#21

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.07.2011 20:15
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von suentaler

Zitat von Greso

Nach Tanne,sind wir zum Gruppenschießen gefahren,das ist klar ,da war ich schon an der Grenze.Aber Handgranate,das war noch in der Ausbildung,da waren so richtige Unterstände und hinter einer Absperrung,wo die Granaten rüber flogen ,da konnt man bis Elend und Sorge sehen.Habe keine Ahnung ,ob das Tanne war?
Gruß Greso



Hallo Greso,
zum Handgranatenwerfen warst Du bestimmt auf dem großen Schießplatz östlich von Tanne (siehe Bild).

Wir sind ja von Ilsenburg aus auch nach Tanne zum schießen gefahren. Ich war da nur einmal mit.
In meinen Erinnerungen war das aber nicht ein so großes Gelände, sondern mehr ein Schießstand mit vielleicht 3 oder 4 Bahnen, für Gewehr und Pistole.
Wenn ich mich nicht täusche, war das auch mehr innerhalb der Ortschaft.

Bisher ist es mir aber nicht gelungen herauszufinden, wo das genau war.

Vielleicht weißt Du oder jemand anderes da noch mehr.

suentaler




Richtig,der war nicht groß,aber da stand auch ein Panzer ganz rechts und da wurde mit Panzerbüchse geschossen.
Ich war da zwei mal und da brannte immer der Wald.
Greso


nach oben springen

#22

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.07.2011 20:29
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von maenne31
Danke erstmal für die Antworten....:-)

Also die Kaserne am OA Elend hatte ich halt als solche angesprochen....Garagen, Tor und alles wie sonst auch immer...:-( Na wer weiss.



Das war eine Kombination aus Unterkünften für ledige Berufssoldaten und Erholungsheim. Hier haben die Jagden unter anderem von Gen.-Ltn. W., von B..g. und vom Chef B. persönlich ihren Ausgang genommen.
Auch unser Teil der gemeinsamen Grenzkommission war während der Arbeiten zwischen Ilsenburg und Sorge dort untergebracht. Einige jedenfalls. Sie wurden morgens von dort abgeholt und abends hingebracht.
Intern hieß das Objekt auch "Berta Heinrich" wie Batzenhütte. Der zweite Wortteil unterlag natürlich einigen Variationen, je nachdem, wer gerade neben einem saß...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 17.07.2011 20:38 | nach oben springen

#23

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.07.2011 22:15
von maenne31 | 76 Beiträge

Dann erkläre ich mich erstmal für zufriedengestellt....:-) Das erscheint logisch mit dem Wohnblock für Grenzer.....Danke!!


nach oben springen

#24

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.07.2011 13:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

@Greso, ein "einfacher" (kleiner) Schießstand war gleich hinter Elend noch, und zwar, wenn man von der jetzigen B 27 etwa 300 m hinter der Bahnbrücke rechts in die Wiehfelder Strasse abbiegt (wenn Du ggfls. den meinst).
Ebenfalls rechter Hand gelegen und ca. 200 m hinter der Abzweigung von der B 27 am Waldrand. Das geübte Auge erkennt die Anlage heute noch (Erdhügel). Bis kurz nach der Wende befand sich dort auch eine Sturmbahn der GK Elend, deren Kaserne etwa 500 m weiter links hinter dem Bahnübergang der Harzquerbahn liegt. Das Objekt diente nach der Wende und bis vor etwa 2 Jahren als Aussenstelle der Zast (zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber) Halberstadt, jetzt steht es leer und ein Teil (Garagen) wird meines Wissens nach vom Bauhof der Gemeinde Elend genutzt.
Der Schießstand wurde auch meines Wissens nach noch nach der Wende von einigen oberharzer Schützenvereinen genutzt, bis man ihn vor einigen Jahren wohl aus Sicherheits- und Kostengründen dicht gemacht hat. Auch spielte wohl die Ausweisung des Nationalparkes da eine Rolle mit.

Was die GK Sorge anbelangt, das Gebäude befindet sich, wenn man durch die Ortschaft Sorge in Richtung Hohegeiß (Jägerfleck) fährt, sind, wenn auch befestigte und geteerte Straßen, alles Forstwege. Eine Abzweigung führt auch nach Benneckenstein.
Das Objekt wurde bis vor einigen Jahren noch von den wernigeröder Verkehrsbetrieben als Depot für die im Oberharz stationierten Busse genutzt, steht jetzt aber wohl auch leer. Das andere Objekt, die ehem. Johaniter- Heilstätte wurde auch "Bullenkloster" genannt. Wie schon beschrieben, u. a. ein Erhohlungs- und Kurheim, wohl auch für MDI/ Volkspolizei, daher auch der Name "Bullen-"- Kloster... . Jetzt dem Vandalismus preisgegeben...

War lange nicht dort..., vielleicht verschlägt mich demnächst eine Dienstfahrt mal wieder dort hin, seh zu, das ich dran denke und ein paar Bilderchen nfür Euch mache!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 19.07.2011 15:28 | nach oben springen

#25

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.08.2012 16:40
von Keule (gelöscht)
avatar

Hallo!!
Der Beitrag ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich war erst dieses Jahr wieder an meiner alten Kompanie bei Elend. Der 6. Grenzkompanie. Der Kompaniechef war zu meiner Zeit Major P........ Wir hatten die Abschnitte 6 (Brocken) bis 8 (Beneckenstein).
Die Sturmbahn ca. 500 Meter vor der Kompanie, von Elend aus gesehen, war eigentlich nur zur Zierde weil, gesperrt. Sie wurde jedes Jahr gestrichen aber nicht genutzt. Beim Ausgang waren wir im FDGB Heim "Donbass" und dann weiter ins FDGB Heim "Waldesruh". Da war immer ganz schön was los. Naja.

Gruß Keule

Angefügte Bilder:
IMG_6944.JPG

zuletzt bearbeitet 04.02.2015 19:32 | nach oben springen

#26

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.09.2012 22:05
von dornbusch | 24 Beiträge

Ich habe auch noch ein paar Bilder von der 8./13. Grenzkompanie.


Thomas 66 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.09.2012 22:05 | nach oben springen

#27

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.09.2012 22:19
von dornbusch | 24 Beiträge

... und noch ein paar.


Thomas 66 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#28

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.09.2012 18:12
von Harzwald | 92 Beiträge

Bevor mitte der 60er Jahre die Kaserne im Wald an der Wietfelder Straße übernommen wurde war die Grenzkaserne Elend in dem schon genannten Wohnobjekt am Ortsausgang Elend nach Braunlage angesiedelt. Nach dem Auszug des Militärs, wurde es Offizierswohnungen und Wohnheim für Berufssoldaten.
Das Objekt Braunläger Str. wurde ca. mitte der 50er Jahre neu erbaut. Bis dahin war die Grenzpolizei in ehemligen Pensionen welche dann später FDGB Heime wurden untergebracht.


Gruß von ganz oben aus dem Harzwald.
zuletzt bearbeitet 24.09.2012 19:08 | nach oben springen

#29

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.09.2012 20:59
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von maenne31 im Beitrag #9
und noch eins...



Dieses Objekt diente in den 70'er und 80'er Jahren definitiv als Schulungs- und Urlaubsobjekt des KG Nord. Das Objekt verfügte neben den einfach eingerichteten Zimmern über eine gut ausgebaute Kellerbar und auf dem Gelände befand sich auch eine gut fürs feiern hergerichtete Finnen-Hütte.
Gegenenüber dem abgebildeten Haus befand sich ein Garagenkomplex und vor dem ganzen Anwesen stand links ein einzelner Wohnblock.

Ich habe dort in den 70'ern jedes Jahr mit meinen Eltern Urlaub gemacht, habe meine Jugendweihe 1974 dort gefeiert und nachdem ich 85 in Wernigerode geheiratet hatte, ging in der Kellerbar die Sause ab. Das Objekt kenne ich in- und auswendig: Den rechten Eingang rein, eine Treppe und dann nach rechts: da gab es Hasseröder und Schierker Feuerstein vom Tresen.

Nach der Wende war ich 93 oder 94 mal da und da war es ein Ausländerheim.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#30

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 10:56
von sachtolli | 1 Beitrag

Zitat von suentaler im Beitrag #2

Die Kasernen Elend und Sorge waren 2 benachbarte Einheiten, nämlich die 8. Kompanie (Elend) und die 9. Kompanie (Sorge) , soweit stimmt das.
Das auf dem Foto abgebildete Objekt ist die 8. Grenzkompanie (Elend) und befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen der Ortschaft Elend und dem Haus Wietfeld. In dem Objekt war übrigens noch die 13. Grenzkompanie untergebracht, eine Hinterlandeinheit.

Was Du da für eine Kaserne am Ortsausgang von Elend gefunden hast, weiß ich leider nicht.

Suentaler

ich kann es euch sagen es war ein offiziers ferienheim. ich habe dort 1980 gedient und war dort kellner.



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#31

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 11:33
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von sachtolli im Beitrag #30
Zitat von suentaler im Beitrag #2

Die Kasernen Elend und Sorge waren 2 benachbarte Einheiten, nämlich die 8. Kompanie (Elend) und die 9. Kompanie (Sorge) , soweit stimmt das.
Das auf dem Foto abgebildete Objekt ist die 8. Grenzkompanie (Elend) und befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen der Ortschaft Elend und dem Haus Wietfeld. In dem Objekt war übrigens noch die 13. Grenzkompanie untergebracht, eine Hinterlandeinheit.

Was Du da für eine Kaserne am Ortsausgang von Elend gefunden hast, weiß ich leider nicht.

Suentaler

ich kann es euch sagen es war ein offiziers ferienheim. ich habe dort 1980 gedient und war dort kellner.


in Offiziers-Ferienheime haben Grenzer als Kellner gedient?
dann hattest du bestimmt eine entspannte Grenzerzeit,
Hallo hier im Forum
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#32

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 11:51
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

in Offiziers-Ferienheime haben Grenzer als Kellner gedient?
dann hattest du bestimmt eine entspannte Grenzerzeit,
Hallo hier im Forum
Lutze


Offiziere wurden auch im Grenzausbildungsregiment bedient,in Ausgangsuniform versteht sich,scheiss Job.Auf der Grenzkompanie waren Alle gleich,man wollte ja keinen verärgern


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#33

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2015 22:49
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
eine Frage an euch Harzspezialisten der Grenztruppe, es kommen hier im Forum viele Beiträge zum Harz, gefiel vielen der Dienst da besonders oder zumindestens weniger unangehnehm, so daß mehr gute Erinnerungen vorliegen, eine Möglichkeit.

Oder weil ein unübersichtliches Gelände in einer Gegend mit vielen Urlaubern pro Kilometer "Feindgrenze" mit deutlich mehr Personal?

Gruß



nach oben springen

#34

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.02.2015 19:44
von Lassiter | 102 Beiträge

bei den schießplatz in tanne handelt es sich um einen gefechtsschießstand mit allen drum und dran,hier wurden gruppen und auch zuggefechtsschießen durchgeführt,handgranaten werfen ,sowie panzerbüchsen wurden auch geschossen ,es stand auch ein alter t34 dort.
kommandant war damals fw. p.....l (1965)da ich waffenmeist.war wollte er mich auch dahin holen,hatte aber keine lust.er war mein erster grf.in dingelstedt 61. wir mußten von halberstadt auch teilweise mit beim aufbau helfe
in den 70 jahren haben wir auch von der polizei dort geschossen.war immer ein erlebnis

gr. lassiter


zuletzt bearbeitet 08.02.2015 19:46 | nach oben springen

#35

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.02.2015 20:40
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zwischen Elend und Sorge, da soll doch die Heimat des Sozialismus gewesen sein.

Der Hesselfuchs


nach oben springen

#36

RE: Grenzerkaserne zwischen Elend und Sorge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.02.2015 00:10
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #35
Zwischen Elend und Sorge, da soll doch die Heimat des Sozialismus gewesen sein.

Der Hesselfuchs


Stimmt nicht ganz, es war die Heimat von Jesus. In Elend geboren und in Sorge gestorben.


nach oben springen



Besucher
3 Mitglieder und 21 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 183 Gäste und 21 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558537 Beiträge.

Heute waren 21 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen