#41

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 20:38
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von Rostocker
Also ich möchte noch mal zum Thema was sagen--wir hatten damals in unsere GK auch so einen alten Gakl--seine Dienstzeit ging noch vor meine Zeit zu Ende.Wenn ich mal Objektwache hatte und er kam spät mit seinen Hund zurück unterhielt er sich mit mir und erzählte so manche Läuschen. Wie man zusammen mit den BGS gesoffen hat in der Kneipe und am nächsten Morgen stand eine MP05 in der Waffenkammer als die Kaschi.Man ich konnte mir jedes mal die Taschen zu nähen mit Angelsähne


-----------------------------------------
Das erinnert mich immer an die Story bei der Sprengausbildung mit der Kuh und dem Sprengstoff zwischen den Hörnern.
Muß offensichtlich jede Menge von solchen Aktionen gegeben haben, jedenfalls wenn man den ganzen Erzählungen glaub(t)en soll.

Mike59


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#42

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 20:57
von Franky | 31 Beiträge

Den Vorfall gab es. Da beißt keine Maus einen Faden ab. Habe es nun einmal miterlebt. Verstehe nicht ganz, warum sich manch einer mit Realitäten so schwer tut. Hier geht es auch nicht um Schuldzuweisungen. Jede Seite hatte Dienstanweisungen und Befehle, und die waren einzuhalten. Ich für mich persönlich möchte eigentlich nur ein Stück deutsch/deutscher Geschichte aufarbeiten. Wie heißt der Leitsatz so schön im Forum: " Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Gegenwart nicht verstehen" . Wie wahr!

In diesem Sinne

Gruß Franky



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#43

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 21:12
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von exgakl
...S51 man könntre annehmen im Harz wurden ständig die MPi's vergessen bzw. verloren. Auch nach langem Nachdenken über die Sache kann ich mir das nicht vorstellen, daß einem einfach mal die MPi von der Schulter rutscht und man das Ding verliert. Ein Wunder, das nicht ständig Streifenfahrzeuge im Gebüsch standen, weil die Kameraden der anderen Feldpostnummer ständig alles verbummelt haben.
Ich hab ja nun auch etliche Jährchen an dem Kanten gedient aber so ein Gerümpel lag bei uns auf dem Vorgelagertem nie rum.
...VG exgakl



TH hat es ja schon erklärt.
Ständig? Ab und an hat auch der BGS abgekürzt. Gerade zwischen Bodesprung und Eckertalsperre war der Grenzverlauf im Tal Bachmitte weitab jeder Beobachtung. Der Pfad war mal hüben, mal drüben besser. Von gelegentlichen GAK-Besuchen abgesehen war dort normalerweise auch kein Grenzer. Da ist derartiges schon ab und an passiert. "Ab und an", das war vielleicht zwei-/dreimal in zwei Jahren. Also sehr relativ. Selbst wenn ständig, hätten wir das meist nicht mal bemerkt. Denn öfter als dreimal im Monat waren wir nicht dort. Die GMK wurde nicht immer bis zur nördlichen TL durchgeführt und die 13/81 war dort auch nicht immer. "Nicht immer" ist noch sehr geschmeichelt. Das wussten BGS, Zoll und vor allem die Briten auch.
Streifenfahrzeuge konnten dort nicht handeln. Auch nicht auf Westseite. Erst wieder unten im Tal oder oben an der Kaffeeklappe (Goetheweg). Dazwischen auf Luftlinie etwa eineinhalb Kilometer, gelaufen aber wesentlich mehr, waren nur Trampelpfade, die Ecker und der Wald. Gerade bergauf war es eine steile Strecke. Wegen Talverlauf und Bewuchs mit etwa 50 Meter Sicht oder weniger bis zur nächsten Ecke. Was dort fernab jeden Postens passierte, hat normalerweise nie jemand mitbekommen. Solchen Streß wie in diesem Fall mit Schußwaffenanwendung hat es bei uns jedoch meines Wissens nie gegeben. Gelegenheit war genug.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#44

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 23:38
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von LEGO
Nur weil er den Haken an der Grenzsäule mit "Ironie" bezeichnet?



nicht nur...hättest du dir deine Waffe so einfach abnehmen lassen?





@Pitti53,

wer richtig liest ist klar im Vorteil.
Also nochmal lesen, vielleicht mit Brille?


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#45

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 23:39
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Franky
Den Vorfall gab es. Da beißt keine Maus einen Faden ab. Habe es nun einmal miterlebt. Verstehe nicht ganz, warum sich manch einer mit Realitäten so schwer tut. Hier geht es auch nicht um Schuldzuweisungen. Jede Seite hatte Dienstanweisungen und Befehle, und die waren einzuhalten. Ich für mich persönlich möchte eigentlich nur ein Stück deutsch/deutscher Geschichte aufarbeiten. Wie heißt der Leitsatz so schön im Forum: " Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Gegenwart nicht verstehen" . Wie wahr!

In diesem Sinne

Gruß Franky



Stimmt!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#46

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.03.2011 23:42
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Pitti53

Zitat von LEGO
Nur weil er den Haken an der Grenzsäule mit "Ironie" bezeichnet?



nicht nur...hättest du dir deine Waffe so einfach abnehmen lassen?





@Pitti53,

wer richtig liest ist klar im Vorteil.
Also nochmal lesen, vielleicht mit Brille?




ok.hab mich verlesen.aber nicht nur ich war verwirrt

aber wenn es so war ,war es eine riesen Schweinerei


zuletzt bearbeitet 06.03.2011 23:46 | nach oben springen

#47

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 07:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Franky
Den Vorfall gab es. Da beißt keine Maus einen Faden ab.



Möchte niemand bestreiten und das Thunder diesen Fall kennt ist für mich eher auch noch eine Bestätigung.
Mich würden jetzt allerdings die Maßnahmen im Nachgang interessieren, welche Folgen dies intern und öffentlich auf beiden Seiten hatte. Nur ein halbherziger Protest des Westens erscheint mir hier ein bischen wenig und wer die Organe der DDR kennt ahnt welch umfangreiche Unterschuchungen hier anstanden nachdem der Fall gemeldet wurde.

Darüber etwas zu erfahren wäre schon interessant, solche Vorfälle gab es schließlich nicht alle Tage.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#48

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 07:49
von utkieker | 2.920 Beiträge

Ich kann mir vorstellen, daß es wegen dieses Vorfalls auch oder gerade beim BGS ein Haufen Sackstand gegeben haben wird, vielleicht weiß Franky auch etwas über die Konsequenzen. Für den "Beklauten" sicherlich auch eine schmerzliche Lehre. Ich denke im umgekehrten Fall hätte sicherlich der Millitärstaatsanwalt eine Haftstrafe in Schwedt gefordert.

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#49

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 08:01
von EK82I | 869 Beiträge

Eine erstaunliche Geschichte,die sich dort abgespielt hat.Nur die direkt Betroffenen können dem Rest der Gemeinde das hier mal erklären.Ich war ja selber in der damaligen 9.GK Dahrendorf 81/82. Solch einen Vorfall hat man uns auf unterster Ebene nicht mitgeteilt.
Macht mich etwas nachdenklich,weil man ja sonst aus jeder Mücke einen Elefanten gemacht hat,wenn es um den Grenzdienst ging.Eine Erklärung könnte sein, die Beteiligten haben alle überreagiert,oder der Vorfall ereignete sich weiter an der damaligen Trennungslinie zum II.GB. Die Grenzlinie selber war ja recht feucht unterlegt,siehe Harper Mühlenbach. Aber auch im 9.Abschnitt gab es eine Stelle wo es sehr Feucht war . Zum anderen machte die Grenze mehrere scharfe Knicke,so um die 90Grad. Das man da abkürzte,warum nicht?
Zum anderen war doch der Abschnitt total mit der 501 gesichert.Wie das 71 bzw73 aussah kann ich nicht sagenWenn sich dann solche Spielchen zugetragen haben,schon starker Tobak.Mich würde schon sehr interessieren was da wirklich ablief.Eventuell gibt es ja den Zeitzeugen,egal welche Feldpostnummer,die hier Aufklärung schafft!Nach so langer Zeit sollte das doch kein Problem sein.
Gruss EK82I

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 07.03.2011 08:04 | nach oben springen

#50

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 10:33
von Franky | 31 Beiträge

Zitat von utkieker
Ich kann mir vorstellen, daß es wegen dieses Vorfalls auch oder gerade beim BGS ein Haufen Sackstand gegeben haben wird, vielleicht weiß Franky auch etwas über die Konsequenzen. Für den "Beklauten" sicherlich auch eine schmerzliche Lehre. Ich denke im umgekehrten Fall hätte sicherlich der Millitärstaatsanwalt eine Haftstrafe in Schwedt gefordert.

Gruß Hartmut



Über Konsequenzen seitens des BGS ist mir nichts bekannt. Hätte der Zoll auch nie erfahren. Weiß nur noch, dass der BGS per Megaphon die Rückgabe der Waffe forderte, worauf aber keine Reaktion erfolgte. Ansonsten stand man sich auf beiden Seiten einige Tage mit geballter Mannschaft gegenüber.

Gruß Franky



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#51

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 20:41
von LEGO | 487 Beiträge

Was hat jetzt der Zoll damit zu tun?

Was sind geballte Mannschaften?


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#52

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 21:09
von Greso | 2.377 Beiträge

Was dem BGS anging,war für den Zoll doch nicht von Interesse.
Und er meint,bei uns der verstärkte Grenzdienst und der BGS mit einer Rotte mehr als sonst.oder???
Gruß Greso


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#53

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 21:10
von Franky | 31 Beiträge

Zitat von LEGO
Was hat jetzt der Zoll damit zu tun?

Was sind geballte Mannschaften?



Hallo Lego,

der Zoll hatte nichts damit zu tun, war aber nun mal mit vor Ort. Mit geballten Mannschaften meine ich ein größeres Aufgebot an BGS und NVA (Personal).

Gruß Franky



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#54

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 21:20
von LEGO | 487 Beiträge

Wie soll ich mir das mit den geballten Mannschaften vorstellen?

Da stehen sich anfangs eine Handvoll Leute gegenüber, es gibt offenbar Zoff.

Dann holt der eine Hilfe, dann der andere, dann wieder der erste, dann wieder der zweite usw?

Und dann stehen da letztendlich auf der einen Seite eine Kompanie der Grenztruppen und auf der anderen Seite eine Hundertschaft des BGS und quatschen sich per Meghaphon voll?

Und dann droht der eine mit Waffeneinsatz, der nächste mottet die Sonderwagen Saladin aus, als nächstes rücken die alten T 34 der Grenztruppen vor und der BGS macht seine Atomwaffen scharf?


OK, jetzt hab ich ein Bild von der Lage.


Gruß LEGO


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#55

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.03.2011 21:33
von Franky | 31 Beiträge

Hallo Lego,

malst das ja in der schärfsten Variante aus. Letztendlich war es ein Konflikt, der Dank der Besonnenheit beider Seiten beigelegt wurde. Das hätte auch anders ausgehen können.

Gruß Franky



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#56

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.03.2011 10:56
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Franky
Hallo Lego,

malst das ja in der schärfsten Variante aus. Letztendlich war es ein Konflikt, der Dank der Besonnenheit beider Seiten beigelegt wurde. Das hätte auch anders ausgehen können.

Gruß Franky



Besonnen ist gut. Der Anfang war ja schon danach. Die einen verirren sich mal kurz. Kann vorkommen, grünes Gras sieht überall gleich aus und woher soll man als Fachmann schon immer alle Feinheiten kennen. Doch statt dann nach dem Motto "schiefgegangen" auf die ja durchaus berechtigten Weisungen der Gegenseite zu reagieren, wird sich taubgestellt und deren Forderung einfach demonstrativ ignoriert. Die "Gegenseite" aber war eine Offiziersstreife? Das würde bedeuten, es hätte sich um wahrscheinlich eine GMK mit Kompanieführung und vielleicht noch dem Regiment gehandelt. Nicht unbedingt Leute, die es gewohnt sind, dass ihre Befehle ungehört verhallen. Also dreht die Gegenseite am Rad und läßt als Denkerchen ein paar "Murmeln gucken". Zum Glück nur in die Luft! Nach dem Motto "nu aber Punkt". Interessiert die Wegesünder gar nicht. Denn festgenommen zu werden, hätte einen Protest bedeutet (der kam doch dann sowieso) und wohl ein bischen sehr disziplinarischen Ärger. Günstigensfalls nach dem Motto: "Wohl ein bischen blind und taub gewesen?" Also tat man so, als ob nichts geschehen wäre. "DDR" kennen wir nicht und die Männeken haben uns nichts zu sagen - oder doch? Nun brennen auf der Einstrichkeinstrichseite die Anfangssicherungen durch. Nachfolge und Festnahmeversuch auf BRD-Seite. Die Begründung dafür hätte ich gerne gelesen. Hat sicher bei Lenin und den aggressiven Imperialismus begonnen.
Die Grün-beige-Fraktion läßt sich dabei die MPi mausen. Peinlich aber besser als ein Feuergefecht a´la Arnstadt. Zumal die Chancen sicher nicht riesig waren. Zwei- bis dreimal 60 Schuß + 6 in jeder Pistole gegen 20 Schuß in der bereits verlorenen MPi und je zweimal 8 in den Pistolen. Nicht jeder ist zum Helden geboren.
In dem Punkt erst setzte die Besonnenheit dann ein. Unsere Fraktion hatte "ihre Beute" und zog sich zurück. Wie wird der Genosse wohl erklärt haben, wo die MPi den Besitzer wechselte? Die Westseite machte erst mal halblang und blieb auch stehen. Sie hätten auch durchdrehen und hinterher rennen können. Es waren ja keine Zigaretten, um die es ging. Worauf dann wohl beide Seiten miteinander gerungen und praktischerweise auch aufeinander geschossen hätten. Der Sieger behält dann die MPi? Oder so ein kleiner Krieg zwischendurch?
Klar, dass beide Seiten dann ihre Zeit brauchten, um halbwegs wieder normal zu handeln. Schließlich galt es, eventuellen imperialistischen Kommandoaktionen zur Wiedererlangung einer Kriegswaffe die Stirn zu bieten bzw. wenigstens zu versuchen, das Ding unterhalb der Direktionsebene wieder heraus zu leiern. Vielleicht lassen sich die DDR-Grenzer ja von lauten Tönen beeindrucken?
Wir haben schon gewußt, warum ein bischen Pause zu machen, manchmal weitaus sinnvoller war.
Diese Sache war gut für Heldenepen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#57

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.03.2011 15:49
von EK82I | 869 Beiträge

Die Wahrheit können doch nur die damaligen Beteiligten an den Tag bringen,alles andere bleibt "heisse Luft"


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#58

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.03.2011 21:22
von Zoellner1974 | 37 Beiträge

Also, dass erscheint mir alles, auch aus Sicht eines westdeutschen Grenzbeamten doch sehr unwahrscheinlich. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die beiden BGSler die Mündungen ihrer MPis vorher etwas ,,unglücklich'' Richtung Osten gerichtet hatten und der geschilderte Fall dann eine Gegenreaktion war. Ich selbst habe mich in den ganzen Jahren nie von den GAKls bedroht gefühlt. Die Grenzlinie wurden von beiden Seiten respektiert !
Ich kenne nur den Fall eines Zöllners, der Bauarbeiten auf DDR-Gebiet beobachtete. An dieser Stelle war die Grenze bereits neu vermessen (lt. Grundlag-
envertrag) und ein neuer Grenzstein gesetzt worden. Dieser befand sich einige Meter weiter Richtung Westen. Der neue Grenzverlauf war aber noch nicht aktuell. So setzte er sich auf den noch gültigen alten Grenzstein und beobachtete. Zwei GAKls werteten aber den neuen Stein bereits als Grenzmarkierung und nahmen meinen Kollegen wegen Grenzverletzung erst mal mit (inkl. sämtl. Ausrüstung). Nachdem sich der Irrtum aufgeklärt hatte, wurde der Kollege über Helmstedt/Marienborn wieder abgeschoben. Ich weiß aber nicht mehr genau wann und wo dass war. Ich denke so Mitte 70er Jahre. Weiß jemand etwas darüber ?


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#59

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.03.2011 21:37
von Franky | 31 Beiträge

Hallo Zoellner 1974,

bei welchem ZKom bist Du gewesen und zu welcher Zeit?

Gruß Franky



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#60

RE: Zwischenfall 1973

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.03.2011 21:50
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Zoellner1974
Also, dass erscheint mir alles, auch aus Sicht eines westdeutschen Grenzbeamten doch sehr unwahrscheinlich. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die beiden BGSler die Mündungen ihrer MPis vorher etwas ,,unglücklich'' Richtung Osten gerichtet hatten und der geschilderte Fall dann eine Gegenreaktion war. Ich selbst habe mich in den ganzen Jahren nie von den GAKls bedroht gefühlt. Die Grenzlinie wurden von beiden Seiten respektiert !
Ich kenne nur den Fall eines Zöllners, der Bauarbeiten auf DDR-Gebiet beobachtete. An dieser Stelle war die Grenze bereits neu vermessen (lt. Grundlag-
envertrag) und ein neuer Grenzstein gesetzt worden. Dieser befand sich einige Meter weiter Richtung Westen. Der neue Grenzverlauf war aber noch nicht aktuell. So setzte er sich auf den noch gültigen alten Grenzstein und beobachtete. Zwei GAKls werteten aber den neuen Stein bereits als Grenzmarkierung und nahmen meinen Kollegen wegen Grenzverletzung erst mal mit (inkl. sämtl. Ausrüstung). Nachdem sich der Irrtum aufgeklärt hatte, wurde der Kollege über Helmstedt/Marienborn wieder abgeschoben. Ich weiß aber nicht mehr genau wann und wo dass war. Ich denke so Mitte 70er Jahre. Weiß jemand etwas darüber ?



Ich hatte schon mal darauf hingewiesen, dass die Streife des BGS eine andere Stärke hatte.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 08.03.2011 21:50 | nach oben springen



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