#141

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 13:08
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #140
Ein General der Gruppe hat 10.000 Matk gekostet ?

Mir ist bekannt, dass Honecker dies in seinen letzten Buch geschrieben hat. Erklärt hat er es jedoch nicht.


Er hat den Betrag in Rubel genannt und einen Kurs festgelegt, die Schwankung in seiner Angabe kann ich leider wie gesagt, nicht erklären.
Mein Umtauschkurs betrug 1986 noch 1 Rubel=:3,25 DDR Mark oder so ähnlich, kann sein daß hier andere Prämissen herangezogen wurden, der Transferrubel lag schon bei über 1:4,xx.
Kann auch sein, daß der Rubel zuletzt aufgewertet wurde, vielleicht hatte Gorbatschowas Clique ja schon den geplanten Ausverkauf der DDR im Visier, bevor irgendjemand von uns schon daran dachte.



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#142

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 13:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #138
Ein wenig was zum lesen über das Thema Zur Rolle der DDR-Energiewirtschaft

Sehr interessant, allerdings auch ein paar Seiten.
Zumindest lohnt es sich diesen Beitrag zu lesen um auch im Nachhinein ein paar Probleme der DDR zu verstehen.

Gruß
Nostalgiker


Siehst du, die Probleme und die in diesen ruhenden Gefahren waren den mächtigen bekannt, mit schier kindischen Geheimhaltungsdrang wurden sie aber verschleiert, den Sinn darin mag verstehen wer will, unbedingter Machterhaltungswille einer Nomenklatura wahrscheinlich.
Und damit hat diese Nomenklatura das Projekt DDR scheitern lassen.
Bananen und ähnlicher, nichtrelevanter Quatsch, kann da getrost außen vor gelassen werden.
Als sich das ökonomische Scheitern der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik abzeichnete, hätten die herrschenden mit ihrem Volk tacheles reden müssen, zusammenrücken, sich den Schwierigkeiten ehrlich stellen, echte Lösungen finden oder untergehen.
Leider mögen diktatorische Systheme keine ehrlichen Diskussionen und das ND hat weiter, wider besseres Wissen, wahnwitzige, märchenhafte Erfolge verkündet.


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 13:22 | nach oben springen

#143

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 14:40
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #142

Als sich das ökonomische Scheitern der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik abzeichnete, hätten die Herrschenden mit ihrem Volk tacheles reden müssen, zusammenrücken, sich den Schwierigkeiten ehrlich stellen, echte Lösungen finden oder untergehen.
Leider mögen diktatorische Systheme keine ehrlichen Diskussionen und das ND hat weiter, wider besseres Wissen, wahnwitzige, märchenhafte Erfolge verkündet.



Woran erinnert mich das jetzt bloß?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#144

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 15:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #143
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #142

Als sich das ökonomische Scheitern der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik abzeichnete, hätten die Herrschenden mit ihrem Volk tacheles reden müssen, zusammenrücken, sich den Schwierigkeiten ehrlich stellen, echte Lösungen finden oder untergehen.
Leider mögen diktatorische Systheme keine ehrlichen Diskussionen und das ND hat weiter, wider besseres Wissen, wahnwitzige, märchenhafte Erfolge verkündet.



Woran erinnert mich das jetzt bloß?



Na wenn du es selbst nicht weist.
Vielleicht an Bananen?


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#145

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 17:45
von damals wars | 12.113 Beiträge

Bei mir stellt sich da die Systemfrage.
Zwischenzeitlich sind wir doch wieder genausoweit.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#146

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 19:00
von Rumbi | 29 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #145
Bei mir stellt sich da die Systemfrage.
Zwischenzeitlich sind wir doch wieder genausoweit.



Naja, nicht ganz. Die Geschäfte sind noch proppen voll, nur eben diejenigen, die es sich leisten können, werden immer weniger.

Ich bin erstaunt, wie sachlich hier doch diskutiert wird. Ich hatte angenommen, dass ich mit meiner Meinung zwar nicht ganz alleine da stehe aber ich hatte mich schon auf massive Anfeindungen eingestellt. Diese sachlichen Diskussionen finde ich aber wirklich toll. Jeder bringt seine Meinungen und Argumente ein aber keiner wird beleidigt, prima!
Habe vorhin einen Beitrag gelesen, wo die DDR mit einem ZOO verglichen wurde. Im Grunde ist das gar nicht so verkehrt und auf die Frage, warum dieTiere dann ausbrechen kann ich eine Antwort geben..... weil wilde Tiere nun mal dumm sind und die Gefahren, die draußen auf sie warten, nicht einschätzen können. Im Gegensatz dazu möchte ich da mal eine Katze als Beispiel nehmen. Eine Katze läßt sich nicht an den Menschen binden, sie tut das, was ihr gefällt. Klar man kann sie einsperren und nicht raus lassen aber komischer Weise kommen Katzen, die man auch raus läßt immer wieder zurück. Ok, den Menschen würde ich nicht ganz so loyal einschätzen aber wollen wir uns wirklich auf eine Stufe mit wilden Tieren stellen? Natürlich sind in der DDR-Wirtschaft verdammt viele und auch unentschuldbare Fehler gemacht worden. Doch wie heißt es so schön.... nur aus Fehlern kann man lernen, Fehler sind da um gemacht zu werden nur wer aus seinen Fehlern nicht lernt und diese immer wieder macht.....
Für mich steht jedoch fest, der Kapitalismus wird nicht ewig existieren. Kann er gar nicht. Weil es nun mal ein System ist, in dem immer weniger Menschen immer mehr haben und immer mehr Menschen immer weniger. Dies ist keine alte Phrase sondern wir erleben es doch momentan selbst. Irgendwann geht es da nicht mehr weiter. Der absolute Stillstand käme dann, wenn einer alles hat und alle anderen nichts mehr. Dazu läßt man es natürlich nicht kommen. In der Vergangenheit ist diese Situation immer durch Kriege gelöst worden. Wir haun alles kurz und klein und fangen wieder unten an. Nur das funktioniert jetzt nicht mehr. In der Vergangenheit haben sich immer nur die "Kleinen" die Köpfe eingeschlagen. Mit der heutige Technik geht das aber nicht mehr, da würde es alle treffen.
Ich persönlich habe mich in der DDR nicht eingesperrt gefühlt. Im Gegenteil, da hatte ich viel mehr Freiheiten als jetzt. Wie ich schon sagte, früher bin ich jedes Jahr in Urlaub gefahren und konnte die Seele baumeln lassen..... ich hatte ja keine Sorgen... höchstens die, wo ich den nächsten Sack Zement her bekomme... Seit der der Wende ist mir dies nicht mehr möglich. Nehmen wir das also mal als Beispiel. Früher konnte ich nicht nach Malorca fahren, weil ich es nicht durfte. Heute Kann ich es ebenfalls nicht, weil ich es mir nicht leisten kann. Fazit, für mich ist die Wirkung die gleiche, nur die Ursache ist eine andere. Also was hat sich für mich verbessert? Gar nichts. Im Gegenteil, ich bin jetzt mehr eingesperrt als früher. Wenn ich heute meinen Urlaub nehme, dann bin ich an meine Wohnung gebunden. Das war früher ganz anders. Hat sich schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, warum wir nicht in das sogenannte NSW fahren durften? Die Antwort ist relativ simpel. Gut, das das Lohnsystem in der DDR eine zu kleine Schere hatte, das brauchen wir nicht weiter diskutieren. Man wollte einfach allen Menschen alles was möglich war ermöglichen. Ich habe als Meister 900 Mark Netto verdient. Der Betriebsdirektor hat 3000 Mark verdient. Nehmen wir mal an, er hätte 20 tausend Mark verdient. Ich denke, dies wäre eine reelle Schere. Die Leistung wird belohnt und für den kleinen Arbeiter bleibt auch noch genügend übrig, so dass dieser auch gut leben kann. So, nun hätten wir reisen dürfen.... Ich denke mal viele von den Arbeitern wären zurück gekommen, da wäre es auch nicht so schlimm gewesen, wenn da mal einer nicht wieder gekommen wäre. Aber was ist mit der Inteligenz.... Doktoren, Professoren usw.? Wenn diese in den Westen gefahren wären, hätte man mit Sicherheit versucht sie abzuwerben. Indem man ihnen eben nicht 20 tausend sondern vielleicht 100 tausend DM angeboten hätte. Was wäre passiert? Die DDR hätte die Bildung und Ausbildung, Studium usw. finanziert aber die Leistungen hätte diese Leute dann in einem anderen Staat erbracht. Die damalige BRD hätte sich darüber mit Sicherheit rießig gefreut und die DDR ausgelacht, wenn die DDR die Ausbildung der Fachkräfte bezahlt aber selbst nichts davon hat. Wie lange wäre das wohl gut gegangen?
Jetzt mal was anderes.... ich nehme mal an, es wird mir jeder zustimmen, wenn ich sage, die USA ist genau das Gegenteil von sozialistisch und hat damit auch nichts am Hut und bekämpft diesen, wo sie nur kann. Richtig? Warum macht die USA dann aber die größte Werbung für den Sozialismus???? Schaut euch einfach mal "Star Trek" an. Egal ob die ersten Serien oder die nächste Generation. In keinem wird das Streben nach Reichtum verherrlicht. Im Gegenteil, es wird sogar ausgesprochen.... Wir streben nicht mehr nach Macht und Reichtum, wir arbeiten um uns selbst zu verwirklichen..... genauso stelle ich mir den Sozialismus vor und wieviel ist schon aus diesen Filmen verwirklicht worden.....



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#147

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 20:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rumbi im Beitrag #146
Zitat von damals wars im Beitrag #145
Bei mir stellt sich da die Systemfrage.
Zwischenzeitlich sind wir doch wieder genausoweit.



. Aber was ist mit der Inteligenz.... Doktoren, Professoren usw.? Wenn diese in den Westen gefahren wären, hätte man mit Sicherheit versucht sie abzuwerben. Indem man ihnen eben nicht 20 tausend sondern vielleicht 100 tausend DM angeboten hätte. Was wäre passiert? Die DDR hätte die Bildung und Ausbildung, Studium usw. finanziert aber die Leistungen hätte diese Leute dann in einem anderen Staat erbracht. Die damalige BRD hätte sich darüber mit Sicherheit rießig gefreut und die DDR ausgelacht, wenn die DDR die Ausbildung der Fachkräfte bezahlt aber selbst nichts davon hat. Wie lange wäre das wohl gut gegangen?
Jetzt mal was anderes.... ich nehme mal an, es wird mir jeder zustimmen, wenn ich sage, die USA ist genau das Gegenteil von sozialistisch und hat damit auch nichts am Hut und bekämpft diesen, wo sie nur kann. Richtig? Warum macht die USA dann aber die größte Werbung für den Sozialismus???? Schaut euch einfach mal "Star Trek" an. Egal ob die ersten Serien oder die nächste Generation. In keinem wird das Streben nach Reichtum verherrlicht. Im Gegenteil, es wird sogar ausgesprochen.... Wir streben nicht mehr nach Macht und Reichtum, wir arbeiten um uns selbst zu verwirklichen..... genauso stelle ich mir den Sozialismus vor und wieviel ist schon aus diesen Filmen verwirklicht worden.....




Ich finde auch, daß eine geregelte Reisefreiheit der Schlüssel zu einem erfolgreichen Update der DDR in eine wirkliche Demokratie gewesen wäre, nur in der Vergleichsrepublik hätten wir eine reale Standortbestimmung zum Zwecke der Korrekturen am eigenen System definieren können.
Es war schlichtweg ein Mangel an Kreativität und Mut, den die zweite Reihe der politischen Klasse nach Honeckers Rücktritt an den Tag gelegt hatte, wenn man dem eigenem Volk mehr vertraut hätte, sofern Schabowskis Pannenrede nicht sowieso schon jeglichen Entscheidungsspielraum verhindert hätte.
Mit dem Wissen von heute hätte man aber auch vorher der Intelligenz diese Reisefreiheit genauso vorbehaltlos bieten können, denkbar wären hohe Kautionszahlungen die im Falle der unterlassenen Rückkehr eingezogen worden wären, vielleicht sogar Abmachungen mit der BRD entsprechende Rechtshilfeersuchen für solche Fälle praktikabel zu gestalten, z. B. in der Form, daß z.B. ein Arzt nach 30 Jahren Tätigkeit ohne Kaution, einer mit 20 Jahren für 20.000/ mit 10 Jahren 40.000 Mark usw. zu hinterlegen oder sein Haus zu verpfänden hat, alles wäre juristisch machbar gewesen.
Die Jugend hätte im Austausch hin und her reisen können, da die großen Posten solcher Reisen ja die Fahrt selbst, Unterkunft und Verpflegung sind, das alles wären quasi 1:1- Posten, fatal ist eben, daß man schlichtweg Angst hatte, den tatsächlichen Umtauschkurs zur DM benennen zu müssen im Zusammenhang mit dem Taschengeld´und daß es eventuell zu wenige (Austausch-) Westjugendliche gegeben hätte, die an den Werbellinsee gewollt hätten.
Für den normalen Berufstätigen sind analog diese Modelle vorstellbar, allerdings hätten die ohne Westverwandtschaft eine befristete Arbeitserlaubnis gegen Westgeld in der BRD, sagen wir eine Woche pro Jahr zur Finanzierung einer Kurzreise gebraucht.
Das hätte gereicht, um sich ein Bild vom Alltag im goldenen Westen zu machen und machen wir uns nichts vor, die DDR- Bürger, die dann trotzdem um jeden Preis rüber wollten und drüben geblieben wären, nachdem sie solche Erfahrungen gesammelt hätten wären keine unbeherrschbare Größe gewesen, der Exodus wäre ausgeblieben.



zuletzt bearbeitet 09.07.2012 20:08 | nach oben springen

#148

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 21:17
von PF75 | 3.291 Beiträge

eine große hürde wäre aber auch der abbau der subventionen (miete,lebensmittel u.ä. ).
wenn man vieleicht auch bei einem sehr behuhtsamen abbau mit der einsicht der bevölkerung (zu mindenstes dem großteil) hätte rechnen können,wären solche sachen doch von westlicher seite maßlos aufgebauscht worden um wieder unruhe zu verbreiten und den staat dadurch schlecht zu machen.
Es wäre sicherlich keiner verhungert wen er statt 50-60 M miete das doppelte (heute das 10-fache) und fürs brot vieleicht 20-25 % mehr bezahlt hätte (heute das 4-5 fache).


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#149

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 21:24
von Fritze (gelöscht)
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Wölfe im Schafspelz gibt es immer wieder,sie sterben nie aus ,ob in freier Wildbahn oder im ZOO.Aber manchmal gehen sie an Räude zu Grunde,weil sich im Schafspelz mehr Parasiten als zuträglich angesammelt haben.Ist also nie gut sich mit fremden Federn oder Pelzen zu schmücken ! Und das Gehirn eines Jägers leidet auch,wenn er laufend in der eigentlichen Sprache seiner Opfer blökt.Manch Wolf ist auch schon zur Schlachtbank geführt,weil er den Schafspelz nicht mehr rechtzeitig runter bekam.Und "manchmal " ist "Mal " !


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#150

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 09.07.2012 21:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #148
eine große hürde wäre aber auch der abbau der subventionen (miete,lebensmittel u.ä. ).
wenn man vieleicht auch bei einem sehr behuhtsamen abbau mit der einsicht der bevölkerung (zu mindenstes dem großteil) hätte rechnen können,wären solche sachen doch von westlicher seite maßlos aufgebauscht worden um wieder unruhe zu verbreiten und den staat dadurch schlecht zu machen.
Es wäre sicherlich keiner verhungert wen er statt 50-60 M miete das doppelte (heute das 10-fache) und fürs brot vieleicht 20-25 % mehr bezahlt hätte (heute das 4-5 fache).


Die niedrigen Mieten waren nur ein ideologisch behafteter Planungsposten, substantiell gab das wohl keinen Ausschlag für das Mißlingen der Planwirtschaft, da man erhebliche Kaufkraft bei TV- Geräten, Schrankwänden, Delikatesswaren oder Autos wieder absaugte.
Die Mieten einfach zu erhöhen, hätte wohl zu Aufruhr geführt, da wären schon begleitende Maßnahmen wie zinslose Baukredite für Bauherren, ein Kontingent an Handwerkerleistungen nach Wahl, die der Heimwerker nötig gehabt hätte unabhängig von Beziehungen und Westgeld, zeitweilige Freistellung von der Arbeit, was angesichts der teilweise geringen Auslastung mancher Arbeitsstellen ein Klacks gewesen wäre, alles wäre möglich gewesen.
Das alles mit der Ansage, daß jeder, der meint mit der erhöhten Miete wäre das Ausbeutung, eben selbst Wohnraum schaffen möge für den Eigenbedarf, die Idee der AWG (Arbeiterwohngemeinschaft) hätte man ausbauen können, aber der Mut zum großen Sprung fehlte einmal mehr, wie schon im Bericht über die Kernkraftwerke in der DDR an einem anderen Beispiel dokumentiert wurde.
Es war zuletzt wohl auch bei der Führung massiv Selbstvertrauen und Optimismus abhanden gekommen, dazu gesellte sich die vollkommen unzureichende Dialogbereitschaft bei der Suche nach Lösungen.



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#151

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 08:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Fritze im Beitrag #149
Wölfe im Schafspelz gibt es immer wieder,sie sterben nie aus ,ob in freier Wildbahn oder im ZOO.Aber manchmal gehen sie an Räude zu Grunde,weil sich im Schafspelz mehr Parasiten als zuträglich angesammelt haben.Ist also nie gut sich mit fremden Federn oder Pelzen zu schmücken ! Und das Gehirn eines Jägers leidet auch,wenn er laufend in der eigentlichen Sprache seiner Opfer blökt.Manch Wolf ist auch schon zur Schlachtbank geführt,weil er den Schafspelz nicht mehr rechtzeitig runter bekam.Und "manchmal " ist "Mal " !





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#152

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 10:14
von damals wars | 12.113 Beiträge

Hallo, Grenzwolf62, ist das auf dem Foto ein P 70?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#153

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 11:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #152
Hallo, Grenzwolf62, ist das auf dem Foto ein P 70?


Ja, war unser Renn-Psiebtsch


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#154

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 18:15
von Rumbi | 29 Beiträge

Hallo,

seit meinem letzten Beitrag ist ja einiges hinzu gekommen. Da ich nicht auf jeden Beitrag einzeln eingehen möchte, mach ich es geschlossen. Hier waren Vorschläge, wie man es hätte anstellen können, wenn jemand in den westen fährt und nicht wieder kommt. Nur mal nebenbei gesagt, das gab es so, jedoch logischer Weis nicht bei Urlaub, sondern wenn jemand offiziell ausreisen wollte. Ja, auch das gab es. Es war Anfang der 70iger, da hat eine Familie, die nicht weit von mir gewohnt hat, den Ausreiseantrag gestellt und auch genehmigt bekommen, nachdem er die Ausbildung bezahlt hatte. Er hat dafür einen großen 2-Achser Wohnanhänger gebaut und mit dem Erlös sozusagen sich frei gekauft. Nur das wäre für eine breite Masse nicht machbar gewesen. Denn letztendlich ist nicht das Geld der entscheidende Punkt, was alles gekostet hat sondern die Inteligenz bringt im Laufe doch viel mehr.... Neuerungen, neue Erkenntnisse, neue Produkte, einfach den ganzen technischen Fortschritt und das ist für jede Wirtschaft unbezahlbar. Ein Land, was keine solchen schlauen Köpfe hat, ist von vorn herein wirtschaftlich zum Tode verurteilt. Da ist die Investition eines Staates für die Ausbildung solcher schlauen Köpfe ein klacks.
Hier wurde es zwar schon mal gesagt.... es soll keiner kommen und sagen man könnte Marktwirtschaft mit Sozialismus mischen. Das sehe ich jedoch ganz anders. Kapitalismus und Sozialismus sind Gesellschaftssystem und Planwirtschaft und Marktwirtschaft sind Wirtschaftssysteme. Was heißt denn Planwirtschaft bzw. Marktwirtschaft? Planwirtschaft heißt doch nichts anderes als das es Pläne gibt, was wann und in welcher Stückzahl produziert wird und das in der DDR als 5 Jahresplan. Das kann einfach nicht funktionieren. Ich kann doch nicht heut schon festlegen, was in 5 Jahren gebraucht wird. Marktwirtschaft hingegen funktioniert ganz anders. Wie der Name schon sagt, die Wirtschaft orjentiert sich am Markt und ist somit wesentlich flexibler um auf Schwankungen am Markt reagieren zu können. Das muß auch so sein, anders kann es nicht funktionieren, dass man Produktion und Bedarf ständig aufeinander abstimmt. Das ist mit Planwirtschaft jedoch unmachbar, da zu unflexibel. Bis die Planwirtschaft da reagiert hat, ist der Trend schon wieder ein ganz anderer. Wenn ich in der DDR in die Geschäfte gegangen bin, dann kann ich nicht sagen.... es gab ja nichts.... das ist in meinen Augen absolut falsch. Ich bin nie in ein Geschäft gegangen und mußte sagen, es ist leer. Im Gegenteil z.B. wenn ich in ein Bekleidungsgeschäft gegangen bin, dann war das voll aber und jetzt kommt das Problem.... ich bekam nicht das, was ich gerne haben wollte. Ein weiteres Problem war die Warenstreuung. Habe ich selbst erlebt, ich habe mal ein ordentliches Vorhängeschloss gesucht. Hier bin ich alle Geschäfte abgefahren, nirgends habe ich was passendes gefunden. Dann war mein Vater mal in Richtung Harz unterwegs.... dort hat man ihm die Dinger fast hinterher geschmissen. Oder Mockicks aus Suhl. Wie lange habe ich auf mein S50 gewartet? Es waren über 3 Jahre. Als ein Kumpel jetzt mal in Suhl war, hat er dannach gefragt.... die Antwort, mit Bildern belegt war erschreckend. In Suhl mußte die Produktion gedrosselt werden, weil sie die Mockicks nicht los bekamen. Der Grund, die Bahn stellte keine Wagons zur Verfügung um die zu hunderten auf dem Parkplatz im freien stehenden fertigen Mockicks im Land zu verteilen. Ist heute einfach undenkbar. (Mal etwas positives der heutigen Zeit)
Dann war hier noch ein Beitrag über die Streichung der Subventionen von Mieten, Energie und Lebensmittel. Nein, das konnte man nicht ändern. Damit hat sich der Sozialismus ein typisches Eigentor geschossen. Das war ja ein Aushängeschild... hätte man dieses gekippt, hätten es sicherlich viele eingesehen, das es so nicht auf Dauer gehen kann aber es hätte genügend Menschen gegeben, die das als Anlaß genommen hätten um alles in's Kaos zu stürzen. Allem voran die BRD. Man hätte die DDR in der Luft zerissen.... also mußte man es eben mit Gütern, die man nicht jeden Tag braucht, wie Autos, Fernseher, Radios usw. wieder einfahren. Auf der anderen Seite muß ich natürlich sagen. Es war schon richtig, Waren wie Lebensmittel usw. preislich so zu gestalten, das sie sich jeder leisten kann, es ist nun mal der Grundbedarf des Menschen für ein sorgenfreies Leben. Hingegen war ein Fernseher oder Auto in der DDR nicht lebenswichtig. Zum Beispiel meine Eltern haben nie ein Auto besessen und sind trotzdem überall hingekommen, wo sie hin wollten. Auch wenn ich mich jetzt widerspreche aber eine gewisse Preissteigerung bei den Waren des täglichen Bedarfs wäre schon nötig gewesen... ist meine persönliche Meinung, nur eben wie....



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#155

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 19:10
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Rumbi,

es gab in der Planwirtschaft schon eine Staffelung der Pläne.....
einmal den volkswirtschaftlichen Perspektivplan welcher 20 Jahre umfasste.
Dann den Planzeitraum für 5 Jahre, allseits bekannt als 5 Jahresplanzeitraum, auch er enthielt volkswirtschaftliche Eckdaten.
Aus den Eckdaten des 5 Jahresplan wurden die Jahrespläne abgeleitet und die waren dann nicht nur mit Eckdaten versehen sondern mit ganz konkreten Planzielen.
Aus den Jahresplänen wurden für die einzelnen Betriebe die Monatspläne erstellt......

Knackpunkt war die strategische Planung da "Bedürfnisse", zumindest die der Konsumenten, über solch einen langen Zeitraum zu planen immer heikel ist.
Eine Grundtendenz der Bedürfnisentwicklung sollte schon berücksichtigt werden.

Auch die Marktwirtschaft überlegt sich nicht ad hoc was sie denn mal produzieren könne.
Konzerne, Betriebe betreiben ebenfalls ein sehr straffe strategische Planung; 20 Jahre voraus, mittelfristige Eckdatenplanung; in der Regel ebenfalls 5 Jahre und dann gibt es noch die 'Geschäftsjahresplanung'; also den Jahresplan und daraus leiten sich die Monatspläne ab.

Der Unterschied besteht darin dass das eine eine zentrale Planung war/ist welche für die gesamte VW eines Landes galt und die andere Planung gilt nur auf Konzernebene und da wenn es ein 'Global Player' ist gilt es Weltweit.....
Meinst etwa solche Konzerne wie VW, E.ON, Bayer etc haben keine Planungsabteilungen?
Was sie allerdings auch haben sind Marketingabteilungen welche mit immensen Werbeaufwand die 'Bedürfnisse' unters Volk bringen oder kannst Du mir einen logischen, nachvollziehbaren Grund nennen; hier als ein Beispiel; das ein Stadtbewohner einen geländegängiges Jeepartiges Fahrzeug braucht welches den cw-Wert einer Schrankwand hat um vom nächsten Supermarkt das Getränk seiner (ihm werbetechnisch suggeriert) Wahl Kistenweise zu holen nur weil er mit dieser Tat den Regenwald rettet.......

Hätte zum Beispiel die Industrie der DDR so produzieren können wie der "Bedarf" vorhanden war, ich glaube dann hätten wir uns mit Tiefkühltruhen bewerfen können.
Es ist bekannt das mit dem Aufkommen der Tiefkühltruhen natürlich jeder sofort eine haben wollte. Der Bedarf konnte nicht gedeckt werden, auch verständlich. - Auch die Marktwirtschaft hat es nicht fertig gebracht jeden Haushalt damals von jetzt bis sofort mit einer Tiefkühltruhe zu versorgen. -
Um den 'Bedarf' zu kanalisieren dürfen sich die Bewohner des Landes für den Bezug einer solchen Truhe anmelden.....
Nun melden sich aber fast alle aus einer Familie an, von denen die sich anmelden dürfen.....
Entsteht so ein realistischer Bedarf? Nein.

Ansonsten war das zentrale Planungssystem vom Ansatz her nicht so schlecht aber es scheiterte an seiner Starrheit und Unflexibiltät in vielen Dingen. Der Plan war Gesetz und nicht die Bedürfnisse der Industrie und Konsumenten......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#156

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 19:38
von Polter (gelöscht)
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Erfinder der Planwirtschaft war der Indutrielle, Schriftsteller und Politiker Walther Rathenau. Planwirtschaft hat hervorragend im II Weltkrieg funktioniert. Wers nicht glaubt, sollte sich nur die Produktionszahlen von Panzern und Flugzeugen noch Ende 1944 anschauen.
Und selbst in der jetzigen Zeit suchen ernsthafte Ökonomen nach neuen Ansätzen für die Planwirtschaft. Man darf nie nie sagen!


zuletzt bearbeitet 11.07.2012 06:27 | nach oben springen

#157

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 20:49
von Rumbi | 29 Beiträge

Hallo Nostalkiger und Polter,

ich geb euch ja recht. Meine Aussage, man kann nicht jetzt Planen, was in 5 Jahren produziert wird, ist von mir übertrieben. Gebe ich gern zu. Doch nichts desto trotz ist die zentralgeführte Planwirtschaft zu langsam und unfelxibel. Weil es ganz einfach länger dauert, wenn der Bedarf aus den Geschäften erst zur zentralen Stelle und erst dann in die Betriebe geht. Der direkte Weg, Geschäft - Hersteller ist da viel schneller. Natürlich haben auch die heutigen Firmen ihr Pläne. das sehe ich doch an der Firma, wo ich arbeite. Bei uns besteht der Plan aus zwei variablen. Das ist zum einen die Produktion der bereits bestellten Produkte und der Plan aus der Statistik aus den letzten Jahren, was so in etwa noch bestellt wird. Doch beides sind Variable. Denn sie ändern sich häufig. Darauf wird von der Firma reagiert mit Zweischicht, Dreischicht oder rollende Woche. In der Firma, wo ich zu DDR-Zeiten gearbeitet habe, gab es derartig starke Schwankungen nie. Nun ja, wenn die Meinung besteht, Planwirtschaft würde funktionieren, warum gab es dann so viele Sachen, die keiner haben wollte? Da hätte die Wirtschaft reagieren müssen und sagen, ok, dieses Produkt läuft nicht, also drosseln wir die Produktion und produzieren das, was gefragt ist. Mir ist schon klar, das viele Engpässe auch durch Hamsterkäufe geschaffen wurden, nur hätte man die gewünschten Produkte ausreichend produziert und die Geschäfte flächendeckend versorgt, dann hätte es auch keine Hamsterkäufe gegeben. Versteht mich bitte nicht falsch. Mir wäre die DDR viel lieber als dieser Staat, wo nur das Geld zählt und der Mensch nichts wert ist. Deshalb heißt das System ja auch Kapitalismus. Wie der Name schon sagt, nur das Kapital zählt, Du bist was Du hast. Da wäre mir ein ordentlich gemachter und richtig geführter Sozialismus schon der bessere Weg für die Menschen... deshalb heißt es ja auch Sozialismus, wo der soziale Aspekt im Mittelpunkt steht. Aber an der wirtschaftlichen Führung in der DDR saßen wirklich die falschen Personen. Deshalb war ich auch für die Wende. Zu gleich sage ich aber auch, man hätte Herrn Modrow eine Chance geben sollen.



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#158

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 21:39
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rumbi im Beitrag #157
Hallo Nostalkiger und Polter,

ich geb euch ja recht. Meine Aussage, man kann nicht jetzt Planen, was in 5 Jahren produziert wird, ist von mir übertrieben. Gebe ich gern zu. Doch nichts desto trotz ist die zentralgeführte Planwirtschaft zu langsam und unfelxibel. Weil es ganz einfach länger dauert, wenn der Bedarf aus den Geschäften erst zur zentralen Stelle und erst dann in die Betriebe geht. Der direkte Weg, Geschäft - Hersteller ist da viel schneller. Natürlich haben auch die heutigen Firmen ihr Pläne. das sehe ich doch an der Firma, wo ich arbeite. Bei uns besteht der Plan aus zwei variablen. Das ist zum einen die Produktion der bereits bestellten Produkte und der Plan aus der Statistik aus den letzten Jahren, was so in etwa noch bestellt wird. Doch beides sind Variable. Denn sie ändern sich häufig. Darauf wird von der Firma reagiert mit Zweischicht, Dreischicht oder rollende Woche. In der Firma, wo ich zu DDR-Zeiten gearbeitet habe, gab es derartig starke Schwankungen nie. Nun ja, wenn die Meinung besteht, Planwirtschaft würde funktionieren, warum gab es dann so viele Sachen, die keiner haben wollte? Da hätte die Wirtschaft reagieren müssen und sagen, ok, dieses Produkt läuft nicht, also drosseln wir die Produktion und produzieren das, was gefragt ist. Mir ist schon klar, das viele Engpässe auch durch Hamsterkäufe geschaffen wurden, nur hätte man die gewünschten Produkte ausreichend produziert und die Geschäfte flächendeckend versorgt, dann hätte es auch keine Hamsterkäufe gegeben. Versteht mich bitte nicht falsch. Mir wäre die DDR viel lieber als dieser Staat, wo nur das Geld zählt und der Mensch nichts wert ist. Deshalb heißt das System ja auch Kapitalismus. Wie der Name schon sagt, nur das Kapital zählt, Du bist was Du hast. Da wäre mir ein ordentlich gemachter und richtig geführter Sozialismus schon der bessere Weg für die Menschen... deshalb heißt es ja auch Sozialismus, wo der soziale Aspekt im Mittelpunkt steht. Aber an der wirtschaftlichen Führung in der DDR saßen wirklich die falschen Personen. Deshalb war ich auch für die Wende. Zu gleich sage ich aber auch, man hätte Herrn Modrow eine Chance geben sollen.





OK, träume weiter. Dein Marx ist längst in der Mottenkiste der Geschichte verschwunden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#159

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 21:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #156
Erfinder der Planwirtschaft war der Indutrielle, Schrifsteller und Politiker Walther Rathenau. Planwirtschaft hat hervorragend im II Weltkrieg funktioniert. Wers nicht glaubt, sollte sich nur die Produktionszahlen von Panzern und Flugzeugen noch Ende 1944 anschauen.
Und selbst in der jetzigen Zeit suchen ernsthafte Ökonomen nach neuen Ansätzen für die Planwirtschaft. Man darf nie nie sagen!


Es kann ja auch innerhalb der Planwirtschaft eine Marktwirtschaft geben.
Bei der Reichsbahn sah das früher so aus, daß auf bestimmten Strecken weniger nachgefragte Personen- Nahverkehre zur Vormittagszeit und in den Abendstunden nach ca. 19-20 Uhr einfach nicht eingelegt worden mit der Konsequenz, daß die Güterbahn so an die Leistungsgrenze gehen konnte, während Einzelschicksale, wie z.B. Hackel der in seiner Lehrzeit in Halle beim Unterrichtsbeginn um 13 Uhr immer schon um 10 vor Ort sein mußte, um nicht zu spät zu kommen.
Das hatte natürlich auch was Gutes- man konnte angesichts der Leerlaufzeit in der Lehre sich sonstwo nach sonstwas anstellen, ist ja auch so was wie Marktwirtschaft im Kleinen.
Heute drücken badische Provinzfürsten ihren unter aller Sau ausgelasteten Straßenbahnverkehr auf ICE- Trassen wie z.B. zwischen Karlsruhe und Baden- Baden um jeden Preis durch, auch wenn da auf dem gesamten Laufweg kaum Leute mitfahren, so daß man mitunter denkt man wäre in der entvölkerten ostdeutschen Steppe unterwegs, während 2000 t - Züge auffahren (auf Blockabstand mit Stop) oder gar in die Überholung müssen, bzw. in kein Zeitfenster mit vernünftigen Gesamtfahrzeiten mehr passen, weil solche Bahnen eine Durchschittsgeschwindigkeit von 50-60 km/ h (wegen der vielen Halte) haben und alles dahinter aufhalten.
Ich glaube auch die heutigen Fürsten sollten jedes Jahr einen Lehrgang Marktwirtschaft besuchen, das wäre sehr hilfreich- ich muß ja auch zum Dienstunterricht.



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#160

RE: Die DDR war doch noch zu retten

in Themen vom Tage 10.07.2012 22:36
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #158

OK, träume weiter. Dein Marx ist längst in der Mottenkiste der Geschichte verschwunden.




@Gert, habe ich den Eindruck das Du unter einem Zwang leidest oder gar unter Marxphobie?

Gruß
Nostalgiker

PS.: Vielleicht kannst Du uns Unwürdigen mal erläutern was Marx mit Planwirtschaft zu tun hat....


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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