#21

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 08:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars
Ich gehöre zu den Undankbaren.
5 Jahre Arbeitslosigkeit hätte ich mir zu gern erspart.



Das ist ohne Frage schmerzlich.
Du meinst aber dieses Schicksal wäre dir beim Weiterbestehen der DDR unter den damaligen Bedingungen erspart geblieben?
Die Vollbeschäftigung war nicht ökonomisch bedingt sondern künstlich ideologisch erzeugt, viele Arbeitsplätze waren schlichtweg unproduktiv.
Dies hat den wirtschaftlichen Niedergang der DDR und ihr Ende mit herbeigeführt.


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#22

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#23

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:20
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".





und was hat diese Aussage mit der Überschrift des Theads zu tun ?



edit Fehler


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 07.05.2012 09:20 | nach oben springen

#24

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:29
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von damals wars
Ich gehöre zu den Undankbaren.
5 Jahre Arbeitslosigkeit hätte ich mir zu gern erspart.


@damals wars, warum zählst du dich als undankbar für eine geschichtsepoche der es niemanden zu danken gibt? weder scham noch dank müßen die ddr bürger haben. im gegenteil wenn ich die entwicklung der letzten 22 jahre sehe sollten sich die politiker und unternehmer der großkonzerne vor dem ganzen deutschen volk schämen.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#25

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:34
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".





und was hat diese Aussage mit der Überschrift des Theads zu tun ?



edit Fehler



@gert, da wurde "soziale" betont!!!!!! andersrum gesagt: wir gehen rückwärts, aus dem sozialkapitalismus der brd und dem sozialismus der ddr landeten wir im kapitalismus und unsere urenkel vielleicht wieder im feudalkapitalismus. so unrealistisch ist dieser gedanke gar nicht.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 07.05.2012 09:36 | nach oben springen

#26

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:35
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von DoreHolm
Grenzwolf, wo hört Kritik an den Geschehnissen auf und wo fängt Jammerei an ? Die Grenzen sind sicher sehr fließend und abhängig vom Standpunkt des Betrachters. Für den Einen ist das Glas noch halb voll, für den Anderen eben schon halb leer.



Mir geht es darum das oft Schwarz-Weiss-Malerei um jeden Preis betrieben wird und persönliche negative Erlebnisse einer Gesellschaft aufgepfropft werden die das so nicht verdient.
Das die DDR als Staat am wirtschaftlichem Ende war, wird wohl niemand abstreiten wollen, die so genannten sozialen Errungenschaften waren erkauft mit einer jahrelangem Misswirtschaft, dieser Staat wäre in ein ökonomisches Desaster getrudelt mit unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung.
Ich behaupte mal ganz unverblümt das sogar die Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet gewesen wäre.
Es war alles mühsam aufrechterhaltene Fasade, was im Neuem Deutschland stand war ein unendlicher Selbstbetrug.
Dieses jetzt in der Gegenwart als auf dem Altar des Kapitalismus geopferte soziale Sicherheit zu beweinen, nun gut.
Dann dieser Begriff Übernahme, mein Gott, was blieb denn am Ende realistisch gesehen übrig als die Vereinigung?
Gesamtdeutschland hat dann Milliarden in den niedergewirtschafteten Osten gepumpt, den harschesten Kritikern ist sicherlich auch der Unterschied vom Zustand der Städte damals und heute aufgefallen, oder das die Gewässer wieder sauber sind und keine stinkenden Kloaken mehr?
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.
Aber was ist die Alternative, die Planwirtschaft, der Sozialismus?
Also schäme ich mich als ehemaliger DDR-Bürger eher für undifferenzierte Ignoranz.





Es ist ja nicht so, daß man diesen bequemen Pakt mit den westdeutschen Brüdern und Schwestern von Anfang an verteufelt hätte, wir waren ja bis etwa zur Jahrtausendwende eine perfekte Symbiose aber dann kam Schröder und die Globalisierung mit der Folge, daß nun auch ehemalige Entwicklungsländer ihren Anteil am Wachstum einforderten mit allen Konsequenzen für unsere Volkswirtschaft wie der Niedriglohnkultur und den steigenden Rohstoffpreisen.
Diese Opfer, die wir daraufhin nun alle zu bringen haben, sind unabhängig von der deutschen Einheit notwendig geworden.
Jener SPD- Bundeskanzler sorgte deutschlandintern einst dafür, daß es nur sehr wenige Profiteure dieser Globalisierung gab, indem er sich vorbehaltlos in den Dienst der Bosse gestellt hat und den Kasinokapitalismus entgegen den Warnungen der eigenen Parteikollegen, wie Lafontaine oder O. Schreiner von der Leine gelassen hatte.
Für mich persönlich haben sich in dieser Phase die beiden Trendkurven beim Vergleich DDR- Einheitsdeutschland geschnitten, hier wurde ich wieder DDR- Bürger im Herzen, weil in dieser Phase klar wurde, daß wir im Erste- Welt- Land ohne die konkurrenzlose Plünderung fremder Ressourcen und die Ausbeutung anderer Völker ins Hintertreffen geraten.
Jetzt wo BRIC- Staaten einen Wohlstandsschub auf unsere Kosten zumindest genauso ehrlich wie wir zu erwirtschaften in der Lage sind, wird klar wie groß der Reparaturstau dieser ehemals perfekten Marktwirtschaft wirklich ist.
Es sollte jetzt eigentlich andere Fronten als Ost gegen West geben, wenngleich es erlaubt sein muß zu unterstellen, daß die DDR vom alten Status aus gesehen auch ein solcher BRIC- Staat im europäischen Maßstab hätte werden können.
Man entschloß sich für den bequemeren Weg und kroch eben unter die Glucke Bundesrepublik, von Globalisierung und neuen Verteilungskämpfen war 1990 ja noch nicht viel zu sehen.



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#27

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".




Aha, ein Fachmann sinniert über die freiheitlich demokratische Grundordnung, ok.
Ich nenne mal Marktwirtschaft lieber nur Marktwirtschaft, steht mir ja sicherlich frei, oder?
Ganz so klein bin ich mit 1,83 nun auch nicht gerade, achso, der Zwergen-Thread war ja ein anderer.


zuletzt bearbeitet 07.05.2012 09:43 | nach oben springen

#28

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:43
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von EK 82/2

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".





und was hat diese Aussage mit der Überschrift des Theads zu tun ?



edit Fehler



@gert, da wurde "soziale" betont!!!!!! andersrum gesagt: wir gehen rückwärts, aus dem sozialkapitalismus der brd und dem sozialismus der ddr landeten wir im kapitalismus und unsere urenkel vielleicht wieder im feudalkapitalismus. so unrealistisch ist dieser gedanke gar nicht.
andy





Andy, ob du rückwärts gehst weiss ich nicht, aber ich gehe in der Regel vorwärts und mit mir Millionen andere Landsleute


.
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#29

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:45
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".




Aha, ein Fachmann sinniert über die freiheitlich demokratische Grundordnung, ok.
Ich nenne mal Marktwirtschaft lieber nur Marktwirtschaft, steht mir ja sicherlich frei, oder?



marktwirtschaft? das definiere ich inzwischen mit: billiglohn, ausbeutung, getürkte arbeitslosenstatistik, lohnunterschiede ost / west, usw. tolle marktwirtschaft.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#30

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 09:52
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ach Andy, wir sollten versuchen ein Thema differenziert zu behandeln nicht mit Knüppel aus dem Sack-Argumentation.
Also, es bliebe die Wahl zwischen Marktwirtschaft oder Planwirtschaft, ersteres funktioniert wenigstens ökonomisch, das letztere ist ja ein wenig, wo es real praktiziert wurde, gescheitert.
Bliebe noch der utopische Sozialismus als Mischung von beiden, der hat sich auch nicht als Alternative angeboten.


zuletzt bearbeitet 07.05.2012 09:58 | nach oben springen

#31

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 10:04
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Ach Andy, wir sollten versuchen ein Thema differenziert zu behandeln nicht mit Knüppel aus dem Sack-Argumentation.
Also, es bliebe die Wahl zwischen Marktwirtschaft oder Planwirtschaft, ersteres funktioniert wenigstens ökonomisch, das letztere ist ja ein wenig, wo es real praktiziert wurde, gescheitert.
Bliebe noch der utopische Sozialismus als Mischung von beiden, der hat sich auch nicht als Alternative angeboten.


grenzwolf, die planwirtschaft ist zum scheitern verurteilt, die marktwirtschaft wie sie momentan läuft muß scheitern weil die raffgier einiger sie selber erdrücken wird weil sie dem kleinunternehmer keine luft mehr lässt. wenn es ein system gäbe das weiterentwickelbar ist, war es die BRD im jahre 1980-1985 denke ich, aber nach der wende ging der schlitten den berg runter.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#32

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 10:39
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von EK 82/2

Zitat von Gert

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Grenzwolf62
Für sein eigenes Fortkommen muss in der Marktwirtschaft jeder selbst sorgen, da gibt es leider keine bunten Träume mehr, das ist wahr.




früher haben die kleinbürgerlichen oder die, die meinten dazu gehören zu dürfen, wenigstens das wort soziale vor marktwirtschaft geschrieben...
irgendwie fehlt mir noch im text vom @grenzwolf: "die freiheitlich demokratische grundordnung".





und was hat diese Aussage mit der Überschrift des Theads zu tun ?



edit Fehler



@gert, da wurde "soziale" betont!!!!!! andersrum gesagt: wir gehen rückwärts, aus dem sozialkapitalismus der brd und dem sozialismus der ddr landeten wir im kapitalismus und unsere urenkel vielleicht wieder im feudalkapitalismus. so unrealistisch ist dieser gedanke gar nicht.
andy





Andy, ob du rückwärts gehst weiss ich nicht, aber ich gehe in der Regel vorwärts und mit mir Millionen andere Landsleute



gert, solange uns andere länder überholen, nur ein bsp. staatlich verordneter mindestlohn um den ausbeutern einhalt zu bieten wie in anderen ländern was auch langsam zeitgemäß ist, gehen wir rückwärts. die arbeitslosenzahlen sinken und die armut nimmt zu in ganz deutschland. das nennst du fortschritt? ich nicht.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#33

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 13:40
von Techniker | 25 Beiträge

Also ick saare ma so:
Für was soll sich der DDR-Bürger schämen? Er hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Zustände sich in der DDR geändert haben. Dass er nun vom Regen in die Traufe gekommen ist, dafür sind letztendlich diejenigen verantwortlich, die in den letzten Tagen der DDR das Steuer ergriffen haben. Ich begreife durchaus, was der Grenzwolf hier postuliert. Für einen intelligenten und einigermassen fleissigen Typen findet sich in jeder Gesellschaftsordnung ein Platz, an dem er an seinem persönlichen Fortkommen arbeiten kann.
Schlimm ist es und wird es für Leute, die "Wollen, aber nicht können", wie es mein ehemaliger Kp.-Chef im AB-1, Hptm. Kühnel mal formulierte. Der Spruch ging so:
Wer will, aber nicht kann, dem müssen wir helfen.
Wer kann, aber nicht will, dem müssen wir einen über helfen!
Was aber passiert heute mit denen, die, obzwar fleissig und arbeitsam, durch das Anforderungsraster der Personalabteilungen fallen.
Da ist niemand, ich betone, niemand, der ihnen helfen will, sie werden abqualifiziert, sind froh und glücklich, wenn sie einen Job irgendwo bei einer Zeitarbeitsfa. erhalten, werden ausgequetscht und fallen gelassen. Aus dieser Masse von Menschen erwächst diesem Staat eine Gefahr. Eine Gefahr, die noch grösser werden wird, wenn in nicht zu ferner Zukunft die Rechnungen präsentiert wird für "Rettungsschirme", "Out of Area"-Einsätze und ähnliches. Schon jetzt trifft auf die USA zu, was einst Bert Brecht mit dem mächtigen Karthago verglich: Es war mächtig noch nach dem ersten Krieg, stark noch nach dem zweiten, es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Und da behaupte ich mal, auch die DDR wäre reformierbar gewesen, obwohl man durch ein Tal der Tränen hätte gehen müssen. Erst Gorbatschow hat die DDR verkauft, von da an gab es kein zurück mehr.


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#34

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 13:47
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Techniker
Also ick saare ma so:
Für was soll sich der DDR-Bürger schämen? Er hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Zustände sich in der DDR geändert haben. Dass er nun vom Regen in die Traufe gekommen ist, dafür sind letztendlich diejenigen verantwortlich, die in den letzten Tagen der DDR das Steuer ergriffen haben. Ich begreife durchaus, was der Grenzwolf hier postuliert. Für einen intelligenten und einigermassen fleissigen Typen findet sich in jeder Gesellschaftsordnung ein Platz, an dem er an seinem persönlichen Fortkommen arbeiten kann.
Schlimm ist es und wird es für Leute, die "Wollen, aber nicht können", wie es mein ehemaliger Kp.-Chef im AB-1, Hptm. Kühnel mal formulierte. Der Spruch ging so:
Wer will, aber nicht kann, dem müssen wir helfen.
Wer kann, aber nicht will, dem müssen wir einen über helfen!
Was aber passiert heute mit denen, die, obzwar fleissig und arbeitsam, durch das Anforderungsraster der Personalabteilungen fallen.
Da ist niemand, ich betone, niemand, der ihnen helfen will, sie werden abqualifiziert, sind froh und glücklich, wenn sie einen Job irgendwo bei einer Zeitarbeitsfa. erhalten, werden ausgequetscht und fallen gelassen. Aus dieser Masse von Menschen erwächst diesem Staat eine Gefahr. Eine Gefahr, die noch grösser werden wird, wenn in nicht zu ferner Zukunft die Rechnungen präsentiert wird für "Rettungsschirme", "Out of Area"-Einsätze und ähnliches. Schon jetzt trifft auf die USA zu, was einst Bert Brecht mit dem mächtigen Karthago verglich: Es war mächtig noch nach dem ersten Krieg, stark noch nach dem zweiten, es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Und da behaupte ich mal, auch die DDR wäre reformierbar gewesen, obwohl man durch ein Tal der Tränen hätte gehen müssen. Erst Gorbatschow hat die DDR verkauft, von da an gab es kein zurück mehr.



Wahre Worte.
Das Dilemma ist, wie soll man eine Gesellschaft organisieren wo allen recht getan werden kann?
Das wäre der ultimative Traum, die Verwirklichung ist fraglich.


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#35

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 13:49
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Techniker
Also ick saare ma so:
Für was soll sich der DDR-Bürger schämen? Er hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Zustände sich in der DDR geändert haben. Dass er nun vom Regen in die Traufe gekommen ist, dafür sind letztendlich diejenigen verantwortlich, die in den letzten Tagen der DDR das Steuer ergriffen haben. Ich begreife durchaus, was der Grenzwolf hier postuliert. Für einen intelligenten und einigermassen fleissigen Typen findet sich in jeder Gesellschaftsordnung ein Platz, an dem er an seinem persönlichen Fortkommen arbeiten kann.
Schlimm ist es und wird es für Leute, die "Wollen, aber nicht können", wie es mein ehemaliger Kp.-Chef im AB-1, Hptm. Kühnel mal formulierte. Der Spruch ging so:
Wer will, aber nicht kann, dem müssen wir helfen.
Wer kann, aber nicht will, dem müssen wir einen über helfen!

Was aber passiert heute mit denen, die, obzwar fleissig und arbeitsam, durch das Anforderungsraster der Personalabteilungen fallen.
Da ist niemand, ich betone, niemand, der ihnen helfen will, sie werden abqualifiziert, sind froh und glücklich, wenn sie einen Job irgendwo bei einer Zeitarbeitsfa. erhalten, werden ausgequetscht und fallen gelassen. Aus dieser Masse von Menschen erwächst diesem Staat eine Gefahr. Eine Gefahr, die noch grösser werden wird, wenn in nicht zu ferner Zukunft die Rechnungen präsentiert wird für "Rettungsschirme", "Out of Area"-Einsätze und ähnliches. Schon jetzt trifft auf die USA zu, was einst Bert Brecht mit dem mächtigen Karthago verglich: Es war mächtig noch nach dem ersten Krieg, stark noch nach dem zweiten, es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Und da behaupte ich mal, auch die DDR wäre reformierbar gewesen, obwohl man durch ein Tal der Tränen hätte gehen müssen. Erst Gorbatschow hat die DDR verkauft, von da an gab es kein zurück mehr.


genau das gegenteil erleben wir heute. fachkräftemangel wird vorgehalten um billigjober aus dem ausland zu holen aber keine eigenen fachkräfte eingestellt weil die nicht mit 400 euro abzuspeisen sind, bzw dann auch dafür nur ihre tariflichen arbeitsstunden machen. beispiele gibt es in allen dienstleistungsbereichen und wer zweifelt soll mal eine fingierte bewerbung an einen einzelhandel schreiben. am besten eine als ungelernte arbeitskraft und eine als ausgebildete fachkraft mit erfahrung. wetten das die ungelernte arbeitskraft den zuschlag erhält!


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#36

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 17:44
von Uleu | 528 Beiträge

Im Westen ist eben alles viel besser .... der Schnee ist vieeel weisser, das Gras ist vieeel grüner und die Dummen sind alle vieeeel dümmer ....


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#37

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 18:20
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Uleu

Im Westen ist eben alles viel besser .... der Schnee ist vieeel weisser, das Gras ist vieeel grüner und die Dummen sind alle vieeeel dümmer ....


naja, im westen geht die sonne später auf. doch nur der frühe vogel fängt den wurm und das scheint einigen zu missfallen.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#38

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 18:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Und Westberlin ging die Sonne nur auf. Ringsrum Osten *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#39

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 18:58
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von 94
Und Westberlin ging die Sonne nur auf. Ringsrum Osten *grins*


@94 sonst warste mal schlauer. aber hier versagte googel wohl. in westberlin war nie sonne weil sie nördlich zieht. wb sah maximal den schein wie es sein könnte wenn....


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 07.05.2012 18:58 | nach oben springen

#40

RE: Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

in Leben in der DDR 07.05.2012 20:26
von Fritze (gelöscht)
avatar

Immer ruhig Blut Freunde ! Auch die Letzten dürften heute mitbekommen haben ,wie sich Reformen in den letzten 25 Jahren gewandelt haben.Es war schon immer Kapitalismus damit gemeint,auch wenn es schön verpackt war, in solche hochtrabende Begriffe wie :
1. Freiheit
2.Wohlstand für alle

Ich hab mal als 14jähriger gelesen."Demokratie ist die Freiheit der Andersdenkenden !"
Davon ist leider nicht viel übriggeblieben.


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