#41

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 05.06.2012 03:11
von Nomex | 254 Beiträge

Es gab ja auch immer den beliebten Spruch, das ".. noch einige Grenzer Schulden in westlichen Wirtschaften hätten..." wenn es um die gute alte Zeit ging.

Einem Kradmelder des GAR11 ist bei Gefechtsalarm auf seinem Posten als Regulieren mal seine Waffe etwas lästig geworden. Er hat dann ein Statue die dort an der Kreuzung rumstand damit drapiert. Blöd nur das er diese dann beim Abrücken vergessen hat. Ein aufmerksamer Eisenacher Bürger hat sie am nächsten Tag am KDL abgegeben. Was mit dem Soldat passiert ist weis ich nicht, aber da der Vorfall im GAR die Runde gemacht hat dürfte das nicht wirklich glimpflich für ihn ausgegangen sein.

Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#42

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 05.06.2012 11:53
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nomex
Es gab ja auch immer den beliebten Spruch, das ".. noch einige Grenzer Schulden in westlichen Wirtschaften hätten..." wenn es um die gute alte Zeit ging.

Einem Kradmelder des GAR11 ist bei Gefechtsalarm auf seinem Posten als Regulieren mal seine Waffe etwas lästig geworden. Er hat dann ein Statue die dort an der Kreuzung rumstand damit drapiert. Blöd nur das er diese dann beim Abrücken vergessen hat. Ein aufmerksamer Eisenacher Bürger hat sie am nächsten Tag am KDL abgegeben. Was mit dem Soldat passiert ist weis ich nicht, aber da der Vorfall im GAR die Runde gemacht hat dürfte das nicht wirklich glimpflich für ihn ausgegangen sein.

Gruß

Siehe Rot markiert.Ob das heute noch der Falle wäre?
Ich denke eher nicht......


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#43

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 05.06.2012 13:29
von 94 | 10.792 Beiträge

Handelt es sich nicht um eine Urbane Legende?
Es war immer der vorherige Lehrgang, der aus 'sicherer' Quelle vom vorherigen Lehrgang ...
So ist's oft auch eine ältere Frau, welche die Knispel zurückgetragen haben soll ...

Ich kann mich an einen Gefreiter-Postenführer erinnern, welcher nachts nach einem Suchposten vor der Waffenkammer blaß wurde. Sein Magazin hatte keinen Boden mehr und auch die Feder mit dem Zubringer und dreißig Mumpeln waren nicht dort, wo sie sein sollten. Also KOMPANIE GRENZALARM! und Spurenlampen tapfer verteilt. Den ganzen Bereich abgeklappert, immerhin so fünf Kilometer und tatsächlich fast Alles wiedergefunden. Die letzten zwei fielen mir aus der Beintasche und auch der eine oder andere 'Schwarzbestand' sorgte für eine dann doch recht zügige Beendigung der Maßnahme.
Ein anderer Gefreiter schmiss mal seine Knispel über den Zaun, aber das hatte ich doch schonema *grübel*, ahja ... Die Braut des Soldaten vergessen!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#44

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 05.06.2012 13:57
von S51 | 3.733 Beiträge

Waffe auf der Toilette vergessen "hatte" ich schon mal. Das war aber nicht bei GT sondern das ist einer Kollegin vom StrDVB kurz nach der Wende in einem inzwischen nicht mehr dort existenten Berliner Polizeiabschnitt passiert.
Irgendwie hat das Gerät wohl mitsamt Klemmholster gestört. Jedenfalls brachte es dann eine Kollegin von Fustrw mit. Es ist ja auf dem Revier passiert, passierte also eigentlich nichts aber in der Nacht brauchten wir alle uns um die Bezahlung der Curry mit Pommes keine weiteren Gedanken zu machen. War eine schöne Schicht...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#45

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 05.06.2012 20:20
von zweedi04 | 375 Beiträge

Waffe weg, kenn ich !!!
Hatte als Gakl abends Dienst mit einem „Freiwilligen Helfer der GT“. Dieser war Imker, Als unser Dienst beendet war, überredete er mich noch mitzukommen und den neu angesetzten Bärenfang (Honigschnaps aus Primasprit) zu kosten. Na beim kosten blieb es dann nicht. Ich von dort nicht nach hause, sondern in die Kompanie und ein Schläfchen gemacht. Morgens, oder war es vielleicht auch schon mittags , festgestellt Pistole weg. Mit dickem Kopf alles durchsucht, nichts, Waffe blieb verschwunden. UvD gefragt, meinte ich war ganz schön dicht gewesen. Dann den Weg abgesucht, nichts. Mittlerer Weile war schon wieder Dienstbeginn für mich und ich zur LPG und den Grenzhelfer aufgesucht. Der teilte mir mit, dass ich meine Pistole doch seiner Frau gegeben habe um sie auf dem Weg zur Kompanie nicht zu verlieren. (War ja schon schön breit vom MET) Ich schnell zu seiner Frau gefahren und sie holte die Pistole aus den Kühlschrank. Sie wusste nicht wo sie die lassen sollte und hat die Waffe erstmal in den Kühlschrank gelegt. Darauf gab es erstmal noch einen Honigschnaps und dann wieder ab in den Dienst.

Kann nur sagen: Schwein gehabt.


Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"
MHL-er hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 09.06.2012 12:27
von willie | 613 Beiträge

Während einer Fußstreife des BGS im Winter 1981/1982 wurde im Bereich Rittmannshausen/Ifta, südlich der heutigen B 7, von einem Streifenangehörigen ein gefülltes (30 Patronen 9 mm) MP 5 Magazin verloren. Zum damaligen Zeitpunkt lagen etwa 30 cm Schnee in diesem Bereich. Auch mehrere Nachsuchen u.a. von den Kollegen des Zolls mit Hunden brachten keinen Erfolg. Das gefüllte Magazin war einfach verschwunden.
Vermutlich war der Kollege damals mit seiner MP 5 an einem Ast hängen geblieben. Dieser verfing sich am Magazinhalter und das Magazin fiel aus dem Magazinschacht.
Der Verlust wurde damal vom I/S (Sachgebiet Sicherheit) als besonderes Vorkommnis an das Grenzschutzkommando Mitte nach Kassel sowie weiter bis zum Bundesinnenministerium gemeldet.
Gegen den damaligen Streifenangehörigen (ein PHW) wurde ein Diziplinarverfahren eingeleitet. Der arme Kerl war fix und fertig.
Er suchte damals sogar in seiner Freizeit mit mehreren Kollegen das gesamte Gelände mehrmals ohne Erfolg ab.

Etwa 3 Wochen später, nach der Schneeschmelze, wurde das leicht angerostete Magazin mit den 30 Patronen in einer Pfütze direkt am damaligen Besucherschwerpunkt, Sperre Rittmannshausen/Ifta, gefunden.

Meldung an GSK Mitte und BMI, Einstellung des Diszi und ein überglücklicher Polizeihauptwachtmeister der dem Finder einen super Abend (Essen und Getränke frei) bescherte.

Anmerkung: Bei der MP5 konnte man sehr schnell das Magazin verlieren, da schon relat. geringer Druck auf den Magazinhalter genügte um das Magazin zu lösen.

Gruß Willie



Hier mal ein Foto des Magazinhalters. Quelle: Wikipedia

Angefügte Bilder:
220px-MP5-Magazinholder.png

...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#47

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 09.06.2012 22:16
von Fritze (gelöscht)
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Mensch Willie ,das warst Du doch selbst !


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#48

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 09.06.2012 22:35
von willie | 613 Beiträge

Moin Fritze,

so ein bischen haste ja recht. Ich wohnte damals etwa 2 Km von der Fundstelle entfernt (in Lüderbach) und habe auch selbst nach dem verschwundenen Magazin gesucht. Ich hab es dann - wie in meinem Beitrag beschrieben- in der besagten Pfütze gefunden.
Habe damals wirklich einen schönen Abend mit sehr viel Spaß in der Innenstadt von Bad Hersfeld mit meinem überglücklichen Kollegen erlebt.
Es war reine Glücksache, daß das Magazin noch aufgefunden wurde. Schon damals war genau an dieser Stelle sehr viel Besucherverkehr, BGS, Zoll und auch US-Army vom nahen OP India. Für einen anderen "Finder" oder Sammler wäre es bestimmt gute "Beute" gewesen

Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 10.06.2012 00:33 | nach oben springen

#49

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 00:15
von Berghamster (gelöscht)
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Während meiner Zeit in der ABK Joh`statt hatten wir Nachtschiessen,da sich wie immer es sich etwas hinauszögerte sind wir doch ziemlich müde wieder ins Objekt zurück.Eigentlich lautete der Befehl ja Waffe zwischen die Beine aber so bestand erhebliche Verletzungsgefahr wegen des ständig nach unten fallenden Kopfes.Also die Kaschie zwichen Sitzbank Und Plane des Elo`s einkeklemmt-dachten wir alle.Aber einer unserer Ausbildungs-Uffze verfehlte dise Stelle und klemmte seine Waffe zwischen Aussenbordwand und Plane,wo sie natürlich nicht lange blieb.
In der Kompanie später allergrösste Hektik,jedoch jegliche Suche blieb erfolglos.
Nach einiger Zeit jedoch Entwarnung ,eine Oma hatte das Schiessgewehr gefunden und beim nächsten ABV abgegeben-GROSSES KOPFKINO!


zuletzt bearbeitet 07.11.2012 00:21 | nach oben springen

#50

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 09:11
von nimmnix | 196 Beiträge

ist ne alte kamelle ,das mit der von der oma abgegebenen kaschi wird immer und immer wieder erzählt und ist ne abgedroschene story ,sorry!

Zitat von Berghamster im Beitrag #49
Während meiner Zeit in der ABK Joh`statt hatten wir Nachtschiessen,da sich wie immer es sich etwas hinauszögerte sind wir doch ziemlich müde wieder ins Objekt zurück.Eigentlich lautete der Befehl ja Waffe zwischen die Beine aber so bestand erhebliche Verletzungsgefahr wegen des ständig nach unten fallenden Kopfes.Also die Kaschie zwichen Sitzbank Und Plane des Elo`s einkeklemmt-dachten wir alle.Aber einer unserer Ausbildungs-Uffze verfehlte dise Stelle und klemmte seine Waffe zwischen Aussenbordwand und Plane,wo sie natürlich nicht lange blieb.
In der Kompanie später allergrösste Hektik,jedoch jegliche Suche blieb erfolglos.
Nach einiger Zeit jedoch Entwarnung ,eine Oma hatte das Schiessgewehr gefunden und beim nächsten ABV abgegeben-GROSSES KOPFKINO!


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#51

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 10:14
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Wegen eines bei einer Übung verlorengegangenen leeren Magazins der AK wurde mal unsere gesamte Kompanie über das paar km² große Übungsgelände gescheucht, bis sich das Ding wieder einfand. Allerdings, ich hatte es schon mal erwähnt, fand ich gleich nach der Wende auf der Suche nach etwas zum Basteln auf dem städtischen Schrottplatz gleich einen ganzen Haufen leere Magazine. So ändern sich die Wertigkeiten.



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#52

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 10:17
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Ach ja, noch was. Wurde mal in der Kompanie bei einer Kontrolle eine Mumpel vermisst (sieht man ja am Magazinunterteil), müßte normalerweise durch den KC ein Bericht in das Regiment geschickt werden. Hat der nie gemacht. Einmal wegen dem Aufwand und zum Anderen, weil er dann vor seinen Vorgesetzten nicht so gut dasteht, wenn in seiner Kompanie sowas passiert. Also eine aus der Reserve reingesteckt. Hatte normalerweise jeder Grenzer imm er ein paar irgend schwarz versteckt.



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#53

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 10:31
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #52
Also eine aus der Reserve reingesteckt. Hatte normalerweise jeder Grenzer imm er ein paar irgend schwarz versteckt.


ich erinnere mich auch an solche Vorfälle - zumindest auf der Grenzkompanie.
Ein beliebter Lagerort waren die Rohre der Bettgestelle (senkrechte Fussrohre). Das hatte den immensen Vorteil, dass sie praktisch für alle in der Kompanie zugänglich waren - somit konnte für ein entdecktes Versteck niemand persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Der persönliche Besitz von Munition ausserhalb der Waffenkammer war nach meiner Erinnerung für den gemeinen Soldaten/Uffz schon strafbar - soweit mich meine Erinnerung nicht trügt.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 07.11.2012 10:39 | nach oben springen

#54

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 12:52
von Fritze (gelöscht)
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Die Bettgestelle waren bei uns als Versteck schon aufgeflogen.Wir hatten im Besenschrank oben paar Bohrungen gemacht,da wurden die Mumpeln reingesteckt.In der Nähe der Zufahrtsstrasse zur Füst war auch n Versteck in nem Baum .War aber nicht allen von uns bekannt.Da kam man vom oder zum Dienst fast immer vorbei.Also mit Bedacht gewählt,damit bei Bedarf kein Stess entsteht.Soweit mir bekannt , wurde ein Mal ne Patrone benötigt,weil n Postenpaar seine Waffen im GD geputzt hatte,dabei ist ne Mumpel weggekommen und nicht gefunden worden.Die zwei sind nach Dienst in Urlaub gefahren.Als sie wieder kamen , hatten beide hausschlachtende Wurst und Kuchen für die Retter mit.


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#55

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 07.11.2012 19:33
von Berghamster (gelöscht)
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Zitat von nimmnix im Beitrag #50
ist ne alte kamelle ,das mit der von der oma abgegebenen kaschi wird immer und immer wieder erzählt und ist ne abgedroschene story ,sorry!
Zitat von Berghamster im Beitrag #49
Während meiner Zeit in der ABK Joh`statt hatten wir Nachtschiessen,da sich wie immer es sich etwas hinauszögerte sind wir doch ziemlich müde wieder ins Objekt zurück.Eigentlich lautete der Befehl ja Waffe zwischen die Beine aber so bestand erhebliche Verletzungsgefahr wegen des ständig nach unten fallenden Kopfes.Also die Kaschie zwichen Sitzbank Und Plane des Elo`s einkeklemmt-dachten wir alle.Aber einer unserer Ausbildungs-Uffze verfehlte dise Stelle und klemmte seine Waffe zwischen Aussenbordwand und Plane,wo sie natürlich nicht lange blieb.
In der Kompanie später allergrösste Hektik,jedoch jegliche Suche blieb erfolglos.
Nach einiger Zeit jedoch Entwarnung ,eine Oma hatte das Schiessgewehr gefunden und beim nächsten ABV abgegeben-GROSSES KOPFKINO!



@ nimmnix gut die Oma kann schon ne Kamelle sein,aber besagter Uffz. saß auf den gleichen LO wie ich auch, und die Waffe war wirklich weg.
Als sie einige Zeit später wieder auftauchte(die Kaschie) gabs ebend jene Erklärung,und irgendeiner muss sie ja gefunden haben. Übrigens ist mir aber auch der Ausdruck "Grenzerlatein" nicht ganz unbekannt.


zuletzt bearbeitet 07.11.2012 19:36 | nach oben springen

#56

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 08.11.2012 12:16
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #53
Der persönliche Besitz von Munition ausserhalb der Waffenkammer war nach meiner Erinnerung für den gemeinen Soldaten/Uffz schon strafbar - soweit mich meine Erinnerung nicht trügt.






Was hat es überhaupt gesetzt wenn einer mit Schwarz-Mumpeln erwischt wurde?


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#57

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 08.11.2012 16:24
von terraformer1 | 193 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #56
Zitat von Jobnomade im Beitrag #53
Der persönliche Besitz von Munition ausserhalb der Waffenkammer war nach meiner Erinnerung für den gemeinen Soldaten/Uffz schon strafbar - soweit mich meine Erinnerung nicht trügt.






Was hat es überhaupt gesetzt wenn einer mit Schwarz-Mumpeln erwischt wurde?



Bei uns war es üblich die Schwarzmunition im Kolben der Kaschi zu verstecken. Da konnte man hinten so eine Metallplatte abschrauben. Das wussten wohl alle und in meiner Stasi-Akte steht auch drin: "Besitzt Schwarzmunition", aber ich bin nie drauf angesprochen worden. Als UAZ gehörte ich zu den wenigen die einen Holzkolben an der Kaschi hatten. Da waren zwei Bohrungen drin. Wenn ich mich recht entsinne hatten alle Soldaten und die meisten Offiziere Kaschis mit Plastikkolben. Nur die UAZ gaben von einer Generation an die nächste die Dinger mit Holzkolben weiter. War so eine Art Tradition. Mein Kolben hatte zwei Kerben vom Vorgänger UAZ. Ich glaube sein Spitzname war "Vaupel". Keine Ahnung was sie zu bedeuten hatten. Vielleicht weiß mein alter KC was dazu zu sagen? Der ist ja auch hier im Forum.


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#58

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 08.11.2012 17:09
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Zitat von terraformer1 im Beitrag #57
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #56
Zitat von Jobnomade im Beitrag #53
Der persönliche Besitz von Munition ausserhalb der Waffenkammer war nach meiner Erinnerung für den gemeinen Soldaten/Uffz schon strafbar - soweit mich meine Erinnerung nicht trügt.






Was hat es überhaupt gesetzt wenn einer mit Schwarz-Mumpeln erwischt wurde?



Bei uns war es üblich die Schwarzmunition im Kolben der Kaschi zu verstecken. Da konnte man hinten so eine Metallplatte abschrauben. Das wussten wohl alle und in meiner Stasi-Akte steht auch drin: "Besitzt Schwarzmunition", aber ich bin nie drauf angesprochen worden. Als UAZ gehörte ich zu den wenigen die einen Holzkolben an der Kaschi hatten. Da waren zwei Bohrungen drin. Wenn ich mich recht entsinne hatten alle Soldaten und die meisten Offiziere Kaschis mit Plastikkolben. Nur die UAZ gaben von einer Generation an die nächste die Dinger mit Holzkolben weiter. War so eine Art Tradition. Mein Kolben hatte zwei Kerben vom Vorgänger UAZ. Ich glaube sein Spitzname war "Vaupel". Keine Ahnung was sie zu bedeuten hatten. Vielleicht weiß mein alter KC was dazu zu sagen? Der ist ja auch hier im Forum.


Hallo terraformer1,
ich weiß nicht, wann du gedient hast und wo, aber wir haben unsere Waffe am Anfang der Grundausbildung empfangen und nach den 3 Jahren Dienst wieder abgegeben. Da hat keiner gefragt, ob ich Uffz. werden will und einen Holzkolben bevorzuge. Übrigens gab es die Plastekolben zu meiner Zeit sehr selten. Die Kaschi wurde zu jeder Versetzung mitgenommen. In der Ausbildung zum Waffenuffz. habe ich meine Kaschi selbst brünieren müssen und als ich an die GÜST versetzt wurde, wurde sie spöttisch von allen betrachtet, weil sie so neu aussah. Damals erfuhr ich als Neuling, dass eine richtige Grenzerwaffe abgenutzt glänzen muss und Gebrauchsspuren haben muss.
Zu den Schwarzmumpeln. Es passierte ja immer mal, dass bei der Handhabung der Kaschi am Kanten eine Patrone aus dem Magazin verloren ging und nicht wiedergefunden wurde. Auch in der Entladegasse passierte das hin und wieder. Meistens hatte der Betroffene dann ein Hölzchen in das Magazin geklemmt, so dass das Füllloch eine Patrone zeigte. Der Betroffene sagte das dann seinem Postenführer oder gleich mir bei der Waffenabgabe. Ohne Kommentar wurde dann von mir die fehlende Patrone ersetzt. Woher? Vom Gefechtsschießen 2 mal im Jahr ergab die Abrechnung der schlecht geführten Kladde (jeder schmierte dort herum), fast immer einen Mehrbestand an Munition, weil die Eintragung der Ausgabe manchmal doppelt gemacht wurde. Ein Teil davon rechnete ich nicht ab und verwahrte ihn im stillschweigenden Einverständnis mit dem Spieß in der Waffenkammer in einer Restkiste. Das durften natürlich keine Größenordnungen sein, reichte aber für den Zweck zur Vermeidung von Ärger und unangenehmen Schriftverkehr aus. die Zugführer wussten Bescheid.
Ich glaube, wenn einer von uns mit Schwarzmumpeln z.b. in der Hosentasche erwischt wäre, hätte sich der seltsame Major, der sich immer mal auf der Kompanie sehen ließ und dem man seine Tätigkeit schon von weitem ansah, sehr für ihn interessiert. Aber das ist ja bei uns nicht passiert.
Gruß Schmiernippel



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#59

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 08.11.2012 19:14
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Ich weiß nicht, warum es wegen ein paar Schwarzmumpeln Probleme gab ? Wir waren eine Kompanie im Wald in einer Bretterbude mit Kachelöfen auf jeder Stube. Wurde bei einer Spindkontrolle sowas gefunden, wurde das "unter den Teppich gekehrt". Für den KC hätte das (ich habs schon mal geschrieben) vermeidbaren Ärger und Formulare gegeben. Ich hatte auch zugesehen, daß ich vor Silvester ein paar Stern Gelb Vorfeldbeleuchtung abstauben konnte. Für im Dienst verschossene Gelbe muße nicht als Beweis die Hülse abgeliefert werden. Unser Waffenwart (war wie ich aus Erfurt) war da recht kulant. Und an ein paar schwarze Mumpeln ranzukommen, war das Geringste aller Probleme. Gruppen- oder Zuggefechtsschießen, da wurde jeder mit einer Anzahl Patronen ausgestattet, dann auf marsch und die auftauchenden Ziele bekämpfen. Wieviel da jeder verschossen hatte, war nicht überprüfbar. Ging es wieder zurück, die Restmuni abzuliefern, konnte man bequem mal ein oder mehrere rausdrücken. War die ausgegebene Anzahl unter 30, hat auch niemand überprüft, ob die auch alle im Magazin steckten. Man konnte sich schon da ein paar in die Hosentasche stecken.



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#60

RE: Waffe abhanden gekommen

in Mein Grenzer Tagebuch 08.11.2012 19:28
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Hallo DoreHolm,
es kam ganz auf die Örtlichkeiten an. Bei euch in den Holzbuden in der Prärie mag alles lockerer gewesen sein. Aber bei uns an derGÜST Marienborn konnte mman sich versteckte Mumpeln, vielleicht noch im Spint, nicht leisten. Jeden Tag kamen in den Aufenthalt der GP an der Autobahn jede Menge Zeitschriften, Süssigkeiten und Zigaretten, meistens von den uns schon bekannten LKW-Fahrern (weil sie fast jeden Tag die Tour Westberlin - Hannover fuhren) zielgenau geflogen. die Versuchungen waren groß und so waren Spint- und andere Kontrollen in den Revieren und Aufenthalten an der Tagesordnung. Das war dann ziemlich heftig und einige wurden nach solchen Kontrollen plötzlich nicht mehr gesehen. Das heißt aber nicht, dass wir uns bei fehlenden Patronen nicht zu helfen wussten (siehe meinen Beitrag oben).
Gruß Schmiernippel



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