#1

Fridericus Rex

in Themen vom Tage 24.01.2012 14:55
von stutz | 568 Beiträge

Heute jährt sich der 300. Geburtstag von Friedrich II.
Ein Herrscher seiner Epoche, dabei hoch intellegent und seiner Zeit weit voraus. Er führte Kriege, war aber anderen gegenüber tolerant (.....es soll jeder nach seiner Fasson seelig werden.....heute nennt man's Menschenrechte ) und das Wohl seines Volkes lag ihm am Herzen.
Aus Deutschlands Sandbüchse machte er einen modernen Staat. Heute rühmen sich andere, die da meinen, die europäischen westlichen Werte erfunden zu haben.
Trotz seiner Wiedersprüche hat er der deutschen Geschichte seinen Stempel aufgedrückt.

http://www.youtube.com/watch?v=4rX7zNzB8KM&feature=related


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#2

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 24.01.2012 15:19
von damals wars | 12.130 Beiträge

Goethe:

„Es sei keine
Kunst, sagten sie, mit großen Mitteln einiges zu leisten; und wenn man weder
Länder, noch Geld, noch Blut schone, so könne man zuletzt schon seinen Vorsatz
ausführen. Friedrich habe sich in keinem seiner Pläne und in nichts, was er
eigentlich vorgenommen, groß bewiesen. Solange es von ihm abgehangen, habe
er nur immer Fehler gemacht, und das Außerordentliche sei nur alsdann zum
Vorschein gekommen, wenn er genötigt gewesen, eben diese Fehler wieder gut
zu machen; und bloß daher sei er zu dem großen Rufe gelangt, weil jeder
Mensch sich dieselbe Gabe wünsche, die Fehler, die man häufig begeht, auf eine
geschickte Weise wieder ins Gleiche zu bringen. Man dürfe den Siebenjährigen
Krieg nur Schritt vor Schritt durchgehen, so werde man finden, daß der König
seine treffliche Armee ganz unnützerweise aufgeopfert und selbst schuld daran
gewesen, daß diese verderbliche Fehde sich so sehr in die Länge gezogen.

http://www.utzverlag.de/buecher/40630les.pdf


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#3

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 25.01.2012 18:54
von Annakin | 526 Beiträge

Zitat von stutz
Heute jährt sich der 300. Geburtstag von Friedrich II.
Ein Herrscher seiner Epoche, dabei hoch intellegent und seiner Zeit weit voraus. Er führte Kriege, war aber anderen gegenüber tolerant (.....es soll jeder nach seiner Fasson seelig werden.....heute nennt man's Menschenrechte ) und das Wohl seines Volkes lag ihm am Herzen.
Aus Deutschlands Sandbüchse machte er einen modernen Staat. Heute rühmen sich andere, die da meinen, die europäischen westlichen Werte erfunden zu haben.
Trotz seiner Wiedersprüche hat er der deutschen Geschichte seinen Stempel aufgedrückt.

http://www.youtube.com/watch?v=4rX7zNzB8KM&feature=related



Vor allem der Mark Brandenburg

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#4

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 25.01.2012 20:30
von stutz | 568 Beiträge

10,5 Millionen Portugiesen singen heute noch begeistert ihre Nationalhymne.
Die meisten werden gar nicht wissen, dass es unser alter Fritz war, der sie komponiert und dem damaligen portugiesischen König zum Geschenk gemacht hat.
Gruss aus der Niederlausitz

http://www.youtube.com/watch?v=0px7T99qO5E


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#5

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 25.01.2012 21:24
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von stutz
10,5 Millionen Portugiesen singen heute noch begeistert ihre Nationalhymne.
Die meisten werden gar nicht wissen, dass es unser alter Fritz war, der sie komponiert und dem damaligen portugiesischen König zum Geschenk gemacht hat.
Gruss aus der Niederlausitz

http://www.youtube.com/watch?v=0px7T99qO5E



Die portugiesische Nationalhymne: Komponist: Alfredo Keil, Textdichter: Henrique Lopes de Mendonça


Die spanische Nationalhymne soll vom alten Fritz sein:


Ist aber nicht belegt. Rechteinhaber ist Bartolomé Pérez Casas, der sie 1997 für rund 800'000 Euro an den spanischen Staat verkauft hat-
https://online.gema.de/werke/detailPage....+REAL&pdf=false
http://en.wikipedia.org/wiki/Marcha_Real
Theo


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#6

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 25.01.2012 22:16
von damals wars | 12.130 Beiträge

wiki: Weit verbreitet ist der im 19. Jahrhundert in Spanien entstandene Mythos, der Komponist sei Friedrich II. von Preußen (Friedrich der Große) gewesen, der sie Karl III. gewidmet habe. Diese Behauptung beruht jedoch auf unrichtigen historischen Voraussetzungen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Marcha_Real


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#7

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 26.01.2012 12:26
von SFGA | 1.519 Beiträge

Als Preuße gratuliere ich Friedrich dem Großen.

Er gab kürzlich ein Interview........

Durch seine gnadenlosen Feldzüge wurde Preußen zur Großmacht. Aber er war auch ein „Philosophen-König“, der Preußen zur liberalsten Monarchie Europas machte.

Wie würde der „Alte Fritz“ heute über Deutschland urteilen? BILD verwendete für dieses „Gespräch“ Zitate Friedrichs.

BILD: Erlauben Sie, mit einer privaten Frage zu beginnen. Ist man im Himmel seine irdischen Leiden los?

Friedrich: „Diese Hämorrhoiden sind eine Qual, und wenn ich einen Anfall habe, dann befällt mich Traurigkeit und ich sehe schwarz in allen Dingen.“

BILD: Auf Erden haben Sie Ihre Gattin vernachlässigt. Haben Sie sich gebessert?

Friedrich: „Sie ist sehr hübsch, aber ich bin nie in sie verliebt gewesen. So liebe ich sie mehr pflichtgemäß als aus Neigung.“

BILD: Halten Sie noch Kontakt zu Ihrem Freund, dem Schriftsteller Voltaire?

Friedrich: „Sollte Voltaire mich besuchen, dann nur selten, und ich würde Vorsorge treffen, dass er nicht wieder Zänkereien anfängt.“

BILD: Es wird an Ihrem 300. Geburtstag nicht nur Nettes über Sie geschrieben. Stört Sie das?

Friedrich: „Zum Glück bin ich sehr gleichgültig gegen alles, was in Wort und Schrift auf meine Kosten zu Markt gebracht wird.“

BILD: Zigtausende mussten im Krieg für Sie sterben. Bereuen Sie das nun?

Friedrich: „Schätzt man die Dinge nach ihrem wirklichen Wert ein, so ist zuzugeben, dass der Krieg in mancher Hinsicht sehr unnützes Blutvergießen war.“

BILD: Sie gelten als Erfinder von dem, was wir heute „Multikulti“ nennen. Was halten Sie von den Thesen des Thilo Sarrazin?

Friedrich: „Die Religionen müssen alle toleriert werden. Es muss jeder nach seiner Façon selig werden.“

BILD: Liest man im Himmel BILD? Sind wir zu hart mit unserem Staatsoberhaupt ins Gericht gegangen?

Friedrich: „Was ist leichter, als die Großen zu lästern? Man braucht nur ihre Fehler vergröbern, ihre Schwächen zu übertreiben, die üble Nachrede ihrer Feinde breitzutreten.“

BILD: Haben Staatsmänner eine Vorbildfunktion?

Friedrich: „Gehen die Ersten im Staate nicht mit gutem Beispiel voran, so werden alle anderen nachlässig.“

BILD: Für Aufsehen hat im vergangenen Jahr der Rücktritt von Minister Guttenberg gesorgt. Darf ich um Ihre Einschätzung dieses Falles bitten?

Friedrich: „Habe ich ein Pferd, das stolpert, sonst aber gut ist, so behalte ich es lieber, als dass ich ein neues nehme, dessen Fehler ich nicht kenne. Ein gleiches gilt von den Ministern, mit denen man so wenig wie möglich wechseln soll.“

BILD: Aber seine Doktorarbeit war doch Schlamperei. Das hat er selbst zugegeben. Kann so ein Mann ein Ministerium führen?

Friedrich: „Fremde Fehler fallen uns ins Auge, aber die eigenen übersehen wir. Wir Menschen machen alle Fehler, man muss sie nur eingestehen.“

BILD: Und wie beurteilen Sie die Arbeit unserer Bundesregierung?

Friedrich: „Selbst beim besten Gedeihen einer Regierung dringen Dornen durch.“

BILD: Zur Europapolitik. Müssen wir Deutschen für die Schulden unserer europäischen
Partner bürgen?

Friedrich: „Die europäische Politik ist so trügerisch, dass der Scharfsinnigste betrogen werden kann, wenn er nicht stets auf seiner Hut ist.“

BILD: Zu Ihrer Zeit war Frankreich ein Feind, heute ziehen wir in der Europapolitik an einem Strang. Was halten Sie von England, das versucht, sich der aus der Verantwortung zu ziehen?

Friedrich: „Ich bin erstaunt über die englische Politik. Die Engländer sehen ganz Europa für eine lediglich zum Nutzen Englands geschaffene Staatengemeinschaft an. Niemals gehen sie auf die Interessen anderer ein.“

BILD: Große Sorge bereiten uns Griechenland, das hoch verschuldet ist, dessen politische Elite sich aber schamlos bereichert.

Friedrich: „Ein Schuldenmacher ist immer wie ein Dieb. Diebereien werden nie aufhören, das liegt an der menschlichen Natur.“

BILD: Ist Spanien das nächste Sorgenkind?

Friedrich: „Die Spanier sind in Europa nicht so reich, wie sie sein könnten, weil sie arbeitsscheu sind.“

BILD: Weinen Sie der Monarchie nach?

Friedrich: „Die monarchische Regierung ist die schlimmste oder aber auch die beste von allen, je nachdem sie gehandhabt wird.“

BILD: Majestät, wir bedanken uns für das Gespräch!

Friedrich: „Vergessen Sie den guten alten Mann nicht, den Sie hier gesehen haben.“

@BILD


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
zuletzt bearbeitet 26.01.2012 12:28 | nach oben springen

#8

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 26.01.2012 12:39
von Tobeck | 484 Beiträge

Wieso hat Honecker 1980/81 die Wiederaufstellung des Reiterstandbildes am historischen Standort angeordnet und seinen Kulturminister angewiesen, beim Haus Hohenzollern die Überführung der beiden Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. nach Potsdam anzufragen? Die Anfrage wurde übrigens abgelehnt und ohne die deutsche Wiedervereinigung lägen die beiden noch heute auf Burg Hohenzollern. Es gibt da nur Vermutungen, denn Honecker als Preußenförderer passt irgendwie nicht.


zuletzt bearbeitet 26.01.2012 12:40 | nach oben springen

#9

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 26.01.2012 13:13
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@Tobek

vielleicht hilft dieser Artikel das ambivalente Verhältnis der "roten Preußen" zum alten Fritzen zu erhellen.
Offensichtlich hat ab 1978 Moskau, in Person des mächtigen Botschafters Abrassimov, den Preußenbann gebrochen.

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/di...90,9854970.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Reiterstand...des_Gro%C3%9Fen


zuletzt bearbeitet 26.01.2012 13:22 | nach oben springen

#10

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 26.01.2012 13:16
von damals wars | 12.130 Beiträge

wiki: Zwischen 1982 und 1986 wurden in Vorbereitung auf die umfangreichen 750-Jahr-Feiern von 1987 in beiden Teilen der Stadt zahlreiche Verschönerungen vorgenommen. Beispielsweise wurden in West-Berlin der Breitscheidplatz und der Rathenauplatz neu gestaltet. Im Ostteil wurde das Nikolaiviertel mit historischen Versatzstücken als „neue“ Altstadt gebaut. In Ost und West wurden auch S- und U-Bahnhöfe im Innenstadtbereich saniert.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#11

RE: Fridericus Rex

in Themen vom Tage 26.01.2012 13:37
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von damals wars
wiki: Weit verbreitet ist der im 19. Jahrhundert in Spanien entstandene Mythos, der Komponist sei Friedrich II. von Preußen (Friedrich der Große) gewesen, der sie Karl III. gewidmet habe. Diese Behauptung beruht jedoch auf unrichtigen historischen Voraussetzungen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Marcha_Real



Bei "Radio 1" ist ein Sendung über Fiedrich II gelaufen. Weil mich das interessiert hat, habe ich ein bißchen genauer hingehört und weil ich kein Musikwissenschaftler bin, hat mich die Aussage mit der Nationalhymne sehr erstaunt.
Ich weiss, dass der Sender seine Beiträge nicht aus dem hohlen Bauch heraus bringt, sondern sie bei namhaften Experten recherchiert. Deshalb war ich der Annahme, dass ich Insiderwissen ins Forum stelle.
So weit so gut......"man kann alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu"


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