#101

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 10.05.2012 22:39
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat Gert

@passport
Und wie siehst du bei widerechtlich Inhaftierten Menschen in der DDR das Thema "Zwangsarbeit" ? Unter widerrechtlich sehe ich alle sog. Strrafdelikte wie Republikflucht , Verbindungsaufnahme ( so hiess das doch, wenn die Leute ans Westfernsehen schrieben), Staatsverleumdung ( wenn du irgendeine Kritik an diesem Staat äußerst) usw.



Zitat von .W.S.

02.05.2012

Die Arbeitswelt der DDR war um ein Vielfaches humaner, als die heutige. Sie kannte weder Leiharbeit, dauerbefristete Arbeitsverträge, unbezahlte Praktika und auch sonst keine prekären Arbeitsverhältnisse. Die Gewerkschaften hatten in den Betrieben Mitspracherechte, von denen die Gewerkschaften heute nur träumen können. Da alle Arbeit hatten, war Arbeitslosigkeit kein existenzielles Problem.
Im zum Verantwortungsbereich des Ministeriums des Inneren gehörenden Strafvollzug der DDR wurden „politische Häftlinge“ genauso behandelt wie verurteilte Kriminelle. Die maximal 5 % „Politischen“ waren also mit den ca. 95 % Kriminellen vermischt. Sollten also „politische“ Häftlinge für IKEA gearbeitet haben, dann unter absolut gleichen Bedingungen gemeinsam mit Kriminellen. Eine solche Arbeit war keine zusätzliche Bestrafung, sondern Normalität.


So nebenbei bemerkt arbeiteten auch MA des Mfs in den letzten Jahren der DDR bereits in der Produktion, vornehmlich in den Braunkohletagebauen. Im übrigen zu gleichen Bedingungen wie Alle dort.

passport


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#102

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 17:55
von PF75 | 3.291 Beiträge

wieso kommt sowas erst nach über 20 Jahren ans Tageslicht?
Habeb die in Berlin geschlammpert oder hat man im moment nix anderes mit denen man den Leuten wieder irgendwelche Schuldgefühle einreden will.
Mal ganz stark überspitzt könnte man ja sagen der Gorßteil der DDR-Bevölkerung wurde auch als "Zwangsarbeiter" ausgenutzt,denn wen man nicht arbeiten hätte wollen ,wäre man ja mit dem Gesetz in Konflikt geraten und zu Arbeit "überedet" worden.
So könnte man auch zu dem Schluß kommen wir waren alle "Politische Gefangene"


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#103

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 20:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von PF75
wieso kommt sowas erst nach über 20 Jahren ans Tageslicht?
Habeb die in Berlin geschlammpert oder hat man im moment nix anderes mit denen man den Leuten wieder irgendwelche Schuldgefühle einreden will.
Mal ganz stark überspitzt könnte man ja sagen der Gorßteil der DDR-Bevölkerung wurde auch als "Zwangsarbeiter" ausgenutzt,denn wen man nicht arbeiten hätte wollen ,wäre man ja mit dem Gesetz in Konflikt geraten und zu Arbeit "überedet" worden.
So könnte man auch zu dem Schluß kommen wir waren alle "Politische Gefangene"




@ du meinst das zwar ironisch. Ich denke mal man sollte das mal näher beleuchten, weil ich den Gedanken gar nicht so abwegig finde. Wir analysieren :
Ad 1 ) die Bürger also die arbeitende Bevölkerung war mit rigiden Massnahmen am Verlassen des Territoriums gehindert.
Ad 2) wenn ich mich recht erinnere, war man als DDR Bürger zur Arbeit verpflichtet, andernfalls man in Internierungslager weggesperrt wurde zur " Umerziehung".
Ad 3) Der Lohn wurde durch den Monopolisten, den Staat diktiert, es gab keinen Verhandlungsspielraum, weil die sog.Einheitsgewerkschaften nicht die Interessen der Arbeiter vertraten sondern die Interessen des Staatsmonopolkapitalismus, bzw ihre hauptsächliche Rolle als Reisebüro sahen und dadurch sich nicht um die Belange der Arbeiter kümmerten.
Ad 4) Freie unabhängige Gewerkschaften als Gegengewicht zur AG - Seite waren verboten/nicht zugelassen.
Ad 5) Streiks der Arbeiter waren strikt verboten.
Diese aufgelisteten Kritierien sind meiner Meinung nach essentielle Voraussetzung für den Begriff Zwangsarbeit. Denn keinem dieser Zwangsmassnahmen konnte ein Arbeitnehmer in der DDR ausweichen ohne mit der Staatsgewalt in eine Konfliktsituation zu kommen.


edit Ad 5 ergänzt


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 11.05.2012 21:20 | nach oben springen

#104

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 21:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Geht's noch blöder?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#105

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 21:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Feliks, stimmt irgendetwas an den aufgelisteten Fakten nicht ? Ich korrigiere das gerne wenn es falsch ist.


.
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#106

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 21:50
von Fritze (gelöscht)
avatar

Ist heute eigentlich wieder Hirnregen in Dusseldorf gefallen.Warum warst du eigentlich bei der Grenzbrigade Küste und nicht Bausoldat ?Wahrscheinlich damit du heute n Bisschen mitreden kannst.Ich will Dir ja nicht resistente Geschichtsverklärung vorwerfen,aber wenn du Deine Jugend schon in D verbracht hättest,könntest Du heute nicht mal im Debilenforum mitreden.Du lauerst doch nur auf ein Stichwort um alles schlecht zu reden. Stell dir mal vor ,es gibt nicht wenige Leute ,denen die DDR nicht als grosses Straflager vorkam.


zuletzt bearbeitet 11.05.2012 21:59 | nach oben springen

#107

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 21:57
von damals wars | 12.113 Beiträge

Keinen Verhandlungsspielraum ist gut.
Jetzt musst Du noch behaupten, das niemand seinen Arbeitsplatz wechseln durfte, und der Unsinn ist perfekt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#108

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 21:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Fritze
Ist heute eigentlich wieder Hirnregen in Dusseldorf gefallen.
Warum warst du eigentlich bei der Grenzbrigade Küste und nicht Bausoldat ?Wahrscheinlich damit du heute n Bisschen mitreden kannst.Ich will Dir ja nicht resistente Geschichtsverklärung vorwerfen,aber wenn du Deine Jugend schon in D verbracht hättest,könntest Du heute nicht mal im Debilenforum mitreden.Du lauerst doch nur auf ein Stichwort um alles schlecht zu reden. Stell dir mal vor ,es gibt nicht wenige Leute ,denen die DDR nikcht als grosses Straflager vorkam.



nein, Bundesliga steht an, aber da durfte sich die "verbotene Stadt" gerade verabschieden.
Ach übrigens Bausoldaten gabe es zu meiner Wehrdienstzeit in der DDR noch nicht. Du konntest natürlich den Dienst verweigern, dann kamst du 100 % ig auf/in den Bau, natürlich war das auch wieder mit Zwang verbunden. Mann, Fritze ich komme heute Abend aus der Nummer nicht raus.


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#109

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 22:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars
Keinen Verhandlungsspielraum ist gut.
Jetzt musst Du noch behaupten, das niemand seinen Arbeitsplatz wechseln durfte, und der Unsinn ist perfekt.




@damals, bitte verstehend lesen, Verhandlungsspielraum bezieht sich auf die Höhe des Lohns. Als ich dort arbeitete, konnte ich nicht über die Höhe des Lohns verhandeln, oder bei einem anderen AG einen höheren Lohn erzielen. Es war ein Lohnkartell, ist aber nur meine Erfahrung. Arbeitsplatz konnte gewechselt werden, aber was brachte das? Auch das habe ich in meinem Post nicht behauptet, das entspringt deiner Fantasie. Wie gesagt verstehend lesen ist wichtig bevor man antwortet.


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#110

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 22:25
von damals wars | 12.113 Beiträge

Durch den Arbeitkräftemangel war man in einer guten Verhandlungsposition.
So waren Arbeitplätzewechsel durch Abwerbung mit eine höheren Lohn bzw. Gehaltsgruppe an der Tagesordnung.

Natürlich musste man sich auch Weiterbilden bzw. entsprechende Abschlüsse machen.

Und Du bist eben schon vor sehr langer Zeit abgehauen und kannst das nicht wissen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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#111

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 22:46
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

"Ich möchte mehr Lohn bitte, oder ich suche was anderes und bin dann vielleicht (nach ordentlicher Kündigung) weg!"
Ging das wirklich? Passt irgendwie nicht zum Sozialismus...
Theo


zuletzt bearbeitet 11.05.2012 22:47 | nach oben springen

#112

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 11.05.2012 22:46
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars
Durch den Arbeitkräftemangel war man in einer guten Verhandlungsposition.
So waren Arbeitplätzewechsel durch Abwerbung mit eine höheren Lohn bzw. Gehaltsgruppe an der Tagesordnung.

Natürlich musste man sich auch Weiterbilden bzw. entsprechende Abschlüsse machen.

Und Du bist eben schon vor sehr langer Zeit abgehauen und kannst das nicht wissen.



rot mark. genau richtige Schlussfolgerung, nur muss man dazu die Chance von einem Staat bekommen, die bekam ich nicht. Der andere deutsche Staat hat sie mir dann gegeben und ich habe sie voll genutzt.

Richtig ist auch, dass die Entwicklung nach 1965 bei mir nur noch durch westdeutsche Medien und später durch Besuch in der DDR aufgenommen wurde. Diese Erkenntnisse waren aber lückenhaft, das muss ich einräumen.


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#113

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 00:07
von turtle | 6.961 Beiträge

Von Passport: Die Arbeitswelt der DDR war um ein Vielfaches humaner, als die heutige.

Aber wie sah es aus mit freier Berufswahl? Ich wurde im Kinderheim massiv bedrängt Rinderzüchter zu werden ,die Paten LPG brauchte Nachwuchs! Archäologe wollte ich werden. Doch im Kaff gab es nur einen Bäcker ,mit einem Lehrvertrag sowie der Unterschrift meiner Mutter schaffte ich vollendete Tatsachen. Nein Lust und Liebe hatte ich keine als Bäcker.Es war aus Protest. Durfte jeder studieren auch der sich negativ über den Staat geäußert hatte? Haben nicht wenige Ausreisewillige ihren Job verloren ,oder wurden auf minderwertigen Posten eingesetzt? Ein Beispiel von mir. Ich musste mich nach meiner Haftentlassung innerhalb von 3 Tagen beim VEB Leipziger Eisen und Stahlwerk melden.Da wurde ich als Gussputzer eingesetzt .Im Rahmen der kollektiven Erziehung sagte man mir. Ich hatte Bäcker gelernt. Über meine Arbeit in der Haftzeit will ich nicht einmal meckern da ich das als normal empfand.


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#114

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 07:18
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Gert (#103), man merkt schon, daß Du schon lange Zeit nicht mehr in der DDR gelebt hast und mehr durch Deine z.T. negativen Erfahrungen
aus der doch etwas rigideren Regierungszeit geprägt sind. Wie Du ehrlich zugibst, hast Du Deine Meinung aus den Westmedien und durch gelegentliche Besuche gebildet, die auch immer nur einen ganz kleinen Ausschnitt des ganzen Spektrums vermitteln können.
Speziell zu dem Punkt Arbeitspflicht muß ich widersprechen. Die gab es zwar tatsächlich, aber nur bis zum Beitritt der DDR in die UNO. Da mußten solche und ähnliche Gesetze geändert oder abgeschafft werden. Ohne geregelte Arbeit wurde man nur bestraft, wenn man seinen Lebensunterhalt mit kriminellen Methoden bestritt, was z.B. auch illegaler Handel mit allem Möglichen war, ausgedehnte Schwarzarbeit (damit Steuerhinterziehung) oder ...zig Autos aufkaufen, aufmöbeln und wieder privat verkaufen, ohne dafür Abgaben zu leisten.
Und ein Arbeitsplatzwechsel wegen mehr geld war jederzeit möglich. Ich hatte in Leuna gelernt und dann noch ein gutes halbes Jahr gearbeitet (1963-65), dann nach Erfurt in einen Kühlschrankbetrieb, dann NVA, dann in den Chemieanlagenbau (wollte anderen Beruf erlernen), zum Schluss in einen Chemiebetrieb in Erfurt. Ich hatte eigentlich vor, eine Zeitlang zu wechseln und jedes Jahr in einer anderen Firma zu arbeiten. Außer den Kündigungsgesprächen hätte ich keinerlei Probleme zu bewältigen gehabt. Das wäre alles gegangen und sicher hätte ich mich dort niederlassen können, wo es die meisten Vergünstigungen gab.
Und was die Rolle der Gewerkschaften anging, war es sehr abhängig davon, welches Rückgrat der jeweilige BGLer hatte, wo er herstammte (Arbeiter oder Angestellter) und warum er gewählt wurde. Es heißt immer daß jedes Volk die regierung verdient hat, die es gewählt gat. das Gleiche trifft auch auf den BGLer zu, wenn er von der Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder gewählt wurde. Ich kann mich an eine unserer BGL-Wahlen erinnern, in der unser BGLer die wenigsten Stimmen hatte, aber der Einzige war, der diesen job machen wollte. Nun sag noch was dazu ?



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#115

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 07:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hallo,

es gab auch keine Arbeitspflicht bevor die DDR von der UNO anerkannt wurde.


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#116

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 11:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred
Hallo,

es gab auch keine Arbeitspflicht bevor die DDR von der UNO anerkannt wurde.




Also Alfred, in der DDR in der ich lebte, habe ich einen Schulkameraden gehabt, der nicht arbeitete. Er sass vormittags im Cafe flirtete mit Frauen usw. Wovon er lebte weiss ich nicht, ich vermute er hat sich von seinen Frauen ernähren lassen Eines Tages war er weg in einem Arbeitslager irgendwo an der Oder. Dort war er über ein Jahr interniert als " arbeitsscheues Element ". Zeitraum Mitte 60er Jahre. Ich bin mir sicher, das es in dieser Zeit ein solches Gesetz gab, das dich zur Arbeit verpflichtete.


.
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#117

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 11:26
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Natürlich @Gert gab es das Recht und die Pflicht zu arbeiten!
Ist an sich ja erstmal nichts Negatives,oder?

Aber was turtle sagte bzw. fragte ist auch interessant.
Die "freie" Berufswahl halte ich auch für ein Gerücht, da ich es selbst anders erfahren habe.
Wollte Elektronikfacharbeiter mit Abitur werden nach der 10. Klasse.
Durchschnitt 1,2 nach allen Prüfungen. Durfte ich nicht, weil nicht zu verpflichten gewesen, länger zu dienen.
Ausweichangebot: Nähmaschinenmechaniker mit Abi, na danke schön!
Hab mich dann selbst gekümmert und Dank Vitamin B konnte ich wenigstens Funkmechaniker werden.
Soviel zu turtle's Frage....

mfG SEG15D



zuletzt bearbeitet 12.05.2012 11:32 | nach oben springen

#118

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 11:28
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Arbeitsscheue und Arbeitsbummelanten hatten es schwer....schuld an diesen Erscheinungen und an allem andern Übeln waren die Imperialisten und Kapitalisten... Eine Riesengemeinheit der BRD und deren Besatzer war das!!!
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/MfS-Do...publicationFile
Theo


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#119

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 11:56
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Arbeitsscheue und Arbeitsbummelanten hatten es schwer....schuld an diesen Erscheinungen und an allem andern Übeln waren die Imperialisten und Kapitalisten... Eine Riesengemeinheit der BRD und deren Besatzer war das!!!
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/MfS-Do...publicationFile
Theo




Sehr Aufschlussreich ! Da machten sie es sich zu einfach, das Übel saß bestimmt tiefer.Da vermisse ich Ursachen Forschung im eigenem Land. Ich denke aber das es da durchaus auch oder besonders vom MfS andere Erkenntnisse gab.Ein großes Problem in der DDR war es "die Dinge beim Namen" zu nennen. allzuschnell war dann die Karriere vorbei.Wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege ,werden es einige schon korrigieren. Ich habe da kein Problem damit ,Hauptsache es bleibt sachlich!


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#120

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 12:16
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

turtle, ich denke, Du liegst mit deiner Einschätzung richtig. Das wird nirgedwo schriftlich gestanden haben, außer vielleicht in einigen top secret-Ordnern von Spezialisten. Meiner meinung nach gab es auch zu DDR-Zeiten beim MfS und anderswo Leute, die nicht alle für die DDR negatriven Erscheinungsformen unter Jugendlichen auf den Einfluss des Westens zurückführten. Aber eventuell war es auch so, wie ich gestern zu dem Thema Sarrazin schrieb, daß nicht sein kann was nicht sein darf und manche Erkenntnisse auch nicht bis zu Ende gedacht wurden.



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