#21

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 08:27
von GeMi | 556 Beiträge

Guten Morgen,
vor einiger Zeit hatte ich eine Diskussion mit meiner Nichte. Sie lernt Krankenschwester und will danach Medizin studieren.
Das Thema war unter anderem die mangelhafte Hygiene in deutschen Krankenhäusern. Dass es ein deutsches Problem ist, kann man daran erkennen, dass die Niederlande eine bedeutend geringere Zahl an Erkrankungen hat, die auf Hygienemängel zurückzuführen sind. Deutsche, welche in holländische Krankenhäuser stationär behandelt werden, müssen erstmal "entwurmt" werden. Sprich, der Deutsche kommt erst mal in Quarantäne.
Dabei ist die Sache nicht mal so kompliziert. Es gibt klare Anweisungen für den Krankenhausbetrieb. Nur hält sich fast niemand daran. Das Pflegepersonal steht unter Stress wegen Personalmangel. Die Ärzte ziehen ihren Stil in gewohnter Weise durch - schließlich ist man der Boss. Weiß eigentlich jemand, daß Uhren und Schmuck verboten sind? Die Ärztinnen dürfen sich nicht schminken! Da sehen diese in ihren weissen Kitteln aber aus wie die Wasserleichen.
Es ist ziemlich aufwendig, einen sterilen Verband oder nur ein steriles Pflaster aufzubringen.
Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.
Beim Wechseln des Tropfes darf die Kanüle niemals mit irgendwas in Berührung kommen. Weder mit der Bettdecke, noch mit dem fahrbaren Gestell.
Der Besuch rund um die Uhr ist nicht das Problem, obwohl ich eine türkische Großfamilie auf der Bettkante des Nachbarn schon als Belastung empfinde.
Irgendwo hat man mal getestet, wie lange es dauert, einen völlig sterilen Raum zu verseuchen. Es war innerhalb von Stunden erledigt - mit ganz normalen Tätigkeiten.
Also, alles ist bekannt. Aber keiner tut was. Wenn sich ein Krankenhaus outet, daß es die Hygiene nicht mehr in den Griff bekommt, dann hat es ein großes Problem. Es steht sozusagen am Pranger und keiner will mehr dorthin. Es ist eine wirtschaftliche Katastrophe.
So, und nun viel Glück beim nächsten Krankenhausaufenthalt. Am besten, man geht zum Nachbarn mit den gelben Nummerschildern und den vielen Wohnwagen. Die können ausser Käse herstellen manche besser als die Deutschen.
Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#22

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 09:49
von EK82I | 869 Beiträge

Unser Krankenhaus wurde bereits abgerissen.Zufriedene Patienten,hohe Auslastung,zentrale Lage an der A12,eingesparte Sanierungskosten wurden in eine andere Klinik gesteckt.Alle Rettungsversuche kläglich gescheitert.


zuletzt bearbeitet 31.07.2012 09:52 | nach oben springen

#23

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 09:57
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von GeMi im Beitrag #21
Guten Morgen,
vor einiger Zeit hatte ich eine Diskussion mit meiner Nichte. Sie lernt Krankenschwester und will danach Medizin studieren.
Das Thema war unter anderem die mangelhafte Hygiene in deutschen Krankenhäusern. Dass es ein deutsches Problem ist, kann man daran erkennen, dass die Niederlande eine bedeutend geringere Zahl an Erkrankungen hat, die auf Hygienemängel zurückzuführen sind. Deutsche, welche in holländische Krankenhäuser stationär behandelt werden, müssen erstmal "entwurmt" werden. Sprich, der Deutsche kommt erst mal in Quarantäne.
Dabei ist die Sache nicht mal so kompliziert. Es gibt klare Anweisungen für den Krankenhausbetrieb. Nur hält sich fast niemand daran. Das Pflegepersonal steht unter Stress wegen Personalmangel. Die Ärzte ziehen ihren Stil in gewohnter Weise durch - schließlich ist man der Boss. Weiß eigentlich jemand, daß Uhren und Schmuck verboten sind? Die Ärztinnen dürfen sich nicht schminken! Da sehen diese in ihren weissen Kitteln aber aus wie die Wasserleichen.
Es ist ziemlich aufwendig, einen sterilen Verband oder nur ein steriles Pflaster aufzubringen.
Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.
Beim Wechseln des Tropfes darf die Kanüle niemals mit irgendwas in Berührung kommen. Weder mit der Bettdecke, noch mit dem fahrbaren Gestell.
Der Besuch rund um die Uhr ist nicht das Problem, obwohl ich eine türkische Großfamilie auf der Bettkante des Nachbarn schon als Belastung empfinde.
Irgendwo hat man mal getestet, wie lange es dauert, einen völlig sterilen Raum zu verseuchen. Es war innerhalb von Stunden erledigt - mit ganz normalen Tätigkeiten.
Also, alles ist bekannt. Aber keiner tut was. Wenn sich ein Krankenhaus outet, daß es die Hygiene nicht mehr in den Griff bekommt, dann hat es ein großes Problem. Es steht sozusagen am Pranger und keiner will mehr dorthin. Es ist eine wirtschaftliche Katastrophe.
So, und nun viel Glück beim nächsten Krankenhausaufenthalt. Am besten, man geht zum Nachbarn mit den gelben Nummerschildern und den vielen Wohnwagen. Die können ausser Käse herstellen manche besser als die Deutschen.
Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun.



gemi du schreibst mir aus der seele und angelo könnte dir darüber ein buch schreiben weil er im fach steht. ich fuhr nur 2 jahre rettungswagen, trotz gesetze mache mal im rtw oder naw einen hygienetest. ohne worte welches ergebnis du bekommst und dort liegen menschen mit offenen wunden im engsten raum. wenn du von holland sprichst must du auch sagen das holland das 3. weltbeste uniklinikum hat. canada hat das 1.beste und in aachen steht das 2.beste in dem meine tochter zur krankenschwester examinierte dort lassen sich sogar scheichs behandeln weil nicht krankenhaus gleich krankenhaus ist. aber im sinn haste schon recht.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#24

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 09:58
von Pit 59 | 10.129 Beiträge

Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.@GeMi

Vielen Dank GeMI für deine Infos,das wusste ich noch gar nicht.Ich werde das bei der nächsten Arbeitsschutzbelehrung gleich mal Anbringen.


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#25

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 10:03
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #24
Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.@GeMi

Vielen Dank GeMI für deine Infos,das wusste ich noch gar nicht.Ich werde das bei der nächsten Arbeitsschutzbelehrung gleich mal Anbringen.

das ausatmen in die wunde? pit hast recht, habe ich voll übersehen. ist das wirklich verboten? wegen knoblauchgeruch nach einem döner sicher.er hat den satz sicher falsch gewält weil gemi es so von seiner tochter hörte und in der lehrzeit wird alles so erklärt auch dinge die eigentlich selbverständlich sind. man atmet ja immer in blickrichtung und bei op`s gibt es mundschutz. wenn ich es lustig sehe darf man bei kindern nicht mehr auf das knie pusten nachdem sie hingefallen sind. gemi meint es nicht so weil er es nicht besser kennt. er schreibt ja auch vom tropf anstatt von infusion, also nehmen wir es ihm nicht übel.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 31.07.2012 10:11 | nach oben springen

#26

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 10:10
von Polter (gelöscht)
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"Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun."

GeMi siescher?


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#27

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 10:14
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #26
"Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun."

GeMi siescher?


so sieht es aus polter und das personal der gesundheitsversorgung vom pfleger bis zum cheffarzt versuchen immer das beste was in ihrer kraft steht und sind meist überfordert. aber es gibt immer ne grenze und im vergleich zu anderen hochentwickelten europäischen ländern stehe ich dazu das deutschland eines der saubersten medizinischen systheme hat.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 10:28
von Pit 59 | 10.129 Beiträge

Das Problem in unseren Krankenhäusern ist das" Einschleppen" von MRSA Keimen,also Multiresistente Keime welche nicht oder nur schlecht auf Antibiotika reagieren. Die Ursachen sind sehr Vielfältig. Natürlich kommt hier auch der Punkt des Personals des KH.Die Verschiedenen Ursachen hier Aufzuführen wäre zu Langatmig.Eine Ursache ist auf jeden Fall das "Einschleppen" durch Besucher. Das Berühren der Türklinke reicht schon.
Auf ITS Stationen müssen sich Besucher Schutzkleidung inklusive Mundschutz anlegen.Ob der Aufwand für alle Normal Stationen zu hoch ist mag ich nicht Beurteilen.


EK 82/2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 10:35
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #28
Das Problem in unseren Krankenhäusern ist das" Einschleppen" von MRSA Keimen,also Multiresistente Keime welche nicht oder nur schlecht auf Antibiotika reagieren. Die Ursachen sind sehr Vielfältig. Natürlich kommt hier auch der Punkt des Personals des KH.Die Verschiedenen Ursachen hier Aufzuführen wäre zu Langatmig.Eine Ursache ist auf jeden Fall das "Einschleppen" durch Besucher. Das Berühren der Türklinke reicht schon.
Auf ITS Stationen müssen sich Besucher Schutzkleidung inklusive Mundschutz anlegen.Ob der Aufwand für alle Normal Stationen zu hoch ist mag ich nicht Beurteilen.

ohne kommentar, wer sich auskennt weis ebend wovon er schreibt und meckern ist leicht. klar es wird immer der fall sein das man sagt es geht noch besser aber keime fragen nicht danach wo sie rein dürfen. ein beispiel: jeder ist auf seine gesundheit bedacht und privat sehr penibel, hat sich schon mal jemand ein pflaster angelegt ohne sich vorher die hände zu waschen? die meisten denke ich. so etwas kommt im sanitätsbereich bei fachkräften schon aus eigenschutz nicht vor, immer einweghandschuh an. den einzigen mangel den deutschland hat ist die überforderung des personals und die unterbezahlung aber nicht die versorgung nach besten mitteln zum schutz des patienten. was die krankenkassen treiben ist eine andere liga und die haben mit der anständigkeit unseres sanitätspersonal so wenig zu tun wie ne eckfahne mit der torlinie.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 31.07.2012 10:43 | nach oben springen

#30

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 11:09
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

hier mal etwas nur für berlin und in anderen bundesländern sieht es ähnlich aus. das betrifft nur die 1.rettung weitere behandlungen haben noch viel kompliziertere gesetzgebungen und wer jetzt noch sagt das deutschland ein schlechtes gesundheitwesen hat dem sage ich das das personal meist mehr tut als es mus.
http://www.berlin.de/imperia/md/content/...51&file=rdg.pdf
einfach mal lesen und überlegen ob man selber diesen anforderungen gewachsen ist. wie gesagt nie krankenkasse mit sanitätspersonal verwechseln.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#31

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 13:01
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #25
Zitat von Pit 59 im Beitrag #24
Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.@GeMi

Vielen Dank GeMI für deine Infos,das wusste ich noch gar nicht.Ich werde das bei der nächsten Arbeitsschutzbelehrung gleich mal Anbringen.

das ausatmen in die wunde? pit hast recht, habe ich voll übersehen. ist das wirklich verboten? wegen knoblauchgeruch nach einem döner sicher.er hat den satz sicher falsch gewält weil gemi es so von seiner tochter hörte und in der lehrzeit wird alles so erklärt auch dinge die eigentlich selbverständlich sind. man atmet ja immer in blickrichtung und bei op`s gibt es mundschutz. wenn ich es lustig sehe darf man bei kindern nicht mehr auf das knie pusten nachdem sie hingefallen sind. gemi meint es nicht so weil er es nicht besser kennt. er schreibt ja auch vom tropf anstatt von infusion, also nehmen wir es ihm nicht übel.



Hallo EK82/2,

mit Deinem Beitrag kann ich nicht viel anfangen. Selbstverständliche Dinge gibt es im Krankenhaus nicht. Dort geht es um Leben und Tod.
Der Freund meiner Nichte hat von einem tragischen Fall berichtet, der einem zu Denken gibt. Der Freund ist von Beruf Krankenpfleger und studiert jetzt Krankenhausmanagment. Er weiss also, wovon er spricht.
Besagter Fall:
Einem Patienten mit Diabetis wurde ein eingewachsener Nagel am Fuß entfernt. Die Wunde hat sich mit Keimen infiziert und das Ganze war nicht mehr in den Griff zu bekommen. Scheibchenweise wurde erst rechts, dann links amputiert. Nach 3 Jahren (die Lehrzeit vom Freund) war der Patient tot.
Er ist quasi aus dem Krankenhaus nicht mehr herausgekommen - vom Zehennagel direkt in die Kiste.
Also, das Thema ist zu ernst, um darüber Witze zu machen.

P.S. Ein Tropf ist ein Tropf - gell? Jedenfalls unter uns normalen Bürgen.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#32

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 13:23
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von GeMi im Beitrag #31
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #25
Zitat von Pit 59 im Beitrag #24
Das Ausatmen in die Wunde ist nicht erlaubt und und und ...
Gummihandschuh ist nicht Gummihandschuh - da gibt es sterile und nicht sterile.@GeMi

Vielen Dank GeMI für deine Infos,das wusste ich noch gar nicht.Ich werde das bei der nächsten Arbeitsschutzbelehrung gleich mal Anbringen.

das ausatmen in die wunde? pit hast recht, habe ich voll übersehen. ist das wirklich verboten? wegen knoblauchgeruch nach einem döner sicher.er hat den satz sicher falsch gewält weil gemi es so von seiner tochter hörte und in der lehrzeit wird alles so erklärt auch dinge die eigentlich selbverständlich sind. man atmet ja immer in blickrichtung und bei op`s gibt es mundschutz. wenn ich es lustig sehe darf man bei kindern nicht mehr auf das knie pusten nachdem sie hingefallen sind. gemi meint es nicht so weil er es nicht besser kennt. er schreibt ja auch vom tropf anstatt von infusion, also nehmen wir es ihm nicht übel.



Hallo EK82/2,

mit Deinem Beitrag kann ich nicht viel anfangen. Selbstverständliche Dinge gibt es im Krankenhaus nicht. Dort geht es um Leben und Tod.
Der Freund meiner Nichte hat von einem tragischen Fall berichtet, der einem zu Denken gibt. Der Freund ist von Beruf Krankenpfleger und studiert jetzt Krankenhausmanagment. Er weiss also, wovon er spricht.
Besagter Fall:
Einem Patienten mit Diabetis wurde ein eingewachsener Nagel am Fuß entfernt. Die Wunde hat sich mit Keimen infiziert und das Ganze war nicht mehr in den Griff zu bekommen. Scheibchenweise wurde erst rechts, dann links amputiert. Nach 3 Jahren (die Lehrzeit vom Freund) war der Patient tot.
Er ist quasi aus dem Krankenhaus nicht mehr herausgekommen - vom Zehennagel direkt in die Kiste.
Also, das Thema ist zu ernst, um darüber Witze zu machen.

P.S. Ein Tropf ist ein Tropf - gell? Jedenfalls unter uns normalen Bürgen.



nix mit lustig bei dem thema. tropf sagte man zu ddr zeiten aber egal, ich weis was du meinst. solche fälle gibt es aber bedenke wievile menschen im jahr behandelt werden und erkenne die prozentzahl wo fehler geschehen. wenn du einen führerschein hast dürfte ja alles klar sein und unfälle geschehen nicht. hm kann es sein das du manchmal vergist zu blinken oder etwas über die haltelinie fährst? fehler passieren also auch dir nehme ich an aber meckern tust du über andere und vor allem in einem fachgebiet von dem du wenig ahnung hast. ich weis auch wovon ich spreche, weiste was mit dir in spanien geschieht? rettungswagen ala ddr, nix mit transportfähigkeit unter besten möglichkeiten herstellen vor transport und versorgungsfähige klinik suchen, einladen und ab in privatklinik. weiste was in finnland ist? da wo hier medizinische versorgung im umkreis gesetzlich geregelt ist kannste erst mal zum amt, dort bekommste einen arzt vorgeschrieben nix freie arztwahl und hygiene ist dort oberflächig.
weiste es gibt hier noch andere im forum die das thema viel besser kennen als ich aber fahre einmal eine schicht im rettungswagen mit,siehe verletzte und helfe denen. dann sage ob du im gedanken pfusch hattest. die geben ihr bestes und sind am feierabend oft so fertig das familie an 2.stelle steht. damit meine ich pfleger bis arzt und 1.retter die ganze palette.
zusatz : in finnland kannste zu jedem arzt gehen deiner wahl aber alles auf eigene rechnung ansonsten nur über die kela und wer einmal aus der kela fliegt hat pech gehabt. in deutschland hat auch der letzte strassenschläfer ein recht auf ernährung,unterkunft und kostenlose ärztliche notversorgung zum lebenserhalt und diejenigen die dieses tun stellst du in den schatten weil du mal was hörtest? finde ich nicht ok!


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 31.07.2012 13:43 | nach oben springen

#33

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 15:14
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #27
Zitat von Polter im Beitrag #26
"Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun."

GeMi siescher?


so sieht es aus polter und das personal der gesundheitsversorgung vom pfleger bis zum cheffarzt versuchen immer das beste was in ihrer kraft steht und sind meist überfordert. aber es gibt immer ne grenze und im vergleich zu anderen hochentwickelten europäischen ländern stehe ich dazu das deutschland eines der saubersten medizinischen systheme hat.



@ EK 82/2

Bewegen wir uns jetzt in einem Mißverständnis?
Ich habe nicht die Arbeit von Ärzten, Schwester und Pflegern ( und aller anderen ) kritisiert. Im Gegenteil! Lob und Anerkennung!
Ich denke schon, daß das gesamte Abrechnungssystem auf den Prüfstand müsse. Nicht umsonst beklagen die gesetzlichen Kassen durch
falsche Abrechnungen Milliardenschäden. Andererseits sind Krankenhäuser für die Rentabilität selber verantwortlich. Z.B. die umstrittenen
Fallpauschalen für die Krankenhäuser. Auf einen Punkt gebracht: Ich sehe schon einen unmittelbaren Zusammenhang der Finanzen
Krankenkassen < - > Krankenhäuser.


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#34

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 15:30
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #33
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #27
Zitat von Polter im Beitrag #26
"Ach übrigens. Die Profite der Krankenkassen haben nichts mit den Mängeln in den Krankenhäusern zu tun."

GeMi siescher?


so sieht es aus polter und das personal der gesundheitsversorgung vom pfleger bis zum cheffarzt versuchen immer das beste was in ihrer kraft steht und sind meist überfordert. aber es gibt immer ne grenze und im vergleich zu anderen hochentwickelten europäischen ländern stehe ich dazu das deutschland eines der saubersten medizinischen systheme hat.



@ EK 82/2

Bewegen wir uns jetzt in einem Mißverständnis?
Ich habe nicht die Arbeit von Ärzten, Schwester und Pflegern ( und aller anderen ) kritisiert. Im Gegenteil! Lob und Anerkennung!
Ich denke schon, daß das gesamte Abrechnungssystem auf den Prüfstand müsse. Nicht umsonst beklagen die gesetzlichen Kassen durch
falsche Abrechnungen Milliardenschäden. Andererseits sind Krankenhäuser für die Rentabilität selber verantwortlich. Z.B. die umstrittenen
Fallpauschalen für die Krankenhäuser. Auf einen Punkt gebracht: Ich sehe schon einen unmittelbaren Zusammenhang der Finanzen
Krankenkassen < - > Krankenhäuser.


ganz einfach ist die lösung. alles was soziale belange betrifft gehört nicht in privater kapitalhand. eine gesetzliche kasse macht alle gleich. die ärzte fragen ja auch nicht ob ich ein penner bin oder ein privatpatient bei der erstrettung wenn ich hilfe brauche aber ihre bezahlung am ende sehen sie für gleiche leistung unterschiedliches geld. kein kapitalist würde sich soetwas gefallen lassen. wir werden sehen, ich denke da wird sich noch vieles ändern müßen, denn krankenkassen verdienen momentan nur an dem melken der mitglieder und zaghafter abgabe an dem personal.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 31.07.2012 15:33 | nach oben springen

#35

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 20:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #22
Unser Krankenhaus wurde bereits abgerissen.Zufriedene Patienten,hohe Auslastung,zentrale Lage an der A12,eingesparte Sanierungskosten wurden in eine andere Klinik gesteckt.Alle Rettungsversuche kläglich gescheitert.


Heile und herrsche hieß es vor wenigen Jahren im Schlußlichtkreis vom Schlußlichtland.
Man meinte im Mansfeld- Südharz- Kreis den Königsweg gefunden zu haben indem man das Kreiskrankenhaus für 47 Mio. Euro an die Heliosklinik verkauft hat,und wenn alle schön brav sind werden die Erträge von jährlich ca. 3 Mio. Euro an Vereine, Kirchen, Sportclubs usw. ausgeschüttet.
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1321007828287
Das Krankenhaus ist inzwischen marktwirtschaftlich organisiert und die Unterwanderung des Tarifrechts ist nicht mehr Sache öffentlicher Behörden, das hat bei Mehdorns Börsenbahn auch schon gut geklappt.
Was gibts denn da nun zu meckern ?
Nun, die Erhöhung der Effizienz geht klar zu Lasten der Patienten, die Beispiele haben wir hier dokumentiert, was aber noch schlimmer ist, das ist einerseits der Tausch von Substanz gegen teilweise börsennotierte Wertpapiere dieses Zukunftsfonds, sicher angelegt, wie damals schon bei Lehmann Bothers und andererseits die Verteilung dieser Wohltaten im Ermessen der jeweils regierenden Parteien, die mit fremden Besitz ihre Macht sichern.
Kaum jemand von den Empfängern und erst recht nicht von den Besuchern solcher Förderprojekte weiß am Ende, wo dieses Geld her kommt, nur die edlen Spender werden hofiert und möglicherweise wegen eben solcher Wohltaten wieder gewählt.
Wenn schon, dann hätte man dieses Geld zweckgebunden (Gesundheitsvorsorge) verwenden sollen, sagen wir mal für gesunde Schulspeisung bedürftiger Kinder, verbesserte Mobilität für Kranke und Behinderte, weniger Zuzahlung für Medikamente, kostenlosen Transfer zu den Behandlungsstätten - eben Dinge, die den Entzug von Fürsorge im Zusammenhang mit dieser Privatisierung ausgleichen, wenn dieses Geld schon da ist.
Aber das wäre wohl nicht besonders populär, denn es gibt nun mal mehr Fußballer und Kirchengänger als Krankenhausinsassen.



werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.07.2012 20:02 | nach oben springen

#36

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 31.07.2012 20:53
von werner | 1.591 Beiträge

Die Kassen könnten mehr Geld für eine gute Versorgung in den KH bereit stellen, wenn sie´s nicht anderswo sinnlos verpulvern würden.

Beispiel von heute:
Der 12jährige Sohn einer befreundeten Familie hatte jahrelang insbesondere morgens Migräne, so stark, dass er regelmäßig seiner Mutter das Frühstück vor die Füße gereihert hat.
Sie ist von einem Arzt zum nächsten, mehrere Vorschläge, einen Chiropraktiker aufzusuchen, hat sie erst mal beiseite geschoben, weil die Kasse nichts übernimmt. Nach der letzten MRT (hat wohl einige Tsd. gekostet, welche auch nichts neues zutage förderte) ist sie entnervt doch zum Chiropraktiker gegangen. Sie stellt den Burschen dort vor, der sieht sich das an und rückt als erstes die Wirbelsäule gerade: 50,00€ Privatbehandlung, denn die Anfrage bei der Kasse auf Kostenübernahme wurde natürlich abgelehnt. Der Knabe ist seit nunmehr fast 3 Monaten beschwerdefrei! Die Übernahme eines teuren MRT und gleichzeitige Ablehnung einer preiswerten und noch dazu erfolgreichen Behandlung nenne ich krank und korrupt!

Der ehemalige Chef med.- Dienst der GT war bereits zu DDR-Zeiten als Chiropraktiker / Manualmediziner anerkannt und hat nach 1990 in seiner allgemeinen Praxis auf der Strecke weitergemacht. Für ihn war es auch ein Graus und vollkommen unbegreiflich, dass das Verschreiben von schmerzstillenden Medikamenten vollkommen unproblematisch war (im Rahmen des Budgets natürlich), ebenso wie Massagen und Physiotherapie, die Manualtherapie aber immer zu Problemen führte.

Aber mit Lobbyismus oder Nepotismus hat auch das natürlich nichts zu tun . . .

Die andere Frage ist nur, ob die Kassen das Geld tatsächlich dann auch für alternative Behandlungen einsetzen würden . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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