#1

Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 16.07.2012 18:00
von Angelo | 12.396 Beiträge

Ich möchte hier jetzt nochmal ein Foto zeigen der ehemaligen DDR Grenze das 1968 in Stapelburg aufgenommen wurde.

Quelle:http://www.flickr.com/photos/24736216@N07/7504252030/

Zum Vergleich mein Foto von 2012

(c) A. D Alterio


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#2

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 16.07.2012 18:55
von RalphT | 878 Beiträge

Im Allgemeinen finde ich solche Vergleiche (vorher - nachher) sehr schön. An diesem Ort war ich bisher noch nicht, aber ich sehe auf Fotos immer wieder gerne den Effekt vorher - nachher.


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#3

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 16.07.2012 20:36
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Den Bunker am BT11 gibt es noch,er befindet sich--wenn man das 2.Foto betrachtet--links hinter den Bungalow der sich hinter der Mauer befindet.Natürlich im Privatbesitz.Er beherbergte vor einiger Zeit noch ein kleines Grenzmuseum.Aber ob es das noch gibt,kann ich nicht sagen--war ne Ewigkeit nicht mehr da. Ach ja,eine alte Aufnahme findet man auch---auf den Buch--Die Grenze---von Jürgen Ritter.
Gruß Rostocker


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#4

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 08:13
von Angelo | 12.396 Beiträge

Ich verstehe aber nicht den Sinn dieser Steinwand, habe diese noch nicht auf einem Foto vor der Wende gefunden...


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#5

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 10:48
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #4
Ich verstehe aber nicht den Sinn dieser Steinwand, habe diese noch nicht auf einem Foto vor der Wende gefunden...


Ich auch nicht.Aber nehmen wir mal an,es war Damals -so eine Art Sichtblende.Wie man sie bei vielen Ortschaften vorfand,die sich im Schutzstreifen an der Grenze befanden.Möglich wäre auch,ein Sichtschutz,für die Anfahrt zum BT11 mit den Bunker der sich dort befand.Ob sich da drin eine Führungsstelle befand--entzieht sich meiner Kenntnis.War nicht mein Revier damals-
.


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zuletzt bearbeitet 17.07.2012 10:55 | nach oben springen

#6

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 11:34
von ChristianAC | 71 Beiträge

Moin Moin

Ich bin in Bad Harzburg geboren. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist noch 1989 einiges am Sichtschutz getan worden.

Aus dieser Zeit könnte diese Mauer stammen.

Gruss

Christian


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#7

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 14:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

Die Deutungen und Vermutungen sind schon richtig. Das erste Bild von 1968 zeigt die damals noch übliche Ausbauform des "antiimperialistischen Schutzwalls", genannt auch innerdeutsche Grenze. Mit der Grenzgebietsreform Anfang der 70 er, der beginnenden Entspannungspolitik nach Helsinki verfolgte man eher eine Strategie der völligen Abschottung, vor allem vor Beobachtung und fototechnischer Dokumentation von Grensicherungsanlagen, aber auch vom Leben in direkt an der Grenze liegenden DDR- Orten und dem doch noch mehr eingeschränkten, sprich eingesperrtem Leben der Bewohner. Mag auch sein, das propagandistische Ursachen mit eine Rolle spielten und man von Seiten der SED nicht mehr so viel "Errungenschaften" zeigen und schon gar nicht präsentieren wollte. Denn bekanntlich war zu verspüren, das die großkotzige ulbrichtsche Losung "Die BRD zu überholen ohne sie einzuholen" nicht funktionieren wollte und der Lebensstandard zwischen BRD und DDR immer mehr auseinanderklaffte.

Speziell dem Blickwinkel der Fotos auf die s. g. Munasiedlung des Ortes Stapelburg lag doch auf westlicher Seite der Grenzübersichtspunkt Eckertal direkt am Deutschlandhaus/ der Eckerbrücke gegenüber und man hatte von dort eine relativ gute und uneingeschränkte Sicht auf die Grenssicherungsanlagen, den BT 11, den von @Rostocker beschrieben Bunker und in diese kleine Siedlung.

Dieser Grenzübersichtspunkt war zudem von bundesdeutscher Seite extrem stark frequentiert. Das Eckertal war auf westlicher Seite ein beliebtes Ausflugsziel und durch die bis an die Grenze gut ausgebaute B 6 verkehrstechnisch optimal auch mit großen Reisebussen gut zu erreichen, zumal die Entfernung zum ebenso beliebten und bekannten Reiseziel Bad Harzburg auch mal gerade ganze 7 km beträgt. Direkt gegenüber dem Grenzübersichtspunkt befand sich ein großzügiger Parkplatz und die Gaststätte Eckerkrug. Ein leider verstorbener guter Bekannter von mir, der lange Jahre im Eckertal wohnte und den ich bei der Grenzöffnung am 11. November 1989 kennengelernt hatte, hat mir erzählt, das fast täglich sich 5 bis 6, teilweise sogar noch mehr, Reisebusse dort entluden, deren Insassen natürlich alle den "Blick in die Ostzone" erhaschen wollten. Diese Masse der "Zaungäste" wird ja auch den DDR- Verantwortlichen in diesem Grenzabschnitt nicht verborgen geblieben sein, deshalb mauerte man sich hier auch ein. Auf den Aufnahmen der Grenzöffnung am 11. November 1989 ist die komplette Mauer noch zu sehen.

Auf dem Foto handelt es sich offenkundig um einen Rest, der, aus was für Gründen auch immer, stehengeblieben ist.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#8

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 15:31
von ChristianAC | 71 Beiträge

Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian


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#9

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 17:54
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Zitat von ChristianAC im Beitrag #8
Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian



Mit dem Streckmetallzaun irrst Du dich devinitiv. Als ich in Diesem Abschnitt das erste mal Dienst hatte (Anfang Nov. 88) gab es an dieser Stelle keinen Aussichtspunkt und auch kein Streckmetall mehr, sondern nur die von Dir beschriebene Blechwand. Der einzige mir persönlich bekannte Aussichtspunkt befand sich zu dieser Zeit an der Straße Abbenrode - Lochtum. Die "Steinwand" war übrigens aus ziemlich massivem Stahlbeton mit kräftigen Fundamenten und bildete das Ende der damalige F 6 (Fernverkehrsstraße). Davor (in Richtung Osten) standen auch noch ein paar "Blumenkübel", ebenfalls in sehr stabiler Ausführung. Um die beiseite zu schieben, hätte es schon einen Panzer gebraucht.
Der BT11 wurde nur kurze Zeit nach Einrichtung der GÜST abgerissen (ich war sogar dabei). Der darunter befindliche Erdbunker war als Reserveführungsstelle vorgesehen, wurde zu meiner Zeit aber nicht genutzt. Auch der BT war nur sehr selten besetzt. Ich vermute mal, als der Aussichtspunkt noch existierte, war das anders.


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#10

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 18:59
von ChristianAC | 71 Beiträge

Da geb ich dir gerne Recht.......

Mit meinem Ausbildungsbeginn 1985 in der Nähe von Aachen war ich nicht mehr regelmässig zu Hause, geschweige denn in
Eckertal.

Meine Grundausbildung bei der BW war Okt-Dez 88. Ich bin mir nicht sicher wann ich genau den Kameraden aus Wuppertal
mitgebracht habe.

Ich hab auch keine Erinnerung mehr daran ob die Holzplattform noch stand.

Wie das aussah sieht man hier

Ich hatte nur das Gefühl, dass es alles noch sehr neu aussah.

Gruss

Christian


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#11

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 19:16
von ChristianAC | 71 Beiträge



Copyright: Wolfgang Groehl

Hier vom Tag der Grenzöffnung......Aussichtsplattform ist weg. Rechts sieht man noch die Ausstellungsvitrine.

Und die "Garagentore"



Wenn man auf die Bilder klickt......gibts die auch in groß.

Aber ich geh mal bei dem gut sortierten Forum hier, dass diese Webseite und die Bilder hier schon bekannt sind.

Hab gerade mal gegooglet um mein Gedächtnis wieder ein bischen aufzufrischen.

Gruss

Christian


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#12

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 19:44
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Wer sind denn die 3 Jungs im Vordergrund? solche Haarschnitte trug der Normalbürger doch nicht?


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#13

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 17.07.2012 23:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Ich möchte hier jetzt nochmal ein Foto zeigen der ehemaligen DDR Grenze das 1968 in Stapelburg aufgenommen wurde.

Quelle:http://www.flickr.com/photos/24736216@N07/7504252030/


Zum Vergleich mein Foto von 2012

(c) A. D Alterio



Rein optisch ist das erstere irgendwie idyllischer oder geht's nur mir so?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#14

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 18.07.2012 11:19
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #12
Wer sind denn die 3 Jungs im Vordergrund? solche Haarschnitte trug der Normalbürger doch nicht?


Meinst du die "uniformierten" in Zivil in der Bildmitte oder eher die rechts auf dem Bild?

Die rechts auf dem Bild haben IMHO die typische VoKuHiLa.



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#15

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 18.07.2012 12:36
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Habe noch was gefunden zu Stapelburg

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 18.07.2012 12:41 | nach oben springen

#16

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 18.07.2012 12:56
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ChristianAC im Beitrag #8
Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.
Stapelburg machte schon immer einen gepflegteren Eindruck als Abbenrode, ähnlich war es bei den etwas weiter östlich gelegenen Dörfern Veckenstedt und Wasserleben. Warum das so´war..., weiß der Geyer!


Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.


Das war am s. g. Deutschlandhaus, welches heute noch dort steht und vor ein paar Jahren an einen privaten Eigentümer verkauft wurde und von Diesem auch genutzt wird.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Auch diesen schönen Spielplatz gibt es heute noch. Nach der Wende so ab Sommer 1990 sind wir mit unseren damals kleinen Kindern Sonntags sehr gern mit dem Fahrad hingefahren. Picknickkorb mit oder gegenüber diesem Spielplatz war noch ein kleiner Hausverkauf, dort musste dann so manches Eis gekauft werden. Von unserer Wohnung in Ilsenburg Kastanienallee/ Suental sind es über die Waldwege am Trompeterkopf und ehem. Jungborn vorbei man gerade mal 5 bis 6 km bis dort hin. Echt schöner Sonntagsausflug. Mich hat damals auch schon sehr die extreme Nähe dieses Spielplatzes, der ja direkt bis ans westliche Eckerufer reicht, gewundert.

Hier hinter dem Spielplatz muß auch der Ort gewesen sein, wo der ehem. Grenzaufklärer Ofw. E. G. aus Ilsenburg Anfang/ Mitte der 80- er den auf DDR- Gebiet gelangten Kohlenträger aus Bad Harzburg erschossen hat.

Gruss

Christian



josy95


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zuletzt bearbeitet 18.07.2012 13:09 | nach oben springen

#17

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 18.07.2012 13:08
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hier auch nochmal einen Hinweis zu meinen vorhergehenden Beiträgen auf einen anderen Thread und Beitrag hier im Forum:

#65 RE: DDR Grenzaufklärer: Nur einen Schritt in die Freiheit
josy95


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#18

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 18.07.2012 18:06
von LO-Fahrer | 607 Beiträge



Wenn man auf die Bilder klickt......gibts die auch in groß.

Aber ich geh mal bei dem gut sortierten Forum hier, dass diese Webseite und die Bilder hier schon bekannt sind.

Hab gerade mal gegooglet um mein Gedächtnis wieder ein bischen aufzufrischen.

Gruss

Christian


[/quote]


Der etwas verkniffen guckende Uniformträger ganz links war unser Polit Hauptmann Ki..... , der Typ in FDU rechts kommt mir auch sehr bekannt vor, allerdings fällt mir gerade der Name nicht ein. Die 3 Jungs im Vordergrund???.... keine Ahnung.


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#19

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 02.09.2014 17:33
von Martin1968 | 8 Beiträge

Hallo in die Runde,

die drei Jungs vorne waren Angehörige vom Bundesgrenzschutz Goslar. Ich habe das Foto gemacht.

Wir mussten damals innerhalb einer Stunde einsatzbereit sein und konnten daher nicht nach Hause fahren (300 km entfernt, an der Niederländischen Grenze). Wir sind dann zur Grenze gefahren und wollten die Grenzöffnung live erleben. Gigantisch. Wir gehörten zu den ersten, die von Westen nach Osten liefen. Mir war schon mulmig, weil dort die Angehörigen der Grenztruppen standen.

Auf dem mangefügten Foto bin ich dann selber zu sehen. Ich trage die Fototasche.

Am vergangenen Freitag haben wir vier uns getroffen. Wir haben natürlich auch über die damaligen Geschehnisse gesprochen.

Ein paar Bilder von der Grenze (Übersichtspunkt Lochtum-Abbenrode) und dem Oberharz (Bereich Wurmberg) habe ich auch noch angehängt

Angefügte Bilder:


josy95, 94, manifest 20, CAT, Schlutup, Grenzkind1978 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Stapelburg eine Grenze in Deutschland

in Spurensuche innerdeutsche Grenze 08.05.2016 16:45
von Burkhard (gelöscht)
avatar

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #9
Zitat von ChristianAC im Beitrag #8
Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian



Mit dem Streckmetallzaun irrst Du dich devinitiv. Als ich in Diesem Abschnitt das erste mal Dienst hatte (Anfang Nov. 88) gab es an dieser Stelle keinen Aussichtspunkt und auch kein Streckmetall mehr, sondern nur die von Dir beschriebene Blechwand. Der einzige mir persönlich bekannte Aussichtspunkt befand sich zu dieser Zeit an der Straße Abbenrode - Lochtum. Die "Steinwand" war übrigens aus ziemlich massivem Stahlbeton mit kräftigen Fundamenten und bildete das Ende der damalige F 6 (Fernverkehrsstraße). Davor (in Richtung Osten) standen auch noch ein paar "Blumenkübel", ebenfalls in sehr stabiler Ausführung. Um die beiseite zu schieben, hätte es schon einen Panzer gebraucht.
Der BT11 wurde nur kurze Zeit nach Einrichtung der GÜST abgerissen (ich war sogar dabei). Der darunter befindliche Erdbunker war als Reserveführungsstelle vorgesehen, wurde zu meiner Zeit aber nicht genutzt. Auch der BT war nur sehr selten besetzt. Ich vermute mal, als der Aussichtspunkt noch existierte, war das anders.

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #9
Zitat von ChristianAC im Beitrag #8
Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian



Mit dem Streckmetallzaun irrst Du dich devinitiv. Als ich in Diesem Abschnitt das erste mal Dienst hatte (Anfang Nov. 88) gab es an dieser Stelle keinen Aussichtspunkt und auch kein Streckmetall mehr, sondern nur die von Dir beschriebene Blechwand. Der einzige mir persönlich bekannte Aussichtspunkt befand sich zu dieser Zeit an der Straße Abbenrode - Lochtum. Die "Steinwand" war übrigens aus ziemlich massivem Stahlbeton mit kräftigen Fundamenten und bildete das Ende der damalige F 6 (Fernverkehrsstraße). Davor (in Richtung Osten) standen auch noch ein paar "Blumenkübel", ebenfalls in sehr stabiler Ausführung. Um die beiseite zu schieben, hätte es schon einen Panzer gebraucht.
Der BT11 wurde nur kurze Zeit nach Einrichtung der GÜST abgerissen (ich war sogar dabei). Der darunter befindliche Erdbunker war als Reserveführungsstelle vorgesehen, wurde zu meiner Zeit aber nicht genutzt. Auch der BT war nur sehr selten besetzt. Ich vermute mal, als der Aussichtspunkt noch existierte, war das anders.
. Hallo Christian aus Aachen. In der zEit von 1975-1980 war ich als Diensthundeführer beim Zollgrenzdienst auf der GAST in Bad Harzburg-Eckertal . Wir wohnten unweit des Grenzübersichtspunkres gegenüber des von Die aufgeführten Spielplatzes in der Blankenburger Str. Nr.20.Mein Streifenbereich wging über die sogenannte Preussische Wanne entlang des Internationalen Weges und des ehemaligen großen Luftwaffenmunitionslager der MUNA, mit seinen vielen Bunkern, die erst vor einiger Zeit richtig geräumt wurden, wobei es zu einer großen Detonation kam, die Splitter beschädigten Häuser in Stapelburg. Der Streifenweg ging witer entlang der Papierfabrik, und des Grenzflusses der Ecker bis zu der Eckerstaumauer und dem auf der westlichen Seite liegenden Wasserwerk. Wie schon von Dir geschrieben war besonders im Sommer der Grenzübersichtspunkt Stapelburg / Eckertal von vielen Besuchern aus allen Gebieten und LändernLändern ein sehr beliebter Anlaufpunkt . Viele Busse kamen täglich mit Schulklassen und interessierten Besucher um sich in die Grenzverhältnisse einweisen zu lassen. Auch mein lieber wachsamer Dienstschäferhund Rauk und ich machen viele Führungen entlang der Grenze mit dem Bus oder zu Fuß, Die Zeit des Aufbaus des Sichtschutzes habe ich nicht mehr erlebt, dafür aber die Zeit des Ausbaus der Sperranlagen und der SM70 Anlagen. Was ich in meinem dokumentarischen Filmaufnahmen die vom WDR in Köln digitalisiert wurden und in das zeitgeschichtliche Archif des Senders aufgenommen wurden ,- zu sehen unter der Interneteingabe von : WDR Digit Startseite, mit der Eingabe des Suchberiffs: Zaunkönig , zu sehen sind. Über diese vielfachen Erlebnisse habe ich jetzt ein spannendes, bebildertes autobiographisches Buch unter dem Titel: Ein Zöllner flüchtete in die DDR " geschrieben, es ist eine wahre aber eigendlich unglaubliche Geschichte meiner Zeit beim Zoll im Harz und in Aachen. Einen Einblick in das Werk erhält man unter der Titeleingabe auf Amazon . Mit den besten Grüssen aus dem Ruhestand in Aachen, Burkhard.

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