#61

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:28
von willie | 612 Beiträge

auch nicht schlecht. Trotzdem vielen Dank!!!!!!!!(soll ich jetzt schreiben ...grins????)
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#62

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:39
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von willie
auch nicht schlecht. Trotzdem vielen Dank!!!!!!!!(soll ich jetzt schreiben ...grins????)
Gruß Willie



............damit aus dem "Schlachtfeld Deutschland" nicht das "Schlachtfeld Privat" wird, dann bitte per PN. Sollte jedoch das Angebot auf Erstellung eines Schriftsatzes zum Erhalt des Themas beitragen, dann bitte............


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#63

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:46
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zonen besonderer Zerstörung....

...Neubrandenburg


Na danke!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#64

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 23:05
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Zonen besonderer Zerstörung....

...Neubrandenburg


Na danke!



Davor kam dann noch Meckpomm als totalverlust?


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#65

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 23:05
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Zonen besonderer Zerstörung....

...Neubrandenburg


Na danke!



.............leider ist aus dem hier vorliegenden Dokument nicht zu erkennen, ob die in meinem o.g. Beitrag aufgeführten Ortslagen (Ortsbezeichnungen) sich auf die jeweiligen Städte und/oder Bezirke bezieht. Ich bitte um Verständnis.
Ohne dass ich das vorliegende Dokument interpretieren möchte, ist jedoch davon aus zu gehen, dass die jeweiligen Bezirke gemeint waren.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#66

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 23:52
von willie | 612 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von willie
auch nicht schlecht. Trotzdem vielen Dank!!!!!!!!(soll ich jetzt schreiben ...grins????)
Gruß Willie



............damit aus dem "Schlachtfeld Deutschland" nicht das "Schlachtfeld Privat" wird, dann bitte per PN. Sollte jedoch das Angebot auf Erstellung eines Schriftsatzes zum Erhalt des Themas beitragen, dann bitte............




Och Mensch Chris,
nicht alle Kommentare hier im Forum sollten nicht immer mit einem "verbissenen Ernst" interprediert werden. Wir müssen uns doch nicht selber das Lebens schwer machen oder? Seh meine Antwort mal in diesem Sinn, denn so war sie auch gemeint.
Vielleicht beurteilen wir alle in den letzten Wochen/Monaten viele Dinge ein klein wenig zu "hart, bzw. nicht diffenrenziert genug.
Ich denke mal ein klein wenig Spaß und Witz nimmt viel "Luft" aus manchen verbissenen gegenseitigen Vorwürfen und Gesprächen.
In diesem Sinne und in der Hoffnung auf ein klein wenig lustigeres Forum
Grüßt Dich Dein nicht böser
Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 30.10.2011 00:03 | nach oben springen

#67

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 00:15
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

........um mal wieder auf das Thema "Schlachtfeld Deutschland" zurück zu kommen.

Hier und in anderen Themen/Beiträgen wird immer von der Gefechtsbereitschaft der bewaffneten Organe der DDR geschrieben. Ich möchte einmal die vier Stufen der Gefechtsbereitschaft vorstellen:

1. ständige Gefechtsbereitschaft
in der ständigen Gefechtsbereitschaft, führen die Führungs-, Truppen-, Flieger- und Flottenkräfte den planmäßigen Dienst durch und befinden sich in der Bereitschaft zur Erfüllung von Gefechtsaufgaben. Einzelne Führungorgane, Truppenteile, Schiffe und Einheiten führen das Diensthabene System (Gefechtsdienst) durch. Maßnahmen des Übergangs zuvor genannter Einheiten vom der Friedens- zur Kriegsstruktur sind getroffen und in entsprechenden Befehlen beinhaltet.
2. Erhöhte Gefechtsbereitschaft
im Zustand der EG befinden sich die Führungsorgane, Truppen-, Flieger- und Flottenkräfte in Punkten der ständigen Dislozierung und/oder in Räumen des Diensthabenen Systems. Ohne Auslösung von Gefechtsalarm - unter dem Vorwand von Übungen - werden die Einheiten in die Erhöhte Gefechtsbereitschaft überführt.
3. Gefechtsbereitschaft
Auslösung Gefechtsalarm, beziehen von Dezentralisierungsräumen, Vorbereitung zum kurzfristigen Übergang zur vollen Gefechtsbereitschaft und Mobilmachung. Die Kräfte der Ständigen Gefechtsbereitschaft haben zu diesem Zeitpunkt bereits die Kriegsstruktur erreicht und können unmittelbar an Handlungen teilnehmen.
4. Volle Gefechtsbereitschaft
vollständige Mobilisierung aller Teilstreitkräfte, Verlegung der Kräfte und Mittel in die festgelegten Bereitstellungsräume, höchste Bereitschaft zur Erfüllung von Gefechtsaufgaben entsprechend den operativen Bestimmungen.

Quelle: GKdos A 456 500 Stand 1987


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#68

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 01:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich denke eher als Stadt, im Bezirk an sich gab es ja nicht so viel.

Neubrandenburg an sich hatte da schon mehr zu bieten, RWN, BVfS, Fliegerhorst Trollenhagen, Kasernen Fünfeichen, usw.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#69

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 09:19
von brummitga (gelöscht)
avatar

Zitat von Stabsfähnrich
........um mal wieder auf das Thema "Schlachtfeld Deutschland" zurück zu kommen.

Hier und in anderen Themen/Beiträgen wird immer von der Gefechtsbereitschaft der bewaffneten Organe der DDR geschrieben. Ich möchte einmal die vier Stufen der Gefechtsbereitschaft vorstellen:

1. ständige Gefechtsbereitschaft
in der ständigen Gefechtsbereitschaft, führen die Führungs-, Truppen-, Flieger- und Flottenkräfte den planmäßigen Dienst durch und befinden sich in der Bereitschaft zur Erfüllung von Gefechtsaufgaben. Einzelne Führungorgane, Truppenteile, Schiffe und Einheiten führen das Diensthabene System (Gefechtsdienst) durch. Maßnahmen des Übergangs zuvor genannter Einheiten vom der Friedens- zur Kriegsstruktur sind getroffen und in entsprechenden Befehlen beinhaltet.
2. Erhöhte Gefechtsbereitschaft
im Zustand der EG befinden sich die Führungsorgane, Truppen-, Flieger- und Flottenkräfte in Punkten der ständigen Dislozierung und/oder in Räumen des Diensthabenen Systems. Ohne Auslösung von Gefechtsalarm - unter dem Vorwand von Übungen - werden die Einheiten in die Erhöhte Gefechtsbereitschaft überführt.
3. Gefechtsbereitschaft
Auslösung Gefechtsalarm, beziehen von Dezentralisierungsräumen, Vorbereitung zum kurzfristigen Übergang zur vollen Gefechtsbereitschaft und Mobilmachung. Die Kräfte der Ständigen Gefechtsbereitschaft haben zu diesem Zeitpunkt bereits die Kriegsstruktur erreicht und können unmittelbar an Handlungen teilnehmen.
4. Volle Gefechtsbereitschaft
vollständige Mobilisierung aller Teilstreitkräfte, Verlegung der Kräfte und Mittel in die festgelegten Bereitstellungsräume, höchste Bereitschaft zur Erfüllung von Gefechtsaufgaben entsprechend den operativen Bestimmungen.

Quelle: GKdos A 456 500 Stand 1987




Staber, du bist ja ein ganz schlimmer Finger,
A 372 752 "DV 010/0/009, I.Grundsätze, 1.(1)
Du hast aber trotzdem ein Riesenglück, dass es in diesem Abschnitt den letzten Satz gibt: "Die Geheimhaltung ist in der Regel befristet"
Gruß brummitga und schönes WE


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 09:25 | nach oben springen

#70

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:07
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Bongo
eigentlich wollte ich mich nicht an diesem "Selbstbeweihräucherungsthread" für die NVA...beteiligen..... wer war denn bei der NVA und weiß es aus eigenem erleben und nicht nur vom Hörensagen)....... Die bösen bösen imperialistischen Söldnerheere waren doch immer im WE oder im Gammeldienst, also keine Gefahr.
......sicher wären die westlichen Truppen vielleicht überrannt worden, aber wäre dann wohl nicht an der ständigen Gefechtsbereitschaft der NVA gelegen sondern schlichtweg an der zahlenmäßigen Überzahl an Mannschaften und Gerät.
Bongo




moin moin Bongo,
wir wollen doch wohl ebenfalls nicht in einen "Sebstbeweihräucherungsthread" für die Bundeswehr verfallen...
Hier gibt es durchaus User welche in der NVA dienten. Deine eigene Einschätzung vom "Gammeldienst" in der Bundeswehr war so den wenigsten in der NVA bekannt. Hier wurde ein anderes Bild gezeichnet! Nur die wenigen Einheiten welche schon in Friedenszeiten "am Gegner" waren kannten die Verhältnisse "nach dem Freitag Mittag". Im Übrigen lag das Zahlenverhältniss bei allen gängigen Truppenteilen bei 1:3 zu Gunsten der Bundeswehr bei Kampfpanzern gar bei 1:4. Dein fabulieren über die zahelnmäßige überlegenheit der NVA und dem "Überrennen" kann daher getrost ins Reich der Märchen verfrachtet werden.
Wie schon gesagt, der normale NVA- Angehörige hatte einen gehörigen Respekt vor der Bundeswehr, und auch allen anderen NATO-Truppen. Die Erkenntnisse über die wahren Verhältnisse entspringen zum grössten teil den Erfahrungen und dem Wissen welches nach 1990 sich auf tat. Es war gerade auch für die Berufssoldaten bitter zu erfahren das die jahrelangen Strapazen und Entbehrungen im Grunde genommen für die Katz waren und nicht der tatsächlichen Bedrohungslage entsprachen.
Die Militäraufklärung der NVA kannte den wahren IST zustand bei Truppen und Material in der Bundeswehr. Nur wurde dieses Wissen nicht an die Truppen weiter geleitet. Dies ist mit Sicherheit eine politische Entscheidung der DDR Führung gewesen, welche aber auch nur den Forderungen aus Moskau entsprach!

Gruß
SCORN

(by the way, ist auf der Allee in Heilbronn immer noch so ein Baustellenbedingtes Chaos?)


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 10:26 | nach oben springen

#71

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:22
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Das die NVA der BW nicht in Zahl von Truppen und Technik überlegen war dürfte klar sein.
Im Verbund mit der GSSD sah das schon anders aus.

Allerdings hatte ja auch die BW entsprechende Verbündete an ihrer Seite.


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#72

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:38
von Bongo (gelöscht)
avatar

Fehler meinerseits: natürlich bezog sich die Überlegenheit an Truppen und Material logischerweise nicht auf die NVA sondern auf die geballte Macht des WP, die potentiell dann angetreten wäre.

OT: ja die Behinderungen auf der Allee in HN bestehen noch und werden verschärft, wenn die Busfahrer der Ansicht sind sich betr. Streik auch noch dort treffen und ihre Busse abstellen zu müssen.

Bongo


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#73

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:45
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Nun ja, im E-Fall wäre die gesamte NVA (mit 2 Armeen?) den sowjet. Truppen in der DDR unterstellt worden.
Die Oberste Militärische Führung der DDR hätte eigentlich nichts mehr zu sagen gehabt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sc...t.C3.A4rbezirke


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 10:51 | nach oben springen

#74

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:52
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von GZB1
Das die NVA der BW nicht in Zahl von Truppen und Technik überlegen war dürfte klar sein.
Im Verbund mit der GSSD sah das schon anders aus.



es wäre irreführend nun die Zahlenkolonnen aus den Zeiten des Kalten Krieges hier aufzuführen um damit eine Überlegen-oder Unterlegenheit zu dokumentieren. Diese Zahlen waren schon damals äusserst subjektiv und wurden je nach gewünschtem Ziel ausgelegt.
Unstrittig die zahlenmäßige Überlegenheit bei gepanzerten Kräften auf Seiten des WP. Anders sah es da schon bei Marine Kräften und Fliegerkräften aus. Vollkommen auch ausgeklammert die Qualitative Überlegenheit bei wichtigen Waffensystemen auf Seiten der NATO.

Aussagekräftiger sind da schon mittlerweile zugängeliche Dokumente. Ich möchte hier nur auf "Operational Concept for the Airland Battle and Corps Operations 1986" vom 25. März 1981 oder der Felddienstvorschrift der US Army "FM 100-5" verweisen.


Gruß
SCORN


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#75

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 10:57
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Was Luftüberlegenheit ausmachen kann haben wir in Irak und Libyen gesehen!


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#76

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 11:01
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von GZB1
Nun ja, im E-Fall wäre die gesamte NVA (mit 2 Armeen?) den sowjet. Truppen in der DDR unterstellt worden.
Die Oberste Militärische Führung der DDR hätte eigentlich nichts mehr zu sagen gehabt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Sc...t.C3.A4rbezirke



Praktisch ja, theoretisch hätte das "Vereinte Oberkommando der Streitkräfte" (der Warschauer Vertragsunion) das Sagen gehabt, bestehend aus einem Staab der nationalen Streitkräfte. Unter einer politischen Führung, die sich aus Vertretern der Mitgliedsstaaten zusammensetzte.
Ich denke mal, der Vertreter der NVA und der Regierung hatten nicht viel zu sagen und in Friedenszeiten waren das ganz lockere Bürojobs in Moskau.
Theo


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 11:01 | nach oben springen

#77

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 11:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Generaloberst Streletz schrieb zum Thema u.a.

"In der Zeit vom 16. Oktober 1965 fand im Südwesten der DDR das Manöver „Oktobersturm“ statt.
An dieser Übung nahmen Land- und Luftstreitkräfte der NVA, der Polnischen und der Tschechoslowakischen Armee sowie der Sowjetarmee teil.
Leitender der Übung war der Oberkommandierende der GSSD, Armeegeneral Koschewoi. Ich, der damalige Generalmajor Streletz, war als sein Stellvertreter eingesetzt.
Da an diesem Manöver die Partei- und Staatsführung der DDR als Gast teilnahm, beauftragte mich Verteidigungsminister Hoffmann Anfang Oktober alle protokollarischen Maßnahmen mit Armeegeneral Koschewoi abzustimmen.

Anhand der vorbereiteten Dokumente erläuterte ich dem Oberkommandierenden unsere Vorstellung über das Abschreiten der Front der beiden Ehrenkompanien (NVA – Sowjetarmee), die Sitzverteilung auf der Ehrentribüne und weitere Protokollfragen.
Wir fanden sehr schnell gemeinsame Standpunkte, es gab keine Probleme.

Nachdem dieser Fragekomplex abgeschlossen war, sagte Armeegeneral Koschewoi sinngemäß zu mir. Genosse Streletz, wir sind beide allein (es gab keinen Dolmetscher), höre gut zu, was ich Dir jetzt sage.
Du hast genau wie ich die Generalstabsakademie absolviert.
Dir ist die große militär-strategische Bedeutung des Territoriums der DDR und die große Verantwortung der GSSD in einem möglichen Krieg bekannt.
Heute, in Friedenszeiten, hat die Partei- und Staatsführung der DDR in Abstimmung mit der Sowjetunion das allgemeine Sagen auf eurem Territorium.
Deshalb empfange ich auch Walter Ulbricht als Staatsoberhaupt der DDR, mache ihm Meldung und schreite gemeinsam mit ihm die Front der NVA- und Sowjetarmee – Kompanie ab.
Anders sieht die Lage im Verteidigungszustand aus. Da werden mir die Nationale Volksarmee, die Grenztruppen und ein Teil der anderen bewaffneten Organe unterstellt.
Da bin ich Oberbefehlshaber der zu bildenden Westfront, die das ganze Territorium der DDR umfasst.
Da hat auf dem Gebiet nur einer das „Sagen“ und das bin ich.
Auf der Grundlage der Vereinbarungen im Warschauer Vertrag sind dann von allen Organen der DDR, die Beziehungen zur Landesverteidigung haben, meine Direktiven und Befehle zu erfüllen.
Dann hören die jetzigen Weisungsbefugnisse von Walter Ulbricht und Minister Hoffmann weitestgehend auf.

Abschließend betonte Armeegeneral Koschewoi: Ich bin für eine offene und ehrliche Sprache als Militär und rede nicht wie die Diplomaten um den heißen Brei herum.
- 2

Ich nehme an, Du hast mich richtig verstanden. Berücksichtige das, was ich Dir gesagt habe, bei Deiner militärischen Tätigkeit im Hauptstab der NVA.
Ich bedankte mich für dieses Gespräch."


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#78

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 11:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wie Einschätzungen aussehen konnten, kann hier gelesen werden:


Dateianlage:
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#79

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 11:31
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Danke @Alfred für diese hochinteressante Analyse (PDF)!


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#80

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 30.10.2011 11:55
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Alfred
Wie Einschätzungen aussehen konnten, kann hier gelesen werden:



Ein wirklich interessantes Dokument,Danke für die Einstellung.


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