#41

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 12:55
von Boelleronkel (gelöscht)
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Eine der Anworten findest Du hier.....Beitrag vom NDR
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/no...agazin6621.html
Vielleicht findet der John Workman "seine Jungs"
Gruss BO


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#42

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 13:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Hmm, Stasiunterlagentante spricht von Beihilfe zur Republikflucht (bei 3:30) *grübel*
Eigentlich war das doch aber so wie es sich darstellt, eine astreine Fahnenflucht.
Sogar ein schwerer Fall nach §254(2)2 StGB, odär?
Ach, egal. Auf jeden Fall hatteste die A-Karte gezogen, wenn Du mit gleich zwei solchen [...] im Grenzdienst warst. Na mal sehen wie das erwähnte Buch ausfällt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.08.2011 13:19 | nach oben springen

#43

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 13:32
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von 94
Hmm, Stasiunterlagentante spricht von Beihilfe zur Republikflucht (bei 3:30) *grübel*
Eigentlich war das doch aber so wie es sich darstellt, eine astreine Fahnenflucht.
Sogar ein schwerer Fall nach §254(2)2 StGB, odär?
Ach, egal. Auf jeden Fall hatteste die A-Karte gezogen, wenn Du mit gleich zwei solchen [...] im Grenzdienst warst. Na mal sehen wie das erwähnte Buch ausfällt.



Jaja 94 neuntsch,
schon klaro....
vielleicht findet er ja was er sucht,vielleicht ooch nicht.
Jeddenfalls passt der kleine Bericht hier ins Forum.
Natürlich nur meine Meinung
Jruss BO


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#44

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 19:38
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Übung ist alles, sagt man. Das gibt Routine. Und die ist Voraussetzung für schnelles, richtiges und präzises Verhalten. Nur: Wie hat man die Situationen an der Grenze geübt? Zudem ist das Schiessen auf sich bewegende Ziele sehr schwierig. Wenn ich die Berichte lese, wo es Tote gab, überkommt mich der Eindruck: Die Soldaten waren von der Situationen total überfordert und das Ganze ist in eine Ballerei ausgeartet. Ich bin nicht sicher, ob die Armee im allgemeinen und Wehrpflichtige im speziellen geeignet waren, die Grenze vor Grenzverletzungen zu schützen. Die Polizei mit hauptberuflichen und entsprechend erfahrenen Beamten wäre dazu bestimmt besser in der Lage gewesen. Weil es aber eine Armee war, bleibt der Vorwurf im Raum stehen, dass die DDR Krieg gegen die eigenen Bürger geführt hat. Denn die Armee ist ein Instrument für den Krieg.
Theo




Soweit ich weiß, wurde ja auch der überwiegende Teil der potentiellen "Grenzverletzer" schon weit vor der Grenze im Hinterland von der Polizei abgefangen. Ich kann mich erinnern, daß ich auf dem Bahnhof in Plauen des öfteren von der Trapo kontrollliert wurde.


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#45

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 20:01
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Übung ist alles, sagt man. Das gibt Routine. Und die ist Voraussetzung für schnelles, richtiges und präzises Verhalten. Nur: Wie hat man die Situationen an der Grenze geübt? Zudem ist das Schiessen auf sich bewegende Ziele sehr schwierig. Wenn ich die Berichte lese, wo es Tote gab, überkommt mich der Eindruck: Die Soldaten waren von der Situationen total überfordert und das Ganze ist in eine Ballerei ausgeartet. Ich bin nicht sicher, ob die Armee im allgemeinen und Wehrpflichtige im speziellen geeignet waren, die Grenze vor Grenzverletzungen zu schützen. Die Polizei mit hauptberuflichen und entsprechend erfahrenen Beamten wäre dazu bestimmt besser in der Lage gewesen. Weil es aber eine Armee war, bleibt der Vorwurf im Raum stehen, dass die DDR Krieg gegen die eigenen Bürger geführt hat. Denn die Armee ist ein Instrument für den Krieg.
Theo



Muß dir im nachhinnein Recht geben.innerhalb vo 6 Monaten war jeder Grenzsoldat 1 (ein)mal zum Schießen auf dem Übungsplatz.Da wurden eventuell je nach Erfordernis zwischen 10-20 Schuß abgeben...ein gut trainieter Schütze bracht da mehr.

Überforderung war also durchaus gegeben.Und wilde Ballerei trifft durchaus den Kern.

wundert mich,daß keiner auf dieser deiner Aussage eingegangen ist

Oder sollte es woanders ,anders gwesen sein?


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#46

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 12.08.2011 20:35
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von ahlbecker
mich würde mal interessieren welche Strafe das Postenpaar bekam bei dem jemand unerkannt die Grenze überwand
ich glaube mich zu erinnern das bei uns 1966 eine B- Turmbesatzung 10 Tage im Knast mussten weil unter ihren Turm zwei Mädchen in den Westen krochen. haben sich die Strafen später sehr verändert??????????



Hallo ahlbecker,wir sind ein Jahrgang und auch ich habe von 1965-67 an der Grenze gedient.Als ich das gelesen hatte,mit den zwei Mädels,dachte ich erst,du warst bei mir ,im 25 GRM.Da sind auch mal zwei unterm BT durch und rüber.Die wurden auch beschossen,aber nicht getroffen.Am nächsten Tag,kamen die Spezialisten und überprüften diese Flucht,mit beweglichen Figuren und draufschüsse vom BT.
Da wurden die Schießergebnisse der Posten genommen und ebenbürtige gesucht zum schießen.Sie wurden versetzt wurde uns gesagt.Die ausgesuchten,trafen beim ersten Schuß.
Greso


zuletzt bearbeitet 12.08.2011 20:35 | nach oben springen

#47

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 07.09.2011 20:44
von damals wars | 12.213 Beiträge

Zitat von ahlbecker
dann kann ich auch heute noch nicht verstehen warum nicht mehr daneben geschossen wurde. das ist doch wohl einfacher wie zu treffen
mein glück ich brauchte mich nie zu entscheiden, denn macht macht nicht immer das was man sich vorher vornimmt



In Berlin war der Abstand zwischen Mauer und Zaun manchmal nur 20 bis 30 m.
Da war nichts mit nachdenken ob man oder ob man nicht gezielt schießt.
Da hast Du mechanisch reagiert.
Und scharf geschossen haben die Grenzer einmal im halben Jahr im Feldlager.
Keine Schafschützenausbildung, kein regelmäßiges Schießtraining.
Es war mehr eine mot- Schützen- Grundausbildung.
Daher wurde an der Grenze also nicht gezielt geschossen, sondern geballert. Liest man auch manchmal in den Berichte .

Das schlimme war, Grenzer, die bei uns mal geschossen, aber Gott sei Dank nicht getroffen hatten, waren mit den Nerven am Ende. Und mussten, da die posttraumatische Belastungsstörung noch nicht erfunden war, damit allein fertig werden.

Aber da sie vorschriftsmäßig gehandelt hatten, ist ihnen auch nichts passiert.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#48

RE: Strafe nach nicht vereitelten Grenzdurchbruch

in Grenztruppen der DDR 07.09.2011 20:52
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Oss`n
Rainman 2 hat das nat. etwas besser ausgedrückt !

Oss`n


So stimme ich das auch zu,wie beide sagten.
Greso


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