#1

FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 13.05.2012 01:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Auf geht's


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 13.05.2012 12:09
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hallo Feliks, solls nur um Angola gehen oder zählen auch Einsätze in Mozambique?
Waren nämlich nicht nur FDJ-Brigaden vor Ort.
In Mozambique gab es z.B. Bergbau und nach dem Abzug der Portugiesen konnten wegen Mangels an Fachpersonal die Schächte nicht mehr betrieben werden, mein Vater war Mitte der 70er schon Anfang 50 und Steiger im Steinkohlenbergbau, also ein rarer Spezialist, konnte aber auch wegen des Krieges Russisch und er war 6 Monate mit ein paar Kollegen dort um zusammen mit einer Gruppe sowjetischer Bergbauspezialisten zu versuchen die Schächte wieder hochzufahren, oder wenigstens zu sondieren ob es überhaupt gehen könnte.
Also wurde er im fortgeschrittenen Alter noch Internationalist und wenn man so sagen möchte, alte (ehemalige) Feinde versuchten gemeinsam woanders zu helfen, ist ja auch nicht uninteressant.
Das Vorhaben selbst ist aber irgendwie gescheitert, die Gegebenheiten vor Ort müssen denkbar schlecht gewesen sein.


zuletzt bearbeitet 13.05.2012 15:54 | nach oben springen

#3

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 13.05.2012 14:00
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Alles aus dem Bereich, egal wo und was. Hauptsache die Themenüberschrift "FDJ Brigaden der Freundschaft" ist das Thema.


P.S. Nun könnte ein Admin den Rest ja mal hierher verschieben.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 13.05.2012 14:01 | nach oben springen

#4

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 09:03
von harleydavid (gelöscht)
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Hallo
Möchte auch hier meinen "Senf" dazugeben
Oja Grenzwolf, richtig ,es ist so wie ich bereits geschrieben habe , es waren mehr DDR-Bürger im Ausland tätig als allgemein
bekannt ist und nicht nur FDJ-ler bei den Freundschaftsbrigaden. Eine Menge Spezialisten reisten rund um den Erdball
und haben ihr Wissen weitergegeben bzw damit gutes Geld verdient.Sowohl sich selbst wie auch dem Staat.
Ich kannte viele von Ihnen aber mitlerweile ist der Komtakt zu fast allen abgerissen.
Und die Brigaden waren sowieso fast überall in den Entwicklungslämdern . Nicht nur in Afrika sondern auch in Asien
und Lateinamerika
Gruss HD


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#5

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 11:22
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Da gab es noch die internationalen Brigaden in Nikaragua, in den 80er Jahren, wo auch viele Schweizer hingingen
http://www.medicointernational.ch/wir-%C...kommission.html
Die FDJ baute und betrieb damals in Managua ein Spital, das "Carlos Marx". Im Gegensatz zu den Brigaden aus dem Westen bekamen die Kubaner und die DDR-Deutschen grosszügige Unterstützung von zuhause. Aber Devisen waren zu schonen. So entstand ein prächtiges Spital - original DDR Ausstattung
(...)Es war wirklich witzig: Bis hin zum Klopapier wurde jedes kleinste Materialstückelchen aus der DDR geliefert – der Transport war aus damaliger Sicht immer noch „billiger“, als für Devisen vor Ort oder in der Region einzukaufen. Das war auch der Grund dafür, daß (für die klimatischen Verhältnisse völlig irrsinnige) Doppelfenster in den Fertigteilhäusern hingen, die sich noch nicht einmal ankippen ließen, oder daß DDR-Türklinken montiert wurden, die man in Nicaragua nicht kennt und mit deren alltäglicher Handhabung alle, Schwestern wie Patienten, arge Probleme hatten. Richtig fatal allerdings war das Kapitel „Stromversorgung“: Der in Nicaragua aus den Kraftwerken gelieferte Strom hat 60 Hertz, die fast ausschließlich aus der DDR stammenden medizinischen und sonstigen technischen Geräte jedoch liefen mit den hier üblichen 50 Hertz. Die Lösung sah so aus, daß der Strom erst einmal gleichgerichtet und dann wieder zerhackt wurde, und dieses System war entsprechend störanfällig. Zeitweilig mußte der Notstromgenerator ununterbrochen laufen – mit Diesel, also der teuersten Art überhaupt, Strom herzustellen! Daß diese Sachen keine Schildbürgerstreiche waren, sondern aus den Gegebenheiten (um nicht zu sagen: aus der Not) der DDR-Wirtschaft geboren wurden, daran sei hier kurz erinnert.In einem internen Gutachten, das ein Vertreter von medico international gleich 1989/90 verfaßte, war zu lesen: „Bei dem Krankenhaus handelt es sich um ein Prestigeobjekt der DDR-FDJ, das ohne entwicklungspolitische Konzeption hingestellt wurde..(...)
http://www.lateinamerikanachrichten.de/i...tikel/2249.html
Theo


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#6

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 11:50
von damals wars | 12.113 Beiträge

Sooooo schlimm kann es nicht gewesen sein, den es existiert noch

http://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_Al...carag%C3%BCense


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#7

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:12
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Ich fand es nur absurd und auch lächerlich wenn in der Öffentlichkeit im Fernsehen oder anderen Medien über solche FDJ- Brigaden berichtet wurde, wie die Jugend der DDR internationale Solidarität zeigt. Man sah dann zumeist Mittvierziger mit graumeliertem Haar, ein FDJ- Hemd über die verfetteten Hüften gezwängt. Quasi "Berufsjugendliche"
Andreas


http://kaube-blog.de/


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#8

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:28
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Na gut, damit hier mal Ordnung reinkommt und der Thread nachvollziehbar wird.



Zitat von harleydavid
Hallo
Ja, es war schon etwas Bewegung in meiner Jugendzeit. Ich habe gleich nach meiner Zeit in Perleberg ,an der Schule der FDJ in Bärenklau (Leegebruch/Oranienburg) ein Jahr lang Portugiesich gelernt und bin dann auch kurze Zeit später ,für ein Jahr als "Brigadista"nach Lobito / VR Angola ausgereist. Haben dort eine neue Basis für uns errichtet . Ansonsten haben wir LKW -Mechaniker (IFA W50) ausgebildet.
Oja, es war eine harte aber auch schöne Zeit
Gruss HD


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#9

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Hallo kannst Du da etwas mehr zu beitragen?

Auswahl
Vorbereitung
Bezahlung
Einsatz
Urlaub
Verhalten vor Ort (Arbeit, Freizeit, Reisen/Erkundung, NSW Kontakte etc.)
Absicherung vor Ort (Zumindest was ihr davon mitbekommen, bzw. vermutet habt)
Nachbereitung/Berichtsabgabe
......

Danke schon mal vorab und wenn die Antwort, aufgrund des großen Umfangs, länger dauern sollte kein Problem.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#10

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von harleydavid
Hallo Feliks
Na aber sicher doch ,es sind keine Geheimnisse. Es sind auch mehr DDR-Bürger im "Nicht-Sozialistischen Ausland" gewesen ,
als allgemein bekannt war. Allein in unserer Basis in Lobito waren wir rund 15 Mann incl. Basisleiter mit Frau (Küche) und Doktor und Krankenschwester (haben im dortigen Krankenhaus gearbeitet).In ganz Angola glaube ich waren es 5 Basen.
Desweiteren gab es Basen in Nicaragua , auf Cuba , Sao Tome und Principe , Capo Verde , Guinea Bissao ,etc.
Natürlich in erster Linie Länder mit sozialistischer Grundrichtung.
Aber wo fange ich an ,bei der Beantwortung deiner Fragen
Am besten ganz vorn!
Wir waren eine ganz normale Familie.Absolut keine Vorzeigebürger und keiner Angehöriger des MFS.
Mama , Papa und vier Kinder.
Mein Vater ist schon ewig lange Zeit als Spezialist für das " Kombinat FORTSCHRITT- Landmaschinen als
Reisekader im Ausland gewesen.Überall dorthin wo DDR-Landtechnik im Einsatz war.Und glaub mir, es waren viele
Länder in denen sich unsere Technik bewährt hat.Jedenfalls ,das wollte ich auch und mein ganzes Handeln und Bestreben
ist darauf hinausgelaufen. FDJ-Mitglied ; Mitglied der SED , Unteroffizier auf Zeit .
Nach der Entlassung habe ich im Zentralrat der FDJ , Unter den Linden, Abt. Brigaden der Freundschaft vorgesprochen und mich beworben, Naja , ok , mein Vater kannte durch seine Tätigkeit so einige Leute und natürlich auch Funktionäre der FDJ ,
man bekommt im Ausland doch ein anderes Zugehörigkeitsgefühl und lernt Landsleute zu schätzen.
Ich glaube 11/2 Jahre später saß ich schon auf der Schulbank in Bärenklau und habe Portugiesisch und Marxismus/Leninismus
gepaukt.In erster Linie aber Sprache.
Natürlich wurde uns dort auch gesagt wie man sich zu verhalten hatt,schliesslich repräsentierten wir ja unser Land und
unsere Jugendorganisation.Aber alles lief irgendwie ziemlich ruhig und normal ab,genauso wie später auch im direktem Einsatz.
Da gab es einfach keinen Stress,so wie in Perleberg wo jeder glaubte er müsse nun "SUPERROT "sein und den Kommunismus
mit dem Löffel fressen.
So, Bezahlung ! ganz einfach ,daheim den Durchschnittsverdienst aufs Konto und im Land gabs ,so ich mich recht erinnere ,
95 US Dollar zum jeweiligen Tageskurs einmal im Monat aufs "Versina"-Konto.
Achso, ein par Quanzas (Währung in der VR Angola) gab es auch noch vom dortigen Träger der ENAMA (Lanwirtschaftsbetrieb)
Zum Einsatz wie schon erwähnt . Wir waren zwei Gruppen,die eine hatt in der Provinzhauptstadt Benguela mit den dortigen
Angolanern eine neue Basis errichtet und die zweite Gruppe hatt versucht, in einer kleinen LKW Werkstätte, aus Angolanern
Lastwagenmechaniker zu machen, sowohl in Praxis wie auch in Theorie (war meine Abteilung)
Ausreise war im September wenn ich nicht irre und Urlaub gab es einmal. Die mit Familie und Kindern zu Weihnachten und der
Rest zum Jahreswechsel
Vor Ort konnten wir ausser arbeiten nicht viel machen . Bedenke es war Krieg im Land und nur in den grösseren Städten
war es wirklich sicher, sowie auch die Verbindungsstrasse Lobito- Benguela
Wir waren einmal mit den Militärcubanern ausserhalb der Stadt und hatten auch gleich Berührung mit der Unita und nach ein paar
Schüssen von beiden Seiten haben wir es dann vorgezogen, lieber mit den Zivilcubanern oder Russen angeln zu gehen oder Kino zu besuchen oder uns zum Videoabend bei den Bulgaren einzuladen.
Wir haben in einem Hochhaus gewohnt ,in dem uns eine gesamte Etage gehörte.Dort waren auch Russen sowohl Zivil wie auch
Militär untergebracht.Die sind ,genauso wie die Bulgaren ,ständig Streife gegangen .Tag und Nacht. Man hatt sie garnicht bemerkt,aber sie waren dort und haben ein sicheres Gefühl vermittelt.Kontakte zu NSW Bürgern gab es eigentlich keine ,es waren auch ,ausser ein paar
portugiesische Entwiklungshelfer, keine dort. Jedenfalls mir nicht bekannt.Aber Lobito ist natürlich eine grosse Stadt mit einem gut funktionierenden Tiefseehafen und damals sogar einem Lotsen aus der DDR der dort gearbeitet hatt und zu dem wir beste Kontakte hatten.Super war es wenn ein DDR Schiff kam. Alleman aufs Schiff ,Essen und Trinken vom Feinsten und bis zum
Abwinken und unser Lager konnten wir so in der Regel auch noch auffüllen.
Eine Nachbereitung gab es in dem Sinne nicht wirklich , ich habe auch keine Berichte schreiben müssen. Das wird sicher der
Basisleiter an die dementsprechenden Stellen wie FDJ ; SED, MfS usw. gemacht haben.
Nach meiner Rückkehr hätte ich 4 Wochen später wieder ausreisen sollen , es sollte nach Äthiopien gehen ,als Mitglied
bei den Erntebrigaden der FDJ, aber leider hatte meine Ehe zu dem Zeitpunkt bereits einen Tiefpunkt erreicht und ich hoffte ,
wenn ich daheim bliebe könnte ich diese noch retten. So habe ich den Einsatz abgesagt. FEHLER ,grosser FEHLER , die Ehe
ging trotzdem den Bach runter ,wir wurden geschieden und ich wurde als Reisekader gestrichen da mir von da an der Familienhalt fehlte.
So ,nun tun mir reichlich die Finger weh, ich hoffe ich habe Dir einen kleinen Einblick geben können .
Wenn du weitere Fragen haben solltest , bitte nur zu ich versuche mein Bestes.
Bin aber nur bis 17.00 Uhr online , dannerst morgen ab 09,00 Uhr erst wieder.
Gruss HD


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#11

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Hackel39
Klasse Bericht, kompakt und glaubwürdig, vielen Dank.
Nur zwei Fragen dazu:
1. War es bei dieser Auswahl Bedingung, verheiratet zu sein ?
2. Hattest Du jemals den Eindruck, daß man es nicht gern gesehen hat, daß Du für die Heimat nicht als Arbeitskraft verfügbar warst, natürlich nicht von offizieller Seite, eher im Kollegenkreis des Delegationsbetriebes ?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#12

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von harleydavid
Hallo
Zuerst einmal danke für die" Blumen".
Und man musste nicht zwingend verheiratet sein , aber es half gewaltig.Ist ja auch ganz einfach , je größer der Familienhalt
um so kleiner die Gefahr dass jemand stiften geht. Die meissten von uns waren auch verheiratet und hatten Kinder.
Ich glaube mich erinnern zu können ,dass von der gesamten Mannschaft nur zweiMann nicht verheiratet waren (?).Und die Krankenschwester ,die war auch solo.(kannst dir ja die Buhlerei vorstellen)
Ich hatte eigentlich nie ein Problem wegen der vorenthaltenen Arbeitskraft , mehr im Gegenteil .Ich hatte eher das
Gefühl das die meissten Kollegen sich mit mir gefreut haben .soetwas tun zu können bzw. einen kleinen Teil
der Welt auf dieser Weise sehen zu dürfen und Anderen wiederum war es föllig egal. Für Diejenigen zählte es eh nur den Tag schnellstmöglich, irgendwie so locker wie es geht, rumzubekommen , am Monatsende die Kohle einzusacken und sonst haben sie
keine Anstalten gemacht aus ihrem Kaff irgendwie rauszukommen. Sie waren halt mit Ihrem Leben so zufrieden wie es war.
Auch gut, wems gefällt .
Ich will dazusagen das ich den Weg nicht des Geldes wegen eingeschlagen habe , für mich war es eine Variante ,auf legaler Art und Weise,etwas von der Welt zu sehen. Die finanzielle Seite war dabei eine willkommene Nebenerscheinung, Auch nach der Wende habe ich eher wenig zu Hause rumgesessen , sondern in den verschiedensten Ländern gearbeitet oder diese nach finanzieller Möglichkeit besucht.
Meine Freunde meinen ,einer meiner Vorfahren muss Zigeuner gewesen sein, HAHA.
gruss HD


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#13

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Hackel39
Um dieses Abenteuer kann man Dich nur beneiden, meine Frage nach dem Familienstand erfolgte nur deshalb, weil ich als Lediger mit Westverwandschaft auch vor der Wende einmalig in den Westen fahren durfte und mich in Hamburg sogar mit Verwandten getroffen hatte.
Selbst eine Mitfahrt in der Hamburger S- Bahn wurde organisiert von einem Kollegen der Deutschen Bundesbahn, völlig verrückt, diese Normalität, die leider nur temporär war.
Ein ehemaliger Lehrausbilder meiner Ausbildungsstätte der Rbd Halle hatte übrigens viel über seine Aufbauhilfe im Irak erzählt, dorthin müssen wir wohl Loks exportiert haben.
Mein Interesse für einen solchen Einsatz wurde jedoch regelrecht abgewürgt..."wir brauchen hier unsere Lokführer..."
Später war der Personalmangel bei der DR so gewaltig, daß man als Lokführer nach dem 6 Wochen Grundausbildung bei der NVA seinen Wehrdienst auf dem Führerstand ableistete, deshalb meine Anfrage nach möglicherweise verdeckter Kritik, an Deiner damaligen Entscheidung.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#14

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:32
von Gert | 12.354 Beiträge

wurde denn den afrikanischen Staaten auch Militärhilfe gewährt ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#15

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:33
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von harleydavid
Hallo Hackel 69
Vielleicht hatt es daran gelegen das ich nur Landmaschinen /Traktorenschlosser gelernt habe und davon gab es sicherlich genug.
Warscheinlich hatt aber auch das "Vitamin B" meines Vaters eine Rolle gespielt.
Gruss HD


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#16

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:45
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von harleydavid
Hallo Feliks
Na aber sicher doch ,es sind keine Geheimnisse. Es sind auch mehr DDR-Bürger im "Nicht-Sozialistischen Ausland" gewesen ,
als allgemein bekannt war. Allein in unserer Basis in Lobito waren wir rund 15 Mann incl. Basisleiter mit Frau (Küche) und Doktor und Krankenschwester (haben im dortigen Krankenhaus gearbeitet).In ganz Angola glaube ich waren es 5 Basen.
Desweiteren gab es Basen in Nicaragua , auf Cuba , Sao Tome und Principe , Capo Verde , Guinea Bissao ,etc.
Natürlich in erster Linie Länder mit sozialistischer Grundrichtung.
Aber wo fange ich an ,bei der Beantwortung deiner Fragen
Am besten ganz vorn!
Wir waren eine ganz normale Familie.Absolut keine Vorzeigebürger und keiner Angehöriger des MFS.
Mama , Papa und vier Kinder.
Mein Vater ist schon ewig lange Zeit als Spezialist für das " Kombinat FORTSCHRITT- Landmaschinen als
Reisekader im Ausland gewesen.Überall dorthin wo DDR-Landtechnik im Einsatz war.Und glaub mir, es waren viele
Länder in denen sich unsere Technik bewährt hat.Jedenfalls ,das wollte ich auch und mein ganzes Handeln und Bestreben
ist darauf hinausgelaufen. FDJ-Mitglied ; Mitglied der SED , Unteroffizier auf Zeit .
Nach der Entlassung habe ich im Zentralrat der FDJ , Unter den Linden, Abt. Brigaden der Freundschaft vorgesprochen und mich beworben, Naja , ok , mein Vater kannte durch seine Tätigkeit so einige Leute und natürlich auch Funktionäre der FDJ ,
man bekommt im Ausland doch ein anderes Zugehörigkeitsgefühl und lernt Landsleute zu schätzen.
Ich glaube 11/2 Jahre später saß ich schon auf der Schulbank in Bärenklau und habe Portugiesisch und Marxismus/Leninismus
gepaukt.In erster Linie aber Sprache.
Natürlich wurde uns dort auch gesagt wie man sich zu verhalten hatt,schliesslich repräsentierten wir ja unser Land und
unsere Jugendorganisation.Aber alles lief irgendwie ziemlich ruhig und normal ab,genauso wie später auch im direktem Einsatz.
Da gab es einfach keinen Stress,so wie in Perleberg wo jeder glaubte er müsse nun "SUPERROT "sein und den Kommunismus
mit dem Löffel fressen.
So, Bezahlung ! ganz einfach ,daheim den Durchschnittsverdienst aufs Konto und im Land gabs ,so ich mich recht erinnere ,
95 US Dollar zum jeweiligen Tageskurs einmal im Monat aufs "Versina"-Konto.
Achso, ein par Quanzas (Währung in der VR Angola) gab es auch noch vom dortigen Träger der ENAMA (Lanwirtschaftsbetrieb)
Zum Einsatz wie schon erwähnt . Wir waren zwei Gruppen,die eine hatt in der Provinzhauptstadt Benguela mit den dortigen
Angolanern eine neue Basis errichtet und die zweite Gruppe hatt versucht, in einer kleinen LKW Werkstätte, aus Angolanern
Lastwagenmechaniker zu machen, sowohl in Praxis wie auch in Theorie (war meine Abteilung)
Ausreise war im September wenn ich nicht irre und Urlaub gab es einmal. Die mit Familie und Kindern zu Weihnachten und der
Rest zum Jahreswechsel
Vor Ort konnten wir ausser arbeiten nicht viel machen . Bedenke es war Krieg im Land und nur in den grösseren Städten
war es wirklich sicher, sowie auch die Verbindungsstrasse Lobito- Benguela
Wir waren einmal mit den Militärcubanern ausserhalb der Stadt und hatten auch gleich Berührung mit der Unita und nach ein paar
Schüssen von beiden Seiten haben wir es dann vorgezogen, lieber mit den Zivilcubanern oder Russen angeln zu gehen oder Kino zu besuchen oder uns zum Videoabend bei den Bulgaren einzuladen.
Wir haben in einem Hochhaus gewohnt ,in dem uns eine gesamte Etage gehörte.Dort waren auch Russen sowohl Zivil wie auch
Militär untergebracht.Die sind ,genauso wie die Bulgaren ,ständig Streife gegangen .Tag und Nacht. Man hatt sie garnicht bemerkt,aber sie waren dort und haben ein sicheres Gefühl vermittelt.Kontakte zu NSW Bürgern gab es eigentlich keine ,es waren auch ,ausser ein paar
portugiesische Entwiklungshelfer, keine dort. Jedenfalls mir nicht bekannt.Aber Lobito ist natürlich eine grosse Stadt mit einem gut funktionierenden Tiefseehafen und damals sogar einem Lotsen aus der DDR der dort gearbeitet hatt und zu dem wir beste Kontakte hatten.Super war es wenn ein DDR Schiff kam. Alleman aufs Schiff ,Essen und Trinken vom Feinsten und bis zum
Abwinken und unser Lager konnten wir so in der Regel auch noch auffüllen.
Eine Nachbereitung gab es in dem Sinne nicht wirklich , ich habe auch keine Berichte schreiben müssen. Das wird sicher der
Basisleiter an die dementsprechenden Stellen wie FDJ ; SED, MfS usw. gemacht haben.
Nach meiner Rückkehr hätte ich 4 Wochen später wieder ausreisen sollen , es sollte nach Äthiopien gehen ,als Mitglied
bei den Erntebrigaden der FDJ, aber leider hatte meine Ehe zu dem Zeitpunkt bereits einen Tiefpunkt erreicht und ich hoffte ,
wenn ich daheim bliebe könnte ich diese noch retten. So habe ich den Einsatz abgesagt. FEHLER ,grosser FEHLER , die Ehe
ging trotzdem den Bach runter ,wir wurden geschieden und ich wurde als Reisekader gestrichen da mir von da an der Familienhalt fehlte.
So ,nun tun mir reichlich die Finger weh, ich hoffe ich habe Dir einen kleinen Einblick geben können .
Wenn du weitere Fragen haben solltest , bitte nur zu ich versuche mein Bestes.
Bin aber nur bis 17.00 Uhr online , dannerst morgen ab 09,00 Uhr erst wieder.
Gruss HD




@HD da du wie ich gelesen habe im bereich der landwirtschaft tätig warst kann ich diesen beitrag zustimmen und das abhaken der einsätze machte ein dr. richter stellv. minister für aus- und weiterbildung im ministerium für land- forst- und nahrungsgüterwirtschaft, endgüldig bestätigt durch dr H.C staatssekretär im MfLFN. du hast auch die landjugend angesprochen, auch das fiel in seinen bereich und da gab es jedes jahr ein treffen wo die stellv. minister 3 tage anwesend waren. im übrigen fielen nationale wie internationale einsätze alle unter das thema landjugend im bereich des MfLFN. was vorher geschrieben wurde wegen alte leute über 40 die in fdj hemden gesteckt wurden ist quatsch. wenn ich es nicht besser wüßte würde ich den namen dr. richter nicht kennen.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 14.05.2012 12:55 | nach oben springen

#17

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 12:59
von harleydavid (gelöscht)
avatar

Hallo Gert
Davon weiss ich nichts , zumindestens von Seiten der DDR. Es waren jedoch viele Militärs aus der UdSSR aus Bulgarien und auch aus Cuba vor Ort.
Was die aber neben den schon von mir erwähnten Sicherungsaufgaben dort gemacht habe weiß ich nicht.
Ich kann mir aber vorstellen das es Ausbildungstätigkeiten waren.
Auch die von uns reparierten oder zu reparierenden W50 waren durchweg Zivilfahrzeuge.
Gruss HD


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#18

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 13:04
von harleydavid (gelöscht)
avatar

Hallo EK82/2
In unserer Brigade war,ausser dem Basisleiter und seiner Frau und dem Doktor, keiner älter als 30 und das kann ich auch von
anderen Basen ,die ich kannte sagen,
Gruss HD


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#19

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 13:10
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von harleydavid
Hallo EK82/2
In unserer Brigade war,ausser dem Basisleiter und seiner Frau und dem Doktor, keiner älter als 30 und das kann ich auch von
anderen Basen ,die ich kannte sagen,
Gruss HD


@HD sage ich ja. ich weis es weil ich ein kraftfahrer von deinen obigen war die deine einsätze und anderes abhakten.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#20

RE: FDJ Brigaden der Freundschaft - Einsatz in der VR Angola

in Leben in der DDR 14.05.2012 13:16
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Gert
wurde denn den afrikanischen Staaten auch Militärhilfe gewährt ?






Warum denn nicht,war doch ganz normal.Tat doch der Westen genauso und tut es noch heute.


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