#1

Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 09.04.2012 00:05
von dornbusch | 24 Beiträge

In der Armeerundschau habe ich folgenden Bericht gefunden:


Mati hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.04.2012 00:06 | nach oben springen

#2

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 09.04.2012 22:12
von S51 | 3.733 Beiträge

Na ja, die Ausbildung in den Grenzkompanien war doch viel einfacher. Da wurde der Inhalt der Packtasche vorgezeigt, das Führen des Fahrtenbuches erklärt und es ging einige Touren in den Abschnitt. Dabei nicht in den eigentlichen Grenzabschnitt sondern auf die Wald- und Feldwege zwischen Schierke und Elend. Dann gab es den Stempel in den WDA. So war es bei den meisten GAK, die erst in der Kompanie zu Kraftfahrern "wurden". Allerdings waren so gut wie alle von uns privat eben auch Motorradfahrer.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 14.04.2012 22:47
von DoreHolm | 7.683 Beiträge

Kurz bevor ich EK wurde, das war etwa Sept./Okt.67, kam ich aus dem urlaub zurück und wurde mit der frohen Botschaft überrascht, daß ich in den Kfz-Zug als Kradfahrer umgesetzt werde. Hatte bis dato privat eine 150er MZ (die mit dem viereckigen Scheinwerfer) gefahren. Die einzige Ausbildung zum sog. "Militärkradfahrer" war, daß ich bei uns in der Sandwüste (nördl.v.Berlin) in einem Übungsgelände mit einem anderen Kradfahrer als Sozius eine rasante Querfeldeinfahrt absolvieren mußte. War nicht ganz einfach, wenn der Sozius nicht klein, sondern ein langer Lulatsch mit wohl 80 kg Lebendgewicht war und ich ein Hänfling von 60 kg. Aber es hat geklappt und und ich hatte kein schlechtes Leben als Kradfahrer. Unangenehm war lediglich, daß ich das Winterhalbjahr mit ca. 7.000 Fahrkilometern erwischt hatte. Damals hatten wir noch die 250er MZ mit Schwinge als Vorderfederung. Aber diese Maschine hat mir so gut gefallen, daß ich mir nach der fahne eine solche mit Geländelenker privat zugelegt hatte. Heute kann ich mich nur noch ärgern, daß ich sie nach dem Umsteig auf Trabi nicht eingemottet und für heute aufgehoben habe. Wäre ein echter Oldtimer.



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#4

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 14.04.2012 23:11
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von DoreHolm
Kurz bevor ich EK wurde, das war etwa Sept./Okt.67, kam ich aus dem urlaub zurück und wurde mit der frohen Botschaft überrascht, wdaß ich in den Kfz-Zug als Kradfahrer umgesetzt erde. Hatte bis dato privat eine 150er MZ (die mit dem viereckigen Scheinwerfer) gefahren. Die einzige Ausbildung zum sog. "Militärkradfahrer" war, daß ich bei uns in der Sandwüste (nördl.v.Berlin) in einem Übungsgelände mit einem anderen Kradfahrer als Sozius eine rasante Querfeldeinfahrt absolvieren mußte. War nicht ganz einfach, wenn der Sozius nicht klein, sondern ein langer Lulatsch mit wohl 80 kg Lebendgewicht war und ich ein Hänfling von 60 kg. Aber es hat geklappt und und ich hatte kein schlechtes Leben als Kradfahrer. Unangenehm war lediglich, daß ich das Winterhalbjahr mit ca. 7.000 Fahrkilometern erwischt hatte. Damals hatten wir noch die 250er MZ mit Schwinge als Vorderfederung. Aber diese Maschine hat mir so gut gefallen, daß ich mir nach der fahne eine solche mit Geländelenker privat zugelegt hatte. Heute kann ich mich nur noch ärgern, daß ich sie nach dem Umsteig auf Trabi nicht eingemottet und für heute aufgehoben habe. Wäre ein echter Oldtimer.



eine frage : wo und wie hast du die 7.000 fahrkilometer runtergerissen ???



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#5

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 15.04.2012 07:13
von DoreHolm | 7.683 Beiträge

Auf der Kontrollpiste am KS sowie der Hin- und Rückfahrt zum Einsatzbereich (GR 38 Hennigsdorf). Täglich X-mal den KS von einigen Kilometern lang, dan die An- und Abfahrt und das gut 7 -8 Monate: Da kommt schon was zusammen. Ach ja, und einmal bin ich den ganzen Tag um den Berliner Ring gefahren (ca. 150 km), um einen neuen Motor an meiner Maschine einzufahren.



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#6

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 15.04.2012 12:56
von katerjohn | 559 Beiträge

Hatte vor der Fahne nur Moped Fahrerlaubnis und eine Schwalbe.Hat aber unheimlich geholfen,weil ich auf der U.-Schule dann die Fahrerlabnis Klasse 1 als MKF gemacht habe.War im kalten und schneereichen Winter 70/71 und die theoretische und bei den Witterungsverhältnissen besonders die praktische Fahrausbildung war echt hart.....fahren auf Eisflächen oder fahren über verschneite Äcker waren die Höhepunkte hierbei.
In der GK dann alles ganz entspannt.....durfte die Urlauber vom Bahnhof Osterwieck abholen oder den Polit nach Halberstadt bringen und auch abholen,hat dort gewohnt,


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#7

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 15.04.2012 21:43
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von DoreHolm
Auf der Kontrollpiste am KS sowie der Hin- und Rückfahrt zum Einsatzbereich (GR 38 Hennigsdorf). Täglich X-mal den KS von einigen Kilometern lang, dan die An- und Abfahrt und das gut 7 -8 Monate: Da kommt schon was zusammen. Ach ja, und einmal bin ich den ganzen Tag um den Berliner Ring gefahren (ca. 150 km), um einen neuen Motor an meiner Maschine einzufahren.



nun , den X - faktor rausgenommen imerhin eine beachtliche leistung ( immerhin mehr als zweimal 'Rom' und zurück von hennigsdorf aus ) , respekt !
mein letzter tag in der spedition wäre gewesen wenn ich für den berliner ring (ca 200 km ) den ganzen tag gebraucht hätte ( mit LKW ca. zwei einhalb stunden) !!



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#8

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 15.04.2012 22:09
von DoreHolm | 7.683 Beiträge

frank, den Berliner Ring bin ich natürlich nicht nur einmal rum. Ich hatte den damals so mit etwa 150 km in Erinnerung. Es sollten etwa 500 km werden, damit der Motor richtig eingefahren ist und die erste Runde wurde ja dann auch etwas verhalten gedreht. Getank habe ich zwischendurch einmal in einer anderen Kaserne. Einmal habe ich dabei einen Konvoi von Amis überholt. Man, habe ich mich da gefühlt.



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#9

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 15.04.2012 23:09
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von DoreHolm
frank, den Berliner Ring bin ich natürlich nicht nur einmal rum. Ich hatte den damals so mit etwa 150 km in Erinnerung. Es sollten etwa 500 km werden, damit der Motor richtig eingefahren ist und die erste Runde wurde ja dann auch etwas verhalten gedreht. Getank habe ich zwischendurch einmal in einer anderen Kaserne. Einmal habe ich dabei einen Konvoi von Amis überholt. Man, habe ich mich da gefühlt.


ganz ruhig , war ja nur ne frage !!



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#10

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 22.07.2012 19:38
von Mati | 64 Beiträge

Heute auf dem Flohmarkt beim Durchwühlen einer Bücherkiste folgendes gefunden:

Motorkalender der DDR 1989 auf Seite 171 "Meister auf TS"







"Rund 70 Stunden dauert die Spezialausbildung....mit den vier Themen:Militärische Fahrausbildung,Straßenverkehrsrecht,KFZ-Technik und Instandhaltung"

Ist ein ausführlicher 3 Seitenbericht über die Ausbildung von Kradfahrern.

Hab mich gefreut dieses Dokument zu finden und vor allem über den Preis von 1 Euro! Da sag noch jemand für 1 Euro kriegt man heut kaum noch was

Gruß Mati


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#11

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 09:46
von zoni-94 | 176 Beiträge

Hallo Leute
Habe das Grabmal des... "Unbekannten Kradfahrers"... gefunden. (Havelberg/Elbe)..

zoni..


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#12

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 12:40
von moreau | 384 Beiträge

Wen ich hier lesen wie schnell einige zum Kradfahrer "befördert" wurden, ist bei mir Staunen angesagt. Wenn ich daran denke was 84 für ein "Aufstand" darüber gemacht wurde. Drei Wochen Lehrgang auf der Schleiferhütte mit kompletten Fahrerlaubnislehrgang inkl. theoretischen und prakt. Prüfung. Fahren unter Vollschutz (Tag und Nacht), über Spurbrücke, mit Tarnlicht (eigentl. nicht brauchbar das Ding, ohne Licht war besser). Und einiges mehr. Ich bin in den 18 Monaten lt. meinen Fahrtenbüchern etwas über 200 000 Km auf dem Bock gewesen. Besonders die ABK kenne ich nach 4 Wochen Grundausbildung nur noch von gelegentlichen Übernachtungen. Sonst war ich nur auf Achse.

Gruß
Moreau


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#13

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 12:57
von zoni-94 | 176 Beiträge

Zitat von moreau im Beitrag #12
. Ich bin in den 18 Monaten lt. meinen Fahrtenbüchern etwas über 200 000 Km auf dem Bock gewesen. Besonders die ABK kenne ich nach 4 Wochen Grundausbildung nur noch von gelegentlichen Übernachtungen. Sonst war ich nur auf Achse.


Gruß
Moreau
Hallo moreau
18 Monate X 30 Tage X 24 Stunden = 12.960 Stunden
200.000 km geteilt durch 12.960 Stunden = 15,4...km/h...
...kann es sein, daß da eine .." 0 "...zu viel ist...

zoni..


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#14

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 14:48
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von zoni-94 im Beitrag #13
Zitat von moreau im Beitrag #12
. Ich bin in den 18 Monaten lt. meinen Fahrtenbüchern etwas über 200 000 Km auf dem Bock gewesen. Besonders die ABK kenne ich nach 4 Wochen Grundausbildung nur noch von gelegentlichen Übernachtungen. Sonst war ich nur auf Achse.


Gruß
Moreau
Hallo moreau
18 Monate X 30 Tage X 24 Stunden = 12.960 Stunden
200.000 km geteilt durch 12.960 Stunden = 15,4...km/h...
...kann es sein, daß da eine .." 0 "...zu viel ist...

zoni..


370 km am Tag. Wo ist das Problem? Selbst in der kleinen DDR.

moreau


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#15

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 15:09
von zoni-94 | 176 Beiträge

Hast du nie geschlafen, nie Urlaub gehabt, hast du wirklich 24 Std Dienst geschoben, mußtest du nie
irgendwo warten, .....hattet ihr für die Kradmelder Wechselstationen für Motorräder,...

zoni....seit 50 Jahren auf 2 Räder unterwegs..


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#16

RE: Ausbildung Kradfahrer

in Grenztruppen der DDR 23.07.2012 15:38
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von zoni-94 im Beitrag #15
Hast du nie geschlafen, nie Urlaub gehabt, hast du wirklich 24 Std Dienst geschoben, mußtest du nie
irgendwo warten, .....hattet ihr für die Kradmelder Wechselstationen für Motorräder,...

zoni....seit 50 Jahren auf 2 Räder unterwegs..


Also meine "Buden " die ich gefahren habe, haben Spitze 105 km/h gemacht (auch Innerorts ) und nich nur 15,4 km/h. Und Ja ich gebe dir Recht, es ist eine Wahnsinnsstrecke und die Schwielen an Arxxx habe ich heute noch. Und Gefühlt war ich wirklich 24h am Tag unterwegs.( zumindest erstes halbe Jahr). "Wechselstationen" hatten wir nicht, aber eine spendable Tankstelle, in irgend einer Kaserne, auf der Strecke gabs immer. Allerdings der Fahrer mußte zwecks Mampf immer in ein GT-Objekt, in der Hinsicht hatten sich die "NVA-Typen" ein bissel komisch.
Warten mußte ich extrem selten, wurde immer schon erwartet.

Gruß
Moreau


zoni-94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.07.2012 15:44 | nach oben springen



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