#1

Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 17:01
von Grenzgänger (gelöscht)
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Aus "gegebenem Anlass" (s.u.) möchte ich gern mal wissen, in welcher Weise, in welchem Umfang / Häufigkeit es zu Verletzungen der o.g. Grenze gekommen ist und was mit den Verletzern passierte, was für Leute das so üblicherweise waren usw. Welche Änderungen gab es während des Ausnahmezustandes in Polen?
Dass diese Grenze "nicht ganz so" gesichert war wie die gegenüberliegende ist schon bekannt und an anderer Stelle hier im Forum steht ja auch einiges zu Organisation und so weiter.
Hintergrund ist meine eigene Verletzung eben dieser Grenze (jawoll, so ein Subjekt bin ich ..

Und das hat sich so zugetragen:
An einem wunderschönen, sonnigen Frühlingssonntagsmorgen des Jahres 75, so kurz vor der Entlassung, in gehobener Stimmung (ohne Alk!) habe ich einen Spaziergang aus unserem Lager Werdeck zur Neisse gemacht (das sind nur so ca. 500 m gewesen). Ich bin dann ein Stück am Flüsschen entlang gegangen, habe die polnischen Angler am anderen Ufer mit einem freundlichen Winken begrüßt - das wurde erwidert. Also einfach alles schön.

Auf dem Rückweg ins Lager, vielleicht war ich eine Stunde weg, fährt in dem Moment, in dem ich aus dem schütteren Kiefernwald trete, unser Politnik in seinem Kübel vorbei.
Erst nahm ich ja an, er hätte mich nicht gesehen- war aber ein Irrtum.
Paar Minuten später durfte ich schon beim KC einreiten- Riesenfass aufgemacht.. Grenzverletzung und so in Verbindung mit uE...er müsse das jetzt melden.. ich wolle doch noch studieren, oder?.. und , und, und.. schien mir stressig zu werden.
Er hat mich dann entlassen mit der Massgabe, einen schriftlichen Bericht zu verfassen... habe also am immer noch schönen Sonntagnachmittag meinen Text geschrieben, abgeliefert und danach war das erledigt.
Leutnant Gru.. und Hauptmann Rö.. wollten sich wahrscheinlich nur gegenseitig mit "dieser harten Untersuchung" beruhigen - oder sich eben einen Spass machen..

Siggi


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#2

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 18:11
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Siggi!
Das Thema hatten wir hier schon ein paar mal. Es ist aber nicht sehr ergiebig, weil es nicht sehr viele Grenzer an der Grenze zu Polen gab. Aus meinen eigenem Erleben her kann ich dir aber sagen, dass es bis zum Spätsommer/ Herbst 1989 tatsächlich kaum Grenzverletzungen in diesem Bereich gab. Zumindest nicht im Abschnitt an der Oder, weil es dort tatsächlich lebensgefährlich ist. Im Sommer 1989 gab es bei Kienitz an der Oder einen mehr oder weniger "unfreiwilligen" Grenzübertritt von Polen in die DDR. Zwei DDR-Bürger hatten dort polnische Freunde besucht und mit ihnen Wodka getrunken. Von dem Getränk berauscht, wurden die beiden leichtsinnig und schwammen durch die Oder. Völlig erschöpft, weit abgetrieben von der starken Ströumg, erreichten die beiden mit Mühe und Not das Ufer. Dort fand sie dann der zuständige Grenzabschnittsposten ( GAP) auch Grenz-ABV genannt. Ich war damals bei der Schutzpolizei in Seelow und kam deswegen auch zum Einsatz. Es könnte ja etwas ungeheuer krimininelles dahinterstecken. Die ganze Chose endete mit einem Ordnungsstrafverfahren wegen unerlaubten Grenzübertritts. Als Straftat wurde der ganze Quatsch nicht gewertet. In einem anderen Fall, im Jahre 1987, ist ein besoffener LPG-Bauer bei Bleyen ( Märkisch-Oderland) über das Eis der zugefrorenen Oder gedusselt. Besoffene und kleine Kinder beschützt bekanntlich der liebe Gott. Jeder andere wäre in eine Eisspalte gerutscht und ersoffen. Damals brauchte man als DDR-Bürger noch ein Visum für Polen und das war schwer zu bekommen. Als er wieder nüchtern war, hat sich das Bäuerlein bis Slubice durchgeschlagen. Dann ist er rotzfrech zum Grenzübergang gelaufen. Dort staunten die Grenzer "Bauklötzer", wie er denn ohne Visum überhaupt nach Polen hereingekommen ist. Auch dieses Abenteuer brachte dem " Delinquenten" nur eine Geldstrafe ein. Ab August 1989 änderte sich die Lage an der Grenze zu Polen dramatisch. Es kam jeden Tag zu hunderten von geglückten und versuchten Grenzübertritten. Die Gewahrsamszellen im VPKA Seelow waren immer gut gefüllt. Nach einer Vernehmung durch die Krimianlpolizei konnten die Ertappten wieder nach Hause gehen. Viele versuchten es ein zweites, oder sogar drittes Mal. Bis es eben klappte. Sie wollten nach Warschau in die Botschaft der Bundesrepublik, aber das weißt du ja ganz sicher selbst.
Falls du noch weitere Fragen hast, frage ruhig. Ich werde versuchen die Fragen so gut wie möglich zu beantworten.

Viele Grüße vom Oderstrand
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#3

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 19:40
von rustenfelde | 676 Beiträge

Hierzu kann sicher Bündinger Auskunft geben.

Gruß RF


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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#4

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 19:42
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von ABV
... Die ganze Chose endete mit einem Ordnungsstrafverfahren wegen unerlaubten Grenzübertritts. Als Straftat wurde der ganze Quatsch nicht gewertet. In einem anderen Fall, im Jahre 1987, ist ein besoffener LPG-Bauer bei Bleyen ( Märkisch-Oderland) über das Eis der zugefrorenen Oder gedusselt. [...] Auch dieses Abenteuer brachte dem " Delinquenten" nur eine Geldstrafe ein.

Das find ich ja mal interessant. In vielen anderen Threads werden die Maßnahmen an der Grenze zw. BRD und DDR mit dem Hinweis "Jeder Staat schützt seine Grenze" vehement verteidigt. An der Grenze zu Polen ist das dann wieder ganz anders? Polen war doch auch ein anderer Staat, wieso hat die DDR diese Grenze nicht entsprechend geschützt?

Was wäre eigentlich passiert, wenn die oben genannten Vorfälle sich an der Grenze zw. DDR und BRD ereignet hätten?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 06.01.2012 19:43 | nach oben springen

#5

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 19:48
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von matloh

Zitat von ABV
... Die ganze Chose endete mit einem Ordnungsstrafverfahren wegen unerlaubten Grenzübertritts. Als Straftat wurde der ganze Quatsch nicht gewertet. In einem anderen Fall, im Jahre 1987, ist ein besoffener LPG-Bauer bei Bleyen ( Märkisch-Oderland) über das Eis der zugefrorenen Oder gedusselt. [...] Auch dieses Abenteuer brachte dem " Delinquenten" nur eine Geldstrafe ein.

Das find ich ja mal interessant. In vielen anderen Threads werden die Maßnahmen an der Grenze zw. BRD und DDR mit dem Hinweis "Jeder Staat schützt seine Grenze" vehement verteidigt. An der Grenze zu Polen ist das dann wieder ganz anders? Polen war doch auch ein anderer Staat, wieso hat die DDR diese Grenze nicht entsprechend geschützt?

Was wäre eigentlich passiert, wenn die oben genannten Vorfälle sich an der Grenze zw. DDR und BRD ereignet hätten?

cheers matloh




da wäre die Grenze vehement verteidigt worden, du hast Dir die Frage doch schon selbst beantwortet...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#6

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 19:48
von PF75 | 3.294 Beiträge

Das find ich ja mal interessant. In vielen anderen Threads werden die Maßnahmen an der Grenze zw. BRD und DDR mit dem Hinweis "Jeder Staat schützt seine Grenze" vehement verteidigt. An der Grenze zu Polen ist das dann wieder ganz anders? Polen war doch auch ein anderer Staat, wieso hat die DDR diese Grenze nicht entsprechend geschützt?

Was wäre eigentlich passiert, wenn die oben genannten Vorfälle sich an der Grenze zw. DDR und BRD ereignet hätten?

cheers matloh
[/quote]


Die Grenze zu Polen war ja sozusagen "Bündnis-intern" uns somit herrschten andere Regeln.


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#7

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 19:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von matloh
Das find ich ja mal interessant. In vielen anderen Threads werden die Maßnahmen an der Grenze zw. BRD und DDR mit dem Hinweis "Jeder Staat schützt seine Grenzen so wie er es für richtig hält" vehement verteidigt. An der Grenze zu Polen ist das dann wieder ganz anders? Polen war doch auch ein anderer Staat, wieso hat die DDR diese Grenze nicht entsprechend geschützt?



1. Habe ich dein Zitat mal um den unterschlagenen Teil ergänzt
2. Gibt es wohl einen Unterschied zwischen Feind- und Bruderstaaten! Entsprechend dieser Einordnung wurde die Grenzsicherung organisiert. Demzufolge war auch die Staatsgrenze zur VR Polen entsprechend gesichert.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#8

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 20:17
von Greso | 2.377 Beiträge

Die Grenze wurde von Polnischer Seite scharf bewacht.
Greso


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#9

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 20:38
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Greso, das kann ich so nicht sagen

Da ich Rallyefahrer war und bedingt durch meine Kontakte dann den Urlauberaustaustausch zwischen uns und verschieden polnische Betrieben aufgebaut habe, bin ich sehr viel über diese Grenze gefahren. Es gab kaum Kontrollen, denn wir hatte jede Menge Ware für unsere Polnischen Bekannten an Bord


MfG
Jawa350
zuletzt bearbeitet 06.01.2012 21:21 | nach oben springen

#10

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 20:54
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo Jawa,ich war auch einigemale in Polen,und auch Urlaub gemacht.Wir hatten sogar in Milno eine Ferienwohnung,und wenn ich da rüber fuhr,war mein Auto immer gut gefüllt mit Tauschwaren jeder Art.Und die Grenzübergänge,wurden schnell bedient.Aber auch Du kamst sicherlich auch nicht durch den Grenzwald gefahren? Denn da,hätten dich die Polen mit Sicherheit fest genommen.
Greso


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#11

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 21:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Feliks D.

2. Gibt es wohl einen Unterschied zwischen Feind- und Bruderstaaten! Entsprechend dieser Einordnung wurde die Grenzsicherung organisiert. Demzufolge war auch die Staatsgrenze zur VR Polen entsprechend gesichert.



Falsch, FED, gaaanz falsch!
Eine (militärische) Grenzsicherung erfolgte an der Staatsgenze zur BRD und West-Berlin. Die Grenzen zur VRP und zur CSSR wurden nur (polizeilich) überwacht. Übrigens, Feinde sucht/macht man sich eigenverantwortlich. Für seine Brüder/Verwandschaft kann man nix, die sind einfach da. Also doch nicht total flach, ähm falsch, Deine Aussage. (Drecks Autokorrektur *grins*)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#12

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 06.01.2012 23:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Greso
Die Grenze wurde von Polnischer Seite scharf bewacht.
Greso




Greso ich kann dir nur zustimmen. Ich habe im Sommer 1963 nach meiner Grundausbildung bei der 6.GBK in Ahlbeck in einer Grenzkompanie Dienst gemacht. Der Grenzabschnitt auf der Insel Usedom ging von Ahlbeck Ostseestrand bis Kamminke am Stettiner Haff. Wir Deutschen hatten nur Grenzstreifen, 2 Soldaten also Doppelposten wie an der Westgrenze. Die Polen hatten die Grenze pioniertechnisch ausgebaut mit Stacheldrahtzaun, K 10, signaltechnsiche Einrichtungen ( Lichtschranken ) und Postenpaare. Das war 18 Jahre nach Ende des 2.Weltkrieges. Von Bruderstaat war an der Grenze keine Spur, es gab keine Kontakte zu den polnischen Grenzern. Ich glaube die hatten nach wie vor Schiss vor den Deutschen, trotz sogenannter Bündnispartner im Warschauer Pakt.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 06.01.2012 23:14 | nach oben springen

#13

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 07.01.2012 09:35
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

In den 50er und anfangs der 60er Jahre wollte die SU ein vereinigtes und neutrales Deutschland mit einem Friedensvertrag. Dies mit der Absicht, daß die Besatzungstruppen abziehen müssen und so auch die Amerikaner:

Das bedingte natürlich, dass die Grenzen zur BRD und WB theoretisch offen bleiben mussten und nur polizeilich gesichert wurden. Umso stärker war damals die Grenzsicherung der Nachbarstaaten: Wer es aus Polen oder anderen Oststaaten nach WB schaffte, der wurde nicht zurückgeschickt, denn als Verfolgter des Kommunismus erhielt er Asyl.
Theo


zuletzt bearbeitet 07.01.2012 09:35 | nach oben springen

#14

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 07.01.2012 14:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo an alle!
Bis 1961 kamen an den Grenzen zu den " Bruderstaaten" der DDR ebenfalls Grenzkompanien zum Einsatz. Danach wurden diese an die Westgrenze bzw nach Berlin verlegt. Übrig blieben so genannte "Grenzabschnittsposten", welche einzeln für einen bestimmten, mehrere Kilometer umfassenden Grenzabschnitt verantwortlich waren. Sie organisierten ihren Dienst eigenverantwortlich. Er bestand überwiegend aus Fuß und Mot-Streifen an der Grenze. Weiterhin gehörte auch die Kontrolle der Grenzzeichen zu seinen Aufgaben. Die Grenzabschnittsposten wohnten in ihrem Bereich. Sie verfügten in ihren Häusern oder Wohnungen auch über ein spezielles, von den Grenztruppen eingerichtetes Dienstzimmer. Zu ihrer Unterstützung waren so genannte " Grenzhelfer" zu bestimmten Zeiten unterwegs. Die Grenzer mussten sich mindestens einmal im Monat mit dem für ihren Bereich zuständigen ABV der VP treffen, um Informationen auszutauschen.
In der VR Polen wurden, anders als in der DDR, auch Wehrpflichtige zur Grenzsicherung eingesetzt. An bestimmten Abschnitten wurden Beobachtungstürme errichtet. Eine pioniertechnische Sicherung der Grenze zur DDR bestand in den siebziger und achtziger Jahren auf keinen Fall mehr! Auch war die Streifendichte an Oder und Neiße nicht besonders hoch. Vertreter des Grenzabschnittskommandos Frankfurt ( Oder) und der Kommandantur der "WOP" ( militärischer Grenzschutz) in Krosno Odrzanskie, trafen sich regelmäßig zu dienstlichen Beratungen. Alles ins allem war die Lage an den östlichen Staatsgrenzen äußerst ruhig.

Gruß an alle
Uwe

Anbei ein Foto vom letzten noch vorhandenen Beobachtungsturm des polnischen Grenzschutzes an der Oder. Diese befindet sich bei der Kleinstadt Gorzyca, gegenüber dem deutschen Reitwein. Interessanterweise befand sich auf dem deutschen Oderufer bis 1990 ein Wasserübungsplatz der NVA. Vielleicht hat die damalige polnische Führung tatsächlich den "Waffenbrüdern" aus der DDR nicht getraut?

Angefügte Bilder:
Grenzturm (FILEminimizer).jpg

www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 07.01.2012 14:55 | nach oben springen

#15

RE: Grenzverletzer an der "Oder- Neisse- Friedensgrenze"

in Grenztruppen der DDR 07.01.2012 19:57
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Greso
Die Grenze wurde von Polnischer Seite scharf bewacht.
Greso




Greso ich kann dir nur zustimmen. Ich habe im Sommer 1963 nach meiner Grundausbildung bei der 6.GBK in Ahlbeck in einer Grenzkompanie Dienst gemacht. Der Grenzabschnitt auf der Insel Usedom ging von Ahlbeck Ostseestrand bis Kamminke am Stettiner Haff. Wir Deutschen hatten nur Grenzstreifen, 2 Soldaten also Doppelposten wie an der Westgrenze. Die Polen hatten die Grenze pioniertechnisch ausgebaut mit Stacheldrahtzaun, K 10, signaltechnsiche Einrichtungen ( Lichtschranken ) und Postenpaare. Das war 18 Jahre nach Ende des 2.Weltkrieges. Von Bruderstaat war an der Grenze keine Spur, es gab keine Kontakte zu den polnischen Grenzern. Ich glaube die hatten nach wie vor Schiss vor den Deutschen, trotz sogenannter Bündnispartner im Warschauer Pakt.

Gruß Gert



Hallo Gert,so war es,zumindest noch 1965.Ichkenne zwei Leute die dort Grenzdienst hatten(waren nicht tauglich für die Westgrenze)
Wir trafen uns zur Entlassung und da staunten sie,was wir alles erlebt hatten,und wie gut die Verpflegung bei uns war.
Gruß Greso


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