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#81

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 19.06.2011 10:41
von bruno | 598 Beiträge
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Zitat von rustenfelde

Zitat von Granate
hey an alle. na logo hat jeder diesen gedanken gehegt der am letzden zaun gestanden hat. was wenn ich drüber steige,weil der zaun schon fast von alleine umviel. mein alter herr war damals in west-berlin und ich durfte eine woche nicht an den kanten. wenn ich gewollt hätte,einen schritt und der osten währe mich losgewesen.



Also bei uns waren die Grenzalagen, nicht in dem Zustand " das sie von selbst umfallen"
Ja beim Werra- Hochwasser im Frühjahr 1980, da hat es bei Lindewerra einige 100 Meter Zaun I weggespühlt. Trotzdem hatte ich nicht
aus schon genannten Gründen, je einen Gedanken dran.

Gruß RF





mir ging es genauso, frau und kleine tochter gehabt, ich wäre ja blöd im westen geworden!


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#82

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 20.06.2011 09:00
von 94 | 10.900 Beiträge | 226 Punkte
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Keine Fluchtgedanken? Wenn ich so die letzten Beiträge lese, hmm ...
Mir fällt (fast) spontan Faust Vers 765 ein *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#83

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 20.06.2011 09:38
von eisenringtheo | 9.466 Beiträge | 234 Punkte
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Es ist die Rede von "Fluchtgedanken", d.h. Gedanken über das Verlassen der Heimat und der Verwandten und Bekannten für immer. Die wird schon nicht jeder gehabt haben. Davon sind zu unterscheiden die Überlegungen, wo und wie man die Grenze am einfachsten überwinden kann, wenn man selber oder jemand anderes es wollte. Inbezug auf den Abschnitt, wo man Dienst tat, gehörten Überlegungen zu möglichen GVungen und deren Abwehr wohl sogar zum taktischen Verhalten.
Theo


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#84

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 20.06.2011 10:00
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Dazu sollte man dann aber das Zwiedenken beherrschen *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 10.08.2011 18:02
von ahlbecker (gelöscht)
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fluchtgedanken waren immer da. ich hatte mindestens fünf kumpels die mitgegangen wären. das wäre bei uns zu 99% sicher gewesen. wenn wir am tag die hunde an der trasse versorgt haben waren es ja nur 30m bis zum zaun. da hätte man ohne den stacheldraht zu berühren an vielen stellen durchkriechen können. ich war ledig und mit meiner Ausbildung fertig. warum bin ich nicht gegangen????? freunde, familie, heimat verlassen, alles nur damit es mir wirtschaftlich besser geht???? unfrei habe ich mich bis zur wende auch nicht gefühlt. nein ich bin ganz froh, dass ich hier geblieben bin. aber die gedanken waren immer da.
die gedanken von ek40 kann ich gut zustimmen


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#86

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 10.08.2011 22:43
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Ofw
Wir waren damals immer zu dritt oder viert unterwegs wenn Störungen im GMN waren. Dann mussten wir von Kabelschacht zu Kabelschacht durchklingeln wo der Fehler steckt.
Zwei Mann im Schacht, einer draußen zur "Grenzsicherung". Als ich mal draußen stand ist mir dann scherzhaft so ein Spruch rausgerutscht.
"Wenn ich jetzt den Deckel über den Schacht ziehe dann könnte ich ja abhauen."
Oh Gott sind die blass geworden im Schacht da unten, jeder der so einen Deckel schon mal angehoben hat weiss wie schwer der ist.
Das schaffen nur zwei Kerle zusammen.
Der Spruch war ohne darüber nachzudenken einfach so rausgerutscht, ich war erst vor ein paar Wochen von Perleberg gekommen.
Anschließend haben die mich zusammengefalten, ich Uffz und die Beiden Uffz und Sld.
Aber die hattens nur gut gemeint, dass so ein Scherz gewaltige Folgen haben kann für mich.
Hatte aber kein Nachspiel, keinet hatte geplaudert und ich was ganz wichtiges gelernt. Einfach mal das Maul halten.
Ofw



Jojo Ofw....
nur gut,das hier ab und an die ernste Realität erwähnt wird.
Nicht mal aus "Geikel" sollten Einem diese Worte öffentlich über die Lippen rauschen.
Wenn hier Leuts schreiben,alles kein Problem....dann müssen das andere Zeiten gewesen sein.
Danke für diese Schilderung!
Gruss BO


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#87

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 10.08.2011 22:51
von TOMMI | 2.144 Beiträge | 263 Punkte
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Zitat von Ofw
Wir waren damals immer zu dritt oder viert unterwegs wenn Störungen im GMN waren. Dann mussten wir von Kabelschacht zu Kabelschacht durchklingeln wo der Fehler steckt.
Zwei Mann im Schacht, einer draußen zur "Grenzsicherung". Als ich mal draußen stand ist mir dann scherzhaft so ein Spruch rausgerutscht.
"Wenn ich jetzt den Deckel über den Schacht ziehe dann könnte ich ja abhauen."
Oh Gott sind die blass geworden im Schacht da unten, jeder der so einen Deckel schon mal angehoben hat weiss wie schwer der ist.
Das schaffen nur zwei Kerle zusammen.
Der Spruch war ohne darüber nachzudenken einfach so rausgerutscht, ich war erst vor ein paar Wochen von Perleberg gekommen.
Anschließend haben die mich zusammengefalten, ich Uffz und die Beiden Uffz und Sld.
Aber die hattens nur gut gemeint, dass so ein Scherz gewaltige Folgen haben kann für mich.
Hatte aber kein Nachspiel, keinet hatte geplaudert und ich was ganz wichtiges gelernt. Einfach mal das Maul halten.
Ofw



Owei owei, das hätte ins Auge gehen können.
Wenn Du es noch nicht kennst: Les Dir doch mal den Beitrag "Eine Fahrt nach Erfurt" in Thread "Grenzertagebuch durch. Da steht,
was ein unüberlegter Spruch für Folgen haben konnte, wenn er in die falschen Ohren gelangte.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


zuletzt bearbeitet 10.08.2011 22:54 | nach oben springen

#88

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 11.08.2011 22:33
von GroßGlückow90 (gelöscht)
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Also Gedanken ans Abhauen kamen in so manchem Nachtdienst, aber genauso wie die Gedanken wie es wäre das Magazin leer zu ballern. Das waren meist Gedanken um den Schlaf zu überlisten. Man hatte Familie, die dann gewisse Repressalien über sich hätte ergehen lassen müssen. Wir sind in der DDR aufgewachsen und kannten es nicht anders. Meine Uroma aus Westdeutschland sagte mir immer, im Westen ist nicht alles Gold was glänzt wenn wir Westfernsehen guckten (hat sich ja auch bewahrheitet). Als ich dann meine spätere Frau kennenlernte hatte sich das sowieso erledigt.


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#89

RE: Fluchtgedanken an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 16.11.2016 20:14
von Abruhender | 7 Beiträge
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Zitat von Greso im Beitrag #63

Zitat von Schreiberer

Zitat von Greso
Hallo nochmal Schreiber,habe mal dein Provil gelesen und da war doch alles klar.
Du wurdest ja zum Ende der DDR eingezogen und da wurde gefragt,wo jeder hin möchte...
Gruß Greso

Hallo Greso,

also ich kenne einige, die lange vor der Wende auch zur Grenze kamen, wenn sie es wollten . Sicher nicht alle aber auf keinen Fall wollte ich nach Eggesin. Dort war mein Cousin und wurde richtig fertig gemacht ohne zu übertreiben. Das wollte ich auf gar keinen Fall erleben und habe mich richtigerweise dafür entschieden , zu den GT zu gehen.Mfg der Schreiberer





Hallo Schreiber, auch ich war in Eggesin(im Winterlager,der Schnee war meterhoch,waschen unterm Himmel und die GeschäfteG auf Donnerbalken)aber wir waren jung und kernig. OK. das war 1965 und wir habe es überlebt.
Gruß Greso

Mfg der Schreiberer



[/quote]
Guten Abend Greso,
du schreibst vom Winterlager in Egessin. Vermutlich war das in der Zeit der Grundausbildung, also im ersten Halbjahr.
Auch mir ging es so. Von der GAK Johanngeorgenstadt (oberes Objekt) ging es März 69 mit der DR quer durch die DDR nach Hintersee bei Eggesin ins W.-lager. Ich habe die Mannschaftszelte, den Kanonenofen und die gemeinsame, erhöhte, mit Strohsäcken abgedeckte,Holzpritsche noch in Erinnerung. Was waren das für Zeiten. Ich habe alles gut überstanden und bin davon nicht dümmer geworden.
Grüße
Abruhender



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