#41

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 18:16
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von glasi
dann wären wir nirgens hingefahren. oder meint ihr ein truppenaufmarsch der warschauer truppen wäre uns verborgen geblieben.



Hallo Glasi,
von was für Truppenaufmarsch redest du? Die NVA war bis Ende den 80iger so strukturiert dass sie binnen kürzester Zeit Gefechtsbereit war. Kürzesete Zeit heist nicht Tage sondern bestenfalls Stunden. Bei der Marine hies das etwa dass nach X+30(Minuten) jedes Schiff welches Einsatzfähig war Gefechtsbereit hätte auslaufen können. Man müsste mal im NVA Forum recherchieren wie lange eine NVA Division bei Alarm gebraucht hätte sich zu entfalten und somit Gefechtsbereit war. Auch hier bestenfalls Stunden. Grund hierfür der extrem hohe, dauernd bestehende Bereitschaftsgrad bei der NVA welcher wesentlich für die harten Arbeits und Lebensbediengungen aller , vom Grundwehrdienstleistenden bis zum Berufsoffizier, verantwortlich war.

Gruß
SCORN




80% Anwesentheit war vorgeschrieben...also immer nach kurzer Zeit abmarschbereit

auf Rückkehrer wie bei der Buwe konnte mann verzichten...wie weit man allerdings gekommen wäre ist umstritten.Da waren ja noch die Amerikaner(die waren ja meist in ihren Kasernen)

Die Buwe war am WE zu Hause

@Glasi; Freizeitsoldaten eben


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#42

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 18:26
von Gelöschtes Mitglied
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Tach Glasi,

ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten,aber ich schildere dir mal meinen damaligen Eindruck.
Während meiner Zeit,als ich den Grundwehrdienst ableistete,hatte ich immer gedacht,oh,wenn das mal wirklich ernst wird,dann haben wir schlechte Karten.
Warum?
An der X-Zeit...???Minuten lag es nicht,da standen die Truppen in der Normzeit abmarschbereit auf dem Hof.
Waffenmäßig machte man sich auch keine Gedanken.
Jetzt kommt das große aber...........
Hektisch wurde es,wenn es dann mit der KFZ-Technik los gehen sollte,vor allen Dingen im Winter!
(Ich diente während der Ausbildung in einer KFZ-Kompanie.)
Dann war alle Theorie und Praxis,die vorher noch stand und klappte im Ar...!
Einige Fahrzeuge "streikten" immer....wollten partout nicht anspringen,was sind wir mit dem Starterwagen hin und her gerannt.
Die Lunge kam uns zum Halse raus und der Schweiß lief uns bei schlimmsten Frost die Ar...kimme lang runter.....
Aber zum Schluß kamen dann doch immer irgendwie alle aus der Kaserne,die letzten halt immer etwas später...

Mit dem heutigen Wissen denke ich,dass wir uns zumindest in dieser Beziehung keine Sorgen machen brauchten.
Denn wenn ich immer höre wie es mit der Technik der Bundeswehr aussah/aussieht,da kann man doch nur noch lachen,oder staunen?
Nee,eigentlich müsste man heute Angst haben,ob die überhaupt genug "Schlagkräftig und Einsatzfähig" sind,um unser Land zu verteidigen.
Ich höre/hörte es immer wieder von Söhnen aus unserem großen Freundeskreis,welche bei der BW dienten oder noch dienen.
Auch erzählen mir öfters junge Kollegen am Arbeitsplatz von ihrer Zeit beim Bund,über die Ausbildung(s) + Zeit.
So etwas wäre für uns damals undenkbar gewesen,quasi ein "Schlaraffenland" für Soldaten.
Ob das die Dienst-,Urlaubs-,Freizeit, usw. betraf,davon konnten wir nur träumen.
(Übrigens,für die erst genannten Punkte habe ich euch immer beneidet)

Und deswegen mein heutiges Fazit: Die NVA war für mich in einem Ernstfall klar im Vorteil,da immer vor Ort,längere und härtere Ausbildung.
Aber wie gesagt,zu dieser Erkenntnis kam ich erst jetzt,seitdem ich im Forum bin bzw.mich wieder mit der Armeezeit beschäftige,die ich lange Zeit verdrängt habe.
Zum Glück kam es nie zu diesem Supergau,denn egal wer dann wo wie schnell war,wir wären alle "draufgegangen"......

Gruß ek40


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#43

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 18:37
von glasi | 2.815 Beiträge

ein sehr guter bericht ek 40. vorallem über die einsatzbereichtschafft eurer fahrzeuge



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#44

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 18:45
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von glasi
dann wären wir nirgens hingefahren. oder meint ihr ein truppenaufmarsch der warschauer truppen wäre uns verborgen geblieben.



Hallo Glasi,
von was für Truppenaufmarsch redest du? Die NVA war bis Ende den 80iger so strukturiert dass sie binnen kürzester Zeit Gefechtsbereit war. Kürzesete Zeit heist nicht Tage sondern bestenfalls Stunden. Bei der Marine hies das etwa dass nach X+30(Minuten) jedes Schiff welches Einsatzfähig war Gefechtsbereit hätte auslaufen können. Man müsste mal im NVA Forum recherchieren wie lange eine NVA Division bei Alarm gebraucht hätte sich zu entfalten und somit Gefechtsbereit war. Auch hier bestenfalls Stunden. Grund hierfür der extrem hohe, dauernd bestehende Bereitschaftsgrad bei der NVA welcher wesentlich für die harten Arbeits und Lebensbediengungen aller , vom Grundwehrdienstleistenden bis zum Berufsoffizier, verantwortlich war.

Gruß
SCORN



danke für deinen bericht SCORN. aber glaubst du wirklich das so ein ereignis wie der anfang vom 3 weltkrieg geheim gehalten werden kann. wir lebten oder leben doch im land der spione und geheimdienste. das die NVA schnell reagieren konnte das ist ja bekannt. die meißten hier im forum haben das am eigenen leibe erfahren. lg glasi



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#45

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 18:49
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von SCORN

Zitat von glasi
dann wären wir nirgens hingefahren. oder meint ihr ein truppenaufmarsch der warschauer truppen wäre uns verborgen geblieben.



Hallo Glasi,
von was für Truppenaufmarsch redest du? Die NVA war bis Ende den 80iger so strukturiert dass sie binnen kürzester Zeit Gefechtsbereit war. Kürzesete Zeit heist nicht Tage sondern bestenfalls Stunden. Bei der Marine hies das etwa dass nach X+30(Minuten) jedes Schiff welches Einsatzfähig war Gefechtsbereit hätte auslaufen können. Man müsste mal im NVA Forum recherchieren wie lange eine NVA Division bei Alarm gebraucht hätte sich zu entfalten und somit Gefechtsbereit war. Auch hier bestenfalls Stunden. Grund hierfür der extrem hohe, dauernd bestehende Bereitschaftsgrad bei der NVA welcher wesentlich für die harten Arbeits und Lebensbediengungen aller , vom Grundwehrdienstleistenden bis zum Berufsoffizier, verantwortlich war.

Gruß
SCORN




80% Anwesentheit war vorgeschrieben...also immer nach kurzer Zeit abmarschbereit

auf Rückkehrer wie bei der Buwe konnte mann verzichten...wie weit man allerdings gekommen wäre ist umstritten.Da waren ja noch die Amerikaner(die waren ja meist in ihren Kasernen)

Die Buwe war am WE zu Hause

@Glasi; Freizeitsoldaten eben



dazu stehe ich pitti. wir hatten viel freizeit. aber unser dienst war auch nicht immer einfach. das kam darauf an wo du nach deiner AGA versetzt worden bist. lg glasi



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#46

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:14
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Glasi seien wir froh,daß wir den Ernstfall alle nicht erleben mußten

Wie es wirklich ausgegangen wäre sind heutzutage nur Spekulationen

Auch Spione und Geheimwaffen hätten vor einer Vernichtung halb Europas nicht geholfen


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#47

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:25
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

http://www.nva-forum.de/nva-board/index....pic=17157&st=15&#

Nur mal zur Verdeutlichung wie gut die Reserve der Nva war .Innerhalb von 48 Stunden von 100000 auf 450000 Mann aufgestockt

DAS war eine logistische Meisterleistung..wurde oft geübt und hat geklappt


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#48

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:38
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@Pitti

ob es die Reserve überhaupt noch an die "Front" geschafft hätte ist zu bezweifeln, die Ausrüstungszonen und Lager der Reservetruppen der NVA in der DDR und des Warschauer Vertrages in Mitteleuropa wären mit Sicherheit Ziele von westl. Raketen- und Luftschlägen gewesen. 48h hätte die NATO mit Sicherheit nicht "geschlafen"! Auch durch Spionage bekannte Stabsführungsbunker hätten nicht lange überstanden.

http://www.ftd.de/wissen/technik/:wasser...e/60120793.html


zuletzt bearbeitet 29.10.2011 19:41 | nach oben springen

#49

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:41
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Pitti53
Glasi seien wir froh,daß wir den Ernstfall alle nicht erleben mußten

Wie es wirklich ausgegangen wäre sind heutzutage nur Spekulationen

Auch Spione und Geheimwaffen hätten vor einer Vernichtung halb Europas nicht geholfen


da sagst du was mein freund. ohne das wir das wußten sind wir uns manchmal sehr nahe gekommen. du in marienborn. ich in ehra lessin.



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#50

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:43
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von GZB1
@Pitti

ob es die Reserve überhaupt noch an die "Front geschafft hätte ist zu bezweifeln, die Ausrüstungszonen und Lager der Reservetruppen der NVA in der DDR und des Warschauer Vertrages in Mitteleuropa wären mit Sicherheit Ziele von westl. Raketen und Luftschlägen gewesen. 48h hätte die NATO mit Sicherheit nicht "geschlafen"! Auch durch Spionage bekannte Stabsführungsbunker hätten nicht lange überstanden.

http://www.ftd.de/wissen/technik/:wasser...e/60120793.html


das glaube ich auch. trotzdem eine große leistung. wie sah so eine übung aus? wie wurde man informiert?



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#51

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:48
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von GZB1
@Pitti

ob es die Reserve überhaupt noch an die "Front" geschafft hätte ist zu bezweifeln, die Ausrüstungszonen und Lager der Reservetruppen der NVA in der DDR und des Warschauer Vertrages in Mitteleuropa wären mit Sicherheit Ziele von westl. Raketen- und Luftschlägen gewesen. 48h hätte die NATO mit Sicherheit nicht "geschlafen"! Auch durch Spionage bekannte Stabsführungsbunker hätten nicht lange überstanden.

http://www.ftd.de/wissen/technik/:wasser...e/60120793.html



Nun ja,wie schon einige hier wissend meinten,am Freitag Mittag angefangen wäre am Montag alles erledigt

Oder diverse Tankstellen oder gar Bordelle(Gabs ja im Westen gerüchterweise in jedem Dorf zur genüge)hätten im Wege gestanden zwecks Krafttankung


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#52

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:57
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat von GZB1
@Pitti

ob es die Reserve überhaupt noch an die "Front geschafft hätte ist zu bezweifeln, die Ausrüstungszonen und Lager der Reservetruppen der NVA in der DDR und des Warschauer Vertrages in Mitteleuropa wären mit Sicherheit Ziele von westl. Raketen und Luftschlägen gewesen. 48h hätte die NATO mit Sicherheit nicht "geschlafen"! Auch durch Spionage bekannte Stabsführungsbunker hätten nicht lange überstanden.

http://www.ftd.de/wissen/technik/:wasser...e/60120793.html


das glaube ich auch. trotzdem eine große leistung. wie sah so eine übung aus? wie wurde man informiert?




Information ging mangels Telefon über Melder,die Jungs liefen einfach von Tür zu Tür und bimmelten alle Raus


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#53

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 19:59
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Wenn sich massenhaft Fahrzeuge aus den Kasernen in der DDR bewegt hätten, wäre das durch die Infrarot- und Fotoaufklärung der US-Spionage-Satelliten Keyhole live nach Brüssel und ins Pentagon übertragen worden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Keyhole#KH-...3.A4ter_Crystal

Weiterhin gab es auch menschliche und technische "Kasernenüberwacher" im westl Auftrag die dann entsprechende Signale gesendet hätten.

Als bei uns in Treptow mal ne GK ihr volles Marschband (mit SPW PSH) vor der Kaserne als Alarmüberprüfung aufgereiht hatte, waren nach ca 20 min die Amerikaner der MVM/ BC (BerlinControl) da um zu sehen was los ist.


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 10:33 | nach oben springen

#54

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 20:22
von Bongo (gelöscht)
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eigentlich wollte ich mich nicht an diesem "Selbstbeweihräucherungsthread" für die NVA (dachte hier wären die meisten bei den Grenztruppen gewesen, wer war denn bei der NVA und weiß es aus eigenem erleben und nicht nur vom Hörensagen) beteiligen. Aber glasi soll ja auch nicht so alleine dastehen.
Schön für die NVA, dass sie immer gefechtsbereit war. Nur warum eigentlich? Die bösen bösen imperialistischen Söldnerheere waren doch immer im WE oder im Gammeldienst, also keine Gefahr.
Sieht man einmal davon ab, dass jeder militärischen Eskalation mit hoher Gewissheit eine längere Spannungsphase vorangegangen wäre, kann diese ständige Gefechtsbereitschaft doch eigentlich nur auf einen Überaschungsangriff hindeuten, so wie damals in der CSSR.
Da die WPler aber anscheinend ja wie hier immer wiederholt nicht im Traum daran dachten den bösen westen zu überrennen ist diese ständige Gefechtsbereitschaft in meinen Augen reine Schikane oder die Ausgeburt einer Parnoia der Führungsebene.
Mit ein wenig googeln findet man auch entsprechende Hinweise darauf, dass 1968 auch in BW-Kasernen die Panzer aufmunitioniert im T-Bereich standen, kein langes WE war, Ausgang nur in Uniform (sonst natürlich zivil, hihi) und kurzfristig erreichbar und nur in einem bestimmten Bereich.
Ich habe in meinen 15 Monaten zusätzlich zum normalen Gefechtsdienst 6 gößere und kleinere Übungen mitgemacht (freilaufende und TÜP-Aufenthalte, im Sommer und Winter) und kann mich nicht erinnern, dass die Technik in großem Maße ausgefallen wäre.
Und wäre es wirklich zum Knall gekommen, sicher wären die westlichen Truppen vielleicht überrannt worden, aber wäre dann wohl nicht an der ständigen Gefechtsbereitschaft der NVA gelegen sondern schlichtweg an der zahlenmäßigen Überzahl an Mannschaften und Gerät.
Ich spreche hier natürlich für 1978/79 und nicht für die Verhältnisse heute.
Ach und übrigens, das mit dem Bordell in jedem Dorf war natürlich nur ein Gerücht (*g*).
Und wie üblich, gefundene Ironie darf gerne behalten werden.

Bongo


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#55

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 20:29
von damals wars | 12.204 Beiträge

1. Die Grenztruppen waren Bestandteil der NVA.

2. Hatten wir die hohe Gefechtsbereitschaft unseren Freunden zu verdanken.
Der militärischen Führung der DDR war durchaus bekannt, das sich die BW am Wochenende in Luft auflöste.

Mit den Freunden war jedoch nicht zu reden.

sie konnten am Wochenende auch nicht einfach mal so nach Hause fahren.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#56

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 21:22
von passport | 2.640 Beiträge

Die hohe und ständige Einsatzbereitschaft des WP liegt in der Historie begründet. Die SU wurde ja bekanntlich am 21.06.1941 ohne Vorwarnung durch die Achsenmächte überfallen. Das gleiche trifft auch für die USA ( 07.12.1941 Pearl Harbor ) zu. Die Sicherheitsinteressen beider Großmächte als militärische Kontrahenten im kalten Krieg spiegelte sich auch im Vehalten ihrer Bündnispartner wieder. Die NVA-Führung schlug Anfang der 80ziger Jahre der sowjet. militär. Führung vor, die Einsatzbereitschaft der NVA herabzustufen (Generaloberst Stechbarth), da laut Aufklärung die BuWe kein Angriff plant (eingeschlossen die NATO). Dieses wurde von der SU abgelehnt.

Gruß

passport


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#57

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 21:53
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von passport
Die hohe und ständige Einsatzbereitschaft des WP liegt in der Historie begründet. Die SU wurde ja bekanntlich am 21.06.1941 ohne Vorwarnung durch die Achsenmächte überfallen. Das gleiche trifft auch für die USA ( 07.12.1941 Pearl Harbor ) zu. Die Sicherheitsinteressen beider Großmächte als militärische Kontrahenten im kalten Krieg spiegelte sich auch im Vehalten ihrer Bündnispartner wieder. Die NVA-Führung schlug Anfang der 80ziger Jahre der sowjet. militär. Führung vor, die Einsatzbereitschaft der NVA herabzustufen (Generaloberst Stechbarth), da laut Aufklärung die BuWe kein Angriff plant (eingeschlossen die NATO). Dieses wurde von der SU abgelehnt.

Gruß

passport



Dazu kann man doch nur jeder Armee dieser Welt raten--mit dieser hohen Einsatzbereitschaft. Und gerade im arabischen Raum-(wegen der der Täuschung mit der FVZ) Nein,wer die Einsatzbereitschaft der eigenen Armee vernachlässigt---sollte doch liebers in die Pilze suchen gehen.


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#58

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:04
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

es ist bei weitem nicht so, dass das MfNV Kriegshandlungen als "Sonntagsspaziergang" betrachtet hat.
Im Rahmen des Manövers " Sojus-83" wurde durch die Informations- und Richtungsgruppe eine Information (41) in Einschätzung der Lage herausgegeben (GVS A 454 663).
Ich möchte auszugsweise zitieren:
- in der Volkswirtschaft konnte die Umstellung auf Kriegsproduktion nicht in vollem Umfang abgeschlossen werden.
- die zentrale und territoriale Führung ist in allen Führungsbereichen teilweise unterbrochen
- Teilweise mußten Führungsorgane in stark reduziertem Bestand in Ausweichobjekte verlegt werden
- die Umschlagskapazität in den Häfen sind nur noch zu 50% nutzbar
- Reparaturleistungen der werften werden nur noch zu 40% erreicht
- die wasserwirtschaftlichen Anlagen westlich der Linie ANKLAM-EBERSWALDE-LUCKAU-WERDAU sind zu 50% zerstört in den Grenzbezirken entlang der Staatsgrenze zur BRD bis zu 80%
- in der Linie ROSTOCK-NEURUPPIN-HALLE-PLAUEN sind nur noch 20% der Viehbestände vorhanden, Nahrungs- und Futtermittel zu 80% unbrauchbar
- Nachrichtenwesen = starke Zerstörungen
- Verkehrswesen = sehr starke Zerstörungen
- Krankenwesen ist gewährleistet
- Seuchengefahr in Ballungsgebieten konnte nicht beseitigt werden
- Zonen besonderer Zerstörungen (durch gegnerische Kräfte):
1. entlang der Staatsgrenze zur BRD auf einer Tiefe von 30-50 km
2. NEUBRANDENBURG,POTSDAM,LEIPZIG,COTTBUS
- insgesamt ist mit 300.000 Toten und 500.000 Verletzten zu rechnen
- unter den territorialen Kräften der Landesverteidigung ist mit erheblichen Verlusten zu rechnen - hier insbesondere in den Bezirken MAGDEBURG, ERFURT,KARL-MARX-STADT


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#59

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:18
von willie | 613 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
es ist bei weitem nicht so, dass das MfNV Kriegshandlungen als "Sonntagsspaziergang" betrachtet hat.
Im Rahmen des Manövers " Sojus-83" wurde durch die Informations- und Richtungsgruppe eine Information (41) in Einschätzung der Lage herausgegeben (GVS A 454 663).
Ich möchte auszugsweise zitieren:
- in der Volkswirtschaft konnte die Umstellung auf Kriegsproduktion nicht in vollem Umfang abgeschlossen werden.
- die zentrale und territoriale Führung ist in allen Führungsbereichen teilweise unterbrochen
- Teilweise mußten Führungsorgane in stark reduziertem Bestand in Ausweichobjekte verlegt werden
- die Umschlagskapazität in den Häfen sind nur noch zu 50% nutzbar
- Reparaturleistungen der werften werden nur noch zu 40% erreicht
- die wasserwirtschaftlichen Anlagen westlich der Linie ANKLAM-EBERSWALDE-LUCKAU-WERDAU sind zu 50% zerstört in den Grenzbezirken entlang der Staatsgrenze zur BRD bis zu 80%
- in der Linie ROSTOCK-NEURUPPIN-HALLE-PLAUEN sind nur noch 20% der Viehbestände vorhanden, Nahrungs- und Futtermittel zu 80% unbrauchbar
- Nachrichtenwesen = starke Zerstörungen
- Verkehrswesen = sehr starke Zerstörungen
- Krankenwesen ist gewährleistet
- Seuchengefahr in Ballungsgebieten konnte nicht beseitigt werden
- Zonen besonderer Zerstörungen (durch gegnerische Kräfte):
1. entlang der Staatsgrenze zur BRD auf einer Tiefe von 30-50 km
2. NEUBRANDENBURG,POTSDAM,LEIPZIG,COTTBUS
- insgesamt ist mit 300.000 Toten und 500.000 Verletzten zu rechnen
- unter den territorialen Kräften der Landesverteidigung ist mit erheblichen Verlusten zu rechnen - hier insbesondere in den Bezirken MAGDEBURG, ERFURT,KARL-MARX-STADT


Moin Chris,
interessante Daten, wo haste die denn her bekommen? Interessiert mich echt die Quelle.
Gruß Wilie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#60

RE: "Schlachtfeld Deutschland"

in DDR Grenze Literatur 29.10.2011 22:24
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von willie

Zitat von Stabsfähnrich
es ist bei weitem nicht so, dass das MfNV Kriegshandlungen als "Sonntagsspaziergang" betrachtet hat.
Im Rahmen des Manövers " Sojus-83" wurde durch die Informations- und Richtungsgruppe eine Information (41) in Einschätzung der Lage herausgegeben (GVS A 454 663).
Ich möchte auszugsweise zitieren:
- in der Volkswirtschaft konnte die Umstellung auf Kriegsproduktion nicht in vollem Umfang abgeschlossen werden.
- die zentrale und territoriale Führung ist in allen Führungsbereichen teilweise unterbrochen
- Teilweise mußten Führungsorgane in stark reduziertem Bestand in Ausweichobjekte verlegt werden
- die Umschlagskapazität in den Häfen sind nur noch zu 50% nutzbar
- Reparaturleistungen der werften werden nur noch zu 40% erreicht
- die wasserwirtschaftlichen Anlagen westlich der Linie ANKLAM-EBERSWALDE-LUCKAU-WERDAU sind zu 50% zerstört in den Grenzbezirken entlang der Staatsgrenze zur BRD bis zu 80%
- in der Linie ROSTOCK-NEURUPPIN-HALLE-PLAUEN sind nur noch 20% der Viehbestände vorhanden, Nahrungs- und Futtermittel zu 80% unbrauchbar
- Nachrichtenwesen = starke Zerstörungen
- Verkehrswesen = sehr starke Zerstörungen
- Krankenwesen ist gewährleistet
- Seuchengefahr in Ballungsgebieten konnte nicht beseitigt werden
- Zonen besonderer Zerstörungen (durch gegnerische Kräfte):
1. entlang der Staatsgrenze zur BRD auf einer Tiefe von 30-50 km
2. NEUBRANDENBURG,POTSDAM,LEIPZIG,COTTBUS
- insgesamt ist mit 300.000 Toten und 500.000 Verletzten zu rechnen
- unter den territorialen Kräften der Landesverteidigung ist mit erheblichen Verlusten zu rechnen - hier insbesondere in den Bezirken MAGDEBURG, ERFURT,KARL-MARX-STADT


Moin Chris,
interessante Daten, wo haste die denn her bekommen? Interessiert mich echt die Quelle.
Gruß Wilie




.................Moin Wilie, habe leider nur die Kopie der GVS (Geheime Verschluss Sache). Und sieh mal bitte in mein Profil - unter Wohnort


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
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