#1

Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 22:52
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo Leute! Unsere Vereidigung damals,war schon etwas lustig.Wir mußten in Marschordnung nach Marschmusik marschieren und das ging gründlich in die Hose. Irgendwie,sind wir aus den Tritt gekommen und haben uns eigentlich gegenseitig in den Axxxh getreten! Den zivilen Zuschauern standen vor lachen Tränen in den Augen,dem Spieß und KC auch,aber vor Wut! Nach der Vereidigung durften wir den Stahlhelm abgeben, Mütze empfangen und mit Ausgangsuniform und Stiefel in den Ausgang.(sah beschxxxen aus).Wer kann sich noch an seine Vereidigung erinnern? Gruß Hans55

@Stabsfähnrich: Bitte keine vulgären oder anstößigen Worte ausgeschrieben verwenden. Danke


zuletzt bearbeitet 20.02.2011 23:58 | nach oben springen

#2

RE: Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2011 07:29
von bendix | 2.642 Beiträge

Hallo Hans,
unsere Vereidigung fand auch in Sachsenhausen statt.Unser Zug wurde zum Ehrenzug erklärt und so mussten wir uns mit weißen Handschuhen und exaktem Exerzierschritt präsentieren.Das hieß "Überstunden" im Exerzieren die 3 Wochen und ich marschiere in Gedanken immer wieder den Weg von unserer Baracke,vorbei am großen Kompaniegebäude bis zur Sturmbahn,das Gebrüll unseres Zugführers im Ohr.
Aber in Sachsenhausen hat alles geklappt,bis auf den Umstand das da einer von uns beim Stillstehen abgeklappt ist.Die Aufregung war wohl zu viel für den Kerl.Naja,so ist das Leben,man kann nicht alles planen.
Danach hatten wir auch Ausgang,ganze 2 Stunden in der Regimentsgaststätte.Toll.

Grüße in`s Forum und eine schöne Woche euch Allen

bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#3

RE: Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2011 10:06
von VNRut | 1.486 Beiträge

Hallo Hans & Bendix, ich bin auch in Sachsenhausen vergatt... - Stop - vereidigt worden. Es lief so ähnlich wie bei Euch ab. Tagelang wurde stundenlang das Exerzieren im Schloss Oranienburg geübt. Auf dem Sportplatz wurden die Aufstellungs- und Bewegungselemente geübt. Da es 1982 im Monat Mai schon sehr warm war, gab es auf dem Kasernengelände schon die ersten Ausfälle. Einige Soldaten kippten wie die Fliegen um und andere Kameraden kamen mit ihren Beinen nicht zurecht oder verwechselten Links mit Rechts. Was soll das erst in Sachsenhausen werden? - Diese Frage begleitete nicht nur uns Soldaten. Die Antwort kam sofort mit Überstunden bis in den späten Abend. Bei einen unseren jungen BU wurde sofort geputscht und wir marschierten mit "betonten Schritt" am Stabsgebäude (Schloss) vorbei. Die Folgen dieser kleinen "Meuterei" bekamen nicht nur wir auch unser BU zu spüren.

Am Tag der Vereidigung lief alles glatt ab. Nur die Atmosphäre im KZ Sachsenhausen passte nicht so Recht zu einer feierlichen Zeremonie wie diese Vereidigung. Aber darüber hat jeder seine eigenen Ansichten.

Nach der Vereidigung dürften wir nach einen festgelegten Zeitplan für jein oder zwei Stunden eine vorher zugeteilte gastronomische Einrichtung besuchen. Danach war Stadtbesichtigung mit der Familie angesagt. Trotz der begrenzten Aufenthaltszeit in den Gaststätten hatten es einige Soldaten geschafft sturzbetrunken allein in die Kaserne zurück zu kehren bzw. von der MP zurück gebracht zu werden, welches eine Nacht in der Arrestzelle zur Folge hatte. Nach diesem Tag begann der Ernst unserer Ausbildung mit einen Fußmarsch und kompletter Gefechtsausrüstung in Richtung TÜP Germendorf. Man wollte uns den Restalkohol aus den Körper holen oder war es nur die Bestrafung wegen der vorangegangenen Tage gewesen..

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 21.02.2011 10:16 | nach oben springen

#4

RE: Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 21.02.2011 16:16
von LO-driver | 750 Beiträge

Meine Vereidigung ist in Eisenach auf dem Marktplatz gewesen. Der Ablauf dürfte ziemlich gleich gewesen sein.
War schon ein komisches Gefühl in der vollen Mongtur, mit Eltern und Freunden, durch die Stadt zu ziehen.
Anbei mal ein Foto von damals.

Angefügte Bilder:


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#5

RE: Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.02.2011 20:32
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von LO-driver
Meine Vereidigung ist in Eisenach auf dem Marktplatz gewesen. Der Ablauf dürfte ziemlich gleich gewesen sein.
War schon ein komisches Gefühl in der vollen Mongtur, mit Eltern und Freunden, durch die Stadt zu ziehen.
Anbei mal ein Foto von damals.



Hallo LO Driver,

die Bilder sind ja richtige "Zeitzeugen"....der Marktplatz in ESA...noch volle Anzahl ..vermute mal 9*Komp.+Stabskompanie
welch Jahr war das?

DankeBO


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#6

RE: Vereidigung in Sachsenhausen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.02.2011 22:31
von Annakin | 526 Beiträge

Hallo zusammen.

An seine Vereidigung kann sich bestimmt noch jeder erinnern. War das erste Ereignis nach der Einberufung wo man sein Angehörigen sehen konnten, sofern sie die Möglichkeit hatten hinzukommen. Unsere fand in Perleberg in der Kaserne ( US - VI ) statt, wo wir das erste halbe Jahr zur Ausbildung waren. Nach dem offiziellen Teil also Antreten, Fahneneid und Vorbeimarsch an der Ehrentribüne gabs nach dem Wegtreten erst mal ein heilloses Durcheinander weil jeder seine Angehörigen suchte. Wer sie gefunden hatte schleppte wenige zeit später erst mal seine Proviantpakete aufs Zimmer. Anschließend gab es dann das erste mal die Ausgangskarten. Die die keinen Besuch hatten gingen im Gruppenausgang. Ausgang gab es an dem Tag bis 18.00 Uhr. Was die Reservierung von Plätzen in den umliegenden Gaststätten anging hatten die Verantwortlichen der U - Schule wirklich gute Arbeit geleistet. Meine Eltern und ich waren im Hotel Germina in Wittenberge Mittag essen wo wir gleich in Empfang genommen wurden und einen Tisch zu gewiesen bekamen.

Gruß Annakin


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