#301

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 06:40
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #293

Dafür jetzt dem Wehrpflichtigen die Verantwortung zu übergeben ist vielleicht etwas zu EINFACH. Der konnte es sich nicht aussuchen.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Marder, ich bezog mich auf die Äusserung @Harra318 mit den "Bruder und Schwester" erschiessen. Ich fand dies etwas überzogen und daher seinen Oberlehererhaften Zeigefinger unangebracht. Daher auch meine Reaktion. Da ich nicht bei den GT war und die ehemaligen Grenzer größtenteils wohl mit der Äusserung Harra's kein Problem haben, lassen wir das halt so stehen!

Gruß
SCORN


zuletzt bearbeitet 19.06.2014 07:14 | nach oben springen

#302

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 06:56
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Entschuldigung, aber "Friedensmissionen" schaffen keinen "Frieden". Mit der Waffe in der Hand kann ich vielleicht jemanden "befrieden", mit Frieden hat das aber nix zu tun. Denn es löst nicht die Probleme, die dem eigentlichen Konflikt vorausgingen. Oftmals öffnet man damit erst die Büchse der Pandora, wie man aktuell im Irak sieht.


Intellektuelle spielen Telecaster
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#303

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 07:08
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #300


Ich kann mich an keinen Bundespräsidenten erinnern, der so kritiklos in seiner Zeit lebte.

LG von der Moskwitschka




absolut korrekt @Moskwitschka , es hat in der Geschichte der Bundesrepublik wohl noch nie einen Bundespräsidenten gegeben, der den herrschenden Eliten so nach dem Mund geredet hat wie Herr Gauck. Damit interpretiert Herr Gauck seine Amtsführung grundsätzlich falsch. Er hat Mahner und Warner zu sein. Und das ist keine „Hetze“ oder Rache von „Ex-Stasis“ sondern ein Fakt welcher parteiübergreifend kritisiert wird.

vielleicht sollte Herr Gauck mal selbst in den Irak fliegen und z.B. die so frommen Herren von der ISIS, die ja auch im Namen Gottes handeln, zum gemeinsamen Gebet bitten...vielleicht hilft es; sie könnten auch gleich die 200 entführten Mädchen in Nigeria mit herbeibeten...wurde ja auch im Namen Gottes gehandelt.

SCORN


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#304

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 11:30
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #299
Zitat von Harra318 im Beitrag #288
wenn die Einheit Deutschlands nicht gekommen wäre, würden die Grenzer heute noch auf Brüder und Schwestern schießen! Wie willst Du das rechtfertigen

Also erst einmal herzlichen Dank für deine jeglicher Analyse entbehrenden Antwort auf mein Schreiben. Aber schon OK, wenn man nicht weiter weiß, dann holt man halt man schon mal die nihilistisch-verbale Keule hervor.

Und um dir in ehrwürdiger Weise beizupflichten: Selbstverfreilich hätten wir verblendeten Ost-Idioten auf deutsche Brüder und Schwestern geschossen, waren wir doch oberaffengeil auf deren "Westgeld", welches wir uns bar jeglicher Skrupel menschenverachtend unter den Nagel gerissen hätten.

Harter Tobak, nicht war @Harra318? Aber stell dir mal vor: Ich (ja, ausgerechnet ich!) war einer derjenigen, die anno 1989 noch vor dem Mauerfall in der DDR auf die Straße gingen, um für Veränderungen zu demonstrieren. ...........
.


@HG19801 eine hervorragende Glanzleistung, sogar noch vor dem Mauerfall!
Alles weitere erspare ich mir.
Erster Satz im zweiten Absatz # 111 Thema:Hättest Du geschossen besagt alles !
( kannst dich aber trösten hast genügend Anhänger)


@SCORN ,dass meine Äußerung wieder mal überzogen ist, anhand eines festen Beispiels, spricht für deine Verlegenheit und fehlende Argumentation. Aber als Trost, heute im Jahr 2014 wäre nicht mehr geschossen worden. Hightech würde dieses möglich machen und alle Grenzverletzer schon im Hinterland abfangen.Das dazu benötigte Material würde schon ab Ende der neunziger Jahre von der BRD geliefert werden. Die neue Grenzüberwachung hätte sich genannt " Grenze 2000".


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#305

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 12:02
von Gert | 12.354 Beiträge

ich glaube es gibt Leute innerhalb des Forums und außerhalb des Forums die wollen Gauck falsch verstehen, weil sie ihn dann anmachen können.
in dem heir verlinkten Bericht des Stern ist es jedoch gut dargestellt, wie er es meint. Er meint, der Waffeneinsatz D's ist die ultima ratio, also wenn nichts anderes mehr geht und das sehe ich auch so. Ich bin kein Anhänger der Position, wenn man mich auf die linke Wange schlägt , halte ich die rechte auch noch hin. Interessant in dem Link die beschriebene Position der Linken, die völlig am Inhalt Gaucks Äußerung vorbei von "Weltpolizist " und ähnlichem Quatsch daherschwafeln. Die sind ja nicht dumm, daher ordne ich sie in die Gruppe ein, die bewusst missversteht um das Amt des Präsidenten verbal zu beschädigen.
@SCORN 1938 hatten einige deutsche Generale den Plan Hitler gewaltsam zu beseitigen. Hätten sie mal, dann wäre ein ungleich größeres Potential an Gewalt der Welt erspart geblieben. Solche Aktionen meine ich, rechtfertigen auch militärische Gewalt. Ich denke das ist auch Gaucks Intention, wenn er von solchen Präventionsmassnahmen spricht.



http://www.stern.de/politik/deutschland/...en-2117072.html


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#306

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 12:28
von Moskwitschka (gelöscht)
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@Gert Was die anderen machen ist mir egal. Ich habe unzählige Reden von Hernn Gauck gehört. Genausoviele habe ich von ihm gelesen - seine Worte, seine Formulierungen. Nicht erst seit seinem Auftritt in München. Nicht zuletzt auch, um eventuelle Vorurteile abzubauen. Doch je mehr ich mich mit seinen politischen Auftritten beschäftigt habe, um so mehr, ich sage es mal freundlich, habe ich den Kopf geschüttelt. Ich hatte zu Beginn seiner Präsidentschaft gehoft, dass er ein wenig Disziplin an sich legt. Seine persönlichen Befindlichkeiten in den Hintergrund stellt. Was er als Leiter der BStU nicht vermocht hat, zwischen Täter und Opfer zu vermitteln, im Sinne von von Täter - Opfer - Gesprächen, was zu Wendezeiten der Anspruch vieler war als erster Schritt des aufeinander Zugehens, vermag er auch nicht in seiner Rolle als Bundespräsident. Freiheit und Verantwortung - zwei wichtige Begriffe in unserer Gesellschaft sind durch ihn mittlerweile Ramschware geworden. Er ist für mich das Spiegelbild des Werteverfalls unserer Gesellschaft.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 19.06.2014 12:37 | nach oben springen

#307

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 12:39
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #306
@Gert Was die anderen machen ist mir egal. Ich habe unzählige Reden von Hernn Gauck gehört. Genausoviele habe ich von ihm gelesen - seine Worte, seine Formulierungen. Nicht erst seit seinem Auftritt in München. Nicht zuletzt auch, um eventuelle Vorurteile abzubauen. Doch je mehr ich mich mit seinen politischen Auftritten beschäftigt habe, um so mehr, ich sage es mal freundlich, habe ich den Kopf geschüttelt. Ich hatte zu Beginn seiner Präsidentschaft gehoft, dass er ein wenig Disziplin an sich legt. Seine persönlichen Befindlichkeiten in den Hintergrund stellt. Was er als Leiter der BStU nicht vermocht hat, zwischen Täter und Opfer zu vermitteln, im Sinne von von Täter - Opfer - Gesprächen, was zu Wendezeiten der Anspruch vieler war als erster Schritt des aufeinander Zugehens, vermag er auch nicht in seiner Rolle als Bundespräsident. Freiheit und Verantwortung - zwei wichtige Begriffe in unserer Gesellschaft sind durch ihn mittlerweile Ramschware geworden.

LG von der Moskwitschka




das rot markierte ist der Kern des Pudels. Es wird ihm angelastet dass er schonungslos mit den glücklicherweise größtenteils erhaltenen Akten das Unrecht in der DDR publik machte , dass er die Täter benannte. Die Stasi kann erstens nicht verwinden, dass sie es nicht schaffte, dieSpuren ihrer in weiten Teilen gegen das Volk gerichteten "Arbeit" zu vernichten und zweitens, dass diese offengelegt wurden. Gauck war ein " Aktivist " dieser ersten Stunde, deshalb wird er von interessierten Seiten angeschossen, nicht weil er Präsident ist. So läuft der Gedankenfaden in dieser Geschichte.


.
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#308

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 12:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #307


das rot markierte ist der Kern des Pudels. Es wird ihm angelastet dass er schonungslos mit den glücklicherweise größtenteils erhaltenen Akten das Unrecht in der DDR publik machte , dass er die Täter benannte. Die Stasi kann erstens nicht verwinden, dass sie es nicht schaffte, dieSpuren ihrer in weiten Teilen gegen das Volk gerichteten "Arbeit" zu vernichten und zweitens, dass diese offengelegt wurden. Gauck war ein " Aktivist " dieser ersten Stunde, deshalb wird er von interessierten Seiten angeschossen, nicht weil er Präsident ist. So läuft der Gedankenfaden in dieser Geschichte.




Du hast Dir genau das rausgepickt, was ich nur als Beispiel angeführt habe. Und für mich nicht Maßstab seines aktuellen Wirkens ist. Aber wenn Du es so willst - Gauck war Beamter. Die Aktivisten der ersten Stunde hat er still und leise während seiner Amtszeit als Leiter der BStU entsorgt. Und für mich sind diesbezüglich nicht die ehemaligen Mitarbeiter des MfS massgeblich, sondern nicht wenige Opfer, die sich in Vereinen organisiert haben und sich von ihm - sagen wir mal hintergangen fühlen. Nicht vor 1989 sondern genau in der Zeit nach 1990. Ein "heißes" Thema, was unbemerkt von der Öffentlichkeit jahrelang nicht nur den Bundestag und seine Ausschüsse bewegt hat.

Aber konzentrieren wir uns auf den aktuellen Gauck. Denn schwarze Flecken hatte jeder Bundespräsident auf seiner weißen Weste.

LG von der Moskwitschka

EDIT Im übrigen sind nicht wenige ehemalige Mitarbeiter des MfS Herrn Gauck sehr dankbar.


zuletzt bearbeitet 19.06.2014 12:56 | nach oben springen

#309

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 13:11
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

selbst " Der Spiegel" sieht Gauck kritisch.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-976083.html


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#310

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 13:12
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #304



@SCORN ,dass meine Äußerung wieder mal überzogen ist, anhand eines festen Beispiels, spricht für deine Verlegenheit und fehlende Argumentation. .


ohne dir zu nahe treten zu wollen @Harra318, aber du gehörst mit Sicherheit nicht zu den Leuten welche mich in Verlegenheit bringen oder mir anderweitig Sorgen bereiten! im übrigen auch kein anderer User in diesen und anderen Foren. Die reale Welt hällt mich da genug auf Spannung, das dient hier nur der Entspannung und auf andere Gedanken kommen......

SCORN


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#311

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 13:37
von damals wars | 12.145 Beiträge

Gauck ist eigentlich katholisch, er hat versucht, und es ist ihm in Teilen auch gelungen, das Märchen seiner unbefleckten Empfängnis zu vermitteln.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#312

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 14:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und mit diesem Artikel der taz verabschiede ich mich aus der Diskussion Den habe ich übrigens erst heute entdeckt. Die taz hat damals seine Antrittsrede kommentiert. Und die taz steht bestimmt nicht im Verdacht von alten Seilschaften gesteuert zu werden. http://www.taz.de/!89922/

Ich, ich, ich, Deutschland, ich, Gauck!

Der Stinkstiefel hat seine erste Rede als Chef vom Ganzen gehalten. Was er sich dabei gedacht hat und was er meinte.

Was für ein schöner Sonntag.
(Was für ein selbstverliebter Einstieg! Aber nein, nur ein wenig kokett. Denn:)

Es war der 18. März, heute vor genau 22 Jahren, und wir hatten gewählt.
(Jup!)

Wir, das waren Millionen Ostdeutsche, die nach 56-jähriger Herrschaft von Diktatoren endlich Bürger sein durften.
(Dass wir 56 Jahre lang nicht wählen konnten, hatte aber nichts damit zu tun, dass Papa und Mama Gauck beim letzten Mal, als sie es konnten, den Führer gewählt haben. War damals nichts Ungewöhnliches, konnte quasi jedem passieren.)

Zum ersten Mal in meinem Leben im Alter von 50 Jahren durfte ich in freier, gleicher und geheimer Wahl bestimmen, wer künftig regieren soll.
(Ich wählte den Besten, der zur Verfügung stand: mich. So macht Demokratie Spaß!)

Die Menschen, die damals zur Wahl strömten, lebten noch im Nachhall der friedlichen Revolution, als wir „das Volk“ waren und dann die Mauern fielen.
(Und dann die D-Mark kam.)

Ich selber hatte als Sprecher des Neuen Forums in Rostock daran mitwirken dürfen.
(Ich kam gerade noch rechtzeitig, um den Laden zu übernehmen. Vorher war das ja zu gefährlich.)

Wir waren schon frei von Unterdrückung.
(Hurra!)

Jetzt schickten wir uns an, Freiheit zu etwas und für etwas zu erlernen.
(Zum Beispiel als Freiheit zum Ausländerklatschen.)

Nie werde ich diese Wahl vergessen, niemals.
(Dafür habe ich vergessen, wo ich war, als das Sonnenblumenhaus in Rostock brannte.)

Weder die über 90 Prozent der Wahlbeteiligung, noch meine eigene innere Bewegung.
(Womit ich nicht jene innere Bewegung meine, mit der der Leibwind durch den Verdauungstrakt bläst.)

Ich wusste, diese meine Heimatstadt und dieses graue, gedemütigte Land – wir würden jetzt Europa sein.
(Wo wir zuvor Asien gewesen waren.)

In jenem Moment war da in mir neben der Freude ein sicheres Wissen – ich werde niemals, niemals eine Wahl versäumen.
(Habe ich in der Zone übrigens auch niemals, niemals, war ja verboten.)

Ich hatte einfach zu lange auf das Glück der Mitwirkung warten müssen, als dass ich die Ohnmacht der Untertanen je vergessen könnte.
(Ein bisschen mitgewirkt habe ich in der DDR zwar ebenfalls, aber ich war Opfer der Stasi, kein Täter, das ist amtlich, dafür habe ich eigenhändig gesorgt.)

„Ich wünschte mir ein Bürger zu sein, nichts weiter, aber auch nichts weniger als das“ – so hat ein deutscher Demokratielehrer – es war Dolf Sternberger, seine politische Haltung einmal definiert.
(Bravo!)

Ich habe am 18. März 1990 genau denselben Wunsch gespürt.
(Neben dem Wunsch auf einen Broiler und ein paar Rostocker Pilsener.)

Und ich habe damals gefühlsmäßig bejaht, was ich mir erst später theoretisch erarbeitet habe, dass aus dem Glück der Befreiung
(Dieses Wort musste unbedingt mal in einer Präsidentenrede untergebracht werden.)

die Pflicht, aber auch das Glück der Verantwortung erwachsen muss.
(Jawohl!)

Und dass wir Freiheit in der Tiefe
(sowie in der Höhe, der Breite und der Länge)

erst verstehen, wenn wir eben dies bejaht und ins Leben umgesetzt haben.
(Gefühlsmäßig bejaht, ins Leben umgesetzt – das gefällt meinen grünen Freunden.)

Heute nun haben Sie, die Wahlfrauen und -männer, einen Präsidenten gewählt, der sich selbst nicht denken kann ohne diese Freiheit, und der sich sein Land nicht vorstellen mag und kann ohne die Praxis der Verantwortung.
(Und der auch mal einen Satz ohne „ich“ sagen kann – nämlich dann, wenn er in der dritten Person über sich selbst redet.)

Ich nehme diesen Auftrag an
(Mist!)

mit der unendlichen Dankbarkeit einer Person, die nach den langen Irrwegen durch politische Wüsten des 20. Jahrhunderts endlich und unerwartet Heimat wiedergefunden hat und der
(oder die?)

in den letzten zwanzig Jahren das Glück der Mitgestaltung einer demokratischen Gesellschaft erfahren durfte.
(Olé, Super-Deutschland, olé, olé!)

Deshalb: Was für ein schöner Sonntag dieser 18. März auch für mich.
(Auch für mich! Vor allem aber für die Menschen draußen im Lande, für die Welt, für Gott!)

Ermutigend und beglückend ist es für mich auch zu sehen, wie viele im Land sich in der letzten Zeit eingebracht haben und auch mich ermutigt haben, diese Kandidatur anzunehmen.
(Neben all den anderen, die sie außerdem ermutigt haben.)

Es sind Menschen ganz unterschiedlicher Generationen und Professionen, Menschen, die schon lange und Menschen, die erst seit kurzem in diesem Land leben.
(Zum Beispiel diese Ausländer, die es früher bei uns nicht gab.)

Das gibt mir Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den Regierenden und der Bevölkerung, an der ich nach meinen Möglichkeiten unbedingt mitwirken werde.
(Ein Versprechen, das zum Glück niemals erfüllt wird, sonst würden Regierende und Bevölkerung vor lauter Annäherung längst den Mundgeruch des Anderen einatmen.)

Ganz sicher werde ich nicht alle Erwartungen, die an meine Person und meine Präsidentschaft gerichtet wurden, erfüllen können.
(Wo kämen wir da auch hin?)

Aber eins kann ich versprechen: Dass ich mit all meinen Kräften und meinem Herzen Ja sage zu der Verantwortung, die sie mir heute übertragen haben.
(Und nicht etwa sage: Geil, bin ich jetzt Chef vom Ganzen, was noch jeder Kegelbruder denkt, der plötzlich den Vorsitz seines „Alle Neune e.V.“
übernommen hat, der in seiner Dankesrede aber von „Verantwortung“ spricht, weil das vornehmer klingt.)

Denn was ich als Bürger anderen Menschen als Pflicht und als Verheißung beschreibe, muss selbstverständlich auch Gültigkeit haben für mich als Bundespräsidenten.
(Die Nummer kam schon beim alten Fritz gut an.)

Das heißt auch, dass ich mich neu auf Themen, Probleme und Personen einlassen werde
(Ich habe keine Ahnung, welche das sind, aber das werden meine Referenten und Redenschreiber schon herausfinden.)

auf eine Auseinandersetzung auch mit Fragen, die uns heute in Europa und in der Welt bewegen.
(Neben den Fragen, die mich und meine Daniela bewegen.)

Ich danke Ihnen, den Mitgliedern der Bundesversammlung, für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Sie, die sie hier gewählt haben, sind ja nicht nur Deputierte, sondern Sie sind auch – das ist mir voll bewusst – Vertreter einer lebendigen Bürgergesellschaft.
(Die so lebendig ist, dass sie mich mit vollen 80 Prozent der Stimmen gewählt hat.)

Ob wir also als Wahlbevölkerung am Fundament der Demokratie mitbauen oder ob wir als Gewählte Weg und Ziel bestimmen
(Wobei es natürlich lustiger ist, den Weg des Fundaments zu bestimmen als immer nur den Beton zu mischen.)

es ist unser Land, in dem wir Verantwortung übernehmen, wie es auch unser Land ist, wenn wir die Verantwortung scheuen.
(Wenn wir denen, die nichts haben, auch nichts geben wollen, geben wir ihnen Fahne, Hymne und Vaterland. Ist viel billiger als Zahnersatz.)

Bedenken sollten wir dabei: Derjenige der gestaltet wie derjenige, der abseits
(auf dem Abstellgleis im Regen)

steht – beide haben sie Kinder.
(Wehe, wenn nicht!)

Ihnen werden wir dieses Land übergeben. Es ist der Mühe wert, es unseren Kindern so anzuvertrauen, dass auch sie zu diesem Land „unser Land“ sagen können.
(Und zu diesem Stinkstiefel „unser Stinkstiefel“.)


LG von der Moskwitschka


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#313

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 14:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #310
Zitat von Harra318 im Beitrag #304



@SCORN ,dass meine Äußerung wieder mal überzogen ist, anhand eines festen Beispiels, spricht für deine Verlegenheit und fehlende Argumentation. .


ohne dir zu nahe treten zu wollen @Harra318, aber du gehörst mit Sicherheit nicht zu den Leuten welche mich in Verlegenheit bringen oder mir anderweitig Sorgen bereiten! im übrigen auch kein anderer User in diesen und anderen Foren. Die reale Welt hällt mich da genug auf Spannung, das dient hier nur der Entspannung und auf andere Gedanken kommen......

SCORN



du bist 'n toller Typ


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#314

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 14:55
von Heckenhaus | 5.130 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #290
Die Hetze gegen Gauck kommt aus einer ganz bestimmten Ecke ich nenne sie mal beim Namen ,das ist das MfS und seine ehemaligen Angehörigen sowie Ex -SED Angehörige. Nur sie haben ein Motiv für einen Rachefeldzug. Das wird aber an ihm abprallen wie Wasser an Silikon .


Danke, Gert, das ich erst durch dich erfahren konnte, wer oder was ich damals war, weil ich ebenfalls diesen Menschen verachte.
Ich habe zwar mein Lebtag nichts davon gewußt, wo ich überall Mitglied oder sonstwie involviert war, aber durch dich jetzt die
Erlösung.
Danke.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#315

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 14:59
von Gelöschtes Mitglied
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Übrigens mit dem von @Gert erwähnten Silikon, da ist was wahres dran.....
das fehlende Rückrat und das anbietern an bestimmte Kreise....


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#316

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 18:59
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #314
Zitat von Gert im Beitrag #290
[rot]Die Hetze gegen Gauck kommt aus einer ganz bestimmten Ecke ich nenne sie mal beim Namen ,das ist das MfS und seine ehemaligen Angehörigen sowie Ex -SED Angehörige.Nur sie haben ein Motiv für einen Rachefeldzug. Das wird aber an ihm abprallen wie Wasser an Silikon .


Danke, Gert, das ich erst durch dich erfahren konnte, wer oder was ich damals war, weil ich ebenfalls diesen Menschen verachte.
Ich habe zwar mein Lebtag nichts davon gewußt, wo ich überall Mitglied oder sonstwie involviert war, aber durch dich jetzt die
Erlösung.
Danke.






bitte schön, gern geschehen. Freue mich, dass ich bei dir einen Denkprozess ausgelöst habe.


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zuletzt bearbeitet 19.06.2014 19:00 | nach oben springen

#317

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 19:09
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #315
Übrigens mit dem von @Gert erwähnten Silikon, da ist was wahres dran.....
das fehlende Rückrat und das anbietern an bestimmte Kreise....


erkläre mir doch bitte mal, was das Rückgrat und das Anbiedern mit dem chemischen Stoff Silikon zu tun hat ?

Versteh nämlich deinen Post nicht


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#318

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 19:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #317
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #315
Übrigens mit dem von @Gert erwähnten Silikon, da ist was wahres dran.....
das fehlende Rückrat und das anbietern an bestimmte Kreise....


erkläre mir doch bitte mal, was das Rückgrat und das Anbiedern mit dem chemischen Stoff Silikon zu tun hat ?

Versteh nämlich deinen Post nicht


Danke für den Hinweis auf den Rechtschhreibefehler, ansonsten sei nicht traurig, Du mußt nicht alles (oder kannst nicht alles) verstehen....


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#319

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 19:57
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #318
Zitat von Gert im Beitrag #317
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #315
Übrigens mit dem von @Gert erwähnten Silikon, da ist was wahres dran.....
das fehlende Rückrat und das anbietern an bestimmte Kreise....


erkläre mir doch bitte mal, was das Rückgrat und das Anbiedern mit dem chemischen Stoff Silikon zu tun hat ?

Versteh nämlich deinen Post nicht


Danke für den Hinweis auf den Rechtschhreibefehler, ansonsten sei nicht traurig, Du mußt nicht alles (oder kannst nicht alles) verstehen....



bitte, gern geschehen, mache ich auch nicht bei Jedem. Traurig bin ich nicht, hätte aber deinen Gedankengang gern verstanden, wenn du verstehst was ich meine.


.
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#320

RE: Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr

in Themen vom Tage 19.06.2014 20:05
von suentaler | 1.923 Beiträge

Seit gestern läuft auf der Internetplattform openPetition eine Petition, die den Rücktritt bzw die Amtsenthebung von Gauck fordert. Die Begründung könnt Ihr dort selbst nachlesen und seht euch auch mal die Kommentare der Unterstützer an.
Nun ist klar, dass diese Petition wenig erreichen wird, aber sie zeigt , wie unbeliebt dieser Kriegstreiber im Volk ist.
In den zwei Tagen haben bereits mehr als 1300 Leute unterschrieben.
https://www.openpetition.de/petition/onl...t-joachim-gauck


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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