#21

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:21
von Landeposten (gelöscht)
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Hallo,nach mehrmaligen anschissen habe ich bemerkt,daß es am besten ist--einfach die Hand an die Mütze,an nichts denken und weiter gehen-.
Ein gutes Mittel war auch immer beide Hände voll zu haben,dann reichte ein einfacher Blick.


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#22

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:25
von eisenringtheo | 9.155 Beiträge

Zitat von Weichmolch
(...)
30. Eine Ehrenbezeigung ist nicht zu erweisen:
a) in Demonstrationszügen,
b) von Kraft- und Radfahrern während der Fahrt,
c) in öffentlichen Verkehrsmitteln,
d) in sanitären Anlagen,
e) in Veranstaltungen gesellschaftlicher Organisationen, Fest- und Kulturveranstaltungen,
ausgenommen, wenn Nationalhymnen intoniert werden.






Recht so!! Im Pissoir wäre es irgendwie schwierig (speziell für Rechtshänder)...
Theo


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#23

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:29
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

1. Sicher gab es Dienstvorschriften und in der Ausbildung wurde das auch alles bis zum Erbrechen geübt (danke Weichmolch für die Auffrischung des Gedächnisses).
2. Am Kanten liefen die Uhren anders. Alles lief fast familiär ab. Die ganze Grüßerei wurde recht lax gesehen, auch von den Vorgesetzten, ausgenommen, es waren höhere Offiziere anwesend. Ein (militärischer) Gruß von BGS, Zoll oder BAOR wurde auf die gleiche Weise erwiedert.

kleine Anekdote: Ich war mal mit einem GAKl (Oberfähnrich) im Regimentsstab GR 20 in Halberstadt. Er hatte dort dienstlich zu tun, ich war der Fahrer. Als er zurück kam und in den LO stieg erzählte er völlig fassungslos: "Du, weißt du was mir eben passiert ist? Mir kamen 2 Unteroffiziere entgegen. Plötzlich reißen die ihre Hände an die Mütze und grüßen, ich wußte gar nicht was ich machen soll!"


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#24

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:30
von Gelöschtes Mitglied
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In der Knolle Halberstadt habe ich versucht immer zu Grüßen,wenn ich nicht gerade wieder Gedankenversunken an irgend einem Vorgesetzten vorbei lief und dieser mich natürlich lautstark weckte.
Da ich diesbezüglich einmal sehr schlechte Erfahrungen machte.....ich grüßte unseren Spieß nicht und die Konsequenz für mich darin bestand, dass ich die "Zylinder" (WC's) außerhalb der Reihe reinigen durfte,versuchte ich eben den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und das kleinere Übel des Grußes in Kauf zu nehmen.

Allerdings wurde eine Gruppe Vorgesetzter selbst in der Knolle HBS (KFZ-Kompanie) nicht gegrüßt und zwar die Uffze.
Welche gingen damit lässig um,mit denen gab es dann keinen Stress und sie konnten sich auf uns verlassen.
Andere wieder wollten den absoluten "Macker" raushängen lassen und durchziehen.
Doch da waren wir uns als Knollen auf der Stube schon einig.
Wenn so ein "Beton-Uffz" dann in einer Übung was von uns verlangte und seinem Vorgesetzten über glänzen oder "Punkte sammeln" wollte,ließen wir so einen auflaufen.Das ging dann auch.

Das Jahr in der Grenzkompanie am Kanten wurde dann faktisch gar nicht mehr gegrüßt.
Dies geschah nur am Anfang als wir dort neu ankamen.
Danach war es sehr Familiär.Selbst die Anzugsordnung war sehr locker.
Wir brauchten z.B. kein Koppel,Käppi etc. in der Kompanie anlegen oder tragen.

Gruß ek40


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#25

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:46
von Gohrbi | 566 Beiträge

Auch bei der LSK/LV wurde gegrüßt.
Als "Frischling" hatte ich so meine Probleme, denn da mußte ich..... Als Uffz im Ausgang, schon etwas mutiger, übersah
ich geflissendlich einen Staber von den Musikern, oh-oh. Der mich aber nicht. So klein, wie der war machte er sich lautstark bemerkbar.
Die halbe Straße blieb vor Ehrfurcht stehen. Ich habe ihn halt übersehen, denn er ging mir nur bis unterhalb der Brusttasche.
Also mußte ich später, mit Vorgeseztengewalt ausgestattet, die anderen knechten.
Da ich an der Uffz-Schule war, ging das mir aber auch so langsam mächtig auf den Keks.
Auf dem Weg zum Essen besonders. Jeder US, der kranke Füße hatte kam dir entgegen und grüßte.
Falls es mal einer vergessen hat, erinnerte ich ihn lautstark und den Rest des Weges hatte ich Ruhe, denn jeder grüßte
Warum? Sonst sprach mich ein Offz an und fragte:"Sachensemal Jenosse Fähnrisch, warum hammsedenn den nich zurückgeholt?"

In der Bw war das lockerer. Morgens bekam der KC sein Teil und Mittags der Abteilungschef, manchmal der Divisioner
und für den Rest reichte ein "Mahlzeit" oder "Grüß Gott" (in Schwaben oder Bayern)

Aber auch nur bei der Lw. Wir trugen in der Kaserne auch keine Kopfbedeckung.
Als ich zu einem Leh(e)rgang beim Heer mal weilen durfte, die waren ja so hitzig, dass sie beim aus dem Fenster schauen schon das Barrett auf dem Kopf hatten.


zuletzt bearbeitet 19.02.2011 13:48 | nach oben springen

#26

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 13:46
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von exgakl
...Frage: Wie wurde die militärische Grußerweisung durchgeführt, wenn die MPi mitgeführt wurde? Der überwiegende Teil der zum Grenzdienst eingesetzten Soldaten, führte doch hauptsächlich die AK 74 mit.



Chris da gabs bestimmt die Schierker Ausnahmeregel NUmmer 3.007/4711




Mir hatten keine AK 74. Bis zuletzt nicht, soweit ich weiß. 1983 wurden die letzten unserer AK nach dem Muster der KMS 72 auf die nach der Seite einklappbare Schulterstütze umgerüstet. So trug man die MPi rechts mit dem Lauf nach unten, den Gurt eingehängt hinter dem Schulterstück. Also nix mit Daumen vorschriftsmäßig unterm Gurt. So hatte man die rechte Hand frei.[/quote]

..............sorry, meinte auch die 72`er


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#27

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 16:05
von YYYYYYYY (gelöscht)
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Zitat von Gohrbi

Aber auch nur bei der Lw. Wir trugen in der Kaserne auch keine Kopfbedeckung.
Als ich zu einem Leh(e)rgang beim Heer mal weilen durfte, die waren ja so hitzig, dass sie beim aus dem Fenster schauen schon das Barrett auf dem Kopf hatten.



ja das gehört sich so beim heer.als ich mal in einer lw kaserne war,und sah wie die soldaten da ohne barett oder schiffchen rumliefen(teilweise die kopfbedeckung zwischen den schulterstücken) war ich schockiert
ich probierte dass dann auch mal in meiner heimatkaserne (heer) aus.hätte ich lieber lassen sollen, bekam mir nicht alzu gut.


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#28

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 18:03
von PF75 | 3.291 Beiträge

in der GK wurde meistens nur zivil gegrüßt,außer der KC hatte mal einen schlechten tag dan maulte der auch mal rum.Gegenüber Angehörigen andere Waffengattungen hat man sich bei Beschwerden immer damit erklärt bei den GT ist es üblich nur die unmittelbaren Vorgesetzten und bekannte Leute zu grüßen und das wurde in den meisten Fällen auch gelaubt.


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#29

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 18:40
von elessarix (gelöscht)
avatar

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55


es gibt noch schlimmere formen um es in den kopf eines soldaten reinzubekommen. stechschritt am vorgesetzten vorbei, oder wenn vorgesetzte im flur sich an die wand lehnen und der soldat STuRr hatte stuben und revierreinigen. da musste man dann schon sehr oft fragen...genosse hauptmann gestatten sie dass ich vorbeigehe.. es wurde IMMER der höhere diensgrad angesprochen. wenn ich sich zwei unterhielten und du den niederen dienstgrad sprechen willst ...genosse hauptmann gestatten sie dass ich den genossen leutnant spreche. du hattest so lange in "in strammstehhaltung seine antwort zu erwarten. das kann mit eimer in der hand ganz schön auf die arme gehen.


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#30

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 18:55
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von elessarix

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55


es gibt noch schlimmere formen um es in den kopf eines soldaten reinzubekommen. stechschritt am vorgesetzten vorbei, oder wenn vorgesetzte im flur sich an die wand lehnen und der soldat STuRr hatte stuben und revierreinigen. da musste man dann schon sehr oft fragen...genosse hauptmann gestatten sie dass ich vorbeigehe.. es wurde IMMER der höhere diensgrad angesprochen. wenn ich sich zwei unterhielten und du den niederen dienstgrad sprechen willst ...genosse hauptmann gestatten sie dass ich den genossen leutnant spreche. du hattest so lange in "in strammstehhaltung seine antwort zu erwarten. das kann mit eimer in der hand ganz schön auf die arme gehen.




und wo ist das Problem?
Wie schon nun mehrfach gesagt,in den Grenzkompanien gab es dieses Problem so nicht


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#31

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 19:03
von PF75 | 3.291 Beiträge

noch ein nachtrag zu meinem Text,bei höheren dienstgraden die eventuell rum gemeckert hatten sagte man auch gerne "in den Linieneinheiten" hörte sich immer sehr wichtig an


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#32

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 19:12
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von elessarix

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55


es gibt noch schlimmere formen um es in den kopf eines soldaten reinzubekommen. stechschritt am vorgesetzten vorbei, oder wenn vorgesetzte im flur sich an die wand lehnen und der soldat STuRr hatte stuben und revierreinigen. da musste man dann schon sehr oft fragen...genosse hauptmann gestatten sie dass ich vorbeigehe.. es wurde IMMER der höhere diensgrad angesprochen. wenn ich sich zwei unterhielten und du den niederen dienstgrad sprechen willst ...genosse hauptmann gestatten sie dass ich den genossen leutnant spreche. du hattest so lange in "in strammstehhaltung seine antwort zu erwarten. das kann mit eimer in der hand ganz schön auf die arme gehen.




Na ja, das wird wohl in allen militärischen Einheiten auf der ganzen Welt gleich sein.
Ich verweise mal auf den Antikriegsfilm " Full Metal Jacket ". Ich denke da ist alles bisher Gesagte ein Liebesgeflüster.

http://www.youtube.com/watch?v=EB99a1SO_nc

Sir, jawoll, Sir


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 19.02.2011 19:24 | nach oben springen

#33

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.02.2011 19:21
von eisenringtheo | 9.155 Beiträge

ja Grüssen muss halt sein...

Theo


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#34

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 11:38
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von utkieker
Hallo Hans,

Wahrscheinlich hast du nicht direkt am Kanten gedient, in einer Grenzkompanie gab es andere "Vorschriften", irgendwie war vieles familierer und wenn nicht gerade ein offizieler Anlaß (Appell zum Grenzdienst u. a.) hat man auf bestimmte Spierenzchen ganz oder teilweise verzichtet. Man hat sich meistens mit einen freundlichen guten Morgen, guten Tag oder Hallo begrüßt. Die Ehrenbezeigung durch anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung kannte ich nur von der Ausbildung oder wenn Leute vom Regimentsstab die Kaserne inspizierten.
Brüllaffen und Sadisten sind eigenartigerweise häufig bei Millitär anzutreffen, denk dir dein Teil: "Wessen Geist nicht blitzt, dessen Stimme donnert". Für wirkliche Menschenführung brauche ich vor allem soziale Intelligenz, wär sich so Ansehen, Respekt und Autorität erwirbt, bei dem bin ich auch bereit meinen Hut zu ziehen!



Gruß Hartmut


quote="utkieker
Klasse ,ist auch meine Meinung.
Gruß Greso


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#35

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 14:37
von Blondi | 164 Beiträge

Das Jahr am Kanten war in punkto Grußerweisung ganz locker. Meine letzten 3 Tage durfte ich in der GK Ecklingerode verbringen, da kam ich mir vor wie in der Keimschmiede. Ständig Grußerweisungen und laufend Maßregelungen. Na ja, noch 3 Tage, was soll's. Der KC, ein Oberlolli, lies die Gefreiten noch ein paar Stunden vor der Entlassung antreten und legte fest, wer noch mal zum Frisör durft. Ich sollte auch, aber es ging auch ohne.


Sei was du willst, doch habe den Mut es ganz zu sein.


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#36

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 14:51
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Greso

Zitat von utkieker
Hallo Hans,

Wahrscheinlich hast du nicht direkt am Kanten gedient, in einer Grenzkompanie gab es andere "Vorschriften", irgendwie war vieles familierer und wenn nicht gerade ein offizieler Anlaß (Appell zum Grenzdienst u. a.) hat man auf bestimmte Spierenzchen ganz oder teilweise verzichtet. Man hat sich meistens mit einen freundlichen guten Morgen, guten Tag oder Hallo begrüßt. Die Ehrenbezeigung durch anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung kannte ich nur von der Ausbildung oder wenn Leute vom Regimentsstab die Kaserne inspizierten.
Brüllaffen und Sadisten sind eigenartigerweise häufig bei Millitär anzutreffen, denk dir dein Teil: "Wessen Geist nicht blitzt, dessen Stimme donnert". Für wirkliche Menschenführung brauche ich vor allem soziale Intelligenz, wär sich so Ansehen, Respekt und Autorität erwirbt, bei dem bin ich auch bereit meinen Hut zu ziehen!



Gruß Hartmut


quote="utkieker
Klasse ,ist auch meine Meinung.
Gruß Greso



[schwarz]

Genau,schöne Aussage...
Ansonsten
"Geh nie zu deinem Fürscht,wenn de nich jerufen wirscht"!
Also das Grussverhalten bei den" Linieneinheiten war doch eher locker"insofern man nicht auf den "gestressten Emporkömmling"traf,manche hatten vielleicht auch nur ein "schlechtes WE"...mit Kollerikern hat mans aber überall schwer.
Gruss BO


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#37

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 15:21
von Winch | 171 Beiträge

mal ne frage, wer musste wohl mehr grüßen? unterstellter oder vorgesetzter? na, da habt ihrs doch.


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#38

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 15:34
von praeceptor507 | 233 Beiträge

Zitat von Hans55
Hallo ,alle zusammen! Ich weiß nicht,ob daß nur bei uns so bekloppt war, dieses ewige gegrüße war doch bescheuert! Ich glaube jeder hier in diesem Forum kennt das noch"Genosse Soldat oder Gefreiter,kommen sie sofort zurück"! Mancheglaube ich ,.konnten sich daran richtig aufgeilen! In unserem Regiment gab es auch so ein "Prachtexemplar" ein Fähnrich D.mit etwas sadistischen Einschlag. Der Kerl,hat mich etliche Male den Weg von der Kompanie zur MHO,mit Grußerweisung laufen lassen!Danach frug er mich,warum ich nicht gegrüßt habe?Da ich ja noch stinksauer war,war die Antwort dementsprechent "Ich grüße nur ,wen ich leiden kann"!Dann das übliche,er fing an zu schreien,ich in meiner Wut habe noch einen nachgelegt,wer schreit hört auf zu denken,sagte ich zu ihm. Am selben Abend durfte ich Kochgeschirr und Schwarzkombi packen und für 2.Tage einziehen.( Knast).An den Schreihals kann ich mich nach mehr als 30 Jahren noch erinnern! Überigens,wer hat mal eingesessen und warum? Ein Soldat ohne Knast,ist wie Baum ohne Ast! Hans55



"Ein Soldat ohne Knaaaast,ist wie Baum ohne Aaaast"
Das hat unser "Knast Ernst" in Treptow immer gesungen.
Er war ein prima Kumpel, hat "seine Jungs" sogar zum Fußball ins Stadion ausgeführt.
(Getarnt als Außenrevier reinigen). Hat ihm aber eine Degradierung eingebracht.
Im Knast war ich damals nur nach dem Ausgang, zur Ausnüchterung.
Bei einer derben Streiterei bin ich nur durch Glück um 3 Tage Knast Ernst herumgekommen.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
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#39

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 15:43
von praeceptor507 | 233 Beiträge


Als ich ins GR kam habe ich mir das Grüßen schnell abgewöhnt.
Gegrüßt wurde nur ab KC oder bei der Vergatterung.
Übrigens in der Kompanie hat der KC keinen großen Wert auf eine Grußerweisung gelegt.


Komm'se mal zurück Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
zuletzt bearbeitet 20.02.2011 15:43 | nach oben springen

#40

RE: Grüßen von Vorgesetzten

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.02.2011 20:56
von Greso | 2.377 Beiträge

Es war 1967,meine Tage waren gezählt und es kam eine Pioniereinheit zu uns auf die Grenzkompanie(Damals,gab es noch keine Grenztruppen,es war alles NVA.) Wir standen zu fünft auf unserer Treppe und erzählten,und schauten was da kam.Ein Trupp mit Hauptmann,Obl und was es noch an Rängen darunter gab auf uns zu.Wir alle inZivilkleidung und lachten,ein Haupm.nahm Grundstellung ein und fragte im Befehlston ,,wer ist der Dienstälteste?-ein Uffz,ich Gen.Hauptm. der Hauptm.warum Grüßen sie nicht? der Uffz.Gen.Hauptm.
erst ab Oberst mit grüner Waffenfarbe.Der konnte nicht,er schraubte sich hoch und wollte zum KC.Da wurde es ihm erklärt,das es hier nicht die Regel ist zu grüßen.Wir sagten ,,Morgen-KC, Feldw. oder .Die Waffenfarbe war weiß und da mussten sogar die Gefreiten Gegrüßt werden.Aber die Soldaten waren schnell unsere Freunde,weil wir immer für sie was zum Aufwärmen hatten,denn sie schliefen in Zelte und durften nicht raus.Da fing es an beschissen zu werden an der Grenze,die bauten diesen Autograben und was da noch alles an Abdichtung kamIch treffe immer noch einen der noch länger diente,er sagt ,,Greso ihr wurdet entlassen ,und es wurde beschissen.
P.S.zum Gruß,es wurde bei offiziellen Veranstaltungen natürlich richtig gegrüßt.
Gruß Greso


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