#81

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 08.03.2011 20:02
von Südharzer | 570 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von VNRut
..., nur den Spannungsregler hab´sch nicht gefunden.


http://www.industrieform-ddr.de/joomla/b...c=detail&id=669

Upps, da war einer schneller *blödguck*





Der hier ist dort auch abgebildet.

Angefügte Bilder:
zubehoer_1_20080911_1787039741.jpg

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#82

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 08.03.2011 20:49
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von RalphT
Hm, jetzt muss ich nochmal nachfragen:

Diese Spannungsstabisilatoren, wie lange gab es diese in der DDR? Oder, wie lange waren sie notwendig? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Teile bis 89 benötigt wurden. Wurden diese nur für die Fernseher benötigt?



Richtig, das war schon lange vorher vorbei. Die Geräte wurden nur für die Fernseher verwendet. Müsste mal meinen alten Herrn befragen, wo die Notwendigkeit eigentlich lag.
Nach dem, was ich so in den Haushalten meiner Freunde, Verwandten und Bekannten verstreut über die Republik gesehen habe, kann man das nicht genau abgrenzen und wird vermutlich mit dem Ausbaustand der Infrastruktur zusammengehangen haben. Im Brandenburgischen war das Netz bereits ab etwa 1968 ausreichend stabil - zumindest hatten wir und meine Freunde keine Stelltrafos (so hießen die Dinger offiziell, aber der gebräuchliche Name war eben Spannungsregler). Ab etwa 1970 hatten wohl alle TV stabilisierte Trafos, damit waren externe Geräte hinfällig. Wobei mein Onkel in einem kleinen thüringischen Dorf Schleusingen bis 1985 noch seinen Regler neben dem neuen Fernseher stehen hatte. Ob das wirklich notwendig war, weiß ich nicht mehr . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#83

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 08.03.2011 21:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Die Notwendigkeit lag vor allem in der Erhöhung der Lebensdauer einer direkt beheizten Röhre. Wenn diese mit Überspannung längere Zeit betrieben wird, ist's wie bei'ner Glühlampe (OMG, jetzt hätsch doch beihnah tatsächlich -birne geschrieben). Oder einem VM *grins*, je heller, desto schneller, aber auch vorbei. Unterspannung, war aber genau so sch***, weil dann die Seelen-Stapel nicht die notwendige Ablenkspannung (so 15...20kV wimre) auf die Röhre pumpen konnte. Und das Pumpen wörtlich zu nehmen ist, konnte man dann sehr schön am immer kleiner werdenden Bild erkennen. Zu guter Letzt steigt bei sinkender Spannung der Strom, die Isolierung des Zeilentrafos knistert und man hört ein BZZZZT, während das Bild zum Punkt zusammenfällt. DUNKEL! Dunkel? Der ganze Schirm? Nicht der ganze Schirm so ziemlich in der Mitte ein heller Punkt, der sich immer stetiger in die Lumischicht der Röhre frißt und auch nach einer hektischen Trennung des nunmehr nur noch Fernhörers (der Ton geht immer noch!) vom unreguliertem Netze fortbesteht!
Spätestens jetzt ein Fall für einen schon längst ausgestorbenem Beruf, seinerzeit jedoch eine Goldgrube! Na, wißt ihr, wen ich meine?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#84

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 08.03.2011 22:18
von Landeposten (gelöscht)
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Zitat von 94
Die Notwendigkeit lag vor allem in der Erhöhung der Lebensdauer einer direkt beheizten Röhre. Wenn diese mit Überspannung längere Zeit betrieben wird, ist's wie bei'ner Glühlampe (OMG, jetzt hätsch doch beihnah tatsächlich -birne geschrieben). Oder einem VM *grins*, je heller, desto schneller, aber auch vorbei. Unterspannung, war aber genau so sch***, weil dann die Seelen-Stapel nicht die notwendige Ablenkspannung (so 15...20kV wimre) auf die Röhre pumpen konnte. Und das Pumpen wörtlich zu nehmen ist, konnte man dann sehr schön am immer kleiner werdenden Bild erkennen. Zu guter Letzt steigt bei sinkender Spannung der Strom, die Isolierung des Zeilentrafos knistert und man hört ein BZZZZT, während das Bild zum Punkt zusammenfällt. DUNKEL! Dunkel? Der ganze Schirm? Nicht der ganze Schirm so ziemlich in der Mitte ein heller Punkt, der sich immer stetiger in die Lumischicht der Röhre frißt und auch nach einer hektischen Trennung des nunmehr nur noch Fernhörers (der Ton geht immer noch!) vom unreguliertem Netze fortbesteht!
Spätestens jetzt ein Fall für einen schon längst ausgestorbenem Beruf, seinerzeit jedoch eine Goldgrube! Na, wißt ihr, wen ich meine?



Wo dieser Fall das erste mal in meiner Fernsehgucklaufbahn auftrat war das Entsetzen und die Ratlosigkeit groß.Es bestand die einhellige Meinung :"So kaputt kann er nicht sein,der Ton geht ja noch und ein weißer Punkt ist auch noch da."
Putzig an was man sich noch alles fürn Kram erinnert.
Meinst Du den Beruf des Fernsehmonteurs,bei uns gibts noch welche.


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#85

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 09.03.2011 10:42
von VNRut | 1.483 Beiträge

Zitat von Landeposten
Wo dieser Fall das erste mal in meiner Fernsehgucklaufbahn auftrat war das Entsetzen und die Ratlosigkeit groß.Es bestand die einhellige Meinung :"So kaputt kann er nicht sein,der Ton geht ja noch und ein weißer Punkt ist auch noch da."
Putzig an was man sich noch alles fürn Kram erinnert.
Meinst Du den Beruf des Fernsehmonteurs,bei uns gibts noch welche.



Ja hier:


http://de.gigajob.com/jobs/Fernsehmonteur.html

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#86

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 09.03.2011 14:11
von 94 | 10.792 Beiträge

Der Radio- und Fernsehtechniker wird heute "Informationselektroniker mit Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik"
genannt. Aber Vorsicht, die Polizei warnt vor falschem Fernsehmonteur! Naja, ist ebend eine dpa-Meldung


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#87

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 09.03.2011 17:10
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von werner
...Wobei mein Onkel in einem kleinen thüringischen Dorf Schleusingen bis 1985 noch seinen Regler neben dem neuen Fernseher stehen hatte. Ob das wirklich notwendig war, weiß ich nicht mehr . . .



In der Jagdhütte steht immer noch so ein Teil neben der Anlage. Hat auch schon mehrfach im Verein mit einem Blitzschutz seinen Wert selbst in der heutigen modernen Zeit bewiesen. So weit in der Pampa (die nächste Gaststätte ist immerhin 200 Meter entfernt) bei einigen Kilometern Freileitung schwankt die Spannung mitunter doch mal ganz ordentlich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#88

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 15.03.2011 21:12
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

den "Patriot" hatten wir auch mal. Neben der Holzkiste war der obligatorische Automatik-Spannungsregler aus rot-brauner Plaste. Oben drauf stand eine selbstgebaute Fernsehlampe (Würfel aus rauchigem Harz mit Plissee-Schirm).
Der Fernsehempfang wurde mit Silberpapier feingetunt.
Einmal war der Kanalwähler defekt. Eine Wäscheklammer mit Einweckgummi musste das Teil auf Spannung halten.
Dabei durfte niemand durch das Zimmer gehen - sonst ist die Klammer abgesprungen und der Sender war weg.
Die Antenne (Ochsenkopf-Eigenbau) wurde mit Hilfe der ganzem Hausgemeinschaft ausgerichtet. Ein schwindelfreier Mann ist auf dem Dach herumgelaufen und alle Kinder und Frauen haben eine Meldekette durchs Haus gebildet - Bild wird schlechter oder besser.
Heute kommt alles aus der Wand und der Kauf eines neuen Flachmannes ist kein Vergleich zum Anstehen (Übernachten) vor dem RFT-Laden. Immerhin bekam mein Vater einen von 4 japanischen Farbfernsehern (Sanyo ????).
Da waren die Zeiten für die Japanern noch in Ordnung.

Gute Nacht


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#89

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 11:40
von 94 | 10.792 Beiträge

Eine schöne Sammlung historischer Empfangsgeräte nach Herstellern findet man bei radiomuseum.org, hier mal die 'Staßfurter' ... http://www.radiomuseum.org/m/stern-stas_d_de_noindex_1.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#90

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 11:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Sandmännchen musste ich auf Opas "Cranach" gucken, meine Eltern konnten sich erst später einen "Staßfurt" leisten.
Was mich aber fasziniert hat war das es zum Cranach eine Fernbedienung gab, ein Teil mit Kabel und etlichen Drehreglern, kann jemand etwas dazu schreiben, eventuell sogar ein Bildchen einstellen?


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#91

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 12:18
von damals wars | 12.113 Beiträge

Wir hatten einen ungarischen Fernseher.
Der war "lustig".
Manchmal teilte sich das Bild, und die Füsse liefen oben und der Kopf war unten.
Die waren ihrer Zeit weit voraus.
Und ohne den grauen "Spannungsregler" ging gar nichts.
Der war stufenweise verstellbar. in einen beleuchteten Kreis, der zwei geteilt war, musste nach Möglichkeit oben und unten die gleiche Helligkeit eingestellt werden.
Ging aber oftmals nicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#92

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:56
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Sandmännchen musste ich auf Opas "Cranach" gucken, meine Eltern konnten sich erst später einen "Staßfurt" leisten.
Was mich aber fasziniert hat war das es zum Cranach eine Fernbedienung gab, ein Teil mit Kabel und etlichen Drehreglern, kann jemand etwas dazu schreiben, eventuell sogar ein Bildchen einstellen?



Bei einer Werksbesichtigung in der Zuckerfabrik, es muss so um 1958 gewesen sein, hat man uns auch den Clübraum, in dem ein Fernsehapparat lief, gezeigt. In kindlicher Hoffnung habe ich mir dann gewünscht, dass bei uns auch so was in der Stube stehen müsste.
Als hätte der liebe Gott meine heimlichen Gebete erhört, war es dann auch bald so weit.
Es war ein Standgerät, ein FORUM und ich durfte ausnahmsweise aufbleiben, bis nichts mehr rauskam. Ich kann mich sogar an den französischen Film, "Die schwarze Akte", erinnern, der den Abend gesendet wurde.
An dem Apparat war diese erwähnte Fernbedienung auch vorhanden, wenn man da überhaupt davon sprechen kann, denn regulieren konnte man nur die Lautstärke, den Ton, die Helligkeit und den Kontrast. Zur Kanalwahl musste man sich immernoch in gewohnter Weise erheben und den Drehschalter betätigen. Obwohl, viel zu wählen gab's damals sowieso nichts.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#93

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 17:25
von Perle | 106 Beiträge

Hallo,
Der erster Fernseher von meinen Eltern war ein Rafena.Er stand auf 4 angeschraubten Metalfüßen. Kaputt war er auch öffters. Meistens war es der Zeilentrafo.Zwischen dem Fernseher und der Steckdose war immer ein Spannungsgleichhalter zwischengeschaltet. Das war so ein grauer Kasten.Mein erster Fernseher war der Colorlux 4010 mit Fernbedinung. Den hatte ich von 1986 bis1994.

Gruß Perle


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#94

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 21:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Sandmännchen musste ich auf Opas "Cranach" gucken, meine Eltern konnten sich erst später einen "Staßfurt" leisten.



Heute sitzt man eher alleine vor der Kiste, damals war das noch richtig eine gesellschaftliche Handlung. Kann mich noch dunkel daran erinnern, dass in früher Kindheit auch öfters mal Nachbarn aus dem Aufgang am Abend zum schauen vorbeigekommen sind die keinen eigenen hatten. Auch an die nervige Sirene* im Hausflur die dann ebenfalls ein gesellschaftliches Ereignis war, aber das ist ein anderes Thema.

* http://www.antik-nr3.de/product_info.php...-unbenutzt.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#95

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 21:04
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von 94
Eine schöne Sammlung historischer Empfangsgeräte nach Herstellern findet man bei radiomuseum.org, hier mal die 'Staßfurter' ... http://www.radiomuseum.org/m/stern-stas_d_de_noindex_1.html



Danke eine super Sache, da hab ich meinen und besagte Fernbedienung

Zitat von Feliks D.
Sag mal mjahr hast Du von dem ein Bild?

Hatte mir damals auch einen RFT für um die 7000 Mark gegönnt, aber den Namen hab ich recht erfolgreich verdrängt. Der hatte so eine längliche Fernbedienung wo auf der einen Seite alle Sender die Knöpfe untereinander in Reihe hatten und auf der anderen Seite war der zum Einschalten und die Knöpfe für Hell/Dunkel Lauter/Leiser etc.

auch gleich wiedergefunden.
http://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_..._4510a4510.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#96

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 21:13
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

@FED, Wo habt Ihr denn gewohnt das es bei euch im Haus eine Alarmhupe gab ??


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#97

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 21:28
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Heute sitzt man eher alleine vor der Kiste, damals war das noch richtig eine gesellschaftliche Handlung. Kann mich noch dunkel daran erinnern, dass in früher Kindheit auch öfters mal Nachbarn aus dem Aufgang am Abend zum schauen vorbeigekommen sind die keinen eigenen hatten. Auch an die nervige Sirene* im Hausflur die dann ebenfalls ein gesellschaftliches Ereignis war, aber das ist ein anderes Thema.

* http://www.antik-nr3.de/product_info.php...-unbenutzt.html



ja, das waren noch zeiten:

http://www.youtube.com/watch?v=RC4GvL-dokU&feature=relmfu

Und der Erpel - jeden Mittwoch 13:00 Uhr Probe der Systeme in einem anderen Haus . . .


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 23.04.2012 21:29 | nach oben springen

#98

RE: Unser erster Fernseher

in Leben in der DDR 23.04.2012 21:30
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94
Die Notwendigkeit lag vor allem in der Erhöhung der Lebensdauer einer direkt beheizten Röhre. Wenn diese mit Überspannung längere Zeit betrieben wird, ist's wie bei'ner Glühlampe (OMG, jetzt hätsch doch beihnah tatsächlich -birne geschrieben). Oder einem VM *grins*, je heller, desto schneller, aber auch vorbei. Unterspannung, war aber genau so sch***, weil dann die Seelen-Stapel nicht die notwendige Ablenkspannung (so 15...20kV wimre) auf die Röhre pumpen konnte. Und das Pumpen wörtlich zu nehmen ist, konnte man dann sehr schön am immer kleiner werdenden Bild erkennen. Zu guter Letzt steigt bei sinkender Spannung der Strom, die Isolierung des Zeilentrafos knistert und man hört ein BZZZZT, während das Bild zum Punkt zusammenfällt. DUNKEL! Dunkel? Der ganze Schirm? Nicht der ganze Schirm so ziemlich in der Mitte ein heller Punkt, der sich immer stetiger in die Lumischicht der Röhre frißt und auch nach einer hektischen Trennung des nunmehr nur noch Fernhörers (der Ton geht immer noch!) vom unreguliertem Netze fortbesteht!
Spätestens jetzt ein Fall für einen schon längst ausgestorbenem Beruf, seinerzeit jedoch eine Goldgrube! Na, wißt ihr, wen ich meine?




rotmark. @ 94 Meinst du damit das chemische Element Selen , Zeichen se oder einen Stapel menschlicher Seelen, wobei ich keine Vorstellung habe, wie man das letztere technisch bewerkstelligen kann ( ich weiss krümelkack.... ei )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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