#581

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 02.07.2013 10:40
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

Manche vom "Neuen Forum" schütteln heute, da in der Demokratie angekommen, ihren Kopf über ihre damalige naivität.....

Ach was sollen die "Stöckchen", wenn auch fette Knochen gibt.....


nach oben springen

#582

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 02.07.2013 12:34
von Marienborn89 | 862 Beiträge

Zitat von Bugsy im Beitrag #576
Was ja nicht Wunder nimmt, den der Begriff "Unrechtsstaat" ist nie definiert worden. Bis heute nicht.


Vorschlag: Ein Staat, der sich nicht an eigene Gesetze hält


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#583

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 02.07.2013 12:36
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #582
Zitat von Bugsy im Beitrag #576
Was ja nicht Wunder nimmt, den der Begriff "Unrechtsstaat" ist nie definiert worden. Bis heute nicht.


Vorschlag: Ein Staat, der sich nicht an eigene Gesetze hält



Gilt aktuell auch noch.


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.07.2013 12:39 | nach oben springen

#584

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 31.08.2013 23:49
von Glaswand | 10 Beiträge

Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Schuddelkind, Pit 59, Gert, glasi, Harra318 und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#585

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 08:28
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch



Küchenbulle 79 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#586

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 09:35
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Beim User wosch schrieb ich öfters" Mensch Wolfgang, die 50er Jahre waren einfach eine andere Zeit in der DDR, noch grob geprägt von der Nachkriegszeit, von Ruinen, von zum Teil sehr schlechter Versorgungslage und anderen Dingen so die von Glaswand eben erwähnten wohl sehr ideologisch geprägten Schulzeiten".

Siehe die DDR hatte vier Jahrzehnte, so sehe ich es immer als 1953 geborener, und zwar vier Jahrzehnte mit sehr unterschiedlicher Entwicklung die eben einen Staat ausmachten der wohl was Besseres wollte nur letztlich an Fehlern und sturen Altgenossen gescheitert ist die auch enorm Hausbacken waren, aber auch von äußeren Weltmarktbedingungen geschaffen wurden siehe die Embargos.

"Als Kind zum Heucheln und Lügen erzogen" so Glashaus ne, da bekomme ich wie Dore nen dicken Klos im Hals. Meine Kindheit war so unkompliziert, offen und schön, die könnt ich mir glatt nochmal wünschen, außer den Schlägen von meiner damals jungen Mutter. Aber eben wie geschrieben...Nachkriegszeit, da war das vielleicht so...

Lebensläufer


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#587

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 09:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch

rot, @DoreHolm das können nur Leute sein, die von den 3000 DM Gehältern träumten und glaubten ansonsten geht der alte DDR Schlendrian weiter so. Ich habe es in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR selbst erlebt, da wurde aus einer halbstündigen Mittagspause schnell mal eine ganze Stunde, damit man z.B. das Skatspiel noch zu Ende bringen konnte.
Diese Leute sind mit einer falschen Erwartungshaltung in die Wende gegangen des halb mussten sie zwangsläufig enttäuscht werden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#588

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 13:02
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #587
Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch

rot, @DoreHolm das können nur Leute sein, die von den 3000 DM Gehältern träumten und glaubten ansonsten geht der alte DDR Schlendrian weiter so. Ich habe es in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR selbst erlebt, da wurde aus einer halbstündigen Mittagspause schnell mal eine ganze Stunde, damit man z.B. das Skatspiel noch zu Ende bringen konnte.
Diese Leute sind mit einer falschen Erwartungshaltung in die Wende gegangen des halb mussten sie zwangsläufig enttäuscht werden.


Ach Jotteken,

da wird wieder mal alles durcheinandergeschmissen.

Die Tatsache, dass es schwer ist, die eigenen Wurzeln mit Dreck zu bewerfen oder beworfen zu sehen, bzw. die Tatsache, dass man sich u.U. von ihnen lösen muss, hat nicht vordringlich etwas mit Ideologie zu tun. Da spielt wesentlich mehr rein. Das ganze auf wenige Sätze oder Haltungen zu reduzieren ist schlicht und ergreifend Schwarz-Weiß-Malerei. Können wir mal den Schaum vom Mund wegwischen und uns normal über unsere Lebenswege austauschen? Ich habe es schon oft geschrieben, wiederhole mich aber gern:
- Ich bin nicht in kritischer Distanz zur DDR aufgewachsen, was nicht in erster Linie an den Ideologemen lag, sondern sich aus der Geschichte der Menschen ergab, bei denen aufzuwachsen ich das Glück hatte.
- @ Glaswand, ich war Offizier, aber ich hatte keine mir bekannten Privilegien. Das Geld? Nun ja, ich hatte inklusive meiner Urlaubstage weniger freie Tage, als der normale Arbeiter schon allein mit Wochenenden und Feiertagen. Statt dessen hat man mir immer wieder entgegengeschleudert: Dein einziges Privileg als Genosse ist es, voran zu gehen.
- @ Gert, ich bin ein bekennend fauler Hund und meine Mittagspausen ... damals und heute ... und trotzdem habe ich ein Gehalt ... naja, Berater eben. Und nun bin ich doch mit vielem unzufrieden. Heiliger Himmel, wie passt denn das nun in Dein Beispiel.

Also, richtige Lebensgeschichten erzählen, denn dieses Gedöns ist einfach nur lästig.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


DoreHolm, Küchenbulle 79, furry und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#589

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 13:10
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #587
Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch

rot, @DoreHolm das können nur Leute sein, die von den 3000 DM Gehältern träumten und glaubten ansonsten geht der alte DDR Schlendrian weiter so. Ich habe es in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR selbst erlebt, da wurde aus einer halbstündigen Mittagspause schnell mal eine ganze Stunde, damit man z.B. das Skatspiel noch zu Ende bringen konnte.
Diese Leute sind mit einer falschen Erwartungshaltung in die Wende gegangen des halb mussten sie zwangsläufig enttäuscht werden.



Rot: Sowas gab es, vor allem auch bei uns im Betrieb, wo nicht am AP geraucht werden durfte, da feuergefährlich. Ein "Kunde" des Arbeitsamtes Ost Ende der 80er:" Ach, der Betrieb, wo die vielen Pausen gemacht werden ?". War von 77 bis zur Wende u.a. auch Arbeitsnormer, da glaube ich Dir das mit der Pausenüberziehung auf´s Wort. Zur Wende sagte einer von den mit 160% Norm Erfüllenden, den ich auf Hinweise seiner eigenen Kollegen auf ca. 130% runtergeholt habe und das bei ca. 5 h Arbeitszeitauslastung "Dich kriegen wir auch noch". Aber solche meine ich nicht. Klar haben sich nicht Wenige ganz schöne Illusionen gemacht, aber wer im Westfernsehen nicht nur Der Blaue Bock, Western und Löwenthal geguckt hat und ein bischen mitdenken konnte, dürfte halbwegs geahnt haben, was auf ihn zukommt. Für mich war es jedenfalls keine große Überraschung und ich hatte auch keinen wesentlich anderen Zugriff auf Informationen, die jeder Andere auch hätte haben können, wenn er sich denn dafür interessiert hätte. Wenn Du mich fragst, was mir am meisten als Unterschied zuerst aufgefallen ist und mich etwas überrascht hat: Nicht die vollen Geschäfte, die habe ich erwartet. Es waren die sauberen gepflegten kleinen Ort, die Zuvorkommenheit der Autofahrer, wenn man aus der Nebenstraße kam und vor allem die relative Ruhe am Arbeitsplatz im Westbetrieb. Keine Hektik oder Stress, wie ich annahm. Da kann ich allerdings nur für Abteilungen sprechen, die ich kenne, also technischer Bereich (F/E),Verkauf, Außendienst, Verwaltung.
Die Leute, die Du aufführst, sind zwar auch dabei, aber es sind andere Dinge, die normale Leute vermissen, nicht der Schlendrian in der Firma.



Küchenbulle 79 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 16:40 | nach oben springen

#590

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 14:25
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zum Schlendrian in der DDR,ja die gab es teilweise.Nach der Wende hatte ich die Möglichkeit,für Firmen in den Altbundesländern zu arbeiten.
Nun hab ich doofer Ossi gedacht,hier musste schindern wie ein Pferd,da ja immer suggeriert wurde,wie hart und lange doch der Arbeitnehmer West malocht,um seinen 3000 D-Mark zu verdienen.(die die wenigsten verdienten)Ich wurde oftmals eines besseren belehrt.Teilweise hat man uns angefeindet und gehasst,wenn wir losgekeult haben,da wir ja die Norm versauen würden.Wir wurden oftmals böse ausgebremst in unserem wackeren Tatendrang.Zu den Pausenzeiten kann ich nur sagen,da träume ich heute noch von.Soll nicht heißen das es überall so ist,aber es gibt sie auch zur genüge in den ABL.
Wenn ich den den Standartsatz:Der faule Ossi muss erstmal das arbeiten lernen:gehört habe,habe ich mich immer gefragt,ja wann lernen die im Westen es eigentlich.Kurz um,mit der Schnauze ist immer ein wacker arbeiten,aber hinter die Kulissen darfste nicht schauen.Da bröckelt das Image des Wirtschaftswunders ganz gewaltig.


Gert, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#591

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 14:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #588
Zitat von Gert im Beitrag #587
Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch

rot, @DoreHolm das können nur Leute sein, die von den 3000 DM Gehältern träumten und glaubten ansonsten geht der alte DDR Schlendrian weiter so. Ich habe es in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR selbst erlebt, da wurde aus einer halbstündigen Mittagspause schnell mal eine ganze Stunde, damit man z.B. das Skatspiel noch zu Ende bringen konnte.
Diese Leute sind mit einer falschen Erwartungshaltung in die Wende gegangen des halb mussten sie zwangsläufig enttäuscht werden.


Ach Jotteken,

da wird wieder mal alles durcheinandergeschmissen.

Die Tatsache, dass es schwer ist, die eigenen Wurzeln mit Dreck zu bewerfen oder beworfen zu sehen, bzw. die Tatsache, dass man sich u.U. von ihnen lösen muss, hat nicht vordringlich etwas mit Ideologie zu tun. Da spielt wesentlich mehr rein. Das ganze auf wenige Sätze oder Haltungen zu reduzieren ist schlicht und ergreifend Schwarz-Weiß-Malerei. Können wir mal den Schaum vom Mund wegwischen und uns normal über unsere Lebenswege austauschen? Ich habe es schon oft geschrieben, wiederhole mich aber gern:
- Ich bin nicht in kritischer Distanz zur DDR aufgewachsen, was nicht in erster Linie an den Ideologemen lag, sondern sich aus der Geschichte der Menschen ergab, bei denen aufzuwachsen ich das Glück hatte.
- @ Glaswand, ich war Offizier, aber ich hatte keine mir bekannten Privilegien. Das Geld? Nun ja, ich hatte inklusive meiner Urlaubstage weniger freie Tage, als der normale Arbeiter schon allein mit Wochenenden und Feiertagen. Statt dessen hat man mir immer wieder entgegengeschleudert: Dein einziges Privileg als Genosse ist es, voran zu gehen.
- @ Gert, ich bin ein bekennend fauler Hund und meine Mittagspausen ... damals und heute ... und trotzdem habe ich ein Gehalt ... naja, Berater eben. Und nun bin ich doch mit vielem unzufrieden. Heiliger Himmel, wie passt denn das nun in Dein Beispiel.

Also, richtige Lebensgeschichten erzählen, denn dieses Gedöns ist einfach nur lästig.

ciao Rainman


Gedöns hin, Gedöns her, die Wahrheit kann manchmal hart sein. Mein Beispiel ist auch nicht allgemeinverbindlich, nur mal so ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben in der größten und schönsten DDR der Welt. Ich habe andererseits 1965 sehr schnell gesehen, dass die Wessis auch nur mit Wasser kochen. Es war eben nur mehr Disziplin in der Arbeitsorganisation. Da war ein Chef und der sagte wo es lang geht und den gabs eben im VEB nicht. War alles Volkseigentum und so hat jeder seine eigenen Regeln in"seinem" Betrieb aufgestellt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 15:17 | nach oben springen

#592

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:03
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #591
Zitat von Rainman2 im Beitrag #588
Zitat von Gert im Beitrag #587
Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch

rot, @DoreHolm das können nur Leute sein, die von den 3000 DM Gehältern träumten und glaubten ansonsten geht der alte DDR Schlendrian weiter so. Ich habe es in meinem kurzen Arbeitsleben in der DDR selbst erlebt, da wurde aus einer halbstündigen Mittagspause schnell mal eine ganze Stunde, damit man z.B. das Skatspiel noch zu Ende bringen konnte.
Diese Leute sind mit einer falschen Erwartungshaltung in die Wende gegangen des halb mussten sie zwangsläufig enttäuscht werden.


Ach Jotteken,

da wird wieder mal alles durcheinandergeschmissen.

Die Tatsache, dass es schwer ist, die eigenen Wurzeln mit Dreck zu bewerfen oder beworfen zu sehen, bzw. die Tatsache, dass man sich u.U. von ihnen lösen muss, hat nicht vordringlich etwas mit Ideologie zu tun. Da spielt wesentlich mehr rein. Das ganze auf wenige Sätze oder Haltungen zu reduzieren ist schlicht und ergreifend Schwarz-Weiß-Malerei. Können wir mal den Schaum vom Mund wegwischen und uns normal über unsere Lebenswege austauschen? Ich habe es schon oft geschrieben, wiederhole mich aber gern:
- Ich bin nicht in kritischer Distanz zur DDR aufgewachsen, was nicht in erster Linie an den Ideologemen lag, sondern sich aus der Geschichte der Menschen ergab, bei denen aufzuwachsen ich das Glück hatte.
- @ Glaswand, ich war Offizier, aber ich hatte keine mir bekannten Privilegien. Das Geld? Nun ja, ich hatte inklusive meiner Urlaubstage weniger freie Tage, als der normale Arbeiter schon allein mit Wochenenden und Feiertagen. Statt dessen hat man mir immer wieder entgegengeschleudert: Dein einziges Privileg als Genosse ist es, voran zu gehen.
- @ Gert, ich bin ein bekennend fauler Hund und meine Mittagspausen ... damals und heute ... und trotzdem habe ich ein Gehalt ... naja, Berater eben. Und nun bin ich doch mit vielem unzufrieden. Heiliger Himmel, wie passt denn das nun in Dein Beispiel.

Also, richtige Lebensgeschichten erzählen, denn dieses Gedöns ist einfach nur lästig.

ciao Rainman


Gedöns hin, Gedöns her, die Wahrheit kann manchmal hart sein. Mein Besipiel ist auch nicht allgemeinverbindlich, nur mal so ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben in der größten und schönsten DDR der Welt. Ich habe andererseits 1965 sehr schnell gesehen, dass die Wessis auch nur mit Wasser kochen. Es war eben nur mehr Disziplin in der Arbeitsorganisation. Da war ein Chef und der sagte wo es lang geht und den gabs eben im VEB nicht. War alles Volkseigentum und so hat jeder seine eigenen Regeln in"seinem" Betrieb aufgestellt.




grün--absoluter Blödsinn


nach oben springen

#593

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:18
von Gohrbi | 566 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #585
Zitat von Glaswand im Beitrag #584
Als ich geboren wurde gab es noch die vier Besatzungszonen.Weder DDR noch BRD existierten. Die Aufteilung Deutschlands war das Produkt des Krieges. Alle Bürger der ehemaligen DDR die auch heute noch von diesem System schwärmen,waren entweder überzeugte Kommunisten, oder wie sehr viele Von ihnen Bevorteilte des Systems. Offiziere, hohe Funktionäre oder MfS-Mitarbeiter hatten sicher Vorteile vom Staat, aber der normale DDR-Bürger nicht.
Man wurde doch schon als Kind zum heucheln und lügen erzogen.Wer seine ehrliche Meinung vertrat, bekam Probleme. Meine Mutter mußte z.B.
bei einem Elternabend in der Schule unterschreiben,daß ihr Sohn kein westliches Radio oder Fernsehen hört bzw,sieht. In welchem Land in Europa hat es sowas gegeben? Die wenigen guten Seiten dieses Staates wiegt das aber nicht auf. Ich durfte nie meine Tante In Frankfurt am Main besuchen.Mit welchem Recht.Wenn ich dann solche Artikel von einem Feliks lese,wird mir schlecht.Diese ewig gestrigen sollen schweigen, was sie zu sagen haben interessiert nur eine Minderheit. Und genau diese Minderheit bekommt noch heute glänzende Augen wenn von der DDR gesprochen wird. Mit Sicherheit ist auch heute nicht alles richtig und gut.aber wo gibt es das? Man darf auch nicht vergessen das vereinte Deutschland existiert ja auch erst 20 Jahre-es braucht eben alles seine Zeit.Außerdem verändert sich ja auch die Weltpolitik stets.Die Kommunisten hatten ihre Chance und wo haben sie sie genutzt?


Rot: Soso, alles hohe Funktionäre, Offiziere und Horch&Guck-Leute. Mann-oh-Mann, wenn ich da die Meinungen von Leuten höre, die in der DDR ganz normale Arbeiter und Angestellte waren, die zwar nicht von der DDR schwärmen, aber Vieles heute mit anderen Augen sehen als damals in der Wende- und Nachwendezeit, als es noch jede Menge Euphorie und Glauben in die Worte von Westpolitikern gab, dann muß dann wohl zumindest jeder Zweite einer der von Dir oben Genannten gewesen sein. Kennst Du die Ergebnisse zu Meinungsumfragen in Ostdeutschland an Ostdeutsche zur ehemaligen DDR ? Was meinst Du, woher die 20 -25% Wahlstimmen für die Linke kommen ?
Das Deine Mutter sowas wegen dem Westfernsehen unterschreiben mußte, scheint Dir noch ganz schön auf der Leber zu liegen. [b]Solche Aktionen waren blanker Blödsinn, ausgedacht von m.E. von Übereifrigen in den Bezirksräten. Unterschreiben ist die eine Sache, was zu Hause passiert die andere und nun erzähle mir noch, daß sie eingesperrt worden wäre, wenn sie nicht unterschrieben hätte. Solche ähnlichen Aktionen gab es in den 50ern und Anfang der 60er noch


...kann ich bestätigen, von unserem Fernseher wollten die den Kanal (West) haben. Sollte im Briefumschlag beim ABV abgegeben werden.
Mein Vater wußte nicht welchen und hat einen abgegeben.... Konnten wir beim Auszug aus dem Grenzgebiet wieder mitnehmen.


nach oben springen

#594

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:22
von glasi | 2.815 Beiträge

Über die Arbeitsmoral im Osten kann ich nichts sagen. Was aber der DDR Wirtschaft geschadet hat war meiner Meinung die veraltete Technik. Wurde überhabt mal was in euren Betrieben investiert? Wenn ich so manche farbrik gesehen habe viel die ja bald selbst zusammen.



Küchenbulle 79 und CASI haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#595

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:33
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #594
Über die Arbeitsmoral im Osten kann ich nichts sagen. Was aber der DDR Wirtschaft geschadet hat war meiner Meinung die veraltete Technik. Wurde überhabt mal was in euren Betrieben investiert? Wenn ich so manche farbrik gesehen habe viel die ja bald selbst zusammen.


Wenn mal was investiert wurde,ging das Geld Richtung Westen.Siehe neuer Trabbi und neuer Wartburg.
Mein neues Heizwerk kam aus Österreich,genau wie das Alte Heizwerk.
Ansonsten konnte Günther Mittag nicht viel mit Amortisation anfangen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#596

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:36
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #594
Über die Arbeitsmoral im Osten kann ich nichts sagen. Was aber der DDR Wirtschaft geschadet hat war meiner Meinung die veraltete Technik. Wurde überhabt mal was in euren Betrieben investiert? Wenn ich so manche farbrik gesehen habe viel die ja bald selbst zusammen.


Bei uns wurde auf der Werft, zum Beispiel viel in der Schweiß und Schneidtechnik investiert.Und konkurenzfähig zu Blohm & Voss in Hamburg waren wir schon.


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#597

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 15:43
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Und Ruck-Zuck sind wir vom Unrechtsstaat bei der Arbeitsmoral. Von Hölzchen auf Stöckchen heißt das wohl.

Na, sei es. @Gert - kleiner Hinweis am Rande. Man wirft mir zwar regelmäßig vor, dass ich nicht viel von der Produktion mitbekommen habe, und da ist auch was dran, aber ich habe beispielsweise mitbekommen, dass es bei den Kfz.-Schlossern einen Leistungslohn gab, der sich nach der sogenannten Regelleistung errechnete. Du musstest also eine Leistungsabrechnung von 12,50 Mark pro Stunde vorlegen (Ende 70er), wobei zum Beispiel der Motorwechsel eines W50 mit ca. 120 Mark ausgewiesen war (waren halt noch andere Preise damals). Das hieß, dass man dieses Teil allein an weniger als einem Tag wechseln musste, um das Grundgehalt für die 100% zu bekommen. Einige konnten das mit Links und andere mussten dafür enorm viel Schweiß lassen und wiederum andere schrieben einfach noch ein paar Sachen mehr auf ...

Und da bin ich wieder bei meinem Grundthema: Jeder hat seine Erfahrungen und sollte sich hüten, sie einfach so mal eben schnell, weil es passt, zu verallgemeinern.

ciao Rainman


Und wie kommen wir jetzt wieder auf die Ausgangsfrage zurück?


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


furry, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#598

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 16:00
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Habe dieses Thema hier gerade jetzt erst entdeckt, meiner Meinung nach sollte sich kein Westdeutscher, anmaßen, über einen
(vergangenen) Staat zu urteilen. Einfach, weil ihm die Erfahrung im praktischen Leben dort fehlt. Oft ist es lediglich
nachgeplapperter Unsinn.
Heute tun das vorzugsweise Journalisten, die von der DDR rein gar nichts wissen, weil sie 1989 noch mit der Trommel um den
Weihnachtsbaum gerannt sind, in Windelhosen.
Ihr gesamtes "Fachwissen" stammt doch zu großen Teilen aus Halbwahrheiten, die ihnen lediglich theoretisch vermittelt wurden.
Oft aus fragwürdigen Quellen!
Was aber nicht bedeutet, das ich das politische System damals lobpreisen will. Aber auch nicht das heutige, beileibe nicht.

Und weil nun auch noch die Arbeitsmoral ins Spiel kommt. Meine ganz persönliche Erfahrung ist die, in der DDR wurde mehr geleistet.
Ich habe das schockiert im Jahre 2003 feststellen müssen, asl ich nach Baden-Würtemberg ging (gehen mußte).
In meinem Beruf, Maler/Lackierer, ist man in BW der König, wenn man 1 1/2 Zimmer tapeziert, am Tag, ich kannte das bereits
seit den 70-er Jahren, das 3-4 Zimmer täglich geschafft werden !
Wo war mit einem Mal der ach so fleißige Westen ???
Und erzähle mir keiner was von Arbeitsmoral ! Allein pünktliches Erscheinen und dem Chef die Schuhe ablecken hat damit rein gar nichts
zu tun, ist aber oft gängige Praxis.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
grenzgänger81 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 16:01 | nach oben springen

#599

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 16:11
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #597
Und Ruck-Zuck sind wir vom Unrechtsstaat bei der Arbeitsmoral. Von Hölzchen auf Stöckchen heißt das wohl.

Na, sei es. @Gert - kleiner Hinweis am Rande. Man wirft mir zwar regelmäßig vor, dass ich nicht viel von der Produktion mitbekommen habe, und da ist auch was dran, aber ich habe beispielsweise mitbekommen, dass es bei den Kfz.-Schlossern einen Leistungslohn gab, der sich nach der sogenannten Regelleistung errechnete. Du musstest also eine Leistungsabrechnung von 12,50 Mark pro Stunde vorlegen (Ende 70er), wobei zum Beispiel der Motorwechsel eines W50 mit ca. 120 Mark ausgewiesen war (waren halt noch andere Preise damals). Das hieß, dass man dieses Teil allein an weniger als einem Tag wechseln musste, um das Grundgehalt für die 100% zu bekommen. Einige konnten das mit Links und andere mussten dafür enorm viel Schweiß lassen und wiederum andere schrieben einfach noch ein paar Sachen mehr auf ...

Und da bin ich wieder bei meinem Grundthema: Jeder hat seine Erfahrungen und sollte sich hüten, sie einfach so mal eben schnell, weil es passt, zu verallgemeinern.

ciao Rainman

Na-das ist mal eine vernünftige Aussage.


Und wie kommen wir jetzt wieder auf die Ausgangsfrage zurück?


nach oben springen

#600

RE: Ostdeutsche halten DDR nicht für Unrechtsstaat

in Das Ende der DDR 01.09.2013 16:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #597
Und Ruck-Zuck sind wir vom Unrechtsstaat bei der Arbeitsmoral. Von Hölzchen auf Stöckchen heißt das wohl.

Na, sei es. @Gert - kleiner Hinweis am Rande. Man wirft mir zwar regelmäßig vor, dass ich nicht viel von der Produktion mitbekommen habe, und da ist auch was dran, aber ich habe beispielsweise mitbekommen, dass es bei den Kfz.-Schlossern einen Leistungslohn gab, der sich nach der sogenannten Regelleistung errechnete. Du musstest also eine Leistungsabrechnung von 12,50 Mark pro Stunde vorlegen (Ende 70er), wobei zum Beispiel der Motorwechsel eines W50 mit ca. 120 Mark ausgewiesen war (waren halt noch andere Preise damals). Das hieß, dass man dieses Teil allein an weniger als einem Tag wechseln musste, um das Grundgehalt für die 100% zu bekommen. Einige konnten das mit Links und andere mussten dafür enorm viel Schweiß lassen und wiederum andere schrieben einfach noch ein paar Sachen mehr auf ...

Und da bin ich wieder bei meinem Grundthema: Jeder hat seine Erfahrungen und sollte sich hüten, sie einfach so mal eben schnell, weil es passt, zu verallgemeinern.

ciao Rainman


Und wie kommen wir jetzt wieder auf die Ausgangsfrage zurück?

@Rainman2
rot habe ich das gemacht ? Ich glaube geschrieben zu haben, dass ich von meinen Erfahrungen redete!


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen



Besucher
18 Mitglieder und 46 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 1023 Gäste und 89 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14352 Themen und 556951 Beiträge.

Heute waren 89 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen