#1

Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 11:39
von VNRut | 1.486 Beiträge

Zitat
Das hoch verschuldete Portugal wird nun doch bei der EU um Finanzhilfen bitten. Der geschäftsführende Regierungschef José Sócrates verkündete den Antrag des ärmsten Landes Westeuropas am Mittwochabend offiziell. Nach Griechenland und Irland ist Portugal damit das dritte Land, das am EU-Finanztropf hängt bzw. durch Bürgschaften gestützt wird. So verhindert das System erneut, dass ein Euro-Land in die Pleite rutscht. Experten gehen von 70 bis 80 Milliarden Euro aus, die das Land benötigt. weiter >> Quelle: http://wirtschaft.t-online.de/portugal-b..._45558180/index



Da haben wir den Salat und Deutschland zahlt mal wieder, obwohl unsere Kommunen selbst kurz vor den Bankrott stehen.

Schönen Tag VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#2

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 11:52
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Vielleicht sollte sich D auch mal unter den Rettungsschirm begeben?

Wenn die €-Blase platzt, dann Gute Nacht!


zuletzt bearbeitet 07.04.2011 11:54 | nach oben springen

#3

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 12:21
von Gert | 12.357 Beiträge

...dann bekommen wir die Alu Chips wieder


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#4

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 12:39
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von GZB1
Vielleicht sollte sich D auch mal unter den Rettungsschirm begeben?

Wenn die €-Blase platzt, dann Gute Nacht!



Wir haben eine Staatsschuldenblase in allen "alten" Industriestaaten, also in Europa, Japan und den USA, mit einigen Ausnahmen wie Norwegen. Die deutsche Staatsverschuldung ist im Vergleich zu Japan und Griechenland zwar noch nicht extrem hoch, allerdings wurde durch den Bruch des Maastrichtvertrages durch die Politik eine Transferunion geschaffen, mit weitreichenden Folgen. Deutschland und einige andere Euro Staaten wie Österreich, Finnland und die Niederlande müssen nun über diese Transferunion für die finanziellen Probleme anderen Staaten haften. In keinem der sog. PIGS-Staaten wird man jetzt anfangen zu sparen, weil man dort weiß, dass andere die Rechnungen begleichen müssen - in der Wissenschaft spricht man hier von Moral Hazard.

Ein Beispiel aus Griechenland zur öffentlichen Geldverschwendung:

Zitat
(...)Die Staatsverschuldung von 300 Milliarden Euro ist tatsächlich auch das Ergebnis jahrzehntelanger Verschwendungen. Nur ein Beispiel: Die staatliche Eisenbahn erzielte 2007 einen Umsatz von 110 Millionen Euro. Der Verlust lag bei 800 Millionen Euro. Wie das geht? Alleine die Personalkosten liegen bei knapp 500 Millionen Euro. Ein Lokführer verdient mit "fiktiven Überstunden", das sind Sonderzulagen, rund 100 000 Euro pro Jahr.
http://nachrichten.rp-online.de/wirtscha...parkurs-1.74006



100.000 Euro verdient ein griechischer Lokführer im Jahr und Deutschland muss dies nun mitfinanzieren, während die Lokführer in Deutschland nur einen Bruchteil davon verdienen.

Wenn sich Griechland, Irland und Portugal in der Schlange an der deutschen Kasse anstellen, wird man dies auch anderen Staaten nicht verwehren können. Wo soll da noch ein Ansatz für Haushaltsdisziplin in anderen Staaten bestehen?

Die Folgen werden steigende Zinsen für deutsche Staatsanleihen sein, was den Staatshaushalt belasten wird. Dies wiederum wird zu einem Anziehen der Steuer- und Abgabvenschraube führen. Hinzu kommen die finanziellen Probleme durch die Demographie in der Zukunft - Deutschland bekommt im finanziellen Schraubstock also gleich Druck von zwei Seiten. Die jetzt beschworene Schuldenbremse wird man mit irgendwelchen Tricks umgehen. Wenn es gut geht, gibt es nur hohe Inflationsraten ohne Währungsreform, wenn es schlecht geht, gibt es eine Hyperinflation mit anschließender Währungsreform.

Es bleibt unbegreiflich, wie eine einst solide Währung - die DM - durch unverantwortliche Politiker geopfert wurde. Vor zehn Jahren haben etwa 500 Volkswirtschaftsprofessoren in einem öffentlichen Aufruf vor der Währungsunion gewarnt. Die Warnungen wurden von der Politik überhört. In der Vergangenheit sind alle Währungsunionen gescheitert.

Nicht Fukushima oder Stuttgart21 sind die kommenden Herausforderungen für Deutschland, sondern die Stabilität der Staatsfinanzen und der Währung, das wird aber, wenn man das öffentliche Interesse für Fukushima und Stuttgart21 betrachtet, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.


zuletzt bearbeitet 07.04.2011 12:54 | nach oben springen

#5

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 13:06
von marc | 577 Beiträge

Na mal sehen, es gibt ja eigentlich nur noch wenige Dinge in der Welt die man wertstabil beleihen kann. Das wären u.a. die Bodenschätze Afrikas und der Arktis/ Antarktis http://de.wikipedia.org/wiki/Antarktisvertrag , ab 2041. Dort wird es in diesem Jahrhundert ab gehen.



zuletzt bearbeitet 07.04.2011 13:10 | nach oben springen

#6

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 07.04.2011 18:04
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Machen wir schon,Angie hat doch gesagt" Niemand wird fallen gelassen".Wir haben es doch.


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#7

RE: Portugal braucht EU-Finanzhilfen

in Themen vom Tage 13.04.2011 15:46
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Wie die Rettung des Euro dazu führen könnte, das D unkontrolliert immer weiter zahlen müsste, ohne jegliche parlamentarische Kontrolle.

Euro-Rettung könnte zu Verfassungsbruch führen
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...,756741,00.html


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