#21

RE: Posten-Zusammenstellung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 16:36
von Ludwig | 252 Beiträge

Möglicherweise ist die Sache in den 80ern etwas gelockert worden, bei uns war das 1977-79 noch etwas anders:
Den Postenplan machten meines Wissens KC/StKC. Dieser war geheim bis zur Dienstausgabe. Diese war in der Regel
2 Stunden vor Ausrücken, also 2.00 Uhr, 10.00 Uhr und 18.00 Uhr. Dort bekamen die jew. ZF, die als KGSi eingesetzt waren,
die Postenbereiche und die Postenpaare genannt. Normalerweise sollte dann auf dem Flur angetreten werden, aber das war nur,
wenn "Buckel" im Anmarsch waren. Ansonsten ging der ZF durch die Zimmer und informierte alle. Manchmal kam auch eine
Info an die ZF unter der Hand mal eher durch, so daß man sich seelisch und moralisch auf die nächste Schicht einstellen konnte.
Die Uffz und BU hatten außer in der Zeit um Weihnachten 1x monatlich einen "Studientag", das hieß auf gut deutsch "Abmatten" angesagt!



zuletzt bearbeitet 28.08.2010 16:37 | nach oben springen

#22

RE: Posten-Zusammenstellung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 21:45
von Asso | 36 Beiträge

Hallo !

Zur meiner Zeit hatten wir Battalionssicherung und der etwa 25 km lange Grenzabschnitt wurde von 4 Kompanien (Beendorf,Mohrsleben,Marienborn u. Sommersdorf ) gesichert . Also wenn wir Nachtdienst hatten , Nachtdienst ging von 21,00Uhr bis 05,00Uhr ,haben wir kurz vor 19.00Uhr bescheit bekommen in welchen von den 4 Abschnitten wir eingestezt waren . Dan war um 19.00 Uhr antretten in den jeweiliegen Flur (1 Zug erster Abschnitt,2 Zug zweiter Abschnitt u.s.w.) und dann haben wir erst gesagt bekommen mit Wem und welchen Postenpunkt oder Streife wir eingeteilt waren . Von dort aus ging es in die Waffenkammer und dann auf den Hof zur Vergatterung durch den KC . Um 20.00Uhr war dan Abfahrt zum Kanten .
Wir lösten dan immer die GK-Marienborn ab und wurden von der GK Beendorf abgelöst .
Es kam vor das man zweimal hintereinander mit den selben Posten draußen war, oder zweimal hintereinander auf den selben Postenpunkt aber beides zusammen nicht.



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#23

RE: Posten-Zusammenstellung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 21:54
von Sachse (gelöscht)
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Ich habe unsere Posten bedauert, die im Zuge der Abrissarbeiten der MS-66 und der Errichtung der GZ 1 im SiA-7, Nähe Motzlar, Schicht für Schicht immer mit dem gleichen Posten raus mussten.

An 2 Stellen benötigte man nach Ansicht der Abt. 2000 AO-13-bestätigte Soldaten. Seinerzeit hatten wir 4 davon in der Einheit (und den Schlosser, aber der war Gefr. und kein PF, also blieben nur 2 Gefr. und 2 Sold.). Und die waren praktisch fast das ganze Halbjahr zusammen draußen, immer wieder an der gleichen Stelle (Minenräumung und Zaunbau gingen ja nicht so rasend vorwärts), höchstens mal Posten od. PF getauscht.
Die wussten schon gar nicht mehr, worüber sie reden sollten. Mit einem der 4 war ich ein wenig befreundet, den hab ich bzgl. der Unterhaltung während der Schichten mal befragt, er wirkte sehr frustriert.
Einer war tatsächlich froh, dass er ab und an während seiner A-Gruppeneinsätze mal wieder andere Postenbereiche sah.

Menschlich war das mit Sicherheit extrem grenzwertig, was man da mit den Leuten gemacht hat.


zuletzt bearbeitet 28.08.2010 22:45 | nach oben springen

#24

RE: Posten-Zusammenstellung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2010 11:15
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von skbw
Hallo Grenzgänger,
im Glaskasten waren bei uns (Berliner Grenze) nur die normalen Dienstpläne zugänglich, bestrifft Ausbildung, Schulung, Ausagang, VNP`s usw. Der Grenzdienstplan war GVS. Der Grenzer erfuhr durch den normalen Dienstplan lediglich wann die Kompanie Grenzdienst hatte, Früh- , Spät- oder Nachtdienst. Nach dem Raustreten auf dem oberen Kompanieflur erfuhr der Grenzer in welchen SiA er als was (PF, Posten oder Kraftfahrer) eingesetzt wurde. Ein zurück auf die Unterkunft war da nicht mehr gestattet. An welchem PP und mit wem eingesetzt, erfuhr er vor dem Kompaniegebäude in der Befehlserteilung des K-SiA. Danach noch die Vergatterung durch den K-GSi und dann rauf auf den W-50.
Regelmäßige Kontrollen der Grenzdienstvorbereitung durch das Grenzregiment waren normal und gefürchtet.
Im GKM war es demnach nicht ganz so locker wie hier teilweise berichtet.

skbw




genauso war es bei uns auch.Gr34 Groß Glienicke
Ich habe im 1.Halbjahr wie auch im 2. Halbjahr einige male die gleichen Postenführer/ Posten gehabt,aber immer an verschiedenen Postenpunkten.So war es wohl auch gewollt
Dagab es schon mal die eine oder andere "Schweigeschicht"


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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