kein Auftragsstudent war. Dabei schauten die zuständigen MA der HA Kader und Schulung (HA KuSch) auch darauf, dass das Studienfach nach Möglichkeit zum späteren Einsatzgebiet passt.: So wird man keinen MA-Kandidaten für die HA III (Funkaufklärung) zum Germanistik-Studium geschickt haben und genausowenig wird man einen Informatikstudenten von der TH Dresden in der HA XX (Kunst, Kultur) eingesetzt haben..
Die Offiziere der HA I (Militärabwehr) waren i.d.R. Absolventen der OHS'n der Teilstreitkräfte.

Ansonsten galt für neu eingestellte MfS-MA: arbeitend lernen (um nicht wieder in Anglismen zu verfallen), die Ausbildung erfolgte des weiteren innerhalb der juristischen Fachschule des MfS sowie in abteilungspezifischen Lehrgängen.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 16.09.2012 19:15 | nach oben springen

#8

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 19:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von andy im Beitrag #7
Eine Offiziersschule wie bei den Streitkräften der DDR gab es so nicht. Es gab in den letzten Jahren vor der Wende die Möglichkeit, nach einem Praktikum in der jeweilig deligerenden Diensteinheit direkt an die Juristische Hochschule zu gehen, drei Jahre zu studieren und dann als Diplom-Jurist mit dem Dienstgrad Leutnant zur deligierenden DE zurückzukehren.
Eine andere Möglichkeit bestand darin, den Mitarbeiter-Kandidaten zu einem zivilen Studium zu schicken (Auftragsstudent z.B. Kriminalistik) und nach dem Diplom wurde der Absolvent dann übernommen. Oder man stiess auf einen Studenten, der sich für die operative Arbeit eignet, aber kein Auftragsstudent war. Dabei schauten die zuständigen MA der HA Kader und Schulung (HA KuSch) auch darauf, dass das Studienfach nach Möglichkeit zum späteren Einsatzgebiet passt.: So wird man keinen MA-Kandidaten für die HA III (Funkaufklärung) zum Germanistik-Studium geschickt haben genausowenig wird man einen Informatikstudenten von der TH Dresden in der HA XX (Kunst, Kultur) einsetzen.
Die Offiziere der HA I (Militärabwehr) waren i.d.R. Absolventen der OHS'n der Teilstreitkräfte.

Ansonsten galt für neu eingestellte MfS-MA: arbeitend lernen (um nicht wieder in Anglismen zu verfallen), die Ausbildung erfolgte des weiteren innerhalb der juristischen Fachschule des MfS sowie in abteilungspezifischen Lehrgängen.

andy


Was haben denn die gemacht, gemalt und gedichtet?


zuletzt bearbeitet 16.09.2012 19:16 | nach oben springen

#9

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 19:28
von andy | 1.198 Beiträge

In der DDR gab es für die meisten gesellschaftlichen Bereiche zuständige DE des MfS und die HA XX war eben u.a. für die sogenannte "politisch-operative Sicherung des Bereiches Kunst und Kultur" zuständig.

Näheres findeswt Du im Handbuch des MfS (Link siehe oben)

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 16.09.2012 19:29 | nach oben springen

#10

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 19:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von andy im Beitrag #9
In der DDR gab es für die meisten gesellschaftlichen Bereiche zuständige DE des MfS und die HA XX war eben u.a. für die sogenannte "politisch-operative Sicherung des Bereiches Kunst und Kultur"

Näheres findeswt Du im Handbuch des MfS (Link siehe oben)

andy


Das die wie eine Krake waren hab ich schon gewusst.
Stellte mir das nur halt so schön vor, HA Kunst und Kultur, so die Jungs mit Harven und an der Staffellei


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#11

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 21:07
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #10

Das die wie eine Krake waren hab ich schon gewusst.



neeein, welcher wissensstand ....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#12

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 21:24
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #6
Gab es beim MfS eine grundständige Offiziersausbildung (wie bei der NVA), wo Offiziersschüler ohne vorherigen Grundwehrdienst eingestellt wurden? Oder mußte man beim MfS generell erst 3 Jahre "Felix" abreißen, bevor man eine Ausbildung für höhere Verwendungen machte?
Wenn es eine direkte Offiziersausbildung gab, wenn ja welche Dienstzweige (z.B. Truppenoffiziere "Felix", Personenschutz o.ä.)?


@stabsfeldkoenig, man muss bei der beantwortung deiner frage ganz stark die zeitschiene beachten. die ausbildung war in den 60´er und 70´er jahren eine andere als in den 80´er jahren. ich versuche deine frage aus sicht der 80´er jahr zu beantworten. solltest du noch fragen haben zu anderen zeitschienen, musst du bitte nochmal nachhaken.

offiziersausbildung:
1. variante : (fernstudium) fachschulfernstudium neben der arbeit (3 jahre)
2. variante: fachschulstudium direkt (2 jahre) - meist an fachschulen des mdi bzw. an der fachschule der wach- und sicherungseinheiten in groß schönebeck
3. variante: hochschulstudium 4 jahre direkt (an der jhs des mfs in potsdam eiche)
4. variante: (fernstudium) hochschulstudium neben der arbeit (3 jahre - an der jhs des mfs)
5. variante: fremdstudium an eine hs der ddr (von @andy schon beschrieben)
5. variante: offiziershochschule der nva oder des mdi in dresden

offiziere vom wachregiment hatten meistens ein studium an der ohs der landstreitkräfte der nva in löbau oder der gt in plauen/ suhl absolviert, wachoffiziere der ha ps hatten entweder die ohs des mdi in dresden bzw. die fs der wse in groß schönebeck.


alles andere müssten wir anhand deiner weitergehenden fragen klären...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#13

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2012 23:14
von andy | 1.198 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #12
[quote=StabsfeldKoenig|p208847]
offiziersausbildung:
1. variante : (fernstudium) fachschulfernstudium neben der arbeit (3 jahre)
2. variante: fachschulstudium direkt (2 jahre) - meist an fachschulen des mdi bzw. an der fachschule der wach- und sicherungseinheiten in groß schönebeck
3. variante: hochschulstudium 4 jahre direkt (an der jhs des mfs in potsdam eiche)
4. variante: (fernstudium) hochschulstudium neben der arbeit (3 jahre - an der jhs des mfs)
5. variante: fremdstudium an eine hs der ddr (von @andy schon beschrieben)
5. variante: offiziershochschule der nva oder des mdi in dresden

.



kurzer Einwurf:
Variante 3: HS-Studium 3 Jahre,
Variante 4: Fernstudium 4 Jahre,
Variante 5: OHS der NVA gab es in Dresden nicht, für leitende Kader der HA I (UA-Ltr. und höher) war Ende der 80'er Jahre die MAFE fast Pflicht
MAFE: Militärakademie Friedrich Engels Dresden

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#14

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2012 08:52
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #12

offiziersausbildung:
1. variante : (fernstudium) fachschulfernstudium neben der arbeit (3 jahre)
2. variante: fachschulstudium direkt (2 jahre) - meist an fachschulen des mdi bzw. an der fachschule der wach- und sicherungseinheiten in groß schönebeck
3. variante: hochschulstudium 4 jahre direkt (an der jhs des mfs in potsdam eiche)
4. variante: (fernstudium) hochschulstudium neben der arbeit (3 jahre - an der jhs des mfs)
5. variante: fremdstudium an eine hs der ddr (von @andy schon beschrieben)
5. variante: offiziershochschule der nva oder des mdi in dresden




Zitat von andy im Beitrag #13

kurzer Einwurf:
Variante 3: HS-Studium 3 Jahre,
Variante 4: Fernstudium 4 Jahre,
Variante 5: OHS der NVA gab es in Dresden nicht, für leitende Kader der HA I (UA-Ltr. und höher) war Ende der 80'er Jahre die MAFE fast Pflicht
MAFE: Militärakademie Friedrich Engels Dresden



@andy, dass es eine ohs der nva in dresden gegeben hätte, habe ich nicht geschrieben:

Zitat
5. variante: offiziershochschule der nva oder des mdi in dresden



zum direkt hs- studium an der jhs in potsdam: mir sind -zig ehem. offiziersschüler bekannt, die 4 jahre dort studierten oder studieren sollten. vereidigung war zum beispiel in blauhemd ohne verwandte etc. vor dem "feldherrenhügel" in der berliner ruschestr.
das fernstudium an der jhs in potsdam absolvierten kader, die bereits eine fachschule etc. besucht hatten, also war dieses fernstudium als aufbau gedacht. es ging aber auch, dass man dort die fachschule im fernstudium absolvierte und anschliessend 2 jahre kriminalistik an der humboldt- uni berlin als aufbau nutzte.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#15

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 15:24
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Mich interessiert dabei vor allem das Mindestalter, in dem man beim MfS Fähnrich bzw. Leutnant sein konnte. Bei der NVA war es, frühe Einschulung und EOS vorausgesetzt, möglich mit 23 Jahren Leutnant zu sein. Mit POS, Berufsausbildung mit Abi bzw. Sonderreifelehrgang (0. Studienjahr) wäre man je nach Einschulung mit 24-25 Jahren Leutnant gewesen. Ging dies (mit Ausnahme des Wachregimentes) auch beim MfS?



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#16

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 15:57
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #15
Mich interessiert dabei vor allem das Mindestalter, in dem man beim MfS Fähnrich bzw. Leutnant sein konnte. Bei der NVA war es, frühe Einschulung und EOS vorausgesetzt, möglich mit 23 Jahren Leutnant zu sein. Mit POS, Berufsausbildung mit Abi bzw. Sonderreifelehrgang (0. Studienjahr) wäre man je nach Einschulung mit 24-25 Jahren Leutnant gewesen. Ging dies (mit Ausnahme des Wachregimentes) auch beim MfS?



Hallo,

ja, dies war auch möglich.

EOS, dann 4 Jahre Studium . Somit konnte man mit 23 Leutnant sein. Kenne da selbst mehrere.


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#17

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 16:25
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Aber wenn wir ehrlich sind ,war doch das alles die Ausnahme.Im Wesentlichen war die Tätigkeit beim Mfs doch eher ein Anlernberuf.Entsprechende Weiterbildungen kamen später,wenn man sich im aktiven Dienst bewährt hatte und für höhere Funktionen geeignet erschien.Von irgendwelchen Spezialisten abgesehen,bei denen eine entsprechende Ausbildung unabdingbar war.Beim Mfs wurde jeder Offizier wenn er eine entsprechene Planstelle innehatte und es waren fast alles Offiziersplanstellen.Ich bekam die Leutnantsschulterstücke ohne über eine entsprechende Hochschulausbildung zu verfügen und habe es dann bis zum Hauptmann gebracht.
Es lag immer der Verdacht nahe,Erich Mielke war gerne von Offizieren umgeben.Bei den regelmäßigen Beförderungen spielte ansonsten auch die regelmäßige Lohnerhöhung eine Rolle.
Also ich war jedenfalls mit 30 Jahren Hauptmann,ohne eine Hochschulausbildung und den Major hätte ich locker noch geschafft,danach wurde es schon schwieriger.Ansonsten kam dann sowieso EINIGES dazwischen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 18.09.2012 16:35 | nach oben springen

#18

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 16:32
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Aber wenn wir ehrlich sind ,war doch das alles die Ausnahme.Im Wesentlichen war die Tätigkeit beim Mfs doch eher ein Anlernberuf@KARNAK

Klar KARNAK,das denke ich auch. Fürs Briefe und Pakete öffnen,oder eine Wanze unterm Tisch klemmen brauchte man mit Sicherheit kein Hochschul Studium.


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#19

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 16:36
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Alter Hetzer!
Ein bisschen schwieriger konnte es manchmal schon sein.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 18.09.2012 16:37 | nach oben springen

#20

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.09.2012 16:40
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #17
Aber wenn wir ehrlich sind ,war doch das alles die Ausnahme.Im Wesentlichen war die Tätigkeit beim Mfs doch eher ein Anlernberuf.Entsprechende Weiterbildungen kamen später,wenn man sich im aktiven Dienst bewährt hatte und für höhere Funktionen geeignet erschien.Von irgendwelchen Spezialisten abgesehen,bei denen eine entsprechende Ausbildung unabdingbar war.Beim Mfs wurde jeder Offizier wenn er eine entsprechene Planstelle innehatte und es waren fast alles Offiziersplanstellen.Ich bekam die Leutnantsschulterstücke ohne über eine entsprechende Hochschulausbildung zu verfügen und habe es dann bis zum Hauptmann gebracht.
Es lag immer der Verdacht nahe,Erich Mielke war gerne von Offizieren umgeben.Bei den regelmäßigen Beförderungen spielte ansonsten auch die regelmäßige Lohnerhöhung eine Rolle.
Also ich war jedenfalls mit 30 Jahren Hauptmann,ohne eine Hochschulausbildung und den Major hätte ich locker noch geschafft,danach wurde es schon schwieriger.Ansonsten kam dann sowieso EINIGES dazwischen.



Vom Soldaten bis zum Hauptmann in 12 Jahren , da musst du aber sehr beliebt gewesen sein.


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