#21

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2012 19:07
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von passport




Frage wurde von mir schon einmal im Thread "Jenseits der Mauer "beantwortet !

3. Bei dem versuchten Durchbruch liefen sofort mehere "Grenzer" mit Kalaschnikows ins Bild und und schossen Dauerfeuer. So ein Unsinn. Als Dienstwaffe trugen die männlichen Angehörigen der Grenzabfertigung (Zoll und PKE) nur die PM 9. In den Gruppenführerbereich ( Gesamt 3 in Marienborn) standen im Waffenschrank je 2 AKM 47. Bei Alarmauslösung wurden durch 2 festgelegte MA neuralgische Punkte der Güst mit der Langwaffe gesichert. Bei einem versuchten Grenzdurchbruch wurde nur Alarm ausgelöst, damit die Kfz.-Sperren geschlossen werden konnten. Der Einsatz der Schusswaffe war auf dem Gelände einer Güst verboten. Die PM 9 diente nur dem persönlichen Schutz des MA und der Reisenden bei eventuellen terroristischen Handlungen auf dem Gelände der Güst.

passport



Huch, Entschuldigung vielmals, wenn ich so alt wäre wie meine Kinder jetzt wär ich sicher fitter im Suchen von alten Beiträgen
Trotzdem danke, somit ist meine Frage beantwortet.


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#22

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2012 11:28
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Wie hieß dass so schön in den sechziger Jahren während der Zeit des Vietnamkrieges von offiziellen Seiten und einer bestimmten Presse in der Bundesrepublik?:
Die Freiheit von West-Berlin wird in Vietnam verteidigt!
Merke also, nur der Westen durfte aus "übergeordneten Gründen" und im Namen der Freiheit töten.

Jeder Mauertote ist Einer zuviel, aber es sollte nicht immer krampfhaft so getan werden als ob Unrecht nur in der DDR und anderen sozialistischen Staaten passierte und das was in der westlichen Welt, 'wir bomben Nordvietnam in die Steinzeit zurück' geschah waren/sind bedauerliche Ausrutscher und haben überhaupt nicht das entfernteste mit dem System zu tun.

Geschichtlich Zusammenhänge kann ich tapfer leugnen, negieren und ausblenden, trotzdem sind sie vorhanden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#23

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2012 18:51
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von passport
Zitat von Grenzwolf62

Eine Frage, wie war das allgemein mit dem Gebrauch der Schusswaffe in den Übergangsstellen geregelt?
Es waren ja dort oft Zivilisten vor Ort und auch beim gezieltem Schuss kann es ja z.B. zu Querschlägern kommen wo unbeabsichtigt unbeteiligte zu Schaden kommen konnten, stelle mir vor das die diplomatischen Verwicklungen beim eventuellen Verletzen eines Amerikanischen Millitärangehörigen enorm gewesen wären.
In dem geschilderten Fall hier scheint ja der bewaffnete mit einer Geisel durchbrechen zu wollen ohne vordergründige Tötungsabsicht.
Also war die Premisse eher Durchbruch verhindern auf jeden Fall und mit allen Mitteln, oder eher Zurückhaltung im Schusswaffengebrauch?


Gab es dazu konkrete Dienstanweisungen?


Frage wurde von mir schon einmal im Thread "Jenseits der Mauer "beantwortet !

3. Bei dem versuchten Durchbruch liefen sofort mehere "Grenzer" mit Kalaschnikows ins Bild und und schossen Dauerfeuer. So ein Unsinn. Als Dienstwaffe trugen die männlichen Angehörigen der Grenzabfertigung (Zoll und PKE) nur die PM 9. In den Gruppenführerbereich ( Gesamt 3 in Marienborn) standen im Waffenschrank je 2 AKM 47. Bei Alarmauslösung wurden durch 2 festgelegte MA neuralgische Punkte der Güst mit der Langwaffe gesichert. Bei einem versuchten Grenzdurchbruch wurde nur Alarm ausgelöst, damit die Kfz.-Sperren geschlossen werden konnten. Der Einsatz der Schusswaffe war auf dem Gelände einer Güst verboten. Die PM 9 diente nur dem persönlichen Schutz des MA und der Reisenden bei eventuellen terroristischen Handlungen auf dem Gelände der Güst.

passport



Welche Dienstwaffe trugen Frauen bei PKE (und Zoll) in der DDR? Bei der VP wurden von Frauen in Uniform PM 9 getragen.



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#24

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2012 19:34
von Icke | 95 Beiträge

Mir ist nicht bekannt gewesen das es besondere Befehle für die Anwendung der Schusswaffe an der GÜST gab und sie direkt verboten war. Ging ja auch nicht das war ja auch Grenze. Natürlich alles im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die DDR sichert die gesamte Grenze zur BRD und WB und an den GÜST wird freundlich durchgewunken? Hätte das nicht den Druck auf die Grenze an den sensiblen Stellen erhöht und das war wohl nicht gewollt. Egal wo im GD bei einer Gefährdung von dritten war die Anwendung der Schusswaffe nicht die Richtige Wahl.


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#25

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2012 20:22
von passport | 2.639 Beiträge

Welche Dienstwaffe trugen Frauen bei PKE (und Zoll) in der DDR? Bei der VP wurden von Frauen in Uniform PM 9 getragen

Frauen wurden an der PM 9 ausgebildet. Im Dienst trugen die weiblichen MA des Zolls und der PKE keine Waffen.

Zur Anfrage von Icke :

Die PM 9 war eine Dienstwaffe zur Selbstverteidigung. Auf Grund der Größe der Güst Marienborn/A. gab es andere Varianten um GV zu stoppen.

passport


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#26

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2015 20:11
von utkieker | 2.924 Beiträge

Innerhalb des Kontrollterritoriums wurden normalerweise keine Schusswaffen mitgeführt. Trotz Beschwerden seitens des PKE haben wir die Wachablösung an der Ramme, in der Regel bewaffnet über das Kontrollterritorium entlang der B71 abgewickelt. Eigentlich hätten wir an der Flanke entlang marschieren müssen. Der Kommandeur der GÜST hatte aber keine Einwände gegen diese Praxis. Allerdings sind wir aber auch nie direkt über die Kontrollstrecke gegangen sondern rechts an den Garagen entlang.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#27

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2015 20:46
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #26
Innerhalb des Kontrollterritoriums wurden normalerweise keine Schusswaffen mitgeführt. Trotz Beschwerden seitens des PKE haben wir die Wachablösung an der Ramme, in der Regel bewaffnet über das Kontrollterritorium entlang der B71 abgewickelt. Eigentlich hätten wir an der Flanke entlang marschieren müssen. Der Kommandeur der GÜST hatte aber keine Einwände gegen diese Praxis. Allerdings sind wir aber auch nie direkt über die Kontrollstrecke gegangen sondern rechts an den Garagen entlang.

Gruß Hartmut!



Naja @utkieker , die PM 9 oder die AKM sind keine Schusswaffen ? Auch der Techniker (Sik) des DHO der Güst trug bei senen Rundgang über die Güst seine Dienstpistole.
Wenn Du aber die Sik allgemein meinst betrat Diese (Güst Marienborn / A.) den Abfertigungsbereich überhaupt nicht.



passport


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#28

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2015 23:10
von utkieker | 2.924 Beiträge

Nun @passport, Marienborn war sicherlich ein anderes Kaliber als die GÜST in Salzwedel, selbst wenn ich Gehilfe vom Dienst war bin ich nie direkt durch die Kontrollstrecke zur Führungsstelle gegangen. Der DHO hat die Führungsstelle nie verlassen und als Gehilfe hatte ich dann (unbewaffnet) Botengänge zu erfüllen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
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#29

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.11.2015 14:51
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Hallo ich hätte da mal ein Anliegen an passport oder pitti. Da ich für Deutrans unterwegs war bin ich des öfteren über Helmstedt Marienborn wieder in die DDR eingereist. In den 80er Jahren ich glaube es war 1987,ist mir folgendes widerfahren.
Wir durften ja nur im begrenzten Rahmen im Ausland tanken, so kam es wie es kommen musste. Mein Kraftstoff war etwas eng bemessen, da der LKW an der Helmstedter Zollrampe schräg stand zog der Motor Luft ins Kraftstoff System. Ich kam gerade noch bis zum weißen Strich und der Motor versagte seinen Dienst. Ja Kupplung getreten und nur noch rollen gelassen, in der senke an der Kfz Sperre war Schluss. Es hat nicht lange gedauert stand ein Postenpaar neben mir,frage was sei denn los, antwort kein Sprit mehr. Umgehend haben sie den nächsten DDR LKW angehalten und ich mußte aus dessen Tank Diesel entnehmen um weiter fahren zu können. Meine Frage, ist das eine Situation die irgendwo schriftlich festgehalten wurde und welche Einheit war dafür zuständig Sik oder Pke.
Ich denke mal das passport mir dazu bestimmt etwas sagen könnte.

Gruß oelprinz50


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#30

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 11:15
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Zum Thema versuchter Grenzdurchbruch hätte ich da noch ein Erlebnis. Es muss so 1983/84 gewesen sein genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls bin ich mal wieder von einer Tour zurück gekommen. Also den Kontrollpunkt Helmstedt in Richtung Marienborn verlassen beim erreichen des ersten Kontrollpunkt Marienborn bemerkte ich das auf der Militärspur die Schranke Richtung Osten verborgen war.
Ich dachte grenzdurchbruch Richtung Osten das kann ja wohl nicht sein, nach ca. 2 Stündiger Abfertigungspause ging es dann weiter.
Beim verlassen der GÜST bemerkte ich einen mit Sichtschutz umstellten PKW auf der Militärspur liegen, es war nur noch ein Schrotthaufen.
Vielleicht kann ich von Euch näheres über diesen Vorfall erfahren.

Gruß oelprinz50


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#31

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 12:16
von Rainer-Maria Rohloff | 1.374 Beiträge

Vielleicht so Oelprinz könntest du das Ganze von der Jahreszeit(Monat) her noch näher beziffern? Und ne, ich war wo völlig anders am Kanten aber für die Truppenteile die du hier erreichen willst wäre das bestimmt hilfreicher.

Rainer-Maria



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#32

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 17:49
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Ja Rainer würde ich gerne machen , aber bei ca. 50 Grenzabfertigungen im Jahr auf der GÜST Marienborn ist es nicht einfach. Da ich ja 10 Jahre für Deutrans unterwegs war kommt da schon einiges zusammen.
Meine Aufzeichnungen sind nach so viel Jahren auch nicht mehr vollständig.
Darum kann ich nur ungefähre Angaben machen, aber ich denke das dieser Vorfall bestimmt irgendwo Beachtung gefunden hat.
Vermute mal das User Spielregel darüber etwas berichten könnte warten wir mal ab.

Gruß oelprinz50


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.11.2015 17:51 | nach oben springen

#33

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 18:05
von mibau83 | 828 Beiträge
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#34

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 18:14
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #33
war es eventuell dieser vorfall 1982 ?

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Opfer...rgen/index.html

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Opfer...nita/index.html


Wenn es der war, bin ich ein paar Tage zuvor versetzt worden. Kenne diesen Vorfall nicht


Oelprinz50 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 18:48
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #33
war es eventuell dieser vorfall 1982 ?[...]

Der Fall passt nicht mit der Beschreibung von @Oelprinz50 (nach Osten
verbogene Schranke) zusammen.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#36

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.11.2015 20:07
von mibau83 | 828 Beiträge

deshalb von mir auch diese anfrage. größere zwischenfälle dieser art waren wohl auch in marienborn ehr die ausnahme!


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#37

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2015 00:34
von Oelprinz50 | 77 Beiträge

Also das Fahrzeug lag an der vorkontrolle wo man die A2 in Richtung GÜST Marienborn verlassen hat.
Wie schon gesagt habe ich die GÜST in Richtung Berlin verlassen und genau wo die Zufahrt von der GÜST Marienborn wieder auf die A2 führte lag der Pkw. Ob das nun 1982 war kann schon sein aber wenn ich den Bericht lese lag der Pkw unten in der senke am Prellbock. Das deckt sich nicht mit meinen Beobachtungen.
Oelprinz50


zuletzt bearbeitet 09.11.2015 00:35 | nach oben springen

#38

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2015 21:00
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von Oelprinz50 im Beitrag #29
Hallo ich hätte da mal ein Anliegen an passport oder pitti. Da ich für Deutrans unterwegs war bin ich des öfteren über Helmstedt Marienborn wieder in die DDR eingereist. In den 80er Jahren ich glaube es war 1987,ist mir folgendes widerfahren.
Wir durften ja nur im begrenzten Rahmen im Ausland tanken, so kam es wie es kommen musste. Mein Kraftstoff war etwas eng bemessen, da der LKW an der Helmstedter Zollrampe schräg stand zog der Motor Luft ins Kraftstoff System. Ich kam gerade noch bis zum weißen Strich und der Motor versagte seinen Dienst. Ja Kupplung getreten und nur noch rollen gelassen, in der senke an der Kfz Sperre war Schluss. Es hat nicht lange gedauert stand ein Postenpaar neben mir,frage was sei denn los, antwort kein Sprit mehr. Umgehend haben sie den nächsten DDR LKW angehalten und ich mußte aus dessen Tank Diesel entnehmen um weiter fahren zu können. Meine Frage, ist das eine Situation die irgendwo schriftlich festgehalten wurde und welche Einheit war dafür zuständig Sik oder Pke.
Ich denke mal das passport mir dazu bestimmt etwas sagen könnte.

Gruß oelprinz50



@Oelprinz50

Da bist du nicht der einzigste gewesen dem so etwas passierte

Für Unfälle und Pannen war der Kommandant der GT zuständig. Wenn erforderlich wurde ein Protokoll durch die GT angefertigt. Natürlich informierte der Kommandant (DHO) der GT den ZF der PKE über alle Vorkommnisse auf dem Gelände der Güst und deren Zufahrten. Dieses wurde auch im Lagefilm der Dienstschicht der PKE eingetragen. Wenn es erforderlich war mehr Informationen über das Vorkommnis zu erfahren wurde das Kennzeichen im LKW-Bereich ausgelegt. Die Befragung des Fahrers erfolgte dann duch den dort tätigen Passkontrolleur, wenn erforderlich durch einen KE.


passport


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#39

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2015 21:08
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von Icke im Beitrag #24
Mir ist nicht bekannt gewesen das es besondere Befehle für die Anwendung der Schusswaffe an der GÜST gab und sie direkt verboten war. Ging ja auch nicht das war ja auch Grenze. Natürlich alles im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die DDR sichert die gesamte Grenze zur BRD und WB und an den GÜST wird freundlich durchgewunken? Hätte das nicht den Druck auf die Grenze an den sensiblen Stellen erhöht und das war wohl nicht gewollt. Egal wo im GD bei einer Gefährdung von dritten war die Anwendung der Schusswaffe nicht die Richtige Wahl.



Nochmals, im Kontroll - und Abfertigungsbereich der Grenzabfertigung durfte die Schusswaffe nur zur Gefahrenabwehr und zum Schutze der Reisenden und Kontrolleure unter Beachtung der Schusswaffengebrauchsbestimmung eingesetzt werden.


passport


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#40

RE: verhinderter Grenzdurchbruch.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2015 21:18
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #33
war es eventuell dieser vorfall 1982 ?

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Opfer...rgen/index.html

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Opfer...nita/index.html




Der Vorfall ist mir noch gut in Erinnerung. Es konnte nie geklärt werden warum die Fahrzeuginsassen ihr Fahrzeug wendeten und mit hoher Geschwindigkeit, ca. 150 Km/h, auf der Einreisespur Richtung HE fuhren. Entsprechend den Befehlen wurde Güstalarm ausgelöst. Dh. alle Sperren wurden unter Beachtung des Reiseverkehrs geschlossen. Bei dieser hohen Geschwindigkeit hatten die Personen bei den Aufprall auf die Kfz.-Rollsperre keine Überlebenschance.


passport


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