#81

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 11:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hackel39

Zitat von EDGE-Henning

Zitat
Maschinen bei Bombardier mindestens 3,5 Mio Euro, die Mehrsystemvarianten über 6 Mio (BR 186).


Klugscheissermodus:
BR-186 ist die Personenzug/Nahverkehrsvariante der Lokomotive BR-185 mit Hohlwellenantrieb statt Tatzlagerantrieb und einer v/max von 160 km/h statt 140 km/h. Mehrsystemloks sind neben der 186 auch die 185.




Lieber EDGE- Henning.
Kontra Klugscheißermodus...leider hast Du wohl 185/186 mit 145/146 durcheinandergeworfen, nach wie vor fährt die 186 (bei mir jedenfalls) 140 und ist eine Lok, die sowohl im 3000 V- Gleichspannungsnetz (Polen, Italien) als auch im deutschen 15 kV Wechselspannungsnetz verkehren kann.
Sie kann also ohne Lokwechsel über die Oder- Neiße- Friedensgrenze (Frankfurt- Oderbrücke) als auch durch den Gottharttunnel nach Italien fahren, sie ist so frei wie viele DDR- Bürger vor 1989 gern gewesen wären.
Aber diese Freiheit macht die 186er Lok auch um 1,5 Mio Euro teurer als die 185er, andere Freiheiten haben aber noch viel mehr gekostet....



186er ist ja auch eine DB-Bezeichnung. Die TRAXX F140 MS2, so die Herstellerbezeichnung ist optional mit v/max 160 km/h zu haben.

Zitat
Aus Wikipedia:
Geht man nach der Herstellerbezeichnung, handelt es sich bei der BR 186 um eine Güterzuglok, jedoch ist sie dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h durchaus auch für Einsätze im Personenverkehr geeignet. Trotz der Geschwindigkeitserhöhung hat die Baureihe die "140" in der Bezeichnung TRAXX F140 behalten.



Hier eine Lok, die kurz nach dem Foto an den neuen Betreiber übergeben wurde:

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 16.06.2011 12:47 | nach oben springen

#82

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 11:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle
Niemand wird es schlechter gehen! Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Wer dem Geschwätz der Politiker glaubt, dem ist sowieso nicht zu helfen! Hat man Euch im Osten nicht immer die hässliche Fratze des Kapitalismus gezeigt, im schwarzen Kanal z.B. Warum wollten die meisten trotzdem lieber dieses System? Warum gab es offiziell keine Arbeitslosen?
Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? Im Kapitalismus steht der Profit an erster Stelle. Logisch war daher der Osten erst einmal ein großer Absatzmarkt, und hat auch viele Zwielichtigen Typen oder Glücksritter angezogen. Hier war die Chance da über den Tisch zu ziehen, zu lügen und betrügen. Die schnelle Mark lockte. Hier mussten sehr viele Lehrgelder bezahlen. Mir ging es damals als ich nach dem Westen kam auch nicht anders. Aber habt ihr damals nicht mit dazu beigetragen das die VEB Betriebe noch schneller am Ende waren? Wer kaufte noch einheimische Waren?
Musste es nicht aus dem Westen sein! War da nicht auch der Spruch von den blühenden Landschaften? Ja schaut einmal heute nach Bitterfeld , Leuna, oder wo Uran abgebaut wurde. Sehen die Häuser immer noch so verfallen aus?
Müsst ihr immer noch Angst haben das ein unbedachtes Wort eine Abholung zur Klärung eines Sachverhalts zur Folge hat. Es der Lebensstandart wirklich schlechter wie damals in der DDR! Wartet ihr auf ein Einheitsauto immer noch ewig? Habt ihr heute nicht alle ein Telefon und dürft damit die Nummer frei wählen egal ob der Teilnehmer in Rostock oder New York ist. Wie hat sich das Reiseverhalten geändert?
Der Kapitalismus ist härter da ist mehr Selbstinitiative und der Ellenbogen gefragt. Hört endlich auf zu jammern was besser war und jetzt schlechter in der DDR ist .Wacht auf und helft lieber mit was heute schlechter oder schlecht ist damit es besser wird.
Zu guter Letzt ihr habt das Recht zu demonstrieren, von mir auch wir wollen unsere DDR zurück! Vielleicht bekommt ihr Helgoland geschenkt und dürft eine neue Diktatur aufbauen.
Das erspart sogar die Mauer, Minen, SM70. Müsstet nur den privaten Bootsbesitz verbieten, und da für die Insel das Fahrrad genug ist, gibt es keinen Ärger mit der langen Wartezeit für ein Auto. Nur wie machen wir es den Helgoländern klar das sie die Insel verlassen müssen?
Eigentlich ist das auch einfach zu lösen. Wir lassen sie mit auf der Insel ,die Genossen haben alte Erfahrungen mit Zwangsaussiedlungen! Müsst nicht alles so ernst nehmen was ich geschrieben habe ,trotzdem das Fünkchen Wahrheit wie es immer so schön heißt das findet ihr bestimmt in meinen Zeilen. Wenn nicht meldet Euch mit für Helgoland an!

Gruß Peter(turtle)



Also gut turtle, freu Dich über Dein privates Glück, daran ist natürlich nichts zu beanstanden, auf der Titanic wurde auch bis zum Schluß gefeiert.
Der Wohlstand hierzulande geht definitiv zu Lasten der Dritten Welt und war genau deshalb in der DDR niedriger, weil die gekenterte Republik eben nicht auf Kosten fremder Staaten lebte und auch nichts am Hindukusch zu verteidigen hatte.
Inzwischen beanspruchen die BRIC- Staaten ihren Anteil am Weltvermögen, an Ressourchen und Mobilität und das schlägt auch auf die BRD durch, weshalb Blaupunkt auch keine Fernseher mehr verkauft und produzierendes Gewerbe nur dann überlebt, wenn es Niedriglöhne zahlt.
Die Ignoranz gegenüber den Chancen der Alternativen Energien zum Wohle des Stromkartells, die exorbitanten Einkommen der Vorstandsbosse trotz starker Gewerkschaften, das Kartell der Milliardenerben, die hier die Richtung bestimmen lassen die gleiche Ohnmacht der Politik erkennen wie sie das greise Politbüro auf der Zielgeraden der DDR offenbart hat.
Wie gesagt, jeder soll seine private Bewertung gemäß der privaten Präferenzen treffen, aber in dem Moment, wo man Kinder und Enkel hat, sollte man weiter als bis zum nächsten Urlaub oder Auto blicken.
Ich persönlich ziehe zur Wertermittlung meiner DDR- Vergangenheit das gleiche Verfahren heran, das mir auch bei größeren Anschaffungen oder Investitionen als Entscheidungshilfe dient:
Ich stelle mir an 10 beliebigen Momenten eines Tages oder 100 beliebigen Momenten eines Monats einfach vor, ob es mir tatsächlich mit dieser oder jener Anschaffung besser gehen würde oder nicht und oft schon war ich danach über die Vermeidung eigentlich sinnloser Ausgaben froh.
Und genau so stelle ich mir vor, wie es wäre, jetzt im Moment noch DDR- Bürger zu sein und das wäre nun mal in 80 von 100 Momenten eines Monats das schönere Leben.
Mag sein, daß eine solche Statik nicht jeden überzeugt, mir hilft sie und vielleicht fahre ich wirklich mal nach Helgoland, im Moment hat Montagearbeiter Hackel aber noch damit zu tun, seine Heimatwurzeln wieder notdürftig im Mansfelder Land zu verankern bevor es wieder zurück in die Tretmühle zwischen wochenlangen Fahrplanstreß und unwirtlichen Hotelunterkünften in hektischen Großstädten geht.
Ach übrigens, bis ca. 2000 lag die DDR noch gleichauf, aber Schröder hat mich wieder auf Kurs der Vorwendezeit gebracht, allerdings muß man hier auch das globale Umfeld sehen und das hat Schröder genau so getrieben wie Kohl seinerzeit zur Einheit getrieben wurde.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.



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#83

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 12:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von turtle
Niemand wird es schlechter gehen! Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Wer dem Geschwätz der Politiker glaubt, dem ist sowieso nicht zu helfen! Hat man Euch im Osten nicht immer die hässliche Fratze des Kapitalismus gezeigt, im schwarzen Kanal z.B. Warum wollten die meisten trotzdem lieber dieses System? Warum gab es offiziell keine Arbeitslosen?
Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? Im Kapitalismus steht der Profit an erster Stelle. Logisch war daher der Osten erst einmal ein großer Absatzmarkt, und hat auch viele Zwielichtigen Typen oder Glücksritter angezogen. Hier war die Chance da über den Tisch zu ziehen, zu lügen und betrügen. Die schnelle Mark lockte. Hier mussten sehr viele Lehrgelder bezahlen. Mir ging es damals als ich nach dem Westen kam auch nicht anders. Aber habt ihr damals nicht mit dazu beigetragen das die VEB Betriebe noch schneller am Ende waren? Wer kaufte noch einheimische Waren?
Musste es nicht aus dem Westen sein! War da nicht auch der Spruch von den blühenden Landschaften? Ja schaut einmal heute nach Bitterfeld , Leuna, oder wo Uran abgebaut wurde. Sehen die Häuser immer noch so verfallen aus?
Müsst ihr immer noch Angst haben das ein unbedachtes Wort eine Abholung zur Klärung eines Sachverhalts zur Folge hat. Es der Lebensstandart wirklich schlechter wie damals in der DDR! Wartet ihr auf ein Einheitsauto immer noch ewig? Habt ihr heute nicht alle ein Telefon und dürft damit die Nummer frei wählen egal ob der Teilnehmer in Rostock oder New York ist. Wie hat sich das Reiseverhalten geändert?
Der Kapitalismus ist härter da ist mehr Selbstinitiative und der Ellenbogen gefragt. Hört endlich auf zu jammern was besser war und jetzt schlechter in der DDR ist .Wacht auf und helft lieber mit was heute schlechter oder schlecht ist damit es besser wird.
Zu guter Letzt ihr habt das Recht zu demonstrieren, von mir auch wir wollen unsere DDR zurück! Vielleicht bekommt ihr Helgoland geschenkt und dürft eine neue Diktatur aufbauen.
Das erspart sogar die Mauer, Minen, SM70. Müsstet nur den privaten Bootsbesitz verbieten, und da für die Insel das Fahrrad genug ist, gibt es keinen Ärger mit der langen Wartezeit für ein Auto. Nur wie machen wir es den Helgoländern klar das sie die Insel verlassen müssen?
Eigentlich ist das auch einfach zu lösen. Wir lassen sie mit auf der Insel ,die Genossen haben alte Erfahrungen mit Zwangsaussiedlungen! Müsst nicht alles so ernst nehmen was ich geschrieben habe ,trotzdem das Fünkchen Wahrheit wie es immer so schön heißt das findet ihr bestimmt in meinen Zeilen. Wenn nicht meldet Euch mit für Helgoland an!

Gruß Peter(turtle)




Peter, du sprichst mir aus tiefster Seele, bravo für diesen Post

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#84

RE: die DDR ging unter und eine Lüge nahm ihren Lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 12:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von EK 82/2
der berühmteste lügner der geschichte.
http://www.youtube.com/watch?v=X9CPfrlJaGM
die aussage"vielen besser" sehe ich mehr auf unternehmer der alten brd und die aussage"niemanden schlechter"ist die größte lüge seit dem es den deutschen staatenbund gibt.

EK 82/2



Oder war es der hier?


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#85

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 12:11
von Pit 59 | 10.133 Beiträge

Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? @Turtle

Das ist ein ganz Entscheidender Satz.Die VEB waren mit Leuten Vollgestopft um ja keine Arbeitlosen zu Haben.Manchen Ihre Arbeit war auch Geheim,die war so Geheim das Sie selber nicht wussten was Sie hier im Betrieb machten.Und es soll mir keiner kommen das wäre nicht wahr.Bis zur Wende (Gott sei Dank) habe ich in einem Betrieb als Dreher gearbeitet welcher Bügelmaschinen Herstellte,254 Betriebsangehörige und davon 51 Produktionsarbeiter.Kann mir mal einer Erklären wie das Funktionieren soll ?


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#86

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 12:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von turtle
Wenn nicht meldet Euch mit für Helgoland an!


Bin dabei! Dann tauschen wir's wieder gegen Sansibar (1) zurück.
Wobei, DIE Sansibar (2) ist als Altersitz och nicht zu verachten *grins*

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Helgoland-Sansibar-Vertrag
(2) http://www.wine-discovery-club.de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 16.06.2011 12:18 | nach oben springen

#87

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 12:31
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lebowski

"Wertmaßstäbe hatten und habe alle Menschen. Das ist genau der Punkt warum der Kommunismus und dessen "real existierenden" Ableger nicht funktionieren können. Der Mensch ist nun mal so gestrickt das er Besitztümer für sich, und eben nur für sich, haben will."


...sehr schöner Satz, der es auf den Punkt bringt. Bravo!

Ich persönlich kann es wie viele andere auch nicht nachvollziehen einer DDR in irgend einer Form nachzuheulen. Ich war so froh das diese bekackte Zeit, diese Phrasen vom Siegen, diese eintönige Grau in Grau, dieses bekackte Gelaber vom Vorwärts immer rückwärts nimmer endete. Ich kenne niemanden der ernsthaft an "die Sache" geglaubt hat.

Mich schüchtert heute niemand mehr ein, ich kann sagen was ich will, habe mit meiner kleinen Familie ein Leben gestrickt welches abwechslungsreich und farbenfroh, in Freiheit einfach lebenswerter ist als es jemals in der Zone gewesen wäre. Und...ich werde wenn ich über den Tellerrand schaue nicht erschossen und gar anonym verscharrt.

Sicher mag die jetzige Gesellschafftsform nicht perfekt sein aber die DDR hat nunmal nicht funktioniert, das Experiment ist gescheitert. Ende und Aus!



Beide Aussagen würde ich unterschreiben.

Gruß ek40


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#88

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 14:45
von glasi | 2.815 Beiträge

es könnte ja mal jeder schreiben wie es ihm nach 1989 ergangen ist. ob er sich PERSÖNLICH verbessert hat oder nicht. weil ich kann mir gut vorstellen denen es besser geht sind die größten nörgler. bin mal gespannt. lg glasi



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#89

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 16:42
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von glasi
es könnte ja mal jeder schreiben wie es ihm nach 1989 ergangen ist. ob er sich PERSÖNLICH verbessert hat oder nicht. weil ich kann mir gut vorstellen denen es besser geht sind die größten nörgler. bin mal gespannt. lg glasi


Ich fürchte, dass das schwierig werden könnte. Mir geht es seit 1989 auch besser - nur habe ich weder in der BRD noch in der DDR gelebt.
Die Punkte in denen es jetzt besser ist kann ich nicht aufzählen - es wären wohl zu viele.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#90

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 19:29
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat

Zitat von Pit 59
Hätte ein privater auch in der DDR welche beschäftigt die er nicht unbedingt braucht? @Turtle

Das ist ein ganz Entscheidender Satz.Die VEB waren mit Leuten Vollgestopft um ja keine Arbeitlosen zu Haben.Manchen Ihre Arbeit war auch Geheim,die war so Geheim das Sie selber nicht wussten was Sie hier im Betrieb machten.Und es soll mir keiner kommen das wäre nicht wahr.Bis zur Wende (Gott sei Dank) habe ich in einem Betrieb als Dreher gearbeitet welcher Bügelmaschinen Herstellte,254 Betriebsangehörige und davon 51 Produktionsarbeiter.Kann mir mal einer Erklären wie das Funktionieren soll ?

Zitat

Die DDR war hoch genug entwickelt, um auf Basis der eigenen Produktivität sein Volk zu ernähren und war um die breitestmögliche Einbeziehung der Werktätigen in diesen Prozeß bemüht, weil man erkannt hat, welchen ideelen Wert die Arbeit eben hatte.
Daß da nun nominal viele Vollbeschäftigteneinheiten (VBE) eigentlich überflüssig waren, hatte schon eine betriebswirtschaftliche Relevanz, allerdings dachte man im Arbeiter- und Bauern- Staat eben noch einen Schritt weiter.
Die freigesetzten Mitarbeiter aus dem Dax- Konzern haben wir Arbeitnehmer nun in der Zeile "Arbeitslosenversicherung" der Lohnabrechnung mit auf der Schippe, ohne daß diese auch nur einen Finger krumm machen müssen für dieses Sozialgeld.
Zugegeben, es ist auch eine Versicherung und es kann durchaus sein, daß ein gut bezahlter Facharbeiter zwei Hartz 4- Empfänger mit ernährt.
Gesamtgesellschaftlich wäre es eben doch sinnvoller, diesen Sozialgeldbezieher in die Produktionsabläufe einzubeziehen, das hat man je schon begriffen, indem man Programme wie 50+ oder Ein- Euro- Jobs schafft, jetzt mal abgesehen vom sachlichen Hintergrund dieser Maßnahmen, es passiert hier nicht mehr und nicht weniger als die Erkenntnis, daß Teilhabe an der Wertschöpfung (jeder nach seinen Fähigkeiten....) eine enorme Bedeutung für das Funktionieren einer Demokratie hat, egal auf welchem Niveau diese Teilhabe stattfindet.
Ich kann mich sehr wohl daran erinnern, wie frustriert ich war als z.B. die Schneewache der DR auch dann eingeteilt war, wenn kein Schnee fiel und die nächtelang auf dem Rangierbahnhof eine ruhige Kugel schieben konnten während Hackel einen Zug nach dem anderen auf den Ablaufberg zu ziehen hatte.
An anderen Tagen sah ich die Bahnmeistereileute wieder, wenn sie bei 30 Grad im Schatten Schotter zogen, während Hackel auf seiner klimatisierten 143er den Nahverkehrszug nach Nordhausen brachte.
Niemals werde ich das Bild der zwei Mittfünfziger aus der Hochbaumeisterei vergessen, die unter der Linde am Bahnsteig saßen, wann immer ich dort lang kam, die hatte ich niemals wirklich arbeiten sehen.
Ich glaube die mußten immer die Akkus aus unseren Handlampen aufladen und nicht mal die haben sie vom Bahnbetriebswerk abgeholt oder zurück gebracht, trotzdem war einer von denen ehrenamtlicher Betreuer der Ortsgruppe der Anglerjugend eines Nachbarortes und dort sehr engagiert.
Und der war desalb so engagiert, weil er sich einerseits auf Arbeit ausruhen konnte und andererseits einen Rest Würde behalten konnte, da er trotz einer katastrophalen Produktivität in den Arbeitsprozeß integriert war.
Zwar hatte Hackel eine größere Produktivität, war dafür aber ehrenamtlich außerhalb der Arbeitsstelle kaum in Erscheinung getreten und damit für die Gesellschaft bestenfalls nur genauso nützlich wie der Akkuauflader.
Leben und Leben lassen, so würde ich das heute nennen und vor allem den Blick fürs Ganze behalten, vielleicht ist es das, was die nachträgliche Bilanz für viele DDR-Bürger nachträglich so aufwertet.
Heute gibt es übrigens niemanden mehr, der sich um die Angeljugend kümmert, trotz massenhafter Frührentner, Arbeitsloser und fitter Ruheständler, es lohnt sich, darüber nachzudenken....






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#91

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 19:49
von Gelöschtes Mitglied
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Das war mal ein sehr treffender Beitrag, wo ich zwar noch einiges ergänzen kennte/wollte, aber es ist absolut richtig.
Ich wollte, mehr Menschen würden derartig denken.


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#92

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 19:52
von PF75 | 3.292 Beiträge

Zitat von glasi
es könnte ja mal jeder schreiben wie es ihm nach 1989 ergangen ist. ob er sich PERSÖNLICH verbessert hat oder nicht. weil ich kann mir gut vorstellen denen es besser geht sind die größten nörgler. bin mal gespannt. lg glasi



was ist " persönlich besser"? Das ist doch auch so ein Streitthema,es kommt doch immer darauf an wie habe ich zu diesem Staat gestanden und was ist mir persönlich wichtiger ( reisen oder soziale sicherheit oder ähnliche vergleiche)
Man könnte es vieleicht so ausdrücken es geht uns nicht schlecht aber besser wärw auch nicht schlecht.
Hackel 39 hat auch einen guten beitrag zu dem Thema abgeliefert.


zuletzt bearbeitet 16.06.2011 19:53 | nach oben springen

#93

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 20:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sortca52
Genau wie diejenigen welche in "ihrer" DDR nix weiter gelernt haben als andere zu bespitzeln und jetzt der guten alten Zeit hinterherweinen statt mal langsam aber sicher anzufangen zu lernen.



Ich liebe solche qualifizierten Aussagen, zeugen sie doch von einer sehr differenzierten und offenen Weltsicht. Ich denke gerade darüber nach was man noch alles so lernen sollte und wer vom angesprochenen Personenkreis sich hier schon einmal über seine pers. Verhältnise beklagt hat bzw. sich als Verlierer des Anschluss sehen sollte? Eventuell zeigst Du mir die Stelle mal, man kann ja nicht immer alles lesen.



P.S. Ach ja zum lernen nutze ich oft die modernen Medien, da findet man auch von westlicher Seite interessantes über das heutige System um sich besser zurechtzufinden...

...ich kann ja sonst nichts


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#94

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 21:37
von sortca52 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Ich liebe solche qualifizierten Aussagen, zeugen sie doch von einer sehr differenzierten und offenen Weltsicht. Ich denke gerade darüber nach was man noch alles so lernen sollte und wer vom angesprochenen Personenkreis sich hier schon einmal über seine pers. Verhältnise beklagt hat bzw. sich als Verlierer des Anschluss sehen sollte? Eventuell zeigst Du mir die Stelle mal, man kann ja nicht immer alles lesen.



P.S. Ach ja zum lernen nutze ich oft die modernen Medien, da findet man auch von westlicher Seite interessantes über das heutige System um sich besser zurechtzufinden...

...ich kann ja sonst nichts




Ich kann mich nicht erinnern jemanden persönlich angesprochen zu haben, das mal dazu.
Aber wenn Du so gelehrig bist, dann sollte Dir ein alter Spruch (der schon bekannt war lange bevor es die modernen Medien gab) geläufig sein, der da lautet :

Wem die Jacke paßt der zieht sie sich an, in Deinem Falle könnte man auch sagen: Getroffene Hunde bellen.

Also den Ball mal schön flach halten, ich habe nie behauptet das ein gewisser Feliks D. nix anderes gelernt hat als ........
Wenn er sich bei dem von ihm zitierten Satz angesprochen fühlt ist es allein seine Sache.


Was die Frage angeht ob es mir jetzt besser geht ? Ich beantworte diese Frage eindeutig mit JA. Es gab in meinem Leben 2 Ereignisse die dieses mein Leben und dessen weiteren Verlauf negativ beeinflußt haben. Beide waren nur durch die real in der DDR existierenden Verhältnisse so in dieser Form möglich.Eines davon ereignete sich sogar als es diesen Staat schon lange nicht mehr gab. Das war an dem Tag als ich meine Stasiakte in Händen hielt und feststellen mußte das mich meine eigene Frau jahrelang bespitzelt hat und ich es nur dem Umstand das sich einige Leute in einem gewissen Ministerium mit Sitz in Straußberg mir gegenüber verpflichtet fühlten zu verdanken hatte nicht "zur Klärung eines Sachverhaltes" antreten zu dürfen.
Gut 1 Tag nach diesem Ereignis hab ich die Scheidung eingereicht, was wiederum (im Nachgang betrachtet) eine der besten Entscheidungen war die ich je getroffen habe. Weil auch dadurch bedingt geht es mir heute besser.
Von der Seite betrachtet war dieses Ereignis also dann doch wieder nicht sooooo negativ, was aber noch lange kein Grund für mich ist dieser DDR nach zu weinen.
Ein Staat dessen Machthaber solche Sachen abziehen nur um an selbiger zu bleiben hat für mich jegliche Existenzberechtigung verwirkt.

Noch was :
Irgenwo weiter oben fiel mal die Bemerkung "nix am Hindukush zu verteidigen" oder so ähnlich. Glaubt denn hier einer ernsthaft das Erich & Co. nicht hätten die NVA losgeschickt wenn Breshnew gesagt hätte ---- erfüllt mal eure Bündnispflichten ???
Außerdem gab es auch Auslandeinsätze, die nebenbei auch sehr viel Geld gekostet haben. Nur durfte das eben keiner wissen und wurde dementsprechend totgeschwiegen. Davon hat nicht mal die ansonsten allwissende Gemeinschaft der Tschekisten was mitbekommen, da waren nämlich keine Leute von denen dabei. Wozu auch ? Die wären dort nur Störfaktoren gewesen die im Endeffekt dafür gesorgt hätten das mehr Leute davon Wind bekommen hätten als für die Sache gut war. Und am Verlassen der DDR brauchten sie dort ja auch niemand hindern, die Jungs waren nämlich schon draußen.


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#95

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 21:52
von marc | 566 Beiträge

Zitat von sortca52


....Außerdem gab es auch Auslandeinsätze, die nebenbei auch sehr viel Geld gekostet haben. Nur durfte das eben keiner wissen und wurde dementsprechend totgeschwiegen...



Welche Auslandseinsätze meinst du, etwa die in Angola, Äthiopien und Moçambique, oder andere?



zuletzt bearbeitet 16.06.2011 21:59 | nach oben springen

#96

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 16.06.2011 22:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von sortca52

Zitat von Feliks D.
Ich liebe solche qualifizierten Aussagen, zeugen sie doch von einer sehr differenzierten und offenen Weltsicht. Ich denke gerade darüber nach was man noch alles so lernen sollte und wer vom angesprochenen Personenkreis sich hier schon einmal über seine pers. Verhältnise beklagt hat bzw. sich als Verlierer des Anschluss sehen sollte? Eventuell zeigst Du mir die Stelle mal, man kann ja nicht immer alles lesen.



P.S. Ach ja zum lernen nutze ich oft die modernen Medien, da findet man auch von westlicher Seite interessantes über das heutige System um sich besser zurechtzufinden...

...ich kann ja sonst nichts




Ich kann mich nicht erinnern jemanden persönlich angesprochen zu haben, das mal dazu.
Aber wenn Du so gelehrig bist, dann sollte Dir ein alter Spruch (der schon bekannt war lange bevor es die modernen Medien gab) geläufig sein, der da lautet :

Wem die Jacke paßt der zieht sie sich an, in Deinem Falle könnte man auch sagen: Getroffene Hunde bellen.

Also den Ball mal schön flach halten, ich habe nie behauptet das ein gewisser Feliks D. nix anderes gelernt hat als ........
Wenn er sich bei dem von ihm zitierten Satz angesprochen fühlt ist es allein seine Sache.


Was die Frage angeht ob es mir jetzt besser geht ? Ich beantworte diese Frage eindeutig mit JA. Es gab in meinem Leben 2 Ereignisse die dieses mein Leben und dessen weiteren Verlauf negativ beeinflußt haben. Beide waren nur durch die real in der DDR existierenden Verhältnisse so in dieser Form möglich.Eines davon ereignete sich sogar als es diesen Staat schon lange nicht mehr gab. Das war an dem Tag als ich meine Stasiakte in Händen hielt und feststellen mußte das mich meine eigene Frau jahrelang bespitzelt hat und ich es nur dem Umstand das sich einige Leute in einem gewissen Ministerium mit Sitz in Straußberg mir gegenüber verpflichtet fühlten zu verdanken hatte nicht "zur Klärung eines Sachverhaltes" antreten zu dürfen.
Gut 1 Tag nach diesem Ereignis hab ich die Scheidung eingereicht, was wiederum (im Nachgang betrachtet) eine der besten Entscheidungen war die ich je getroffen habe. Weil auch dadurch bedingt geht es mir heute besser.
Von der Seite betrachtet war dieses Ereignis also dann doch wieder nicht sooooo negativ, was aber noch lange kein Grund für mich ist dieser DDR nach zu weinen.
Ein Staat dessen Machthaber solche Sachen abziehen nur um an selbiger zu bleiben hat für mich jegliche Existenzberechtigung verwirkt.

Noch was :
Irgenwo weiter oben fiel mal die Bemerkung "nix am Hindukush zu verteidigen" oder so ähnlich. Glaubt denn hier einer ernsthaft das Erich & Co. nicht hätten die NVA losgeschickt wenn Breshnew gesagt hätte ---- erfüllt mal eure Bündnispflichten ???
Außerdem gab es auch Auslandeinsätze, die nebenbei auch sehr viel Geld gekostet haben. Nur durfte das eben keiner wissen und wurde dementsprechend totgeschwiegen. Davon hat nicht mal die ansonsten allwissende Gemeinschaft der Tschekisten was mitbekommen, da waren nämlich keine Leute von denen dabei. Wozu auch ? Die wären dort nur Störfaktoren gewesen die im Endeffekt dafür gesorgt hätten das mehr Leute davon Wind bekommen hätten als für die Sache gut war. Und am Verlassen der DDR brauchten sie dort ja auch niemand hindern, die Jungs waren nämlich schon draußen.




Nun der mit dem Hindukusch war ich und Auslandseinsätze der NVA hat es weder in Afrika noch sonst wo gegeben, zumindest nicht in der Qualität wie heute, wo überwiegend konsumindizierte Gründe oder fehlende Kamaradschaft im Arbeitsalltag junge Leute dazu veranlassen, für einen Haufen Geld, das man nirgendwo sonst verdienen kann, sich in ein solch fragwürdiges Heer einzureihen.
In einem Beitrag der extrem DDR- kritischen Zeitschrift "Horch und Guck" wurde von jahrelang recherchierenden Redakteuren definitiv ausgeschlossen, daß die NVA beispielsweise in Afrika irgendwelche Militäreinsätze geführt hätte, man hat zwar mit Technik ausgeholfen und in der DDR möglicherweise Terroristen und Angehörige von arabischen Streitkräften ausgebildet, niemals aber Personal in Kriegsgebiete delegiert.
Die Enttäuschung über die Fehleinschätzung, die Du mit Deiner Frau getroffen hast, hat nichts mit dem Sozialismus zu tun, wenngleich das schon außerordentlich hart ist und mir persönlich leid tut, die Kausalkette beginnt mit Sicherheit aber schon vor dem ersten Termin mit ihrem Führungsoffizier.
Ein solcher Verrat offenbart menschliche Abgründe, die es überall gibt und vielleicht hat er auch private Gründe gehabt, zumindest hatte ich einmal einen Roman aus dieser Zeit gelesen, wonach der Empfänger der Spitzelinformationen als deren Liebhaber auch mehr als verräterische Informationen erhalten hatte.
Kurz und knapp, solche Gründe überzeugen mich nicht, die DDR- Vergangenheit mit doppelrot- negativ zu bewerten, ich bin mir aber sicher, daß Leute mit Recht voller Haß auf ihr Vaterland zurück blicken, so z.B. enteignete und schikanierte Selbstständige, Vordenker, die im Rahmen der durchaus vorhandenen Möglichkeiten ausgetretene Pfade verlassen wollten um eigene Ideen für einen lebenswerten Alltag auszuprobieren und von bornierten Parteibonzen zurückgepfifffen wurden, weil die nicht verstanden worum es ging.
Ich denke an die Kirchengruppen, die sich nicht von der SED vereinnahmen lassen wollten und den Pazifismus propagiert hatten, die hätte man doch einfach nur in Ruhe lassen sollen.
Allerdings muß ich aus meinem persönlichen Erfahrungen als ehrenamtlicher Jugendfunktionär (der Ebene eines Kleinbetriebs) konstatieren, daß die kaum zu einem Dialog auf Augenhöhe bereit waren, die nahmen sich sehr wichtig und taten immer recht geheimnisvoll.
Echte Opfer waren auch Jugendliche, die allein wegen ihres Aussehens von der Staatsmacht sinnlos angegangen wurden, auch die hätte man einfach nur in Ruhe lassen sollen, solange sie ihre Arbeitsverträge erfüllten und ihren Frust nicht am Volkseigentum ausließen.
Trotz allem waren das aber Minderheiten, so daß für viele durch eigenes Erleben (als Erwachsener) zur Mitsprache qualifizierte Mitbürger der DDR- Biografieanteil eben doch positiv war.



zuletzt bearbeitet 16.06.2011 22:51 | nach oben springen

#97

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 00:51
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Pit 59
[blau]Bis zur Wende (Gott sei Dank) habe ich in einem Betrieb als Dreher gearbeitet welcher Bügelmaschinen Herstellte,254 Betriebsangehörige und davon 51 Produktionsarbeiter.Kann mir mal einer Erklären wie das Funktionieren soll ?




Wir haben auf dem Bau oft Steine gestapelt weil wir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht arbeiten konnten, oft tagelang. Die Steine wurden von der Ladefläche abgekippt - nicht wie heute auf Paletten - davon war dann halt die hälfte kaputt. Egal, der nächste LKW kommt bestimmt...


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#98

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 04:47
von Lebowski | 61 Beiträge

Zitat
Trotz allem waren das aber Minderheiten, so daß für viele durch eigenes Erleben (als Erwachsener) zur Mitsprache qualifizierte Mitbürger der DDR- Biografieanteil eben doch positiv war.



Diese Minderheiten sind mehrheitlich Ende der Achtziger auf die Straße gegangen und haben letztendlich dafür gesorgt das dieses Experiment des real existierenden Sozialismus endlich endete.

Mitspracherecht in der DDR? Es gibt da einen gewaltigen Unterschied zwischen Mitsprechen oder Nachsprechen. Die DDR war ein Staat der Lemminge, es gab neutrale Lemminge und rote. Die roten Lemminge achteten darauf das die neutralen Lemminge immer schön dem Oberlemming (genau so wie im Spiel) hinterher marschierten und dabei alles nachplapperten was man ihnen vorgab. Nur wurde der Weg immer schwieriger, bald erkannten die neutralen Lemminge das sie zwar auf dem richtigen Weg, aber in die falsche Richtung waren.

Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Letztendlich siegte die Vernunft, selbst ganz dunkelrot eingefärbte Lemminge in hohen Positionen erkannten die ausweglose Situation. Einige von ihnen zogen sich ganz schnell Tarnkappen über und erschienen ab dann neutral.

Abschließend kann ich nur vermuten das Leute die diesem Staat hinterher trauern sich in Positionen befunden haben müssen aus denen sie gewisse Vorteile schöpften was für sie das triste Leben in der DDR lebenswert machte, auch wenn eingesperrt.

Nachvollziehbar ist es für mich nicht.

Lebo


Wer interessieren will, muss provozieren.


Salvador Dali
zuletzt bearbeitet 17.06.2011 05:42 | nach oben springen

#99

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 06:08
von sortca52 (gelöscht)
avatar

man hat zwar mit Technik ausgeholfen und in der DDR möglicherweise Terroristen und Angehörige von arabischen Streitkräften ausgebildet, niemals aber Personal in Kriegsgebiete delegiert.

Nur gut das du das sooo genau weißt.


Abschließend kann ich nur vermuten das Leute die diesem Staat hinterher trauern sich in Positionen befunden haben müssen aus denen sie gewisse Vorteile schöpften was für sie das triste Leben in der DDR lebenswert machte, auch wenn eingesperrt.


OK ich geb´s zu bis 1985 (man beachte das Jahr 85 nicht 89) war ich gewissermaßen auch in einer solchen Position.Ich wußte viel, konnte viel und machte dementsprechend auch viel. Hatte dadurch natürlich auch gewissen Vorteile die das Leben zumindest etwas angenehmer machten und ich z.B. auch vor HuK meine Ruhe hatte. Dann hatte der Mohr seine Schuldigkeit getan, nur gehen durfter er nicht. ABER der Mohr begann zu denken, auch mal NACHzu denken. Er erkannte alsbald WAS da für ein Spiel gespielt wurde und zog seine persönlichen Konsequenzen aus der Sache.

Na was soll´s der Mohr ist jedenfalls froh mit einigermaßen heilen Knochen aus der Sache raus gekommen zu sein und will alles nur nicht back to the GDR.


zuletzt bearbeitet 17.06.2011 06:11 | nach oben springen

#100

RE: die ddr ging unter und eine lüge nam ihren lauf.

in Das Ende der DDR 17.06.2011 06:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Das neu entdeckte Selbstbewusstsein der neutralen Lemminge erschrak die roten Lemminge welche mit dem Gedanken spielten ob es aus Sicht der Machterhaltung sinnvoll wäre die neutralen Lemminge einfach nieder zu schiessen.

Selten solchen Unsinn gelesen! Wo sind die Belege für entsprechende Überlegungen?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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