#21

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
habe den Film über Gehlen gesehen. War sehr informativ hat mich aber auch negativ beeindruckt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang fand ich die Bemerkung des Kommentators, dass sich alle 4 Allierten der Kriegsverbrecher von SS , SD und Gestapo mit speziellem Wissen bedienten, ohen dabei Skrupel zu haben. Besonderes Beispiel Heinz Felfe, eh. SS Führer aus Dresden arbeitete als Topspion für den KGB. Dieses ganze Spionagegeschäft ist ein einziges Hu..engeschäft, als was anderes kann man es nicht bezeichnen, wenn man solche Dokus sieht. Ein Haufen gewissenloser Leute verkaufen sich meistbietend an ihre Auftraggeber, die Gewissen", wenn sie denn überhaupt eines haben, werden wie die Hemden gewechselt oder an der Garderobe abgegeben.




...von Dir erwarte ich nichts ....was Wissen vermittelt...sei nicht sauer,Du bist Deutschland!



ich bekam gerade wissen vermittelt, von seriösen Historikern und so Bild ich mir meine Meinung. Übrigens, deine abwertende Kommentierung ist für mich ein Ritterschlag


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#22

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:27
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zum Thema gibt es auch ein Buch:

"Angriff und Abwehr"


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#23

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:31
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Für alle Deine Empfohlenen Bücher braucht man eine Bücherei zu Hause Alfred


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#24

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:46
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Ja Gert, wie ich schon schrieb in einem der Vorpostings "prostituieren" und das Politik ein schmutziges Geschäft ist.

ABER man muss halt auch aufpassen, vieles muss man trennen.
Nur das ein Agent für und somit gegen 2 Dienste arbeitet, heisst längst noch nicht das er eine Hure ist, kommt ganz draufan wie er ideologisch gestrickt ist.
Auch wenn Gehlen zu den Amerikanern lief und man ihn als Feigling betrachten könnte, schlau war sein Plan schon -er hatte immerhin etwas zu bieten was anderen Nazigrössen nicht vergönnt war- und seine ideologischen Ziele den Kommunismus zu bekämpfen sind ja geblieben.
Er hätte jedem gedient der die Kommunisten bekämpft, daher sehe ich ihn auch nicht als Hure, das waren andere.
Ich finde eher die schlimmer, die dem KGB dienten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese plötzlich glühende Kommunisten waren wie ein Herr Wolf.

Aber mich interessieren diese alten Hüte eh kaum, die Spatzen Pfeifen es schon Jahre von den Dächern wie Org. Gehlen aufgebaut war.
Mich interessieren mehr die politischen Verwicklungen und Verstrickungen in den ganzen Jahren bis heute.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#25

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Ja Gert, wie ich schon schrieb in einem der Vorpostings "prostituieren" und das Politik ein schmutziges Geschäft ist.

ABER man muss halt auch aufpassen, vieles muss man trennen.
Nur das ein Agent für und somit gegen 2 Dienste arbeitet, heisst längst noch nicht das er eine Hure ist, kommt ganz draufan wie er ideologisch gestrickt ist.
Auch wenn Gehlen zu den Amerikanern lief und man ihn als Feigling betrachten könnte, schlau war sein Plan schon -er hatte immerhin etwas zu bieten was anderen Nazigrössen nicht vergönnt war- und seine ideologischen Ziele den Kommunismus zu bekämpfen sind ja geblieben.
Er hätte jedem gedient der die Kommunisten bekämpft, daher sehe ich ihn auch nicht als Hure, das waren andere.
Ich finde eher die schlimmer, die dem KGB dienten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese plötzlich glühende Kommunisten waren wie ein Herr Wolf.

Aber mich interessieren diese alten Hüte eh kaum, die Spatzen Pfeifen es schon Jahre von den Dächern wie Org. Gehlen aufgebaut war.
Mich interessieren mehr die politischen Verwicklungen und Verstrickungen in den ganzen Jahren bis heute.



Na ja Gehlen meinte ich ja auch nicht, der hatte einen klaren Klassenstandpunkt wie sich Kommunisten auszudrücken pflegen, obwohl er auch den Dienstherrn wechselte ohne Probleme zu haben mit dem Weltanschaungsstandort. Und feige hat er nach meiner Meinung nicht gehandelt, eher professionell und zielgerichtet nach seiner persönlichen Interessenlage.
Ich meinte eher die unteren Chargen wie Felfe und Co., eh. SS, SD Führer ide hatten überhaupt keine Berührungsängste mehr vor dem "Weltbolschewismus" und umgekehrt die " Bolschewisten " auch nicht mit den Nazis auch wenn sie noch so gehaust hatten in der SU. Das meinte ich.


.
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#26

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 21:59
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Schön in Szene gesetzte Doku, aber wie erwartet gabs nicht wirklich neues.
Kein Wort über die Geheimstrukturen des CIA in Deutschland dessen Kind die Organisation Gehlen ja war.
Akten 1965 für 50+ Jahre unter Verschluss, und wenn sie göffnet werden, erfahren wir das Gehlen ein Nazi war und jede Menge Nazis beschäftigte.
Naja, die interessantesten Dinge dürften eh in CIA Akten stehn.



Na ja,die CIA-Akten über G. standen vor Jahren schon minimal geschwärzt im Internet.
Bücher über G. gibt es in aller Welt,in allen Sprachen.Es gab mal Leute,die haben nach 1945 vor Ort über diesen Typen und sein Nazi-Klüngel
filigran berichtet( z.b.Felfe).
Dann entstand im Osten Deutschlands mal ein Geheimdienst,der sich gegen solche Verbrecher wehrte....





Ich meine nicht Akten über Gehlen und sein Naziklüngel selber, sondern Strukturen die erst dazu führten, dass die Org. Gehlen ( CIA-Org.) entstand, denn sie war zu Beginn nicht nur Geheimdienst im klassischem Sinne.
Das sind CIA Akten die bis heute unter Verschluss sind und sicher auch noch ne Weile bleiben dürften.


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Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#27

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 22:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
habe den Film über Gehlen gesehen. War sehr informativ hat mich aber auch negativ beeindruckt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang fand ich die Bemerkung des Kommentators, dass sich alle 4 Allierten der Kriegsverbrecher von SS , SD und Gestapo mit speziellem Wissen bedienten, ohen dabei Skrupel zu haben. Besonderes Beispiel Heinz Felfe, eh. SS Führer aus Dresden arbeitete als Topspion für den KGB. Dieses ganze Spionagegeschäft ist ein einziges Hu..engeschäft, als was anderes kann man es nicht bezeichnen, wenn man solche Dokus sieht. Ein Haufen gewissenloser Leute verkaufen sich meistbietend an ihre Auftraggeber, die Gewissen", wenn sie denn überhaupt eines haben, werden wie die Hemden gewechselt oder an der Garderobe abgegeben.




...von Dir erwarte ich nichts ....was Wissen vermittelt...sei nicht sauer,Du bist Deutschland!



ich bekam gerade wissen vermittelt, von seriösen Historikern und so Bild ich mir meine Meinung. Übrigens, deine abwertende Kommentierung ist für mich ein Ritterschlag






Dschungelcamp wahrscheinlich...Ritterschlag ist auch egal...Du faellst in der Masse nicht auf...


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#28

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 22:34
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
habe den Film über Gehlen gesehen. War sehr informativ hat mich aber auch negativ beeindruckt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang fand ich die Bemerkung des Kommentators, dass sich alle 4 Allierten der Kriegsverbrecher von SS , SD und Gestapo mit speziellem Wissen bedienten, ohen dabei Skrupel zu haben. Besonderes Beispiel Heinz Felfe, eh. SS Führer aus Dresden arbeitete als Topspion für den KGB. Dieses ganze Spionagegeschäft ist ein einziges Hu..engeschäft, als was anderes kann man es nicht bezeichnen, wenn man solche Dokus sieht. Ein Haufen gewissenloser Leute verkaufen sich meistbietend an ihre Auftraggeber, die Gewissen", wenn sie denn überhaupt eines haben, werden wie die Hemden gewechselt oder an der Garderobe abgegeben.




...von Dir erwarte ich nichts ....was Wissen vermittelt...sei nicht sauer,Du bist Deutschland!



ich bekam gerade wissen vermittelt, von seriösen Historikern und so Bild ich mir meine Meinung. Übrigens, deine abwertende Kommentierung ist für mich ein Ritterschlag






Dschungelcamp wahrscheinlich...Ritterschlag ist auch egal...Du faellst in der Masse nicht auf...


Ich bin nun auch nicht grad ein Busenfreund von @Gert und gehe mit seinen Meinungen eher selten konform, aber, jetzt muss ich ihn mal verteidigen, denn das fand ich doch etwas unfair @seaman.

Wieso muss er Wissen vermitteln?
Es geht doch um eine Doku -welche Wissen vermitteln soll- und er hat seine Eindrücke über die Doku niedergeschrieben.
Ich finde diese Eindrücke nicht falsch oder dumm.
Klar würde Gert hier lieber auf dem KGB rumreiten wollen, als auf dem CIA , aber so las ich seinen Kommentar zum Film ganz und garnicht nicht, er bezog sich auf die Nazis welche sich plötzlich nicht zu schade waren für Stalin zu arbeiten.
Klar, sie haben wohl auch nur das gemacht was Gehlen im Westen machte, ihre Haut gerettet, aber während Gehlen seiner Ideologie weiter diente, kann mir keiner erzählen das die Nazigrössen die für den KGB arbeiteten von den Russen "umgedreht" wurden.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
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Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 09.09.2012 22:55
von werner | 1.591 Beiträge

Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
LO-Wahnsinn und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 00:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von seaman im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
habe den Film über Gehlen gesehen. War sehr informativ hat mich aber auch negativ beeindruckt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang fand ich die Bemerkung des Kommentators, dass sich alle 4 Allierten der Kriegsverbrecher von SS , SD und Gestapo mit speziellem Wissen bedienten, ohen dabei Skrupel zu haben. Besonderes Beispiel Heinz Felfe, eh. SS Führer aus Dresden arbeitete als Topspion für den KGB. Dieses ganze Spionagegeschäft ist ein einziges Hu..engeschäft, als was anderes kann man es nicht bezeichnen, wenn man solche Dokus sieht. Ein Haufen gewissenloser Leute verkaufen sich meistbietend an ihre Auftraggeber, die Gewissen", wenn sie denn überhaupt eines haben, werden wie die Hemden gewechselt oder an der Garderobe abgegeben.




...von Dir erwarte ich nichts ....was Wissen vermittelt...sei nicht sauer,Du bist Deutschland!



ich bekam gerade wissen vermittelt, von seriösen Historikern und so Bild ich mir meine Meinung. Übrigens, deine abwertende Kommentierung ist für mich ein Ritterschlag






Dschungelcamp wahrscheinlich...Ritterschlag ist auch egal...Du faellst in der Masse nicht auf...
Oha,welch starke (abwertende) Worte.
Dafür das @ Gert in der Masse nicht auffällt,antwortest du,@ seaman, ihm doch oft sehr "Zeitnah",ich würde sagen sehr auffällig auffällig.
Wenn er (in der Masse) nicht auffallen würde,wie du behauptest,dann würde er doch nicht so viel "Feedback" bekommen,wir man hier jeden Tag sehen/lesen kann.
Irgendwie widersprichst du dich.

Ich konnte mir als "Empfehler" die Doku leider nicht ansehen,weil wir unerwarteten Familienbesuch bekamen.
Aber nichts ist wichtiger als eine intakte Familie und die geht nun mal immer vor.
Bei diesem schönen Wetter schmiss ich spanton den "Teutonen-Grill" an und der Herr Gehlen war im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte.
Nun wollte ich mir den Beitrag in der Mediathek oder bei Yout... nachträglich ansehen.
Doch Pustekuchen,diese Doku ist leider im Netz (noch) nicht verfügbar.

Gruß ek40


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#31

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 01:21
von josy95 | 4.915 Beiträge

Auch wenn mich schon lange Vieles nicht mehr erschüttert, erschüttern kann. Aber hier ist ja nun doch einiges ans Tageslicht gekommen.

Beachtenswert fand ich die Enthüllungen über den schnellen und relativ problemlosen Aufstieg nicht gerader kleiner Nazigrößen, sagen wir mal besser potentieller Täter und eher Befehlsgeber als Befehlsempfänger, wie selbstdarstellend immer gern von diesen Leuten zur eigenen Pewrson abgewiegelt wird, beiderseits des Eisernen Vorhangs. Beiderseits der eigentlichen und einstigen Verbündeten eben gegen diesen Gegner.

Beachtenswert auch, das diese "Organisation Gehlen" u. a. über den Aufenthalt eines Adolf Eichmanns und anderer Nazibabaren anscheinend bestens bescheid wußte. Und das anscheinend mit Duldung der CIA und einer Art Verarschung der Israelis. Aber der Mossad hat sich Herrn Eichmann doch geholt...! Wäre interessant, was hierüber noch in Archiven schlummert über bestimmt diplomatische Verwicklungen...

Und @Seamann, ich bin von Dir ein etwas anderes Niveau gewohnt, als auf derart doch primitive Weise hier mit @Gert stänkern zu wollen..., denk mal bitte drüber nach!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 08:04 | nach oben springen

#32

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 08:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.


@ werner, richtig, Gehlen und seine dubiosen Mitstreiter vereinte ihre Gegnerschaft zum Kommunismus. Aber da waren sie eingebettet in die gesamte Allianz, sprich Amis und Co, später Nato. Und das Sagen hatte mit Sicherheit nicht Gehlen und sein Dienst. Zumindest in den ersten Jahren des BND wurden die Entscheidungen beim CIA gefällt, BND war nur Erfüllungsgehilfe. Folglich denke ich, dass seine Bedeutung weit überschätzt wurde.
Dass der BND antikommunistisch ausgerichtet war ist ja wohl logisch, der Regierungschef Adenauer war es ja auch. Sie hatten eben die Befürchtung, dass Stalin mit der " Beute" Ostzone nicht zufrieden war, sondern das ganze wollte. Diese Befürchtung war auch nicht ganz ohne Grund und so verlief die Geschichte wie sie verlief. Meine Meinung über den Kommunismus ist hier hinlänglich bekannt und so sage ich es war gut so, sonst hätte der Kommunismus ganz Deutschland ruiniert. Da hätte uns dann beim Zusammenbruch keiner mehr helfen können, das wäre der Supergau. Allerdings hätte dann viele Grenzer Dienst am Rhein ( teilweise ) machen können. Die Aussicht auf den Rhein wäre eine schöne Begleiterscheinung beim Streifendienst gewesen.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 08:17 | nach oben springen

#33

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 08:38
von Udo | 1.258 Beiträge

Ich hab dann doch lieber auf die Elbe geschaut.


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#34

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 08:45
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Aber der Rhein ist schöner...

Ami go home Songtext:
(...)
spalte für den Frieden dein Atom,
sag ?good bye!? dem Vater Rhein,
rühr nicht an sein Töchterlein;
Lorelei, solang du singst, wird Deutschland sein.


2. Clay und Cloy aus USA
sind für die Etappe da:
(...)
Go home, Ami...


Theo


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#35

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 09:00
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.


@ werner, richtig, Gehlen und seine dubiosen Mitstreiter vereinte ihre Gegnerschaft zum Kommunismus. Aber da waren sie eingebettet in die gesamte Allianz, sprich Amis und Co, später Nato. Und das Sagen hatte mit Sicherheit nicht Gehlen und sein Dienst. Zumindest in den ersten Jahren des BND wurden die Entscheidungen beim CIA gefällt, BND war nur Erfüllungsgehilfe. Folglich denke ich, dass seine Bedeutung weit überschätzt wurde.
Dass der BND antikommunistisch ausgerichtet war ist ja wohl logisch, der Regierungschef Adenauer war es ja auch. Sie hatten eben die Befürchtung, dass Stalin mit der " Beute" Ostzone nicht zufrieden war, sondern das ganze wollte. Diese Befürchtung war auch nicht ganz ohne Grund und so verlief die Geschichte wie sie verlief. Meine Meinung über den Kommunismus ist hier hinlänglich bekannt und so sage ich es war gut so, sonst hätte der Kommunismus ganz Deutschland ruiniert. Da hätte uns dann beim Zusammenbruch keiner mehr helfen können, das wäre der Supergau. Allerdings hätte dann viele Grenzer Dienst am Rhein ( teilweise ) machen können. Die Aussicht auf den Rhein wäre eine schöne Begleiterscheinung beim Streifendienst gewesen.





@Gert, nicht ganz richtig...

Kommunisten waren es nicht. Stalinisten, auch wenn sie sich zu gerne Kommunisten nannten, aber von dieser Ideologie waren sie meilenweit entfernt!

Und nur das ich nicht mißverstanden werde: Ich bin bin bestimmt kein Verfechter der kommunistischen Ideologie und muß eine Art Schutz dieser Ideologie hier inzenieren. Aber wer sich mit der Ideologie des Kommunismus etwas auseinandergesetzt hat, den Stalinismus erlebt hat, kennt die gravierenden Unterschiede!

So, und wenn der Stalinismus die Macht über ganz Deutschland erlangt hätte, gebe ich Dir Recht, das es der Supergau geworden wäre. Ein Supergau, auf den wir momentan auch zusteuern, aber nicht unter stalinistischer Führung, sondern unter Führung der globalisierten Finanzmärkte, die auch deutliche Tendenzen von Stalinismus aufweisen oder diese dort abgekupfert haben.
Skrupellosigkeit, eiskalte Rücksichslosigkeit. Unvorstellbare Gier nach Macht und Reichtum...

Und sich eines geistigen Klientels wie einst Gehlen und seiner Mitstreiter bedient. Riegeros. Rücksichtslos. Nur auf den eigen Vorteil bedacht.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 09:04 | nach oben springen

#36

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 09:40
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.


@ werner, richtig, Gehlen und seine dubiosen Mitstreiter vereinte ihre Gegnerschaft zum Kommunismus. Aber da waren sie eingebettet in die gesamte Allianz, sprich Amis und Co, später Nato. Und das Sagen hatte mit Sicherheit nicht Gehlen und sein Dienst. Zumindest in den ersten Jahren des BND wurden die Entscheidungen beim CIA gefällt, BND war nur Erfüllungsgehilfe. Folglich denke ich, dass seine Bedeutung weit überschätzt wurde.
Dass der BND antikommunistisch ausgerichtet war ist ja wohl logisch, der Regierungschef Adenauer war es ja auch. Sie hatten eben die Befürchtung, dass Stalin mit der " Beute" Ostzone nicht zufrieden war, sondern das ganze wollte. Diese Befürchtung war auch nicht ganz ohne Grund und so verlief die Geschichte wie sie verlief. Meine Meinung über den Kommunismus ist hier hinlänglich bekannt und so sage ich es war gut so, sonst hätte der Kommunismus ganz Deutschland ruiniert. Da hätte uns dann beim Zusammenbruch keiner mehr helfen können, das wäre der Supergau. Allerdings hätte dann viele Grenzer Dienst am Rhein ( teilweise ) machen können. Die Aussicht auf den Rhein wäre eine schöne Begleiterscheinung beim Streifendienst gewesen.




Na --und nun fehlt noch der Satz mit Ehre und Treue


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#37

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 13:44
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.

@werner
mit weglassen erreicht man auch Tendenzen, muss ich wieder mal feststellen. Bei den 3000 Rekrutierten lässt du mal eben eine ganze Menge Leute aus seiner ehemaligen Abt. fremde Heere Ost weg, also erwähnst sie nicht. Leute die sich hauptsächlich mit nachrichtendienstlichen Aufgaben in der Wehrmacht beschäftigten. Du und deine MfS Kameraden legen doch immer so großen Wert darauf beim MfS die HVA von dem übrigen Stasiapparat abzugrenzen. Ich denke dann sollten wir das auch den Wehrmachtsleuten vom Nachrichtendienst zugestehen. denn die hatten direkt nichts mit der Mördertruppe von SS und Gestapo zu tun.
Weiterhin schreibst du, Gehlen hätte 150 Nasen auf den Rüttelrost gelegt, davon einige aussortiert. Es waren 80, so habe ich es in dem Film gehört, das heisst 53 % derjenigen, die unter Verdacht der Kriegsverbrechen standen, sind geflogen. Wieso du die aussortierten dann in ein Verhältnis zu 3000 Mitarbeitern stellst um auf einen Satz von 5 % zu kommen, wirst nur du wissen. Ich habe auf einer DDR Schule eine Art von % Rechnung gelernt, wie ich sie hier demonstriert habe.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#38

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 19:35
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.

@werner
mit weglassen erreicht man auch Tendenzen, muss ich wieder mal feststellen. Bei den 3000 Rekrutierten lässt du mal eben eine ganze Menge Leute aus seiner ehemaligen Abt. fremde Heere Ost weg, also erwähnst sie nicht. Leute die sich hauptsächlich mit nachrichtendienstlichen Aufgaben in der Wehrmacht beschäftigten. Du und deine MfS Kameraden legen doch immer so großen Wert darauf beim MfS die HVA von dem übrigen Stasiapparat abzugrenzen. Ich denke dann sollten wir das auch den Wehrmachtsleuten vom Nachrichtendienst zugestehen. denn die hatten direkt nichts mit der Mördertruppe von SS und Gestapo zu tun.
Weiterhin schreibst du, Gehlen hätte 150 Nasen auf den Rüttelrost gelegt, davon einige aussortiert. Es waren 80, so habe ich es in dem Film gehört, das heisst 53 % derjenigen, die unter Verdacht der Kriegsverbrechen standen, sind geflogen. Wieso du die aussortierten dann in ein Verhältnis zu 3000 Mitarbeitern stellst um auf einen Satz von 5 % zu kommen, wirst nur du wissen. Ich habe auf einer DDR Schule eine Art von % Rechnung gelernt, wie ich sie hier demonstriert habe.




Schon klar, dass die Sonne am Rhein besonders heiß brennt und die Wahrnehmung einschränkt.


Ich habe nichts weggelassen: dass Gehlen von den FHO Leute mitgenommen hat, ist so klar wie Kloßbrühe, das muss man nicht erwähnen.
Ich schrieb übrigens . . . .

Zitat
und andere "Empfohlene"

, darunter kannst Du gepflegt alles verpacken, was Du denkst. Und ob das viele oder wenige waren, spielt keine Rolle, denn um diese Würstchen geht es gar nicht. Insofern sehe ich Deine Nebelkerze eher als Fehlzündung - aber man kann es ja versuchen. [editiert - selbstzensiert]

Wenn man sich so eine Sendung anschaut, kann man nicht alles erfassen, wichtig ist aber, nichts WESENTLICHES verzerrt oder falsch widerzugeben!!

Im Zuge der Ermittlungen des Sonderstabes, der ehemalige SS-Leute auf Kriegsverbrechen durchleuchten sollte - man merke, dass es nicht um GESTAPO, SD oder RSHA ging!! - wurden 150 (nicht die von @gert kleingeredete Zahl 80) - der Schwergewichte vorgeladen (!!! - man hat also nicht alle Schwergewichte und die "minderschweren Verbrecher überhaupt nicht bearbeitet!!

Und für Dich noch einmal als Nachhilfe in Mathe 150 von 3000 sind wieviel Prozent? Denn ich habe geschrieben :

Zitat
rund3000 Nasen rekrutiert . . . . Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig,



Wie ich also feststellen darf, hast Du auf ein Neues bewiesen, dass Du weder von Mathe noch von verstehendem Lesen eine Ahnung hast. Ist ja auch nicht notwendig, wenn man doch nur seine Meinung sagen will.

Und wenn Du es immer noch nicht glauben magst, dass Du die Unwahrheit sagst, schau einfach mal in die MDR Mediathek - ich mache mir ein Wernesgrüner auf und genieße den Abend!


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 19:48 | nach oben springen

#39

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 19:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von werner im Beitrag #
Bemerkenswert fand ich, dass Gehlen, nachdem der Skandal über die Biografien seiner Getreuen anfing zu köcheln, er einen Geheimzirkel gegründet hat, um die Lebensläufe der alten Mitstreiter auf drohendes Ungemach zu beleuchten. Sage und schreibe 150 Nasen sind auf dem Rüttel- Rost gelandet und von denen ein paar in die Wüste geschickt worden. Wenn ich mich an die Zahlen noch richtig erinnere, hatte er vor 1950 bereits rund 3000 Nasen rekrutiert - alte Kameraden von SD, GESTAPO, RSHA und andere "Empfohlene". Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig, der Rest war ohnehin schon "entlastet". Und die Wüste haben die Historiker der Sendung auch nett umschrieben: Sinngemäß war die Wüste so gestaltet, dass die Weggeschickten nicht anfingen zu randalieren . . .

Insofern würde ich die "Säuberung" eher als Alibi -Aktion sehen, vor allem weil sich die berichtenden Historiker so nebulös und in Allgemeinplätzen ergingen. Ich kann´s ihnen nicht verdenken, wollen sie doch noch drei Jahre über die Geschichte des BND recherchieren . . .

@LO-Wahnsinn, man kann niemanden in den Kopf schauen, aber an seinem Handeln kann man schon erkennen, ob er einer Linie folgt oder sich konsequent mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Auf Dauer kann sich keiner wegducken und Theater spielen. Und bei Gehlen reichte offenbar als Einstellungsvoraussetzung Antikommunismus mit entsprechender Diensterfahrung - die Männer mussten sich also in ihrer Grundeinstellung überhaupt nicht ändern oder verstellen.
Und mit Adenauer hatten diese Leute einen wirklich mächtigen und wohlwollenden Schutzpatron, dem ebenso in seiner manischen Angst vor dem Kommunismus alles recht war, solange die Leute konsequent antikommunistisch waren - damit waren sie offenbar das, was man als wahre Demokraten bezeichnen kann. Denn die mussten sie ja sein, weil sie sonst nicht auf dem Boden des GG stehen würden und somit nicht für eine solche Behörde geeignet wären.

@werner
mit weglassen erreicht man auch Tendenzen, muss ich wieder mal feststellen. Bei den 3000 Rekrutierten lässt du mal eben eine ganze Menge Leute aus seiner ehemaligen Abt. fremde Heere Ost weg, also erwähnst sie nicht. Leute die sich hauptsächlich mit nachrichtendienstlichen Aufgaben in der Wehrmacht beschäftigten. Du und deine MfS Kameraden legen doch immer so großen Wert darauf beim MfS die HVA von dem übrigen Stasiapparat abzugrenzen. Ich denke dann sollten wir das auch den Wehrmachtsleuten vom Nachrichtendienst zugestehen. denn die hatten direkt nichts mit der Mördertruppe von SS und Gestapo zu tun.
Weiterhin schreibst du, Gehlen hätte 150 Nasen auf den Rüttelrost gelegt, davon einige aussortiert. Es waren 80, so habe ich es in dem Film gehört, das heisst 53 % derjenigen, die unter Verdacht der Kriegsverbrechen standen, sind geflogen. Wieso du die aussortierten dann in ein Verhältnis zu 3000 Mitarbeitern stellst um auf einen Satz von 5 % zu kommen, wirst nur du wissen. Ich habe auf einer DDR Schule eine Art von % Rechnung gelernt, wie ich sie hier demonstriert habe.




Schon klar, dass die Sonne am Rhein besonders heiß brennt und die Wahrnehmung einschränkt.


Ich habe nichts weggelassen: dass Gehlen von den FHO Leute mitgenommen hat, ist so klar wie Kloßbrühe, das muss man nicht erwähnen.
Ich schrieb übrigens . . . .

Zitat
und andere "Empfohlene"
, darunter kannst Du gepflegt alles verpacken, was Du denkst. Und ob das viele oder wenige waren, spielt keine Rolle, denn um diese Würstchen geht es gar nicht. Insofern sehe ich Deine Nebelkerze eher als Fehlzündung - aber man kann es ja versuchen. Dafür hast Du Dich als echter Tendenzenmacher, Verzerrrer und Untersteller qualifiziert - wahrscheinlich eine Grundvoraussetzung für einen echten Antikommunisten.

Wenn man sich so eine Sendung anschaut, kann man nicht alles erfassen, wichtig ist aber, nichts WESENTLICHES verzerrt oder falsch widerzugeben!!

Im Zuge der Ermittlungen des Sonderstabes, der ehemalige SS-Leute auf Kriegsverbrechen durchleuchten sollte - man merke, dass es nicht um GESTAPO, SD oder RSHA ging!! - wurden 150 (nicht die von @gert kleingeredete Zahl 80) - der Schwergewichte vorgeladen (!!! - man hat also nicht alle Schwergewichte und die "minderschweren Verbrecher überhaupt nicht bearbeitet!!

Und für Dich noch einmal als Nachhilfe in Mathe 150 von 3000 sind wieviel Prozent? Denn ich habe geschrieben :

Zitat
rund3000 Nasen rekrutiert . . . . Davon waren also 5% einer Durchleuchtung würdig,



Wie ich also feststellen darf, hast Du auf ein Neues bewiesen, dass Du weder von Mathe noch von verstehendem Lesen eine Ahnung hast. Ist ja auch nicht notwendig, wenn man doch nur seine Meinung sagen will.

Und wenn Du es immer noch nicht glauben magst, dass Du die Unwahrheit sagst, schau einfach mal in die MDR Mediathek - ich mache mir ein Wernesgrüner auf und genieße den Abend!




Mir scheint, dass das eine Bier nicht das erste heute Abend war, aber geniesse ruhig weiter....................
Übrigens in einem hast du recht, ich bin ein bekennender Antikommunist, weil ich sie ( die Roten ) kennengelernt habe. Heute sagt man dazu im mitunter gebräuchlichen denglisch learning by doing.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#40

RE: Reinhard Gehlen-Der Meister-Spion und die Nazis

in Themen vom Tage 10.09.2012 19:52
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat
Es waren 80, so habe ich es in dem Film gehört, das heisst 53 % derjenigen, die unter Verdacht der Kriegsverbrechen standen, sind geflogen.



Die Zahl 80 ist in dem Film nie gefallen - kann es sein, dass wir über zwei verschiedene Filme reden oder Du schon Stimmen hörst?
Es wurde gesagt, dass von den 150 Vorgeladenen gut die Hälfte in die Wüste geschickt wurden - also auch von 53% war nicht die Rede. Wenigstens scheint Dein Taschenrechner richtig zu rechnen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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