#1

PiD & PUT

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2011 11:09
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
Politisch ideologische Diversion
Politische Untergrundtätigkeit


Nun weiß ich Bescheid.



Wer hätte das auch vermutet?

Zitat von Gert

Feliks so etwas gab es doch gar nicht in der DDR. Oder sind Demonstranten auf der Straße politische Untergrundkämpfer ?


Nein sind sie nicht!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 16.02.2011 11:11 | nach oben springen

#2

RE: PiD & PUT

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2011 11:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Na ja, das Forum hat ja auch einen Bildungsauftrag... dem ich bei euch beiden gerne nachkommen möchte. Dies jedoch in einem eigenen Thread, um das andere Thema nicht gänzlich OT werden zu lassen.

Politisch-ideologische Diversion (PID) ist der Bestandteil der gegen den realen Sozialismus gerichteten Subversion des Feindes, der die subversiven Angriffe auf ideologischem Gebiet umfasst. Mit der politisch-ideologischen Diversion strebt der Feind in einem langfristig angelegten mehrstufigen Prozess subversive Ziele an. Sie bestehen in der Zersetzung des sozialistischen Bewusstseins bzw. der Störung und Verhinderung seiner Herausbildung, in der Untergrabung des Vertrauens breiter Bevölkerungskreise zur Politik der kommunistischen Parteien und der sozialistischen Staaten, in der Inspirierung antisozialistischer Verhaltensweisen bis hin zur Begehung von Staatsverbrechen, in der Mobilisierung feindlich-negativer Kräfte in den sozialistischen Staaten, in der Entwicklung einer feindlichen ideologischen personellen Basis in den sozialistischen Staaten zur Inspirierung politischer Untergrundtätigkeit, sowie im Hervorrufen von Unzufriedenheit, Unruhe, Passivität und politischer Unsicherheit in breiten Bevölkerungskreisen.


Politische Untergrundtätigkeit (PUT) ist durch den konzentrierten Einsatz der politisch-ideologischen Diversion inspirierte und von feindlichen Zentren, Organisationen und Kräften organisierte Suche, Sammlung und Zusammenführung von feindlich-negativen Kräften zur Schaffung einer personellen Basis im Innern der DDR, die in Durchsetzung feindlicher Plattformen unter Anwendung konspirativer Mittel und Methoden langfristig orientierend gegen die DDR mit dem Ziel kämpfen, in der sozialistischen Gesellschaft sozialismusfeindliche Positionen zu schaffen, Bürger der DDR gegen den Sozialismus aufzuwiegeln und feindliche Handlungen zu aktivieren, um damit einen Prozess konterrevolutionärer Veränderungen zur letztlichen Beseitigung der Arbeiter und Bauernmacht in Gang zu setzen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 16.02.2011 11:15 | nach oben springen

#3

RE: PiD & PUT

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2011 11:40
von UNGEDIENTER (gelöscht)
avatar

Hier ein Link mit Erläuterungen zu PID und PUT; aber auch mit vielen weiteren, interessanten und umfangreichen Schilderungen zur Tätigkeit des MfS.

http://books.google.de/books?id=q4jEvHNU...D%20DDR&f=false


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#4

RE: PiD & PUT

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2011 12:49
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von UNGEDIENTER
Hier ein Link mit Erläuterungen zu PID und PUT; aber auch mit vielen weiteren, interessanten und umfangreichen Schilderungen zur Tätigkeit des MfS.

http://books.google.de/books?id=q4jEvHNU...D%20DDR&f=false



Ist ja wirklich ein starkes Stück.

Da arbeitet doch die Aufklärung des MfS mit der Spionageabwehr des MfS zusammen.
Und die beschäftigen sich ausgerechnet mit der StäV und anderen Botschaften.

Na zum Glück wurden Botschaften in der ganzen Welt nur von den Staaten des Warschauer Vertrages füe ev. Geheimdienstlich Aktivitäten genutzt, Staaten der NATO nutzten weder ihre Botschaften noch ihr Personal für entsprechende Aktivitäten.....


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#5

RE: PiD & PUT

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.04.2011 22:19
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Na ja, das Forum hat ja auch einen Bildungsauftrag... dem ich bei euch beiden gerne nachkommen möchte. Dies jedoch in einem eigenen Thread, um das andere Thema nicht gänzlich OT werden zu lassen.

Politisch-ideologische Diversion (PID) ist der Bestandteil der gegen den realen Sozialismus gerichteten Subversion des Feindes, der die subversiven Angriffe auf ideologischem Gebiet umfasst. Mit der politisch-ideologischen Diversion strebt der Feind in einem langfristig angelegten mehrstufigen Prozess subversive Ziele an. Sie bestehen in der Zersetzung des sozialistischen Bewusstseins bzw. der Störung und Verhinderung seiner Herausbildung, in der Untergrabung des Vertrauens breiter Bevölkerungskreise zur Politik der kommunistischen Parteien und der sozialistischen Staaten, in der Inspirierung antisozialistischer Verhaltensweisen bis hin zur Begehung von Staatsverbrechen, in der Mobilisierung feindlich-negativer Kräfte in den sozialistischen Staaten, in der Entwicklung einer feindlichen ideologischen personellen Basis in den sozialistischen Staaten zur Inspirierung politischer Untergrundtätigkeit, sowie im Hervorrufen von Unzufriedenheit, Unruhe, Passivität und politischer Unsicherheit in breiten Bevölkerungskreisen.


Politische Untergrundtätigkeit (PUT) ist durch den konzentrierten Einsatz der politisch-ideologischen Diversion inspirierte und von feindlichen Zentren, Organisationen und Kräften organisierte Suche, Sammlung und Zusammenführung von feindlich-negativen Kräften zur Schaffung einer personellen Basis im Innern der DDR, die in Durchsetzung feindlicher Plattformen unter Anwendung konspirativer Mittel und Methoden langfristig orientierend gegen die DDR mit dem Ziel kämpfen, in der sozialistischen Gesellschaft sozialismusfeindliche Positionen zu schaffen, Bürger der DDR gegen den Sozialismus aufzuwiegeln und feindliche Handlungen zu aktivieren, um damit einen Prozess konterrevolutionärer Veränderungen zur letztlichen Beseitigung der Arbeiter und Bauernmacht in Gang zu setzen.





Feliks, das ist ein bischen in oder vor meinem Urlaub untergegangen, sodass ich das erst jetzt gelesen habe. Sehr aufschlussreich deine Darstellung. Aber ist das nicht sehr theoretisch ? Oder ist das 1989 dann tatsächlich so abgelaufen, dass die jahrelange PiD des Westens ihre Früchte getragen hat und zu der Revolution von 89 geführt hat ? War das der Fall X der PiD?

Gruß Gert


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