#21

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 12.02.2011 22:11
von vs1 (gelöscht)
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so wird gesprochen, in luthers alter heimat.
dr kerl war ehm mansfäller!

kleines beispiel gefälligst und hoffentlich gibt es mal noch etwas anderes in mundart.

Schlachtefäst un kein Zohk in dr Esse

Bei Korzens solle Schlachtefäst sinn.
Aenne, de Fraue, hotte vorrhär alle Neine, dass nischt drquäre jink. Denn metten Fleischer war nich jut Kärschen ässen, wenns nich wie am Schnierchen klappte. Kochtes Wasser in Kessel nich zorr Zeit, da packt sei Krätsch zesamm un haute wedder ab. Drum sahte se änne Woche vorhär:
"Willy, denke drahn, nachm Kessel ze kucken, daß där orndtlichen Zohk hat!"
Willy nickte bloß un sahte:
"Maches Treiwen nich verrickt!"
Als nach änner Zeit ärs noch nich jemacht hotte, fink se wedder ahn met moddern:
"Wenn dänkstn endlich drahn?"
Doch bein jinks zum ein Ohr rin un zum annern wedder raus. Nie ware zum Ahmtbrot da, är kahmb eerscht zu nachtschlafender Zeit häime.

Nu hotte Aenne de Faxen metten dicke. Wenn alle Finnewe jrade sin lässt, bestellste ähmd in Ungermieter Kuhnertn.
Un där war aach jleich dr bei.
Das war so einer von dr schnelln Truppe, bei dän jingks: Ritsch, ratsch, rutsch - un schon färtch.
An Ahmd vorrn Schlachtn war Willy wedder äma noch nich in Hause. Aer kahmb eerscht Stunn nach Mitternacht, un voll wie tausend Ritter. Wasse da uffs Butterbrot jeschmeert krichte, das jingk uff keine Kuhaut.
Doch das steertn ewwerhaupt nich ä Fatz.
Aer schmisse sich in de Falle, un in Ummesähn ware injekullebt.
Nach nr Stunne machte sich Aenne ausn Fäddern, um in dr Waschkiche Feier ze machen.
Doch kei Zohk hotte de Feierungk-
dr janze Quiem kahmb zr Tehre raus.
Da retterierte se in de Schlafstowwe un treckte Willyn ausn Näste. Där denn schnurstraks in Nachthemde in de Waschkiche nunger, in Kessel rausstrekken, in dr Esse rumstärreln- das war eins.
Un was brachte zum Vorschein?
Ae ahler Sacklodder warsch, dän Kuhnert bein Sauwermachen nich wedder rausjekricht hotte,
"Siehste",
sahte Willy forr de Fraue.
"Das warsch!
Da kannte Dich bein Ungermieter bedanken,
dän Dutz!"

ihr braucht da nen übersetzer, ok. ... der is awwer mühsam. ok!

A:
Abbee- Abort
abeschpern- abäschpern, sich abmühen oder schwertun
abkankern- Spinngewebe entfernen
abkehlen- erwürgen oder jemand würgen
abmandeln- schelten oder zurechtweisen
abnuddeln- abmachen, entfernen
abpuddeln- (Schoten) abknipsen
abtrippen- übrig sein
aener- einer
Ahle, ahle, ahln- Alte, alte, alten
akkerat- akkurat, genau
alaponeer- a la bonne heure, großartig
allehoope- alluzhauf, alle zusammen
ahnjeknippert- angebunden
Angest- Angst
Angestrehre- Angströhre, Zylinderhut
anne- eine
Arschficke- Gesäßtasche
Arschlädder- Lederschutz des Bergmanns
Aschenbärgk- Müllhaufen
ausjehoelt- ausgeholt
ausjezoochen- ausgezogen
Awwer, awwer- Aber, aber
Ä,ä- Ein, ein
ä moal- mal oder einmal
ärwischen- erwischen

B:
bahle- bald, demnächst, in Zukunft oder absehbarer Zeit
Bähnert- Pänert, Handkorb
Balderwandschärze- Beiderwandschürze, eine Schürze aus grobem Leinen
Balleken- Balken
Balwier- Barbier, Friseur
Batallichen- bezwingen, angestrengt schleppen oder sich mühen
becksch- böckisch, brünstig
befuddeln- sich mit Kleinigkeiten betätigen, basteln, reparieren
beklaatert- verschmutzt
Bemme oder Bumme- Brotscheibe
bewwern, bewwerte- zittern, zitterte
Bieze- Pieze, Zitzen
Blähke- Bläke, Zunge
bläken- blöken
Blonde- Brauselimonade
Bongks- Bonbon
Brähm, Brägen- Kopf, Schädel
Brodden- Brodem, Dampf
Brummer- Schmeißfliege
Buckel- Rücken

D:
Dachreese- Dachwinkel
Damet, damete- Damit, damit er, damete besser / damit er besser
dahlen- herumspielen
dasses- das es
De, de- Die, die
Demmse- Dämse, schwüle Hitze
destelat- desolat
Diemen- Strohhaufen
Doffel- Toffel, Dummkopf
Doppelsteckchen- Doppelstöckchen, doppelter Schnaps
dorchillern- verstohlen durchgucken
drahne- daran
Dor, dor- Der, der, Dir, dir
Drahsch- Trasch, Arbeit
dreckt, dreckte- gehen, ging
drewesch- missmutig, boshaft, übel gelaunt
drmank- dazwischen, darunter
duddeln- trotteln, langsam gehen, schlendern
Dutz- Tutz, Dummkopf
dutzch- tutzig, dumm
Dän, dän- Den, den

E:
Eelhorn- Ölhorn, Rübölbehälter für die Bergmannslampe
Eislemm- Eisleben
estemiern- ästimieren, beachten
ewwern- übern, über den
ewwerlei- überlei, übrig
ewwerrascht- überrascht

F:
Fähre- Pferde
Fahrsteiger- Fahrsteiger
Fäpe- Weidenpfeife
fäpen- pfeifen
fappen- klatschen
Färderkorb- Förderkorb
Färken- Ferkel
fährscht- fährst
fatschen- ein klatschendes Geräusch erzeugen
Fatz- winzige Menge
Fehre- Furche
Fennekstickchen- Pfennigstückchen, Zuckerwerk
Ficke- Tasche
Fikuckchen- Fikuckchen machen, Possen treiben
Fissematäntchen- Fisimatenten, Ausflüchte
flahken- flaken, werfen
Flohkmolle- Flohmulde, scherzhaft für Bett
Forrsche- Kräfte, Force
fucheln- handeln, tauschen
Fuchteltour- Händler (u.a. Höker) auf Tour
Fummelkletzchen- Holabfälle der Bergleute
Freide- Freude
Freinde- Freunde

H:
Hackschbau- Hamsterbau
Hahnebenger, Hahnebengerballeken- oberste schräge Balken des inneren Dachwerks
Hahnewiepchen- Hagebutten
Hähpeln- häpeln, mühsam (nach oben) gehen
Hahtsch- Hatsch, großer Schuh
hahtschen- hatschen, (schlurfend) gehen
häiseln- häuseln, handwerkeln
hallewähche- halbwegs, einigermaßen
hallebtot- halb tot
Hamsterstärrel- Hamsterstörl, Stange für den Hamsterfang
hännich- nicht wahr?
Haupter- Anführer, Chef
Hecke- änne Hecke, viele
heckern- höckern, hocken, hinaufklettern
hen- hin
henpardautzen- hinpardauzen, hinfallen
Hitsche- Hütsche, Fußbank
hogk- hoch
Hohle- Halde
Hoope- Haufen
Horklich- uneben, huckelig
Hotzeln- Dürrpflaumen
Hoedolter- Hoftolter, Dummkopf
Hucke- Traglast
hucken- (auf dem Rücken) tragen, schleppen
Hunneflehn- Hundeflöhen
Hunnemäppchen!- nichts da, alles alle, Pustekuchen!

I:
Injeflocktes- Eingeflocktes, Eingebrocktes
inen- in den

J:
Jahnert- Ganter, Gänserich
järteln- gürteln, schlagen, werfen
Järtopp- Gärtopf, großer irdener Sauerkrauttopf
jedeesche- zurückhaltend, kleinlaut
je- ja
jehabt- gehabt
Jeekel- Gänkel, Schimpfwort allgemeiner Bedeutung
Jekrähtsche- Gekrätsche, Kram, Zeug
Jemächte- Gemächte, Geschlechtsteile
Jewärre- Gewirre, Kerl
jewennigklich- gewöhnlich
Jezähe- Arbeitsmittel des Bergmanns
jingksen- ging es ihn
Jliehstengel- Glühstengel, Zigarette
johkeln- jockeln, fahren
jorrschen- gurschen, stark regen, prügeln
Jossentitscher- Gossentitscher, Frack
Jriwwel- Kräuel, Grabegabel
jriwweln- kräueln, herausholen
Jroß, jroß- Groß, groß

K:
kahken- gaken, laut reden, schreien
Kanker- Spinne
kahmbs- kam es
kapplich- wacklig (kaputt)
Karona- Bande, Gruppe
katteln- rütteln
Kaue- kleiner Raum
Kawel- Kabel, Parzelle
keewesch- käbich, mäklig
kinnisch- kindisch
klabastern- gehen
Klähche- Kläge, Arbeit
klächte- arbeitete
klutschen- beugen
Knäckerchen- kleines Feuer, Gartenfeuer
Knaht- Knat, Dreck
Knätsch- Brei, Gemisch
knätschch- breiig
knauen- weinen, miauen
knorzelich- verwachsen, klein im Wuchs
Koch- menge zu kochendes Essen
Kokellampe- Öllampe des Bergmanns
Konne, konne- Konnte, konnte
kontant- kontent, einig
Koppkuke- Kopftuch
Krähtsch- Zeug
kratzbuckeln- unterwürfig sein
Kreepel- Krüppel, schlechter Mensch
kreepeln- sich mühsam bewegen
kreeplich- krüpplig, schlecht, elend
krehln- grölen, schreien, rufen
Krehlrachen- Grölrachen, Schreihals
Kreiel- Lärm, Streit
kreihn- kriegen, bekommen, erhalten
kreizkrimmenat- viele kleine Stücke
krunksen- stöhnen
krupen- kränkeln
kujeniern- kujonieren, quälen
kullepen- tief schlafen
Kullerscheese- Kullerschüsse, Murmeln
Kurre- einfacher Schlitten

L:
Lapsch- Läppisch, schlaffer Kerl
Latsch- Schuh
lätsch- nicht genug gewürzt
lähmer- liegen wir, uff dor Seite lähmer
Lawwe- Labbe, Mund
lengelank- der Länge nach, längelank
Loden- lange Haare (abwertend)

M:
Mahrd- Marder
Mansfäller- Mansfelder
Mandel- Garbenhaufen mit 15 Stück
Mangkat- Mangat, Ärger, Schwierigkeiten
mahnt- nur, denn
maschin?n- Drusch mit Dreschmaschine
Maulschelle- 1. rundes Gebäck, 2. Ohrfeige
met- mit
Mehk- nicht viel Mek machen, nicht viel Umstände machen, sich kurz fassen
Menkenke- Aufhebens, Umstände
micke- lebhaft, munter
Miehme, Muhme- ältere Frau
Miehe ? Mühe
moal- mal
moddern- unsachlich reden, schatzen
Molle- Mulde
Murrel- Schmutzfink
Musriehre- Musrühre, großer Rührlöffel
Mächtch, mächtch, mächtjer- Mächtig, mächtig, mächtiger, mächtch ausjehoelt / stark ausgeholt
N:
närreln- hänseln, veralbern, nörgeln
Nei, nei- Neu, neu ???
Neien, neien- Neuen, neuen
Neijierde- Neugierde

O:
Ooch, ooch- Auch, auch
Ooche, Oochen- Auge, Augen

P:
Pamps- dicker Brei
pansen- einlagern, einschlichten
pärschen- preschen, schnell gehen
Paschel- Baschel, großer kräftiger Kerl
peekern- eingehen, verenden
Pork- Borg, kastriertes männliches Schwein
Prast- Wut, Erregung

Q:
Quelt, quelte- Quält, quälte
Quärreljeist- Quergelgeist, unruhiger Mensch, Drängler
Quiem- Rauch, Mief

R:
rahpen- rapen, aufheben, ergreifen
rammdeesich- rammdösig, benommen, stumpfsinnig
rappen- raffen
Raude- Hautkrankheit der Tiere, frecher Junge
rauehart- rahehart, steinhart
rauskaarschen- herauskarsten, heraushacken
rawenjar- rabengar, sehr
recken- reichen, langen
Rehre- Röhre
Refermante- Vorwurf, Schelte
Rheima- Rheuma
reiteln- knebeln, festspannen
retteriern- sich zurückziehen
ribbeln- sich rühren, sich bewegen
Richtich, richtich- Richtig, richtig
rin- rein
rungeniern- ruinieren, zerstören
runger- runter

S:
S,s- Das, das, s linke Ooche / das linke Auge
Sacklodder- Fetzen aus groben Sackleinen
sausengeln- sich herumtreiben
Schachtkricke- Schachtstock des Bergmanns
Schachtrehre- Schachtröhre
Schäfchen- geschnittene Brothäppchen
schahken- schaken, gemütlich gehen, schlendern
Schahken- ausgetretene Schuhe
schärweln- scherbeln, tanzen
scheftern- schäftern, eifrig arbeiten
Schellrewwen- Schälrippen, Schweinerippen
Schemiesettchen- Chemisettchen, Vorhemd
Scheine- Scheune
Schestermannshose- Manchesterhose
schewwern- scheppern, laut schimpfen
Schiepchen- Küken
Schlacke- Schlckwurst, dicke Wurst vom Enddarm
Schlappschlauder- Steinschleuder, Katapult
Schlaps- großer Kerl
schlächt- schlecht
Schlippe- schmaler Durchgang zwischen den Häusern
schmoddrich- schmutzig
Schnärrel- dünner Kerl
schnärzch- schnippisch, kurz angebunden
schnarzen- mit zischendem Geräusch reißen
Schnorki- Bindegarn
schteent, schteente- stöhnt, stöhnte
Schtrick- Strick
schpricht- spricht
schuckern- holpernd fahren
schuffeln- scheuern, reiben
schumpen- lässig gehen
Schunkel- Schaukel
Schure- etwas zum Schure tun, zum Trotz, aus Bosheit tun
schuwwern- schuppern, sich schütteln, zittern
Schwansfäddern- Schwanfedern haben, Angst haben
Schwengel- Zugholz am Hundewagen
Schwucht- große Menge
Se, se- Sie, sie
sällten- selten
ses- sie des- das, wenn ses Rheima / wenn sie des/das Rheuma
`s kahmb- es kahm
Seier- Seiger, Uhrzeiger
stärreln- stochern
Steeperwetter- Stäuberwetter, Schneeregen, -treiben
Steier- Steiger
Stenkchen- Stänkchen, derblustige Geschichte
Stenker- Stänker, Ziegenbock
stewweln- stiefeln, gehen
strählingks- in einem Strahl fließend
strahkeln- strecken
Straue- Streu, Einstreu
streisteckch- dreistöckig
Sturrel- Storl, Strunk, abgestorbener Ast, Baumstumpf

T:
Täte- Tete, Arbeit
Teewe- Tebe, Hündin
Teewert- Täubert
tewweln- bezwingen
tickschen- tückisch sein, trotzen
titschen- eintauchen, eintunken
toltern- stolpern
träbber un träbber- immer schneller
Trahekiepe- Tragekiepe
Trachekorb- Tragekorb
Treckebock- Ziegenbock als Zugtier
trecken- ziehen
Trittewar- Trottoir, Bürgersteig
troddeln- trotteln, schlendern
Tuhr- Tour

U:
Uff, uff- Auf, auf
uffe hen- auf hin, nach oben
uffe hohk- auf hoch, nach oben
uffn- auf den, uffn Buckel / auf dem Rücken
uffjeklappt- aufgeklappt
ummefalln- umfallen
Ummesähn in Ummesähn- im Nu
umwällern- umpflügen
Un, un- Und, und
ungerkietch- unterkötig, unter der Haut eiternd
ungerdessen- unterdessen

V:
Vatter- Gevatter, Anrede unter Bergleuten
verdeffentieren- verteidigen
verduddeln- verlegen, verbummeln
verflahken- verprügeln
verklumn- verglummen, erstarren
verpaddeln- verbadeln, verscharren
verschmeicht- von Ungeziefer befallen
vichelant- vigilant, gewitzt
vicheliern- vigilieren, hantieren
vordeckt, vordeckte- verdeckt, verdeckte
voar- vor

W:
Wacke- großer Stein
Wällerwenge- Wellerwände, Wände aus Gertengeflecht und Lehm
Wärchel- Würgel, kleines Kind
wasse se- was sie
wedder- wieder
Weidenfitsche- Weidenrute
Weiwesen- Weibsen, Frauen
wemmen- wämmen, mit Wucht draufschlagen
Wummert- schwerer Gegenstand

Z:
Zanken- Zacken, Zweig, Ast
zerrte- zog,
zesammschorren- zusammenschurren, einstürzen
zeiche- zeige, zeigen
ziehln- zielen
Zibbel- Zwiebel
Zuhn- Zehe am Fuß
zujekniffen- zugekniffen
Zwassel- Astgabel


gruß vs ... viel spaß dabei.


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#22

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 12.02.2011 22:29
von Matscher (gelöscht)
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vs1, ätsch, isch gonnde`s läsn. isch gahm damit glaar, obwohl das Manfeldsche mit dem Osterländischen nich viel zu duun hadd.


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#23

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 00:25
von icke-ek71 (gelöscht)
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man ist det allet kompliziert..uns baliner kann mann doch immer verstehen!!oda höre ick da wat andret von euch sachsen???ich war nur mit sachsen auf der bude damals am kanten..wir haben uns wie bolle verstanden!!als ich dann wieder nach hause kam, hat meine mutter gefragt..sage mal wie sprichst denn du..na ja es hat eben abgefärbt!!schöne grüße ins sachsenland vom berliner icke!! übrigens im rheinland werden berliner gegessen..nee wa!!


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#24

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 09:40
von bendix | 2.642 Beiträge

Ich habe in Leipzig meine Facharbeiterausbildung gemacht,meine Mutter hat genau das selbe zu mir gesagt als ich wieder in der Heimat war.Ich lebe nun schon 31 Jahre hier in Ostbrandenburg,aber meine "Muttersprache"(Mecklenburgisch)hört man heute noch heraus.
Ich mag die Sachsen und ihre Sprache,welche ja von Region zu Region mitunter sehr unterschiedlich ist wie in einem vorigen Beitrag schon analysiert wurde.Wir hatten so einige auf der Stube und man verstand sie nicht immer gleich,aber mit der Zeit wusste mann dann schon was sie einem sagen wollten.In der Lehre in Leipzig hatte ich da schon mehr Schwierigkeiten,erstens war es neu für mich ollen Stierkopp und dann waren dort auch so einige von den Dörfern,die waren dann schon nicht so gut zu verstehen.

Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#25

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 09:44
von bendix | 2.642 Beiträge

Zitat von vs1
so wird gesprochen, in luthers alter heimat.
dr kerl war ehm mansfäller!

kleines beispiel gefälligst und hoffentlich gibt es mal noch etwas anderes in mundart.

Schlachtefäst un kein Zohk in dr Esse

Bei Korzens solle Schlachtefäst sinn.
Aenne, de Fraue, hotte vorrhär alle Neine, dass nischt drquäre jink. Denn metten Fleischer war nich jut Kärschen ässen, wenns nich wie am Schnierchen klappte. Kochtes Wasser in Kessel nich zorr Zeit, da packt sei Krätsch zesamm un haute wedder ab. Drum sahte se änne Woche vorhär:
"Willy, denke drahn, nachm Kessel ze kucken, daß där orndtlichen Zohk hat!"
Willy nickte bloß un sahte:
"Maches Treiwen nich verrickt!"
Als nach änner Zeit ärs noch nich jemacht hotte, fink se wedder ahn met moddern:
"Wenn dänkstn endlich drahn?"
Doch bein jinks zum ein Ohr rin un zum annern wedder raus. Nie ware zum Ahmtbrot da, är kahmb eerscht zu nachtschlafender Zeit häime.

Nu hotte Aenne de Faxen metten dicke. Wenn alle Finnewe jrade sin lässt, bestellste ähmd in Ungermieter Kuhnertn.
Un där war aach jleich dr bei.
Das war so einer von dr schnelln Truppe, bei dän jingks: Ritsch, ratsch, rutsch - un schon färtch.
An Ahmd vorrn Schlachtn war Willy wedder äma noch nich in Hause. Aer kahmb eerscht Stunn nach Mitternacht, un voll wie tausend Ritter. Wasse da uffs Butterbrot jeschmeert krichte, das jingk uff keine Kuhaut.
Doch das steertn ewwerhaupt nich ä Fatz.
Aer schmisse sich in de Falle, un in Ummesähn ware injekullebt.
Nach nr Stunne machte sich Aenne ausn Fäddern, um in dr Waschkiche Feier ze machen.
Doch kei Zohk hotte de Feierungk-
dr janze Quiem kahmb zr Tehre raus.
Da retterierte se in de Schlafstowwe un treckte Willyn ausn Näste. Där denn schnurstraks in Nachthemde in de Waschkiche nunger, in Kessel rausstrekken, in dr Esse rumstärreln- das war eins.
Un was brachte zum Vorschein?
Ae ahler Sacklodder warsch, dän Kuhnert bein Sauwermachen nich wedder rausjekricht hotte,
"Siehste",
sahte Willy forr de Fraue.
"Das warsch!
Da kannte Dich bein Ungermieter bedanken,
dän Dutz!"

ihr braucht da nen übersetzer, ok. ... der is awwer mühsam. ok!

A:
Abbee- Abort
abeschpern- abäschpern, sich abmühen oder schwertun
abkankern- Spinngewebe entfernen
abkehlen- erwürgen oder jemand würgen
abmandeln- schelten oder zurechtweisen
abnuddeln- abmachen, entfernen
abpuddeln- (Schoten) abknipsen
abtrippen- übrig sein
aener- einer
Ahle, ahle, ahln- Alte, alte, alten
akkerat- akkurat, genau
alaponeer- a la bonne heure, großartig
allehoope- alluzhauf, alle zusammen
ahnjeknippert- angebunden
Angest- Angst
Angestrehre- Angströhre, Zylinderhut
anne- eine
Arschficke- Gesäßtasche
Arschlädder- Lederschutz des Bergmanns
Aschenbärgk- Müllhaufen
ausjehoelt- ausgeholt
ausjezoochen- ausgezogen
Awwer, awwer- Aber, aber
Ä,ä- Ein, ein
ä moal- mal oder einmal
ärwischen- erwischen

B:
bahle- bald, demnächst, in Zukunft oder absehbarer Zeit
Bähnert- Pänert, Handkorb
Balderwandschärze- Beiderwandschürze, eine Schürze aus grobem Leinen
Balleken- Balken
Balwier- Barbier, Friseur
Batallichen- bezwingen, angestrengt schleppen oder sich mühen
becksch- böckisch, brünstig
befuddeln- sich mit Kleinigkeiten betätigen, basteln, reparieren
beklaatert- verschmutzt
Bemme oder Bumme- Brotscheibe
bewwern, bewwerte- zittern, zitterte
Bieze- Pieze, Zitzen
Blähke- Bläke, Zunge
bläken- blöken
Blonde- Brauselimonade
Bongks- Bonbon
Brähm, Brägen- Kopf, Schädel
Brodden- Brodem, Dampf
Brummer- Schmeißfliege
Buckel- Rücken

D:
Dachreese- Dachwinkel
Damet, damete- Damit, damit er, damete besser / damit er besser
dahlen- herumspielen
dasses- das es
De, de- Die, die
Demmse- Dämse, schwüle Hitze
destelat- desolat
Diemen- Strohhaufen
Doffel- Toffel, Dummkopf
Doppelsteckchen- Doppelstöckchen, doppelter Schnaps
dorchillern- verstohlen durchgucken
drahne- daran
Dor, dor- Der, der, Dir, dir
Drahsch- Trasch, Arbeit
dreckt, dreckte- gehen, ging
drewesch- missmutig, boshaft, übel gelaunt
drmank- dazwischen, darunter
duddeln- trotteln, langsam gehen, schlendern
Dutz- Tutz, Dummkopf
dutzch- tutzig, dumm
Dän, dän- Den, den

E:
Eelhorn- Ölhorn, Rübölbehälter für die Bergmannslampe
Eislemm- Eisleben
estemiern- ästimieren, beachten
ewwern- übern, über den
ewwerlei- überlei, übrig
ewwerrascht- überrascht

F:
Fähre- Pferde
Fahrsteiger- Fahrsteiger
Fäpe- Weidenpfeife
fäpen- pfeifen
fappen- klatschen
Färderkorb- Förderkorb
Färken- Ferkel
fährscht- fährst
fatschen- ein klatschendes Geräusch erzeugen
Fatz- winzige Menge
Fehre- Furche
Fennekstickchen- Pfennigstückchen, Zuckerwerk
Ficke- Tasche
Fikuckchen- Fikuckchen machen, Possen treiben
Fissematäntchen- Fisimatenten, Ausflüchte
flahken- flaken, werfen
Flohkmolle- Flohmulde, scherzhaft für Bett
Forrsche- Kräfte, Force
fucheln- handeln, tauschen
Fuchteltour- Händler (u.a. Höker) auf Tour
Fummelkletzchen- Holabfälle der Bergleute
Freide- Freude
Freinde- Freunde

H:
Hackschbau- Hamsterbau
Hahnebenger, Hahnebengerballeken- oberste schräge Balken des inneren Dachwerks
Hahnewiepchen- Hagebutten
Hähpeln- häpeln, mühsam (nach oben) gehen
Hahtsch- Hatsch, großer Schuh
hahtschen- hatschen, (schlurfend) gehen
häiseln- häuseln, handwerkeln
hallewähche- halbwegs, einigermaßen
hallebtot- halb tot
Hamsterstärrel- Hamsterstörl, Stange für den Hamsterfang
hännich- nicht wahr?
Haupter- Anführer, Chef
Hecke- änne Hecke, viele
heckern- höckern, hocken, hinaufklettern
hen- hin
henpardautzen- hinpardauzen, hinfallen
Hitsche- Hütsche, Fußbank
hogk- hoch
Hohle- Halde
Hoope- Haufen
Horklich- uneben, huckelig
Hotzeln- Dürrpflaumen
Hoedolter- Hoftolter, Dummkopf
Hucke- Traglast
hucken- (auf dem Rücken) tragen, schleppen
Hunneflehn- Hundeflöhen
Hunnemäppchen!- nichts da, alles alle, Pustekuchen!

I:
Injeflocktes- Eingeflocktes, Eingebrocktes
inen- in den

J:
Jahnert- Ganter, Gänserich
järteln- gürteln, schlagen, werfen
Järtopp- Gärtopf, großer irdener Sauerkrauttopf
jedeesche- zurückhaltend, kleinlaut
je- ja
jehabt- gehabt
Jeekel- Gänkel, Schimpfwort allgemeiner Bedeutung
Jekrähtsche- Gekrätsche, Kram, Zeug
Jemächte- Gemächte, Geschlechtsteile
Jewärre- Gewirre, Kerl
jewennigklich- gewöhnlich
Jezähe- Arbeitsmittel des Bergmanns
jingksen- ging es ihn
Jliehstengel- Glühstengel, Zigarette
johkeln- jockeln, fahren
jorrschen- gurschen, stark regen, prügeln
Jossentitscher- Gossentitscher, Frack
Jriwwel- Kräuel, Grabegabel
jriwweln- kräueln, herausholen
Jroß, jroß- Groß, groß

K:
kahken- gaken, laut reden, schreien
Kanker- Spinne
kahmbs- kam es
kapplich- wacklig (kaputt)
Karona- Bande, Gruppe
katteln- rütteln
Kaue- kleiner Raum
Kawel- Kabel, Parzelle
keewesch- käbich, mäklig
kinnisch- kindisch
klabastern- gehen
Klähche- Kläge, Arbeit
klächte- arbeitete
klutschen- beugen
Knäckerchen- kleines Feuer, Gartenfeuer
Knaht- Knat, Dreck
Knätsch- Brei, Gemisch
knätschch- breiig
knauen- weinen, miauen
knorzelich- verwachsen, klein im Wuchs
Koch- menge zu kochendes Essen
Kokellampe- Öllampe des Bergmanns
Konne, konne- Konnte, konnte
kontant- kontent, einig
Koppkuke- Kopftuch
Krähtsch- Zeug
kratzbuckeln- unterwürfig sein
Kreepel- Krüppel, schlechter Mensch
kreepeln- sich mühsam bewegen
kreeplich- krüpplig, schlecht, elend
krehln- grölen, schreien, rufen
Krehlrachen- Grölrachen, Schreihals
Kreiel- Lärm, Streit
kreihn- kriegen, bekommen, erhalten
kreizkrimmenat- viele kleine Stücke
krunksen- stöhnen
krupen- kränkeln
kujeniern- kujonieren, quälen
kullepen- tief schlafen
Kullerscheese- Kullerschüsse, Murmeln
Kurre- einfacher Schlitten

L:
Lapsch- Läppisch, schlaffer Kerl
Latsch- Schuh
lätsch- nicht genug gewürzt
lähmer- liegen wir, uff dor Seite lähmer
Lawwe- Labbe, Mund
lengelank- der Länge nach, längelank
Loden- lange Haare (abwertend)

M:
Mahrd- Marder
Mansfäller- Mansfelder
Mandel- Garbenhaufen mit 15 Stück
Mangkat- Mangat, Ärger, Schwierigkeiten
mahnt- nur, denn
maschin?n- Drusch mit Dreschmaschine
Maulschelle- 1. rundes Gebäck, 2. Ohrfeige
met- mit
Mehk- nicht viel Mek machen, nicht viel Umstände machen, sich kurz fassen
Menkenke- Aufhebens, Umstände
micke- lebhaft, munter
Miehme, Muhme- ältere Frau
Miehe ? Mühe
moal- mal
moddern- unsachlich reden, schatzen
Molle- Mulde
Murrel- Schmutzfink
Musriehre- Musrühre, großer Rührlöffel
Mächtch, mächtch, mächtjer- Mächtig, mächtig, mächtiger, mächtch ausjehoelt / stark ausgeholt
N:
närreln- hänseln, veralbern, nörgeln
Nei, nei- Neu, neu ???
Neien, neien- Neuen, neuen
Neijierde- Neugierde

O:
Ooch, ooch- Auch, auch
Ooche, Oochen- Auge, Augen

P:
Pamps- dicker Brei
pansen- einlagern, einschlichten
pärschen- preschen, schnell gehen
Paschel- Baschel, großer kräftiger Kerl
peekern- eingehen, verenden
Pork- Borg, kastriertes männliches Schwein
Prast- Wut, Erregung

Q:
Quelt, quelte- Quält, quälte
Quärreljeist- Quergelgeist, unruhiger Mensch, Drängler
Quiem- Rauch, Mief

R:
rahpen- rapen, aufheben, ergreifen
rammdeesich- rammdösig, benommen, stumpfsinnig
rappen- raffen
Raude- Hautkrankheit der Tiere, frecher Junge
rauehart- rahehart, steinhart
rauskaarschen- herauskarsten, heraushacken
rawenjar- rabengar, sehr
recken- reichen, langen
Rehre- Röhre
Refermante- Vorwurf, Schelte
Rheima- Rheuma
reiteln- knebeln, festspannen
retteriern- sich zurückziehen
ribbeln- sich rühren, sich bewegen
Richtich, richtich- Richtig, richtig
rin- rein
rungeniern- ruinieren, zerstören
runger- runter

S:
S,s- Das, das, s linke Ooche / das linke Auge
Sacklodder- Fetzen aus groben Sackleinen
sausengeln- sich herumtreiben
Schachtkricke- Schachtstock des Bergmanns
Schachtrehre- Schachtröhre
Schäfchen- geschnittene Brothäppchen
schahken- schaken, gemütlich gehen, schlendern
Schahken- ausgetretene Schuhe
schärweln- scherbeln, tanzen
scheftern- schäftern, eifrig arbeiten
Schellrewwen- Schälrippen, Schweinerippen
Schemiesettchen- Chemisettchen, Vorhemd
Scheine- Scheune
Schestermannshose- Manchesterhose
schewwern- scheppern, laut schimpfen
Schiepchen- Küken
Schlacke- Schlckwurst, dicke Wurst vom Enddarm
Schlappschlauder- Steinschleuder, Katapult
Schlaps- großer Kerl
schlächt- schlecht
Schlippe- schmaler Durchgang zwischen den Häusern
schmoddrich- schmutzig
Schnärrel- dünner Kerl
schnärzch- schnippisch, kurz angebunden
schnarzen- mit zischendem Geräusch reißen
Schnorki- Bindegarn
schteent, schteente- stöhnt, stöhnte
Schtrick- Strick
schpricht- spricht
schuckern- holpernd fahren
schuffeln- scheuern, reiben
schumpen- lässig gehen
Schunkel- Schaukel
Schure- etwas zum Schure tun, zum Trotz, aus Bosheit tun
schuwwern- schuppern, sich schütteln, zittern
Schwansfäddern- Schwanfedern haben, Angst haben
Schwengel- Zugholz am Hundewagen
Schwucht- große Menge
Se, se- Sie, sie
sällten- selten
ses- sie des- das, wenn ses Rheima / wenn sie des/das Rheuma
`s kahmb- es kahm
Seier- Seiger, Uhrzeiger
stärreln- stochern
Steeperwetter- Stäuberwetter, Schneeregen, -treiben
Steier- Steiger
Stenkchen- Stänkchen, derblustige Geschichte
Stenker- Stänker, Ziegenbock
stewweln- stiefeln, gehen
strählingks- in einem Strahl fließend
strahkeln- strecken
Straue- Streu, Einstreu
streisteckch- dreistöckig
Sturrel- Storl, Strunk, abgestorbener Ast, Baumstumpf

T:
Täte- Tete, Arbeit
Teewe- Tebe, Hündin
Teewert- Täubert
tewweln- bezwingen
tickschen- tückisch sein, trotzen
titschen- eintauchen, eintunken
toltern- stolpern
träbber un träbber- immer schneller
Trahekiepe- Tragekiepe
Trachekorb- Tragekorb
Treckebock- Ziegenbock als Zugtier
trecken- ziehen
Trittewar- Trottoir, Bürgersteig
troddeln- trotteln, schlendern
Tuhr- Tour

U:
Uff, uff- Auf, auf
uffe hen- auf hin, nach oben
uffe hohk- auf hoch, nach oben
uffn- auf den, uffn Buckel / auf dem Rücken
uffjeklappt- aufgeklappt
ummefalln- umfallen
Ummesähn in Ummesähn- im Nu
umwällern- umpflügen
Un, un- Und, und
ungerkietch- unterkötig, unter der Haut eiternd
ungerdessen- unterdessen

V:
Vatter- Gevatter, Anrede unter Bergleuten
verdeffentieren- verteidigen
verduddeln- verlegen, verbummeln
verflahken- verprügeln
verklumn- verglummen, erstarren
verpaddeln- verbadeln, verscharren
verschmeicht- von Ungeziefer befallen
vichelant- vigilant, gewitzt
vicheliern- vigilieren, hantieren
vordeckt, vordeckte- verdeckt, verdeckte
voar- vor

W:
Wacke- großer Stein
Wällerwenge- Wellerwände, Wände aus Gertengeflecht und Lehm
Wärchel- Würgel, kleines Kind
wasse se- was sie
wedder- wieder
Weidenfitsche- Weidenrute
Weiwesen- Weibsen, Frauen
wemmen- wämmen, mit Wucht draufschlagen
Wummert- schwerer Gegenstand

Z:
Zanken- Zacken, Zweig, Ast
zerrte- zog,
zesammschorren- zusammenschurren, einstürzen
zeiche- zeige, zeigen
ziehln- zielen
Zibbel- Zwiebel
Zuhn- Zehe am Fuß
zujekniffen- zugekniffen
Zwassel- Astgabel


gruß vs ... viel spaß dabei.



Mein lieber Scholli,da wird man ja reineweg rammdösig im Koppe.
Haste Dir aber viel Mühe gemacht vs1,prima.
Gruß bendix


Das Zufriedene ist leise,das Unzufriedene ist laut.
Gefreiter der Grenztruppen -1980 GAR 40 Oranienburg/Falkensee-GR 34 Groß-Glienicke 1981-1982
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#26

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 10:49
von Angelo | 12.396 Beiträge

Da könnte man ja fast ein Sachsen Wiki aufmachen


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#27

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 13:07
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Angelo
Da könnte man ja fast ein Sachsen Wiki aufmachen




Das wäre sehr empfehlenswert.....da käme bestimmt noch Einiges zusammen....in der obigen Liste vermisse ich noch den Nischel und die Erpern.....vieleicht auch mal die Vielfalt der Ausdrücke der anderen Dialekte und Mundarten.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#28

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 14:36
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Kleines Bilderräzel:

Angefügte Bilder:
Äpple.jpeg

Kein Sex mit Nazis...!!!
zuletzt bearbeitet 13.02.2011 14:38 | nach oben springen

#29

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 16:23
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von SkinnyTrucky
Kleines Bilderräzel:




do muss ärscht mol eener druff kommen


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#30

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 16:27
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von exgakl

Zitat von SkinnyTrucky
Kleines Bilderräzel:




do muss ärscht mol eener druff kommen




Nu, da fängt dr Däätz an zu qualm


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 13.02.2011 16:28 | nach oben springen

#31

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 17:12
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von stutz

Zitat von exgakl

Zitat von SkinnyTrucky
Kleines Bilderräzel:




do muss ärscht mol eener druff kommen




Nu, da fängt dr Däätz an zu qualm





Das globste doch wo selba ne, das e Sachse damit e Problem had.
E Ebb`l un e Ei, kennd doch scheder.
Abar mit `n Kreutz zwisch`n drinne hatsch so mene Probleme.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#32

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 17:50
von PF75 | 3.294 Beiträge

nochmal auf dialekte zurück zu kommen,habe mal im TV eine reportage über eine gegend in schwaben gesehen,bei interwievs waren immer untertitel eingeblendet sogar bei "Dorfsheriff".ist das eigendlich beamtenbeleidigung wenn er ins seinem dialekt spricht,ich nix verstehe und ich dann frage ob er das auch auf Deutsch kann ?
in einen anderen beitrag aus dem Motorsport sagte der verantworliche seine fahrer mußten immer sprachkurse nehmen da sie das un ternehmen weltweit repräsentiren und da kann man verlangen das sie ein verständliches hochdeutsch sprechen und nicht in ihrer mundart.


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#33

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 19:39
von Matscher (gelöscht)
avatar

ich hab in meiner Bibliothek ein sächsisches Wörterbuch stehen. Wenn jemand von Euch mit einem Wort Probleme hat, so soll er sich melden. Darin stehen auch Begriffe, die heute selten verwendet werden .


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#34

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 13.02.2011 21:16
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Mike59
Also Don,
wenn ich bedenke, das Martin Luther dem deutschen eine einheitliche Sprache gab und Martin Luther vom Kurfürst von Sachsen gefördert wurde.
Somit gab er dem deutschen Volk eine Sprache die sich Ostmittelhochdeutsch (Kein Witz) nennt.
Der Rest sind dann wohl nur Dialekte.
Ich habe eine gute Freundin die lebt in Hannover, sie sagt, bei uns sprechen die Menschen wie im Fernsehen.

Mike59



Fast richtig! Luthers Bibelübersetzung erfolgte der Zeit entsprechend (16. jahrhundert) in Frühneuhochdeutsch. Zu diesem Zeitpunkt ähnelte diese Sprache auf Grund, der noch nicht abgeschlossenen Lautverschiebung mehr dem heutigen Niederdeutsch (Platt) als dem heutigen Sächsisch. Die Dialekte und Mundarten, wie sie heute gesprochen werden entwickelten sich erst nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Deine Freundin hat übrigens Recht, in und um Hannover sprechen die Leute wie im Fernsehen. Das Bühnendeutsch ist das Hochdeutsche in norddeutscher Aussprache, wobei Hannover 1898 als Norm für die Phonetik festgelegt wurde (in England ist es wohl Oxford). Dabei wird ebend festgesetzt klare Vokale und harte Konsonanten. Hin und wieder arbeite ich als Amateurschauspieler auch mit Berufsschauspielern, die auch bestätigten, daß sächsische Schauspielschüler viel häufiger zur Sprecherziehung zitiert wurden als norddeutsche Schauspielstudenten. Heutzutage werden mundartliche Abweichungen toleriert, dieses "reine Hochdeutsch", wie es noch von Adele Sandrock oder Gustaf Gründkens gesprochen wurde ist heute selten geworden. Und ehrlich ein bisschen Dialekt in der hochdeutschen Norm kann auch richtig Schick sein (Wolfgang Stumph, Gert Fröbe, Jan Fedder, Ottfried Fischer, Hans Albers u. a.)

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#35

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 18:35
von Matscher (gelöscht)
avatar

gestern hatte ich aus gegebenen Anlass keine Lust gehabt, irgendetwas zu posten...

hier habe ich eine kleine Mundartprobe aus einem Audioarchiv zum Genießen

Nordmeißnisch (Bereich Döbeln)

S wor emal e chunger Mann. Dar kunnte sich nie zum Heiraten entschlissen. Keene stand`n ahn. Na, un derbei da wor er ahlt un graab gewurn. Nachen muchten glei gar keene miehe han. Na, un in Harbste hat er sich ma entschlussen, seine Schwaster ze besuchen. Die wohnte in der Gahne (Jahna), das leit bei Aster (Ostrau), nich weit von Zschaabz (Zschaitz). Un da rahntes tichtch. Na un da spricht die uamds "Nu, da kannte nich heemgiehen. Da tuste bei uns iwwernachten." Die giehet un machts Bette fartsch, un wie se vurkimmt, nu, da is er wag. "Na", denktse, "der Rahn kann dan nich furtgeschwemmt han. Er ward schun widderkumm`." Nach enner Stunde da kimmt er, mistmuadennaß. "Nu", spricht se, "wu kimmst denn du gewasen?" "Na, du weeßt do, daß ich ohne Mitze nich schluafen kann. Da bin ich arscht heeme gewasen un hab mer meine Zippelmitze gehult."

viel Spaß beim lesen, ich hab noch mehr davon

Matscher


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#36

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 21:13
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Sächchs ist ja schon Die Amtssprache
Ob es Sachsen ,,, Sachsen - Anhalt "" Thüringen ist wir wissen wen wir irgend wo in der Welt unterwegs sind wo diese Leute herkommen
an der Sprache erkennen wir alle diese Leute und immer ganz Lieb und nicht so abgedreht wie ????
Grüsse aus Sachsen


zuletzt bearbeitet 15.02.2011 21:22 | nach oben springen

#37

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 21:24
von Friedensfahrt | 402 Beiträge

Sächchs ist ja schon Die Amtssprache
Ob es Sachsen ,,, Sachsen - Anhalt "" Thüringen ist wir wissen wen wir irgend wo in der Welt unterwegs sind wo diese Leute herkommen
an der Sprache erkennen wir alle diese Leute und immer ganz Lieb und nicht so abgedreht wie ????
Grüsse aus Sachsen


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#38

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 21:28
von Corres | 271 Beiträge

....das rrrrrrollrende RRRR gibt es südlich von Görlitz, in der Zittau-Löbauer Gegend.
Bei uns im Norden wird nicht so 'unmenschlich' gesprochen ...

Gruß

Ricardo
[/quote]


...dort wohnen die Oberlausitzer Edelroller
Gruß Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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#39

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 21:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von icke-ek71
man ist det allet kompliziert..uns baliner kann mann doch immer verstehen!!oda höre ick da wat andret von euch sachsen???ich war nur mit sachsen auf der bude damals am kanten..wir haben uns wie bolle verstanden!!als ich dann wieder nach hause kam, hat meine mutter gefragt..sage mal wie sprichst denn du..na ja es hat eben abgefärbt!!schöne grüße ins sachsenland vom berliner icke!! übrigens im rheinland werden berliner gegessen..nee wa!!




so ist es, vor allem an Karneval essen wir immer jede Menge Berliner

Schöne Grüße vom Rhein an die Spree


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#40

RE: Die Sprache der Sachsen

in DDR Zeiten 15.02.2011 23:23
von icke-ek71 (gelöscht)
avatar

hi gert..na dann haben ja einige von uns noch ein paar tage schonzeit..ich dachte ihr hebt da eher einen meter kölsch!!ja ja feiert mal euren karneval..bei uns heißt es ja fasching und das lockt eher wenige auf die straßen!!eine tochter von mir ist in die nähe von wuppertal gezogen...bin da immer gerne!!muß da immer ganz doll berlinern..das finden alle supi!!! auch schöne grüße von der spree...an den alten vater rhein


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