#21

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 06.06.2011 21:46
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von S51

Zitat von Polter
[...

Aber richtige Scheiben, ich meine so mit Bildern:

/link http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,766500,00.html

da gibt sich der Soldat doch Mühe!



Auf "richtige Scheiben", sprich Ringscheiben mit abzählbaren Treffern habe ich bei GT als Uffz-Schüler und später Uffz nur für die Schützenschnur bzw. Vorbereitung darauf, mit dem SWD und der Pistole geschossen. Selbst die Übung für die Schützenschnur wurde irgendwann so um 1984 auf Klappscheiben (150 m laufende Scheibe mindestens vier von fünf, glaube ich) reduziert.
Deshalb auch meine Einschränkung weiter oben. Das normale Schießen, ob Einzelübung, Gruppen- oder Zugübung lief auf Klappscheiben und bei den Dingern war es ziemlich egal, aus welcher Richtung und wie sie getroffen wurden. Wie sie ausgelöst haben, ob mit Schallgeber oder Erschütterungsgeber, weiß ich, da kein Waffen-Uffz, nicht (mehr). Es ist mir tatsächlich entfallen. Sie bestanden aus Metall/Blech und waren aber tatsächlich oft so durchlöchert, dass ich mich gefragt habe, womit die wohl auf´s Umkippen überrredet wurden. Da muss schon so manche Murmel ohne Aufenthalt einfach durch sein.
Jedoch selbst bei den Ringscheiben wurde gemauschelt. Während der Uffz-Schule habe ich es durchaus erlebt, dass bei einem guten Schützen nur vier Treffer drauf waren (hat bei 9 und gar 10 dicke gereicht) aber beim Nachbarschützen sechs oder sogar mal sieben Löcher waren. Ist besonders beim Pistolenschießen gerne passiert. Man musste eine bestimmte Ringzahl erreichen (Vorschriftenkenner, bitte: waren es acht oder zwölf Ringe?) und wenn man "sicher" war, hat man eben auf die Nachbarscheibe gesemmelt. Meistens die links daneben, weil das weniger auffiel. Wenn der das nicht mitschnitt, konnten schon mal ulkig viele Löcher drauf sein. Kein Problem, es zählten ja immer die höheren Ringzahlen und vielleicht hatte ja mal jemand etwas nicht richtig abgeklebt? Die Grunderfüllung war aber wichtig, weil man sonst als GAK nicht mehr mit der Pistole rausgedurft hätte. Das galt für die Standortstreife meines Wissens auch. Hieß es zumindest. Da hat man sich schon mal geholfen.





Hallo S51...

Die Resonanzauslösung (dieser war am unteren Ende der Scheibe also keine Ringscheiben,hinter der "Deckung"wo auch die Steuergeräte in denen die Scheiben eingespannt waren standen angebracht.
Ein etwa 10 cm langes Biemetallartiges Teil,verbunden mit dem Translogbaustein des Steuergerätes 12/24 Volt Spannung,da frei zugänglich ausgestattet.
Durchschlug ein Projektiel die aus Blech bestehende Scheibe,gabs eine Vibration die ausreichte um das Treffersignal auszulösen und das Steuergerät legte die Scheibe um.
Dies war das alte Systhem.Hierbei spielte es auch keine Rolle obPlastekern oder Stahlkern...oder ob gegebenenfalls Sand Steine etc.
bei einem zu kurzen Schuss gegen die Scheibe flogen.
Auslöser so oder so.
Man hätte auchmit Steinen werfen können.
In den siebzigern wurde es dann besser.
Blechscheibe mit Kontaktfolie beklebt in der eine Alluminiumfolie verbaut war.
Trefferauslösung bei Durchschlagen der Scheibe,kurzer Kontakt zwischen Blechscheibe und Metallfolie....verstärkt durch einen Verstärkerbaustein...weil eben sehr kurz und dann klappte die Scheibe ab.
Die Scheibe war eingespannt in eine Spannvorrichtung am Steuergerät und wurde durch ein eingebautes Gestänge mit kleinem Elektromotor umgelegt.

Zu den "Schummelbaronen"sei nur so viel gesagt.
Es gab eine "sogenannte doppelte Buchführung"bei bestimmten Ausbildungsabschnitten.
Die OOffz.Ausbildung waren auch nicht dumm,die realen Ergebnisse wurden direkt an diese "Abteilung"geleitet.
Nicht immer aber öfters.

Bei den seit den siebziger Jahren eingeführten Steuerpulten auf den FLTs war eine effektive Kontrolle auch überhaupt kein Problem.
Das mal kurz dazu.

Beste Jrüsse


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#22

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 06.06.2011 22:49
von Büdinger | 1.503 Beiträge

Zitat von S51
... Auf "richtige Scheiben", sprich Ringscheiben mit abzählbaren Treffern habe ich bei GT als Uffz-Schüler und später Uffz nur für die Schützenschnur bzw. Vorbereitung darauf, mit dem SWD und der Pistole geschossen. Selbst die Übung für die Schützenschnur wurde irgendwann so um 1984 auf Klappscheiben (150 m laufende Scheibe mindestens vier von fünf, glaube ich) reduziert. ...



Hallo S51 ,

ich möchte noch einmal auf das Schießen auf Ringscheiben zurückkommen.

Für jeden neueinberufenen Soldaten war das erste Schießen mit scharfer Munition die Grundübung MPi:

- 3 Patronen
- Entfernung 100 m
- 10er-Ringscheibe
- Anschlag liegend aufgelegt (mit Sandsäcken)

Bei uns wurde es so gehandhabt, dass der Schütze mit dem besten Ergebnis (oder waren es 30 Ringe?) mit einem Tag Sonderurlaub belobigt wurde.

Im übrigen war es für die Ausbilder durch die ständige Rennerei (100 m hin und zurück) etwas stressig.

Alle anderen (normalen) Übungen wurden dann auf Klappscheiben (liegend, knieend, stehend, sMG - was gab es noch?) absolviert.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#23

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 07.06.2011 22:56
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Gab es auch schon technische Hilfsmittel, die das Schiessen und die Kontrollen erleichterten? Bei uns in der Schweiz muss von den Wehrpflichtigen bekanntlich bis zum 34. Altersjahr (früher bis 40) im örtlichen Schiessverein das obligatorische Programm geschossen werden. Wer die Mindesttrefferanzahl nicht schafft, wird von der Armee zu einem eintägigen Reservekurs aufgeboten. Früher wurde da viel betrogen, weil es für die militärische Karriere der Schützenmeister nicht förderlich ist, wenn sie zu viele Nieten im Kurs haben. Dank elekronischer Trefferanzeige kann heute kaum mehr betrogen werden.
Theo


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#24

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 07.06.2011 23:09
von S51 | 3.733 Beiträge

Also theoretisch schon möglich.
So gab es beispielsweise in Berlin-Lichtenberg im Revier Hans-Loch-Str. einen Pistolenschießstand, wo schon aus Platzgründen immer nur einer schießen konnte. Ziel war eine Leinwand, auf die das Ziel als Scheibe oder Film projiziert wurde. Nach dem Schuß hielt der Film an und der Treffer konnte ausgewertet werden. Da war kein Beschiß möglich.
Andererseits habe ich noch bis 1990 auf der Offiziersschule Aschersleben nach alter Art geschossen. Also auch allen "Möglichkeiten".
Bei GT war ich ja nur bis 1985 und da gab es keinerlei wirklich absolut wirksame Kontrolle. Die war wohl auch nie wirklich gewollt. Da haben immer alle "erfüllt", selbst wenn sie eigentlich nie die Scheibe getroffen haben...
Technisch jedoch war dies möglich, praktisch war die Technik flächendeckend nicht vorhanden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 07.06.2011 23:10 | nach oben springen

#25

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 09.06.2011 19:54
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Büdinger

Zitat von S51
... Auf "richtige Scheiben", sprich Ringscheiben mit abzählbaren Treffern habe ich bei GT als Uffz-Schüler und später Uffz nur für die Schützenschnur bzw. Vorbereitung darauf, mit dem SWD und der Pistole geschossen. Selbst die Übung für die Schützenschnur wurde irgendwann so um 1984 auf Klappscheiben (150 m laufende Scheibe mindestens vier von fünf, glaube ich) reduziert. ...



Hallo S51 ,

ich möchte noch einmal auf das Schießen auf Ringscheiben zurückkommen.

Für jeden neueinberufenen Soldaten war das erste Schießen mit scharfer Munition die Grundübung MPi:

- 3 Patronen
- Entfernung 100 m
- 10er-Ringscheibe
- Anschlag liegend aufgelegt (mit Sandsäcken)

Bei uns wurde es so gehandhabt, dass der Schütze mit dem besten Ergebnis (oder waren es 30 Ringe?) mit einem Tag Sonderurlaub belobigt wurde.

Im übrigen war es für die Ausbilder durch die ständige Rennerei (100 m hin und zurück) etwas stressig.

Alle anderen (normalen) Übungen wurden dann auf Klappscheiben (liegend, knieend, stehend, sMG - was gab es noch?) absolviert.

Gruß

Ricardo






at Büdinger,

so stimmts...das war die Grundübung AK 47...
fand in der Regel nach kurzem Aufenthalt an den MZG Geräten statt.

Die Aufzählung der Klappscheiben (Ziele) für die Waffe AK ist so ebenfalls korrekt.
Gruss BO


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#26

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 09.06.2011 20:55
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von S51
Also theoretisch schon möglich.
So gab es beispielsweise in Berlin-Lichtenberg im Revier Hans-Loch-Str. einen Pistolenschießstand, wo schon aus Platzgründen immer nur einer schießen konnte. Ziel war eine Leinwand, auf die das Ziel als Scheibe oder Film projiziert wurde. Nach dem Schuß hielt der Film an und der Treffer konnte ausgewertet werden. Da war kein Beschiß möglich.
Andererseits habe ich noch bis 1990 auf der Offiziersschule Aschersleben nach alter Art geschossen. Also auch allen "Möglichkeiten".
Bei GT war ich ja nur bis 1985 und da gab es keinerlei wirklich absolut wirksame Kontrolle. Die war wohl auch nie wirklich gewollt. Da haben immer alle "erfüllt", selbst wenn sie eigentlich nie die Scheibe getroffen haben...
Technisch jedoch war dies möglich, praktisch war die Technik flächendeckend nicht vorhanden.




Nun S 51,

zu den letzten Ausführungen muss ich Veto anmelden.
Es haben nicht immer alle erfüllt.
Es gab die Möglichkeit "Nachschiessen zulassen".
Wenns dann nix wurde,wars das eben.
Die Einen wollten vielleicht nichts treffen,Andere haben wirklich nicht das "Talent"dafür...völlig normal und realistisch.
Die KCs hatten die Möglichkeit und gemäss DV auf den Übungsplätzen das komplette Scheibenfeld vor Beginn auf Funktion zu testen.
Diese Geschichte war relativ einfach.
Alle Ziele aufklappen und es wurde ein sogenenntes "Anschneiden"ausgeführt.
Im Beisein des KCs wurde die Scheiben mittels Messer kurzer Kontakt hergestellt und das Ding musste umfallen.
Desweiteren waren im mittleren Bereich eines FLTs Beobachter eingesezt die die 5 Bahnen z.B. aus einigen Meter Höhe sehr gut im Blick hatten.
Dann liess sich nach absolvierter Übung mittels Kontrolltaste nach abgelaufenen ca 15/20Sek.einmaliges oder mehrmaliges Auftauchen der Ziele...je nach Übung...das Aufklappen der nicht getroffenen Ziele kontrollieren.
Einfache Nummer,Schulübungen hatten maximal 3 Ziele,die dann noch unterschiedlichen Verteilungen elektr.Ansteuerung zugeordnet waren.
Meines Wissens waren ab Ende der 70iger zumindest die technische Ausstattung(E Anlagen)im GK Süd..die wichtigenPlätze identisch ausgestattet.
Anderes Argument..aus Erinnerung waren sich nicht alle KCs immer "grün"wohl ebenfalls normal und was die Ergebnisse betraf,da hing für Jeden berufliches "Weiterkommen dran".
Hab mal nur für "den Böller"in etwa nachgerechnet.
Zu der Zeit noch 6 Monate Grundausbildung und mal nur 5 Monate angenommen.
Macht einen Durchlauf von 8 bis 11Tausend "Schützen"im Halbjahr....sicher mit unterschiedlichen Übungen,aber ein regelmässiges
"Schummeln" kann ich so nicht bestätigen.
Eher anders..korrekter.
Aber sei es drum.Jeder mag seine eigenen "Eindrücke"haben.
Gruss BO


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#27

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 21.08.2011 12:12
von Boelleronkel (gelöscht)
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....eigentlich dachte ich das der eine oder andere Uffz etc...hierzu ein paar Erinnerungen bringt,aber egel..
Eine Variante mit dem "Nachhelfen" besonders beim Nachtschiessen ging so.
Die KC,die Zugführer und Gruppenführer kannten Ihre "Schlummschützen" denn zum einen gabs "Trockentraining am MZG Gerät und erste Einführungen auf Ringscheiben.
Die meissten Übungen Nachts hat einen Munitionsverbrauch von 15/20 Patronen(Schulübungen genannt) mit ist aus meiner Zeit keine Übung bekannt ,wo jemals ein volles Magazin(30Schuss)zur Verfügung stand.
Wenn die ersten 5-6 Durchgänge fertig waren...das waren dann ca.30 Schützen,"fiel"bei Herstellung der Sicherheit an der Waffe immer etwas an Rest von Munition an.Mal Eine/Zwei,mal lud der Schütze die Waffe nochmal durch(bevor er das Magazin rausgenommen hatte),somit flog eine Patrone schon mal zur Seite auf den Boden.
Die "Sammler"so nannten wir die Personen von Aufsichtsführenden bei Nacht hatten somit eine kleine Reserve in den Beintaschen.
Meisst beobachtet wenn Diese ihre kleinen Zettel mit Stift(ihre eigenen Aufzeichnungen) gemeinsam mit den Patronen in den Hosen/Beintaschen"verschwinden"liesen.
Zum Ende hin ....bei den letzteren Durchgängen,war ein "Mehrvorhandensein"von Munition zu verzeichnen.
Gemeint ist....einige Auszubildende hatten mehr im "Lauf"als üblich und somit konnten auch bessere Ergebnisse erziehlt werden.
Wenn dann ein Schiessen vorbei war,legten die Aufsichtsführenden die Patronen eher an der Feuerlinie ab,als Sie in der Muniausgabe zurückrechnen zu lassen oder gar selbst zu "behalten".
Verschossen ist verschossen und somit weniger "Arbeit"für eine "Mutter der Kompanie"....
Für den "Spiess"einer Kompanie ein eher glücklicher Umstand...verschossen ist verschossen und somit weniger Schreibarbeit.
Morgens wurden diese "eingelagert" bis es mal ein "Böllerschiessen" gab oder diese entsorgt wurden.

P.S. Diese Variante allerdings nur mit Patronen.... bei RPGs und anderen schwereren Dingen gab es das Nicht!
Gruss BO


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#28

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 19:18
von ahlbecker (gelöscht)
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kann es sein dass ihr euch diese schummeltricks von den wirschafts erfolgen im Neuen Deutschland abgeschaut habt??????
meine einzelschuss scheibe war sauber und auch die kaffeeholer haben meinen angriff überlebt mir hat das nie geschadet


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#29

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 25.08.2011 22:59
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von ahlbecker
kann es sein dass ihr euch diese schummeltricks von den wirschafts erfolgen im Neuen Deutschland abgeschaut habt??????
meine einzelschuss scheibe war sauber und auch die kaffeeholer haben meinen angriff überlebt mir hat das nie geschadet




Kann es sein Aahlbecker...
das Du bei "Euch" und "Ihr" sprichwörtlich in die "Uzanga"gegriffen hast ?(Uzanga...sprichwörtlich für Schei...)
Besitze bitte die Freundlichkeit und unterlasse in Zukunft (zumindest für meine Person ,denn dies ist nur meine subjektive Meinung die hier steht) das in Verbindung bringen mit diesem Blatt.
Unabhängig davon,ist es auch natürlich nur meine Meinung,völlig unwichtig ob Deine "Scheib sauber gelieben" ist oder nicht.
Von diesen "Kandidaten"gabs Tausende und ebenso Tausende die Ihre "Scheiben " getroffen haben.
Weder sind die "Einen/Anderen "besser oder "Schlechter"als Du selbst.
In diesem Sinne
BO


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#30

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 00:06
von Mitläufer (gelöscht)
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Machen wir uns doch nichts vor, mit den meisten Knarren in den Ausbildungsregimentern konntest du höchstens einen verprügeln aber nur durch Zufall treffen. Die mir zugeteilte ging bei Oberkante Zielscheibe ca. fünf Meter vorher in den Dreck. OK das Wissen dazu reichte aus das ich mir meine Scheibe imaginär über die Eigentliche dachte und so ins Schwarze traf. Mein Zugführer der mein Rumgeballere beaufsichtigte runzelte arg die Stirn als er bemerkte das ich das Volkseigentum vor uns nicht beschädigte. Allerdings habe ich nach dem zweiten Schuß ganz vorsichtig gefragt ob er gesehen hätte wo die Mumpel eingeschlagen sei. Somit klappte das ganz gut . Der Kerl war am Ende wohl der Meinung das meine Knarre wohl zu den "bessseren" gehöre und wolte unbedingt seine Schießaufgabe damit absolvieren.
Mit dem Komentar "Mit dem Prügel kann kein Mensch schießen" bekam ich sie dan zurück.
Nagut für die Schützenschnur mit Anhängsel hat es dann doch gereicht.
Nur mit der Makarov konnte ich keinen Blumentopf gewinnen. Nach mehreren Warnschüssen wäre mir nur der gezielte Wurf geblieben.
Beim Gruppenschießen mit SPW sollte ich auf der dem B-Turm abgewandten Seite laufen und auf die dem SPW zugeachten Ziele schießen da unser Schütze im SPW einen absoluten Knick in der Optik hatte. Die Klappscheiben für den SPW konnte man tatsächlivh mit der MPi flachlegen.

MfG Andreas


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#31

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 08:39
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Wie präzise waren Eure Waffen eigentlich?
Ich erinnere mich, dass wir während meiner Dienstzeit (West) auch zwischendurch mit Beutewaffen (Ost) geschossen haben.
Es gab da eine NATO-Einheit, die mit sowas von Kaserne zu Kaserne tingelte, das entsprechende Material zur Verfügung gestellt hat, EIngewiesen hat und die Schießaufsicht übernommen hat.
Ich war kein schlechter Schütze, aber nachdem ich eine Weile AK47 geschossen hatte und die Streuung gesehen habe, hatte ich plötzlich viel weniger Angst. :-)
Ich glaube, bei Entfernungen über 200m brauchtest Du noch nichtmal mehr eine Deckung, wen Dir mit so einem Prügel einer gegenüberstand, oder?
Während ich mit meinem G3 auch auf 300m noch sehr gute Resultate erzielt habe, zumindest die Klappscheiben fielen grundsätzlich alle, sahst Du beim AK47 schon auf 200m die Dinger links und rechts in den Erdwall einschlagen, aber selten in der Mitte.

Gleiches galt für die Makarov. Ich habe mehrere ausprobiert, die Dinger waren ja gräßlich.
Mit meiner P1 saß auf 25m jeder Schuß, selbst auf (inoffizielle) 50m gab es respektable Ergebnisse.
Die Makarov hatte eine Streuung wie eine Spraydose, da saß schon bei 25m kein Treffer auch nur in der Nähe des anderen.
Die P1 schoß auch nicht Loch in Loch (besonders meine nicht, die hatte noch überschlagene Wehrmachts-Abnahmestempel), aber doch so gut, dass es problemlos für die Schützenschnur gereicht hat.

Oder hattet Ihr auch besseres Material?
Das, was wir da hatten, stammte aus sowjetischen Beständen, angeblich Beutematerial aus Afghanistan. Zumindest war alles kyrillisch beschriftet, sogar die Kisten, in die die Waffen verpackt waren.

Übrigens, das kleine Raketenabschußteil fand ich witzig (keine Ahnung, wie das hieß).
Ziemlich handliches Teil, vier Raketen drauf, ein längeres Kabel, dann eine Box mit einem Drehschalter für vier Stellungen und einem Feuerknopf. Da hast Du einfach das Abschußteil aufgestellt, bist in Deckung gegangen, so weit das Kabel reichte, hast jeweils den Drehschalter gedreht und den Knopf gedrückt, dann schoß der eine von den Raketen ab. Nicht besonders präzise, die Dinger flogen riesige Spiralen, aber das war so primitiv, dass es schon wieder genial war.
Wie hieß das Teil eigentlich?



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#32

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 09:24
von ahlbecker (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel

Zitat von ahlbecker
kann es sein dass ihr euch diese schummeltricks von den wirschafts erfolgen im Neuen Deutschland abgeschaut habt??????
meine einzelschuss scheibe war sauber und auch die kaffeeholer haben meinen angriff überlebt mir hat das nie geschadet




Kann es sein Aahlbecker...
das Du bei "Euch" und "Ihr" sprichwörtlich in die "Uzanga"gegriffen hast ?(Uzanga...sprichwörtlich für Schei...)
Besitze bitte die Freundlichkeit und unterlasse in Zukunft (zumindest für meine Person ,denn dies ist nur meine subjektive Meinung die hier steht) das in Verbindung bringen mit diesem Blatt.
Unabhängig davon,ist es auch natürlich nur meine Meinung,völlig unwichtig ob Deine "Scheib sauber gelieben" ist oder nicht.
Von diesen "Kandidaten"gabs Tausende und ebenso Tausende die Ihre "Scheiben " getroffen haben.
Weder sind die "Einen/Anderen "besser oder "Schlechter"als Du selbst.
In diesem Sinne
BO



entschuldige bitte aber was du mir wirklich sagen willst habe ich nicht begriffen


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#33

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 09:43
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@PzGrenWest

Man konnte mit einer KMS-72, wenn sie vernünftig von der Waffenwerkstatt eingestellt war, auf 300m ohne Probleme gut treffen, unter Beachtung der Schießregeln, wenn man wollte. Sicher gab es auch absolute Schießprügel unter den AKM/ KMS, meist allerdings wegen schlechter (evtl absichtlicher) Behandlung durch den Schützen, oder weil sie mal beim Fallen vom LKW oder dem BT einen Schlag abbekommen hatte.
Bei der Makarow muss ich dir zustimmen, da erreichte meist nur ständiges Üben oder sehr gute Schützen gute Ergebnisse beim Scheibenschießen. Es war allerdings eine Selbstverteidigungswaffe und dafür bis 25m völlig ausreichend.

Alles in allem waren die AKM oder KMS aus DDR-Produktion auf dem Weltmarkt wohl sehr gefragt, auch heute noch, wegen ihrer guten Qualität! Ich meine sogar bei den aktuellen Berichten aus Libyen mal wieder eine KMS-72 gesehen zu haben. Für die AK-74 gab die UdSSR der DDR keine Exportlizenz (warum wohl ), deshalb wurde in der DDR ab 1985, vor allem für den Export, die Wieger entwickelt. http://de.wikipedia.org/wiki/Wieger

Ich vermute, es wurden bei euch Beutewaffen aus sowjet. Produktion vorgeführt.

Könnte es sein, dass die entsprechende NATO-Truppe mit euch evtl ein psychologisches Spiel gespielt hat, nach dem Motto: Ihr braucht euch nicht zu fürchten, Ihr seht ja selbst was für schei.. Waffen der Warschauer Pakt hat???

Diese Raketenabschussvorrichtung ist mir von den GT nicht bekannt. Ich weiß aber aus Fernsehberichten, dass die Taliban im Afgh. sowas wohl bereits im Krieg gegen die sowjetische Armee benutzten und auch heute dort noch gegen die ISAF! Ich vermute es ist eine Beutewaffe aus sowjetischen Beständen (mini-katjuscha?).


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 10:59 | nach oben springen

#34

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 12:33
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Ja, den Eindruck, dass man uns damit beruhigen wollte, hatten wir damals auf.
Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Sowjets mit solchen Prügeln in den Krieg ziehen würden.
Anfang der 90er hatte ich in Südafrika allerdings die Gelegenheit, nochmal mit einer AK47 zu schicken, diesmal einem Beutestück aus Angola oder Mocambique.
Die war noch schlechter. Da hat wirklich alles geklappert und gewackelt.
Der Vorteil dabei ist natürlich, dass den Dingern Dreck dann nichts ausmacht, die schießen einfach weiter. Und wenn man genug Blei in die Luft bringt, trifft man wohl auch mal was.

Eine Beutewaffe hatte ich übrigens noch vergessen, die hat uns wirklich Respekt eingeflößt.
Uns haben sie damals beim Bund als absolute Neuerung (West) die GraPi vorgestellt, eine Granatpistole, mit der Du angeblich auf 50m eine Granate genau plazieren konntest.
Und dann kamen die Jungs mit einem russischen Granat-MG an (leider ohne Munition), das in einer irren Kadenz und großer Präzision (das haben wir allerdings nur im Lehrfilm gesehen) ein riesiges Areal mit Granaten belegen konnte.
Da wurde es uns dann doch anders.
Oder einer Eurer Hubschrauber, der Hind-D (Nato-Kennung, wie hieß der bei Euch? Mi-21?).
Verhaltensmaßregel für den Fall des Angriffes durch einen Hind-D: Kampfhandlungen einstellen, eingraben, nicht bewegen, Luft anhalten und hoffen, dass sie Dich nicht sehen.



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#35

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 12:58
von 94 | 10.792 Beiträge

Das Problem bei der PM ist, ... sie ist eher für kleine Hände geeignet. Die Eigenpräzision ist durch den starren Lauf eigentlich (sehr) gut. Aber die 9,2x18-Patrone ist nicht besonders leistungsstark, so das Lauf und Patronenlager absolut sauber sein sollten. Auch aufgrund der geringen Masse der PM (um die 800g) und dem (für Ordonazwaffen üblichen) hohem Abzugsgewicht (2...3 kg) bedarf es eines erfahrenen Schützen. Zur Illustration dieses Mißverhältnisses habe ich mal ein Filmchen aus der Röhre angehängt
Dunkel kann ich mich noch an sogenannte 'Dosenrennen' auf dem offenen Pistolenstand erinnern. Dazu wurden alte Konserven bei 5m abgelegt. Wer 'seine' Dose zuerst auf 25m hatte, mußte eine Runde ausgeben. Oder nee, der Letzte, sonst machts ja keinen Sinn *grins*
Na egal! Spaß hat's gemacht und das ist mMn das Wichtigste beim sportlichen Schießen, siehe Neuhardenberg *wink*
Die Ausbildung an der PM war übrigens eher dürftig. Atem- und Abzugstechniken wurden wimre nicht mal erwähnt!

http://youtu.be/88S2uPmzpuE


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#36

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 13:25
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@PzGrenWest

Den Automatischen Granatwerfer AGS-17 hatten die GT an der Grünen Grenze im Bestand (wimre die Hinterlandkompanien).
http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...=20071006002656
Die sowjet Truppen hatten den wohl beim Ussuri-Konflikt mit China 1969 erstmalig im Test-Einsatz. Da haben die Chinesen wohl nicht schlecht geschaut (hieß im Jargon auch "Chinesensense"). Wenn ich nicht irre hat die BW jetzt, nach 40 Jahren, auch so ein ähnliches Teil.

Der Mi-24 hieß nicht umsonst "fliegender Panzer"! Allerdings haben die Taliban in Afgh ihn auch an seiner damaligen Schwachstelle mit Hilfe der Stinger geknackt.


zuletzt bearbeitet 26.08.2011 13:47 | nach oben springen

#37

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 26.08.2011 13:48
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Stimmt, Mi-24.
War da nicht die Rotornabe die Schwachstelle?



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#38

RE: wurde etwas "nachgeholfen"?

in Grenztruppen der DDR 31.08.2011 22:56
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Würde eher sagen mit der Stinger der heiße Abgasstrahl der zwei Turbinen unter dem Hauptrotor. Später wurden dann Abkühlkästen angebaut, welche aber auch nicht besonders wirksam gewesen sein sollen.

So ein Sonntagstreffer an der Rotornabe bringt wohl fast jeden HUBI zum "Sinkflug".


zuletzt bearbeitet 31.08.2011 23:01 | nach oben springen



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