#1

Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 16:46
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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...aber warum so lang
Was ich nie richtig nachvollziehen konnte ist, warum durfte ich als Südbewohner die Nordgrenze bewachen und den wahrlich knapp bemessenen Urlaub noch mit 2 Tagesreisen (Hin- und Rückfahrt) verschönern, wo der Kanten von meinem Wohnort schlappe 80 Km entfernt war?
Im Gegenzug durfte sich ein Nordmann sicherlich erfreut nach Süden aufmachen.
Galt da wenn schon dann richtig, also mit Absicht, oder war das der Armeeführung egal?
Welches allwissende Orakel weiß eventuell eine Antwort?


zuletzt bearbeitet 10.07.2012 16:50 | nach oben springen

#2

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 17:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Die Deutsche Reichsbahn hatte schließlich auch ein Planvoll an zu befördernden Passagieren.....

Da eigneten sich doch Grenzer, NVA-Angehörige und die Jungs von der Marine hervorragend um für eine optimale Zugauslastung von 125% an den Wochenenden zu sorgen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#3

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 20:23
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #2
Die Deutsche Reichsbahn hatte schließlich auch ein Planvoll an zu befördernden Passagieren.....

Da eigneten sich doch Grenzer, NVA-Angehörige und die Jungs von der Marine hervorragend um für eine optimale Zugauslastung von 125% an den Wochenenden zu sorgen.

Gruß
Nostalgiker



Na, ich denke die DR hatte es nicht nötig, um Fahrgäste auf diese Art zu binden.
Vorteilhaft war aber immerhin die zeitliche Lage solcher Züge, da die NVA- Leute ja sicherlich so etwas wie eine Postenzeit hatten und so ist mir besonders der Zug 2:23 Uhr ab Halle nach Arenshausen (Ank. gegen 6 Uhr) in Erinnerung, in dem bekam man richtig Fernweh, da man ohne plausible Absichten spätestens in Nordhausen von der Trapo aussortiert wurde.
Da gab es wohl schon einen dicken Grenzstreifen als Grobfilter, der eigentlich schon das Eichsfeld zu einer Problemzone machte.
Für uns Lokführer waren solche Nachtzüge immer nützlich für Gastfahrten, wenn man wieder mal den Feierabend verpaßt hatte und anders nicht mehr heim gekommen wäre.
Was mir auch auffiel, das waren die immer ausgebuchten Raucherabteile, da fragte ich mich immer, ob die auf Vorrat gequalmt haben.



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#4

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 20:47
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Na @Hackel39 das klingt jetzt aber ein wenig nach einem Eisenbahner welcher sich in seiner Ehre angegriffen fühlt.
Es war von mir mehr ironisch gemeint.....

Du hattest es ja auf Deiner Lok gut, da war es nicht so voll.....
Nicht die Raucherabteile waren voll, sie waren besonders voll, der Rest war voll.....
Nur war es in ihnen irgendwie gemütlicher..... Musik, Getränke, Unterhaltungen oder atemlose Stille wenn aus dem Recorder eine sehr deftige erotische Geschichte dröhnte....., was so alles mit Würfelzucker angestellt werden kann .....

Jedenfalls Bahnfahrten zu DDR Zeiten hatten irgendwie was.....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
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#5

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 22:11
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #4
Na @Hackel39 das klingt jetzt aber ein wenig nach einem Eisenbahner welcher sich in seiner Ehre angegriffen fühlt.
Es war von mir mehr ironisch gemeint.....

Du hattest es ja auf Deiner Lok gut, da war es nicht so voll.....
Nicht die Raucherabteile waren voll, sie waren besonders voll, der Rest war voll.....
Nur war es in ihnen irgendwie gemütlicher..... Musik, Getränke, Unterhaltungen oder atemlose Stille wenn aus dem Recorder eine sehr deftige erotische Geschichte dröhnte....., was so alles mit Würfelzucker angestellt werden kann .....

Jedenfalls Bahnfahrten zu DDR Zeiten hatten irgendwie was.....

Gruß
Nostalgiker



Naja, Du verwechselst jetzt die Fahrt auf der Lok und die Gastfahrt, letztere fiel immer an, wenn es auf dem Wendebahnhof mal keinen Zug mehr gab und man zum Feierabend in die Heimatdienststelle oder auf einen anderen Bahnhof zur Ablösung fahren mußte, da hatten wir normalerweise auf der Lok des Kollegen nichts zu suchen, und wenn das noch so voll war im Zug.
Aber lustiger war es früher tatsächlich auf der Bahn.
War man mal zu voll, um noch eine Fahrkarte zu kaufen, meldete man sich eben beim Zugführer, der einem das Ticket ohne irgendwelche Zuschläge (heute recht vornehm als Bordpreis bezeichnet) verkaufte, wenn man keine Mätzchen gemacht hat.
Es gab alle 5 km eine Mitropa, Raucherabteile, Musik im Abteil- kein Problem, kartenspielende Zugführer (was sollten die groß kontrollieren, die hatten alle ihre Stammstrecken und kannten zumindest im Nahverkehr fast schon alle ihre Fahrgäste), auf jedem Bahnhof für die Eisenbahner einen Dienstraum (heute sitzen die in ihrer Pause mit ihrer Uniform auf dem Bahnsteig und werden dauernd von Reisenden befragt zu Zugverbindungen...), es gab auf den Bahnhöfen Aufsichten, die Vandalismus schon durch ihre Anwesenheit verhinderten und... und.... und.



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#6

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 22:52
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Hackel, wenn ich das richtig verstehe war eine 'Gastfahrt' eine kostenlose Fahrt für Euch zum nächsten Einsatzort oder heimwärts.
Mein Großvater war auch Eisenbahner und er zeigte mir mal die Unterkünfte im Leipziger Hauptbahnhof für Eisenbahner in denen sie ihre freie Zeit verbringen konnten oder auch übernachteten....
Das war Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre.....

Ob es diese Einrichtungen noch gibt?

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

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#7

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 10.07.2012 23:05
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

[quote=Nostalgiker|p202509]Hackel, wenn ich das richtig verstehe war eine 'Gastfahrt' eine kostenlose Fahrt für Euch zum nächsten Einsatzort oder heimwärts.
Mein Großvater war auch Eisenbahner und er zeigte mir mal die Unterkünfte im Leipziger Hauptbahnhof für Eisenbahner in denen sie ihre freie Zeit verbringen konnten oder auch übernachteten....
Das war Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre.....

Ob es diese Einrichtungen noch gibt?

Diese Fahrten waren nicht nur kostenlos sondern auch normale Arbeitszeit- solange wir die Uniform an hatten, war auch Dienst ohne wenn und aber.
Im Prinzip hatte jeder Bahnhof/ Bahnbetriebswerk solche Übernachtungsräume, also wohl auch Leipzig- West bzw. Leipzig- Süd, zu meiner Zeit waren das E- Lok (West) und Diesel (Süd)- Betriebswerke, was vor den 1980er in Leipzig war, ist mir konkret nicht bekannt, damals dominierte ja die Dampftraktion das Geschäft.
Beide Dienststellen gehörten aber zum Hauptbahnhof.
Übernachtungsräume sind aber bei der DB heute noch üblich.



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#8

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 08:08
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zurück zur Eingangsfrage, die ist nämlich schon interessant: Warum so viele weit weg von zu Hause dienen mussten?

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
.
Galt da wenn schon dann richtig, also mit Absicht, oder war das der Armeeführung egal?
Welches allwissende Orakel weiß eventuell eine Antwort?


Irgendein System steckte schon dahinter, reiner Zufall war das wohl nicht.
Theo


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#9

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 08:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #8
Zurück zur Eingangsfrage, die ist nämlich schon interessant: Warum so viele weit weg von zu Hause dienen mussten?
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
.
Galt da wenn schon dann richtig, also mit Absicht, oder war das der Armeeführung egal?
Welches allwissende Orakel weiß eventuell eine Antwort?


Irgendein System steckte schon dahinter, reiner Zufall war das wohl nicht.
Theo


Zumal der gemeine Grenzsoldat nicht ganz in Verzweiflung gestürzt werden durfte damit er nicht abhanden kam.


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#10

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 08:37
von moreau | 384 Beiträge

Da war ich wohl einer der wenigen Glücklichen die es nicht so weit hatten?! Bei Gera gewohnt und bei Sonneberg gedient.

Gruß
Moreau


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#11

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 09:46
von EK82I | 869 Beiträge

Obwohl damals immer quer durch das Gelände und mit diversen Umsteigen,langweilig waren die Zugfahrten nicht.Nervig war meistens die Fahrt von der GK zum Bahnhof Salzwedel.Oft mit Taxe auf eigene Rechnung.Andersrum gab es ja "keine Sorgen".


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#12

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 09:58
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von moreau im Beitrag #10
Da war ich wohl einer der wenigen Glücklichen die es nicht so weit hatten?! Bei Gera gewohnt und bei Sonneberg gedient.

Gruß
Moreau


Konnte mich auch nicht beklagen. Von Zarrentin nach Hagenow von dort nach Schwerin und dann nach Rostock.
Aber ich hatte 2 Kameraden,der eine musste nach Anklam und der andere auf Hiddensee.Die waren natürlich immer stinksauer.


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#13

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 10:13
von Gert | 12.356 Beiträge

in Erfurt gewohnt und in Brook/Kreis Grevesmühlen gedient. Bei der damaligen Leistungsfähigkeit der DR war das eine Tagesreise über Leipzig , Schwerin , Wismar. Bei mir trifft es zu, : so weit wie möglich von zu Hause weg


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#14

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 15:15
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #13
in Erfurt gewohnt und in Brook/Kreis Grevesmühlen gedient. Bei der damaligen Leistungsfähigkeit der DR war das eine Tagesreise über Leipzig , Schwerin , Wismar. Bei mir trifft es zu, : so weit wie möglich von zu Hause weg






...weil Du, @Gert, vermutlich schon damals ein aufmüpfiger Bube warst! Und weil man Dich damit disziplinieren wollte um aus Dir doch noch einen tapferen DDR- Genossen zu machen...!

Aber Spass bei Seite: Es steckte vermutlich schon etwas System dahinter, die Wehrpflichtigen kreuz und quer durch die DDR zu verteilen.... Nur frag ich mich immer, was für eine Logik? Im Endeffekt haben doch allein die vorzuhaltenden Transportkapatzitäten der an sich doch armen DDR nur unnütze Kosten bereitet.

Mit Grauen kann ich mich auf meinen Rückfahrten noch an das Gruselkabinett von Mitropa in Magfdeburg- Hbf zwischen Bahnsteig 5 und 6 erinnern. Hier war man notgedrungen zwischen 01 und etwa 3 Uhr nachts drauf angewiesen, wenn man auf den windigen Bahnsteigen nicht erfrieren wollte. Mir kam es dort immer so vor, als wenn die Magdeburger Unterwelt ´sich dort traf! Als Zivielist wäre ich da nie reingegangen, als Armist in Uniform hatte man größtenteils seine Ruhe, wurde in Frieden gelassen.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#15

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 15:30
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von josy95 im Beitrag #14
Zitat von Gert im Beitrag #13
in Erfurt gewohnt und in Brook/Kreis Grevesmühlen gedient. Bei der damaligen Leistungsfähigkeit der DR war das eine Tagesreise über Leipzig , Schwerin , Wismar. Bei mir trifft es zu, : so weit wie möglich von zu Hause weg






...weil Du, @Gert, vermutlich schon damals ein aufmüpfiger Bube warst! Und weil man Dich damit disziplinieren wollte um aus Dir doch noch einen tapferen DDR- Genossen zu machen...!

Aber Spass bei Seite: Es steckte vermutlich schon etwas System dahinter, die Wehrpflichtigen kreuz und quer durch die DDR zu verteilen.... Nur frag ich mich immer, was für eine Logik? Im Endeffekt haben doch allein die vorzuhaltenden Transportkapatzitäten der an sich doch armen DDR nur unnütze Kosten bereitet.
Mit Grauen kann ich mich auf meinen Rückfahrten noch an das Gruselkabinett von Mitropa in Magfdeburg- Hbf zwischen Bahnsteig 5 und 6 erinnern.
Hier war man notgedrungen zwischen 01 und etwa 3 Uhr nachts drauf angewiesen, wenn man auf den windigen Bahnsteigen nicht erfrieren wollte. Mir kam es dort immer so vor, als wenn die Magdeburger Unterwelt ´sich dort traf! Als Zivielist wäre ich da nie reingegangen, als Armist in Uniform hatte man größtenteils seine Ruhe, wurde in Frieden gelassen.


josy95


Jetzt wo du das schreibst, ich erinnere mich auch an die "Location", man das war ein verräuchertes Loch und die Typen die man da gesehen hat waren wirklich etwas seltsam um es mit Nachsicht auszudrücken, die Assis von damals waren sicherlich Assis aus Überzeugung


zuletzt bearbeitet 11.07.2012 15:34 | nach oben springen

#16

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 16:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von moreau im Beitrag #10
Da war ich wohl einer der wenigen Glücklichen die es nicht so weit hatten?! Bei Gera gewohnt und bei Sonneberg gedient.

Gruß
Moreau


Was hast du gezahlt?


zuletzt bearbeitet 11.07.2012 16:33 | nach oben springen

#17

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 16:38
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Zitat von moreau im Beitrag #10
Da war ich wohl einer der wenigen Glücklichen die es nicht so weit hatten?! Bei Gera gewohnt und bei Sonneberg gedient.

Gruß
Moreau
m

Was hast du gezahlt?


Verteidigungsminister in der Familie gehabt????
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#18

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 11.07.2012 18:06
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #14
Zitat von Gert im Beitrag #13
in Erfurt gewohnt und in Brook/Kreis Grevesmühlen gedient. Bei der damaligen Leistungsfähigkeit der DR war das eine Tagesreise über Leipzig , Schwerin , Wismar. Bei mir trifft es zu, : so weit wie möglich von zu Hause weg






...weil Du, @Gert, vermutlich schon damals ein aufmüpfiger Bube warst! Und weil man Dich damit disziplinieren wollte um aus Dir doch noch einen tapferen DDR- Genossen zu machen...!

Aber Spass bei Seite: Es steckte vermutlich schon etwas System dahinter, die Wehrpflichtigen kreuz und quer durch die DDR zu verteilen.... Nur frag ich mich immer, was für eine Logik? Im Endeffekt haben doch allein die vorzuhaltenden Transportkapatzitäten der an sich doch armen DDR nur unnütze Kosten bereitet.

Mit Grauen kann ich mich auf meinen Rückfahrten noch an das Gruselkabinett von Mitropa in Magfdeburg- Hbf zwischen Bahnsteig 5 und 6 erinnern. Hier war man notgedrungen zwischen 01 und etwa 3 Uhr nachts drauf angewiesen, wenn man auf den windigen Bahnsteigen nicht erfrieren wollte. Mir kam es dort immer so vor, als wenn die Magdeburger Unterwelt ´sich dort traf! Als Zivielist wäre ich da nie reingegangen, als Armist in Uniform hatte man größtenteils seine Ruhe, wurde in Frieden gelassen.


josy95


Da muss ich Dir voll zustimmen Josy.Bin 2 Jahre lang zwischen Rostock und Harz alle 14 Tage gependelt.Aber in Magdeburg in der Mitropa Nachts--das war die Hölle. Wenn man da am Tisch saß,musste man immer ein Auge offen halten und eine Hand auf der Brieftasche haben Und dann kam dann noch die Fahrt Richtung Halberstadt,der Zug fuhr ja erst nach 03.00 Uhr.Wenn die Trapo durch den Zug schlich und immer wieder die gleichen Fragen stellte--wo wollen sie hin---die kannten einen schon.Manchmal habe ich mir auch gesagt--wenn die noch einen Hund dabei hätten.Dann hätte wenigstens einer Abitur gehabt. Aber was solls,heute sieht es in manchen Regionen auch nicht viel besser aus, auf den S-und U-Bahnhöfen.


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#19

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 12.07.2012 11:07
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
..
....
... . Welches allwissende Orakel weiß eventuell eine Antwort?


Ich habe mal das Orakel gefragt.
Das Orakel sagt: Es war eine konzertierte Aktion zwischen dem Bildungs-, dem Gesundheits und dem Verkehrsministerium der DDR
Dadurch sollte wohl folgendes erreicht werden:

- Die in der Heimatkunde vermittelten Lerninhalte sollten vertieft und verfestigt werden.
- Der "Genpool" der DDR Bevölkerung sollte vergrößert werden um mögliche Inzuchtlinien zu dezimieren und dadurch den zu erwartenden demographischen Kollaps entgegen zu wirken.
- Der Verkehrswegeplan der DR sollte langfristig (man sprach von 50 - 100 Jahren) auf seinen zukünftigen Bedarf geprüft werden.

Mike59

P.S. Ich verbürge mich allerdings nicht für die Aussagen


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#20

RE: Eine Zugfahrt die ist lustig...

in Grenztruppen der DDR 12.07.2012 12:02
von damals wars | 12.204 Beiträge

Ich hatte Schwein.

Ausbildung für Grenzkommando Nord. Wohin dann auch meine Akte verschwand.
Kurz vor Ausbildungsende gefragt worden, ob ich ins GKM wollte.
Na sicher wollte ich!

Und als dann nach 9 oder 10 Wochen meine Akte auftauchte, die Zeit zwischendurch hatte ich als Dauer UvD verbracht, durfte ich das erste Mal an die Grenze.

Und von Potsdam dann mit dem Bus nach Schönefeld, das erste Mal nach 17 Wochen, und von Schönefeld mit dem Zug dann nach Halle.
Damals gab es in Schönefeld noch den Bahnhof mit Holzbrücke...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 12.07.2012 12:03 | nach oben springen



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