#1

Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 14:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ausgehend von Gert seiner Aussage dachte ich mir diese ist einen eigenen Thread wert....


Zitat von damals wars

Zitat von Gert


..wir sind nicht im 19. Jahrhundert, wir sind im 21.Jahrhundert. Der Klassenkampf ist vorbei.




Na ein Glück.
Ich bin bei der Klasse 99%.
Und Du?



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 14:55
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Es gibt keinen Klassenkampf mehr? Der Klassenkampf ist eine Gesetzmäßigkeit dieses Systems und er wird solange geführt, wie die Produktivkräfte nicht Allgemeingut sind! Wenn eine Klasse lediglich ihre Arbeitskraft verkaufen kann während die andere das Eigentum an den Produktionsmitteln hält, dann kämpft die eine um ihr Überleben und die andere um die Sicherung ihres Status. Dass heute die Reichen immer reicher werden und die Mittelschicht immer ärmer ist ein Ergebnis dieses Klassenkampfes. Dieser hört nicht auf nur weil die Politik ihn uns mit Sozialstaatsgedanken ausreden und verdecken will und wir ihn aus Bequemlichkeit nicht sehen wollen!

Ist die Occupy-Bewegung nicht das beste Beispiel dafür?

"Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse geführt und wir sind dabei ihn zu gewinnen." (Warren Buffett)


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#3

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 18:03
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Feliks D.
(...)

Ist die Occupy-Bewegung nicht das beste Beispiel dafür?

"Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse geführt und wir sind dabei ihn zu gewinnen." (Warren Buffett)




http://www.cash.ch/news/alle/buffetts_so...ste-1088358-448
Vater-Sohn Konflikt?
Theo


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#4

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 18:38
von damals wars | 12.113 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#5

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 19:09
von PF75 | 3.291 Beiträge

weiß zwar nicht obs passt .aber dieses zitat ist doch wert das man es liest
"Zitat Ludwig Erhard"
"Einmal wird der Tag kommen, da der Bürger erfahren muss, das er die Schulden zu bezahlen haqbe, die der Staat machte und zum ,Wohle des Volkes deklariert."
Bin ja gespannt ob man es noch mitkriegt das sich der Staat erklären muß.


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#6

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 20:44
von Uffz (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Der Klassenkampf ist eine Gesetzmäßigkeit dieses Systems und er wird solange geführt, wie die Produktivkräfte nicht Allgemeingut sind! Wenn eine Klasse lediglich ihre Arbeitskraft verkaufen kann während die andere das Eigentum an den Produktionsmitteln hält, dann kämpft die eine um ihr Überleben und die andere um die Sicherung ihres Status.



Feliks, eine Gesetzmäßigkeit dieses Systems? Nicht vielmehr aller Systeme, die es in der Geschichte gab? Und ist nicht gerade die DDR ein prägendes Beispiel für diese Marx´sche Gesetzmäßigkeit. Eigentum ist die umfassende Herrschaft über eine Sache. Rechtlicher Eigentümer der Produktionsmittel war in der DDR das Volk. Beweise mir, dass das Volk auch die tatsächliche Herrschaft über sein Eigentum ausüben konnte.


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#7

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 25.10.2011 21:19
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Es gibt keinen Klassenkampf mehr? Der Klassenkampf ist eine Gesetzmäßigkeit dieses Systems und er wird solange geführt, wie die Produktivkräfte nicht Allgemeingut sind! Wenn eine Klasse lediglich ihre Arbeitskraft verkaufen kann während die andere das Eigentum an den Produktionsmitteln hält, dann kämpft die eine um ihr Überleben und die andere um die Sicherung ihres Status. Dass heute die Reichen immer reicher werden und die Mittelschicht immer ärmer ist ein Ergebnis dieses Klassenkampfes. Dieser hört nicht auf nur weil die Politik ihn uns mit Sozialstaatsgedanken ausreden und verdecken will und wir ihn aus Bequemlichkeit nicht sehen wollen!

Ist die Occupy-Bewegung nicht das beste Beispiel dafür?

"Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse geführt und wir sind dabei ihn zu gewinnen." (Warren Buffett)




Feliks, das ist nicht sehr witzig, was du da zitierst/schreibst. Das ist doch erprobt und für untauglich befunden worden. Ich gebe zu, dass in dieser Zeit in unserem Land einiges nicht funktioniert bzw. dem Volk schadet. Das muss bekämpft und korrigiert werden.
Die Probleme liegen hauptsächlich in der Finanzindustrie und da in den Zockerbuden, sprich Investmentabteilungen. Denen muss das Handwerk gelegt werden und zwar unverzüglich. (Geld)-Gier kann kein akzeptables Gesellschaftsziel sein. Dies ist aber nicht automatisch übertragbar auf die ehrbaren Teile der Volkswirtschaft, z.B. das produzierende Gewerbe wie Autobauer, wie Chemiefabriken usw.
Und diese Auswüchse waren nicht immer Bestandteil dieser Bundesrepublik. Sie sind es erst seit der Jahrtausendwende.
Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#8

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 10:02
von webbel (gelöscht)
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Was treibt dann die "ehrbaren" Teile der Volkswirtschaft? Es geht doch immer nur um das Geld, egal welche Branche!
Da Du die Autobauer ansprichst, Mercedes hat letztes Jahr neue Rekordzahlen vorgelegt und im gleichen Atemzug den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen verkündet. Es geht egal wo und bei wem nur um's Geldverdienen. Da sind deine Zockerbuden nur die Extremfälle, die besonders ins Auge fallen.
Die Auswüchse, wie Du sie nennst, gibt es nicht erst seit der Jahrtausendwende. Die gab es schon immer. Nur waren die nicht so dreist das in aller Öffentlichkeit zu zeigen, wie es jetzt üblich geworden ist. Überlege nur mal wann Du das letzte Mal jemand von sozialer Marktwirtschaft hast sprechen hören. Da kannst Du bestimmt bis 1990 zurück gehen.


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#9

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 13:54
von skalli (gelöscht)
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marx zitiert p.j. dunning im "kapital" wie folgt : "mit entsprechendem profit wird kapital kühn. zehn prozent und man kann es überall anwenden, zwanzig prozent, es wird lebhaft, fünfzig prozent, positiv lebhaft; für hundert prozent stampft es alle menschlichen gesetze unter seinen fuß ; dreihundert prozent und es existiert kein verbrechen das es nicht riskiert.selbst auf die gefahr des galgen."

aktueller denn je, find ich.

das wir doch alle im "gleichen boot sitzen " zeigt uns doch wieder einmal eindrucksvoll die regierungserklärung der kanzlerin.
die verursacher der jetzigen kriese zur kasse bitten, aber um " himmels willen" nicht.
dazu sind doch die steuerzahler da und zu denen gehören diese kreise ja bekanntlich nicht..


zuletzt bearbeitet 26.10.2011 13:55 | nach oben springen

#10

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 16:11
von Mozart | 56 Beiträge

das wir doch alle im "gleichen boot sitzen " zeigt uns doch wieder einmal eindrucksvoll die regierungserklärung der kanzlerin.


http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=vGuXVzgZ1uA

Hoppla


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#11

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 16:56
von brummitga (gelöscht)
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Zitat von Mozart

das wir doch alle im "gleichen boot sitzen " zeigt uns doch wieder einmal eindrucksvoll die regierungserklärung der kanzlerin.


http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=vGuXVzgZ1uA

Hoppla



Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die einen als Galeerensträflinge rudern müssen und die andern das (oder die?)Steuer in der Hand halten.
Oder ??????


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#12

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 19:58
von Mozart | 56 Beiträge

Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die einen als Galeerensträflinge rudern müssen und die andern das (oder die?)Steuer in der Hand halten.
Oder ??????


Also, ich habe Blasen an den Händen !


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#13

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 21:39
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von skalli
marx zitiert p.j. dunning im "kapital" wie folgt : "mit entsprechendem profit wird kapital kühn. zehn prozent und man kann es überall anwenden, zwanzig prozent, es wird lebhaft, fünfzig prozent, positiv lebhaft; für hundert prozent stampft es alle menschlichen gesetze unter seinen fuß ; dreihundert prozent und es existiert kein verbrechen das es nicht riskiert.selbst auf die gefahr des galgen."
. . . .



Ja, das wird noch was, wenn ich so sehe, was jetzt schon abgeht und man ist von 100% wohl noch ein Stück weg

S21 war da nur ein Kindergeburtstag, aber das Kapital hat sich ja schon heute ganz demokratisch die Gesetze geschaffen, um nötigenfalls rüde gegen die aufbegehrenden Wähler- Massen vorzugehen. Mal schauen, wer dann noch der Meinung ist, dass die Regierenden sich Volkes Wille beugen müssen und abzutreten haben.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#14

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 26.10.2011 22:32
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von werner
(...)
Ja, das wird noch was, wenn ich so sehe, was jetzt schon abgeht und man ist von 100% wohl noch ein Stück weg (...)


Es gibt schon seit einiger Zeit Börsengeschäfte, die ein hohes Risiko und eine entsprechende Profitaussicht haben. Deswegen stecken wir ja in diesem Dilemma, weil die Leute gierig geworden sind. Gehts gut, so freuts den Anleger; gehts schlecht, hilft der Staat. Wie schnell zwei Milliarden weg sind, wissen wir aus der jüngsten Geschichte der schweizerischen UBS Bank.
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehm...dossier_id=1060
Theo


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#15

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 27.10.2011 18:59
von utkieker | 2.912 Beiträge

Hat der Klassenkampf seine Daseinsberechtigung verloren nur weil wir jetzt im 21. Jahrhundert leben und nicht im 19.? Marx war ein Wissenschaftler durch und durch, als das seine Aussagen nur zeitlich begrenzt wären.
Natürlich gibt es keine Garantie, daß jedes Aufbegehren gegen die politischen Verhältnisse zum Erfolg führen. So wird man in den umfangreichen Werken Marx'ens auch nicht einen Satz finden morgen um 7°° Uhr streiken wir oder nächstes Jahr ist Revolution. Also hat er die innere Mechanik des Kapitalismus gründlich analysiert und diese "Mechanik" funktioniert nach wie vor. Die Geschichte der III. Internationale, von der Usurpation der russischen Revolution, dem damit resultierenden "sozialistischen" Bonapartismus bis zu dessen endgültigen Niedergang in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts konnte Marx logischerweise nicht beleuchten, spielt aber in diesen Zusammenhang aber auch keine Rolle.
"Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden
und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue
Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten
Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe,
sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und
deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen
zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch
Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die
Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Na hoppla, kann man da nur sagen, Marx als "Erfinder" der Globalisierung?
Aber damals war doch wirklich alles schwere körperliche Arbeit. Stimmt, die Arbeitsbedingungen haben sich durchaus gewandelt, Roboter in den Betrieben und computergesteuerte Anlagen kannte Marx nicht. Auch wenn er kein Prophet war so hatte er doch so eine "Ahnung": "Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente,
also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen
Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Das muß selbst einen Hardcorekapitalisten runtergehen wie Öl oder?
"Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller
Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten
Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die
Zivilisation." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Tja da kriegst de dat Staunen! Warum sollen wir nicht die Möglichkeiten nutzen, die uns der Kapitalismus bietet?!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 27.10.2011 19:00 | nach oben springen

#16

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 28.10.2011 21:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von utkieker
Hat der Klassenkampf seine Daseinsberechtigung verloren nur weil wir jetzt im 21. Jahrhundert leben und nicht im 19.? Marx war ein Wissenschaftler durch und durch, als das seine Aussagen nur zeitlich begrenzt wären.
Natürlich gibt es keine Garantie, daß jedes Aufbegehren gegen die politischen Verhältnisse zum Erfolg führen. So wird man in den umfangreichen Werken Marx'ens auch nicht einen Satz finden morgen um 7°° Uhr streiken wir oder nächstes Jahr ist Revolution. Also hat er die innere Mechanik des Kapitalismus gründlich analysiert und diese "Mechanik" funktioniert nach wie vor. Die Geschichte der III. Internationale, von der Usurpation der russischen Revolution, dem damit resultierenden "sozialistischen" Bonapartismus bis zu dessen endgültigen Niedergang in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts konnte Marx logischerweise nicht beleuchten, spielt aber in diesen Zusammenhang aber auch keine Rolle.
"Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden
und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue
Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten
Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe,
sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und
deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen
zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch
Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die
Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Na hoppla, kann man da nur sagen, Marx als "Erfinder" der Globalisierung?
Aber damals war doch wirklich alles schwere körperliche Arbeit. Stimmt, die Arbeitsbedingungen haben sich durchaus gewandelt, Roboter in den Betrieben und computergesteuerte Anlagen kannte Marx nicht. Auch wenn er kein Prophet war so hatte er doch so eine "Ahnung": "Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente,
also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen
Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Das muß selbst einen Hardcorekapitalisten runtergehen wie Öl oder?
"Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller
Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten
Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die
Zivilisation." [Karl Marx Kommunistisches Manifest]
Tja da kriegst de dat Staunen! Warum sollen wir nicht die Möglichkeiten nutzen, die uns der Kapitalismus bietet?!
Gruß Hartmut!



Hello Hartmut, ich muss gleich auf die Highway aber ja, und da behauptet mancher Neue hier, hier wuerde es nichts zu lesen geben......Gruesse Dich, Larissa
auserdem muss ich noch Wladimir Ilitsch hier hineinbringen, bevor ich fahre:
Erst dann, wenn die "Unterschichten" das Alte nicht mehr wollen und die "Oberschichten" in der alten Weise nicht mehr können, erst dann kann die Revolution siegen.
Na, das 'Koennen' ist gross zur Zeit. Immer wird es Revolution geben, im Grossen und im Kleinen. Habe heute wahrhaftig Klassenkampf im anderen Forum gehabt. Ich lebe noch.


zuletzt bearbeitet 28.10.2011 21:33 | nach oben springen

#17

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 28.10.2011 23:10
von Huf (gelöscht)
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Ich bin wahrhaftig kein Gesellschaftswissenschaftler jedweder Coleur, aber ich halte es zur heutigen Zeit für kontraproduktiv, einzelne, sich äußerlich ähnelnde Menschengruppen als Klassenkämpfer zu betiteln, auch nicht zu der klassischen Definition von Herrn Marx. Dieses gegenseitige Aufeinanderhetzen führt zu den erlebten Erscheinungen wie Kriegen, Länderspaltungen und Bürgerkriegen.

Nach meinem Eindruck besteht das Hauptproblem in unserer Zeit weltweit darin, dass die regierten Menschen als desinteressiert, angepasst und völlig inaktiv, nur dem eigenen Vorteil ergeben sind und andererseits die regierenden Menschen unrechtmäßig privilegiert, machtgeil, abgehoben von der Mehrheit sind. Ich meine, die Kultur der erworbenen Demokratie muss gepflegt werden!

VG Huf


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#18

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 29.10.2011 09:42
von utkieker | 2.912 Beiträge

Zitat von Huf
Ich bin wahrhaftig kein Gesellschaftswissenschaftler jedweder Coleur, aber ich halte es zur heutigen Zeit für kontraproduktiv, einzelne, sich äußerlich ähnelnde Menschengruppen als Klassenkämpfer zu betiteln, auch nicht zu der klassischen Definition von Herrn Marx. Dieses gegenseitige Aufeinanderhetzen führt zu den erlebten Erscheinungen wie Kriegen, Länderspaltungen und Bürgerkriegen.

Nach meinem Eindruck besteht das Hauptproblem in unserer Zeit weltweit darin, dass die regierten Menschen als desinteressiert, angepasst und völlig inaktiv, nur dem eigenen Vorteil ergeben sind und andererseits die regierenden Menschen unrechtmäßig privilegiert, machtgeil, abgehoben von der Mehrheit sind. Ich meine, die Kultur der erworbenen Demokratie muss gepflegt werden!

VG Huf


Hallo Huf,

Ich schätze dich als intelligenten und friedliebenden Zeitgenossen. Ich selbst halte eine pazifistische Haltung für eine edle Gesinnung und dennoch bin ich kein Pazifist. Ich denke, daß es legitim sein muß sich zu Wehr zu setzen. Es muß nicht immer ein Gemetzel sein als Begleiterscheinung von Klassenkämpfen oder Revolutionen.
In Libyen war es ein blutiger Kampf, es ist mir dabei so gar egal wer zu erst zur Waffe griff. Das libyische Volk hat sich seines Despoten entledigt! Ach könnte man am Vorabend einer Revolution wissen, wie das Ganze ausgeht - aber würde ich dann auf die Möglichkeit verzichten? Als man 1979 im Iran das Schah- Regime stürzte konnte keiner damit rechnen, daß das ganze in einen Desaster endet. Aber war das Schah- Regime wirklich so toll um der "guten alten Zeit" nachzutrauern?
So wie die DDR war wünsche ich sie mir nicht zurück, auch wenn ich mit dem Ausgang der Revolution nicht gänzlich zufrieden bin, hätte ich diese Revolution aussparen sollen? Im Grunde genommen freue ich mich sogar, daß diese Revolution nicht wie in China endete, dies war aber zweifellos kein Verdienst des SED- Regimes, sondern die Tatsache geschuldet, daß die Bereitschaft mit jeden Tag schwand, daß junge Wehrpflichtige in der Armee, der Bereitschaftspolizei ja so gar im Wachregiment des MfS auf's eigene Volk einzuprügeln oder gar zu schießen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#19

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 31.10.2011 09:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von brummitga
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die einen als Galeerensträflinge rudern müssen und die andern das (oder die?)Steuer in der Hand halten.
Oder ??????


Fällt mir ein Witz mit der guten und der schlechten Nachricht ein.

Aufseher zu den Rudersträflingen, zuerst die gute Nachricht: Heute doppelte Rationen!
Doch nun die schlechte, nach dem Essen möchte der Kapitän dann Wasserski laufen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#20

RE: Klassenkampf oder nicht?

in Themen vom Tage 31.10.2011 10:01
von Polter (gelöscht)
avatar

Klassenkampf, ist dies der Ausgleich von arm und reich? Oder die Auseinandersetzung zwischen Kapital und lebender Arbeit? Ich denke,
daß z.Z. der Klassenkampf " von oben " stattfindet. Das Kommunistische Manifest und Das Kapital wird zum Kulturerbe erklärt.
Die Globalisierung z.B. Marx und Engels haben dies nicht so voraus gesehen. Nach meiner Auffassung hat der Imperialismus jetzt erst die die Stufe seiner Entwicklung erreicht, die Marx und Engels beschrieben haben. Marx sprach, wenn ich es richtig verstehe, vom Gesetz
der Konzentration.... Marx kritisierte die politische Ökonomie. Was als Globalisierung heute herausgestellt wird, ist schlicht die " imperialistiche ( ungebremste ) Kapitalakkumulation ".


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