#1

Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 18:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich habe oft erlebt, wie im April jeden Jahres, Stammtische den Geburtstag eines "Führers" gedachten. Spinner, dachte ich damals. Doch heute in der Rückschau, war es bestimmt nur die Spitze eines Eisberges gewesen.

Mich würde interessieren, wie ihr das in der DDR erlebt habt. Und da hier viele ehemalige Vertreter der Staatsorgane der DDR versammelt sind, an sie die konkrete Frage: Wie ist man damit umgegangen?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 04.09.2011 18:55 | nach oben springen

#2

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 19:36
von Granate | 132 Beiträge

im geheimen wurde es nicht zugelassen. in der öffentlichkeit auch nicht. trtzdem fanden diese treffen in der ddr statt,um die politische bewegung zu konntrollieren.



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#3

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 19:40
von ABV | 4.204 Beiträge

Im September 1988 erschien in den Medien der DDR ein Artikel, dass im damaligen Bezirk Schwerin eine Personengruppe die SS " wiederbeleben" wollte. Die Justiz reagierte mit entsprechender Härte, auch die Sicherheitsorgane wurden entsprechen "sensibilisiert". Auch bei uns im VPKA gab es eine spezielle Einweisung zu diesem Thema, wir sollten verstärkt auf in der Öffentlichkeit verwendete NS-Symbole achten und dagegen einschreiten. In Frankfurt (Oder) bildete sich noch zu DDR-Zeiten eine starke, gewaltbereite Skinheadszene. Es kam wiederholt zu Auseinandersetzungen mit der Volkspolizei. Es kam sogar vor, dass die Berufsfeuerwehr!! zur Unterstützung der zahlenmäßig überforderten Volkspolizei zum Einsatz kommen musste. Ich weiß auch noch, dass an der VP-Schule Neustrelitz während meines dortigen Grundlehrganges im Jahre 1985, von VP-Schülern eine " Hitlergedenkfeier" abgehalten wurde. Die Teilnehmer, es handelte sich überwiegend um ehemalige " Zehnender" aus der NVA, waren plötzlich " verschwunden". Zusammenfassend möchte ich sagen, dass das braune Gedankengut auch in der DDR latent vorhanden war. Besonders wenn der "Teufel Alkohol" seine Hände im Spiel hatte, kamen diese Gedanken hin und wieder auch an die Oberfläche. Seitens der Partei und Staatsführung wurde mit aller Härte dagegen vorgegangen, ohne sich freilich um die Ursachen dieses Phänomens zu kümmern. Übrigens ist auch die Ausländerfeindlichkeit keine "Erfindung" der Nachwendezeit. So etwas gab es auch schon in der DDR. Ich hatte im Jahre 1981 selbst erlebt, wie in einer Frankfurter Gaststätte polnischen Bürgern von Deutschen ein Sitzplatz verweigert wurde. Als ich dann den Polen anbot an meinem Tisch Platz zu nehmen musste ich mir die Frage : " Du willst doch nicht etwa ein Deutscher sein?", anhören.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#4

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 19:45
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin
Ich habe oft erlebt, wie im April jeden Jahres, Stammtische den Geburtstag eines "Führers" gedachten. Spinner, dachte ich damals. Doch heute in der Rückschau, war es bestimmt nur die Spitze eines Eisberges gewesen.

Mich würde interessieren, wie ihr das in der DDR erlebt habt. Und da hier viele ehemalige Vertreter der Staatsorgane der DDR versammelt sind, an sie die konkrete Frage: Wie ist man damit umgegangen?

LG von der grenzgaengerin


Hallo grenzgaengerin,

Ich verweise hier auf diesen Thread im Grenzer- Forum: Der Naziüberfall auf die Zionskirche (2) - vieleicht etwas speziell paßt aber zur Thematik!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#5

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 19:59
von Boelleronkel (gelöscht)
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....also es gab einen "Parralellklassenkameraden"der im smarten Alter von um die 20Jahre(es war Anfang 80iger in einer Kreisstadt am 20.April.eine kleine Nazi-Soldatenfigur (metallisch)auf seinem Gaststättentisch plazierte und dieser Figur zuprostete und auf den Geburtstag vom Adolf trank.
Die Kellner meinten desöfteren...Pack dett Ding ein...jibbt noch Ärger...
Nö,das Prosten nahm weiterhin seinen Fortgang und einige Tische weiter nahmen 2Angehöhrige der GSSD im Offiziersrang Platz.
Die Jungs bestellten 2 mal Broiler,Jeder ein Pils mit Wodka dazu.
So gings eine ganze Weile,nochn Bier und Wodka und am anderen Tisch nochmals Prosit auf die "damalige Nummer Eins".

Irgendwann bemerkten die 2 der GSSD mit "Wem" da Wer prostete und es dauerte auch nicht lange,da fühlte sich wer beobachtet.
Der Chef der Gaststätte hat schon mal vorab die "Bullen"angerufen,hiessen damals schon die Volkspolizisten inne DDR und das auch dem vermeindlichen Störenfried mitgeteilt....(Fehler,denn nu wars janz aus)...Für ein Hausverbot zu spät....Getränke bekam er nicht mehr.
Der Typ zeigte in Richtung der GSSDs den Gruss und brüllte "Zum Geburtstag mein Führer"...

Das wiederum wurde den beiden Anderen sichtlich zu viel und sie wollten zahlen und gehen.
Da dann dieser Vollpfosten in seinem Suff noch die Uniform eines GSSD Stationierten berührterte und irgendetwas laberte...da wars schon zu spät.
BingBong Gong...da lag er nun der "Eiserne"...im selben Moment tauchten zwei Polizisten auf und brauchten Ihm nur noch unter die "Arme"greifen und ins Auto verfrachten.
Die GSSD Jungs bekamen Ihre Zeche zurück...der Wirt hatte sich entschuldigt,die Situation war Ihm peinlich und der Tag konnte weitergehn.
Laut "Gerüchteküche"bekam der Bursche ein halbes Jahr Gefängnis....und tauchte an und ab wieder im Statdbild auf.
Das der ein waschechter Neo/Nazi war glaub ich weniger,nur gehöhrt ...war aber wohl so,das mit fester Freundin und Familie sich die wichtigen Dinge des Lebens veränderten.

Also wenn die Frage so gemeint war,nen waschechten hab ich im Osten nicht getroffen,jedenfalss öffentlich nicht.
Einer meiner Nachbarn hatte noch Hitlerbriefmarken,nen Karabiner und ne Uniform vom Vater unter den Dielen seiner Bude,aber später auch nen "Jagdschein"...weil er mit dem Karabiner an Sylvester in die Luft geschossen hat.
Jo und die gehöhrten eben auch nicht zum Freundeskreis...vielleicht daher...keine Ahnung
Gruss BO


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#6

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 20:00
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von ABV
Im September 1988 erschien in den Medien der DDR ein Artikel, dass im damaligen Bezirk Schwerin eine Personengruppe die SS " wiederbeleben" wollte. Die Justiz reagierte mit entsprechender Härte, auch die Sicherheitsorgane wurden entsprechen "sensibilisiert". Auch bei uns im VPKA gab es eine spezielle Einweisung zu diesem Thema, wir sollten verstärkt auf in der Öffentlichkeit verwendete NS-Symbole achten und dagegen einschreiten. In Frankfurt (Oder) bildete sich noch zu DDR-Zeiten eine starke, gewaltbereite Skinheadszene. Es kam wiederholt zu Auseinandersetzungen mit der Volkspolizei. Es kam sogar vor, dass die Berufsfeuerwehr!! zur Unterstützung der zahlenmäßig überforderten Volkspolizei zum Einsatz kommen musste. Ich weiß auch noch, dass an der VP-Schule Neustrelitz während meines dortigen Grundlehrganges im Jahre 1985, von VP-Schülern eine " Hitlergedenkfeier" abgehalten wurde. Die Teilnehmer, es handelte sich überwiegend um ehemalige " Zehnender" aus der NVA, waren plötzlich " verschwunden". Zusammenfassend möchte ich sagen, dass das braune Gedankengut auch in der DDR latent vorhanden war. Besonders wenn der "Teufel Alkohol" seine Hände im Spiel hatte, kamen diese Gedanken hin und wieder auch an die Oberfläche. Seitens der Partei und Staatsführung wurde mit aller Härte dagegen vorgegangen, ohne sich freilich um die Ursachen dieses Phänomens zu kümmern. Übrigens ist auch die Ausländerfeindlichkeit keine "Erfindung" der Nachwendezeit. So etwas gab es auch schon in der DDR. Ich hatte im Jahre 1981 selbst erlebt, wie in einer Frankfurter Gaststätte polnischen Bürgern von Deutschen ein Sitzplatz verweigert wurde. Als ich dann den Polen anbot an meinem Tisch Platz zu nehmen musste ich mir die Frage : " Du willst doch nicht etwa ein Deutscher sein?", anhören.

Gruß an alle
Uwe



Das hatte aber möglicherweise weniger etwas mit genereller Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikalem Gedankengut zu tun, sondern mit den Vertreibungen nach dem Krieg. Ein Phänomen, das es nach Vertreibungen weltweit oft gibt, z.B. Serben gegenüber (Kosovo)-Albanern/Moslems, Palästinenser/Araber/Moslems gegenüber Israelis, Georgier gegenüber Osseten/Abchasen/Russen u.s.w.. Alle diese Vertriebenen haben in der Regel keine Aversionen gegen alle Ausländergruppen noch sind sie alle rechtsradikal.


zuletzt bearbeitet 04.09.2011 20:09 | nach oben springen

#7

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 04.09.2011 20:10
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Tobeck

Zitat von ABV
Im September 1988 erschien in den Medien der DDR ein Artikel, dass im damaligen Bezirk Schwerin eine Personengruppe die SS " wiederbeleben" wollte. Die Justiz reagierte mit entsprechender Härte, auch die Sicherheitsorgane wurden entsprechen "sensibilisiert". Auch bei uns im VPKA gab es eine spezielle Einweisung zu diesem Thema, wir sollten verstärkt auf in der Öffentlichkeit verwendete NS-Symbole achten und dagegen einschreiten. In Frankfurt (Oder) bildete sich noch zu DDR-Zeiten eine starke, gewaltbereite Skinheadszene. Es kam wiederholt zu Auseinandersetzungen mit der Volkspolizei. Es kam sogar vor, dass die Berufsfeuerwehr!! zur Unterstützung der zahlenmäßig überforderten Volkspolizei zum Einsatz kommen musste. Ich weiß auch noch, dass an der VP-Schule Neustrelitz während meines dortigen Grundlehrganges im Jahre 1985, von VP-Schülern eine " Hitlergedenkfeier" abgehalten wurde. Die Teilnehmer, es handelte sich überwiegend um ehemalige " Zehnender" aus der NVA, waren plötzlich " verschwunden". Zusammenfassend möchte ich sagen, dass das braune Gedankengut auch in der DDR latent vorhanden war. Besonders wenn der "Teufel Alkohol" seine Hände im Spiel hatte, kamen diese Gedanken hin und wieder auch an die Oberfläche. Seitens der Partei und Staatsführung wurde mit aller Härte dagegen vorgegangen, ohne sich freilich um die Ursachen dieses Phänomens zu kümmern. Übrigens ist auch die Ausländerfeindlichkeit keine "Erfindung" der Nachwendezeit. So etwas gab es auch schon in der DDR. Ich hatte im Jahre 1981 selbst erlebt, wie in einer Frankfurter Gaststätte polnischen Bürgern von Deutschen ein Sitzplatz verweigert wurde. Als ich dann den Polen anbot an meinem Tisch Platz zu nehmen musste ich mir die Frage : " Du willst doch nicht etwa ein Deutscher sein?", anhören.

Gruß an alle
Uwe



Das hatte aber möglicherweise weniger etwas mit genereller Ausländerfeindlichkeit und rechtsradikalem Gedankengut zu tun, sondern mit den Verteibungen nach dem Krieg. Ein Phänomen, das es nach Vertreibungen weltweit oft gibt, z.B. Serben gegenüber (Kosovo)-Albanern, Palästinenser/Araber/Moslems gegenüber Israelis, Georgier gegenüber Osseten/Abchasen/Russen u.s.w.. Alle diese Vertriebenen haben weder Aversionen gegen andere Ausländer noch sind sie rechtsradikal.




Der von mir beschriebene Vorfall hatte absolut nichts mit der Vertriebenenproblematik zu tun. Im Gegenteil, meine Familie stammt auch aus den Gebieten östlich der Oder. Wenn man deiner Logik folgt, dann hätte ich ja eigentlich so idiotisch reagieren müssen, wie dieser Vollpfosten in der Frankfurter Bahnhofsgaststätte. Vorurteile gegen Polen gab es im damals im Grenzgebiet genügend. Auch die Polen besaßen damals ein reichlich schiefes Bild von uns Deutschen, was sich nicht nur an den gegenseitigen Beschimpfungen am Oderufer zu spüren war. Speziell ab 1980, wo sich die Gewerkschaft " Solidarnoc" langsam aber sicher in der VR Polen zu etablieren begann, wurden die gängigen Vorurteile gegen Polen auch von der SED!! gezielt geschürt. Das Klischee von den "faulen Polen, die doch lieber erst einmal arbeiten lernen sollten, statt zu streiken", wurde mehr als einmal bemüht. Bemerkenswerter Weise waren Grenzbevölkerung und SED in diesem Falle sogar mal einer Meinung.

Gruß Uwe


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#8

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 06.09.2011 17:24
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo freunde. früher dachte ich immer. ok in der DDR ist die meinungsfreiheit eingeschrenkt. aber dann für alle. auch für die rechten. das war so ein trost für mich. aber so wie ich das gelesen habe konnte mann denn rechtsradikalismus nicht ganz verhindern. aber das ist kein vergleich was nach der wende pasierte.wie habt ihr die ereignisse in rostock 1992 empfunden? lg glasi



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#9

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 06.09.2011 17:32
von Gert | 12.362 Beiträge

Vorbehalte gegen Ausländer
ich habe bei meinen Besuchen in der DDR mitbekommen, das man einiges gegen die vietnamesischen Gastarbeiter hatte um es mal höflich auszudrücken. Dort hörte ich auch zum ersten mal den abfälligen Ausdruck "Fidschis" für die Viet's. Dieses Wort hatte ich in der Bundesrepublik noch nicht gehört und auch danach nie wieder, obwohl hier auch Vietnamesen leben ( die sog. boat people ).

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#10

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 06.09.2011 20:22
von Gelöschtes Mitglied
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Selbstverständlich gab es in der Ex-DDR Rechtsextremismus und den nicht zu knapp!
In unserer Stadt waren viele "Gastarbeiter" zugegen,bedingt durch einen grossen Betrieb,in welchem sie arbeiteten.
Es waren Angolaner,Vietnamesen,Algerier,Kubaner,Mosambikaner.
Man hatte nur auf der Arbeit mit denen zu tun.
Privat lief fast gar nichts,weil es von den "Genossen" nicht wirklich gewollt war.
Zu Veranstaltungen wie dem 1.Mai usw. wurde immer die "Freundschaft" und "Brüderlichkeit" zum jeweiligem Volk betont und gepredigt.
Da durften/mussten sie dann mitmaschieren und "Winkelemente" im Winde wehen lassen.
Das war alles nur Fassade,in Wirklichkeit haben die Genossen eine Menge billiger Arbeitskräfte gebraucht.
Diese Leute wurden auch nicht immer gut behandelt.
Einige von denen haben uns erzählt,das sie wie in einer Kaserne hausen und sich unter steter Aufsicht befanden.
Wir wären auch gern mal mit dem ein oder anderen ein Bier trinken gegangen,doch das war fast unmöglich weil die quasi nur in Gruppen mit ihren "Chefs" auftraten.
Hat jemand nicht pariert,wurde er sofort nach Haus geschickt,Liebesbeziehungen waren total tabu!
Ich lernte einige von ihnen arbeitsbedingt kennen und hörte so manchen interessanten Lebenslauf.
Es waren meist nette wissbegierige Leute.
Natürlich hatten es die sogenannten "Fidschis" und "Bimbos" oder "Langnasen/Langmesser" nicht immer leicht im Werk,weil sie auch dort von deutschen Kollegen offen angefeindet wurden.
Da wurde überhaupt kein Hehl draus gemacht.
Es wurde auch nichts dagegen unternommen,dass lief einfach so ab.
Man kennt das ja auch von unseren ehemaligen "Waffenbrüdern"!
Was ging den da mit der viel gepriesenen "Völkerfreundschaft"?
Nichts,aber auch gar nichts!Diese Deutsch-Sowjetische Freundschaft gab es doch nur auf dem Papier,aber nicht unter den Menschen,die kamen nicht zusammen,weil der kleine "Moschkote" nicht aus seinem "Russen-Gulag" Ausgang bekam.
Und wenn,dann nur in der Gruppe mit einem Haufen von Offizieren.
Das hat uns damals schon geärgert!
Der Sowjet-Soldat durfte nicht mal ein Bier trinken,aber die Bonzen gaben sich die volle Kante.
Das war schlimmer,als wenn ein Kindergarten Ausgang hat.
Hätte nur noch gefehlt,dass sich die "Waffenbrüder" nur Händchen haltend in der Öffentlichkeit bewegen durften.

Noch eine kurze Geschichte zum Rechtsradikalismus.
Wir fuhren mit dem Bus in Magdeburg.
Drinnen 3 Nazis,die fangen an das Deutschlandlied 1 Strophe zu "johlen" und legen nach,indem sie jetzt ihre "Charts" der Nazilieder zum besten geben.
Im Bus sitzt ein Vopo.Dieser wird mit "Heil Hi...." und dem ausgestreckten Arm begrüßt.
Was denkt ihr was passiert ist? Nichts!Rein überhaupt nichts!Ich dachte damals ich bin im falschen Film.
An der nächsten Haltestelle ist der Vopo ausgestiegen und das war es.
Danach gab es etlichen Beifall von anderen Fahrgästen,die nicht unbedingt dieser rechten Szene zuzuordnen waren.
Aber sie "feierten ab",weil es mal jemand diesem verhassten Vopo so richtig gezeigt hat.......
Dies geschah ca.1985,in der Ex-DDR!
Mein Empfinden ist es auch,dass es zu DDR-Zeiten bei uns in der Stadt mehr Rechtsradikale gab als heute.
Eigentlich hört und sieht man im hier und heute zum Glück überhaupt nichts mehr von diesen Typen.

Gruß ek40


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#11

RE: Rechtsradikalismus in der DDR

in Leben in der DDR 06.09.2011 21:33
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Wieder so ein Thema mit der Überschrift--Rechtsradikalismus in der DDR--Ich glaube dieses Problem hatten damals beide deutschen Staaten und heute hat es die Bundesrepublick Deutschland. Und man muss sagen--es ist schlimmer geworden.Der beste Beweis liegt doch bei den letzten Landtagswahlen in MVP oder nicht.Die heutigen demokratischen Parteien sind nicht in der Lage-ein Verbot der NPD durchzusetzen,wann wollen sie es tun--wenn es zu spät ist.Oder wollen sie noch Wochenlang dem Volk vorheulen--das die FDP den Einzug in den Landtag nicht geschaft hat.Man sollte mal in die Geschichte zurück schauen,,da gab es eine Zeit wo die Demokratie erst aufgewacht ist -als es zu spät war.Also nicht schauen--wie war der Rechtsradikalismus in der DDR --sondern schauen--wie ist er heute und das Thema sollte man ernst nehmen. Gruß Rostocker


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