#1

Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 05.02.2011 22:40
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo Leute ! Wir wurden im Sommer 1979,etwa 4 Wochen aus den Grenzdienst rausgenommen und zum Mauerbau verdonnert,in der Nähe Güst Staaken. Bei den Bauarbeiten wurden wir permanent beschimpft und beworfen. Wer hatte ähnliche Erlebnisse,oder war vielleicht dabei?Gruß Hans55


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#2

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 10:01
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Stelle ich mir sehr unangenehm vor:

Quelle: © SchulArena.com | die Schule online - für Schüler und Lehrer:
http://www.schularena.com/geschichte/the...lgen/folgen.htm
Theo


zuletzt bearbeitet 06.02.2011 10:43 | nach oben springen

#3

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 11:29
von LO-driver | 750 Beiträge

Wirklich sehr knapp! Was für Worte sind in so einem Fall gewechselt worden?

Bildquelle: Mauergedenkstätte Bernauer Str.-Bildtafeln-

LO-D

Angefügte Bilder:


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#4

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 11:34
von Annakin | 524 Beiträge

Hallo

Haben im Sommer 85 in unserem Abschnitt die Grenzmauer erneuert. Außer das wir einmal mit Steinen beworfen und ein anderes malals DDR Schweine beschimpft wurden ist im Großen und Ganzen nichts weiter vorgefallen, was sicher auch an der ständigen Anwesenheit der ehemaligen West - Berliner Polizei und des Zoll lag.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
zuletzt bearbeitet 06.02.2011 11:35 | nach oben springen

#5

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 13:32
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Toles Bild,wäre ich gern dabei gewesen,natürlich vor der Kneipe.


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#6

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 13:37
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Annakin,
wer hat vorne gesichert?


zuletzt bearbeitet 06.02.2011 13:49 | nach oben springen

#7

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 13:39
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Stelle ich mir sehr unangenehm vor:

Quelle: © SchulArena.com | die Schule online - für Schüler und Lehrer:
http://www.schularena.com/geschichte/the...lgen/folgen.htm
Theo



.................interessant wäre die Frage wie der Grenzverlauf dort gewesen ist. Habe die Vermutung, dass mindestens drei der abgebildeten Grenzpolizisten (DGP) mehr als "feindwärts" waren.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#8

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 13:42
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Wenn ich nicht irre war Grenze die Hauswand, gab es öfter in Berlin, u.a. Bernauer, Heidelberger, Bouché Str. Da wurde dann die Mauer etwas zurückgesetzt (vorgelagertes Hoheitsgebiet), dass die Häuser wenigstens mit einem LKW (Feuerwehr/ Krankenwagen/ Umzug) erreichbar waren.


zuletzt bearbeitet 06.02.2011 13:47 | nach oben springen

#9

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 15:10
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von LO-driver
Wirklich sehr knapp! Was für Worte sind in so einem Fall gewechselt worden?

Bildquelle: Mauergedenkstätte Bernauer Str.-Bildtafeln-

LO-D




Bei dem 2. Foto bin ich mir fast sicher, dass ich da mit dabei war. Zwar nicht bei der Sicherung, sondern ich habe die Mauerteile mit herangefahren. Das Ganze geschieht ja an der Versöhnungskirche in der Bernauer Strasse und wie gesagt das kommt mir sehr bekannt vor. Der anschliessende Sonderurlaub war allerdings das Wichtigste und Beste.
Auf dem Bild ist auch zu sehen, dass die Mauer 4 - 5 m zum tatsächlichen Grenzverlauf zurückgesetzt ist. In der Bernauer Strasse verlief die Grenze genau an der Häuserfront. Der Bürgesteig war schon Westberlin. Wenn im TV die Szenen gezeigt werden, wo sich Leute aus den Fenstern abseilen oder ins Spruntuch der Feuerwehr springen, das ist in der Bernauer Strasse aufgenommen.
Mit der Mauer war es wie im Zivilen bei einer Grenzbebauung..... immer 3 m weg vom der Grundstücksgrenze.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 06.02.2011 15:33 | nach oben springen

#10

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 15:48
von LO-driver | 750 Beiträge

Gehen wir mal von Baustelle an der Versöhnungskirche aus. Bei allen Politischen Hintergründen, welche Emotionen deinerseits giebt es, zur
Sprengung der Kirche, die ja noch völlig intakt war?
Zwischen dem 22.-28. Jan 1985 ist dieses geschehen, nicht mal vier Jahre später wäre es sicher nicht mehr so gekommen.
War dieses aus heutiger Sicht, nach den 24 Jahren im Mauerstreifen wirklich so nötig?

LO-D



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#11

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 15:57
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Eine gewaltige Sichtbehinderung war sie schon (bei Min. 3:30)

Theo


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#12

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 15:58
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Ich kenne die Abschnittsbedingungen in dem Bereich nur von Fotos. Wenn man dort evtl. rechts und links der Kirche je ein GP eingesetzt hätte, wäre das nach meiner Meinung auch weiterhin kein Problem gewesen.Hatte möglicherweise auch was mit Kosten für die Erhaltung der Kirche zu tun und mit der symbolischen Wirkung der einstmals gemeinsamen, recht aktiven Kirchengemeinde östl. und westl. der GM75. Regine Hildebrandt (SPD) und ihr Mann, dessen Vater dort Pfarrer war, wohnten in Kirchennähe auf DDR-Seite.
Wenn ich nicht irre gab es auch einen GP in der Kirche.


zuletzt bearbeitet 06.02.2011 16:09 | nach oben springen

#13

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 16:12
von stutz | 568 Beiträge

Mir ist irgenwie im Hinterkopf als wenn die Kirche schwedischer Besitz war. Als die DDR meinte, sie hätte die nötigen Finanzen, um den Bau zu kaufen war es dann um das Bauwerk geschehen.
Ich kenne das ganze Terrain und da war keine Sicherheitslücke. Das einzige war, dass der KS und der Kolonnenweg einen Boge darum gemacht hat. Es ist wohl doch nur eine Prestigefrage und ein Politikum gewesen.
Zu meiner Zeit war kein regulärer Posten in der Kirche. Es kann sein, dass mal die Aufklärer drin waren.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
zuletzt bearbeitet 06.02.2011 16:14 | nach oben springen

#14

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 19:45
von Annakin | 524 Beiträge

Zitat von GZB1
Annakin,
wer hat vorne gesichert?



Hallo GZB1


Vorne hat die SIK die Sicherung übernommen.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#15

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 20:10
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Es gab auch die Variante, dass für die Dauer der Bauarbeiten ein nichtstrukturmäßiger Sicherungszug im GR gebildet wurde.


zuletzt bearbeitet 06.02.2011 20:22 | nach oben springen

#16

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 21:36
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Das große Foto von Theo kann in der Zimmerstraße in der Nähe der Friedrichstraße (Checkpoint Charlie) sein, Aufnahmezeitpunkt gleich zum Mauerbau August 1961. Dort war die Häuserflucht die Grenze, die Häuser standen demnach in Kreuzberg (Westberlin) und der Bürgersteig davor gehörte zum Stadtbezirk Mitte (Ostberlin). Das ist durch die alten Berliner Bezirksgrenzen bedingt.
Im Link das letzte Foto unter Churchill, Roosevelt und Stalin ist die Stresemannstraße direkt neben der Ruine vom Haus Vaterland mit Blick zum Potsdamer Platz und weiter zum Tiergarten (die Bäume im Hintergrund). Rechts ist der Leipziger Platz. In dieser Ecke verlief die Grenze links aus dem Bild raus am Haus Vaterland entlang (Hauswand wieder Grenze, Köthener Straße in Kreuzberg, das Haus in Mitte), um den abgerissenen Potsdamen Bahnhof herum und auf der anderen Seite vom Bahnhofsgelände in der Linkstraße (Straße komplett im Osten) vor zur Ebertstraße und dort zum Reichstag. Genau in der Bildachse liegt das Lennédreieck, das bis 1987 oder 88 auch noch zu Ostberlin gehörte. Das etwas kleinere Foto über den 3 Herren mit dem Haus ist vom Funkturm aus aufgenommen und zeigt das Haus des Rundfunks, das im Westberliner Bezirk Charlottenburg liegt. Das was noch eine Zeitlang von den Russen besetzt und von dort wurde der Berliner Rundfunk (Ostsender) ausgestrahlt.
Das schreibt der Zaunkönig, der sich als geborener Berliner etwas mit der Berliner Geschichte auskennt.


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 06.02.2011 21:39 | nach oben springen

#17

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 22:11
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Das ist definitiv in der Zimmerstrasse. das Gebäude stand in den 90er Jahren noch, gegenüber auf Ostberliner Gebiet hatten wir eine Baustelle.

Andreas


http://kaube-blog.de/


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#18

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 06.02.2011 22:34
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Die Gaststätte "Zum Alten Fritz" befindet sich heute an der Lindenstrasse. Das hier ist die Lindenstrasse 1965:

Quelle:© 2009 V like Vintage - Foto-Community für alte Bilder & historische Fotos
http://www.v-like-vintage.net/de/foto_de...+Lindenstrasse/
Theo


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#19

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 07.02.2011 00:25
von icke-ek71 (gelöscht)
avatar

hallo zaunkönig...so wie ich sehe bist du auch ein berliner!!genau wie ich!!ich möchte mal wissen was du damals gedacht hast als die mauer errichtet wurde??ich war 12 jahre alt und konnte das nicht verstehen was in berlin passiert war!!wir sind oft zu verwandten gefahren..auch oft drüben gewesen..zu ausstellungen und sportveranstaltungen!!waren selber am 13.august drüben weil mein opa geburtstag hatte..sind erst am 14, wieder nach hause..ohne das wir gewußt haben das was da passiert war!!wenn mein vater das mit der mauer gewußt hätte..wären wir bestimmt nicht nach hause gefahren..sondern wären da im westen geblieben...antifaschistischer schutzwall...wo der stacheldraht in die falsche richtung zeigte....das sollte einer begreifen!!!na ja ist schon lange her..aber die generationen die das betraf..werden einiges nie vergessen..kannst ja mal schreiben wie du das heute so siehst???ne pm gibt es ja auch noch...gruß von berlin..nach berlin..


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#20

RE: Bauarbeiten am"Antifaschistischen Schutzwall"

in Grenztruppen der DDR 07.02.2011 10:40
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von icke-ek71
hallo zaunkönig...so wie ich sehe bist du auch ein berliner!!genau wie ich!!ich möchte mal wissen was du damals gedacht hast als die mauer errichtet wurde??ich war 12 jahre alt und konnte das nicht verstehen was in berlin passiert war!!wir sind oft zu verwandten gefahren..auch oft drüben gewesen..zu ausstellungen und sportveranstaltungen!!waren selber am 13.august drüben weil mein opa geburtstag hatte..sind erst am 14, wieder nach hause..ohne das wir gewußt haben das was da passiert war!!wenn mein vater das mit der mauer gewußt hätte..wären wir bestimmt nicht nach hause gefahren..sondern wären da im westen geblieben...antifaschistischer schutzwall...wo der stacheldraht in die falsche richtung zeigte....das sollte einer begreifen!!!na ja ist schon lange her..aber die generationen die das betraf..werden einiges nie vergessen..kannst ja mal schreiben wie du das heute so siehst???ne pm gibt es ja auch noch...gruß von berlin..nach berlin..


Bin kein Berliner sondern Leipzscher aber auch ich mit 15 Jahren habe dies auch noch nicht verstanden und registriert.5 jahre später wußte ich es-dann war ich an der Grünen Grenze im harz in Rothesütte für 1Jahr-aber damals- wir waren ja noch kinder !!!


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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