#21

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 13.12.2011 11:27
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von S51


Ich glaube nach wie vor nicht so recht daran, dass allzuviele von uns die ersten Stunden eines Ernstfalls überlebt hätten.
Sinnloser Drill? Das ist Drill, der nichts trainiert. Häschenhüpfaktionen zum Beispiel, die wir ab und an beim GAR gegenüber mitansehen konnten.



hallo S51,
das Schicksal die ersten Tage oder gar Wochen eines "E-Falls" in Mitteleuropa nicht zu überstehen schwebte mit Sicherheit über jeden Soldaten zwischen Oder und Rhein! Das ist doch aber kein Grund die Soldaten nicht gründlich auszubilden!
Die von dir angesprochenen "Häschenhüpfaktion" ist zwar für die hüpfenden eine ziemliche Belastung und nervt, aber jeder Fitnesstrainer wird dir bestätigen dass es eine hervorragende Übung ist um Kraft und Ausdauer zu stärken! Das so manche Übung zum disziplinieren der jungen Soldaten genutzt wird ist wohl in den meisten Armeen dieser Welt gang und gäbe. Ausser vielleicht jetzt bei der Bundeswehr, da kann man sich bestimmt beim Wehrbeauftragen darüber beschweren.

Man schaue sich Filme über die Ausbildung im US Marine Corps, den Royal Marines oder bei den russischen Fallschirmjägern an. Sie ähnlen sich frapierend. Nun gelten sowohl russische Fallschirmjäger als auch US-und britische Marines zu den am besten und härtesten ausgebildeten Truppen weltweit, mit entsprechend hohem Kampfwert. Ohne Drill wäre es nicht möglich sie in einen solchen Status zu versetzen.

Gruss
SCORN


zuletzt bearbeitet 13.12.2011 11:30 | nach oben springen

#22

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 13.12.2011 11:44
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

damals kam einem alles so sinnlos vor, aber heute denke ich anders darüber. wie soll man menschen beschäftigen? die ewig auf der stube hocken lassen in langer weile? da war die ausbildung ebend beschäftigung und sport dazu. man lernte nicht nur seine grenzen kennen sondern auch kameradschaft und disziplin. ich denke heute das dieses der hauptgrund aller ausbildung war.

ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#23

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 13.12.2011 14:37
von damals wars | 12.213 Beiträge

Zitat von SCORN


was ist eigendlich sinnloser drill?

SCORN



Modenschau. Stundenlang im Kreis marschieren und die Thälmannkolonne singen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#24

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 13.12.2011 20:58
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von damals wars

Zitat von SCORN


was ist eigendlich sinnloser drill?

SCORN



Modenschau. Stundenlang im Kreis marschieren und die Thälmannkolonne singen.




das ist kein drill sondern schwachsinn!


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#25

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 08:29
von 94 | 10.792 Beiträge

Nicht unbedingt, es kommt auf die Vorgeschichte dieser Maßnahme an. Könnte auch eine Vorbereitung der 'Erziehung zur Selbsterziehung' (um das itzo mal mit Hptm. Kutscheras Worten auszudrücken) gewesen sein.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#26

RE: Ausbildung – oder wie ich Soldaten beschäftigte

in Grenztruppen der DDR 14.12.2011 22:42
von Gert | 12.362 Beiträge

also ich bin ja nicht unbedingt ein Freund des Militärs, auf freiwilliger Basis wäre ich nie zur NVA gegangen. Aber die Ausbildung bei der GBK war OK, es war viel Sport, ich glaube das hieß damals MKE (militärische Körperertüchtigung), es war eine Infanterieausbildung ( hatte nix mit Grenze zu tun). Was ich aber als Schikane empfand, das war "Maskenball". Nachts um 3 Alarm und in Uniform 1 unten antreten, dann ging das so weiter Uniform 2 usw.. wenn das in einer bestimmten Zeit nicht geschafft wurde. Wir hatten Marineuniformen und die hatte viele Varianten und es war mühsam, die wieder ordentlich ins Spind zu legen unter Zeitdruck.
Unser Hauptfeld 1963 war ein alter Kommisskopp der deutschen Wehrmacht ( mit Kriegserfahrung an der Ostfront !), hatte 1956 direkt wieder angeheuert, als es Uniformen zu verteilen gab. Er war dumm wie ein 4 Pfundbrot, aber exerzieren und schleifen hatte er gelernt beim Adolf. Entsprechend hart ging es bei uns zu. Später auf der Grenzkompanie konnten wir uns von dieser Zeit erholen, gottseidank.

Gruß Gert


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