#81

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 11:25
von Lutze | 8.033 Beiträge

wir hatten damals auch Stinkbomben gebaut,man nehme ein paar Wunderkerzen
und die Folienhüllen von den Schulheften,die wurden um die Wunderkerzen
rumgewickelt und angezündet,dann wurden die so ausgetrampelt das die nur noch
glimpten,wie die dann gequalmt und gestunken haben,da musste so mancher
Treppenaufgang dran glauben,weil wir damals sehr experimentierfreudig
waren,haben wir das mit den XXL-Wunderkerzen mal ausprobiert,die dann am
Fahrrad angebunden und durch die Strasse gefahren,man konnte die Häuser von
einer zur anderen Seite nicht mehr sehen,hatte alles dann ein schnelles Ende
gefunden,weil sich der ABV auf die Lauer gelegt hatte
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 24.02.2013 11:26 | nach oben springen

#82

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 12:12
von Acki | 169 Beiträge

- es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es nicht den bösen Nachbarn gibt !

na drehen wir uns es wieder mal so wie wir es brauchen?

Der Spruch geht so: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !


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#83

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 12:34
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Mutz im Beitrag #82
[Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !
Mein lieber Mutz,

ach ja, da fällt mir ein, Klingelputzen bei unbeliebten Lehrern haben wir auch gemacht.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#84

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 12:50
von Acki | 169 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #83
Zitat von Mutz im Beitrag #82
[Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !
Mein lieber Mutz,

ach ja, da fällt mir ein, Klingelputzen bei unbeliebten Lehrern haben wir auch gemacht.

Liebe Grüße

Ecki



wir nicht! da wurde gleich der Hund losgelassen und auf den Mauern der Grundstücke waren noch Glasscherben einbetoniert, damit wir uns beim Versuch Nachbars Kirschen zu klauen, die Hände kaputt schneiden.


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#85

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 13:16
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Mutz im Beitrag #84
Zitat von Ecki im Beitrag #83
Zitat von Mutz im Beitrag #82
[Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !
Mein lieber Mutz,

ach ja, da fällt mir ein, Klingelputzen bei unbeliebten Lehrern haben wir auch gemacht.

Liebe Grüße

Ecki



wir nicht! da wurde gleich der Hund losgelassen und auf den Mauern der Grundstücke waren noch Glasscherben einbetoniert, damit wir uns beim Versuch Nachbars Kirschen zu klauen, die Hände kaputt schneiden.


als Kind keine Streiche gemacht?wir hatten immer blöde Sachen im Kopf


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#86

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 15:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mutz im Beitrag #82
- es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es nicht den bösen Nachbarn gibt !

na drehen wir uns es wieder mal so wie wir es brauchen?

Der Spruch geht so: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !


Wenn schon Korrektur, dann richtig und mit Quellenangabe. Habt ihr das bei den Rote Kreuz Schwestern nicht gelernt ???
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, // Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." - Friedrich Schiller "Wilhelm Tell" IV,3 / Tell
und nicht die Schnulze a´la Roland Kaiser.

Und noch einmal mit Friedrich Schiller - "Früh übt sich, was ein Meister werden will"

Vierkrug


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#87

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 16:41
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #85
... als Kind keine Streiche gemacht?wir hatten immer blöde Sachen im Kopf
Mein lieber Lutze,

aber nicht doch, wir Kinder waren sehr aufgeklärt.

Z. B. war es uns schon bewusst, dass das Rauchen von Tabak sehr schädlich ist. Deshalb haben wir Löschblätter in Zigarettenform zusammengerollt und diese geraucht.

Den beißend-ätzenden Geschmack werde ich wohl nie vergessen.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#88

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 17:11
von VNRut | 1.485 Beiträge

Wir versuchten uns damals an Kolben-Rohrhalm zu rauchen. Muss gestehen, die geklauten Zigarren vom Vater haben besser geschmeckt. Und mit einen Karbid-Wasser-Gemisch haben Mitschüler das alte Plumpsklo unserer Schule zerlegt. Manchmal lag das Zeuch in der Piss-rinne und wenn man nicht schnell genug weg war ....

Dummheiten gab es zu jeder Zeit, nur wir hatten damals den Erwachsenen mehr Respekt gezeigt. Heute wird man von der Jugend im Nahverkehr angepöbelt wenn man Verhaltensregeln (keine Füsse auf den Sitzen, Sauberkeit etc.) belehrt und im schlimmsten Fall in der U-Bahn zusammen getreten.


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#89

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 24.02.2013 18:12
von Bugsy | 454 Beiträge

Tja, meine Kindheit ist natürlich ganz anders verlaufen als eure. Als Ire habe ich rein gar nichts von der Nachkriegszeit erlebt, also ganze Straßenzüge plattgemacht, überall Bombentrichter und so. Wir wohnten in Häusern, die für die Armen von der Kirche gestellt wurden. Ursprünglich waren es 10 Häuser in zwei Reihen, die einander gegenüber standen. Nach 1942 waren es aber nur 9, weil ein verirrter Nazi-Flieger eine Bombe auf das Endhaus abwarf – zum Glück ohne Verletzte. In den 9 verblieben Häusern wohnten insgesamt 105 Kinder von denen 10 zu unserer Familie gehörten. Wir hatten also immer reichlich Spielkameraden. Die Häuser waren zweistöckig, mit drei Räumen, die übereinander gestapelt waren und mit einer Holzstiege verbunden.

Schuhe trugen wir nur Sonntags für die Morgenmesse, ansonsten liefen wir entweder barfuß im Sommer oder mit Wollstrümpfen im Winter, die von unserer Mutter aus der Wolle unserer zwei Schafe strickte. So unglaublich es auch klingt, aber das erste Schuhwerk, das ich bekam, das also nicht aus zweiter oder gar dritter Hand war und das tatsächlich passte, waren die Stiefel, die ich mit 17 Jahren beim Eintritt in die britische Armee bekam. Auch die ganzen Klamotten waren neu. So was kannte ich überhaupt nicht. Ich habe immer wieder alles anprobiert, wenn auch der intensive Geruch der Mottenkugeln mir immer wieder die Tränen in die Augen trieb.

Unsere Schule wurde von katholischen Nonnen geleitet. Das waren die reinsten Sadisten! Ich bin auch heute überzeugt, das sie ihre Ausbildung im Gestapo Hauptquartier in München absolvierten. Das bedeutete, dass ich und meine Zwillingsschwester mit dem Thema Religion mit 11 Jahren so ziemlich durch waren. Am Eingang des Schulhauses stand eine lange, flache Wanne, durch die wir beim Eintreten waten mussten, um unsere Füße zu reinigen. Dahinter lag einen langen Baumwollteppich, über den wir auch zwecks Trocknen schlürfen mussten.

Obgleich der Krieg in dem Sinne Irland fast unberührt ließ, wussten wir sehr viel davon, weil sich praktisch alle Männer in Dungarvan freiwillig zum Dienst bei der britischen Armee gemeldet hatten. Insgesamt waren es über 60 000 aus ganz Irland. Unser Vater gehörte auch dazu. Indes hatte unser Großvater ebenfalls den Ersten Weltkrieg vom Anfang bis zum Ende mitgemacht. Danach kämpfte er an der Seite der (richtigen) IRA gegen die Engländer im Irischen Unabhängigkeitskrieg, um anschließend noch am Irischen Bürgerkrieg teilzunehmen. Sein “Krieg“ dauerte also von 1914 bis 1923.

Wir hatten auch keinen Strom im Hause während ich dort wohnte. Erst 1971 wurden Leitungen verlegt, aber da war ich schon lange fort. Im Sommer musste ich um fünf aufstehen und mit den anderen Jungs zum Torfstechen gehen. Danach wurden die Torfstücke aufgeschichtet und getrocknet, damit wir im Winter Feuer machen konnten.

Ich weiß, dass das alles fürchtbar ärmlich klingt, und das war es auch. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass uns was fehlt.


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 25.02.2013 18:56
von Acki | 169 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #86
Zitat von Mutz im Beitrag #82
- es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es nicht den bösen Nachbarn gibt !

na drehen wir uns es wieder mal so wie wir es brauchen?

Der Spruch geht so: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt !


Wenn schon Korrektur, dann richtig und mit Quellenangabe. Habt ihr das bei den Rote Kreuz Schwestern nicht gelernt ???
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, // Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." - Friedrich Schiller "Wilhelm Tell" IV,3 / Tell
und nicht die Schnulze a´la Roland Kaiser.

Und noch einmal mit Friedrich Schiller - "Früh übt sich, was ein Meister werden will"

Vierkrug




na bitte geht doch!!!


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#91

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 25.02.2013 20:49
von jecki09 | 422 Beiträge

Ich muss sagen, dass ich in meiner Kindheit sehr viel erlebt habe.

Ich kannte keinen Kindergarten, durfte nicht, da meine Mutter Hausfrau war. Doch ich hatte immer einen tollen und abwechslungsreichen Tag.

Mein Vater, Tierarzt in der heutigen Prignitz, hatte einen großen Praxisbereich. So konnte ich jederzeit überall hin mit. Lernte viele Bauernhöfe und die Ställe der LPG-en von innen kennen. Später als es der Unterricht UTP (Unterricht in der Produktion) gab, habe ich mit den Platz aussuchen können.

Kaum einer von meinen Schulkameraden, hatte diese Einblicke in die Tierhaltung der DDR. Natürlich war es am schönsten, wenn Feriertage anstanden und wir zu den Bauern fuhren. Ob Ostern, Nikolaus oder Weihnachten es gab fast immer etwas für uns Kinder. Und in der Obstsaison gabe es auch immer etwas. Und um die Weihnachtsente brauchten sich meine Eltern nie Sogen zu machen. Am 24.12. gab es aber immer Karpfen blau.

Dazu kam dass er auch Jäger ist und in meiner Familie wurden mein Bruder und mein Neffe (letzterer wurde mit 18 Jahren der jüngste Jäger im Land Brandenburg) auch Jäger. Während meiner Zeit in der GK wurde ich auch gefragt, ob ich Jäger werden möchte. Aber das Interesse war nicht ganz so groß wie bei meinem Bruder. Mit einem Jagdgewehr habe ich in meinem Leben bisher nur einen Hasen erlegt.

Ehrlicher weise muss ich aber auch sagen, dass in der 80-er Jahren bei uns kein Fleischmangel war. Selbst heute wird jährlich beim Wurst machen Wildbret als Geschmacksverbesserer dazugemischt und dienstags und donnerstags die Milch - vor dem Milchtanker - vom Bauern geholt.

26.02.2013 20:28 Korrektur Schreibfehler Wildbert in Wildbret


zuletzt bearbeitet 26.02.2013 20:31 | nach oben springen

#92

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 25.02.2013 22:43
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #91
Ich muss sagen, dass ich in meiner Kindheit sehr viel erlebt habe.

Ich kannte keinen Kindergarten, durfte nicht, da meine Mutter Hausfrau war. Doch ich hatte immer einen tollen und abwechslungsreichen Tag.

Mein Vater, Tierarzt in der heutigen Prignitz, hatte einen großen Praxisbereich. So konnte ich jederzeit überall hin mit. Lernte viele Bauernhöfe und die Ställe der LPG-en von innen kennen. Später als es der Unterricht UTP (Unterricht in der Produktion) gab, habe ich mit den Platz aussuchen können.

Kaum einer von meinen Schulkameraden, hatte diese Einblicke in die Tierhaltung der DDR. Natürlich war es am schönsten, wenn Feriertage anstanden und wir zu den Bauern fuhren. Ob Ostern, Nikolaus oder Weihnachten es gab fast immer etwas für uns Kinder. Und in der Obstsaison gabe es auch immer etwas. Und um die Weihnachtsente brauchten sich meine Eltern nie Sogen zu machen. Am 24.12. gab es aber immer Karpfen blau.

Dazu kam dass er auch Jäger ist und in meiner Familie wurden mein Bruder und mein Neffe (letzterer wurde mit 18 Jahren der jüngste Jäger im Land Brandenburg) auch Jäger. Während meiner Zeit in der GK wurde ich auch gefragt, ob ich Jäger werden möchte. Aber das Interesse war nicht ganz so groß wie bei meinem Bruder. Mit einem Jagdgewehr habe ich in meinem Leben bisher nur einen Hasen erlegt.

Ehrlicher weise muss ich aber auch sagen, dass in der 80-er Jahren bei uns kein Fleischmangel war. Selbst heute wird jährlich beim Wurst machen Wildbert als Geschmacksverbesserer dazugemischt und dienstags und donnerstags die Milch - vor dem Milchtanker - vom Bauern geholt.



Paßt so schön zum Pferdefleischskandal und zum Verschreibser sowieso

Wie Wildbert schon in jungen Jahren zu sagen pflegte: Was in der Wurst ist, ist mir wurst...


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 25.02.2013 22:44 | nach oben springen

#93

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 27.02.2013 18:19
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wir haben als Kinder bei den Omis Kohlen geholt, den Staubsauger bedient und Einkäufe gemacht. Das war unser Auftrag nach dem Schema "Timur und sein Trupp". Die Schule hatte einen Aufruf in der Ortszeitung gestartet und alte Menschen konnten sich da melden, wenn sie etwas Unterstützung brauchten. Dann wurden der Klasse drei oder vier Omas und Opas zugeteilt und wir sind abwechselnd dann dreimal in der Woche für ca. eine Stunde hin, um zu helfen. Das nannte man OMA-HILFE und galt als eine gute Tat. Das war 1973 als dann die Weltfestspiele in Berlin waren. Jeder Schüler bekam seinen eigenen Auftrag mit entsprechenden Spruch. Meinen Spruch kenne ich noch heute:

"MIT GUTEN TATEN ÜBERALL; VORAN ZUM X. FESTIVAL"

Wir durften allerdings für unsere Arbeit bei Oma und Opa kein Geld annehmen. Doch kleine Dinge zum Naschen schon, wenn es uns angeboten wurde. Ha, ha, ha, wie oft kam ich dann mit einer Westschokolade oder Bubble-Kaugummis nachhause. Ein Mädchen bekam sogar ein Fix und Foxi-Heft geschenkt.

Ja, ja, die Oma -Hilfe brachte etwas ein.

Mit einer Vollmacht vom Opa Helmut ausgerüstet, durfte ich sogar im Laden um die Ecke Zigarren holen und habe die auch bekommen. Opa Helmut trank auch gern den "SachsenDreier" einen Weinbrandt, war der Verschnitt? Den durfte ich bei der Ursel im Konsum holen und wenn der alle war, war Opa Helmut sauer und ich bekam meine Kaugummis nicht, die mit den Bildern drin und mit Schlagersänger drauf. Ein Heintje gegen zwei Roy Black, war der offizielle Kurs auf dem Schulhof.

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


Peter42 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.02.2013 18:23 | nach oben springen

#94

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 02.03.2013 16:29
von Gelöschtes Mitglied
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DAS FITSCHELN

Kennt es jemand von euch?
Also Abends,wenn es zu dämmern anfing,ging es oft in die Büsche um Weidenruten oder ähnlich biegsame Stöcker zu suchen.
Diese brauchten wir als Ruten.
Nun wurde Lehm gesucht und jeder knetete seine Masse zu einem Batzen. (ähnlich der Knetenkonsistenz)
Davon wurden jetzt immer etwa Tennisballgroße Ei-Kugeln geformt und oben auf die Rute gesteckt.
Danach ging es in die Richtung großer Wohnblöcke und es wurde aus der Deckung heraus "gefitschelt".
Mit einem Armschwung wurden die "Geschosse" mit dem Stock bzw. der Rute weit katapultiert.
Ziel beim fitscheln war es,mit den Lehmkugeln die Fensterscheiben der Häuser zu treffen.
Geschah das,blieb der Fitschelkloß meist am Fenster kleben.....oder eben an den rauen Grauputzfassaden.
Die Batzen hingen an den Fassaden mitunter Wochen und Monate......
Doch Scheiben gingen nie zu Bruch,Ehrenwort.
Aber dort,wo durch uns "angeklopft" wurde,war dann natürlich immer das Gezetere groß und so manchmal mussten wir nach Treffern unsere Hacken in die Hand nehmen.....
Natürlich hatten wir unsere "Lieblingsfenster",so manch Meckeronkel oder Meckertante war besonders oft und gern Ziel unserer Attacken.
Auch vorbeifahrende Züge wurden von uns als Kinder befitschelt.
Heute denkt man über solchen Blödsinn natürlich ganz anders,es war mitunter bestimmt nicht ungefährlich.

Gruß ek40


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#95

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 02.03.2013 18:28
von PF75 | 3.292 Beiträge

den Blödsinn kenne ich auch,auch selbst gemacht


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#96

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 20.12.2013 19:51
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Und wenn nun eine Münze aufrecht stehend,also schräg an der Wand anlag,dann nannte man dies bei uns Stehpopel..@EK40

Das Spiel kenne ich,wir nannten das Spiel aber Pimpern .Warum weiss ich nicht,auch kannten wir mit Sicherheit den tieferen Sinn nicht ,
aber Spass hats gemacht.


..bei uns hieß das Pfenngeln, abgeleitet natürlich von Pfennigen...wurde auch mit höheren Einsatz gespielt wie mit Groschen ( 10 Pfennig-Stück )


xxx
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#97

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 20.12.2013 19:56
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #96
Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Und wenn nun eine Münze aufrecht stehend,also schräg an der Wand anlag,dann nannte man dies bei uns Stehpopel..@EK40

Das Spiel kenne ich,wir nannten das Spiel aber Pimpern .Warum weiss ich nicht,auch kannten wir mit Sicherheit den tieferen Sinn nicht ,
aber Spass hats gemacht.


..bei uns hieß das Pfenngeln, abgeleitet natürlich von Pfennigen...wurde auch mit höheren Einsatz gespielt wie mit Groschen ( 10 Pfennig-Stück )


20 Pfennigstücke waren etwas gewichtiger und somit Erfolgversprechender, dieses Spiel machte auch bei schlechtestem Wetter Spass, es war bei uns auf dem Schulhof BEI STRAFE verboten, es juckte den wenigsten...
h.


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#98

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 22.12.2013 02:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Böse Zunge behaupteten bei uns in der Schule, das der Sportlehrer sogar einmal mitgespielt hat. Der hatte bei uns auch immer die Augen zu gemacht, wenn wir mit den Pfennigen um uns schmissen. Die 20-Pfennig-Stücke gab es ja erst ab 1969 und da war das Thema bei uns schon durch.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#99

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 22.12.2013 10:00
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Wir hatten auch ein Spiel namens "Schangeln". Da lagen die Pfennige auf dem flachen Handteller. Die Münzen hochgeworfen und mit dem Handrücken wieder aufgefangen. Dann wieder hochgeworfen und von oben die fliegenden Münzen gegriffen. Was dann noch in der Hand war, war der Gewinn.



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#100

RE: Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!

in Leben in der DDR 22.12.2013 15:08
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #93
Wir haben als Kinder bei den Omis Kohlen geholt, den Staubsauger bedient und Einkäufe gemacht. Das war unser Auftrag nach dem Schema "Timur und sein Trupp". Die Schule hatte einen Aufruf in der Ortszeitung gestartet und alte Menschen konnten sich da melden, wenn sie etwas Unterstützung brauchten. Dann wurden der Klasse drei oder vier Omas und Opas zugeteilt und wir sind abwechselnd dann dreimal in der Woche für ca. eine Stunde hin, um zu helfen. Das nannte man OMA-HILFE und galt als eine gute Tat. Das war 1973 als dann die Weltfestspiele in Berlin waren. Jeder Schüler bekam seinen eigenen Auftrag mit entsprechenden Spruch. Meinen Spruch kenne ich noch heute:

"MIT GUTEN TATEN ÜBERALL; VORAN ZUM X. FESTIVAL"



Na dann kennste bestimmt auch noch folgendes Lied:

Ham'se nich' noch Altpapier,
liebe Oma, lieber Opa?
Klingelingeling, ein Pionier,
klingelingeling, steht hier, ein rota.
Ham'se nich' noch Altpapier,
Flaschen, Gläser oder Schrott?
Klingelingeling, schnell geb'n se's mir,
sonst holt sich's die FDJ!

Sie lesen doch Zeitung - bestimmt das ND,
was ich ihrem klugen Blick sofort anseh'.
Dann geh'n 'se mal schnell in ihr Zimmer zurück
und werfen ein paarmal herum ihren Blick!
dann schneid'n 'se das letzte Plenum sich aus,
das braucht man doch oft im Betrieb und zuhaus!
Und hab'n 'se das alles dann bestens vollbracht,
wird aus ihrer Zeitung 'ne neue gemacht!!!

Ham'se nich' noch Altpapier,
liebe Oma, lieber Opa?
Klingelingeling, ein Pionier,
klingelingeling, steht hier, ein rota.
Ham'se nich' noch Altpapier,
Flaschen, Gläser oder Schrott?
Klingelingeling, schnell geb'n se's mir,
sonst holt sich's die FDJ!

Sie feiern doch sicher ein paarmal im Jahr
und trinken den Wein nicht aus dem Samowar.
Da ham'se doch sicher ein paar Flaschen zu stehn,
und wenn da noch was drin wär, da wärs kein Problem.
Das schütten wir gleich - egal ob Wein oder Hell -
in den alten Herrn Boll von der Annahmestell',
denn der alte Herr Boll ist niemals so doll
wie der Müllschlucker vor ihrem Hause voll!

Ham'se nich' noch Altpapier,
liebe Oma, lieber Opa?
Klingelingeling, ein Pionier,
klingelingeling, steht hier, ein rota.
Ham'se nich' noch Altpapier,
Flaschen, Gläser oder Schrott?
Klingelingeling, schnell geb'n se's mir,
sonst holt sich's die FDJ!

Und ham' sie ein auto - ich mein kein Trabant -
fahr'n 'se mal mit ihrem Gatten aufs Land!
Und sind sie dann da, wo kein Mensch in Gefahr,
das Auto vollkaskoversichert - is' klar -
dann lassen sie ihn ans Steuer - mal seh'n,
vielleicht ist da ein schönes Stück schrott im Entsteh'n...
Dann schreib'n sie mit Kreide an den Rest von der Tür:
Jugendobjekt Junger Pionier!

Ham'se nich' noch Altpapier,
liebe Oma, lieber Opa?
Klingelingeling, ein Pionier,
klingelingeling, steht hier, ein rota.
Ham'se nich' noch Altpapier,
Flaschen, Gläser oder Schrott?
Klingelingeling, schnell geb'n se's mir,
sonst holt sich's die FDJ!


http://www.videolike.de/video/?v=ueYqYLITeJw

LG von der grenzgaengerin


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