#21

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 24.10.2013 10:38
von Kimble | 397 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #15


Rot: Was iss´n das für ein Kauderwelsch ? Kommunismus und eine sozialistische Diktatur. Romantisch ist der Kommunismus sicher nicht. Das hatte auch nie jemand gesagt. Gehört eigentlich in die Kommunismus-Debatte. Westerwelle hat sich vermutlich nie damit beschäftigt, was K. eigentlich beinhaltet. Der braucht keine Diktatur, weil alles auf freiwilliger Basis läuft, mal ganz grob so ausgedrückt.

Grün: Klar weiß das nur der zu schätzen, der schon Unfreiheit erlebt hat. Das wußten auch die Arbeiter, die in revolutionären Zeiten die Fabriken übernahmen, auch wenn es nur für kurze Zeit war. Das wußten die Bauern in aller Welt und zu allen Zeiten, die endlich keine Frohndienste für ihre Herren mehr bringen mußten. Das, schlichtweg gesagt, wußte jeder zu schätzen, der auf einmal bewußt für etwas arbeiten konnte, dessen Erlös sich nicht ein Einzelner oder eine sehr kleine Gruppe aneignete und der vorher kaum seine Familie über Wasser halten konnte. Sie alle waren bis dahin "unfrei".

Orange: : Das ist starker Tobak. Dafür konnte man den Eppelmann eigentlich wegen übler Verleumdung belangen. Diese Formulierung muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was der damit ausdrückt. Und was den wie den schwammigen Begriff "Freiheit" inflationär verwendeten "Schießbefehl" betrifft, kann ich nur den Smily setzen. Da können Juristen sonstwas sagen, was diesen Begriff betrifft, ebenso wie "Unrechtsstaat", das interessiert diese Typen gar nicht.



Rot:
Kommunismus ist wie Kuhwiese ohne Elektrozaun. Es soll keiner auf die Idee kommen, zum grüneren, saftigeren Gras zu wechseln.

Grün:
Klassenkampfgetöse, gut gelernt. Schon mal darüber nachgedacht, warum in der Regel Gutshäuser in Kommunistenhand immer
schön runtergewirtschaftet werden, und erst nach der Wende im Privatbesitz der Familien wieder aufblühen durften ?

Orange:
Für die SED wird sich derzeit kein deutsches Gericht in die Bresche werfen, und ich hoffe das wird auch ewig so bleiben.
Der Schießbefehl an der Grenze bedarf keiner Diskussion mehr, wimre zwar im Original nie gefunden aber ist längst bestätigt:
Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.
Auch in Berlin. Das es dort zum Glück keine 1000 geworden sind ist kein Verdienst der DDR.
Erst durch die Revolution 1989 wurde diese schreckliche Todesserie in Berlin, an der grünen Grenze und der Ostsee endlich beendet.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 24.10.2013 10:47 | nach oben springen

#22

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 24.10.2013 10:51
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #21

Grün:
Klassenkampfgetöse, gut gelernt. Schon mal darüber nachgedacht, warum in der Regel Gutshäuser in Kommunistenhand immer
schön runtergewirtschaftet werden, und erst nach der Wende im Privatbesitz der Familen wieder aufblühen durften ?

Orange:
Für die SED wird sich derzeit kein deutsches Gericht in die Bresche werfen, und ich hoffe das wird auch ewig so bleiben.
Der Schießbefehl an der Grenze bedarf keiner Diskussion mehr, ist wimre zwar im Original nie gefunden aber ist längst bestätigt:
Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten.



Hallo.
zu grün:
Bei begrenzten Mitteln war der Erhalt der Gutsgebäude weniger wichtig als Wohnungen, Argratechnik und Bildung.., vor allem weil die Repräsentationsgebäude dort nicht gebraucht wurden, nicht in dieser Form.

Gegenbesipiel ist das Kulturhaus von "Max" in Unterwellenborn!.

zu rot:

letztendlich auch tödlicher Schußwaffeneinsatz wenn sonstiges Stellen oder bewegungsunfähig schiessen nicht
funktioniert galt und gilt auch für West-Grenzkräfteeinsatz. Z.B. die erschossenden Kaffeeschmuggler im Raum Aachen.

Und der Steuerausfall eines Rucksack mit Kaffee war ein wesentlich geringerer volkswirtschaftlicher Schaden als ein
abgewandertes Medizinstudium.

Denke an die Generalprävention des konsequenten Aufhalten!

Ein u.U. toter Arzt an der Grenze und 35 Ärzte, die weil nicht dumme Fluchtgedanken umsetzend, ersparen mehr als einen Todesfall.



zuletzt bearbeitet 30.10.2013 12:00 | nach oben springen

#23

RE: Freies Schussfeld mitten in Berlin

in Leben an der Berliner Mauer 29.10.2013 18:46
von andyman | 1.875 Beiträge


Aber Miefigkeit, das hat meiner Meinung nach nichts mit DDR, dem Staatswesen und Strukturen zu tun sondern ist persönlich-[/gruen[gruen]]psyschich. Gab es im Westen auch daß Leute ihre Pflicht wegen "Mief" verliessen. z.B. Frauen ihre Kinder und Männer im Stich liessen und zum Gruru nach Indien zogen... Oder vielfach das Jammern über angebliche Tristesse in Kleinstädten, stattdessen ist die Leere in den Köpfen...

Stichwort "Florida-Rolf", hielt es in der BRD-Routine angeblich nicht aus, Bruchlandung in den USA und wollte wieder deutsche Sozialhilfe...


PS.:

Meine etwas "agressiv" aussehende Meinung beruht wohl aus dem Blick mit historischen Bewußtsein und unter Betrachtung der volkswirtschaftlichen Realitäten. Ja ich weigere mich die inviduelle Gefühlswelt Einzelner irgendwie als relavant zu akzeptieren.
Pflicht und Recht gilt für alle gleich, UNABHÄNGIG von der persönlichen emotionalen Lage, punkt aus![/quote]

Hallo@Set800 Meine Antwort soll keine neue OSSI-WESSI Diskussion lostreten,doch Dein Urteil über die Miefigkeit im DDR Alltag entbehrt jeder Glaubwürdigkeit trotz Deiner regelmäßigen Kontakte zu DDR-Bürgern.Was ist Deine Meinung über den DDR-Alltag wert,hast Du ihn doch gar nicht kennengelernt?Die Motivation das Land unter Einsatz seines Lebens zu verlassen muss stärker sein als z.B.bei Florida -Rolf,welches Risiko ist er schon eingegangen? Von der( rot Mark ) kann man bei Millionen die das Land verlassen haben wohl nicht mehr sprechen.LG andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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