#161

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 19:56
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Hmm, bei der E-Mail-Benachrichtigung dachte ich schon es gäbe Neuigkeiten zum Thema H. Plüschke. War mal wieder nichts.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#162

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 20:48
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #160
[quote=UvD815|p371026]Diese Erddepots wären geeignet, für die Aufnahme von Personen sowie für etvl. Ausrüstungen für Maßnahmen der Schleusungen u.a.


Nein, wir haben solche "gedeckten Stellungen" angelegt um bei besonderen Veranstaltungen näher an bestimmte Personen heranzukommen. Im Raum der 7. GK Schierke gab es über die Jahre vier solcher Stellungen. Zwei davon habe ich 1984/85 mit neu gebaut.


Die GAK der GK Großensee kannten ja die Erdstellungen nicht. Daher entfällt auch, dass GT Angehörige diese Erdverstecke anlegten.


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#163

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 20:51
von UvD815 | 619 Beiträge

Hi Kalubke,

die Minensperre 62 war die doppelte Drahtsperre . Die Breite des Zwischenraums ca. 30 m. Die MS 62 durchschnitt das kleine Kastenwäldchen und verlief ca. 10 - 20 m vor dem neugebauten Grenzzaun 1.

Die Betonpfosten der Sperre wurden zur Baufreiheit des neuen GZ 1 und das Wäldchen geschoben


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#164

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 20:57
von Gelöschtes Mitglied
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Nun mal eine blöde Frage: War es nun ein Racheakt des MfS oder nicht? Nach dem was ich gelesen und gehört habe, einfaches Ja!!
Grüsse steffen52


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#165

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 20:58
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #162
Zitat von S51 im Beitrag #160
[quote=UvD815|p371026]Diese Erddepots wären geeignet, für die Aufnahme von Personen sowie für etvl. Ausrüstungen für Maßnahmen der Schleusungen u.a.


Nein, wir haben solche "gedeckten Stellungen" angelegt um bei besonderen Veranstaltungen näher an bestimmte Personen heranzukommen. Im Raum der 7. GK Schierke gab es über die Jahre vier solcher Stellungen. Zwei davon habe ich 1984/85 mit neu gebaut.


Die GAK der GK Großensee kannten ja die Erdstellungen nicht. Daher entfällt auch, dass GT Angehörige diese Erdverstecke anlegten.





Sicher? Die Frage deshalb, weil das natürlich ganz doll geheim war. Bei uns ist auch nicht jeder GAK da heran gekommen und nur vier haben daran gebaut. Es wurden auch nur wenige bestätigte Soldaten für die Sicherung eingeteilt. Diese Stellungen wurden für analoge Aufgaben auch von der EK benutzt.
Die etwas flapsige "Geheimeinstufung" deshalb, weil es jedenfalls bei uns nur sehr relativ geheim blieb. Ist nun aber wirklich extrem OT, sorry.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#166

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 21:02
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #164
Nun mal eine blöde Frage: War es nun ein Racheakt des MfS oder nicht? Nach dem was ich gelesen und gehört habe, einfaches Ja!!
Grüsse steffen52


Spekulieren, mehr kann man nicht.
Es ist so vieles möglich. Racheakte von krimineller Seite, Zufall, private Dinge und eben so etwas auch. Allerdings sind viele geschriebene "Details" halt unter künstlerischer Freiheit einzuordnen. Mord verjährt nicht. Sollte es also irgendwann neue Erkenntnisse, verwertbare Spuren geben, dann kann sich der Täter auf dieser Welt nicht sicher fühlen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#167

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 21:02
von UvD815 | 619 Beiträge

Die ersten GAK der GK Großensee wurden ( bestimmt wie auch in anderen Einheiten ) 1970 aufgestellt.
1970/71 waren es gerade mal 4 - 5 GAK , die super ausgewählt und bestätigt waren, zudem auch Einsätze mit MFS durchführten.

Zudem waren auch die Muni Kisten im Erdloch fraglich.

Sie hätten es wissen müssen, wenn es ein anderer GAK angelegt hätte. Man kam eindeutig auf ein Depot MFS .

Die eigentlichen Erd Beo Stellen auf dem Vorgelagerten, waren allen GAK damals bekannt, da sie diese regelmäßig nutzten


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#168

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 23:16
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #164
Nun mal eine blöde Frage: War es nun ein Racheakt des MfS oder nicht? Nach dem was ich gelesen und gehört habe, einfaches Ja!!
Grüsse steffen52



@steffen52

Was soll diese unsinnige Aussage ! 1998 gab es kein MfS mehr und daher auch keine aktiven MA. Ausserdem gehörte Mord nicht zum Repertoire des MfS. Irgendwelche Äusserungen in dieser Richtung enbehren jede Grundlage. Daher braucht mir auch keiner irgendwelche nichtssagende Sprüche von E.M vorzubeten oder auf Eigendorf oder Welsch zu verweisen.


passport


damals wars und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#169

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 23:30
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Wie jetzt, war das mit dem Thalliumanschlag auf Welsch in Israel alles erlogen und erstunken?

Gruß Kalubke



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#170

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 23:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #168
Zitat von steffen52 im Beitrag #164
Nun mal eine blöde Frage: War es nun ein Racheakt des MfS oder nicht? Nach dem was ich gelesen und gehört habe, einfaches Ja!!
Grüsse steffen52



@steffen52

Was soll diese unsinnige Aussage ! 1998 gab es kein MfS mehr und daher auch keine aktiven MA. Ausserdem gehörte Mord nicht zum Repertoire des MfS. Irgendwelche Äusserungen in dieser Richtung enbehren jede Grundlage. Daher braucht mir auch keiner irgendwelche nichtssagende Sprüche von E.M vorzubeten oder auf Eigendorf oder Welsch zu verweisen.


passport



Das MfS vergisst nie! Es sind nicht alle tot, von damals!!
Grüsse steffen52


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#171

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 00:12
von Gelöschtes Mitglied
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Also das ist mir zuviel "Spinnerei" das MfS vergißt nie. Die meisten waren doch normale Angestellte die ihren Job gemacht haben. Der Job endete mit der Auflösung des MfS. Warum sollten sie danach - und vor allem mit welchen Mitteln - solche Taten ausführen?

Was ich glauben könnte: Vllt. gab es einzelne MfS´ler die danach persönlich "Rache" nehmen wollten. Aber mehr auch nicht.

Was Eigendorf und Welsch betrifft, das würde ich dem MfS zutrauen. Aber das ist nur meine Sicht, ob das so war....kann glaub ich keiner hier wirklich sagen. Faktisch zumindest nicht.


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#172

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 07:26
von Georg | 1.033 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #164
Nun mal eine blöde Frage: War es nun ein Racheakt des MfS oder nicht? Nach dem was ich gelesen und gehört habe, einfaches Ja!!
Grüsse steffen52


So isses eben. Was ich gelesen und gehört - das MfS ist in eine Falle geraten.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#173

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 07:28
von Georg | 1.033 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #169
Wie jetzt, war das mit dem Thalliumanschlag auf Welsch in Israel alles erlogen und erstunken?

Gruß Kalubke
Dazu gab es ein Gerichtsverfahren und ein Urteil.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#174

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 07:31
von Georg | 1.033 Beiträge

Auch die Ereignisse um den Todesfall des Eigendorf wurde vom Amt untersucht.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#175

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 07:51
von damals wars | 12.213 Beiträge

Elvis lebt.
Dann kann es doch das MfS auch noch geben, oder?
Jeder braucht Popanz!
Und wenn die Polizei nicht in der Lage ist, einen Todesfall zu klären, war es im Zweifel.....


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#176

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 11:42
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #173
Zitat von Kalubke im Beitrag #169
Wie jetzt, war das mit dem Thalliumanschlag auf Welsch in Israel alles erlogen und erstunken?

Gruß Kalubke
Dazu gab es ein Gerichtsverfahren und ein Urteil.




Zu 99,9% trifft das zu, was @passport sagt, aber es gab leider auch die 0,1%. Die unter den Teppich zu kehren, ist zeitgeschichtlich gesehen, nicht korrekt. Bei ganz bestimmten Zielpersonen verstand das MfS absolut keinen Spass.

Dazu gehörten:
1. Fahnenflüchtige und sonstige ehem DDR.Bürger, die sich im Westen aktiv gegen das DDR-Grenzregime engagiert hatten, z.T. aber auch mit fragwürdigen Aktivitäten wie z.B. Sprengstoffanschläge.
2. prominente Personen, die durch ihre Flucht in den Westen der DDR erheblichen politischen Gesichtsverlust zugefügt haben
3. meist DDR-Personen, die in hochsensiblen Bereichen tätig waren (z.B. Nachrichtendienste, Embargo- und Waffenhandel) und sich mit der DDR überworfen haben

Die Entscheidungen zu solchen "nassen" Aktionen kamen natürlich aus den höchsten Führungsebenen und waren demzufolge der Masse von MfS-Mitarbeitern völlig unbekannt.

Im Fall Plüschke ist dieses Motiv bislang unbewiesen und nur eines von mehreren anderen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 18.07.2014 11:49 | nach oben springen

#177

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 14:48
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #176
Zitat von Georg im Beitrag #173
Zitat von Kalubke im Beitrag #169
Wie jetzt, war das mit dem Thalliumanschlag auf Welsch in Israel alles erlogen und erstunken?

Gruß Kalubke
Dazu gab es ein Gerichtsverfahren und ein Urteil.




Zu 99,9% trifft das zu, was @passport sagt, aber es gab leider auch die 0,1%. Die unter den Teppich zu kehren, ist zeitgeschichtlich gesehen, nicht korrekt. Bei ganz bestimmten Zielpersonen verstand das MfS absolut keinen Spass.

Dazu gehörten:
1. Fahnenflüchtige und sonstige ehem DDR.Bürger, die sich im Westen aktiv gegen das DDR-Grenzregime engagiert hatten, z.T. aber auch mit fragwürdigen Aktivitäten wie z.B. Sprengstoffanschläge.
2. prominente Personen, die durch ihre Flucht in den Westen der DDR erheblichen politischen Gesichtsverlust zugefügt haben
3. meist DDR-Personen, die in hochsensiblen Bereichen tätig waren (z.B. Nachrichtendienste, Embargo- und Waffenhandel) und sich mit der DDR überworfen haben

Die Entscheidungen zu solchen "nassen" Aktionen kamen natürlich aus den höchsten Führungsebenen und waren demzufolge der Masse von MfS-Mitarbeitern völlig unbekannt.

Im Fall Plüschke ist dieses Motiv bislang unbewiesen und nur eines von mehreren anderen.

Gruß Kalubke



@Kalubke

Was für Unsinn ! Wo hast Du denn diesen Blödsinn her !

Hier 2 Auszüge aus : "Fragen an das MfS"

Hat das MfS gemordet?



Das MfS soll Killerkommandos im Einsatz gehabt haben?



Nein! Das ist eine reine Medienerfindung. Oft wird mit dieser Mär die beim Minister für Staatssicherheit bestehende Arbeitsgruppe des Ministers/Sicherheit (»AGM/S«) diffamiert.

Ein Versuch, dies gerichtsnotorisch festzuschreiben, scheiterte im März 1999, als das Düsseldorfer Landgericht den ehemaligen Leiter der AGM/S vom Vorwurf freisprach, einen Meineid geleistet zu haben. Ihm war zur Last gelegt worden, am 6. Oktober 1993 als Zeuge im Strafverfahren gegen den Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit und Leiter der HV A Markus Wolf vor dem 4. Strafsenat des Düsseldorfer Oberlandesgerichts bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben.

Der Leiter der AGM/S hatte dort bezeugt, dass es sich bei der AGM/S nicht um ein »Killerkommando des MfS« gehandelt habe, das »Verräter im Operationsgebiet« liquidieren sollte, wie der Generalbundesanwalt behauptete. Es handelte sich vielmehr um Kräfte zur Bekämpfung und zur Abwehr terroristischer Anschläge gegen DDR-Einrichtungen (Botschaften, Konsulate, Handelsvertretungen etc.) im Ausland. Die Bildung von »Killerkommandos« sei niemals erwogen worden.

Auch der als Zeuge geladene Vertreter der BStU bestätigte in diesem Prozess, dass man trotz intensiver Suche im MfS-Archiv nur Dokumente zur »Planung für die Mobilmachung, also für den Verteidigungsfall« gefunden habe. Der Zeuge weiter: Er »habe keine Kenntnis über die vom Generalbundesanwalt behauptete Version eines Killerkommandos«.

Er habe »in den Unterlagen keine Hinweise darauf gefunden, dass (es) zur Einrichtung oder zur Planung von Killerkommandos gekommen sei. Es habe sich insbesondere auch kein Beleg dafür gefunden, dass jemals aus dem Gebiet der DDR geflohene Personen in der Bundesrepublik getötet worden seien.«

Daran vermochte auch die vom Mitarbeiter der BStU-Behörde, Thomas Auerbach, erarbeitete Studie (»Einsatzkommandos an der unsichtbaren Front«) im April 1999 nichts zu ändern. Darin behauptete Auerbach, in der AGM/S habe eine »Killerausbildung« stattgefunden, denn die Mitarbeiter haben dort nicht nur »das Schießen, sondern auch den tödlichen Nahkampf geübt«. Im Wesentlichen sei es darum gegangen, so behauptete Auerbach, »bestens qualifizierte, spezialisierte und hoch motivierte Fachleute für Terror, Zerstörung und Mord heranzuziehen«. Beim Leser dieser Studie soll der Eindruck verbleiben, die AGM/S, die dann später mit der Abt. XXII zur HA XXII (Terrorabwehr) fusionierte, habe nicht der Terrorabwehr gedient, sondern der »Terror- und Sabotagevorbereitung des MfS gegen die Bundesrepublik Deutschland«.

Auch wurde der AGM/S unterstellt, dass sie im Februar 1981 einen Sprengstoffanschlag auf den Sender Radio Freies Europa verübt haben soll. (Wie man weiß, ging dieser Anschlag auf das Konto der »Carlos«-Gruppe.)

Dieser Unsinn bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie die Hirngespinste von »Organentnahmen für SED- und Staatsfunktionäre«, »Zwangsadoptionen in der DDR«, »Missbrauch der Psychiatrie für politische Zwecke«, »Isolierungs- bzw. Konzentrationslager der Stasi«, den »Röntgenkanonen« etc. Für alles blieb man die Beweise schuldig. Es gibt sie nicht.

Natürlich trainierten Angehörige von Antiterroreinheiten das Schießen und den Nahkampf – einschließlich der Fähigkeit, einen Terroristen oder Angreifer auch mit anderen Mitteln unschädlich zu machen. Sie erlernten den Umgang mit Sprengmitteln, Fallschirmspringen, den Kampf unter Wasser u. a. m.

Ausbildungsunterlagen und andere Veröffentlichungen etwa der Grenzschutzgruppe GSG 9 oder anderer spezieller Anti-Terroreinheiten anderer Länder weisen im Vergleich mit denen des MfS keine Unterschiede aus.



Und wie verhielt es sich mit Auftragsmorden?



Das MfS hat weder Killerkommandos losgeschickt noch Auftragsmorde begangen! Erstens: Wer sollte solche Aufträge erteilt haben und zweitens: Wie vereinbarten sich solche Verbrechen mit dem humanistischen Charakter der Gesellschaftsordnung der DDR? Nein, ein solches Thema ist völlig absurd.

Der Grund für derlei Erfindungen sind ungeklärte Mord- und Todesfälle in der Bundesrepublik. Immer dann, wenn die Ermittler mit ihrem Latein am Ende waren, musste der Hinweis auf »die Stasi« herhalten, die ihre Finger angeblich im Spiel gehabt hätte.

Mit Berufung auf das Wall Street Journal stellte spiegel-online am 17. September 2007 eine Verbindung des MfS zu den unaufgeklärten Mordfällen am Vorstandssprecher der Deutschen Bank und seinerzeitigen Kohl-Berater Alfred Herrhausen, am Siemens-Vorstand Karl Heinz Beckurts, am Diplomaten Gerold von Braunmühl, am Treuhandchef Karsten Rohwedder und am Rüstungsmanager Ernst Zimmermann her.

Regelmäßig wird behauptet, dass der Tod des 1979 in die BRD geflüchteten Fußballers des BFC Dynamo Berlin, Lutz Eigendorf, am 5. März 1983 durch das MfS mittels Gift/Drogen und »Verblitzen« herbeigeführt worden sei. Im Ergebnis der Untersuchungen durch die BRD-Organe wurde aber festgestellt, dass Eigendorf mit 2,2 Promille Alkohol im Blut in der Nähe von Braunschweig gegen einen Baum raste und tödlich verunglückte.

Noch spektakulärer und abenteuerlicher war der Fall des Klempners Jürgen G. aus der Uckermark, der behauptete, als »Auftragskiller« 27 Menschen zwischen 1967 und 1987 getötet zu haben. Ausgangspunkt dieser Räuberpistole waren Focus und ein ehemaliger Mitarbeiter des MfS, der dort nach dem Ende des Dienstes angeheuert hatte. Er lernte 1995 bei einem Gartenfest Jürgen G. kennen, der zu DDR-Zeiten mit der Frau des Ex-MfS-Mannes in einem Betrieb zusammengearbeitet hatte. Dieser ging G. offenkundig mit Aufschneidereien derart auf die Nerven, dass dieser ihm jene Gruselstory von den Auftragsmorden auftischte.

Vier Jahre will der Focus-Journalist mit der Story schwanger gegangen sein, bis im März 1999 die Bundesanwaltschaft »Wind von der Sache« bekommen haben soll. Nun ermittelte das BKA. Seit dem 17. März 2000 stand G. unter permanenter Beobachtung. Verdeckt wurde von einem vermeintlichen CIA-Mitarbeiter versucht, dem »Täter« Einzelheiten zu entlocken. Bei etwa 17 Treffen, bei denen 5.785 Euro flossen, um »die Wahrheit« herauszufinden, erzählte G. viel. Vier Jahre brauchte das BKA schließlich, um einen Haftbefehl zu erwirken. In einer filmreifen spektakulären Aktion wurde G. durch Spezialkräfte festgenommen. Allerdings musste er nach 86 Tagen U-Haft aus Mangel an Beweisen freigelassen werden. Er räumte ein, alles erfunden zu haben.

Am 1. Oktober 2003 erschien im Neuen Deutschland ein Leserbrief von Egon Krenz, in welchem dieser erklärt hatte, »mit Terroristen, ob man sie nun Killer oder Auftragsmörder nennt, hatten wir nie etwas gemein«. Prompt erhielt er Post vom BKA, das ihn im Ermittlungsverfahren gegen Jürgen G. als Zeuge vorlud.

Die Sache verlief wie stets: im Sande.


Die Generäle W. Großmann und W. Schwanitz wissen schon worüber sie schreiben !!!


passport


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#178

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 14:49
von Georg | 1.033 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #176
Zitat von Georg im Beitrag #173
Zitat von Kalubke im Beitrag #169
Wie jetzt, war das mit dem Thalliumanschlag auf Welsch in Israel alles erlogen und erstunken?

Gruß Kalubke
Dazu gab es ein Gerichtsverfahren und ein Urteil.




Zu 99,9% trifft das zu, was @passport sagt, aber es gab leider auch die 0,1%. Die unter den Teppich zu kehren, ist zeitgeschichtlich gesehen, nicht korrekt. Bei ganz bestimmten Zielpersonen verstand das MfS absolut keinen Spass.

Dazu gehörten:
1. Fahnenflüchtige und sonstige ehem DDR.Bürger, die sich im Westen aktiv gegen das DDR-Grenzregime engagiert hatten, z.T. aber auch mit fragwürdigen Aktivitäten wie z.B. Sprengstoffanschläge.
2. prominente Personen, die durch ihre Flucht in den Westen der DDR erheblichen politischen Gesichtsverlust zugefügt haben
3. meist DDR-Personen, die in hochsensiblen Bereichen tätig waren (z.B. Nachrichtendienste, Embargo- und Waffenhandel) und sich mit der DDR überworfen haben

Die Entscheidungen zu solchen "nassen" Aktionen kamen natürlich aus den höchsten Führungsebenen und waren demzufolge der Masse von MfS-Mitarbeitern völlig unbekannt.

Im Fall Plüschke ist dieses Motiv bislang unbewiesen und nur eines von mehreren anderen.

Gruß Kalubke


so einfach ist das ?

100% sind 100 Points ( nach oben offen )
Die USA erhalten von mir in Sachen Menschenrechtsverletzung 100 Points.
Die ehemalige DDR erhält von mir in Sachen Menschenrechtsverletzung 0,01 Points.

Da hat jeder andere Staatsteppich mehr drunter als die kleine, arme DDR.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#179

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 20:47
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #177



Die Generäle W. Großmann und W. Schwanitz wissen schon worüber sie schreiben !!!


passport





Naja, oder wie sie es schreiben müssen........wie auch immer. Die Tatsache, dass es keine Unterlagen oder schriftliche Befehle gibt, bedeutet nicht, das es so was nicht gegeben hat oder gegeben haben könnte. Jetzt nicht missverstehen: Gab es einen schriftlichen Befehl zur Endlösung der Judenfrage von Hitler............?


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 18.07.2014 20:48 | nach oben springen

#180

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.07.2014 21:01
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #179
Zitat von passport im Beitrag #177



Die Generäle W. Großmann und W. Schwanitz wissen schon worüber sie schreiben !!!


passport





Naja, oder wie sie es schreiben müssen........wie auch immer. Die Tatsache, dass es keine Unterlagen oder schriftliche Befehle gibt, bedeutet nicht, das es so was nicht gegeben hat oder gegeben haben könnte. Jetzt nicht missverstehen: Gab es einen schriftlichen Befehl zur Endlösung der Judenfrage von Hitler............?




Zur Erinnerung !!!

Die Wannsee-Konferenz


passport


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