#21

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 13.07.2011 18:54
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@Stabsfähnrich

Absolution hiermit erteilt!


zuletzt bearbeitet 13.07.2011 18:54 | nach oben springen

#22

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 13.07.2011 19:00
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker
Ich glaube nirgendwo in der Armee in der ehemaligen DDR wurde die Bekleidungsvorschrift so lax gehandhabt wie an der grünen Grenze. Wer uns dann im Winter bei extremer Kälte erlebt hat konnte gar nicht mehr erkennen, daß wir Soldaten waren. Ich habe sowohl den kalten Winter '78/'79 als auch den Winter '79/'80 mitgemacht. Beide Winter waren eisig kalt. Ein mal hatte ich die totale Arschkarte als Sozius auf der TS also mit dem Motorrad auf Posten. Chris kennt ja die Grenzabschnitte auch "links" von Arendsee (Mechau, Riebau u.s.w) viel Weideland da stand man praktisch am blanken Mast. "Rechts" von Arendsee dagegen dichtes Waldgebiet. Aber das Motorrad mußte ja unbedingt zum großen Grenzknick, kein Baum, kein Strauch, minus 18°C und ziemlich windig. Trotz langer Unterhose, Trainingsanzug, Wattedienstuniform, Pullover, Oma, 2 Paar Socken und 2 Paar Handschuhe, du warst schon durchgefroren, als du Posten bezogen hattest. Es gab eine Betonröhre, die ins Erdreich eingelassen wurde, sie schützte wenigstens vor Wind. Um mit Spiritustabletten sparsam um zu gehen hatte wir auch schon mal Kerzenstummel dabei. Und wenn man noch so einen "Idioten" in der FüSt hatte konntest dir noch nicht mal die Beine vertreten.
Einziger Vorteil du warst als Erster wieder in der Kaserne und der Koch hatte eine warme Suppe bereitgestellt.

Gruß Hartmut!



.............Hartmut, bestätigt. Besonders der Abschnitt feindwärts Fleete nach links in Richtung Reitergraben (Ternnungslinie zur Dritten ab 1983). Nur unterhalb Hanneberg haste etwas Ruhe gehabt. PoP durfte aber ab 84/85 nicht mehr besetzt werden. Erster Grund: Thurauer Berg Zweiter Grund: die GSSD auf dem Hanneberg. Einzigste mir noch so unbequeme Gegend für Grenzposten war zwischen Vorwerk und Schramper - dort feindwärts links der Schramper (ex Füst) und die Freifläche rechts Schletauer (Tor 26) im Knick Richtung Wirl .


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#23

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 13.07.2011 19:43
von P601A | 82 Beiträge

Bei starken Niederschlägen ist oftmals die Elektronik des GSZ 80 ausgefallen, meistens im Oberharz.
Wenn die Techniker der GK`s das Problem nicht selber lösen konnten, musste ein Fachmann aus dem Regimentsstab anreisen.
Der pakte dann auf Verdacht einige Ersatzteile ein und dann ging es raus.
War das passende Teil nicht dabei, fuhren wir wieder zurück ins Regiment und dann wieder raus.
So vergingen oftmals einige Stunden, in denen der GSZ ganz oder teilweise im Abschnitt tot war.
Da war immer Stress auf den Führungsstellen bzw. in den GK`s.

Für mich als Kraftfahrer immer gut, konnte nach durchgemachter Nacht immer lange schlafen
und gerade im 1.u. 2. Diensthalbjahr fielen die morgentlichen 3000m aus.

Gruß
P601A


nach oben springen

#24

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 13.07.2011 20:16
von icke-ek71 (gelöscht)
avatar

hallo freunde,also wir ,hatten in unserem abschnitt 2 bt11..die weder elektrisch angeschlossen waren..noch war ein blitzableiter dran und auch das grenzmeldenetz war unten ein kleines stück neben dem turm..das waren nur schönwettertüme..wenn ein unwetter im anzug war ..dann gings schnell runter ans gmn und dann wurde den fp gemeldet das grenzstreife die einzige lösung wäre..das wurde immer genehmigt..dann gings ab in eine von mehreren schäferhütten und dann tür zu..und gewartet bis alles vorbei war..das war aber noch in längst vergangenen zeiten1970/71...da war zugsicherung noch angesagt!!ne scheune gab es auch...und auch sonst war man stets erfinderisch wenn es um selbstgebaute hütten ging..die wurden zwar oft vom spieß eingerissen..aber am nächsten tag war alles wieder da und meistens noch viel besser....gruß aus berlin

Angefügte Bilder:
BT11Wolfsschlucht.jpg

zuletzt bearbeitet 14.07.2011 22:20 | nach oben springen

#25

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 13.07.2011 20:59
von brausepaul | 67 Beiträge

Kantenbox in der PVT, wer war denn so dämlich???


www.radio-taktlos.de
nach oben springen

#26

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 14.07.2011 01:32
von 94 | 10.792 Beiträge

Unangenehm war auch ein Blitzschlag in den Zaun mit Ausfall eines oder zwei Felder. Spurensuche wegen Schlammlawienen auf dem 2er recht sinnfrei. Hmm, da hätte ich mich als KGSi nicht allzusehr gewundert, wenn ich an einem der folgenden Tage ins Batallion zum Gespräch (vor-)geladen worden wäre.
Zu Kälte noch ein Sache, zuviel Wärme macht richtig schläfrig. Und Posten UND Postenführer am Abmatten, das konnte tödlich enden!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#27

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 14.07.2011 08:15
von rustenfelde | 676 Beiträge

Also bei Unwettern wie Sturm oder Gewitter, bekamen wir Befehl zum verlassen der B-Türme. Besonders liegt mir in Erinnerung der BT 11
auf dem Heinebrink nahe der ( damals noch Bat.-sicherung) Ortschaft Rohrberg. Das Ding wankte so, dass man ihn freiwillig bei aufkommenden Wind verließ. Dann stand
man aber wie auf dem Präsentierteller- total kahler Berg und ca. 5m GZ mit Lichtertrasse entfernt.

Gruß RF


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


nach oben springen

#28

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 14.07.2011 10:23
von GZB1 | 3.286 Beiträge

@RF wie ging der Spruch: "Mit viel Lärm und auch mit Licht machen wir die Grenze dicht" ?

Naja, bei Unwetter war das nicht so spaßig.


zuletzt bearbeitet 14.07.2011 10:25 | nach oben springen

#29

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 14.07.2011 19:30
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zu meiner Zeit , Frühjahr 82-83,wir hatten noch die Kompaniesicherung,war es Gang und Gäbe sich zu verpi..en.
Egal ob Sommer oder Winter,Hitze oder Kälte,es wurde sich immer das angenehmste Plätzchen gesucht.
Zwischen Riebau und Hoyersburg b.Salzwedel gab es da genug Stellen.
Schatten im Sommer,Schutz vor Kälte im Winter oder ein trockenes Dach über dem Kopf bei Regen.
Wir waren da sehr "Fexibel".
Die Türme wurden bei Muchwetter nicht verlassen, auch kein Bunker.
Selbst wenn das gefordert wurde.
Wer bitteschön war so d.mlich und hat sich in Wind und Regen gestellt,wenn eine "Unterkunft" in der Nähe war?
Mist war nur,wenn sich gar nichts in der Nähe als Unterschlupf befand,dann half für eine gewisse Zeit nur noch die "Keule",also der Regenumhang.
Zum Glück war das nur an wenigen Postenpunkten der Fall.
Die Fahrzeuge wurden auch nicht verlassen,egal ob Trabi oder Lo.
Wie es schon in einem vorherigem Beitrag stand,die Fensterscheiben oder Seitenteile waren manchmal total beschlagen und wenn nicht,waren die "Hütten" verqualmt.

Viel schlimmer war der Umstand,dass wir immer ,aber wirklich immer, von den "Brietzern" zu spät abgelöst wurden,weil die jedesmal Sackstand vor dem Grenzdienst von ihrem KC H..ke bekammen.
Das war immer sehr belastend.

Gruß ek40


nach oben springen

#30

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 14.07.2011 20:33
von Roland 87 | 215 Beiträge

Jede Jahreszeit hatte seine Vor- und Nachteile leiter überwiegten die Nachteile. Im Sommer kämpfte man gegen Hitze, Mücken und Bremsen oder schweren Gewittern. Mußte einmal bei Gewitter den 2-Meter ablaufen, war schon ein ganz schön komisches Gefühl (den Lauf der Flinte nach unten). Im Herbst mußte man aufpassen bei Sturm auf herunter fliegende Äste.Der Winter brachte Kälte und Schnee. Bei uns wurden die Motorräder in den Wintermonaten eingemottet. Es gab zum Teil verkürzte Schichten im Grenzdienst sowie beim Objektschutz. Und zu guter letzt kam der Frühling mit der Schneeschmelze die dann Hochwasser brachte, wo der GSZ weg gespült wurde oder rechtzeitig abgebaut werden konnte. Für Abwechslung war gesorgt zu jeder Zeit.
MFG Roland 87



nach oben springen

#31

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 15.07.2011 10:52
von werraglück | 679 Beiträge

Unwetter war nicht wirklich toll. Ich erinnere mich an einen A-Posten Einsatz bei schwerem Gewitter, als wir mit der TS aus der GK Vacha fuhren und der Blitz ( in direkter Nähe ) in eine Oberleitung einschlug und die Funken sprühten....und am GSZ an der Werra war natürlich ( zum Glück )auch niemand zu sehen.


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
nach oben springen

#32

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 15.07.2011 14:14
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von Greso
Das sehe ich auch so Pit59, Kontrollen ? was ich anziehe
Ich habe sogar (andere auch) warme Strumpfhosen von meiner Frau im Winter angezogen.
Greso




Greso du hast wohl schon mit 16 geheiratet und woher hatte deine Frau Strumpfhosen?????


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
nach oben springen

#33

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 15.07.2011 14:21
von VNRut | 1.485 Beiträge

Ich kann mich noch erinnern das meine Dienst-Sommer 1982 & 1983 sehr warm waren, speziell der 83ziger, wo an mehreren Tagen die Temperaturen bei 40°C lagen (Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahrhundertsommer und http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0106doka.htm). Natürlich kam dann hinterher der Knall mit Blitz, Donner und Unwetter in Form von mächtige Niederschläge und Sturmböen. Bei starken Sturm hieß es immer Absitzen von der "langen Luise" (Luisenberg) den BT gegenüber der Montgomery-Kaserne nahe Flugplatz Gatow in Berlin/West. Aber auch im 4.Grenzabschnitt am Eiskeller (Schönewalde) hieß es "Absitzen", dort stand unser zweiter "Langer" bei dem ich oft zu Hause war. Meist war man eher unten bevor der Befehl erteilt wurde, außer es war so ein Sch...wetter das wir Posten auf eigene Gefahr oben blieben und uns mit verbotene Hilfsmittel erwärmten (Winter).

Sehr unangenehm war auch die "Riesaer Wüste" (POP Riesaer Straße gegenüber Spandau). Dort befand sich eine große Sandfläche, die bei starken Sturmböen eine Nahrungseinnahme unmöglich machte. Dieser POP war wegen BT-Neubau zu meiner Zeit als Standposten ausgewiesen. Ansonsten gab´s nur Türmchen mit den Prädikat gut & schlecht, wobei der Jägerturm an der Eichholz-Bahn das ganz Schlechte erhielt. Dafür stand er nahe an der Brücke, wo man ständig nach Mädels "sichern " musste oder auf provozierende Briten traf.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
nach oben springen

#34

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 15.07.2011 22:48
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Anfang der Siebziger Jahre ist in der GK Dahrendorf ein Posten beim Grenzdienst durch Blitzschlag getötet worden.

Andreas


http://kaube-blog.de/


zuletzt bearbeitet 15.07.2011 22:49 | nach oben springen

#35

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 18.07.2011 16:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Grenzerlatein?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#36

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 18.07.2011 19:57
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Sonne

Zitat von Greso
Das sehe ich auch so Pit59, Kontrollen ? was ich anziehe
Ich habe sogar (andere auch) warme Strumpfhosen von meiner Frau im Winter angezogen.
Greso




Greso du hast wohl schon mit 16 geheiratet und woher hatte deine Frau Strumpfhosen?????




Hallo Sonne, geheiratet habe ich am 07.08.65 ,da war ich 19 Jahre,eingezogen wurde ich am02.11.65,mein erster Sohn kam am 25.11.65 zur Welt,da war ich in Mönchshai ,und Strumpfhose gab es zu kaufen im Konsum oder HO.
Gruß Greso


nach oben springen

#37

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 18.07.2011 20:54
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Zitat von 94
Grenzerlatein?



Meinst du das mit dem getötetem Grenzer? Das stimmt wirklich, mein Vater war damals in der 9.GK, entweder als Polit oder schon als KC. Wir haben direkt neben der GK gewohnt und ich kann mich ziemlich genau daran erinnern, zumindest was mein Vater erzählte.

Andreas


http://kaube-blog.de/


nach oben springen

#38

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 19.07.2011 14:42
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von 94
Grenzerlatein?




Man lernt eben nicht aus...
Es war einmal auf einem Berg,alles was an "Feinden"zur Verfügung stand,war aufgefahren und eine allseitige Kontrolle der Technik fand statt.
Hier und dort ein zerfelddertes Kabel,huups da iss ja nen Loch im Steuergerät..na mal guggen..irgendwo drinnen muss der"Übeltäter"doch zu finden sein.
Aaaaja,ein "Bullett"vom Einstecklauf SPG9,wie kommt das Ding da bloos hin...egal..muss erst mal in die Werkstatt.....
Mehr oder weniger unbemerkt,zog sich der Himmel zu und irgendwie wurde es sehr schnell dunkel...
Ordentlicher Regenguss,menno watt für ne "Scheisse".
Hm,da kommt aber watt..sieht nicht gut aus,erstmal zurück und weg hier.
Ein Blitz ein Donner,in der Luft lag Voltage,viel Voltage...die FDU war bereist völlig durchnässt und siehe an,im selben Moment fielen alle
"Feine"um...manche hingen auf halber Höhe..auweia..dett kann Ärger geben.
In der E-Anlage des Turms angekommen...Nix geht mehr..."Voltreffer von Mutter Natur"na denn Mahlzeit.
Da es ein Wochenende war,kam noch der Gedanke,naja dett wird schon..watt soll gross sein.
Dauerte doch ein bisschen...ca 2 Wochen,zwischendurch wurde mit Handsteuerpulten weitergemacht..(was es nicht alles gab)...
und für die Einheiten begann eine "Katastrophe"....
Bekannt waren ja die Übungen und das es Vorgesetzte gab,die "Zeit mitstoppten"..welch "Verwirrung"..nun kamen diese ja nicht mehr sekundengenau,,welch ein Übel und Durcheinander....
einfach herrlich,wenn nicht mehr Alles nach Plan läuft.

Um aufs Thema zurückzukommen.
Wer der Fachleute hier kann mir denn mal schildern,wie genau es die technischen Abteilungen der GT mit dem Wort "Erdung,Blitzschutz,
Anlagenerder..deren Vorschriften,etc nahmen.
Vielleicht wurden ja sogar "Revisionsprotokolle"erstellt und Mängel beanstandet,beseitigt?
Also dett allett wejens der Unwetter hier und dort.
Gruss BO


nach oben springen

#39

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 19.07.2011 17:38
von Grenzer76 (gelöscht)
avatar

Ich kenne es auch nicht anders, es wurde keine Rücksicht genommen. Regenumhang gab es wenn du Glück hattest war eine Steinbutze in der Nähe. Auch bei -25C° gab es kein Erbarmen,wir saßen dann manchmal im Fahrzeug bei laufenden Motor, auch bei Grenzkontrollen,hatten halt Glück.


nach oben springen

#40

RE: Grenzdienst bei schwerem Unwetter

in Grenztruppen der DDR 10.08.2011 20:31
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo zusammen,
bei uns in der 6.GK(Spahl/Rhön) wurde im Winter 84/85 die Nächte bei - 25 C geteilt. Um Mitternacht kam der Schreiber mit warmer Verpflegung, teilweise sogar nach Wunsch, an die Füst Spahl. Dann wurde die A-Gruppe geweckt und rausgeschickt, um die Posten abzulösen. Das war vielleicht ein gebrutzel auf der Führungsstelle. Nach ein bis anderthalb Stunden wurde gewechselt. Danach ging das Gebrutzel weiter. Bis fast zur Ablösung.
Im Abschnitt hat wir auf dem Rößberg(in derNähe von Ketten/Rhön) zwischen zwei PP an einer Sprechsäule am Kolonnenweg ein Thermometer hängen. Das war allen bekannt. Dort konnte man die aktuelle und Maßnahmen auslösende Temperatur ablesen.
Zur Anzugsordnung im Winter hat unser Hauptfeld nichts gesagt. War Unterwäsche lang, Trainingsanzug und Pullover, Winterdienst, Wattekombi und Filzstiefel, Oma und Bevo. Ich als Kontrolle hatte meist Sommerfelddienst (mit Pelzkragen angenäht) und normale Knobelbecher mit Füßlingen an. Mit Filzstiefel kam man ja nicht vorwärts.
Sonst hab ich Unwetter meist in der Abrieglung auf dem Kollonnenweg erlebt. Mit Regenrinne und vollgelaufenen Stiefel!

Gruß Grete

Angefügte Bilder:
SAVE0006.JPG

--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
zuletzt bearbeitet 10.08.2011 21:01 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Krank im ( zum) Grenzdienst
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Batrachos
36 18.03.2014 22:20goto
von HG19801 • Zugriffe: 2288
Grenzdienst nach dem 9.11.89
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Duck
24 25.01.2013 18:24goto
von jecki09 • Zugriffe: 3984
Wie war bei Euch der letzte Grenzdienst?
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Mozart
35 02.09.2014 10:21goto
von dittmar • Zugriffe: 4037
Schwere Tage in der Kaserne
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Hans55
28 21.02.2011 08:05goto
von a1 otti • Zugriffe: 2943
Grenzdienst im Untergrund
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von stutz
33 23.02.2011 23:50goto
von Wolle76 • Zugriffe: 3638
Nach Grenzermord ohne Seitengewehr in den Grenzdienst
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von
62 31.03.2013 20:59goto
von Uffz_0-H1 • Zugriffe: 8605

Besucher
2 Mitglieder und 30 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 290 Gäste und 28 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14363 Themen und 557440 Beiträge.

Heute waren 28 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen