#1

Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 09:41
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,
gab es eigentlich in jeder GK Hunde?
In unserem Abschnitt gab es Wiki:Grenzhunde an Laufleinen. Das waren wohl die ärmsten Angehörigen der Grenztruppen. Die hatten immer Hunger und im Sommer gab es wenig zu saufen. Wir haben uns oft mit ihnen beschäftigt. Ab und an ist einer ausgebüxt und hat mit uns den Tag verbracht. Aber irgendwie hatten sie alle eine Grenzermacke.
In der GK hatten wir ein paar Hundezwinger. An einen Insassen erinnere ich mich bis heute gern.
Er war wohl eine Kreuzung aus Werwolf und Schäferhund - schwarz, riesengroß und hatte blutrot unterlaufene Augen. An den Zwinger kam nur auf 3m ran. Ab dann hat der Pfiifi einen gewaltigen Radau veranstaltet und wollte einen umbringen. Das war aber alles nur Show, wie sich später rausstellte.
Einmal war im Winter Ausbildung für ihn. Die ganze Kompanie war am Fenster. Der Hundeführer hat den Burschen sich legen lassen und in den Schnee eine riesengroße Acht getrampelt. Anschließend hat er sich auf der anderen Seite postiert und der Hund sollte die Spur ablaufen. Der hatte aber keine Lust und ist auf geradem Wege zu seinem Herrchen gelaufen und hat wieder Platzgenommen. Die ganze Kompanie hat sich kaputtgelacht.
Beide sind im Grenzdienst öfters getrennte Wege gegangen. Mal war der Hund als erster in der GK, mal der Hundeführer. Als Posten am Tor war die erste Variante die schlechteste. Alle hatte Angst vor dem Tier. Also Tor auf und sich dahinter verstecken.


[hallo]


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
zuletzt bearbeitet 20.09.2011 09:53 | nach oben springen

#2

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 11:53
von 94 | 10.792 Beiträge

zwingerstarker Kaukase und dann noch freilaufend, da kommen Erinnerungen hoch *damals_nicht/jetzt_breitgrins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#3

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 11:54
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Apropos @94

war da nich noch was zu vollenden?


zuletzt bearbeitet 15.09.2011 11:58 | nach oben springen

#4

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 12:01
von damals wars | 12.145 Beiträge

Für ne Bockwurst oder ein paar Schnongse hätten uns die meisten Hunde verraten.

Meines Wissen wurden die im Sommer sogar noch extra mit Wasser versorgt.

Ansonsten hatte die Hunde es am Besten, die bei einem Freilandpostenpunkt waren.

Da gab es den Steinbeißer, den Grabenbuddler, den Beißwütigen usw.
Tatsächlich hatten die alle ne Grenzermacke.

Im Winter wurden die von uns mit Nudelsuppe (extra Postenverpflegung bei starker Kälte) versorgt, das es sonst immer nur Pellets gab. War aber riskant, da die Suppe sehr schnell gefror.

Ansonsten mundete ihnen die Postenverpflegung, Bonbons und alles, was der wir so über hatten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#5

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 12:50
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Die Trassenhunde im Abschnitt wurden durch den Hundetrupp des Bataillons aufgestellt, versorgt und (gelegentlich) ausgebildet. Selbst in der Kompaniesicherung blieb dieses Prinzip, da die Kompanie weder personell noch materiell für diese Aufgabe aufgestellt war. Was da an der Trasse hing ... ja, auch kein Ruhmesblatt für die Grenztruppen. Die berühmte "GM" - die Grenzermacke - hatten schnell alle Hunde. Achtenlaufen mit oder ohne Fressnapf, Wurzelschleppen usw. unsf. - es gab eine Menge von diesem merkwürdigen Verhalten. Viele der Hunde legten sich bei Annäherung von Posten schon auf den Rücken und bettelten um Futter und/oder Streicheleinheiten. Ich glaube, für die Hundeliebhaber unter den Soldaten und Unteroffizieren war das besonders schwer. Aber im Allgemeinen erregten die Tiere Mitleid.

Es gab Versorgungs- und Ausbildungsnormative, aber damit war es oft, wie mit dem Grenzdienst für die Grenzer. Die "Sonderschichten" machten die Belastung aus. Es gab durchaus auch ein paar scharfe Tiere, die kaum einen von den Hundewärtern an sich ran ließen.

In der Kompanie selbst gab es die Schutzhunde, die von je einem Hundeführer geführt wurden. In der Regel waren auch die Grenzaufklärer als Hundeführer ausgebildet und führten einen Hund. Der schärfste Hund unserer Kompanie war "Tina", ein schwarzer Riesenschnautzer. Gehorsam wie nur irgend ein Hund sein konnte. Aber sie war aus ihrer Sicht die Nummer 2 in der Kompanie. Wehe dem, der an den LO herantrat, auf dem Tina in den Grenzdienst fuhr. Für Vorgesetzte wurde dann die Leine auch schon mal etwas lockerer gelassen .. Was solls, es wurde nie jemand verletzt und die Soldaten hatten ihren Spaß, wenn der Polit mal fast einen Salto rückwärts machte.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 15.09.2011 12:52 | nach oben springen

#6

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 20:17
von Tonberg | 24 Beiträge

Hallo Leute! ja wir hatten in unserem Grenzabschnitt auch einige Hundelaufanlagen meist in sogenannten Gassen,aber auch hatten wir
diensthunde in der kompanie meisstens irgendwelche schäferhundmischlinge oder Rottweiler .Die Hundeführer waren Längerdienende in
der Truppe (ab unteroffizier aufwärts) man war der meinung es bringt nichts wenn ein Hund nur ein Jahr geführt wird.Es war sehr angenehm
wenn man mit einem Hundeführer nebst Tier zum dienst gehen konnte wenn einem im Nachtdienst doch mal die müdigkeit übermannte
der Hund war immer wach.Wir hatten in unserer GK unteroffiziere die sich auch in ihrer Freizeit intensiv mit ihrem tier beschäftigten und damit meine ich nicht nur zwinger sauberhalten sondern ausbildung training Scheintöter und solche sachen.Gruß Tonberg



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#7

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 15.09.2011 22:59
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von GZB1
Apropos @94

war da nich noch was zu vollenden?



ja eben @94

du hast wohl deinen Thread vergessen?


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#8

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 16.09.2011 23:57
von Mozart | 56 Beiträge

Hallo, ich kann auch etwas dazu sagen.
Unser Regiment in Treptow hatte damals 1978 fünf Grenzkompanien.
Jeder GK waren zwei Hundeführer zugeordnet. Also waren das 10 Hunde mit ihren Herrchen.
Es waren ausschließlich Schäferhunde mit einer abgeschlossenen Polizeiausbildung.
Alle entstammten sie aus bekannten Zuchtzwingern und waren schon deshalb reinrassige Tiere.
So hatten alle Hunde einen Adelstitel mit den dazugehörigen Papieren.
Die Hundeführer, derer ich auch einer war, waren ausschließlich Soldaten oder Gefreite der Grenzkompanien.
Diese Hunde wurden gehegt und gepflegt.
Wir erhielten von unseren Vorgesetzten sehr viel Zeit, um uns während des Garnisionsdienstes mit den Tieren zu beschäftigen.
Wenn mal kein Hund mit an die Mauer musste, wurden sie von der Diensthundestaffel, welche für die armseligen Trassenhunde verantwortlich war, mitversorgt.
Ich war bei meiner Entlassung sehr traurig, daß ich meinen Hund nicht mit nach Hause nehmen durfte.
Gern denke ich heute noch an manche schöne Episode zurück.

Mozart


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#9

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 17.09.2011 20:33
von Telli | 38 Beiträge

Ich habe meine Hündin im Mai 87 in Wilhelmshorst zur Abrichtung bekommen uns sie mit übernommen als ich nach Ellrich und anschließend nach Berlin versetzt wurde.
Im Februar 1990 konnte ich sie mit nach Hause nehmen.
Sie bekam dann noch das Gnadenbrot bis 1996.

mfG
Telli


Mit freundlichen Grüßen

Telli


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#10

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 17.09.2011 21:29
von Commander | 1.055 Beiträge

Zitat von Telli
Ich habe meine Hündin im Mai 87 in Wilhelmshorst zur Abrichtung bekommen uns sie mit übernommen als ich nach Ellrich und anschließend nach Berlin versetzt wurde.
Im Februar 1990 konnte ich sie mit nach Hause nehmen.
Sie bekam dann noch das Gnadenbrot bis 1996.

mfG
Telli


Telli,eine gute Sache,daß Du deinen treuen Begleiter mit nach Hause genommen hast u.nicht einfach Tschüß u.Machs gut gesagt hast. Möglich war das sicher nur,weil die Wende kam u.kein Bedarf an gut ausgebildeten Hunden mehr bestand.So hast Du deiner Hündin noch ein paar schöne Jahre gegeben,ohne mit der Ungewißheit leben zu müssen,was wohl aus ihr wird.
In diesen Sinne,ein schönes WE noch,
Gruß C.



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#11

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 08:44
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Hallo Telli, hallo Commander!

Vor der Wende gab es auch schon die Möglichkeit, dass Hundeführer ihre Hunde mit nach Hause nehmen konnten. Das war nicht eben häufig und geschah meist, wenn der Hund seine "Dienstzeit" abgeleistet hatte. Ehrlich gesagt möchte ich nicht wissen, wieviele Gesuche und Bittgänge da nötig waren. Ich erinnere mich durchaus an die Verabschiedung von Soldaten im Regimentsstab, bei denen dann auch ein Hund dabei war, mit EK-Tuch und Medaille.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#12

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 09:15
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich kann mich noch erinnern,als ich als Resi in Pallingen war.Gab es dort einen älteren Stabsfeldwebel der als Gakl eingesetzt war.Er stand auch kurz vor seiner Entlassung hatte fast seine 25 Jahre rum,natürlich hatte er auch seinen Diensthund.Eines Tages als ich mal Objektwache hatte--das war Nachts,kam er mit seinen Hund vom Streifengang zurück.Man hat ihn nicht gesehen und gehört aber der Hund stand vorm Tor und knurrte.Auf jeden all kam ich dann mit dem Stabsfeld ins Gespräch,fragte Ihn--was machste denn mit den Hund wenn deine Dienstzeit hier nun bald zu Ende ist. Er sagte er nimmt den Hund mit nach Hause und wenn das nicht möglich ist,geht er mit ihn raus und kommt ohne ihn wieder. Und dann sagte er,der Hund kommt nicht zu den Verrückten an die Trasse. Da wusste ich --was und wie er es gemeint hatte. Gruß Rostocker


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#13

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 15:54
von Helmstedter | 5 Beiträge

Zitat von Rostocker
Er sagte er nimmt den Hund mit nach Hause und wenn das nicht möglich ist,geht er mit ihn raus und kommt ohne ihn wieder.



Und? Hat er ihn mit nach hause genommen?


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#14

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 20:22
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Helmstedter

Zitat von Rostocker
Er sagte er nimmt den Hund mit nach Hause und wenn das nicht möglich ist,geht er mit ihn raus und kommt ohne ihn wieder.



Und? Hat er ihn mit nach hause genommen?




Helmstedter--darauf kann ich Dir keine Antwort geben. Mein Reservistendienst war 6 Wochen vorher beendet wie die Dienstzeit von diesen genannten Stabsfeldwebel mit seinen Hund. Ich nehme mal an,er durfte nach seiner Dienstzeit seinen Hund mit nach Hause nehmen--wünschenswert wäre es gewesen,wenn man einen Diensthund 7 bis 8 Jahre als treuen Kameraden an der Seite hatte.Aber ich kann mir auch vorstellen--es ist schwer zu schreiben---das irgend so ein Sacktreter gesagt hat,der Hund ist noch gut für die Hundetrasse.Auszuschließen wäre es nicht--aber auch nicht wünschenswert. Gruß Rostocker


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#15

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 20:34
von damals wars | 12.145 Beiträge

„Genosse Mauerhund“ - 20 Jahre Wiedervereinigung – 20 Jahre Tierschutz
Anfang 1990 fahren Tierschützer mit kleinen Lieferwagen - zum Teil mit zweitägiger Anreise - zu den Kasernen der DDR-Grenztruppen, um die ehemaligen Wachhunde abzuholen. Die Übergabe selbst verläuft unbürokratisch. Aufreibend ist die Rückfahrt: Einfuhrerlaubnis der Veterinärämter, spezielle veterinärmedizinische Untersuchungen, die auch nur zu festgelegten Terminen stattfinden. Jede Fahrt ist ein organisatorischer Balanceakt. Die Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes standen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Hunde kommen in die Tierheime der gesamten Republik. Die Tierschützer sind nun sicher: Die letzten 2.500 der 6.000 Hunde, die DDR entlang der Grenzanlagen eingesetzt hatte, sind gerettet. Ein ungewisses Schicksal als Souvenirhund - zahlreiche Anfragen aus dem Ausland lagen dazu vor -, Versuchstier oder bei unseriösen Züchtern und Händlern bleibt den sogenannten „Grenzhunden" erspart. Das vorläufige Ende einer außergewöhnlichen Episode innerdeutschen Tierschutzes.

Vor dem Mauerfall mussten die Wachhunde acht Stunden am Grenzzaun patrouillieren. Bereits in den 1960er Jahren begannen die DDR-Grenztruppen zur Bewachung unübersichtlicher Abschnitte Hunde einzusetzen. Die Hunde hatten eine Gebrauchshundeprüfung abgelegt, waren aber nicht auf Menschen abgerichtet. Schäferhunde, Dobermänner und Riesenschnauzer, die „nur" abschrecken sollten.

aus tierschutzbund.de/4178


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#16

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 20:58
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Was war denn der Sinn ,so einer Hundertrasse.Die Hunde sollten anschlagen und den Grenzverletzer in einer anderen Richtung weisen--nähmlich dort hin wo der Grenzposten war.Weil man annahm,das der Grenzverletzer davon ausging--das die Hunde abgerichtet waren--was sie zu meiner Zeit nicht waren.Hauptsache sie bellten und schlugen an wenn sich was bewegte in ihrer Umgebung. Abgerichtet waren die Hunde von den Gakl und von der Hundemeute --die eingesetzt wurde--wenn man einen Grenzverletzer vermutete in einer Gegend die schwer zugänglich war.


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#17

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 18.09.2011 21:54
von Mozart | 56 Beiträge

Zitat von Rostocker
Was war denn der Sinn ,so einer Hundertrasse.Die Hunde sollten anschlagen und den Grenzverletzer in einer anderen Richtung weisen--nähmlich dort hin wo der Grenzposten war.Weil man annahm,das der Grenzverletzer davon ausging--das die Hunde abgerichtet waren--was sie zu meiner Zeit nicht waren.Hauptsache sie bellten und schlugen an wenn sich was bewegte in ihrer Umgebung. Abgerichtet waren die Hunde von den Gakl und von der Hundemeute --die eingesetzt wurde--wenn man einen Grenzverletzer vermutete in einer Gegend die schwer zugänglich war.



Ja Rostocker,
genauso war das,. Unsere Diensthunde waren wirklich ausgebildete Schutzhunde die aufs Wort gehört haben.
Wie ich schon vorher erwähnte, bekamen wir für die Pflege sehr viel Zeit von unseren Vorgesetzten.
Dazu gehörte aber nicht nur die Fütterung oder das Sauberhalten der Zwinger, sondern auch das Training und der tägliche Auslauf.
Speziell dafür gab es in diesem Hundebereich einen Laufbalken (etwa 10cm Breite, 1m Höhe, 8-10m Länge) Dieser Balance-Akt war für die Hunde sehr schwierig und sie gingen mehr oder weniger widerwillig darüber. Des weiteren gab es ein 2m hohes Hindernis, welches die Hunde überwinden mussten.
Wir alle wissen wie schwierig es für einen selbst war, beim Sturmbahnlauf ein solches Hindernis zu überwinden.
Aber mein Hund hat das damals TOP-FIT hinbekommen.
Sehr oft habe ich Ihn bei GD-Ablösungen auf den ELO oder W50 springen lassen, ohne daß die hintere Planke unten war. Das war schon schön anzuschauen und versetzte die auf dem LKW sitzenden Kameraden immer wieder ins Erstaunen.
Vielleicht kann ich später noch einige Beiträge zu diesem Thema posten.

Mozart


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#18

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 19.09.2011 12:27
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von damals wars
... Vor dem Mauerfall mussten die Wachhunde acht Stunden am Grenzzaun patrouillieren. Bereits in den 1960er Jahren begannen die DDR-Grenztruppen zur Bewachung unübersichtlicher Abschnitte Hunde einzusetzen. Die Hunde hatten eine Gebrauchshundeprüfung abgelegt, waren aber nicht auf Menschen abgerichtet. Schäferhunde, Dobermänner und Riesenschnauzer, die „nur" abschrecken sollten. ...


Hallo damals wars,

das kann ich so nicht bestätigen. Sofern es für die Schutzhunde galt, waren diese an die Dienstzeiten ihrer Hindeführer gebunden. Die "Trassenhunde" waren rund um die Uhr draußen. Der Hundetrupp des Bataillons holte alle paar Wochen (an den genauen Turnus kann ich mich nicht mehr erinnern) ein paar der Tiere in den Stab (Erholung, Säuberung, Ausbildung). Das wurde bei den täglichen Versorgungsfahrten gemacht, wenn die Hunde ihre Verpflegung und ihr Wasser bekamen. Die Trassen wurden relativ stationär gehalten, nur bei Pionierbaumaßnahmen kamen operative Hundetrassen zum Einsatz. In der technokratischen Sicht der damaligen Zeit war die Hundetrasse ein Hindernis mit Signalwirkung, wie es Rostocker hier auch schon beschrieb.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#19

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 19.09.2011 15:20
von senta | 243 Beiträge

Zitat von Rainman2

Zitat von damals wars
... Vor dem Mauerfall mussten die Wachhunde acht Stunden am Grenzzaun patrouillieren. Bereits in den 1960er Jahren begannen die DDR-Grenztruppen zur Bewachung unübersichtlicher Abschnitte Hunde einzusetzen. Die Hunde hatten eine Gebrauchshundeprüfung abgelegt, waren aber nicht auf Menschen abgerichtet. Schäferhunde, Dobermänner und Riesenschnauzer, die „nur" abschrecken sollten. ...


Hallo damals wars,

das kann ich so nicht bestätigen. Sofern es für die Schutzhunde galt, waren diese an die Dienstzeiten ihrer Hindeführer gebunden. Die "Trassenhunde" waren rund um die Uhr draußen. Der Hundetrupp des Bataillons holte alle paar Wochen (an den genauen Turnus kann ich mich nicht mehr erinnern) ein paar der Tiere in den Stab (Erholung, Säuberung, Ausbildung). Das wurde bei den täglichen Versorgungsfahrten gemacht, wenn die Hunde ihre Verpflegung und ihr Wasser bekamen. Die Trassen wurden relativ stationär gehalten, nur bei Pionierbaumaßnahmen kamen operative Hundetrassen zum Einsatz. In der technokratischen Sicht der damaligen Zeit war die Hundetrasse ein Hindernis mit Signalwirkung, wie es Rostocker hier auch schon beschrieb.

ciao Rainman2




Hallo,

Bei normalen Dienst war der Hund mit mir 7 Stunden draußen. Bei VGS halt die 12 Stunden oder bei einer Lage so lange bis es vorbei war. Die Hunde in der HLA waren auch ständig draußen. Sie wurden dann aller Wochen für eine Überholung ausgewechselt.

Thomas


05. 89 - 07. 89 Glöwen 4. ABK
07. 89 - 04. 90 Schierke 7. GK


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#20

RE: Auf den Hund gekommen

in Grenztruppen der DDR 19.09.2011 15:45
von senta | 243 Beiträge

Er sagte er nimmt den Hund mit nach Hause und wenn das nicht möglich ist,geht er mit ihn raus und kommt ohne ihn wieder.

Es geht aber auch anders.

Ein Hunde - Uffz. ( EK mitte 1989 ), kam nach dem Fall der Grenze uns besuchen. Er erkundigde sich nach dem verbleib seines Hundes. Dieser war bei uns im Zwinger untergebracht. Also kam er Nachts wiedeund holte seinen Hund ab. Da er noch viele Leute kannte, war es auch kein Problem auf das Gelände bzw. in den Zwinger zu kommen. Alle die eingeweiht waren haben ihn unterstützt und auch später dichtgehalten. Der Hund ist halt ausgebrochen.
Ich hoffe er hatte noch eine gute Zeit mit seinem Hund.

Thomas


05. 89 - 07. 89 Glöwen 4. ABK
07. 89 - 04. 90 Schierke 7. GK


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