#1

Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 05.02.2011 14:29
von Angelo | 12.396 Beiträge

Im Auswärtigen Amt erinnert eine Ausstellung von "Bild" und "Welt" an den Mauerbau und die tragischen Folgen der Teilung. Westerwelle: "Freiheit muss erstritten werden"

Was im Wege steht, wird weggeräumt, ob Häuser, Bäume oder Menschen. Das jedenfalls war das Prinzip der DDR-Grenztruppen, wenn es darum ging, mitten in Berlin "freies Schussfeld" zu bekommen. So wurden noch in den 80er-Jahren die längst zwangsgeräumten Häuser an der Heidelberger Straße zwischen dem Ost-Bezirk Treptow und Neukölln im Westen gesprengt. Um jeden Preis sollten hier wie überall an der 155 Kilometer langen Grenze rund um die eingemauerte Teilstadt Fluchten verhindert werden. Mindestens 136 Menschen fanden durch Sperranlagen oder Grenzerschüsse hier den Tod, insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

Im August 2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Auf Initiative der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur haben deshalb die Zeitungen "Bild" und "Die Welt" gemeinsam eine Ausstellung erarbeitet; nun hat sie Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) im Lichthof des Auswärtigen Amtes eröffnet. Ab sofort können die 20 Plakate von Rathäusern, Schulen, Vereinen und anderen Institutionen bestellt werden; ausgeliefert werden sie zum Selbstkostenpreis Ende Februar. Das Auswärtige Amt lässt die Plakattexte in mehrere Sprachen übersetzen; schon in Arbeit sind eine englische und eine türkische Fassung, weitere werden folgen.

"Freiheit wird selten geschenkt, sie muss erstritten werden", sagte Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung. Scharf kritisierte er die Diskussion, die Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Linkspartei, losgetreten hatte: "Am Kommunismus, an einer sozialistischen Diktatur, da gibt es nichts zu romantisieren."

Mehr als zwei Jahrzehnte sind seit dem Fall der Mauer und der Vereinigung der DDR und der Bundesrepublik vergangen. Heutige Schüler und Studenten haben längst keine eigene Erinnerung daran und oft erschreckend wenig Kenntnisse. Im Bewusstsein der Nation verblasst, was die Teilung an Leid mit sich brachte, wie sie überwunden wurde und welches Glück der Mauerfall den Menschen bescherte. Doch den Wert der Freiheit kann nur schätzen, wer die Unfreiheit kennt oder wenigstens von ihr weiß.

"Bild" und "Welt", die beide im Verlag Axel Springer erscheinen, haben sich stets starkgemacht gegen die Mauer: "Axel Springer war von Anfang an davon überzeugt, dass die Teilung Deutschlands und Berlins widernatürlich sei", sagte "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann bei der Eröffnung. "Axel Springer hat recht behalten - auch wenn er es persönlich nicht mehr erlebte: Die Mauer hatte vor der Geschichte keinen Bestand."

Die Ausstellung zeigt mit Fotos, kurzen Texten und Grafiken die Gesamtgeschichte der deutschen Teilung mit Schwerpunkt auf Berlin. Doch werden ebenso die politischen Hintergründe der Mauer behandelt, die eben nicht das Ergebnis des Kalten Krieges zweier Supermächte war, sondern die Folge des Scheiterns der sozialistischen Ideologie an der Praxis - und nicht erst 1961: Schon neun Jahre zuvor hatte die DDR die innerdeutsche Grenze mit Stacheldraht, Wachtürmen und Schießbefehl befestigt.

Besonders eindrücklich ist ein Plakat über die Massenflucht aus der DDR, zu der niemand gedrängt werden musste oder gar vom Westen "abgeworben" wurde. Im Gegenteil gaben die mehr als drei Millionen Menschen, die bis 1961 der SED-Diktatur den Rücken kehrten, ihren Besitz auf, um sich und ihren Kindern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Eine Parallele zur geteilten Hauptstadt ist "Klein-Berlin", das Dorf Mödlareuth, das je zur Hälfte in Bayern und Thüringen liegt. Schon ab 1952 teilte ein Bretterzaun den Ort, ab 1958 ein Stacheldrahtverhau, acht Jahre später errichteten DDR-Grenzer auch hier eine Mauer wie in Berlin. Heute besteht in Mödlareuth eines der besten Grenzlandmuseen.

Um Fluchten zu verhindern, errichtete die SED mit Minen und Selbstschussanlagen ein tödliches Grenzregime. Unter der Überschrift "Schießbefehl" geht es um die Opfer der innerdeutschen Grenze, auch und gerade weil es nie den einen, schriftlichen Befehl gab, "Grenzverletzer" um jeden Preis aufzuhalten. Vielmehr ergingen im Verlauf der 28 Jahre vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer unzählige Anweisungen, teilweise schriftlich fixiert, teilweise Tag für Tag mündlich weitergegeben, die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten. Wenn frühere DDR-Größen wie Egon Krenz oder Hans Modrow die Existenz des Schießbefehls bis heute bestreiten, dann lügen sie schlicht.

Bei der "Normalisierung" des Grenzregimes in den Siebziger- und Achtzigerjahren handelte es sich in Richtung Ost nach West nur um eine geringfügige Verbesserung: Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels, ins Werk gesetzt im Namen des vermeintlichen "sozialistischen Humanismus". Oder er konnte oft erst nach Jahren der Schikanen und Verfolgung offiziell ausreisen, beraubt um den größten Teil seines Eigentums, das an den Staat fiel.

Trotz allem verschwindet in der Öffentlichkeit zunehmend das Bewusstsein, dass Unfreiheit das direkte Ergebnis des sozialistischen Experiments war. Deshalb gab Rainer Eppelmann, Ex-"Staatsfeind Nr. 1" der DDR und heute Chef der Stiftung Aufarbeitung, bekannt, dass er ein Exemplar der Plakatausstellung, eines der wenigen Vorab-Exemplare, umgehend an Gesine Lötzsch schicken wird - und wünschte sich, dass sie in der Berliner Zentrale der Linkspartei gezeigt wird. Ob dieser Wunsch Realität wird? Am Ende der Ausstellung steht ein Bekenntnis der drei Kooperationspartner: "Nie wieder Diktatur!"

Quelle http://www.welt.de/print/die_welt/politi...-in-Berlin.html


nach oben springen

#2

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.10.2012 11:59
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

geil,interessant zu lesen wie diejenigen welche am wenigsten den osten kennen am meisten über die gedanken der ostler wissen. westerwelle sagte:freiheit muß erstritten werden? welche freiheit meint er heute? die der millionäre um immer mehr billigjobber zu haben? und grade ein eppelman seine aussage ist für mich nicht einen cent wert. aber ich würde nicht anders handeln und mir nur die zeitzeugen holen die meiner meinung gesinnt sind um zu zeigen das ich der bessere unterdrücker bin. eines kann ich unseren politikern allerdings nicht absprechen, sie wohnen wie auch gido w. in normalen stadtbezirken und nicht abgekanzelt wie die ddr regierung.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 03.10.2012 12:03 | nach oben springen

#3

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.10.2012 20:09
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

""Freiheit wird selten geschenkt, sie muss erstritten werden", sagte Westerwelle."

Da hat der Westerwelle ausnahmsweise mal recht.


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#4

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 04.10.2012 18:09
von passport | 2.640 Beiträge

Deshalb gab Rainer Eppelmann, Ex-"Staatsfeind Nr. 1" der DDR

Klingt sehr überheblich, nimmt sich wohl sehr wichtig dieser Eppelmann.

passport


nach oben springen

#5

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 04.10.2012 18:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Amtsanmaßung oder doch Größenwahn? Na wie auch immer, ein richtiger (Ex-)Staatsfeind, zeitweilig sogar #1 hat auf seiner Internetpräsenz ein schönes Zitat, angeblich von S.Scholl ...

"Das Gesetz ändert sich, das Gewissen nicht. Es steht über dem Gesetz."
Quelle: wolfgang-welsch.com


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#6

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 04.10.2012 18:41
von frank | 1.753 Beiträge

ein möchtegern - staatsfeind #1 der ddr !!??
meine errinnerungen an diese zeit , mehr B. Bohley und 'neues Forum' als 'dieser' !!!



nach oben springen

#7

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 04.10.2012 21:50
von Fritze (gelöscht)
avatar

Ein Herr Eppelmann wurde von vorne und hinten nicht für voll genommen und ein Herr Westerwelle wird von vorne nicht und von hinten voll genommen !


nach oben springen

#8

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 04.10.2012 22:52
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #6
ein möchtegern - staatsfeind #1 der ddr !!??
meine errinnerungen an diese zeit , mehr B. Bohley und 'neues Forum' als 'dieser' !!!


Frank, wer Staatsfeind Nr. 1 war, hat sicher die militärische Gruppe entschieden, der du angehörtest, oder ward ihr gar kein Militär , sondern eine Polizeieinheit ? Was ward ihr denn wirklich ?

Habe gerade den 2 Teiler der Turm zu Ende gesehen. Da liefen ja auch ne Menge Staatsfeinde herum. Sogar das Militärgefängnis Schwedt wurde gezeigt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#9

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 05.10.2012 09:13
von EK82I | 869 Beiträge

Wieder mal der Eppelmann.Der will wohl mit Macht in den Geschchtsbüchern verewigt werden.


nach oben springen

#10

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 16:08
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1


insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten.

Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels............






Hallo, nur kurz zitiert und widersprochen.

1. Jeder der sich den Grenzanlagen nährte wußte daß dort kein Kinderspielplatz war. Daher 1000 Menschen kostete ihre Sturheit, ihr Trotz, ihre Uneinsichtigkeit, ihre Verweigerung die Realität zur Kenntnsiss zu nehmen das Leben.


2. Keines der strafrechtlichen Mordmotive ist da erfüllt.


Der Anspruch eiens Staates über die Arbeitskraft eines Bürgers zu verfügen in der milden Art nicht mehr als beliebig nach eignem Gusto im Staatsgebiet zu arbeiten, also keine unmittlebare Zwangsarbeit, ist als legal und legitim anzusehen.

Und dies "Zumutung" vom Einzelnen dieses zum Wohle des Volkes und Staates zu verlangen ist allemal legitimer und humanitärer als Gesundheit und Leben nach Befehlslage in einem Krieg oder Katastrophenfall einzusetzen:

Vietnam, Frankreich und USA, Afghanistan UdSSR, ebenso die Liquidatoren von Tschernobyl.

3. Kein Menschenhandel sondern genau die westliche Anerkennung des volkswirtschaftlichen Wertes von beruflich qualifizierten Menschen!

Alter und Qualifikation waren bestimmend für die Findung der richtigen beiderseits akzeptierten Geldbeträge.

Wenn es anders wäre hätten Rentner nicht in den Westen reisen dürfen...



zuletzt bearbeitet 23.10.2013 16:23 | nach oben springen

#11

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 18:35
von Kimble | 397 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #10
Zitat von Angelo im Beitrag #1


insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten.

Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels............






Hallo, nur kurz zitiert und widersprochen.

1. Jeder der sich den Grenzanlagen nährte wußte daß dort kein Kinderspielplatz war. Daher 1000 Menschen kostete ihre Sturheit, ihr Trotz, ihre Uneinsichtigkeit, ihre Verweigerung die Realität zur Kenntnsiss zu nehmen das Leben.


2. Keines der strafrechtlichen Mordmotive ist da erfüllt.


Der Anspruch eiens Staates über die Arbeitskraft eines Bürgers zu verfügen in der milden Art nicht mehr als beliebig nach eignem Gusto im Staatsgebiet zu arbeiten, also keine unmittlebare Zwangsarbeit, ist als legal und legitim anzusehen.

Und dies "Zumutung" vom Einzelnen dieses zum Wohle des Volkes und Staates zu verlangen ist allemal legitimer und humanitärer als Gesundheit und Leben nach Befehlslage in einem Krieg oder Katastrophenfall einzusetzen:

Vietnam, Frankreich und USA, Afghanistan UdSSR, ebenso die Liquidatoren von Tschernobyl.

3. Kein Menschenhandel sondern genau die westliche Anerkennung des volkswirtschaftlichen Wertes von beruflich qualifizierten Menschen!

Alter und Qualifikation waren bestimmend für die Findung der richtigen beiderseits akzeptierten Geldbeträge.

Wenn es anders wäre hätten Rentner nicht in den Westen reisen dürfen...




Juristisch mag das nach der Wende so festgestellt worden sein. Trotzdem kein Grund zum Jubeln.
Nur weil wir etwas zivilisierter mit den Anführern umgegangen sind als meinetwegen die Rumänen,
darf dieses großzügige Entgegenkommen heute nicht als Beweis für eine rechtsstaatliche DDR gewertet werden.
Es war dem reibungslose Zusammenwachsen geschuldet, da mußte man eben Zugeständnisse machen. Gut so.

Der gesunde Menschenverstand weiß ohnenhin solche Vorfälle als das einzuschätzen, was sie waren.
Wenn ich mir nur mal den Fall Gartenschläger anschaue, da brauche ich ohnenhin nicht lange zu überlegen.

Ein Staat hat übrigens auch so etwas wie eine Fürsorgepflicht für den nicht so hellen Teil seiner Bevölkerung.
Junge Erwachsene unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an die Grenze zu stellen, ausgrüstet mit Kriegswaffen,
automatische Tötungsmaschinen am Zaun, das war ein ganz mieses Verbrechen von den damaligen Befehlsgebern.
Und die hätte ich gerne genau so lange schmoren gesehen, wie diesen alten Mann in der Spandauer Wilhelmstraße.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
nach oben springen

#12

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 20:53
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #11

Junge Erwachsene unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an die Grenze zu stellen, ausgrüstet mit Kriegswaffen,
automatische Tötungsmaschinen am Zaun, das war ein ganz mieses Verbrechen von den damaligen Befehlsgebern.
Und die hätte ich gerne genau so lange schmoren gesehen, wie diesen alten Mann in der Spandauer Wilhelmstraße.




Hallo, was waren denn den Angehörigen der Grenztruppen verheimlicht oder vorgelogen worden? Die Sprachregelungen die den Auftrag umschrieben keine ungesetzlichen Grenzübertritte von DDR-Bürgern zuzulassen dürfte doch jeder nach dem von oben gewollten Sinn verstanden haben.

Und gab es je eine ( BRD )-Verurteilung in der festgestellt wurde daß Grenzorgane heimtücksich lauerten, warteten um dann überraschend mit einem Blattschuß den vermuteten Grenzverletzer zu töten? Möglichst noch die Jacke des Toten für die Trophäensammlung der Einheit?



nach oben springen

#13

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #10
Zitat von Angelo im Beitrag #1


insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten.

Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels............






Hallo, nur kurz zitiert und widersprochen.

1. Jeder der sich den Grenzanlagen nährte wußte daß dort kein Kinderspielplatz war. Daher 1000 Menschen kostete ihre Sturheit, ihr Trotz, ihre Uneinsichtigkeit, ihre Verweigerung die Realität zur Kenntnsiss zu nehmen das Leben.


2. Keines der strafrechtlichen Mordmotive ist da erfüllt.


Der Anspruch eiens Staates über die Arbeitskraft eines Bürgers zu verfügen in der milden Art nicht mehr als beliebig nach eignem Gusto im Staatsgebiet zu arbeiten, also keine unmittlebare Zwangsarbeit, ist als legal und legitim anzusehen.

Und dies "Zumutung" vom Einzelnen dieses zum Wohle des Volkes und Staates zu verlangen ist allemal legitimer und humanitärer als Gesundheit und Leben nach Befehlslage in einem Krieg oder Katastrophenfall einzusetzen:

Vietnam, Frankreich und USA, Afghanistan UdSSR, ebenso die Liquidatoren von Tschernobyl.

3. Kein Menschenhandel sondern genau die westliche Anerkennung des volkswirtschaftlichen Wertes von beruflich qualifizierten Menschen!

Alter und Qualifikation waren bestimmend für die Findung der richtigen beiderseits akzeptierten Geldbeträge.

Wenn es anders wäre hätten Rentner nicht in den Westen reisen dürfen...





Bist du von dem was du so schreibst wirklich zu 100% überzeugt?
Wenn ich bisher richtig gelesen habe bist du wohl so ein westdeutscher Altkommunist den die DKP früher das Hirn vernebelt hat.
Man, viele haben es einfach nicht mehr ausgehalten in dieser miefigen DDR und sind das Risiko eingegangen.
Wie kannst du dich hinstellen und so ein lapidares Urteil über diese Menschen fällen?


zuletzt bearbeitet 23.10.2013 21:17 | nach oben springen

#14

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:18
von Marder | 1.413 Beiträge

Zumindest gab es Verurteilungen, weil die Rechtmäßigkeit des Schusses selbst nach §27 nicht gegeben war.
Das hat nichts mit Auflauern zu tuen und ist vielleicht auch in einem falschem Verständnis der Aufgabe zu sehen. Nur es gab eben jemanden der genau diese vielleicht falsch verstandene Aufgabe definiert und anscheinend auch gefördert hat um jungen Menschen im Alter 19-20 dazu zu bringen, scharf auf Menschen zu schießen.
Darüber sollte man nachdenken und nicht den jungen Menschen in Uniform generell eine Schuld zuzusprechen. Die waren im gewissen Sinne auch Opfer.
Zumindest bin ich hier im Forum zu der Erkenntnis gekommen. Vor meinem Beitritt hier hätte ich zumindest etwas anders argumentiert.!!!
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
nach oben springen

#15

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:26
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Im Auswärtigen Amt erinnert eine Ausstellung von "Bild" und "Welt" an den Mauerbau und die tragischen Folgen der Teilung. Westerwelle: "Freiheit muss erstritten werden"

Was im Wege steht, wird weggeräumt, ob Häuser, Bäume oder Menschen. Das jedenfalls war das Prinzip der DDR-Grenztruppen, wenn es darum ging, mitten in Berlin "freies Schussfeld" zu bekommen. So wurden noch in den 80er-Jahren die längst zwangsgeräumten Häuser an der Heidelberger Straße zwischen dem Ost-Bezirk Treptow und Neukölln im Westen gesprengt. Um jeden Preis sollten hier wie überall an der 155 Kilometer langen Grenze rund um die eingemauerte Teilstadt Fluchten verhindert werden. Mindestens 136 Menschen fanden durch Sperranlagen oder Grenzerschüsse hier den Tod, insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

Im August 2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Auf Initiative der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur haben deshalb die Zeitungen "Bild" und "Die Welt" gemeinsam eine Ausstellung erarbeitet; nun hat sie Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) im Lichthof des Auswärtigen Amtes eröffnet. Ab sofort können die 20 Plakate von Rathäusern, Schulen, Vereinen und anderen Institutionen bestellt werden; ausgeliefert werden sie zum Selbstkostenpreis Ende Februar. Das Auswärtige Amt lässt die Plakattexte in mehrere Sprachen übersetzen; schon in Arbeit sind eine englische und eine türkische Fassung, weitere werden folgen.

"Freiheit wird selten geschenkt, sie muss erstritten werden", sagte Westerwelle bei der Ausstellungseröffnung. Scharf kritisierte er die Diskussion, die Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Linkspartei, losgetreten hatte: "Am Kommunismus, an einer sozialistischen Diktatur, da gibt es nichts zu romantisieren."

Mehr als zwei Jahrzehnte sind seit dem Fall der Mauer und der Vereinigung der DDR und der Bundesrepublik vergangen. Heutige Schüler und Studenten haben längst keine eigene Erinnerung daran und oft erschreckend wenig Kenntnisse. Im Bewusstsein der Nation verblasst, was die Teilung an Leid mit sich brachte, wie sie überwunden wurde und welches Glück der Mauerfall den Menschen bescherte. Doch den Wert der Freiheit kann nur schätzen, wer die Unfreiheit kennt oder wenigstens von ihr weiß.

"Bild" und "Welt", die beide im Verlag Axel Springer erscheinen, haben sich stets starkgemacht gegen die Mauer: "Axel Springer war von Anfang an davon überzeugt, dass die Teilung Deutschlands und Berlins widernatürlich sei", sagte "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann bei der Eröffnung. "Axel Springer hat recht behalten - auch wenn er es persönlich nicht mehr erlebte: Die Mauer hatte vor der Geschichte keinen Bestand."

Die Ausstellung zeigt mit Fotos, kurzen Texten und Grafiken die Gesamtgeschichte der deutschen Teilung mit Schwerpunkt auf Berlin. Doch werden ebenso die politischen Hintergründe der Mauer behandelt, die eben nicht das Ergebnis des Kalten Krieges zweier Supermächte war, sondern die Folge des Scheiterns der sozialistischen Ideologie an der Praxis - und nicht erst 1961: Schon neun Jahre zuvor hatte die DDR die innerdeutsche Grenze mit Stacheldraht, Wachtürmen und Schießbefehl befestigt.

Besonders eindrücklich ist ein Plakat über die Massenflucht aus der DDR, zu der niemand gedrängt werden musste oder gar vom Westen "abgeworben" wurde. Im Gegenteil gaben die mehr als drei Millionen Menschen, die bis 1961 der SED-Diktatur den Rücken kehrten, ihren Besitz auf, um sich und ihren Kindern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Eine Parallele zur geteilten Hauptstadt ist "Klein-Berlin", das Dorf Mödlareuth, das je zur Hälfte in Bayern und Thüringen liegt. Schon ab 1952 teilte ein Bretterzaun den Ort, ab 1958 ein Stacheldrahtverhau, acht Jahre später errichteten DDR-Grenzer auch hier eine Mauer wie in Berlin. Heute besteht in Mödlareuth eines der besten Grenzlandmuseen.

Um Fluchten zu verhindern, errichtete die SED mit Minen und Selbstschussanlagen ein tödliches Grenzregime. Unter der Überschrift "Schießbefehl" geht es um die Opfer der innerdeutschen Grenze, auch und gerade weil es nie den einen, schriftlichen Befehl gab, "Grenzverletzer" um jeden Preis aufzuhalten. Vielmehr ergingen im Verlauf der 28 Jahre vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer unzählige Anweisungen, teilweise schriftlich fixiert, teilweise Tag für Tag mündlich weitergegeben, die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten. Wenn frühere DDR-Größen wie Egon Krenz oder Hans Modrow die Existenz des Schießbefehls bis heute bestreiten, dann lügen sie schlicht.

Bei der "Normalisierung" des Grenzregimes in den Siebziger- und Achtzigerjahren handelte es sich in Richtung Ost nach West nur um eine geringfügige Verbesserung: Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels, ins Werk gesetzt im Namen des vermeintlichen "sozialistischen Humanismus". Oder er konnte oft erst nach Jahren der Schikanen und Verfolgung offiziell ausreisen, beraubt um den größten Teil seines Eigentums, das an den Staat fiel.

Trotz allem verschwindet in der Öffentlichkeit zunehmend das Bewusstsein, dass Unfreiheit das direkte Ergebnis des sozialistischen Experiments war. Deshalb gab Rainer Eppelmann, Ex-"Staatsfeind Nr. 1" der DDR und heute Chef der Stiftung Aufarbeitung, bekannt, dass er ein Exemplar der Plakatausstellung, eines der wenigen Vorab-Exemplare, umgehend an Gesine Lötzsch schicken wird - und wünschte sich, dass sie in der Berliner Zentrale der Linkspartei gezeigt wird. Ob dieser Wunsch Realität wird? Am Ende der Ausstellung steht ein Bekenntnis der drei Kooperationspartner: "Nie wieder Diktatur!"

Quelle http://www.welt.de/print/die_welt/politi...-in-Berlin.html


Rot: Was iss´n das für ein Kauderwelsch ? Kommunismus und eine sozialistische Diktatur. Romantisch ist der Kommunismus sicher nicht. Das hatte auch nie jemand gesagt. Gehört eigentlich in die Kommunismus-Debatte. Westerwelle hat sich vermutlich nie damit beschäftigt, was K. eigentlich beinhaltet. Der braucht keine Diktatur, weil alles auf freiwilliger Basis läuft, mal ganz grob so ausgedrückt.

Grün: Klar weiß das nur der zu schätzen, der schon Unfreiheit erlebt hat. Das wußten auch die Arbeiter, die in revolutionären Zeiten die Fabriken übernahmen, auch wenn es nur für kurze Zeit war. Das wußten die Bauern in aller Welt und zu allen Zeiten, die endlich keine Frohndienste für ihre Herren mehr bringen mußten. Das, schlichtweg gesagt, wußte jeder zu schätzen, der auf einmal bewußt für etwas arbeiten konnte, dessen Erlös sich nicht ein Einzelner oder eine sehr kleine Gruppe aneignete und der vorher kaum seine Familie über Wasser halten konnte. Sie alle waren bis dahin "unfrei".

Orange: : Das ist starker Tobak. Dafür konnte man den Eppelmann eigentlich wegen übler Verleumdung belangen. Diese Formulierung muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was der damit ausdrückt. Und was den wie den schwammigen Begriff "Freiheit" inflationär verwendeten "Schießbefehl" betrifft, kann ich nur den Smily setzen. Da können Juristen sonstwas sagen, was diesen Begriff betrifft, ebenso wie "Unrechtsstaat", das interessiert diese Typen gar nicht.



nach oben springen

#16

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:32
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #14
Zumindest gab es Verurteilungen, weil die Rechtmäßigkeit des Schusses selbst nach §27 nicht gegeben war.
Das hat nichts mit Auflauern zu tuen und ist vielleicht auch in einem falschem Verständnis der Aufgabe zu sehen. Nur es gab eben jemanden der genau diese vielleicht falsch verstandene Aufgabe definiert und anscheinend auch gefördert hat um jungen Menschen im Alter 19-20 dazu zu bringen, scharf auf Menschen zu schießen.
Darüber sollte man nachdenken und nicht den jungen Menschen in Uniform generell eine Schuld zuzusprechen. Die waren im gewissen Sinne auch Opfer.
Zumindest bin ich hier im Forum zu der Erkenntnis gekommen. Vor meinem Beitritt hier hätte ich zumindest etwas anders argumentiert.!!!
MfG Marder



Marder, ich wiederhole mich, wir haben uns in der Ausbildung immer streng an die Vorschriften gehalten, auch wenn das hier drin einige nicht glauben wollen.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen

#17

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:40
von Marder | 1.413 Beiträge

Das glaube ich "DIR" aber es hat eben Fälle gegeben, die nicht der Vorschrift entsprachen und über die habe ich mein Statement abgegeben. Es nicht der Ausbilder,,,, der hier die Verantwortung trägt weil er da Grenzgesetz lehrt. Schuld hat derjenige, der durch Beeinflussung der Meinung und ständige Einflussnahme von der Schule, im täglichem Leben usw. die Jungs erst darauf vorbereitet hat bzw. erzogen hat. Diese habe ich gemeint.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
nach oben springen

#18

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 21:42
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

angekommen, Danke!


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen

#19

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 23.10.2013 22:18
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #13
Zitat von SET800 im Beitrag #10
Zitat von Angelo im Beitrag #1


insgesamt kostete die innerdeutsche Grenze mindestens 1000 Menschen das Leben.

die den Willen der SED-Führung zum Mord deutlich machten.

Wer im Zeichen der Entspannung die DDR verlassen durfte, wurde entweder von der Bundesregierung für viel Geld freigekauft - eine moderne Form des Menschenhandels............






Hallo, nur kurz zitiert und widersprochen.

1. Jeder der sich den Grenzanlagen nährte wußte daß dort kein Kinderspielplatz war. Daher 1000 Menschen kostete ihre Sturheit, ihr Trotz, ihre Uneinsichtigkeit, ihre Verweigerung die Realität zur Kenntnsiss zu nehmen das Leben.


2. Keines der strafrechtlichen Mordmotive ist da erfüllt.


Der Anspruch eiens Staates über die Arbeitskraft eines Bürgers zu verfügen in der milden Art nicht mehr als beliebig nach eignem Gusto im Staatsgebiet zu arbeiten, also keine unmittlebare Zwangsarbeit, ist als legal und legitim anzusehen.

Und dies "Zumutung" vom Einzelnen dieses zum Wohle des Volkes und Staates zu verlangen ist allemal legitimer und humanitärer als Gesundheit und Leben nach Befehlslage in einem Krieg oder Katastrophenfall einzusetzen:

Vietnam, Frankreich und USA, Afghanistan UdSSR, ebenso die Liquidatoren von Tschernobyl.

3. Kein Menschenhandel sondern genau die westliche Anerkennung des volkswirtschaftlichen Wertes von beruflich qualifizierten Menschen!

Alter und Qualifikation waren bestimmend für die Findung der richtigen beiderseits akzeptierten Geldbeträge.

Wenn es anders wäre hätten Rentner nicht in den Westen reisen dürfen...





Bist du von dem was du so schreibst wirklich zu 100% überzeugt?
Wenn ich bisher richtig gelesen habe bist du wohl so ein westdeutscher Altkommunist den die DKP früher das Hirn vernebelt hat.
Man, viele haben es einfach nicht mehr ausgehalten in dieser miefigen DDR und sind das Risiko eingegangen.
Wie kannst du dich hinstellen und so ein lapidares Urteil über diese Menschen fällen?



Laut Berliner Staatsanwaltschaft gab es an der Berliner Mauer und an der Staatsgrenze 270 Tote und keine 1000 und mehr. Der Hildebrandt-Verein kommt ja jedes Jahr mit neuen Zahlen auf den Markt ! Man sollte schon offizielle Zahlen verwenden und keine Phantasiezahlen.

Tab. 1: Staatsanwaltschaft Berlin: Nachweisliche Todesfälle an der SBZ/
DDR-Grenze, einschließlich Berlin, infolge Gewaltakts


Gesamtzahl : 270


passport


nach oben springen

#20

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 24.10.2013 00:16
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #13

Bist du von dem was du so schreibst wirklich zu 100% überzeugt?
Wenn ich bisher richtig gelesen habe bist du wohl so ein westdeutscher Altkommunist den die DKP früher das Hirn vernebelt hat.
Man, viele haben es einfach nicht mehr ausgehalten in dieser miefigen DDR und sind das Risiko eingegangen.
Wie kannst du dich hinstellen und so ein lapidares Urteil über diese Menschen fällen?


Hallo,
1. Ich war nie in der DKP, Linke usw.
2. DDR--gebürtig, Eltern in den 50er-Jahren...
3. Viele Kontakte durch Besuche, Briefe und Paketen zu der DDRVerwandschaft all die Jahrzehnte, in beide Richtungen.
4. Meinerseits keine DDR-Reisen mehr ab Mitte der 80er weil VEB Guck&Horch mir als Westelektroniker wohl Kontakte aufbaute und Angebote machen wollte, als Westgeheimnissträger mich den Westbehörden pflichtgemäß offenbart....

Aber Miefigkeit, das hat meiner Meinung nach nichts mit DDR, dem Staatswesen und Strukturen zu tun sondern ist persönlich-psyschich. Gab es im Westen auch daß Leute ihre Pflicht wegen "Mief" verliessen. z.B. Frauen ihre Kinder und Männer im Stich liessen und zum Gruru nach Indien zogen... Oder vielfach das Jammern über angebliche Tristesse in Kleinstädten, stattdessen ist die Leere in den Köpfen...

Stichwort "Florida-Rolf", hielt es in der BRD-Routine angeblich nicht aus, Bruchlandung in den USA und wollte wieder deutsche Sozialhilfe...


PS.:

Meine etwas "agressiv" aussehende Meinung beruht wohl aus dem Blick mit historischen Bewußtsein und unter Betrachtung der volkswirtschaftlichen Realitäten. Ja ich weigere mich die inviduelle Gefühlswelt Einzelner irgendwie als relavant zu akzeptieren.
Pflicht und Recht gilt für alle gleich, UNABHÄNGIG von der persönlichen emotionalen Lage, punkt aus!



nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 76 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 3287 Gäste und 172 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558524 Beiträge.

Heute waren 172 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen