#101

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 06:28
von Gelöschtes Mitglied
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Warum nur will bei einigen Menschen keine rechte Diskussionskultur entstehen?....


zuletzt bearbeitet 17.06.2011 06:28 | nach oben springen

#102

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 06:31
von EK86II (gelöscht)
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Zitat von sortca52


Noch was :

Außerdem gab es auch Auslandeinsätze, die nebenbei auch sehr viel Geld gekostet haben. Nur durfte das eben keiner wissen und wurde dementsprechend totgeschwiegen. Davon hat nicht mal die ansonsten allwissende Gemeinschaft der Tschekisten was mitbekommen, da waren nämlich keine Leute von denen dabei. .



Hallo sortca52,
deine Darlegung weckt sicher nicht nur bei mir Interesse, gab es doch bisher keine greifbaren Informationen diesbezüglich. Da du angedeutet hast daß du "Freunde" in Strausberg hattest, gehe ich mal davon aus daß du entsprechendes Hintergrundwissen hast.
Mehr als 20 Jahre nach der "Wende" wäre es angebracht etwas in diese, von dir ziemlich klar ausgesprochene Angelegenheiten, zu bringen.

Danke im Vorraus, für deine sicher sehr Interessanten Ausführungen.

Gruß
P.


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#103

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 06:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Sortca es ist immer das gleiche Spiel, da wird eine pauschale Behauptung (nix gelernt außer Spitzeln) in den Raum gestellt und wenn diese dann von jemanden kritisiert wird, dann war dieser gar nicht gemeint und zieht sich die Jacke ja schließlich nur selbst an. Schönes Totschlagargument, entweder ihr lasst meine pauschale Unterstellung gelten oder seit selbst Schuld.

Auch Deine ehem. Frau wird ihre Gründe gehabt haben und gewisse Dinge so eingeschätzt haben, dass aus ihrer Sicht eine Zusammenarbeit erforderlich war. Die Rolle eines gewissen Ministeriums in Straußberg würde ich dabei nicht überbewerten, denn ein gewisses anderes Ministerium sah hier scheinbar bei Deiner Person zumindest ersten Handlungsbedarf und wenn es weitere Schritte für notwendig erachtet hätte, dann wären auch die Möglichkeiten der Straußberger ganz schnell zu Ende gewesen.

Trotzdem freut es mich für Dich, dass es auch Dir heute nach eigener Angabe gut geht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#104

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 07:12
von Lebowski | 61 Beiträge

Ja, anfangs der Demonstrationen hat man nur geprügelt. Es ist bekannt das Truppen der NVA in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden. Den Schießbefehl an sich wollte dann dennoch keiner aussprechen. Dafür gab es mehrere Gründe. Hautsächlich waren es einfach zu viele die auf die Straße gegangen sind. Alles ist glimpflich abgelaufen hätte aber im Chaos enden können. Allein die völlig überforderten Grenztruppen die am Tag der Maueröffnung auf sich allein gestellt waren.

Natürlich bestand zu dieser Zeit jederzeit die Gefahr der Eskalation, das ist kein Unsinn.

Lebo


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
zuletzt bearbeitet 17.06.2011 07:21 | nach oben springen

#105

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 08:07
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Selten solchen Unsinn gelesen! Wo sind die Belege für entsprechende Überlegungen?



Ja man kann es nicht lesen oder hören:

Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1252994111187
Parabeln und bildliche Vergleiche sind immer etwas Glückssache. Ein Lemming ist für die oben angeführten Vergleiche vollkommen ungeeignet, denn Lemminge haben kein Selbstbewusstsein, sie laufen hinterher...

Quelle: www.cartoon-journal.de
Theo


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#106

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 08:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Lebowski

Zitat
Trotz allem waren das aber Minderheiten, so daß für viele durch eigenes Erleben (als Erwachsener) zur Mitsprache qualifizierte Mitbürger der DDR- Biografieanteil eben doch positiv war.



Diese Minderheiten sind mehrheitlich Ende der Achtziger auf die Straße gegangen und haben letztendlich dafür gesorgt das dieses Experiment des real existierenden Sozialismus endlich endete.

Mitspracherecht in der DDR? Es gibt da einen gewaltigen Unterschied zwischen Mitsprechen oder Nachsprechen. Die DDR war ein Staat der Lemminge, es gab neutrale Lemminge und rote. Die roten Lemminge achteten darauf das die neutralen Lemminge immer schön dem Oberlemming (genau so wie im Spiel) hinterher marschierten und dabei alles nachplapperten was man ihnen vorgab. Nur wurde der Weg immer schwieriger, bald erkannten die neutralen Lemminge das sie zwar auf dem richtigen Weg, aber in die falsche Richtung waren.

Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Letztendlich siegte die Vernunft, selbst ganz dunkelrot eingefärbte Lemminge in hohen Positionen erkannten die ausweglose Situation. Einige von ihnen zogen sich ganz schnell Tarnkappen über und erschienen ab dann neutral.

Abschließend kann ich nur vermuten das Leute die diesem Staat hinterher trauern sich in Positionen befunden haben müssen aus denen sie gewisse Vorteile schöpften was für sie das triste Leben in der DDR lebenswert machte, auch wenn eingesperrt.

Nachvollziehbar ist es für mich nicht.

Lebo




Von mir aus, dann waren die eben auf der Straße aber ob es um die Abschaffung des Sozialismus gehen sollte stelle ich mal in Frage.
Irgendwann gewannen in dieser Protestkultur die Konsumidioten die Oberhand, welche nur noch ihr breitärschiges Westauto und die Einweg- Stereorekorder für 100 DM vor sich sahen und ein Deutschland eilig Vaterland inclusive DM forderten und ich denke, daß da viele der Mitläuferdemonstranten gerne wieder ausgeschehrt wären.
Die ersten Demonstanten waren nach allem was man heute weiß für echte Reformen und die Entmachtung der SED, das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.
Der zweite Teil Deines Beitrages erinnert mich ein wenig an die Aufstiegsbiografie der Frau Merkel, nur mal ganz nebenbei und das scheint ein sehr erfolgreiches Modell zu sein, wenngleich nur die selbst ernannten Eliten etwas davon haben.
Sie hängt ihr Fähnchen schon echt gekonnt in den Wind, nur daß es nun nicht nicht mehr blau ist, einfach beeindruckend diese Kunst der Beliebigkeit und was sie auf der tagtäglichen Flucht vor der Wahrheit für Haken schlägt.
Andere Aufsteiger, sagen wir mal Ex- FDJ- Bezirksleitungschef R. Klaus aus Halle und heutiger Abgeordneter der Linkspartei geht eher defensiv mit seiner Vergangenheit um, so defensiv daß es fast schon armseelig ist.
Er begegnet Weggefährten aus der Vergangenheit wohl ziemlich reserviert und läßt sich mit neugierigen Reportern auf keine Diskussion zu seiner DDR- Funktionärszeit ein.
Zugegeben der Interviewversuch bei Pro 7 vor einigen Jahren war spontan und etwas provokativ aufgezogen, aber schweigend weiterzulaufen ist schon sehr unprofessionell, da kann er von Frau Merkel noch etwas lernen, aber die hat eben den Vorteil nur aufbereitete Fragen beantworten zu müssen....



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#107

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 08:18
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.@Hackel39

Zähle doch Bitte mal die Länder dieser Welt auf welche heute noch gut und im Sozialismus Leben.


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#108

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 08:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39

Zitat von Lebowski

Zitat
Trotz allem waren das aber Minderheiten, so daß für viele durch eigenes Erleben (als Erwachsener) zur Mitsprache qualifizierte Mitbürger der DDR- Biografieanteil eben doch positiv war.



Diese Minderheiten sind mehrheitlich Ende der Achtziger auf die Straße gegangen und haben letztendlich dafür gesorgt das dieses Experiment des real existierenden Sozialismus endlich endete.

Mitspracherecht in der DDR? Es gibt da einen gewaltigen Unterschied zwischen Mitsprechen oder Nachsprechen. Die DDR war ein Staat der Lemminge, es gab neutrale Lemminge und rote. Die roten Lemminge achteten darauf das die neutralen Lemminge immer schön dem Oberlemming (genau so wie im Spiel) hinterher marschierten und dabei alles nachplapperten was man ihnen vorgab. Nur wurde der Weg immer schwieriger, bald erkannten die neutralen Lemminge das sie zwar auf dem richtigen Weg, aber in die falsche Richtung waren.

Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Letztendlich siegte die Vernunft, selbst ganz dunkelrot eingefärbte Lemminge in hohen Positionen erkannten die ausweglose Situation. Einige von ihnen zogen sich ganz schnell Tarnkappen über und erschienen ab dann neutral.

Abschließend kann ich nur vermuten das Leute die diesem Staat hinterher trauern sich in Positionen befunden haben müssen aus denen sie gewisse Vorteile schöpften was für sie das triste Leben in der DDR lebenswert machte, auch wenn eingesperrt.

Nachvollziehbar ist es für mich nicht.

Lebo




Von mir aus, dann waren die eben auf der Straße aber ob es um die Abschaffung des Sozialismus gehen sollte stelle ich mal in Frage.
Irgendwann gewannen in dieser Protestkultur die Konsumidioten die Oberhand, welche nur noch ihr breitärschiges Westauto und die Einweg- Stereorekorder für 100 DM vor sich sahen und ein Deutschland eilig Vaterland inclusive DM forderten und ich denke, daß da viele der Mitläuferdemonstranten gerne wieder ausgeschehrt wären.
Die ersten Demonstanten waren nach allem was man heute weiß für echte Reformen und die Entmachtung der SED, das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.
Der zweite Teil Deines Beitrages erinnert mich ein wenig an die Aufstiegsbiografie der Frau Merkel, nur mal ganz nebenbei und das scheint ein sehr erfolgreiches Modell zu sein, wenngleich nur die selbst ernannten Eliten etwas davon haben.
Sie hängt ihr Fähnchen schon echt gekonnt in den Wind, nur daß es nun nicht nicht mehr blau ist, einfach beeindruckend diese Kunst der Beliebigkeit und was sie auf der tagtäglichen Flucht vor der Wahrheit für Haken schlägt.
Andere Aufsteiger, sagen wir mal Ex- FDJ- Bezirksleitungschef R. Klaus aus Halle und heutiger Abgeordneter der Linkspartei geht eher defensiv mit seiner Vergangenheit um, so defensiv daß es fast schon armseelig ist.
Er begegnet Weggefährten aus der Vergangenheit wohl ziemlich reserviert und läßt sich mit neugierigen Reportern auf keine Diskussion zu seiner DDR- Funktionärszeit ein.
Zugegeben der Interviewversuch bei Pro 7 vor einigen Jahren war spontan und etwas provokativ aufgezogen, aber schweigend weiterzulaufen ist schon sehr unprofessionell, da kann er von Frau Merkel noch etwas lernen, aber die hat eben den Vorteil nur aufbereitete Fragen beantworten zu müssen....





Hackel, interessant was du da schreibst. Aus deine Zeilen klingt sehr große Enttäuschung. Das Wort enttäuschen enthält den Wortstamm täuschen. Das setzt voraus, dass jemand dir etwas anderes versprochen hat, als du heute erlebst, bzw dass du evtll. dir selbst andere Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereitgestellt hattest, die heute aber nicht erfüllt werden.
Nun, haben wir ja eine freie Gesellschaft. Du kannst so frei sein, dich bei der nächsten Wahl dem Volk zur Wahl zu stellen. Das geht bei uns üblicherweise über Parteien, denen du dich dann anschließen müsstest. Zur Zeit haben die Grünen Konjunktur, das heisst dort geht der Fahrstuhl nach oben am schnellsten, man braucht dringend Personal. Man sieht es in Stuttgart, was plötzlich für junge und vorher unbekannte Leute in Regierungsverantwortung gekommen sind. Dort könntest du dann gestalten und mitregieren und natürlich den aus deienr Sicht unbefriedigenden Zustand ändern. Das ist aber sicher nicht so leicht, also mühevoll. Vielleicht solltest du das mal versuchen. Nur die heute Verantwortlichen kritisieren und madig machen, das bringt gar nichts.


Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#109

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:11
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert



Hackel, interessant was du da schreibst. Aus deine Zeilen klingt sehr große Enttäuschung. Das Wort enttäuschen enthält den Wortstamm täuschen. Das setzt voraus, dass jemand dir etwas anderes versprochen hat, als du heute erlebst, bzw dass du evtll. dir selbst andere Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereitgestellt hattest, die heute aber nicht erfüllt werden.




Was Du da am frühen Morgen zusammenkonstruierst, ist schon bemerkenswert.

Immer bedenken, Du bist verantwortlich für das, was Du hörst /liest oder hören willst, nicht derjenige, der etwas schreibt oder sagt.

und on top - Klugscheißermodus an:

Der Wortstamm im Morphologischen ist bei enttäuschen übrigens enttäusch, nämlich die unflektierte Wortform. Die von Dir beschriebene Deutung entsteht durch den Präfix "ent" .

Klugscheißermodus aus


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#110

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:15
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Pit 59
das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.@Hackel39

Zähle doch Bitte mal die Länder dieser Welt auf welche heute noch gut und im Sozialismus Leben.



Wir wissen erst am Ende der Zeitrechnung ,ob diese Betrügerökonomie tatsächlich die bessere Lösung war und im Bezug auf den Systemwettbewerb DDR-BRD kann man nur feststellen, daß es von Anfang an ein ungleiches Spiel war, wenn der eine mit der komplett vermieteten Schloßallee startet und der andere mit 1000 Mark aus dem Gefängnis kommt.
Im Monompolyspiel der Systeme haben die Weltkriegsprofiteure aus Übersee ihr Patenkind von Anfang an gedopt und wir SBZler bekamen an Stelle des Marshallplans tausende km Gleise zurückgebaut und zahlten bis zuletzt Kriegsschulden ab.
Ich kenne andere Länder nicht so gut als daß ich sie so weitgehend bewerten könnte, aber allein der Konsum und das aktuelle Freiheitsempfinden machen bestenfalls 1/3 der Bewertungskriterien aus, noch wichtiger ist Teilhabe an Wohlstand und die Perspektiven, z.B. im Bezug auf die Ressourcen, moderne durchdachte Infrastruktur, effiziente Bildungspolitik u.v.a. und hier war die DDR fast durchweg näher am Optimum als die jetzige Regierung.
Leider ist es nicht das Thema aber ich konkretisiere das trotzdem einmal ganz kurz und unvollständig.
1. Ressourcen- wie scheinheilig ist es denn, mit Milliardensubventionen Elektroautos zu fördern, anstatt einen verbesserten , weitgehend (kapazitiv) bestehenden ÖPNV, wie es ihn schon mal gegeben hat ,zu schaffen?
Antwort: Ohne Rücksicht auf kommende Generationen ist man nicht mal bereit, 10 min zum Bahnhof zu laufen oder kleinere Wege per Fahrrad zu absolvieren, quasi Ressourcen eben nicht dort zu plündern wo man sie sparen könnte, das geht weiter über massenhaften Binnenflugverkehr und Fernreisen mit der Energiebilanz mit der ein hundertköpfiges pakistanisches Bergdorf ein Jahr lang haushalten könnte.
2. Bildungspolitik. Wie effizient ist es denn, wenn jeder das lernt, was ihm gefällt ohne Rücksicht darauf, ob die Qualifikation gefragt ist oder nicht. Ich hatte auf meiner Loks Leute mit drei Facharbeiterabschlüssen mit, die mit 30 noch nie irgendwo Geld (aus einem Arbeitsvertrag heraus) verdient hatten.
So ungemütlich es auch klingen mag, wichtiger als der Traumjob ist die Abgleichung von Angebot und Nachfrage aber dieses Problem ist in dieser arbeitsscheuen Wohlfühlgesellschaft wohl nicht mehr lösbar.
In der DDR kam jeder dort unter, wo er ausgebildet wurde und dort wurde er in der Regel auch gebraucht, kam es zu strukturellen Veränderungen, so wurden im Sozialismus menschenwürdige Lösungen gefunden, sagen wir mal beim Ende des Kupferbergbaus im Mansfelder Land.
Hier wurden plötzlich zehntausende Arbeitskräfte frei und die hat man nicht einfach auf die Straße gekehrt, die wurden anderswo integriert und da war es eben nicht vermeidbar, daß man mal die eine oder andere stupide Arbeit (das Beispiel Steine laden aus einem Vorbeitrag) zu erledigen hatte.
Alles was ich sagen will und schon erwähnt hatte ist, daß dieses System nur deshalb noch funktioniert, weil wir heute im Gegensatz zur DDR nach wie vor ressourcenseitig auf Kosten der Dritten Welt leben und im Allgemeinen nicht bereit sind, von diesem weitgehend erschichenen, geborgten Wohlstand zu Lasten kommender Generationen abzugeben.
In dem Moment, wo die mehr als 2 Mrd. Menschen der BRIC- Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China) den gleichen Wohlstand einfordern werden, und dieser Trend ist intakt, werden wir zu einer neuen Bescheidenheit, wie wir sie bereits in der DDR kenengelernt haben, verdonnert werden.
Alternativ dazu könnte man auch einen Weltkrieg anzetteln wobei der vebleibende Teil der Erdbewohner dann weitere 100-200 Jahre so weiter wirtschaften könnte wie wir im Moment.
Lange Rede kurzer Sinn, es geht eigentlich nicht mehr um die Beweisführung, ob der Kapitalismus den Sozialismus besiegt, sondern um neue moderne Gesellschaftsformen die Zutaten beider Systeme neu komponieren, sagen wir mal die totalitäre Energiediktatur und das freie Spiel der Kräfte bei der Entwicklung moderner Energieerzeugung oder Trinkwasseraufbereitung eben alles was angesichts der explodierenden Weltbevölkerung wirklich wichtig ist.
Und genau deshalb brauchen wir weiterhin die Auseinandersetzung mit der DDR- Vergangenheit konkret auch deren Autarkiebemühungen, weil auch das einer von vielen Lösungsansätzen sein kann für zukünftige Probleme.



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#111

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von werner

Zitat von Gert



Hackel, interessant was du da schreibst. Aus deine Zeilen klingt sehr große Enttäuschung. Das Wort enttäuschen enthält den Wortstamm täuschen. Das setzt voraus, dass jemand dir etwas anderes versprochen hat, als du heute erlebst, bzw dass du evtll. dir selbst andere Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereitgestellt hattest, die heute aber nicht erfüllt werden.




Was Du da am frühen Morgen zusammenkonstruierst, ist schon bemerkenswert.

Immer bedenken, Du bist verantwortlich für das, was Du hörst /liest oder hören willst, nicht derjenige, der etwas schreibt oder sagt.

und on top - Klugscheißermodus an:

Der Wortstamm im Morphologischen ist bei enttäuschen übrigens enttäusch, nämlich die unflektierte Wortform. Die von Dir beschriebene Deutung entsteht durch den Präfix "ent" .

Klugscheißermodus aus




wenn du meinst , ich habe in Wiki eine andere Deutung gelesen für das Wort enttäuschen und diese Deutung entspricht dem was ich hier erklärte.



.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#112

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Hackel39

Zitat von Lebowski

Zitat
Trotz allem waren das aber Minderheiten, so daß für viele durch eigenes Erleben (als Erwachsener) zur Mitsprache qualifizierte Mitbürger der DDR- Biografieanteil eben doch positiv war.



Diese Minderheiten sind mehrheitlich Ende der Achtziger auf die Straße gegangen und haben letztendlich dafür gesorgt das dieses Experiment des real existierenden Sozialismus endlich endete.

Mitspracherecht in der DDR? Es gibt da einen gewaltigen Unterschied zwischen Mitsprechen oder Nachsprechen. Die DDR war ein Staat der Lemminge, es gab neutrale Lemminge und rote. Die roten Lemminge achteten darauf das die neutralen Lemminge immer schön dem Oberlemming (genau so wie im Spiel) hinterher marschierten und dabei alles nachplapperten was man ihnen vorgab. Nur wurde der Weg immer schwieriger, bald erkannten die neutralen Lemminge das sie zwar auf dem richtigen Weg, aber in die falsche Richtung waren.

Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Letztendlich siegte die Vernunft, selbst ganz dunkelrot eingefärbte Lemminge in hohen Positionen erkannten die ausweglose Situation. Einige von ihnen zogen sich ganz schnell Tarnkappen über und erschienen ab dann neutral.

Abschließend kann ich nur vermuten das Leute die diesem Staat hinterher trauern sich in Positionen befunden haben müssen aus denen sie gewisse Vorteile schöpften was für sie das triste Leben in der DDR lebenswert machte, auch wenn eingesperrt.

Nachvollziehbar ist es für mich nicht.

Lebo




Von mir aus, dann waren die eben auf der Straße aber ob es um die Abschaffung des Sozialismus gehen sollte stelle ich mal in Frage.
Irgendwann gewannen in dieser Protestkultur die Konsumidioten die Oberhand, welche nur noch ihr breitärschiges Westauto und die Einweg- Stereorekorder für 100 DM vor sich sahen und ein Deutschland eilig Vaterland inclusive DM forderten und ich denke, daß da viele der Mitläuferdemonstranten gerne wieder ausgeschehrt wären.
Die ersten Demonstanten waren nach allem was man heute weiß für echte Reformen und die Entmachtung der SED, das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.
Der zweite Teil Deines Beitrages erinnert mich ein wenig an die Aufstiegsbiografie der Frau Merkel, nur mal ganz nebenbei und das scheint ein sehr erfolgreiches Modell zu sein, wenngleich nur die selbst ernannten Eliten etwas davon haben.
Sie hängt ihr Fähnchen schon echt gekonnt in den Wind, nur daß es nun nicht nicht mehr blau ist, einfach beeindruckend diese Kunst der Beliebigkeit und was sie auf der tagtäglichen Flucht vor der Wahrheit für Haken schlägt.
Andere Aufsteiger, sagen wir mal Ex- FDJ- Bezirksleitungschef R. Klaus aus Halle und heutiger Abgeordneter der Linkspartei geht eher defensiv mit seiner Vergangenheit um, so defensiv daß es fast schon armseelig ist.
Er begegnet Weggefährten aus der Vergangenheit wohl ziemlich reserviert und läßt sich mit neugierigen Reportern auf keine Diskussion zu seiner DDR- Funktionärszeit ein.
Zugegeben der Interviewversuch bei Pro 7 vor einigen Jahren war spontan und etwas provokativ aufgezogen, aber schweigend weiterzulaufen ist schon sehr unprofessionell, da kann er von Frau Merkel noch etwas lernen, aber die hat eben den Vorteil nur aufbereitete Fragen beantworten zu müssen....





Hackel, interessant was du da schreibst. Aus deine Zeilen klingt sehr große Enttäuschung. Das Wort enttäuschen enthält den Wortstamm täuschen. Das setzt voraus, dass jemand dir etwas anderes versprochen hat, als du heute erlebst, bzw dass du evtll. dir selbst andere Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereitgestellt hattest, die heute aber nicht erfüllt werden.
Nun, haben wir ja eine freie Gesellschaft. Du kannst so frei sein, dich bei der nächsten Wahl dem Volk zur Wahl zu stellen. Das geht bei uns üblicherweise über Parteien, denen du dich dann anschließen müsstest. Zur Zeit haben die Grünen Konjunktur, das heisst dort geht der Fahrstuhl nach oben am schnellsten, man braucht dringend Personal. Man sieht es in Stuttgart, was plötzlich für junge und vorher unbekannte Leute in Regierungsverantwortung gekommen sind. Dort könntest du dann gestalten und mitregieren und natürlich den aus deienr Sicht unbefriedigenden Zustand ändern. Das ist aber sicher nicht so leicht, also mühevoll. Vielleicht solltest du das mal versuchen. Nur die heute Verantwortlichen kritisieren und madig machen, das bringt gar nichts.


Gruß Gert




Hallo Gert, das mit dem Mitregieren geht nicht mehr, ich war mit 18 und wehendem Blauhemd Kandidat der SED geworden und bin dort freiwillig eingetreten, hab somit verschissen bis in die Steinzeit.
Das würde man mir immer wieder um die Ohren hauen.
Aber mitregieren kann man doch trotzdem
So spende ich u.a. regelmäßig etwa einen Wochenlohn pro Jahr für die Unstrutbahn, eine Interessengemeinschaft, die sich für den vollständigen Erhalt einer der schönsten Bahnlinien Ostdeutschlands einsetzt.
Der ca. 10 km Anteil auf thüringer Territorium wurde von deren Ministerium abbestellt, weil diese Hirnis Angst haben, daß ein möglicher Kalisalzabbau in Roßleben bei Fortbestehen der Bahn vom Nachbarland Sachsen- Anhalt aus erfolgen würde, einfach nur bekloppt solche Entscheidungen !
Auch der touristische Wert steht außer Frage und so regiere ich dahingehend mit, daß ich von der 700-800 Euro Spende fast die Hälfte vom Staat zurück bekomme.
Geld regiert die Welt und hier hat das ausnahmsweise mal keinen negativen Aspekt zumindest für mich und die Lokalpatrioten von der Unstrut.



zuletzt bearbeitet 17.06.2011 09:34 | nach oben springen

#113

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:31
von Gelöschtes Mitglied
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Ich stimme Hackel zu. Zunächst war es das Streben nach Reformen. Ab späten Frühjahr kamen zunächst von den bekannten Gröhlern die Rufe nach "einig Vaterland". Zur gleichen Zeit begannen die politischen Live-Auftritte in der DDR. In Eisenach kamen im Wochenrhytmus politische Prominenz zum Ansprache halten. Dazu meist Freibier und kostenlose Bratwurst. Dazu gabs Zeitungen, Prospekte Wahlprospekte. Dazu spielten Bands, beispielsweise Frank Zander oder Veronika Fischer. Wo zuvor ebenfalls für Reformen und Demokratie geworben wurde, stand auf einem "das einig Vaterland" im Raum. Und dann erst übernahm es die Mehrheit, also werbelenkbare Menschengruppen, die leider auch in der DDR in großen Mengen auftraten.

Ja, es waren die 100 DM Radiorekorder mit Steinzeittechnik. Die waren groß, manchmal Laut (was einigen ja reicht, siehe manches Autoradio...) und kosteten sowenig Geld. Geschäfte, die in den neuen Bundesländern "Bessere Technik" hatten, hielten sich zunächst nicht lange.


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#114

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 09:48
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von werner

Zitat von Gert



Hackel, interessant was du da schreibst. Aus deine Zeilen klingt sehr große Enttäuschung. Das Wort enttäuschen enthält den Wortstamm täuschen. Das setzt voraus, dass jemand dir etwas anderes versprochen hat, als du heute erlebst, bzw dass du evtll. dir selbst andere Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft bereitgestellt hattest, die heute aber nicht erfüllt werden.




Was Du da am frühen Morgen zusammenkonstruierst, ist schon bemerkenswert.

Immer bedenken, Du bist verantwortlich für das, was Du hörst /liest oder hören willst, nicht derjenige, der etwas schreibt oder sagt.

und on top - Klugscheißermodus an:

Der Wortstamm im Morphologischen ist bei enttäuschen übrigens enttäusch, nämlich die unflektierte Wortform. Die von Dir beschriebene Deutung entsteht durch den Präfix "ent" .

Klugscheißermodus aus




wenn du meinst , ich habe in Wiki eine andere Deutung gelesen für das Wort enttäuschen und diese Deutung entspricht dem was ich hier erklärte.






Ja, mit dem Deuten ist das so eine Sache, Enttäuschung in Kritik reindeuten, ist ja so schön einfach und drängt den anderen in die Opferecke.

Und es ist keine Schande, wenn man mal den Begriff Wortstamm falsch anwendet, nur um seine Deutung hinzubekommen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#115

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 10:03
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Hackel39

Zitat von Pit 59
das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.@Hackel39

Zähle doch Bitte mal die Länder dieser Welt auf welche heute noch gut und im Sozialismus Leben.



Wir wissen erst am Ende der Zeitrechnung ,ob diese Betrügerökonomie tatsächlich die bessere Lösung war und im Bezug auf den Systemwettbewerb DDR-BRD kann man nur feststellen, daß es von Anfang an ein ungleiches Spiel war, wenn der eine mit der komplett vermieteten Schloßallee startet und der andere mit 1000 Mark aus dem Gefängnis kommt.
Im Monompolyspiel der Systeme haben die Weltkriegsprofiteure aus Übersee ihr Patenkind von Anfang an gedopt und wir SBZler bekamen an Stelle des Marshallplans tausende km Gleise zurückgebaut und zahlten bis zuletzt Kriegsschulden ab.




Man sollte den Marshallplan auch nicht überbewerten. Von den gesamten Marshallplangeldern bekamen die westlichen Besatzungszonen 10 % - diese 10 % sind in heutiger Kaufkraft umgerechnet etwa 10 Mrd. $. Das ist nicht wirklich viel Geld um ein zerstörtes Land aufzubauen. Außerdem war das nicht geschenkt, sondern nur ein Darlehen und wurde vollständig zurückgezahlt. Demontagen gab es auch in den westlichen Zonen, so wurden übrigens nicht in der SBZ sondern in der französische Zone die höchsten Reparationsleistungen pro Kopf erbracht. Insgesamt aber dürften ohne Zweifel die Reparationsleistungen in der SBZ höher gewesen sein als in alle drei westlichen Zonen insgesamt betrachtet. In der SBZ waren die Schäden durch Reparationen größer als durch den Krieg. Aber die Reparationen waren nicht der einzige Grund, sondern auch wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen und ein ineffizientes Wirtschaftssystem.


zuletzt bearbeitet 17.06.2011 10:04 | nach oben springen

#116

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 10:09
von Lebowski | 61 Beiträge

Zitat
Ein Lemming ist für die oben angeführten Vergleiche vollkommen ungeeignet, denn Lemminge haben kein Selbstbewusstsein, sie laufen hinterher...



@eisenringtheo

Du hast es auf den Punkt gebracht! Lemminge laufen immer hinterher. Der DDR-Lemming war da anders, er hat das Selbstbewusstsein für sich neu entdeckt, genau so wie ich es schrieb. Ich hätte es auch anders formulieren können ohne diesen Verlgeich anzustellen.

Da wird geschrieben das sich die friedlichen Demos nicht gegen den Sozialismus richteten. Ich denke schon, zumindest den, der in der DDR praktiziert wurde.
Einige wurden nach dem Ende der DDR enttäuscht, das tut mir leid.Und wie ich bereits erwähnte habe, auch ich sehe die momentane Gesellschaftsform alles andere als perfekt. Nur, selbst mit der größtem Schranke im Kopf muss man doch erkennen das die Möglichkeiten sich in Freiheit persönlich zu entfalten ganz anders, die Chancen viel besser sind.

Die Zeit nach der Wende war turbulent, ich machte negative Erfahrungen und beging Fehler aus denen ich aber gelernt habe und mit viel viel Anstrengung habe ich für mich etwas erreichen können, einen Standard den ich nicht mehr missen möchte, den mir eine DDR mit ihrem nicht funktionierenden Sozialismus nie hätte geben können.

Und man stelle sich vor, ich bin heute noch genau so hilfsbereit wie früher und helfe Menschen in Not so ich kann...trotz meiner Neigung zu Konsum, Reisen und Luxus light.

Welche sozialistisch regierten Länder wären eine Alternative gewesen?


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
zuletzt bearbeitet 17.06.2011 10:12 | nach oben springen

#117

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 10:39
von sortca52 (gelöscht)
avatar

Auch Deine ehem. Frau wird ihre Gründe gehabt haben und gewisse Dinge so eingeschätzt haben, dass aus ihrer Sicht eine Zusammenarbeit erforderlich war. Die Rolle eines gewissen Ministeriums in Straußberg würde ich dabei nicht überbewerten, denn ein gewisses anderes Ministerium sah hier scheinbar bei Deiner Person zumindest ersten Handlungsbedarf und wenn es weitere Schritte für notwendig erachtet hätte, dann wären auch die Möglichkeiten der Straußberger ganz schnell zu Ende gewesen.


Sie hat nicht zusammengearbeitet sonder bei dieser Gurkentruppe gearbeitet, wenn man das mal als "Arbeit" bezeichnen will, was allein schon in Zweifel zu ziehen wäre. Sie war von Anfang an auf mich "angesetzt", ich hab sie kurz nach meiner aktiven Zeit ´85 kennengelernt und (trottelig wie ich damals noch war) geheiratet ohne mir Gedanken drüber zu machen WER sie war.
Und die Möglichkeiten der Straußberger sollte man bei gewissen Dingen schon nicht UNTERBEWERTEN !!!!
Anderenfalls hätten die Mielkekomiker mir nämlich damals nicht dieses faule Ei ins Nest legen müssen.


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#118

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 11:39
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Tobeck

Zitat von Hackel39

Zitat von Pit 59
das war noch kein Abkehrbekenntnis vom Sozialismus.@Hackel39

Zähle doch Bitte mal die Länder dieser Welt auf welche heute noch gut und im Sozialismus Leben.



Wir wissen erst am Ende der Zeitrechnung ,ob diese Betrügerökonomie tatsächlich die bessere Lösung war und im Bezug auf den Systemwettbewerb DDR-BRD kann man nur feststellen, daß es von Anfang an ein ungleiches Spiel war, wenn der eine mit der komplett vermieteten Schloßallee startet und der andere mit 1000 Mark aus dem Gefängnis kommt.
Im Monompolyspiel der Systeme haben die Weltkriegsprofiteure aus Übersee ihr Patenkind von Anfang an gedopt und wir SBZler bekamen an Stelle des Marshallplans tausende km Gleise zurückgebaut und zahlten bis zuletzt Kriegsschulden ab.




Man sollte den Marshallplan auch nicht überbewerten. Von den gesamten Marshallplangeldern bekamen die westlichen Besatzungszonen 10 % - diese 10 % sind in heutiger Kaufkraft umgerechnet etwa 10 Mrd. $. Das ist nicht wirklich viel Geld um ein zerstörtes Land aufzubauen. Außerdem war das nicht geschenkt, sondern nur ein Darlehen und wurde vollständig zurückgezahlt. Demontagen gab es auch in den westlichen Zonen, so wurden übrigens nicht in der SBZ sondern in der französische Zone die höchsten Reparationsleistungen pro Kopf erbracht. Insgesamt aber dürften ohne Zweifel die Reparationsleistungen in der SBZ höher gewesen sein als in alle drei westlichen Zonen insgesamt betrachtet. In der SBZ waren die Schäden durch Reparationen größer als durch den Krieg. Aber die Reparationen waren nicht der einzige Grund, sondern auch wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen und ein ineffizientes Wirtschaftssystem.




Man hat im westedeutschen Nachkriegsdeutschland nicht den Fehler gemacht bedingungslos die alten Eliten zumTeufel zu jagen wie im Nachwendeosten.
Wenn man im Nachgang die Analysen und Lösungsansätze der Schürer- Kommission oder Bücher des letzten Staatsbankchefs Edgar Most auswertet, so muß man doch feststellen, daß es damals tatsächlich besser gewesen wäre, sich nicht so zum Fraß vorzuwerfen und besonnener vorzugehen.
Das ging von da ab eben nicht mehr als letzten Endes doch der Konsumpöbel auf den Straßen die Oberhand gewonnen hatte.
Lafontaines Mahnungen waren durch und durch unpopulär, heute ist jedoch anzunehmen, daß wir besser im ersten statt fünften Gang die Bergfahrt zur Einheit (letzten Endes auf Augenhöhe) bewältigt hätten.
Übrigens gibt es Bastionen wo genau das befolgt wird, eben die eigenen Systemvorteile einzubringen und kritischer hinzusehen, was der Verhandlungspartner anzubieten hat.
Konkret geht es um die Vereinigungsbemühungen des deutschen Anglerverbandes (DDR- Relikt) und dem VDSF (Verband deutscher Sportfischer), wobei letztere seit 20 Jahren vergeblich versuchen den 400.000 Mitglieder starken Partner zu schlucken. letztere haben jedoch Angst mit der Vereinigung ihren millionenschweren Gewässerfonds zu Gunsten potentieller privater Einkäufer zu verlieren, die ähnlich den Treuhandhasardeuren schon in den Startlöchern lauern und auf private statt gemeinschaftliche Ufer spekulieren.
Dieses Gezerre ist schon beeindruckend, zeigt aber auch das Mißtrauen, das man inzwischen gegenüber westdeutschen Partnern, selbst wenn sie es ehrlich meinen, an den Tag legt.



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#119

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 11:44
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Pit 59
Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? @Turtle

Das ist ein ganz Entscheidender Satz.Die VEB waren mit Leuten Vollgestopft um ja keine Arbeitlosen zu Haben.Manchen Ihre Arbeit war auch Geheim,die war so Geheim das Sie selber nicht wussten was Sie hier im Betrieb machten.Und es soll mir keiner kommen das wäre nicht wahr.Bis zur Wende (Gott sei Dank) habe ich in einem Betrieb als Dreher gearbeitet welcher Bügelmaschinen Herstellte,254 Betriebsangehörige und davon 51 Produktionsarbeiter.Kann mir mal einer Erklären wie das Funktionieren soll[quote]


siehste. und so haben wir 203 menschen die sagen, die DDR war besser.



zuletzt bearbeitet 17.06.2011 11:46 | nach oben springen

#120

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 12:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Glasi ich kenne auch hier durch Bekannte Firmen (Hochleistungsautomationssysteme für Kunststoffspritzgießanlagen) in denen dies genauso ist. Dort gibt es keine Serienfertigung sondern jede Maschine ist eine komplette Neuentwicklung nach Kundenwunsch.

Die Zahl der MA der Bereiche Entwicklung, Software, Einkauf, Vertrieb, Mangement, Service usw. übertrifft die Zahl der Produktionsmitarbeiter um ein Vielfaches. Trotzdem ist die Firma hoch rentabel!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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