#101

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:20
von wosch (gelöscht)
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Zitat von PF75
@ wosch

was deine bemerkung an geht"was nicht seien kann,was nicht seine darf" das wird aber auch noch heute von beiden seiten bei vielen diskussionen genutzt.

zur abwechslung mal schöne grüße aus Vorpommern




...........................PF75, sagtest Du nicht vor Kurzem, daß wir zum Thema zurück kehren sollten?
Mit allerschönsten Grüßen aus Kassel.


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#102

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:24
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von Boelleronkel
Ups,
Gedächtnisverlust ist schlimm...
wenn man so liest was zum thema Wahlen abgeht,datt tut fast schon weh...
Woher wusste wer was?
In jedem Dorf wusste erstmal Jeder von Jedem,der die Wahlkabine aufsuchte und schonmal schräg angeschaut wurde.
Jeder Kaderleiter eines Betriebes wusste,wer Nichtwähler war und z.B:einen Antrag auf Ausreise gestellt hat!
Wohin auch immer.
Die fliegende Wahlurne,gedacht für Schwerbehinderte,Kranke etc,wurde ebenfalls eingesetzt um dem geneigten Nichtwähler,zu Hause aufzusuchen und zu versuchen...zur Wahl zu bewegen.
Die Genossen und Nichtgenossen Wahlhelfer waren sich auch nicht zu schade,an der Wohnungstüre mal "ernste Worte fallen"zu lassen.
Von wegen Wohnungskommission,weiterer Besuch der EOS oder nennen wir es mal einige mögliche Unwegbarkeiten bei der weiteren beruflichen Ausbildung.
Jeder Nichtwähler wurde dem zuständigen Rat vom Dorf angefangen,über die Stadt,zum Kreis und so weiter gemeldet.
Die zuständigen Abteilungen Inneres,fest verzahnt mit den allmächtigen Parteiorganen,aller Art,haben zentralistisch funktioniert.
Und wehe,die Prozente standen nicht.
Wahlbetrug war ein zentrales Thema im wilden Herbst 89,es gab direkte Anzeigen und Verurteilungen,gurgeln kann sich das Jeder selbst und nachlesen.
Herrjei,wo haben Einige hier eigentlich gelebt,datt tut schon weh.
Sonntagsjruss BO





.........................................Ja "Bo", es ist genau wie früher bei den "Genossen": Was nicht sein darf, darf eben nicht sein, Schade daß Herr von Schnitzler nicht mehr mitreden kann, er hätte es Dir schon "richtig" erklärt!
Schönen Gruß aus Kassel.





Wie sagte der "alte Meister"immer.."Fass dett nich an! Da iss Strom drin!" Und?
Unterschied zwischen Theorie und Praxis "er/verklärt" sich manchmal sehr realistisch.
In diesem Sinne


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#103

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:25
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von wosch
Ich bin überzeugt davon, daß wenn das Regime die Nachwirkungen der entarnten Wahlfälschungen schadlos überstanden hätte, man über "kurz oder Lang" , Mara schon noch wege ihrem Wahlverhalten "zur Klärung eines Sachverhaltes" eingeladen hätte.



Ich bin da nich so ganz von überzeugt Wolfgang.....aber zumindestens davon, das man sich ein Strich auf irgendeiner Liste gemacht hat.....um später gegebenfalls mir das mal zum Vorwurf hätte machen können.....übrigens war es gerade ein Jahr her, das ich zum Interview zu einem Stasi-OM gebeten wurde, weil ich so andersartig rumgerannt bin.....da allerdings muß ich auch beisagen, das dieses Gespräch sehr artig geführt wurde.....zu deiner Zeit hätten se mir wohl noch die Haare geschnitten und die Klamotten weggenommen oder so.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#104

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:29
von wosch (gelöscht)
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Zitat von SkinnyTrucky

Zitat von wosch
Ich bin überzeugt davon, daß wenn das Regime die Nachwirkungen der entarnten Wahlfälschungen schadlos überstanden hätte, man über "kurz oder Lang" , Mara schon noch wege ihrem Wahlverhalten "zur Klärung eines Sachverhaltes" eingeladen hätte.



Ich bin da nich so ganz von überzeugt Wolfgang.....aber zumindestens davon, das man sich ein Strich auf irgendeiner Liste gemacht hat.....um später gegebenfalls mir das mal zum Vorwurf hätte machen können.....übrigens war es gerade ein Jahr her, das ich zum Interview zu einem Stasi-OM gebeten wurde, weil ich so andersartig rumgerannt bin.....da allerdings muß ich auch beisagen, das dieses Gespräch sehr artig geführt wurde.....zu deiner Zeit hätten se mir wohl noch die Haare geschnitten und die Klamotten weggenommen oder so.....

groetjes

Mara





................................Mara, meinst du etwa, sie hätten Dich nackich rumlaufen gelassen?
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 23.01.2011 19:30 | nach oben springen

#105

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:34
von icke46 | 2.593 Beiträge

Ich will nur mal bemerken, dass anscheinend über das Wahlverfahren in der DDR immer weniger bekannt ist, was sich dann in manchen Beiträgen mit solchen Sätzen wie "auf dem Wahlzettel SED ankreuzen" manifestiert.

Leider ist es mir trotz Suchens nicht gelungen, einen Stimmzettel für die Wahlen vor dem 18.3.90 zu finden - die letzte Wahl in der DDR und die erste nach demokratischen Maßstäben. Ich versuche aber mal, das, was ich über das Wahlverfahren in der DDR seinerzeit gelernt habe, zusammenzufassen (bei Fehlern lasse ich mich gerne korrigieren):

Es gab einen gemeinsamen Wahlvorschlag der Nationalen Front der DDR, in der alle Parteien und Massenorganisationen zusammengefasst waren. Die Sitzverteilung in der Volkskammer war nach einem festen Schlüssel festgelegt - unabhängig davon, wer nun zur Wahl ging oder nicht.

Die einzige Möglichkeit, eine Auswahl zu treffen, hätte darin bestanden, in der Wahlkabine auf dem Stimmzettel Kandidaten zu streichen (im Extremfall alle) - weshalb das Aufsuchen der Wahlkabine schon negativ gesehen und quasi das berühmte Zettelfalten erwartet wurde.

Ich hoffe, dass ich das so richtig dargestellt habe - mit Sicherheit gab es aber auf den Wahlzetteln nichts anzukreuzen.

Gruss

icke



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#106

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:36
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Naja Wolfgang, das wär wohl nicht passiert....se hatten mich ja auf Arbeit aufgesucht und da hätt ich ja noch meine Arbeitskluft gehabt notfalls.....

groetjes uit het uiterste zuid-westen van de Bondsrepubliek

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#107

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 19:41
von SkinnyTrucky | 1.260 Beiträge

Zitat von icke46
Die einzige Möglichkeit, eine Auswahl zu treffen, hätte darin bestanden, in der Wahlkabine auf dem Stimmzettel Kandidaten zu streichen (im Extremfall alle) - weshalb das Aufsuchen der Wahlkabine schon negativ gesehen und quasi das berühmte Zettelfalten erwartet wurde.

Ich hoffe, dass ich das so richtig dargestellt habe - mit Sicherheit gab es aber auf den Wahlzetteln nichts anzukreuzen.



Man mußte schon alle Namen durchstreichen um eindeutig mit NEIN zu stimmen Icke.....so jedenfalls wurd es kurz vor der Wahl im Westfernsehen gesagt und ja, daran kann ich mich noch gut erinneren, denn ich wollte es dann unbedingt so machen und habe es dann auch so gemacht....allerdings mit einem Bleistift....worauf ich so dermassen am Kritzeln war, das ein ewentuelles Radieren schwierig geworden wäre.....

groetjes

Mara


Kein Sex mit Nazis...!!!
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#108

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 20:19
von zzrain42 | 56 Beiträge

Kleiner Auszug aus dem Internet.


Standen auf einem DDR-Wahlzettel auch andere Parteien als die SED?

gefragt von efranz98 am 20.04.2010 um 19:56 Uhr
Ich weiß, dass es noch andere Parteien gab und auch, dass man nicht in eine Wahlkabine gehen konnte. Hat man überhaupt ein Kreuz gemacht? Wie lief das ab? Ich bin 38 und war zu DDR-Zeiten nicht wählen.


beantwortet von Dorfrocker am 20. April 2010 20:30
Wahlkabinen gab es.Und es standen auch noch andere Parteien auf dem Zettel(die sogenannten Blockparteien),die z.B.da wären:CDU,NDPD,LDPD(heute FDP),Bauernpartei.Die ersteren und dritten sitzen heute einträchtig im Bundestag.Für viele die wahren Wendehälse.

Kommentar von Wyatt am 22. April 2010 00:50
und die zweiten in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern als NPD. Und dann waren da auch noch FDGB, DFD. Man brauchte nicht mal ein Kreuz machen, konnte über das Theather herrlich lachen...

Kommentar von elektrofuzzi49 am 23. April 2010 13:44
Die NDPD ist noch zu DDR - Wendezeiten der LDPD angeschlossen worden. War selbst Mitglied. Hatte mit NPD Gedankengut nichts zu tun. Bin auch nur reingegangen um der SED zu entgehen und weil viele Handwerker drin waren.



beantwortet von helmutl am 21. April 2010 16:33
Was für eine Frage?,in Russland gab es auch mehr Parteien und sie hatten auch ein Ergebnis wie in der DDR.Wir DDR-geborenen,sollten Froh sein das Mist-Pack los zu sein.



beantwortet von netzotto am 20. April 2010 20:03
damals stand in der Zeitung zu 98,9 % sind die gewählt worden, wie es zu dem Mauerfall kam fielen die Prozente

Ende des Zitats.

Angefügte Bilder:
stimmzettel20Okt1946.jpg

zuletzt bearbeitet 23.01.2011 20:27 | nach oben springen

#109

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:10
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Verstehe ich das richtig? Wenn man den Wahlvorsdchlag ablehnen wollte, musste man ein Kreuz in voller Höhe und Breite über den gnazen Wahlzettel anbringen oder alle Kandidaten einzeln durchstreichen. Ansonsten erklärte man sich einverstanden mit dem Wahlvorschlag (zu kleines Kreuz oder nicht alle einzeln durchgestrichen)
http://www.verfassungen.de/de/ddr/wahlordnung65.htm
http://books.google.ch/books?id=dsloH83T...epage&q&f=false
Theo


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sentry


Wichtiger ist, was gleich in Artikel 1 steht: "Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei."

Hier wird die Führungsrolle einer Partei festgeschrieben, so dass demokratische Wahlen (jeder hat aktives und passives Wahlrecht) de facto nicht möglich waren. Die demokratische Abwahl der SED wäre nach diesem Text verfassungswidrig gewesen - also Mogelpackung, keine Demokratie; q.e.d.



Schwachsinn.... wo steht da SED in der Verfassung? Es hätte also theoretisch auch einmal eine andere marxistisch-leninistische Partei sein können. Auch im Grundgesetz gibt es unveränderliche Artikel, die nicht einmal mit 100% Zustimmung geändert werden dürfen und ein bestimmtes politisches System zementieren sollen.. also Mogelpackung, keine Demokratie...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 21:26 | nach oben springen

#111

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:29
von Pauker | 37 Beiträge

Demokratie = Volksherrschaft

Stimmt doch, oder?

Wann und wo gab es eine? Wer hat ein Beispiel parat?



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#112

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:32
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Feliks D.
(...). Auch im Grundgesetz gibt es unveränderliche Artikel, die nicht einmal mit 100% Zustimmung geändert werden dürfen und ein bestimmtes politisches System zementieren sollen.. also Mogelpackung, keine Demokratie...



Im Prinzip ja. Alerdings gibt es auch Art. 146 GG
http://dejure.org/gesetze/GG/146.html
Irgendwann müsstet ihr Deutschen euch doch einmal eine Verfassung gönnen..Provisorien bringen es nicht...
Theo


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#113

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:32
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Schwachsinn.... wo steht da SED in der Verfassung? Es hätte also theoretisch auch einmal eine andere marxistisch-leninistische Partei sein können. Auch im Grundgesetz gibt es unveränderliche Artikel, die nicht einmal mit 100% Zustimmung geändert werden dürfen und ein bestimmtes politisches System zementieren sollen.. also Mogelpackung, keine Demokratie...

Welchen Artikel des Grundgesetzes würdest Du denn gerne ändern?

Zitat von GG

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.


oder lieber

Zitat von GG

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.



Um zum Thema zurück zu kehren: Stimmt natürlich, die SED selbst stand nicht in der Verfassung der DDR.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 21:37 | nach oben springen

#114

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Netter Versuch, aber so leicht drängst Du mich nicht in die Ecke bzw. drückst mir durch deine Hervorhebungen einen bestimmten Stempel auf.

Was wäre denn wenn sich herausstellte, ein Einheitsstaatssystem wie z.B. in Frankreich wäre okönomischer und effektiver? Vollkommen demokratisch, alle Politiker, alle Wähler, einfach alle wären dafür... änderung unter Beibehaltung des GG möglich? Wahre Demokratie... "Made in BRD"!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 21:42 | nach oben springen

#115

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:45
von X-X-X (gelöscht)
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@Pauker: Richtig.

Jens


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#116

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:46
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Netter Versuch, aber so leicht drängst Du mich nicht in die Ecke bzw. drückst mir durch deine Hervorhebungen einen bestimmten Stempel auf.

Was wäre denn wenn sich herausstellte, ein Einheitsstaatssystem wie z.B. in Frankreich wäre okönomischer und effektiver? Vollkommen demokratisch, alle Politiker, alle Wähler, einfach alle wären dafür... änderung unter Beibehaltung des GG möglich? Wahre Demokratie... "Made in BRD"!

Touché!
Mit dieser Frage habe ich gerechnet, wollte aber nichts vorweg nehmen ;-)

Im Übrigen meintest Du sicher "effizienter" und nicht "effektiver", oder?

Aber für die Einheitsstaatenlösung bleibt ja dann noch §146 wie oben schon jemand erwähnt hat.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#117

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von matloh
Aber für die Einheitsstaatenlösung bleibt ja dann noch §146 wie oben schon jemand erwähnt hat.



Effektiv ist schon richtig, denn effizient wird bereits durch ökonomisch abgedeckt! Im Übrigen meintest Du sicher "Art. 146 " und nicht "§146", oder?

Würde sich jemals eine Partei ernstlich auf diesen berufen, so würden die anderen ihn ganz schnell abschaffen. War ja beim letzten mal schon in der Diskussion, aber man möchte ja öffentlich den Eindruck des zementierens vermeiden. Soll ja schließlich auch hier alles demokratisch aussehen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.01.2011 21:55 | nach oben springen

#118

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 21:56
von Rabe (gelöscht)
avatar

Nicht vergessen: Jeder Abgeordnete, egal ob Gemeinderat bis zur Volkskammer, mußte sich in öffentlichen, bei freiwilliger Teilnahme der
Wähler, Versammlungen den Fragen zu seiner Person, zu seinem Leben, zu seinen bisherigen gesellschaftlichen Wirken und zu künftigen
Absichten stellen. Es ist schon vorgekommen, daß Kandidaten durchgefallen sind. Sie wurden von den Wahllisten gestrichen.

Rabe


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#119

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 22:20
von utkieker | 2.925 Beiträge

Eigentlich bin ich immer Dienstags wählen gegangen, war bei mir Usus, die Sonderwahllokale hatten ja schon vor dem eigentlichen Wahltag geöffnet, so hatte ich ein stressfreies Wochenende.
Es war immer das selbe Prozedere. Wählt die Kandidaten der Nationalen Front, so als ob es irgendwie noch andere Kandidaten geben würde.
Ich betrat das Wahllokal so, als würde ich gerade eine Bank überfallen, nur ohne Pistole und Strumpfmaske. Im Wahllokal war es ruhig, gelangweilt saß eine Wahlhelferin an ihrem Tisch, wortlos schickte ich meine Dokumente rüber und bekam den Wahlzettel. Auch wenn es keine Pflicht wahr, suchte ich immer die Wahlkabine auf. Auf eine der letzten Volkskammerwahlen ( es war wohl die vorletzte ), wollte ich das bestmögliche aus meiner Wahl machen. Ich wollte ein sozial- liberale Koalition. Also betrat ich wie üblich, wieder auf einen Dienstag das Wahlbüro, diesmal bewaffnet mit Lineal und Kugelschreiber. Meine Strategie streiche alle NDPD- Nazis und CDU- Kandidaten von der Liste und natürlich Genosse Paul S. Aber dann die große Überraschung, ich dachte immer das neben den Namen des Kandidaten auch immer die Organisation daneben steht für die sie aufgestellt wurden - denkste. Und wo bitteschön steht Genosse S., der kandidierte gar nicht in meinen Wohnbezirk. Ach leckt mich doch am A****, dachte ich, nahm den Zettel faltete ihn und ab damit in die Urne. Scheibenkleister wieder große Koalition...

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#120

RE: Wie rechtfertigte die DDR ihren Anspruch, eine Demokratie zu sein?

in DDR Politik Presse 23.01.2011 22:24
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rabe
Nicht vergessen: Jeder Abgeordnete, egal ob Gemeinderat bis zur Volkskammer, mußte sich in öffentlichen, bei freiwilliger Teilnahme der
Wähler, Versammlungen den Fragen zu seiner Person, zu seinem Leben, zu seinen bisherigen gesellschaftlichen Wirken und zu künftigen
Absichten stellen. Es ist schon vorgekommen, daß Kandidaten durchgefallen sind. Sie wurden von den Wahllisten gestrichen.

Rabe




Und welche Auswirkungen hatte die Streichung von der Wahlliste ? War die Diktatur der Proleten dadurch gefährdet ? Niemals und Nirgends.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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